Dekokrankheit Nachbehandlung Abgesandt von sevenfear am 06.12.2006 - 23:37:
Hallo,
lese mit großem Intresse euer Forum und hab da gleich mal eine wichtige Frage.
Mein Schwiegervater hatte vor ca. 2 Monaten einen Tauchunfall in Kroatien.
Er kam dann auch in Pula in die Druckkammer.
Dort mußte er eine Woche lang jeden Tag für mehrere Stunden in die Kammer.
So ganz zufrieden war ernicht mit der Behandlung da es so aussah daß dort nicht das Wissen über solche Unfälle vorhanden war.
Außerdem intressierten die sich dort mehr für die Kostendeckung als für die Genesung.
Zurück in Deutschland ging er auch hier zum Doc und abermals in die Druckkammer.
Die Behandlung ist mittlerweile abgeschlossen aber er klagt immer noch über Gelenkschmerzen und so.
Meine Frage ist nun ob sich jemand mit so etwas auskennt , vor allem die nachbehandlung nach der Druchkkammer, sprich Medikamente oder Therapien.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Ihr würdet mir sehr helfen mit euren Antworten da wir uns große Sorgen machen über den Gesundheitszustand meines Schwiegervaters.
Im vorraus schon mal Danke.
Gruß Sascha
Antwort von Stephan K. am 06.12.2006 - 23:45 Tjaaaaaa, 2 Monate ist schon was länger her.
Antwort von tiefenbetrüger am 07.12.2006 - 00:32 Moin sevenfear,
in solchen fällen können dir / euch nur spezialisten antworten, da so viele wichtige eckpunkte zu betrachten sind!!
bezüglich der nachbehandlung:
eine druckkammer behandlung ist schon sehr sehr effektiv, auch wenn sie "anscheinend" nicht so professionell durchgeführt wurde.
es kommt natürlich auch auf die schwere und die art des tauchunfalls an!
ein anruf bei der DAN ist absolut und 100%ig der richtige und effektivste weg !!
viel erfolg und gute besserung!
MfG
tiefenbetrüger
Antwort von hket am 07.12.2006 - 08:09 Gelenkschmerzen - nach gängiger Lehrmeinung entstehen bei einer DCS N2 Gasbläschen, welche von der Immunabwehr als Fremdkörper erkannt werden, das heisst mit Gerinnungs und Abwehrzellen ummantelt werden - ähnlich Wundschorf.
Diese Klümpchen dürften in einem Gelenk ähnlich verheerend wirken wie Sand in Kugellager. Hinzu kommt noch, daß ein Gelenk nicht wirklich gut durchblutet wird, was ebenso nicht zu einer schnellen Heilung beiträgt.
Somit könnten auch 2 Monate danach Schmerzen noch vollkommen normal sein, wenn der Knorpel geschädigt ist geht eine Heilung auf 6-12 Monate hinaus.
Was sagt denn der Orthopäde dazu ? Hilft oder schadet Bewegung ?
Helmut
bin medizinischer Laie, habe aber leider Erfahrung mit Gelenkverletzungen
Antwort von sevenfear am 07.12.2006 - 16:39 Vielen Dank für die Tips.
Dank dem Link von Stephan K. auf die Gtüm Seite sind wir jetzt ein großes Stück schlauer.
Vielen Dank euch allen.
Werde dann mal berichten wie es weiter geht.
Für Tips bin ich aber immer noch dankbar.
Gruß Sascha
Antwort von Deep Blue Diver *** am 07.12.2006 - 16:44 Ich denke bei Dr. Hühn kann man Dir sicher perfekt Auskunft geben !
Er bildet Ärzte aus, taucht selber, betreibt eine Druckkammer für 12 Personen !
Einfache mail an Ihn !
Dr. med. Wolfgang Hühn
Wetzlar
Beruf Facharzt für Allgemeinmedizin, Consultant Tauch- und Hyperbarmedizin, Lehrbeauftragter der Justus-Liebig-Universität Gießen für Physiologie des Tauchens
CMAS/VDST TL **
hatte vor knapp 10 Jahren mal einen TU und kann nur bestätigen, dass 2 Monate noch nix sind. Die Langzeitwirkung kann je nach Begleitumständen durchaus länger anhalten. Dadurch würde ich mich aber nicht entmutigen lassen! Bedenke, dass bei einem TU der gesamte Organismus total durcheinandergebracht wird - da können auch Symptome auftreten, die auf ersten Augenschein garnichts mit den ursprünglichen Beschwerden zu tun haben. Bei mir hat es damals im rechten Ellenbogen angefangen, ich hatte auch noch Druckkammerbehandlungen in Deutschland. Danach kamen dann erst Lähmungserscheinungen im Gesicht, Schmerzen in der Ferse, etc., etc. Das geht aber mit viel Glück alles wieder vorbei - ich habe 5 Jahre danach wieder angefangen zu tauchen und betreibe den Sport jetzt weiter. Allerdings sehr viel konservativer... Gruss, Chris
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