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Delphine und Taucher...geht das?
Abgesandt von Obes Dlawnier am 12.11.2004 - 12:49:

Hallo zusammen,
ich habe eine Frage:
Weiss jemand, ob es stimmt, dass wildlebende Delphine Taucher meiden, da die
Tiere in freier Wildbahn als Warnsignal Blasen auslassen?
Gruss, Obes



Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 12.11.2004 - 13:18
Stimmt nicht.
Manchmal halten Delphine an und tauchen mit den Tauchern, manchmal ziehen die auch direkt weiter.

z.B. einige Wale jagen Fische mit einem "Zaun aus Luftblasen".
Antwort von Weltenbummler Registriertes Mitglied am 12.11.2004 - 13:42
War vor 2 Wochen auf Wracktour im Roten Meer und bei einem Tauchgang sind 12 Delphine um uns herumgeschwommen - war toll!!
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin Registriertes Mitglied am 12.11.2004 - 14:26
Hai Obes
stimmt definitiv nicht, oder zumindest nicht immer. Im September hatten wir das Glück, am Gordon Reef (Tiran, Sinai, Egypt) eine ganze Stunde lang mit einem Dlefin zu tauchen. Wir waren eine Gruppe von 12 Tauchern und sind eigentlich am selben Ort geblieben. Der Delfin wechselte von den Schnorchler zu uns, ging wieder Luft schnappen und kam immer wieder. Er hat immer die ganze Gruppe umkreist und ging bei jedem Taucher vorbei um ihn zu beäuglen. Es war wirklich ein unvegesslicher Tauchgang. ich muss aber auch sagen, dass keiner von uns versucht hat, den Delfin zu berühren oder ihm nach zu schwimmen. Vielleicht ist das der Auslöser für eine evetnuelle "Flucht" des Delfins
Antwort von oBES am 12.11.2004 - 22:55
Danke für die Infos.
Gruss, Obes
Antwort von Stephan.K. am 15.11.2004 - 14:45
Hai Obes,
es kommt auf die Sorten an, TÜMMLER hatte ich schon öfters beim Tauchen, da diese im Gegensatz zu den SPINNERDELFINEN nicht in großen Schulen(40-50 Tiere) sonder in kleineren Schulen (ca.10 oder weniger Tiere) unterwegs sind.Den Spinnerdelfinen kann man sich eigentlich nur schnorchelnd nähern.Bei den Riffen Schaab Samadai und Shab Sataya Kebir im südl. Ägypten. sind die Lagunen für taucher gesperrt und dürfen nuch schnorchelnd erkundet werden da sich die Define dort aufhalten.
Man muss es sich so vorstellen das die Luftblasen wie einen Vorgang bildet und die Schule trennt, sodass die schwächeren und jungen Delfine nicht von ihren Artgenossen nicht mehr beschützt werden können
Gruß
Stephan
Antwort von do am 15.11.2004 - 17:40
Hallo,
hab gehört, leider nicht selbst gesehen, daß Seehunde das Luftblasen ablassen als Aggressionszeichen nutzen. Also immer schön die Luft anhalten, wenn Ihr Seehunde seht :o.
Gruß do
P.S. Wenn ich so die Blasenwände von Tauchergruppen an den Sharm el Sheik-Tauchplätzen seh, wie erlebt, frag ich mich schon, ob daß nicht Auswirkungen auf die Korallen hat, da ja die Zufuhr von Plankton eingeschränkt ist???
Antwort von CBergler am 18.11.2004 - 15:04
@Tobleronebrevetverteilerin
Es ist an sich kein Problem einen Delphin anzufassen, aber natürlich nur wenn er selbst nahe genug herkommt - UND man sollte das ohne Handschuhe machen, diese Plastikneoprendinger süren die Delphine irgendwie nicht gerne auf ihrer sensiblen Haut und sind dann schnell weg...
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin Registriertes Mitglied am 18.11.2004 - 16:12
CBergler

da stimme ich dir voll und ganz zu. Im tiefsten "Ich" hofften wir natürlich alle, er möge doch "Tuchfühlung" wollen. Hand ausgestreckt (wie um Hallo zu sagen) haben wir natürlich schon, aber wie gesagt, er hätte zu uns kommen müssen, nicht wir ihm nachschwimmen
Mit den Handschuhen wäre das kein Problem gewesen, in EGY sind diese ja verboten und bei den Wassertemperaturen trage ich sowieso keine
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 22.11.2004 - 12:32
Wir hatten vor ca.4 Jahren an einem Tauchplatz in Egypt (nähe el Qusier) während eines TG mit 5 Delfinen getaucht die immer wieder sehr neugierig zu uns kamen und sich sogar anfassen ließen. Es waren 4 Männchen und 1 Weibchen die sich zwischendurch (und schon bei unserer Ankunft am Tauchplatz)sehr intensiv gepaart haben.

Das war schon etwas mehr als Glück und man vergißt es nie.
An diesem Tauchplatz hatten wir später sogar einen Walhai. Der ließ sich allerdings nicht anfassen,leider.
Das Bild von dem Walhai hing längere Zeit an der Basis (Utopia Beach) damals war Uli (Basisleiter) noch da und Dany (Guide). Immer wenn Dany auf dem Boot war gab es etwas ausgefalleneres zu sehen sie war ein richtiger Glücksbringer. Vielleicht war mancher der das ließt auch dort.

Ich denke schon, dass das Geblubbere die Tiere erst mal abschreckt. Einen Hund der mich anbellt streichle ich ja auch nicht sofort.

Gruss
Antwort von subsea am 28.11.2004 - 20:48
Wenn ich hier so lese was manche an erfahrungen gemacht haben und daraus jetzt rückschlüsse ziehen, allerdings ohne dabei an die Tiere zu denken, muß ich mich mal zu wort melden. warum sieht man so viele Menschen, die sich bei einer delphinsichtung wie dumme kinder ohne hirn bewegen und die tiere auf diese weise wieder verscheuchen.
delphine sind höchst intelligente lebewesen und meiden den kontakt zu denen, die sie nerven!!!
wenn ich hier was von handschuhen lese, die bestenfalls in den nächsten baggersee gehören (wos auch keine delphine gibt), vergeht mir echt alles. tümmler mögen es nicht befummelt zu werden, im gegensatz zu spinnerdelphinen die das schon bereitwilliger geschehen lassen. ich tauche seit einem jahr ca. 1 mal pro woche mit wilden tümmlern und habe festgestellt, das sie sehr neugierig sind und oft zum spielen aufgelegt. der trick ist nicht wie ein "dummtaucher" draufzu zu tauchen, sondern den respektsabstand einzuhalten. wenn man selbst zum spielen auffordet, indem man sich um sich selbst dreht, oder saltos macht, kommen sie gewöhnlich sehr nahe und ahmen die bewegungen nach. oder sie kommen mit einem stück koralle um die ecke, die sie über den grund schieben und sich so "zuspielen", da kann man ruhig mitspielen. man sollte niemals versuchen sie zu berühren, das ist ein vertrauensbruch. auch sollte stets ein gewisser abstand zu jungtieren eingehalten werden. wenn man sich einem jungtier zu sehr nähert, kann es schon vorkommen, daß einem ein bulle oder ein junges weibchen über dieses fehlverhalten aufklärt, indem sie den taucher abdrängen. wenn man mit ihnen schwimmt oder taucht und sie nicht einkesselt, die aufforderungen zum spielen versteht und darauf eingeht, den respekt wahrt und vielleicht noch eine kleine melodie summt, wird man schöne tauchgänge mit ihnen erleben, sofern sie an dem tag auch dazu aufgelegt sind. wer "wie blöde" draufzutaucht, fummeln will, oder gar mit dem boot über ihren köpfen kreist, der muß sich nicht wundern, wenn sie das weite suchen. grundsätzlich sind sie durchaus in der lage einen taucher zu verletzen, werden aber in der regel vorher genügend zeichen senden besser nicht näher zu kommen.
also, etwas abstand halten, nicht hinterher tauchen, nicht anfassen, saltos und schrauben machen und ein bißchen summen und sie werden bleiben, sie sind genauso verspielt wie wir, und handschuhe sind sowieso nicht angebracht. wozu? wer nicht in der lage ist vernünftig zu tarieren und dauernd alles anfassen muß, um sich abzustützen, der sollte erst noch etwas üben.
hoffe das hilft ein wenig diese tiere besser zu verstehen. ich beobachte weiter und entdecke immer wieder neue aspekte in der körpersprache, das wird nie langweilig.

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