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Divemaster-Ausbildung???
Abgesandt von Miezekatze Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 17:32:

Moin zusammen,

ich hab da mal eine Frage, die mir bisher keiner so genau beantworten konnte. Was alles beinhaltet die Ausbildung zum Divemaster?
Für ein kurzes Brainstorming wär ich mal ganz dankbar, mal sehen, was dabei rumkommt.
Ach so, und was ist der Unterschied zur Ausbildung zum Master Scuba Diver (ausser dass der DM quasi den Weg zum Vollprofi freimacht).

Grüßle
Die Miezekatze



Antwort von Mieserkater am 12.09.2006 - 18:42
Die DM Ausbildung ist vom Inhalt ähnlich dem CMAS* - ist halt eine andere Philosophie...
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 19:03
@Miesekater: wo haste denn das her ?
Divemaster:
1. Entwicklung der Kenntnisse und der Fertigkeiten, die für die Betreuung brevetierter Taucher bei Tauchgängen vom Land oder vom Boot aus benötigt werden.

2. Entwicklung der Kenntnisse und der Fertigkeiten, um bei der Ausbildung von Tauchern assistieren zu können.

3. Entwicklung der Kenntnisse und der Fertigkeiten, die der Divemaster benötigt, um selbstständig bestimmte Programme für brevetierte Taucher und für Nicht-Taucher durchführen zu können.

4. Entwicklung der Kenntnisse, Wasserfertigkeiten, Rettungsfertigkeiten und Erfahrung des Kandidaten auf ein Niveau, das es ihm ermöglicht, erfolgreich am Assistant Instructor Kurs und am Instructor Development Course (IDC) teilzunehmen.

5. Risikomanagement, geschäftliche Interessen des Einzelhandels).

Master Scuba Diver:
Rescue-Diver + 5 Specialties

Grüßle
SH
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 19:15
... noch keiner da, der über Padi herfällt ? zu was hab ich mir Bier und Snacks bereitgestellt ???
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 19:44
@shuttle

der Beitrag von Miesekater ist doch nicht mehr zu topen.

Gruß Klaus
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 19:57
Stimmt
Frage: Risikomanagemet bezieht sich aufs Tauchen? Was soll der Punkt geschäftliche Interessen des Einzelhandels?
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 20:41
@kwm Stimmt !

@verzingsda : Riskomangement: exakt, geschäftliche interessen: neudeutsch Marketing

Alle so friedlich ? wow !

Grüßle
SH
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 22:37
man kann es eben nicht besser sagen als Miesekater...
Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 23:22
kurz und knapp eben. Wie eine DM-Ausbildung.
Gruß,
D3
Antwort von niemand Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 23:53
Warum?
Teichmeister sind doch ganz wichtig.
Mit der Ausbildung muss man dann immer um die Seen rennen und allen sagen wie sie tauchen sollen.


Gruss Joachim
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 00:10
... wieso sagen ?
... sind das nicht eher die Sternjünger, die verbal wesentlich stärker vertreten sind ?
nur rein statitisch gesehen
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 08:09
@shuttle
Marketing, nun gut ich nehme den Willen für die Tat
Antwort von auf arbeit nicht eingeloggt am 13.09.2006 - 08:33
"Mit der Ausbildung muss man dann immer um die Seen rennen und allen sagen wie sie tauchen sollen. "
Das sind nach meiner Erfahrung eher die Sternchenjäger und (pseudo)-DIR`ler...

Also ein Versuch die Frage ernsthaft zu beantworten:

- Tauchtheorie auf TL Niveau (und das ist mehr wie der Ehm !)
- Tauchfertigkeiten auf Demonstrationsniveau
- Konditionsübungen
- Schnorcheltauchen
- Seekarte + Notfallplan (inzwischen auch schon Teil des Rescue)
- Mitarbeit in Kursen


Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 08:35
Umgangssprachlich ist Marketing das Bemühen, Waren und Dienstleistungen zu verkaufen: also da kannste dieser Organisation ihren Erfolg nicht wirklich absprechen Also vom Marktanteil her gesehen steen sie so schlecht nicht da.
War Vercingetorix nicht dieser Averner, der sich verleiten ließ, bei Alesia eine große Schlacht gegen übermächtige Gegner zu wagen, in der er dann geschlagen wurde ?
Antwort von alphalexx Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 09:10
@ auf arbeit nicht eingeloggt:
sag mal, haste den Ehm glesen oder die DM "Ausbildung" auf PADI TL Niveau gemacht?
Was redest du für ein Blech!
Antwort von Tauchlady Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 09:21
...das frage ich mich auch: wo sollen hier Gemeinsamkeiten mit dem "Ehm" und den anderen Standardwerken sein, wo nicht mal parallele Luftverbrauchs- und Tauchgangsberechnungen vorkommen? Kannst ja mal versuchen, mit dem DM eine CMAS-TL-Prüfung zu bestehen...
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 09:59
@shuttel
Stimmt, das war ich. Im Nachgang hätte ich Alesia besser sein gelassen. Aber was solls, Spaß hat es gemacht. Nur der blöde Triumphzug nach Rom.....
Ja stimmt schon vom Marketing her ist Padi nicht zu schlagen. Sie schaffen es doch glatt, den Jungx einzureden, der Teichmeister müsse Tauchtheorie auf TL-Niveau lehrnen und das sei mehr als der Ehm enthalte. Nicht schlecht, nicht schlecht
Antwort von _Matthias_ Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 10:08
Ich habe folgende Prüfungen selber abgelegt und habe daher den Vergleich:

CMAS**
CMAS***
CMAS TL*
SSI DiveCon
SSI Instructor

Ich stelle hier einfach mal die Vermutung auf, dass der PADI DM und der SSI DiveCon sowie der PADI und SSI Instructor sich jeweils sehr ähnlich sind.
Ich habe noch keine PADI Prüfung abgelegt, jedoch die Manuals (DM und Instructor) gelesen und habe so meine begründete Meinung.
Den EHM habe ich darüber hinaus auch gelesen!

Bezüglich des Anspruches in Tauchtheorie kann ich dazu Folgendes sagen:

Die Assistenten- und Tauchlehrerprüfung bei SSI (und damit laut Manual auch PADI) hatte in Tauchmedizinischen Fragen nicht ganz das Niveau eines CMAS**.

Die Theorieprüfung zum CMAS*** fordert fundierteres Wissen. Hier müssen auch keine Fragen angekreuzt werden, sondern ausführlich schriftlich beantwortet werden.
Von der schriftlichen Prüfung zum CMAS TL* möchte ich jetzt gar nicht reden.

Das Wissen des EHM hat mit der Ankreuzprüfung der Amerikanischen Verbände wirklich NICHTS zu tun.
Antwort von Inga Büsch am 13.09.2006 - 10:12
Hallo Miezekatze,

ich mache gerade meinen Divemaster... @ all: Aua, nicht haun!

Ein paar gute Antworten gab es ja schon. Beim PADI-Divemaster geht es hauptsächlich um die Verstärkung der theoretischen Kenntnisse und die Vorbereitung auf den TL. Theorie ist also recht umfassend: Die Prüfungsteile sind: Tauchfertigkeiten und Tauchumgebung, Tauchphysik, Dekompressionstheorie und RDP, Tauchphysiologie, Assistieren bei der Ausbildung von Tauchschülern, Begleitung von Zertifizierten Tauchern und vom Divemaster selbständig durchführbare Programme. Ähm, irgendwas hab ich jetzt vergessen, es sind 8 Teilprüfungen, aber es ist ja auch noch früh am Morgen...

Mit deiner praktischen Ausbildung kommst Du beim Divemaster nicht besonders viel weiter, weil zum Kurs prinzipiell keine "Prüfungstauchgänge" gehören. Die einzigen "richtigen" Tauchgänge, die du machst, sind meiner Meinung nach die, die du für das anfertigen deiner Tauchplatzkarte brauchst. Ansonsten geht es um die Bewertung deiner sportlichen Fähigkeiten und Rettungsfertigkeiten, du musst (im Gegensatz zu CMAS geradezu lächerlich ) 800 m schnorcheln, 400 m schwimmen, 100 m schleppen und schieben und verschiedene Ausbildungsszenarien absolvieren.

Bei uns liegt in und auch nach der Ausbildung der Schwerpunkt auf dem Begleiten der Ausbildungen in Schwimmbad und Freiwasser. Du musst alle Skills für den Open Water Kurs in Demonstrationsqualität zeigen können und eben - klassisch PADI - alle Standards im Griff haben und assistierst den TL bei der Ausbildung.

Alles in allem ist der Divemaster ziemlich umfangreich (ich hab jetzt einige Sachen ausgelassen, unser TL dagegen nimmts da sehr genau) und zeitintensiv, mir bringt es aber ne Menge.

So, und wehe jetzt haut mich einer. Sind Bier und Chips schon alle?

Liebe Grüße,
Inga.

Ach ja, solltest du den ganzen Schmonz mal ausführlich haben wollen, gib mir Bescheid, dann guck ich zuhause ins Instructors Manual und schreibs dir per Email oder so.
Antwort von Inga Büsch am 13.09.2006 - 10:18
Ach ja, ähm, bei meinem Roman noch vergessen:
Das Marketing kommt bei den selbständig durchführbaren Programmen vor, da wird jeder Kurs durchgenommen und besprochen, welche Interessenten-Gruppe dafür geeignet ist und wie man das dann am besten verkauft.

Risikomanagement wird während der ganzen Ausbildung theoretisch und praktisch verlangt (Theorie, Unfälle, Notfallplan, Beurteilung der Tauchbedingungen, etc., alles was halt dazugehört), der so benannte Teil "Risikomanagement" behandelt aber (auch mal wieder klassisch PADI) den Teil mit den in Deutschland ungültigen Verzichtserklärungen und dem auszufüllenden Papierkram, warum dich jemand verklagen kann und will (ist halt doch ne amerikanische Institution) und dass du deswegen brav alles ausfüllen lassen musst und deine Unterlagen gefälligst geschätzte 100 Jahre aufhebst, falls dir mal jemand was wollte und dass du dich treu an die Standards hälst und somit immer sagen kannst: Ich wars nich, ich hab alles richtig gemacht.

Frage beantwortet?
(Puh, gottseidank kann man Sehnenscheidenentzündung mittlerweile als Berufskrankheit geltend machen. )
Antwort von Inga Büsch am 13.09.2006 - 10:22
Meine Güte, ich hab meine Lieblings-Schwimmbad-Übung vergessen:

DER STRESSTEST
Mit dem Partner ohne Maske und unter Wechselatmung die gesamte Ausrüstung tauschen. Sehr spassig, wenn der Partner ein XL-Jacket, man selber aber XS trägt. muhaha.

So, dass wars jetzt wirklich.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 11:35
@Inga: wow, das hast du dir aber Mühe gegeben (und gut rübergebracht)
Einzigster Widersruch: >>Die einzigen "richtigen" Tauchgänge, die du machst, sind meiner Meinung nach die, die du für das anfertigen deiner Tauchplatzkarte brauchst<< Da hoff ich mal für dich, dass du (wie das auch in den Standards gedacht ist) einen kompletten OWD, besser noch alle Gruppen (AOWD, Rescue, Specialties) begleitest und darüber hinaus Gruppen führst. Da kommen schon einige vernünftige TG`s zusammen. Eine ordentlich DM-Ausbildung kann man locker über ein Jahr machen und damit auch viel Erfahrung sammeln. Kann man natürlich auch anhand der Standards kurz abspulen (das gehört dann in`s Fach "Brevetsammler")
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 11:45
@Vercingétorix: bin beeindruckt. Na ja, wärste damals nicht erdrosselt worden, könnte dein ruheloser Geist nicht arme Padianer geiseln

>>... schaffen es doch glatt, den Jungx einzureden, der Teichmeister müsse Tauchtheorie auf TL-Niveau lehrnen und das sei mehr als der Ehm enthalte. << .... gibt noch ein paar, die das realistisch sehen .

... und lieber tauchen gehen, als zum 5ten Mal im unfehlbaren Ehm das Kapitel über Deepstopps zu suchen
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 11:56
Och ich geisel nur so zum Spaß, gibt ja immer welche die sich wichtig nehmen, nicht über den Suppentellerrand schauen können und sich herrlich aufregen. Wie z.B. der Vogel mit dem Ehm.Wenn sie sonst nicht haben, was für sie wichtig ist. Das ist aber verbandsübergreifend
Unfehlbar ist er, wie alle medizinischen Bücher nicht, schau mal rein von wann die Auflage ist und welchen Bearbeitungsstand sie haben. Du bekommst leider die meisten tiefergehenden Aufsätze über Blasenmechanik, Tiefenstopp etc, nur auf Englisch oder in Fachchinesisch. Interesse vorausgesetzt.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 12:08
... Interesse vorausgesetzt: that`s it ! kein Widerspruch .

Ach du sch.... , jetzt fang ich noch an, mich mit dem "Feind" zu verbrüdern .... Hilfe

Na ja, Benedict ist ja grad da, da darfs auch mal Waffenstillstand geben
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 12:17
Der vertritt ja neuderdings die Ökumene
Paß auf das dich keiner meldet
Antwort von Miezekatze Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 12:30
@Inga: Holla, die Waldfee, das ist jetzt wirklich eine Menge Input! Hätte ich ja fast nicht mehr mit gerechnet. Aber vielen Dank!!! Wenn Du mir "den ganzen Schmonz" noch mal per E-Mail schreiben magst - GERNE!!!
Dankeschön!

Die Miezekatze
Antwort von KarinM Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 12:38
@Miezekatze: wo willst du deinen DM machen? Es gibt da nämlich 2 Ausbildungsoptionen.
Ich habe meinen letztes Jahr auf Comino gemacht und ich muss sagen, der Kurs war wirklich sehr gut.
Viel Spass mit dem Kurs und schau, dass du danach gleich bei Ausbildungen mithelfen kannst.
Antwort von auf arbeit nicht eingeloggt am 13.09.2006 - 12:47
Ja,
habe dem PADI DM und den CMAS*** gemacht...
Einfach weil ich beide Seite kennenlernen wollte, der *** war ein WITZ!
Da ist der DM deutlich umfangreicher und der EHM (gekauft 2002) ist wahrlich kein gutes Buch.

Statt nur über PADI herzuziehen solltet ihr vielleicht mal eure eigene kleine Welt kritisch betrachten.
Und ein Verband der lehrt, dass ein Schnorcheltaucher einen bewusstlosen Gerätetaucher auf 9m bergen soll, sollte sich mal mit dem Thema "passive Panik" beschäftigen ! SOO eine Ausbildung ist veraltet !

Aber das ist nur meine private Meinung. Und am WE schnall ich mir mein Doppelgerät auf den Rücken und gehe einfach nur tauchen.....
Antwort von Miezekatze Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 13:10
@KarinM: Wo weiß ich noch nicht.
Auf der einen Seite ist eine Ausbildung in D sicher nicht verkehrt, weil du dir Zeit lassen kannst und vielleicht schon während der Ausbildung ein bisschen mit in die eigentlichen Ausbildungen reinschnuppern kannst.
Auf der anderen Seite hab ich schon meinen Rescue auf Mallorca gemacht und der war wirklich spitze! Hat eine ganze Woche gedauert und mein TL hat wirklich alles simuliert, was passieren kann. Und das bis zum Erbrechen. Hier in D hab ich bei mehreren Tauchschulen angefragt, die Rescues da dauerten ca. 3 Tage und die Übungen wurden teilweise im Schwimmbad gemacht....
Von daher hab ich hier wohl die Richtige Entscheidung getroffen, jetzt weiß ich zumindest, dass ich auch in der Praxis alles das kann, was die Theorie so vorgibt!
Ob das beim Divemaster genauso ist, weiß ich natürlich nicht, der dauert auf Mallorca ca. 12 Tage... Darum auch meine Frage!
Wenn, dann will ich`s wirklich lernen, ich gehöre nicht wirklich in die Kategorie Brevetsammler! Ein Kärtchen wo draufsteht, was mann theoretisch können müßte bringt einen nicht wirklich weiter...
Von daher bin ich für jeden Tip dankbar....
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 13.09.2006 - 13:11
@auf der...

also mal langsam, der EHM ist med. Literatur und
genau da sehr gut.



Und ich habe keine Probleme einen bewusstlosen Taucher aus 9m in ABC Ausrüstung zu retten. (Bergen = schon Tod) Passive Panik, kann muß aber nicht sein, das ist eine Frage der Übung und der Selbstbeherrschung.
Bevor Du über mich herfällst, nach Jahren im Rettungsdienst macht mich ein Bewusstloser nicht mehr sonderlich nervös.

Grüße
Gunther
Antwort von Inga Büsch am 13.09.2006 - 13:13
@shuttle: Danke fürs Kompliment Ja, wenn Frauen einmal loslegen...
Du hast Recht, prinzipiell ist es ein Widerspruch, das war von mir aber irgendwie auch falsch ausgedrückt, sorry. Ich wollte damit sagen, dass man sicher erstmal erwartet, dass zum Divemaster wie bei PADI üblich ein paar "Specialty-Tauchgänge" absolviert werden müssen, dem ist aber nicht so, in den Standards ist kein einziger Tauchgang (nach PADI-Standards, also nicht Übung im Schwimmbad oder ähnliches) für den Divemaster im Programm: Klartext: Für die Divemasterausbildung packt dein Tauchlehrer nie die Sachen ein und geht mit dir in den See. Die Skills und Übungen finden alle im Schwimmbad statt. Nur um die Tauchplatzkarte musst du dich eben selber kümmern - und dafür wäre tauchen gut.
Mein Mann hat vor mir den Divemaster gemacht und hat fast ein Jahr gebraucht, weil er eben jede OWD + andere Ausbildung zum assistieren mitgenommen hat. Auch nachdem er jetzt fertig ist, geht er immer mal wieder mit und wir helfen natürlich auch auf der Basis aus und gehen eben bei allen Ausbildungen mit und auch mal bei fremden (z.B. VDTL, CMAS), damit man mal sieht, wie es die anderen machen. So kommt man dann natürlich doch auf einen Haufen TGs. Wenn man allerdings, wie hier so schön geschrieben nur "Brevet sammeln" geht, kommt an Tauchgängen nicht viel zusammen beim Divemaster. Ein bisschen Engagement gehört schon auch dazu.

@Miezekatze: Klar, wenn es dir bis heute abend reicht, tipp ich dir das mal in ne Email rein, dann weißt du genau, was dich erwartet. Schaff ich bestimmt, bevor es heute Abend in den bösen kalten Tegernsee geht... brrrr

Liebe Grüße,
Inga
Antwort von Inga Büsch am 13.09.2006 - 13:20
@Miezekatze
Sorry, ich schon wieder, aber hier schreiben irgendwie alle gleichzeitig - oder mein PC ist so lahm.
Zum Thema wo du den DM am besten machst, würde ich dir, wie im letzten Posting von mir und vorhin auch schon von Shuttle geschrieben empfehlen, das nicht im Urlaub zu machen, das ist alleine bei der Menge an Theorie die Hölle. Als ich damals meinen OWD gemacht hab, hatten wir so einen armen Teufel auf der Basis. Wenn man an dem vorbeikam, hat er entweder gebüffelt oder völlig erschöpft vor der Basis bis zur nächsten Lektion gepennt. Das wird ein harter "Urlaub". Hier hast du einfach die Möglichkeit über lange Zeit Schüler zu begleiten. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist es DAS, wobei du am aller aller meisten lernst.
So, jetzt dürft ihr wieder.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 13:56
@auf der Maloche
Komisch lege ich beide Ausbildungsmanuale (neudeutsch für Anweiseranweisung) nebeneinander, scheint es mir so als ob beim ***in sportlicher Hinsicht und theoretischer Hinsicht ein wenig mehr verlangt wird und dafür die Mithilfe in der Ausbildung zu kurz kommt. Über den Sinn von Übungen kann man sicher trefflich streiten, z.B. auch über das Bäumchenwechseldich im Hallenbad, das der Stressbewältigung dienen soll. Der Ausbilder hat es letztendlich in der Hand was er aus der Anweisung macht. Wir haben zwar viel gelacht beim *** aber ein Witz war das nicht, wenn man vorher nicht ausreichend Training/Übung hatte.
Und wenn du auf den Ehm schimpfst, sag doch mal welches Buch zur Tauchmedizin du empfehlen kannst, mal von den tauchmedizinischen Fortbildungen von Roggenbach (Herg.)abgesehen.
Antwort von Tauchlady Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 14:16
...denke mal, ob man *** oder DM macht, hängt einerseits davon ab, ob man im Ausland arbeiten will und andererseits, ob man gewillt ist, für den DM ordentlich Kohle abzudrücken (die ganzen zusätzlichen Materialien), ebenso später für den IE. Da ich auch gerne Apnoe und so mache, kam mir die finanziell wesentlich günstigere CMAS-Variante sehr entgegen, zumal ich auch nur im Verein ausbilde und mich nicht im Ausland verdingen will...
Antwort von KarinM Registriertes Mitglied am 13.09.2006 - 14:17
@Mietzekatze: ich denke mal, dass beides seine Vor- und Nachteile hat. Bis auf den AOWD und Rescue habe ich alle Kurse im Ausland gemacht.
Den Divemaster habe ich bei einer Tauchbasis gemacht, wo man mich zu 100% in den Basenbetrieb miteinbezogen hat. Das war wirklich super. Ab und zu habe ich auch mal den Unterricht für die OWDler übernommen. So hatte ich einen super Einblick was so alles in einer Tauchbasis gemacht werden muss.
Meinen IDC wollte ich in Englisch machen und dies war nur im Ausland möglich. Zudem habe ich abends keine Lust mehr viel zu lernen. Im Urlaub war immer eine entspannte Atmosphäre und beim IDC haben auch fast alle in der selben Unterkunft gewohnt. So sassen wir häufig abends am/im Pool und haben gemeinsam gelernt. Wir hatten auch immer die Möglichkeit mit einem Instructor ausserhalb der `Schulzeiten` im Wasser zu sein und verschiedene Skills noch zu perfektionieren. Ich würde alles wieder so machen (bis auf den Mittelfussbruch am Ende des IE )
Antwort von Mr. Wichtig Registriertes Mitglied am 14.09.2006 - 14:01
Hallo Mietzekatze,
so vielleicht kann ich hierzu abschließend etwas beisteuern! Mache einfach Deinen Divemaster und lasse Dich vom Geschwafel einiger "taucherischer Superhelden" (übrigens Verbandsunabhängig) nicht beeindrucken, denn die Verbände als solches geben und nehmen sich nicht viel. Sehr viel wichtiger ist, wie du zu der ganzen Sache stehst und wie ernst Dein Ausbilder seinen Beruf nimmt!
Daß man körperlich fit sein muß, sollte jedem Taucher (egal welche Ausbildung)klar sein! Die Studienmaterialien sind bei allen Verbänden in Ordnung! Allerdings gibt es auch genügend Verbandsunabhängiges Material!
Wie schon gesagt, hier kommt nur auf Dich an und wie sehr Dich Deine Ausbildung interessiert!
Habe selbst 2-3 TG´s und war schon mit einigen Tauchern unterwegs die mehr als 15.000 Tauchgänge nachweisen können und diese haben mir obige Ausführungen ans Herz gelegt! Wenn Du entsprechend an die Sache rangehst dann wirst Du sicherlich ein guter Divemaster (wie gesagt, Verbandsunabhängig). Eines noch zum Schluß, diejenigen Taucher die sich aufgrund Ihrer "tollen Ausbildung" (wieder Verbandsunabhängig)selbst beweihräuchern, sind meistens jene die als erste unter Stress versagen!(Leider schon ettliche Male selbst miterlebt)
Eine kleine Anmerkung noch, die Ausführungen von Inga sind absolut super, da Sie Deiner Frage entsprechen!
Also Gruß und gut Luft
Mr. Wichtig / Padi DM / TG: sehr viele weltweit
PS: Mußte mal gesagt werden, da manche Beiträge wirklich zum

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