Druckausgleich Abgesandt von Ralf am 05.08.2002 - 09:36:
1. Wie kommt es eigentlich, dass ich beim Tauchen in heimischen Gewässern beim Abtauchen alle 2-3 m einen Druckausgleich machen muss, aber im Urlaub (z. B. Rotes Meer) beim Abtauchen auf 30 m insgesamt nur 2-3 mal?
2. Zu Beginn eines TG habe ich keine Probleme mit dem Druckausgleich. Wenn ich ein 2. oder gar 3. mal abtauche, klappt der Druckausgleich (fast) nicht mehr.
Hat jemand eine Erklärung dafür oder ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß
Ralf
Antwort von Marco Urban am 05.08.2002 - 11:34 Entweder liegt hier ein naturwissenschaftliches Phänomen vor oder Du gehörst zu den privilegierten Menschen, die durch einfaches Schlucken oder Kieferbewegen bereits einen Druckausgleich durchführen können und Du somit gar nicht merkst, dass Du auch im roten Meer öfter einen DA machst. Ansonsten habe ich keine Erklärung. Die Druckzunahme in zunehmender Tiefe(evtl. Unterschiede aufgrund Salzwasser kann man sicherlich vernachlässigen) ist ja im See wie im Meer die gleiche.
Antwort von Schnorcheltaucher am 05.08.2002 - 17:18 Mir geht es ähnlich wie Dir.
Meines Erachtens löst das Salzwasser und vielleicht schon der Salzwassersprühnebel, den man nebenbei einatmet und evtl. auch durch die Nase wieder ausatmet verkleisterte "Schleimschichten" ähnlich wie ein gutes Nasenspray.
Mir läuft beim Tauchen im Salzwasser daher auch immer massenhaft Rotz aus der Nase! Das ist sehr befreiend und besser als jedes Nasenspray!
Ansonsten kann es sich aber um ein Phänomen handeln, das mit die Psyche zu tun hat. Du bist in einheimischen Gewässern eher verkrampft, schaust starr nach unten und fertig.
Bei guten Sichtverhältnissen bewegst Du eher den Kopf hin- und her und schaffst so vielleicht den Druckausgleich allein durch die Bewegung und Schlucken!
Daß ein zweiter oder dritter Tauchversuch evtl. nicht klappt liegt unter Umständen eben daran, daß die Eustachsche Röhre eben verschleimt ist.
Wenn Du dann falsch abtauchst und die Röhre erstmal zusammenklebt, dann ist da auch bei weiteren Versuchen erstmal nichts mehr zu machen.
Möglicherweise liegt bei Dir eine chronische Erkrankung der "Ohren" vor und daher solltest Du einfach mal einen Arzt aufsuchen.
Allerdings nicht einen, der Deine Symptome als "naturwissenschaftliches Phänomen" abtut.
Antwort von Tom am 06.08.2002 - 12:09 Versuchs mal mit einer Nasendusche.
Hier klicken Regelmässige anwendung hat mir sehr geholfen.
Gruß,Tom
Antwort von alfredo am 06.08.2002 - 16:34 @ralf: Kopfhaube bzw. keine, Kälte... könnte m.E. eine Rolle spielen, jedenfalls habe ich denselben Eindruck, was den DA betrifft.
@Tom: erzähl` mal ein bisschen was zum Thema Nasenspülen. Ich mache das eher sporadisch bei Erkältungen oder Heuschnupfen. Finde die Wirkung auch großartig. Machst du das regelmäßig? Wenn ja, wie oft? Hast du Erfahrungen, ob es sinnvoll ist, 2-3 Wochen vor einem Tauchurlaub "prophylaktisch" damit anzufangen?
Antwort von jochen am 07.08.2002 - 20:54 @Tom: interessante Seite, dein Link. Da ich auch *Heuschnupfer* bin, des öfteren Nebenhöhlenprobleme habe(die mir schon einige TG vermasselt haben) und auch in relativ verschmutzter, ölnebelhaltiger Luft arbeite, spüle ich mir jeden Tag beim duschen die Nase aus. Allerdings nur mit Leitungswasser, was aber bei *allergischen Attacken* auch Linderung verschaft. Auch beim tauchen in Salzwasser eine sehr gute Methode die Nase frei zu bekommen.
Ich muß dazu sagen, daß ich beim tauchen noch nie allergische Reaktionen der Atemwege hatte. Die saubere Luft des DTG läßt bei mir durch Heuschnupfensymptome angeschwollene Schleimhäute fast schlagartig abschwellen. Hatte noch nie irgendwelche Probleme damit. Werde diese Nasendusche mal ausprobieren, vielleicht wird`s mit meinen Nebenhöhlen dann besser. Danke für den Tip.
wenn ich direkt auf Tiefe, z.B. 30m gehe, mache ich quasi einen "langen" gleichmäßigen und permanenten Druckausgleich während des gesamten Abstieges. Da baut sie nie ein zu großer Druckgradient zwischen innen/außen auf und geht super einfach.
Wenn ich im Flachen (also 3-6m oder so) spielen gehe geht es mir ähnlich wie Dir und ich müß den Druckausgleich oft wiederholen. Ich schiebe das auf die relativen Druckdifferenzen, die im Flachen (bis 10m) am höchsten sind.
Andere Ursachen wurden ja oben schon genannt, dem kann ich mich ergänzend nur anschließen.
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