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Foren - Tauchmedizin - Druckausgleichproblem und ne doofe Frage




  

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Druckausgleichproblem und ne doofe Frage
Abgesandt von sternensammlerin am 27.04.2008 - 10:14:

hey alle zusammen,

es geht bei mir jetzt nicht ums tauchen, sondern um schlimmste schmerzen beim landen mit dem flugzeug.
habe hier im forum einen älteren beitrag dazu gelesen, mit dem tipp sich während des landeanfluges becher mit heißen servietten auf die ohren zu drücken.
habe darüber auch auf anderen seiten positives gelesen.

meine frage, wenn ich mir jetzt diese becher auf die ohren drück und währenddessen einen druckausgleich durchführe, ist das gefährlich?

also kann da irgendwas bei passieren, wegen den bechern auf den ohren?
weil ich mich ungern nur darauf verlassen möchte.

über antworten diesbezüglich würde ich mich sehr freuen!

danke und allen einen schönen tag!




Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 27.04.2008 - 10:49
Das sollte natürlich mal ein HNO-Arzt abklären.

Ggf. kann ein abschwellendes Mittel (z.B. Nasivin) eine Besserung bewirken.
Antwort von Markus E Registriertes Mitglied am 27.04.2008 - 12:04
Du siehst dann aus, wie der Typ in der Mitte

Hier klicken

Antwort von sternensammlerin am 27.04.2008 - 12:25
hihi, ja so sehe ich dann wohl aus.....
mit abschwellenden mitteln fliege ich jedes mal, aber leider ohne wirkung.
selbst kortisonhaltiges hilft nix.

meint ihr denn ich kann ohne bedenken einen druckausgleich mit bechern auf den ohren machen?

lg
Antwort von trigger7376 Registriertes Mitglied am 27.04.2008 - 13:48
Wenn du noch eine Hand freihast für Valsalva...
Ich wüsste nicht warum dass nicht gehen sollte, schlucken bzw Kiefer bewegen hilft auch manchmal (mit ein bisschen Übung. Die Becher schliessen wohl nicht Luftdicht ab.

Aber lass dir schöne rote Becher geben, mit weissen Servietten die auf der Seite noch rausgucken - dann haben deine mitflieger auch noch was davon.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 27.04.2008 - 14:36
nstatt Becher gibt es natürlich auch was vernünftiges.

Hier klicken
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Naja, obs klappt weiss ich aber auch nicht. Aber dies würde ich lieber probieren als Becher.
Antwort von sternensammlerin am 27.04.2008 - 16:50
vielen dank für eure antworten!!!!

also von den earplanes hat mir mein hno abgeraten, er meinte dass er schon patienten hatten, bei denen es mit denen schlimmer wurde.

habe von ihm dieses otovent system bekommen, um den druckausgleich besser machen zu können.
und zusätzlich wie immer abschwellendes nasenspray.
mehr würde seiner meinung nach eh nicht helfen.

das 2. gerät habe ich noch nie gesehn, hört sich ja ganz interessant an, aber ob das dann auch wirklich funktioniert?

ist ja nicht gerade günstig.....

ach menno ist das doof, ey.
aber diese schmerzen sind soo schlimm und ich habe deshalb alle meine hoffnung in die
"ear cup methode" gesetzt.

Antwort von Deichgeist Registriertes Mitglied am 27.04.2008 - 21:19
Hallo Sternensammlerin.

Hast Du denn die Druckausgleichsprobleme nur beim Landen? Das klingt aus deiner Originalfrage nämlich so heraus. Eigentlich wird bei einer Landung der Druck relativ langsam erhöht. Beim Start wird die Druckabnahme in der Kabine sehr viel schneller durchgeführt.
Ich möchte Dir nichts unterstellen.. aber kann es sein, dass du inzwischen gerade vor der Landung so grosse Ängste entwickelt hast, dass du ständig an den Druckausgleich denkst und es damit vielleicht sogar übertreibst... das Ohr sich "gereizt" fühlt und mit dann einer leichten Schwellung der Eustachischen Röhre reagiert? Und dann geht der Druckausgleich natürlich gar nicht mehr verfünftig. Gerade der Prozess der Erhöhung des Kabinendrucks verläuft recht langsam. Daher vielleicht auch Dein Gefühl, das es besonders schlimm ist... eben weil es länger dauert.

Gruss Deichi
Antwort von sternensammlerin am 28.04.2008 - 09:01
huhu deichgeist,

hmm, also es ist tatsächlich so, dass diese heftigen schmerzen nur bei der landung auftreten.
straten ist etwas unangenehm aber im normalen bereich.

nee, ich übertreibe es wirklich nicht mit dem druckausgleich, ganz ehrlich.
ich habe jetzt aber öfter schon gehört/gelesen, dass wohl die meisten die probleme mit den schmerzen im ohr beim landen haben.

warum das denn nun so ist, weiß ich auch nicht.
deine ausführung klingt ja völlig plausibel, aber es war bei mir von anfang an nur die landung.

und ja ich haabe mittlerweile schon grosse ängste deswegen, da eben bislang keine gegenmassnahme geholfen hat.....

weswegen ich halt auf die becher als meine
"letzte rettung" sozusagen hoffe.

vielleicht fällt ja irgendjemanden noch etwas daazu ein!

lg
sternensammlerin
Antwort von sternensammlerin am 29.04.2008 - 10:20
hallo,

ich bin es nochmal.
@deichgeist, ich habe nochmal recherchiert, warum schmerzen insbesondere bei der landung.

hier ein auszug von einem wiss. artikel und die url zu dem artikel.

Zwischen dem Start eines Passagierflugzeuges und dem Erreichen der Reiseflughöhe muss das Ohr rund 20 % seines Gasvolumens abgeben, um den erforderlichen Druckausgleich zu erzielen [9]. Beim Steigflug entsteht im Mittelohr ein relativer Überdruck oder positiver Druck, da der Luftdruck im Außenraum abnimmt und sich das Volumen der Luft in der Paukenhöhle ausdehnt. Der Druckausgleich erfolgt hier in der Regel relativ unproblematisch, weil die Luft aufgrund der anatomischen Form der eustachischen Röhre leicht entweichen kann.

Beim Landeanflug kommt es zum umgekehrten Prozess, durch die Erhöhung des Luftdrucks in der Kabine entsteht im Mittelohr ein Unterdruck oder negativer Druck, wodurch sich das Trommelfell nach innen wölbt. Das Ohr muss dabei rund 20 % (Luft-)Volumen wieder aufnehmen. Hier gestaltet sich der Druckausgleich schwieriger, da die eustachische Röhre wie ein Flatterventil arbeitet, wenn das Druckdifferenzial einen kritischen Level erreicht. Das ist der Fall, wenn ein Druckausgleich nicht alle acht bis neun Minuten während des Landevorgangs stattgefunden hat [1].

Hier klicken

naja, anscheinend muss ich mich wohl hoffen, dass das otovent system die schlimmsten schmerzen verhindert.

lg
sternensammlerin
Antwort von kwolf unplugged am 30.04.2008 - 13:05
Hi,

ich halte nichts von mechanischen Hilfsmitteln - das kann, wenn die plötzlich nicht mehr abdichten, sehr unanhenehm werden. Besser: Abklären, was mit der eustachschen Röhre los ist und in der Zeit ohne Flug Abhilfe schaffen (Druckausgleich kann man jederzeit trainieren).
Antwort von sternensammlerin am 30.04.2008 - 20:59
huhu kwolf,

dankeschön für deine antwort.
meinst du mit mechanischen hilfsmitteln die becher?

denn das otovent system dichtet ja nichts ab.
und dieses habe ich ja von meinem hno eben deshalb bekommen, da bei mir der druckausgleich nicht funktioniert.

mit dem otovent klapppt es aber schon halbwegs, und in dem artikel, den ich oben gepostet habe, schien es auch hilfreich zu sein.

wäre lieb, wenn du evtl. nochmal kurz antworten könntest.

vielleicht liest ja hier auch jemand mit, der schon erfahrung mit otovent hat?

lg
sternensammlerin
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 30.04.2008 - 23:58
Hi,

mit mechanischen Hilfsmittel meinte ich die earplanes und den Ohrdruckmanager, die einen Unterdruck von außen aufbauen. Das kann imho auch schief gehen - und irgendwann muss der Druckausgleich ja doch kommen...
Das otovent ist, wie ich es verstehe, dagegen eine Hilfe, um letztlich über die Atem- und Bewegungsmanipulationen die eustachsche Röhre doch noch aufzubekommen. Da denke ich aber, das kann man mit Trockenübungen, die jederzeit machbar sind, doch noch hinbekommen - wenn geklärt ist, warum die Tuben verklebt sind.

Grüße
Klaus
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 01.05.2008 - 00:00
Die Becher meinte ich auch mit "mechanischen Hilfmittel"

...Bitte - wo bleibt die Editierfunktion????????...
Antwort von tauchmed-rv Registriertes Mitglied am 01.05.2008 - 10:59
Hallo sternensammlerin,

Wenn Du schon bei Druckveränderungen im Flugzeug Probleme bekommst können beim Fliegen viele verschiedene Hilfsmittel zur Schmerzbekämpfung indiziert. Jedoch nicht unter Wasser- und somit ist die wichtigste Aussage, die ich als Tauchmediziner treffen kann:

Du darfst nicht tauchen,

solange die Beschwerden vorhanden und die zugrunde liegenden Ursachen nicht erkannt und behoben worden sind.

Denn wenn der Druckausgleich bei moderaten Änderungen schon mit Schmerzen verbunden ist, was passiert dann unter Wasser, evtl. bei zu schnellem Aufstieg?

Nicht entmutigen lassen
sagt
Dr. med. T. Sonnberger
Taucherarzt (GTUEM e.V.)

info ät tauchmedizin-rv.de

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