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Ein eher ungewöhnliche Frage bez Ausbildung gegen Mitarbeit
Abgesandt von Endless Summer Registriertes Mitglied am 23.11.2006 - 22:06:

Hallöchen zusammen,

dieses mal eine eher untypische Frage zum Thema Ausbildung gegen Mitarbeit.

Habe das Angebot für Ausbildung gegen Mitarbeit erhalten, was mir zusagen würde.
Vom Taucherischen Level her, bin ich eigentlich weit genug.
Da ich eh fast jedes Wochenende in dem Tauschshop abhänge und mit den Juns und Mädels tauche, macht sich das Angebot gut.

Meine Frage dazu, wie wird das eigentlich von den Shopbetreibern gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht?

Hat der Betreiber durch meine Anmeldung dazu, irgendeinen Geldwertervorteil, muß er Steuern bezahlen, muß es irgendwie dem Finanzamt deshalb gemeldet werden, kann er sich dadurch einen Gewinn geltend machen?

Irgendwie kann doch sonst jeder Shop hingehen und damit Schabernack betreiben oder?

Danke für euren Erfahrungsaustausch!

Live is to short, dive it
Endless Summer



Antwort von _Matthias_ Registriertes Mitglied am 23.11.2006 - 22:58
Meiner Meinung nach ist es wie folgt:

Bekomst du Geld für deine Arbeit in der Tauchschule musst DU dies als Gewinn angeben und versteuern.
Bis 400 Euro darfst du ja steuerfrei verdienen.

Der Inhaber der Tauchschule muss dafür eine Pauschale abführen.
Auf der anderen Seite kann er das Geld was du IHN kostest natürlich von seinem Gewinn abziehen und hat damit Steuervorteile.

Es ist im Grunde wie jeder andere Minijob auch. Du und dein Arbeitgeber seit verpflichtet das anzumelden.
Sonst Schwarzarbeit mit allen eventuellen Konsequenzen.

Wenn du dort gewerblich ausbildest solltest du auch über die Tauchschule eine Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung abgeschlossen bekommen.
Oder du wirst in die Basenversicherung mit aufgenommen. Lass dir ZEIGEN dass du auch wirklich versichert bist. SOnst könnte das irgendwann mal ein Böses Erwachen geben. Oder schließ (sicher ist sicher) selber entsprechende Versicherungen ab.

Ich hoffe ich konnte helfen.
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 23.11.2006 - 23:24
Fürtie Matthias,
danke für den ersten Hinweis!

Grundsätzlich hast du mir schon etwas geholfen.

Klar ist, daß ich, sobald das mal soweit sein sollte, das Geld was ich erhalten werde ,ggf auch Steuern zahlen muß und auch werde.

Es gibt leider genug Leute die den Staat besch..., ich persönlich nicht. Aber das ist ein anderes Thema

Mir geht es eher darum, hat der Basenbetreiber irgendwelche Kosten durch die Ausbildung, weil das Kit usw muß ich doch selber bezahlen.
Denn solange er keine Ausgaben für mich hat, wie Ausrüstung, Seminare oder was auch immer, braucht er doch nichts an den Fiskus abführen oder Gewinne daraus extra melden.

Klar ausser Kurse oder Ausrüstung, die ich in seinem Namen/Shop "verkaufe".

Weiter gesponnen, ich breche die Ausbildung ab, weil ich nicht mehr will, oder wir uns nicht über die Ausbildung verwerfen.
Kommen irgendwelche Kosten auf ihn zu?
Antwort von Meerjungfraus Bester Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 01:05

Hi,

bekommst Du für Deine Arbeit kein Geld sondern Ausbildung, spricht man im Amtsdeutsch von einer "geldwerten Leisuntg".
Diese kann der Shop Besitzer (mit dem entsprechenden Wert) genauso auf der Ausgabenseite verbuchen als ob er Dir Geld bezahlen würde.

M.B.
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 06:40
Moin M.B,

das würde bedeuten, er hat nur Vorteile dadurch und in keinster Weise Nachteile.
Selbst wenn ich aufhören würde, bräuchte er sich keine gedanken machen wegen kosten.

Denke dann sollte ich es machen.
Danke
Live is to short, dive it
Endless Summer
Antwort von phx Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 09:49
Hast du dir schon mal überlegt das ein Gewerbetreibender von seiner Bais lebt. Er möchte in irgendeiner Weise einen Gewinn erzielen. Und dann wird dir wohl keiner eine Ausbildung anbieten wenn es sich für ihn nicht rechnet.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 10:36
Es gibt verschiedene legale Varianten "Ausbildung gegen Mitarbeit" auf Arbeitnehmer und Arbeitgeberseite zu lösen. Es gibt auch mehr als eine illegale Möglichkeiten. Aber das kann dir alles dein freundlicher Steuerberater um die Ecke gegen Entgelt erklären.
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 12:24
@PHX
Da brauche ich nicht zu überlegen, wer soweit nicht zählen kann, sollte sicherlich einen Mathematik Kurs belegen.
Selbstverständlich soll es sich für ihn rechnen, es ist auch ein geben und nehmen oder?

Mir geht es lediglich darum, was ist wenn wir uns trennen sollten mitten in der Ausbildung, was kann er mir gegenüber geltend machen.
Oder wenn ich fertig sein sollte und dann muß ich beruflich wegziehen, bevor ich alles abgearbeitet haben sollte.

Was ich nicht möchte, daß der Betreiber dann auf Altlasten sitzen bleiben muß.
Weil er aber keine Ausgaben für mich hat, sollte es eigentlich egal sein.

Ich will ihm gegenüber Fair bleiben und alles abwägen, damit es keine Bruchlandung geben könnte.

@Vercingetorix
Meine persönlichkeit bewegt im Rahmen des legalen.
Warum jammern alle über den Staat?
Weil der so gemein zu uns ist und uns nur die Steuern und das Geld aus den Taschen ziehen will.

Warum macht er das?
Weil es zuviele in der Sparte Schwarzarbeit und Steuerhinterzieher.
Da möchte ich nicht mitmachen, deshalb auch meine Rückversicherung unter anderem!
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 12:43
@endless Summer
Es ist mir egal ob deine Persönlichkeit sich im Rahmen der Gesetze bewegt. Ich habe dir nichts unterstellt. Es nur so, daß deine Frage weit über die üblichen und unentgeltlichen Auskünfte hinausgeht. Wenn du eine fundierte Anwort auf die legalen Möglichkeiten haben willst, such dir jemanden der was davon versteht.
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 13:07
Hey, V.
bitte nicht falsch verstehen!!!!

Habe es auch so nicht verstanden.

Wegen dem üblichen oder unüblichen, habe ich auch so die Überschrift gewählt.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 13:38
Jetzt verstehe ich nichts mehr
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 14:36
Ok,
ich wollte in keinster Weise hier das geschriebene Wort angreifen.

Dann habe ich es auch nicht so verstanden, als wenn Du mich angreifen wolltest.
Habe deine Antwort auch sachlich aufgenommen.

DU
Es nur so, daß deine Frage weit über die üblichen und unentgeltlichen Auskünfte hinausgeht

Ich weiß das es unüblich ist die Frage, habe bisher immer nur Rat dazu gelesen und den brauche ich eigentlich nicht.
Bin Alt genug und soweit mündig, soetwas für mich selbst zu entscheiden.

Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 14:49
Keine Frage, aber Fragen der Buchführung, der Lohnbuchaltung und der Fortbildung von Angestellten und deren Auswirkungen hier ausführlich darzustellen führt zu weit. Mehr wollte ich dir nicht sagen. Bis dann und viel Spaß.
Antwort von Tauchlady Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 14:50
Du kannst davon ausgehen, daß bei "Ausbildung gegen Mitarbeit" u. U. nicht der Basenbesitzer den Kürzeren zieht, sondern DU! Hast Du Dir schon einmal überrechnet, was Du allein schon für einen zeitlichen Aufwand hast, um zu den Tauchplätzen zu kommen, mit den Leuten tauchen zu gehen etc. etc.? Von Theorie und Hallenausbildung ganz zu schweigen.
Tipp: Laß` Dir auf alle Fälle schriftlich geben, was Du innerhalb welcher Zeit leistet und wann die Ausbildung beendet ist. Sonst wirst Du u. U. NIE ferrtig, alles schon gehabt, alles schon erlebt!
Viel Erfolg - und mach` Dir nicht so viele Gedanken um den Basenbesitzer, mach` Dir eher welche um Dich. Die zu Gutmütigen sind schon immer auf die Nase gefallen - also: Vertrag mit Zielen und wann fertig, sonst stehtst Du u. U. 5 x die Woche am See/Meer + Theorie.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 15:37
Hallo Winter-Meider (Endless Summer), ganz oben erklärst Du uns, dass Du jedes WE in diesem Tauchshop abhängst und mit den Jungs und Mädels tauchst. In Deinen Zeilen schwingt jedoch ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Shop-/Dive Center-Besitzer?! Ist Euer Verhältnis eventuell doch kein so gutes??

Was meinst Du eigentlich mit "Ausildung gegen Mitarbeit"? Wirst Du ausgebildet und arbeitest die Gebühr beim Tauchshop ab (Mitarbeit) oder hilfst Du bei der Ausbildung (also TL-Assi oder Dive Master) und hilfst im Shop und bekommst dafür Geld? Das sind nämlich zwei paar Schuhe: einmal Ausbildung gegen Gebühr und Lohn für Mitarbeit z.B. als geringfügig Beschäftigter (400,00 Job). Dann überweist Ihr Euch Geld hinundher (Einnahmen gegen Ausgaben, das müsst Ihr nämlich, sonst ist es Steuerbetrug) und am Ende geht jeder mit Null nach Hause. Oder Du bist schon ausgebildet und arbeitest für 400,00 als Minijob. Dann spart er sich die Festangestellte und hat nur "Taschengeld"-Kosten für Dich.
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 15:38
Da möchte ich Tauchlady zustimmen. Egal, ob Du Deinen Zeitaufwand in $$$ umrechnest oder das alles sehr idealistisch siehst: wenn Mitarbeit okay ist, sollte Ausbildung sein...
Gruß!
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 18:46
Ich bin Rescue Diver und dachte mir ich könnte mal den Divemaster oder Dive Con machen.

Ich würde Ausbildung erhalten und dafür später die Gebühren abarbeiten.

Allerdings stimmt es, ich sollte einmal den Aufwand gegen rechnen.
Anfahrt, Abfahrt, Zeit, Sprit usw.

Das Vertrauen ist definitiv nicht gestört, mich hat es einfach nur interessiert.
Mir ist noch die Idee danach gekommen und nun schon.
Antwort von Tauchlady Registriertes Mitglied am 24.11.2006 - 18:53
...wenn es im Portemonaie nicht zwickt, bist Du wahrscheinlich mit einer Ausbildung, die Du bezahlst, besser dran als bei "Ausbildung gegen Mitarbeit". Letzteres kommt Dir garantiert teurer, welcher Shopbesitzer möchte gerne vorzeitig eine billige Arbeitskraft verlieren? Flaschen füllen, im Shop tätig sein, sich um die Schüler und deren Gerödel kümmern und und und... als zahlender Kunde kannst Du Dich ganz alleine auf Deine Ausbildung + Abschluß konzentieren. Habe da so meine (traurigen) Erfahrungen gemacht...
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 25.11.2006 - 08:27
Naja Tauchlady,
scheint schon richtig zu sein was du sagst.
Denke ich werde es wohl nicht machen.
Mein Rescue reicht mir auch aus und warum also noch etwas mehr machen.

Danke euch zu den sachlichen Antworten.

Antwort von Tauchlady Registriertes Mitglied am 25.11.2006 - 14:26
Bildung schadet nicht, aber bei dem Angebot, wo Du Dir die extrem teuren PADI-Materialien auch noch selbst kaufen mußt und noch mitarbeiten, das finde ich schon hammerhart! Kannst ja neben PADI mal gucken was andere Verbände so treiben, bei CMAS (VDST oder Barakuda oderFIT oder..., VDTL (VDTL ist nicht CMAS), bekommst Du für den Bruchteil des finanziellen Einsatzes ebenfalls eine ädequate Ausbildung. Im Gegensatz zu PADI DM liegt hier bei dem nächsten Level der Schwerpunkt auf Gruppenführung und tauchen, tauchen, tauchen - beim DM auf Ausbildung. Wenn*s Dir nicht gefällt, kannst Du ja PADI weitermachen.
Viel Glück und Erfolg dabei und auch beim Vergleichen! Bei SSI kannst Du nicht ohne Shop selbsttätig ausbilden, bei allen anderen Verbänden schon, PADI sowieso und CMAS hat auch die gewerbliche Schiene.
Antwort von Endless Summer Registriertes Mitglied am 25.11.2006 - 14:38
Das ich bei PADI die Ausbildung hätte machen wollen,wurde von mir in keinem Wort erwähnt.
Wäre aber auch ein anderer Verband.
Habe nur Rescue geschrieben und das Wort kommt bei anderen Verbänden auch vor
Was mich zusätzlich etwas abschreckt, hast du bereits geschrieben.
SSI kann ich immer nur im aktiven Status "ausbilden".
Den Tauchlehrer Status strebe ich nicht an, die Kosten für so ein Kärtchen finde ich einfach lächerlich. Ich meine nicht den Kurs, denn es kostet Zeit von den Leuten und gegenüber einer Fachwerkstatt ist es ein Spotpreis.
Nur den Preis für die Verbandsaufnahme ist doch extrem Hardcore....

Habe mir eigens der Weiterbildung, nun schon ein überlegen gemacht und denke, daß ich den Kurs dann lieber bezahlen werde.
Verbandstechnisch ist es mir eigentlich egal, da alle das gleiche wollen und nur mit heißem Wasser kochen.

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