Tauchmedizin ist ein sehr interessantes Thema. Über alles rund ums Thema Gesundheit und Tauchen kann hier ausgiebigst diskutiert und geschnackt werden. Sehr kompetente Antworten sind garantiert - denn viele Mediziner besuchen dieses Forum.

Ergänzung zum Thema "Tauchschein mit 65??"

Liebe Tauchfreunde,
meine Anfrage möchte ich in sofern ergänzen da dies nur der Schriftwechsel mit der Tauschule war Meine Frage an Euch:Mein Hausarzt bei dem ich seit vielen Jahren Patient bin ist gleichzeitig Sportarzt. Kann er das gewünschte Gutachten nach gründlicher Untersuchung ausstellen. Dass er dies nicht mir zum Gefallen, sondern in großer Verantwortung tun würde ist selbstverständlich.
Falls sein Gutachten nicht genügen sollte, wer könnte mir einen Tauchfacharzt benennen. Ich wohne in NRW Nähe Mönchengladbach und Düsseldorf. Desweiteren würde ich gerne Eure persönliche Meinung dazu hören.
Danke für Eure Hilfe Walter
AntwortAbonnieren
10.08.2005 15:47
Hallo,
Generell reicht das Gutachten Deines Hausarztes aus. Wenn Du allerdings sicher gehen willst, solltest Du einen GTÜM Arzt aufsuchen, der eine Art Facharzt in diesem Bereich darstellt. Zu findenist einer in Dener Nähe unter http://www.gtuem.org/divedocs.htm

Viel Spass und saubere Luft
Scannershark
10.08.2005 17:40
du fragst nach einer persönlichen meinung.

meiner meinung nach ist tauchen durchaus gefährlich, schließlich begibt man sich in eine potentiell lebensfeindliche umgebung. nein, nicht die lebewesen dort, nur wasser lässt sich so schlecht atmen.

dem sollte man rechnung tragen.

wenn man gewisse einschränkungen hat, egal ob physicher oder psychischer natur muss man diesen eben rechnung tragen. das heißt nicht, dass man es ganz lassen sollte wenn man körperlich überhaupt dazu in der lage ist, aber eben dass man ein paar dinge mehr beachten muss.

wenn du dir sorgen über deine körperliche verfassung insgesamt machst, dein alter, dein gewicht und das parkinson dazu kannst (solltest du m.e. auch) du dem ja rechnung tragen.

niemand zwingt dich einen tauchgang auf 30 meter tiefe zu machen. niemand zwingt dich mit einem anderen anfänger zusammen zu tauchen. niemand zwingt dich ohne guide zu tauchen.

dass du dir gedanken machst ist richtig und auch wichtig. als konsequenz bin ich aber nicht der meinung, dass die summe deiner einschränkungen bedeutet, dass du es generell lassen solltest, sondern dass du es eben "ruhig angehen" solltest. mach zunächst flache tauchgänge mit einem erfahrenen partner, der dich im fall der fälle zügig aus dem wasser bringt ohne euch beide zu gefährden und sie zu was passiert, wie du dich fühlst usw.

m.e. spricht nichts dagegen dass du tauchst und wie du ja schon schreibst bist du nicht ängstlich aber vorsichtig und das ist finde ich der richtige ansatz.

viel spaß beim tauchen

gunni
10.08.2005 19:53
Moin Walter,

ad 1:
Lob an Mike und Margret, die sich (was heute selten ist) sehr verantwortungsvoll geäußert haben! Ich kenne die beiden und deren generell sehr empfehlenswerte Basis.

ad 2:
Bin selbst kein Arzt, wurde aber durch diverse Teilnehmer meiner letzten Gruppenreisen nach Ägypten mit ähnlichen zumindest vermutbaren Kontraindikationen im Vorfeld sensibilisiert.
Bitte suche unbedingt einen internistisch ausgebildeten Tauchmediziner auf.
Bestehe auf einem Belastungs-EKG.
Deine Dauermedikation sollte unbedingt auf Eignung auch bei Überdruckbelastung beurteilt werden.
Prüfe selbst deine körperliche Fitness, denn bei 108 kg ist erhebliche Adipositas zumindest vermutbar. Gehe nicht davon aus, dass in allen Fällen ein Tauchguide deine fehlende Fitness ersetzen kann.
Weitere Überlegung: Altersdiabetes?

Versteh mich bitte nicht falsch, aber du willst bestimmt gern noch ein paar Jahre leben. Ein sehr guter Freund von mir war de facto tauchuntauglich, tauchte dennoch weiter und verstarb nach einem Tauchgang vor meinen Augen ohne jede Möglichkeit der Hilfe, deshalb bin ich da sehr sensibel.
Antwort