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Erste Erfahrungen und dann negativ....
Abgesandt von feuert Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 17:43:

Hallo,

ich hoffe mein Beitrag passt hier rein, sonst bitte verschieben.

Ich möchte euch von unseren ersten und negativen Erfahrungen vom Tauchen berichten und euch um Hilfe bitten. Meine Freundin (21) hat nun Angst vorm Tauchen im Meer und ich (25) habe auch etwas Angst um sie aufgrund dieses Vorfalles. Ich weiß nicht, ob es besser wäre das Tauchen doch wieder aufzugeben.

Die Ausbildung zum SSI OWD haben wir gemeinsam gemacht. Die ersten beiden Freiwasser in einem Naturbad mit 4 m Tiefe und die 3 weiteren Tauchgänge im See bei 4 m Sicht und ca 15 m Tiefe. In diesem See am gleichen Ort waren wir nach bestandener Prüfung noch 4 TG alleine als Buddys im Wasser. Dies war im Juli 2011 und bis dato unsere Erfahrung.

Im September 2011 machten wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub in Ibiza an der Cala San Vicente. Es sollte kein Tauchurlaub sein aber wir hatten 1 Tag für 2 Tauchgänge eingeplant. Eigene Ausrüstung hatten wir ABC und Anzug dabei.

Ich möchte nun den weiteren Ablauf genauer beschreiben. Wir haben noch keinerlei Erfahrung wie so etwas am Meer normalerweise abläuft…

Der Tauchlehrer an der Basis vor Ort hatte an diesem Tag 2 Bootstauchgänge geplant und unser Logbuch angesehen. Beim Briefing wurde in der Basis der gesamte Ablauf erklärt. Wir waren zu 4. + Tauchlehrer auf einem Art größeren „Schlauchboot“. Die Fahrt zum Tauchplatz dauerte ca. 10 – 15 Minuten. Als wir angekommen waren und der Anker draußen war, begannen wir unsere Geräte anzulegen und meiner Freundin wurde schon Übel vom Schwanken des Boots. Sie ist ziemlich schlank, aber eigentlich nicht extrem empfindlich was die Übelkeit angeht. Die Wellen waren nicht sehr hoch. Ich hatte den Eindruck, dass es ihr nicht so gut geht, aber sie sagte es ginge schon. Der Tauchlehrer meinte, so bald man im Wasser ist, wird es besser. Im Wasser angekommen tauchten wir 3 m zum zuvor besprochenen Check direkt an der Ankerkette ab und sollten dem TL die Übungen „Keine Luft“ und „Wasser in Maske“ zeigen. Das Wasser schwankte ziemlich hin und her (ist das Dünung?) Die Übungen vielen uns dabei nicht leicht, aufgrund dieses reißens von links nach rechts an der Kette. Dies dauerte gefühlte 5 - 10 Minuten, was den Übelkeitszustand meiner Freundin mit Sicherheit nicht verbesserte dachte ich mir. Der erste Abtauchversuch meiner Freundin scheiterte wegen dem Druckausgleich. Sie tauchte auf, der TL folgte ihr und ich kam auch mit ihr. Einer der anderen Buddys kam auch nochmals mit nach oben wegen Problemen. Plötzlich schrie er rum was ich hier will. Ich bleib bei meiner Freundin sagte ich und das gehört sich so. Einer war also noch alleine unten. Das passte ihm wohl nicht. Ich dacht mir nur du Arsch brauchst hier jetzt nicht so rumschreien. Aufgrund der nicht all zu guten Lage ging ich nicht weiter auf einen Streit ein. (Im nachhinein entschuldigte er sich für dieses dumme rumschreien)
Nach dem Abtauchen bis auf 18 m war dies vorbei und fühlte sich ruhig an. Nach ca. 30 Minuten gingen wir nach oben auf 5 m und machten unseren Sicherheitsstop 3 Minuten lang. Man „flog“ wieder so vielleicht 5m links und rechts hin und her wegen der Dünung. Nach 2 vergangen Minuten hielten wir uns wieder an der Ankerkette fest. Ich hoffte nun das das Schlimmste nicht passiert und es war doch so. Nach 2,5 Minuten fing sie an sich heftig zu übergeben und nahm aus Reflex den Regler aus dem Mund. Ich muss sagen für mich war das ein sehr schlimmer Anblick und ohne Tauchlehrer nebenan wäre ich einfach überfordert gewesen. Meine Freundin wollte schnell nach oben. Der TL hielt sie fest und steckte ihr die Regler wieder rein und drückte mehrmals die Luftdusche. Noch 2 Mal verlor sie ihn während dem Übergeben und schluckte Wasser. Und noch mehrere Male ging das dann weiter durch den Automaten. Wir stiegen dann langsam an die Oberfläche auf. Ich verlies das Wasser und der TL blieb noch ca. 10 Min mit ihr im Wasser um sie zu beruhigen. Es wäre an der Oberfläche nicht ganz so schlimm wie am Boot meinte er. Nach dem sie auch an Board waren, war sie total fertig seelisch und physisch und wollte nie wieder Tauchen. Der TL wollte dann den zweiten Tauchplatz anfahren und sagte wir sollen mit kommen dann wird es wieder besser unter Wasser. Er wollte zu anfangs nicht einsehen zum Strand zurück zu fahren und nicht verstehen das wir den zweiten Tauchgang nicht machen wollten. Ich musste dann noch streiten mit ihm das er gar kein Geld bekommt wenn er jetzt nicht sofort zurück fährt. An Land versucht er nach einer Mittagspause wieder uns zum 2ten Tauchgang zu überreden. Aber ich kann gut verstehen, dass meine Freundin das auf gar keinen Fall mehr wollte. Er hatte sich für sein Verhalten dann später nochmals entschuldigt.

Der Tag war dann für uns Mittag gelaufen. Es bleiben nur schlechte Erinnerungen an diese Stunden und eine Angst meiner Freundin vom Tauchen im Meer und mir die Angst ihr könnte wirklich was passieren. Vielleicht liegt das auch daran, dass man sich in einer Beziehung noch viel mehr Sorgen macht um den Buddy als wenn es ein Freund oder Fremder wäre. Natürlich wäre das genauso schlimm wenn etwas passieren würde und man versucht immer das Beste, aber das ist halt doch etwas anders.

So, jetzt habe ich genug geschrieben. Ich hoffe es war nicht zu viel. Ich weiß jetzt nicht mehr, was ich über das alles denken soll oder wie es im Thema Tauchen weiter gehen soll. Haben wir etwas falsch gemacht? Hätte wir einen Bootstauchgang mit so wenig Erfahrung meiden sollen? War Ibiza das falsche Tauchgebiet?

Kann mir jemand einen Ratschlag geben?

Thomas




Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 18:49
@ feuert,

ich glaube Ihr ward "einfach" mit der Situation überfordert und der Guide keine Hilfe. Wegen Deines Ausbildungsstandes bist Du natürlich von aller "Schuld" frei. Schließlich kannst Du nicht wissen, was ein unruhiges Meer ist und wo nun Gefahren liegen und was man bei Übelkeit macht (Regler drin lassen und durchkot..n).

In der Regel tastet man sich an neue Schwierigkeiten langsam heran. Dies kann aber für einen reinen Urlaubstaucher heißen, dass er beim zweiten Urlaub das vergessen hat, was er beim ersten Urlaub gelernt hat.

Ich persönlich halte es für sinnvoll kontinuierlich Erfahrungen zu sammeln. Dazu sind deutsche Gewässer bestens geeignet. Beispielsweise kann man in die meisten Seen (Tümpel) einfach reinlaufen und langsam abtauchen und das Tauchen und Tarieren üben.

Schau mal ob Ihr Euch hier einem Verein oder einer Tauchgemeinschaft anschließen könnt.

Kopf hoch, Schritt für Schritt wird das Tauchen schon gelingen.

gruß ramklov
Antwort von biker55 Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 18:59
Schade, dass du bzw. deine Freundin diese schlechte Erfahrung gemacht habt.
Aus meiner Sicht sind einige Fehler/Versäumnissse gemacht worden:
-der TL hätte beim Blick in euer Logbuch erkennen müssen, dass ihr noch nie im Meer getaucht seid und darauf hinweisen, dass mit Welle zu rechnen ist - nachfragen, ob jemand unter "Seekrankheit" leidet und ggf. eine Tablette gegen Seekrankheit anbieten.
- der TL hätte den "Check" nicht in der "Dünung" machen dürfen - es wäre sinnvoller gewesen den Check unterhalb der Dünung zu machen ( hat die Übelkeit vermutlich noch verstärkt )
- der TL war m.E. mit dem Auftauchen von 3 Tauchern und einem Tauchern unter Wasser (solo) überfordert und hat entsprechend "unwirsch" reagiert
Richtig ist, dass sich die Übelkeit meistens unter Wasser legt - allerdings nur, wenn keine Dünung ist !
Richtig war auch die Reaktion des TL, deiner Freundin den LA immer wieder in den Mund zu schieben und die Luftdusche mehrfach zu drücken ( man kann auch durch den LA sich übergeben )

Bei der Vorgeschichte ( Übelkeit deiner Freundin )
war der Sicherheitsstopp auf 5m mit Dünung sicherlich keine glückliche Lösung - ich kann allerdings nicht beurteilen, ob es Alternativen gegeben hätte z.B. langsam austauchen, Stopp 1 m tiefer ohne Dünung. Ohne Alternative hätte ich vermutlich als TL auf den empfohlenen Sicherheitsstopp verzichtet.

Mein Ratschlag:
Die nächsten TGe im Meer an einem schönen Hausriff
ohne Welle/Dünung,mit einem erfahrenen TL/Guide !
Sicherheit gewinnen und Erfahrung sammeln.
Falls doch Boots-TGe - dann vorher Tablette gegen Seekrankheit einnehmen !

Lasst Euch unseren schönen Sport durch diese "einmalige" schlechte Erfahrung nicht vermiesen !
LG biker
Antwort von Riesendrücker´sLiebling Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 19:08
Wenn´s so abgelaufen ist wie Du schreibst, Guide/TL Note 6 !
Ärgerlich, mit sowas kann man viel kaputt machen...

Wünsche Euch, daß Ihr ´nen einfühlsamen TL/Guide für die Zukunft erwischt, dann werdet Ihr GARANTIERT gegenteilige, sprich tolle Unterwassererlebnisse haben !
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 19:13
@ramklov

mit kontinuierlich Erfahrung sammeln bin ich sicher bei Dir, aber Erfahrung mit Welle erlernt man nur bei Welle und sicher nicht im See oder?

Glückauf
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 19:22
@ Uwe-Re,

Klar, Welle erlernt man nur bei Welle, aber wenn Du mit dem "Rest" des Tauchens schon vertraut bist, erlernst Du Tauchen bei Wellengang leichter. Ich sehe das ähnlich wie einen Nachttauchgang, den lernst Du auch nachts, nur nicht gleich zu Beginn.

Der TO schrieb, er war das erste Mal im Meer, das erste mal mit dem Boot, das erste Mal im Urlaub nach der Ausbildung und das ganze noch mit Leihausrüstung. Das finde ich etwas viel "erstes Mal". Dieser Tauchgang kam eben nach meiner bescheidenen Auffassung zu früh und man könnte sich an einen solchen Tauchgang auch besser rantasten.

Nächstes Jahr taucht er mit seiner Freundin nachts bei starken Wellengang Nur eben heute noch nicht.

gruß ramklov
Antwort von haitaucherin Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 19:57
willkommen im Club!und Kopf hoch- es geht weiter!

mein erster Meertauchgang nach meinem OWD:
auch gleich vom Schiff, kein Checkdive..als ich frsgte wieviel <blei ich jetzt im Meer mitnehmen soll- die Gegenfrage des TL: wieviel hast mit? ich 18 Kg - na dann nimm alles mit..war echt super..bin dann mit den "TL" ins Wasser , Flosse verloren , abgetrieben..TL ist wieder ins Boot, weil er Ohrenprobleme hatte und ich war allein...weit weg vom Boot abgetrieben..und da keiner aufs Notdignal reagiert hatte, habe ich versucht zum Boot zurück zu schnorcheeln,; glücklicherweise hat einer 2. Tauchgruppe, die auch an Bord war, den Kapitän , der anfangs meinte, na dort wo sie ist, muss ich dann alle aufsammeln, da hab ich ja nioch Zeit, gezwungen den Anker zu lichten um mich rauszuholen..der einzige Kommentar des "TL" war, hättest beim zurückschnorcheln dein JAcket nicht so voll aufblasen sollen...war alles wirklich toll!

und: ich habe weitergemacht und versuche jetzt meinen Schülern solche Situationen/Erfahrungen zu ersparen...

lso: versucht mal in eurer Umgebung in ruhiger Umgebung TAucherfahrung zu sammeln - also tauchen, tauchen, tauchen...Sicherheit gewinnen und dann erst anden nächsten Schritt
angehen..Rifftauchgänge..usw....
lg susi
Antwort von feuert Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 20:15
Danke für Eure Antworten!

Ich denke im nachhinein auch, dass alles etwas viel war für uns. Es gab hier an unserem Strand auch keine andere Möglichkeit als einen Bootstauchgang. Ich selbst bin mit den Bedingungen so halbwegs zurecht gekommen, nur das Zusehen und Handeln als sie sich übergeben hat war für mich im Anfangsmoment ein Schock und überforderte mich. Erst als der TL den Atemregler rein hatte, kam mir der Gedanke - achja ohne bekommt sie ja keine Luft.... Was mich beschäftigt ist, was wäre wenn er nicht mit dabei gewesen wäre... Nach unserer Ausbildung haben wir zumindest 4 Tg gemacht im See, allerdings allein. Unser AusbildungsTL war mit einer neuen Gruppe an Land und hatte keine Zeit.

Ich finde das auch etwas traurig, läuft das überall so? Ich habe einen Verein in 30 km Entfernung, dessen Vorstand eine Tauchschule als Nebengewerbe hat - Sinnvolle Kombination - Wir wollten ursprünglich dort den Schein machen. Als ich dann beim Schnuppertauchen fragte, ob der Verein auch günstiger ausbildet (als er über seine Tauchschule), da lt Homepage Vereinsausrüstung/TL im Verein vorhanden, ging er nicht wirklich darauf ein. Eine spätere Mail und Anruf bzgl. Besuch des vereinsinternen Sommerfestes blieb unbeantwortet.... Also dachten wir, hier her kommen wir bestimmt nicht....
Also für eine SSI Tauchschule entschieden. Ausbildung war gut, der TL auch. Aber danach kann man auf keinerlei Unterstützung mehr hoffen. Leihausrüstung vom SSI TL (der wieder eine neu Gruppe betreute) mit zum See bringen lassen, aber wenn man den TL nicht als Guide bezahlt, dann kommts mir so vor, als würde sich gar nicht mehr bemüht einen zu helfen. Man zahlt ja nicht dafür...
Läufts in anderen reinen Tauchschulen auch so? Verein habe ich leider keinen anderen hier. Erst wieder in 70 km Entfernung.

Thomas

Antwort von Euregiotaucher Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 20:17
Shit Happens - und Urlaubsbasen wollen Geld verdienen - naja ...

Es ist schon geschrieben worden: Greif dir deine Freundin - geht an euren vertrauten See zurück und macht da ein paar Tauchgänge. Dann wechselt hier und da mal die Localität - fahrt mal an die Nordsee - Grevelinger Meer zum Beispiel - wenn´s irgendwie passt - ist auch MEERWASSER aber kein offenes Meer ... langsam angewöhnen und dann - wenn ihr beide sicherere Taucher seid und euch auf einander verlassen könnt - dann versuchts nochmal mit ner Bootstour - aber dann auch mit dem Hintergedanken - wenn es nicht passt - dann passt es nicht und wenn es einem schlecht ist - oder ein Tauchgang besser nicht stattfindet - dann sollte man den auch ausfallen lassen - das hat nichts mit FEIGE zu tun - sondern mit Verantwortung ....
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 20:29
@ feuert,

der "Verein ..., dessen Vorstand eine Tauchschule als Nebengewerbe" hat war wohl eher ein an einer kommerziellen Schule angeschlossener Club. Hier Hier klicken sind ideelle Vereine nach Postleitzahlen sortiert. Schau mal, ob Du einen für Dich passenden findest und mach mal ein Probetraining incl. anschließendem Plaudern mit.

gruß ramklov
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 20:42
"aber wenn man den TL nicht als Guide bezahlt, dann kommts mir so vor, als würde sich gar nicht mehr bemüht einen zu helfen. Man zahlt ja nicht dafür...
Läufts in anderen reinen Tauchschulen auch so?"

Hier ein klares Nein ...


Wegen der Wellen ...

Ich bin selber auch nicht Seefest - mir reicht schon der Anblick von Wellen ...

Was mir aber unter Wasser immer hilft - Finger Weg bon der Ankerkette - die Wellenbewegung von der Oberfläche wird hier ja runtergeleitet und dann ist es klar, das man hier dann auch durchgeschüttelt wird.

Hier hilft nur freies Tarieren im Freiwasser, dies ist aber für einen Beginner in den meisten Fällen nicht oder nicht einfach durchführbar.

Ansonsten wie hier mehrfach schon geschrieben - es war einfach zu viel für den Anfang und für den Erfahrungsschatz ...

Laßt es langsamer angehen, macht erst mal eure Erfahrungen in unseren Gewässern und festigt eure Fertigkeiten - das wird schon
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 21:13
@feuert
Im Grunde führen viele Wege nach Rom. Der meines Buddies war ähnlich dem Euren: nach sechs Tauchgängen im Traunsee im April, bei angenehm frischen 4°C Wasser- und 11°C Lufttemperatur, und im Rahmen ihres OWD/1* traten wir vier Wochen später unseren Karibikurlaub an.

Der erste Bootstauchgang von ihr hatte es dann ebenso in sich, mächtige Wellen und Brecher, bei denen ein Fixieren des Horizonts unmöglich war und auch sie musste dann während des Tauchgangs die Fische füttern. Auch unser Guide hatte nicht die glücklichste Hand - er kümmerte sich wenig bis gar nicht um uns. Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich war auch nicht viel besser, obgleich ich mit meinen gut 20 Tauchgängen damals auch nicht der Erfahrenste war. Es war dann auch ihr einziger Tauchgang dort.

Dann, im September darauf, wagten wir einen neuen Anlauf in Ägypten und fanden eine Basis in Safaga, bei denen der Guide/TL uns an die Hand nahm, sie ein wenig mehr als mich, und wir wunderschöne Bootstauchgänge erleben durften. Sie hat dann auch Blut geleckt und wir machten in den fünf Tagen zehn Tauchgänge, ausschließlich vom Tagesboot wohlbemerkt, obwohl sie seekrank war. Aber mit Emeral war das dann in Griff zu bekommen.

Was will ich damit sagen: lasst Euch (wie die Kollegen ebenso schon ausgeführt haben) nicht entmutigen, ihr habt scheinbar die ganze Sache ein wenig blauäugig angegangen (wie wir auch) und habt überdies einen überforderten Guide gehabt.

Dass es anders sein kann, zeigt unser Beispiel. Meine Holde taucht heute gerne, allerdings auch nur im Urlaub, kaltes Wasser hatte sie im Traunsee mehr als genug.

Also, Kopf hoch, neues Spiel, neues Glück.
Gruß
Joe
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 21:31
Estens wird die Ankerkette niemals festgehalten, das hätte beim Bootsbriefing abgeklärt werden müssen. Zweitens ist Tauchen wenn man seekrank ist ein absolutes No Go. Drittens hat ein Guide oder TL niemals mit Gästen herumzuschreien. Ausserdem würde ich einen Sicherheitsstop nach diesem TG sofort abbrechen und auftauchen, wenn sich jemand übergeben muss.
Ihr solltet jetzt erst mal in einer Umgebung in der ihr euch wohl fühlt eure Angst verlieren. Egal ob Schwimmbad, See oder falls ihr die Möglichkeit habt in einem Indoor Divecenter wieder Selbstvertrauen sammeln und die Sache ruhig angehen. Lasst euch die Freude am Tauchen nicht von einem miesen TL oder Guide vermiesen, es gibt auch sehr viele Gute.

Bei Tauchernet gibt es übrigens auch die Möglichkeit Tauchbasen zu bewerten und in deinem Fall auch andere Taucher davor zu warnen.

Grüsse aus Dahab
Antwort von biker55 Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 23:12
@Thomas .... lauft das bei anderen TS auch so ?..
klares nein !!!
Bei uns steht der AusbildungsTL zwar auch nicht immer zur Verfügung, da neuen Kurs - aber bei unseren WE-Ausfahrten sind immer genügend Crew-Mitglieder( DM`s oder TL`s ) dabei, die sich gern
um die Taucher kümmern/begleiten und Tipps geben, die es wünschen oder Fragen haben !
Teste einfach einmal verschiedene Tauchschulen und suche dir die aus, die dir am meisten zusagt !
Jede gute und seriöse TS muß bemüht sein, seine Kunden zufriedenzustellen - auch wenn aktuell kein Weiterbildungskurs gebucht wurde und er "nur" als "Funtaucher" mit auf der Ausfahrt ist
biker
Antwort von Flossensausen Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 23:50
Trennt einfach zunächst mal Boot und Tauchen. Macht ein paar schöne Tauchgänge von Land aus, egal ob am See oder in einer ruhigen Bucht am Meer.

Sollte es dabei bleiben, dass deine Freundin so auf den Wellengang reagiert, bleiben halt nur Ausfahrten bei ruhigem Meer oder TG von Land aus. Evtl. gibt es auch Medikamente dagegen, die das Tauchen nicht einschränken.

Es ist sicher oft Überzeugungsarbeit durch den Leiter der Gruppe nötig um jemand den nötigen Ruck zu geben. Dazu unterliegt eine Basis natürlich auch wirtschaftlichen Zwängen. Und deine Freundin wollte dir vermutlich auch einen Gefallen tun und ist mit abgetaucht ...
Antwort von Scapegoat Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 10:23
@ Thomas:

Ich hattet nun leider das Pech, dass in Spanien grundsätzlich nur Bootstauchgänge im Meer gestattet sind, daher gab es für die Tauchbasis keine Möglichkeit, euch vom Land in Wasser zu bringen.

Seekrankheit hab ich auf Tauchbooten auch schon mehrfach miterlebt, und tatsächlich wird es bei den meisten besser wenn sie im Wasser sind, da hatte der Guide schon recht.

Was die Übungen im Bereich der Dünung angeht ist die Frage, wie tief ging diese? Da es im Mittelmeer war, wäre es sicherlich möglich gewesen bis unter den Dünungsbereich zu tauchen, da hat dr Guide wohl Mist gemacht.
Andererseits auf Fuerteventura bin ich schon getaucht als die Dünung bis in 25-30 m deutlich spürbar war, dann wäre das nicht möglich.

Das Problem ist nunmal, dass die Bedingungen am Meer nunmal stündlich wechseln können, und das muss hingenommen werden.

Allerdings gibt es Urlaubsgebiete, in denen das Meer fast immer recht ruhig ist und bei Bedarf auch Landtauchgänge durchgeführt werden können, vielleicht wäre Ägypten was für euch? Dort ist es meiner Meinung nach wirklich top für Anfänger. Und wenn deine Freundin zu Seekrankheit neigt soll sie vor einer Bootsausfahrt ruhig eine Tablette nehmen, das ist durchaus üblich bei dafür anfälligen Tauchern.

Was das Verhalten des Guides angeht ist da natürlich einiges falsch gelaufen, darüber muss hier nun nicht diskutiert werden. Falsch ist falsch!

Ich drück euch die Daumen das das noch was wird mit eurer `Taucherlaufbahn`

Gruß,
Alex

Antwort von Scapegoat Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 10:24
Nachtrag:

erstes Wort: Ihr statt ich ....
Antwort von divemark Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:01
Hi,

ihr habt sicherlich alle recht und ich bin auch völlig eurer Meinung.
Aber ich denke als erwachsener Mensch hat man auch eine gewisse Eigenverantwortung.
In meiner frischen OWD Zeit wäre ich nicht nach 4TGs auf einen Meeres-Boots TG gegangen.
Wie gesagt, grundsätzlich bin ich eurer Meinung. Aber steinigt mich ruhig
Gruß
Divemark
Antwort von Scapegoat Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:09
@ Divemark:

Ja, stimmt, viel zu früh, ich hatte immerhin 7 TG bis zu meinem ersten Mittelmeer Boots TG

Die Frage ist halt wie die Bedingungen sind, und da kannst du Glück oder Pech haben. Wir hatten damals spiegelglattes Wasser vor Kroatien, das war natürlich ein Glücksgriff für uns `Frischlinge`.

Aber irgendwann muss man damit ja anfangen, und es gibt auch Taucher die 100+ TG haben in Baggerseen und dann im Meer völlig überfordert sind, selbst schon erlebt. Die Situation ist einfach eine völlig andere, und darauf muss man sich halt einlassen. Das geht aber deutlich besser, wenn man einen guten Guide hat...

Alex

Antwort von divemark Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:15
@SG:
Hast Recht.
Ich fand es nur ungerecht das nur auf den Guide eingeprüfgelt wurde und die Eigenverantwortung komplett ausseracht gelassen wird.
Wenn jeder seinen Part erfüllt........
Antwort von vinnim Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:32
Hi feuert,
gar nicht gut gelaufen und nicht normal. Dazu ist schon genug gesagt und wir können es nicht ungeschehen machen.
Wir können es aber unter Erfahrung verbuchen und uns eurer taucherischen Zukunft zuwenden.
Leider hat deine Holde jetzt lange Zeit dieses Negativerlebnis zu verinnerlichen. Psychologisch sehr ungünstig.
Aus meiner Sicht hast du noch genau eine Chance es richtig zu machen - also versau es nicht!
Wenn ich was empfehlen darf:
- der nächste Tauchgang sollte in warmen, wunderbarem Wasser stattfinden. Ich bin nicht der Meinung, dass ein deutscher Tümpel günstig ist.
- unbedingt von Land aus ins Wasser gehen - also langsam "den Boden unter den Füßen verlieren". Das ist psychologisch sehr, sehr wichtig.
- Sie muss die Entscheidung treffen, tauchen zu wollen. Achte darauf, dass du keinen Druck ausübst / dass sie nicht in die Situation kommt dir wieder einen Gefallen tun zu wollen.
- wenn du nicht bereit bist etwas zu investieren (und damit meine ich Herz und den schnöden Mammon), dann wird es schwierig. Du wirst schon ein paar Taler in einen wunderbaren Urlaub und eine gute TS investieren müssen. Nach der Erfahrung sicher die geringste deiner Herausforderungen.
- lass das Thema Verein im Moment ruhen. Ich sehe nicht (sorry Leute sehe ich so), wie euch das im Moment weiter bringt. Wenn ihr z.B. im Schwimmbad üben wollt, dann muss ich nicht in einen Verein.

Sie ist nicht alleine - ganz im Gegenteil.
Sag ihr, sie hat meinen Respekt. Wer in deutschen Seen gelernt hat und dann sofort alleine im Buddyteam unterwegs war, der ist stark. Und deshalb wird sie es sicher noch einmal versuchen.
Und da sind wir wieder am Anfang: versau es nicht!
vinni
Antwort von randy007 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:38
Klar ist doch: Für einen Tauchgang bei dem Seegang war es viel zu früh für Euch. Ihr hättet auf einen Tag warten sollen an dem die See ruhiger ist und das erste mal im Meer, mit checktauchgang etc. Das macht man doch nicht unter solchen Bedingungen. Kein Wunder dass Deine Freundin keine Lust mehr hat. Fahr mit Ihr doch mal woandershin, wo es bei schlechtem Wetter auch Alternativen gibt, wie ne ruhige Bucht oder etwas ähnliches. Wie wärs denn mal mit Ägypten, damits wieder Spass macht?
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:38
Naja, es waren damals fünf Tauchgänge im See und dann das Mittelmeer (Sizilien) und danach die Bretagne. Aber wo will man die Grenze ziehen?
Wenn ich mich nicht sicher fühle oder mir speiübel ist, warum geh ich dann ins Wasser?
Die Wellen waren nicht hoch, aber es gab Dünung in zwei bis drei Metern? Oder hat das Boot an Seil geruckt und man hat sich krampfhaft festgehalten, an statt die Kette locker zu umfassen.
Einer tut es, der andere läst es zu! Es gibt sicher noch eine Sichtweise der anderen Seite, gell.
Nur so mal am Rande, bevor der Aufseher als böser Bube da steht.
Antwort von Bascht Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:43
Servus Feuert,

es ist überhaupt kein Problem gleich vom See ins Meer zu gehen. Die Umstände sollten halt passen. So wie sich mir das darstellt war das einzige Problem die Übelkeit Deiner Freundin. Dagegen kann man leicht was machen. Am besten wie oben schon erwähnt bei ruhigem Seegang tauchen. Kommt mit uns an Pfingeten mit nach Kroatien. Da haben wir beste Bedingungen.

Gruß

Andreas
Antwort von biker55 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:45
@divemark - als TL/Guide sollte man gelernt haben vorauszuschauen und nach der Übelkeit bei der Anfahrt zum TP ( der TG selbst war jawohl ok ) war zu erwarten, dass beim Sicherheitsstopp in der Dünung es erneut zu Übelkeit und zum kommt ! Hier ist eindeutig der TL/Guide gefordert - möglicherweise wäre es nicht zum gekommen, wenn der Guide mit der Taucherin einen Sicherheitsstopp händchenhaltend und Aug in Aug (Fixpunkt ) gemacht hätte !
Bei "Frischlingen" hat nun mal der "Leader" eine besondere Verantwortung - m.E- daher "Prügel " zu Recht !
biker
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:48
@divemark
"In meiner frischen OWD Zeit wäre ich nicht nach 4TGs auf einen Meeres-Boots TG gegangen."
Warum nicht??? Wenn der TL/Guide was taugt, dann ist ein Bootstauchgang für einen Anfänger kein Problem. Als ich in Hurghada arbeitete, wurde ausser den Schwimmbadtauchgängen die komplette Anfängerausbildung vom Boot aus gemacht
Man sollte sich aber dafür dann anfängertaugliche Plätze ohne hohe Dünung suchen und dafür sorgen, dass die Taucher im Ernstfall Medikamente gegen Seekrankheit bekommen. Dass eine Ankerkette nicht berührt wird und der Gast nicht angemotzt wird sollte klar sein.
Die Eigenverantwortung in allen Ehren, aber wenn ein Anfänger das erste mal vom Boot taucht, dann wird und sollte er sich auf die Bootscrue und Guide verlassen können. Und wenn bei uns ein TL den Gast angeschrien hätte, dann hätte er ganz klar ab dem nächsten Tag wieder ausschlafen können.
Der Guide hat auf ganzer Linie versagt und das muss nicht beschönigt werden.

Grüsse aus Dahab
Antwort von biker55 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 11:53
@ag2908
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:16
Erst hängen wir, dann fragen wir nach der Schuld?
Ist ja auch praktischer so, kein lästigen Fragen etc. pp.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:23
Sehr gute Voraussetzungen, um sich an das Meertauchen heranzutasten hat man in Ägypten:
- es ist das nächstegelegene tropische, warme Meer
- dort gibt es genügend geschützte Anklerplätze an Riffen in ruhiger See.
- Jede Basis macht auch Anfängerausbildung, also ist Erfahrung mit blutigen Anfängern vorhanden.

Natürlich solltet ihr keine Safari unternehmen, da wird es zu heftig! Aber von einer Basis aus von Land oder Tagesboot. Erzählt den Leuten vor Ort, was ihr erlebt habt - dann werdet ihr nicht überfordert und kommt schnell voran.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:27
Unter dieser Situation einen Sicherheitsstopp durchzuziehen disqualifiziert den Guide und zeigt, dass er keine ausreichende Ahnung vom Tauchen hatte.
Antwort von vinnim Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:28
einen hab´ich noch! Wenn deine Freundin keine Medikamente gegen See-/ Reisekrankheit nehmen will: es gibt sogenannte "Sea Band" (ca.7-15€). Das sind Armbänder mit einem Akupressurpunkt. Hört sich isoterisch an, wirkt aber. Meiner Frau hat die schon seit Jahren und letztes Jahr habe ich einen jungen Taucher gesehen, der die Dinger ebenfalls erfolgreich eingesetzt hat.
Für mich eine echte Alternative zu Medikamenten und als kleines Geschenk ein Beweis deiner Fürsorge (?)
Antwort von tauchbulle Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:42
Zu dem eigentlichen Problem ist ja nun genug geschrieben worden, was überwiegend richtig war. Denkt aber mal daran, dass es im gesammten Mittelmeerraum Basen gibt die auch Anfängerausbildung machen - also es geht auch bei Wellengang, kommt halt (wie so oft) auf den TL an

aber@scapegoat: habe selber eine Basis in Spanien und natürlich dürfen dort auch Landtauchgänge gemacht werden! Bei Nachttauchgängen gibt es Einschränkungen, aber auch Ausnahmen

Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:43
Ich habe das Armband gegen Seekrankheit leider noch nicht selbst getestet. Ich habe darüber auch schon sehr viel poitives gehört.
@feuert
Wenn schon so oft Ägypten empfohlen wird, dann noch der kleine Hinweis von mir, dass hier in Dahab überall tolle Tauchgänge vom Ufer aus stattfinden. Ausserdem gibt`s hier als TL unseren Kalle Krampf und da wird mit Sicherheit keiner angeschrien oder überfordert. Ausserdem wäre einem für einem Funtauchgang mit euch auch nicht abgeneigt. Nur weil ich nicht mehr ausbilde heisst es nicht, dass ich den Spass am Tauchen verloren hab. Ich bin mir sicher das wäre eine tolle Adresse für den nächsten Tauchurlaub.

Grüsse aus Dahab
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 12:47
@feuert
Sollte natürlich heissen: Ausserdem wäre ich einem Funtauchgang mit euch nicht abgeneigt.
Antwort von feuert Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 13:44
Leute, mit so einer Resonanz von euch hätte ich nicht gerechnet, vielen Dank dafür! Ich kann nur gerade nicht viel schreiben, weil ich in der Arbeit bin.

Auf ein paar Punkte möchte ich kurz eingehen. Es war nicht als Tauchurlaub geplant. Der TL sagte zu uns auf Nachfrage, so schlimm wäre es nicht vom Boot. Er hatte unsere Logs ja gesehen. Woher sollen wir es einschätzen können, wie es am Meer draußen ist? Mit einem Bad am Strand kann man das ja wohl nicht vergleichen, kann ich nun sagen.

Festhalten an der Ankerkette kam vom TL. Er sagte wir sollen abtauchen auf 3 m, festhalten und dann die Übungen durchführen. Wenn ich das noch nie gemacht hab und es bei Seetauchausbildung nicht angesprochen wird, woher sollen wir das wissen? Dafür ist doch ein Guide da oder? Zumindest um mal drauf hinzuweisen (aber wie immer Geld zieht, war ja nicht viel los, tut mir leid so denk ich) Eigenverantwortung ist gut und richtig. Jedoch braucht man in gewisser Weise auch Erfahrungen um eine Situation richtig beurteilen zu können. Das geht nicht wenn einem bestimmtes Wissen/Erfahrung fehlt. Ich bin froh über eure Hilfe dazu.

Die 4 Tg. im See ohne TL waren immer am gleichen Ort. So kannten wir die Bedingungen. Die max. Tiefe war ca. 10 m. Also hätte ich das noch als für mich akzeptabel eingeschätzt und meine Freundin hatte noch gesagt im See glaubt sie schon, dass sie es wieder versuchen möchte. Nur im Meer nicht mehr. Es gab nie Probleme im See. Auch nicht mit der Temperatur.

Natürlich mach ich mir Gedanken wie das weiter geht und ich ihr das näher bringen kann, aber ich möchte nicht, dass sie das wegen mir tut. Das ist nicht gut. Wenn dann muss sie es freiwillig tun, weil ihr das gefällt. Auf das lege ich eher Wert, als auf eine Gefälligkeit, weil ich nicht alleine gehen will.

Meine Pause ist nun zu Ende. Ich melde mich Abend nochmals.

Thomas
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 13:55
Tauchen aus Gefälligkeit geht schief. Entweder man will das selber, oder man läst es schlicht sein.

Gut m.E. ist der Sachverhalt nicht vollständig, so dass man keine klare Meinung haben kann. Ich kann daher das Geschrei net nachvollziehen. Es gibt immer zwei Versionen und die muss man hören.

Das Medium ist im Übrigen immer gleich, ob nun See, Fluß oder Meer. Lediglich die Bedingungen unterscheiden sich. Versuch es mal von Land aus. Da bietet sich z.B. Malta an. Der Einstieg ist meisten einfach, wenn die See ruhig ist.

Gegen Übelkeit auf dem Boot hilft nur, bootfahren und die üblichen Placebos, die immer sicher wirken
Antwort von Tauchbiene Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 15:09
HI,

sucht euch für euren nächsten Urlaub eine gute Tauchschule bei der man auch am Hausriff tauchen kann. Ich kann euch Diving.de empfehlen. Dort nimmt man sich der Probleme auch an, und geht mit euch ins Wasser.
Wenn deine Freundin dann allerdings immer noch keinen Spaß an der Sache hat, sollte sie es bleiben lassen.
Ich denke aber, dass sie nach einem Tauchgang am Hausriff eher begeistert sein wird.
Es werden auch Jeepausflüge und Halb/Ganztagesausflüge mit dem Boot angeboten.

Gegen Seekrankheit hilft Stugeron (gibt es in Ägypten). Ich werde schon beim Schnorcheln Seekrank.

Wichtig ist jetzt erst mal wieder Selbstvertrauen zu finden. So einem Erlebnis steckt einem noch ziemlich lange in den Knochen.
Antwort von 089chiller Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 15:15
-> das mit der Gefälligkeit geht früher oder später definitiv schief! Hatte mal nen ähnlichen Fall beim surfen, auf den einzugehen würde den Rahmen sprengen. Dabei herausgekomme ist, dass meine Freundin nun garnicht mehr ins Meer geht... =(

Ich kann euch nur ermuntern trotzdem an diesem schönen Hobby festzuhalten, es gibt auch wundervolle Tauchplätze die man von Land aus betauchen kann, überlegt euch für den nächsten Urlaub eine schöne Destination und geht an einem passenden Tag tauchen.
Antwort von ZeKik Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 15:47
Hab mich durch den Erlebnisbericht gelesen...
Mein Kommentar:

Ist doch ein ereignisreicher 1. Meeres-TG gewesen!
Was beklagt ihr Euch!?
Von dem werdet ihr noch in zehn Jahren euren Tauchschülern erzählen können.."Als ich und meng FFruh domals zum erschte mol dauche gegange sinn... des ware noch ZZeidde" ^_°

So ist das Meer eben. Feucht, Nass und bewegen tut es sich auch noch. Von Zeit zu Zeit ins Wasser kotzen ist der gebräuchliche Tribut an Neptun!

Also immer schön weiter tauchen! Das wird schon!!
Antwort von ZeKik Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 15:57
.... Nö Jetz` mal ernst.

Was ich sagen will: Schlechte Erfahrung ist auch eine Erfahrung. Ihr wart nicht wirklich in Gefahr, habt trotzdem alles durchgestanden. Harte Schule aber auch etwas gelern. All das ist Rüstzeug für die nächsten TG.

Macht den nächsten Meeres-TG vom Strand aus in einer paradiesischen Bucht. Danach setzt ihr euch an die Strandbar und schwadroniert berechtig übers Tauchen bei Seegang und das Durch-Den-Regler-Reihern...

Viel Spass!!
Antwort von Tauchbiene Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 19:36
HI,

habe gerade die aktuellen Unterwasser in der Hand. Ab Seite 104 kommt ein Bericht über die Angst unterwasser. Solltet ihr mal lesen, wird alles gut erklärt.

Gruesse und nicht aufgeben.
Antwort von DIVE RABBIT Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 20:49
Hey feuert.
Ich sende dir in Kürze eine Mail.

Grüße vom Tauchhasen
Antwort von feuert Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 21:08
Danke für eure vielen Tipps.

Ich werde versuchen den nächsten Tauchgang erstmal wieder im begrenzen Freiwasser im Naturbad langsam mit ihr zu beginnen. Danach erst wieder in den uns bekannten See. Ich glaube man muss sich nach so einem Vorfall langsam wieder an das Atmen durch den Automaten gewöhnen. Letztendlich kam das Hauptproblem ja eigentlich durch das Verlieren von diesem zustande. Das Boot werden wir erstmal meiden. Vielleicht auch mal nur eine Bootsfahrt am Meer ausprobieren mit Reisetabletten ohne Tauchen um zu sehen wie sie wirken und ohne den "Tauchzwang" in diesem Zustand auch noch zu haben.

@Tauchbiene
Ich werde mir später mal den Bericht in der Unterwasser noch ansehen.

Das war jetzt trotzdem alles ein bisschen viel Info auf einmal.

Thomas
Antwort von vinnim Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 09:32
schade. Da bekommst du sooo viel Resonanz und gute Tipps und dann so ein Resüme. Ich bin echt fassungslos.
Denk noch mal nach.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 11:51
Wieso? erst mal zurück auf "Los" und dann neu starten, Schritt für Schritt: das ist o.k., um die Chance zu haben, dabei zu bleiben.
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 11:58
@feuert
Ich denke, dies ist eine sehr gute Möglichkeit um sich wieder mit dem Element Wasser anzufreunden.
Wenn ihr erst mal schöne Tauchgänge vom Ufer aus in gewohntem Terain geniesst Die deutschen Seen sind nicht weniger schön als tropische Gewässer (ich wohne in Dahab, hatte aber meine schösten TGs in Deutschland)
Und wenn ihr das nächste Mal einen Bootstrip ohne Tauchen geniesst, dann kann dies genau so viel Spass machen.
@vinnim
Hier darf jeder gute Ratschläge geben.
Aber das heisst noch lange nicht, dass der Fragende alles genau so machen muss, wie du es gerne hättest
Jetzt kannst du noch mal fassungslos sein.

Grüsse aus Dahab
Antwort von vinnim Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 12:58
@kwolf1406
Schritt für Schritt: das ist o.k. - da hast du natürlich recht.
@kwolf1406 und ag2908
ihr habt doch wohl nicht grundlos tropische Bedingungen und warmes Wasser angesprochen. Damit habt ihr doch den Faktor Umwelt positiv verschieben wollen, oder? Ein deutscher See bringt da unnötige Stressoren.
@ag2908
ne, muss keiner genau so machen. Ich will auch kein Missionar sein - und fassungslos auch nicht. Ich habe mich nur gefragt, ob "feuert" die richtige Analyse und anschließenden Schlussfolgerungen vorgenommen hat. Da habe ich meine Zweifel. Du nicht?
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 13:30
@vinim
"Ich habe mich nur gefragt, ob "feuert" die richtige Analyse und anschließenden Schlussfolgerungen vorgenommen hat"
Ich denke, dass er genau das Richtige macht.
Er fängt noch mal da an wo sie sich wohl fühlen und keine negativen Erfahrungen gemacht haben.
Ich habe jahrelang in deutschen Seen ausgebildet und bin nicht der Meinung dass dies schwieriger sein muss oder weniger Spass macht als in tropischen Meeren. Es gibt sehr viele Stessfaktoren im Meer und eben andere im Süsswasser.
Fakt ist, dass seine Freundin im Süsswasser gut zurecht kam und gute Erfahrungen gemacht hat, ganz im Gegensatz zum Warmwasser. Deshalb ist hier das Beste "Back to the Roots"

Grüsse aus Dahab
Antwort von vinnim Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 14:00
@ag2908
einverstanden!
Es liegt ja auch nicht in unseren Händen.
Wir haben unseren Input gegeben. Jetzt ist der Drops gelutscht.
Grüße nach Dahab
Antwort von feuert Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 18:10
@vinnim
Du kannst mir glauben, dass ich wirklich jeden Beitrag genau gelesen habe. Aber es ist fast unmöglich auf jeden individuell zu antworten. Jeder hier hatte eine eigene Meinung und ich versuche das Beste draus zu machen. Zuhause habe ich viel mehr die Möglichkeiten häufiger und einfacher an ein Gewässer zu kommen. Die Temperatur im See empfanden wir beide nicht als Problem, auch wenns kalt war. Tropische Bedingungen haben wir hier nicht und das ist auch eine Frage des Budgets. Wir haben noch andere Hobbys und fahren beide jeder von uns Motorrad. Da muss man sich das schon etwas einteilen.

Wie ag2908 schon geschrieben hat, denke ich nach euren Tipps das wir langsam wieder beginnen sollten mit uns bekannten Gegenheiten, bevor wir das Tauchen ganz aufgeben. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin wirklich froh über so große Resonanz hier!

Thomas
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 20.01.2012 - 08:53
@feuert
mein Tipp bezüglich Tagesboot im Roten Meer kam nicht, weil das Tauchen dort stressfreier sei, als im Baggersee (s. ag2908), sondern auf den Einstieg ins Tauchen im Meer. Das ist einfach etwas neues - und auch da beginnt man beim leichteren. (Und die Idee, erst mal mit Seekrankheit ohne Tauchplan zurecht zu kommen, ist auch gut.)
Zuerst aber muss ja wohl die Freundin wieder Vertrauen und Wohlbefinden ins Tauchen finden. Und das gelingt am besten da, wo es schon mal vorhanden war.
Antwort von JoZe Registriertes Mitglied am 20.01.2012 - 11:21
Hallo,

ich würde in der Reihenfolge wieder anfangen:
- Indoor-Tauchbecken mind. 2 mal bis zum Sommer
- Im Sommer mehrere Tauchgänge in flachen/klaren Binnensee mit flachen Einstig
- Meeres-Tauchgänge von Land aus

Außerdem ganz wichtig bei Paaren:
Meistens (aber manchmal auch umgekehrt): Mann will Tauchen, ihm machen widrige Umgebungsbedingungen nichts aus, Frau will eigentlich auch Tauchen hat aber ein bisschen Angst.
Mann will Frau Frau Ratschläge/Hilfe geben (gut gemeint) Frau zickt direkt rum oder macht dem Mann zuliebe mit bis zu einem Punkt kommt wo sie überfordert ist. Dann zickt sie erst recht rum und macht dem Mann natürlich Vorwürfe dass sie nur Ihm zuliebe mitgemacht hat.
-> Fazit Tauchgängen versaut, Beziehungskriese
Aber wie bereits geschrieben hat man es schon umgekehrt beobachtet.
Deswegen ein Ratschlag:
Lass deine Holde jeweils den ersten Tauchgang in einem unbekannten Gewässer mit einem erfahrenen Taucher(lehrer)/in machen , denn Ihn traut sie sich nicht anzuzicken und du hast deine Ruhe wenn es doch nicht so gut läuft.
Zum Thema Tauchschein in der Tasche und wie geht es weiter (also dort wo ihr euch jetzt befindet)
Normalerweise empfehle ich in solchen die Mitgliedschaft in einem guten Verein (es gibt auch viele schlechte). Dort könnt ihr im Schwimmbad üben und habt bei Tauchausfahrten ein paar erfahrene Taucher dabei. Das Ganze ist allerdings oft relativ langwierig da man sich nach dem ehrenamtlichen Tauchausbildern richten muss.
Unter der Betrachtung eures Alters und der Tatsache dass ihr mehrere Hobbys habt, ist es vielleicht schneller und zielführender ein Gewässer mit einer Tauchschule aufzusuchen, wo ihr vor Ort einen Tauchguide dazubuchen könnt.

Gruß
Antwort von feuert Registriertes Mitglied am 21.01.2012 - 11:25
@JoZe

Diese Reihenfolge wird die sinnvollste für uns sein. Ich denke das wir das so machen werden. Das "ganz wichtig bei Paaren" könnte wohl genau so stimmen, wie von dir beschrieben. Aber genau hier drauf möchte ich eben Rücksicht nehmen, dass es nicht so ist.

Sie in fremden Gewässer mit einem anderen erfahren tauchen zu lassen, weiß ich nicht, ob das für sie besser wäre bzw sie sich sicherer fühlt. Das müsste man ausprobieren.
Verein gibt es bei uns leider auch keinen in der Nähe.

Thomas
Antwort von funfact Registriertes Mitglied am 28.01.2012 - 21:28
Hi, das ist ein guter Beitrag, wo mal von negativen Erfahrungen von Anfängern berichtet wird. Ich selbst bin AOWD und habe auch erst 20 Tauchgänge.
Als ich meinen OWD gemacht habe, sind wir auch öfter mit nem kleinen Tauchboot rausgefahren. Ich bin auf großen Schiffen "seefest". Windstärke 11 auf der Ostsee macht mir nix aus! Aber speziell dieses Schwanken auf kleinen Tauchbooten, das geht gar nicht! Da bekomme ich regelmäßig Würfelhusten! Ist dann auch recht schnell wieder vorbei, aber halt unangenehm, auch wenn die anderen drüber lachen.
Anfangs dachte ich auch, ich lasse es mit dem Tauchen wieder. Aber man muss ja nicht zwangsläufig mit dem Boot raus, gibt ja auch genug Tauchplätze, wo man vom Strand aus ins Wasser geht. Und wenn es doch das Boot ist, nehme ich etwas Übelkeit in kauf, gibt sich ja recht schnell wieder.
Und wenn denn noch ein anderer Tacuher rumschreit, weil es Probleme gibt, ist das falsch und überheblich! Denn das trägt sicher nicht zur Lösung des Problems bei. Bei meinem Tauchlehrer hier in Deutschland wäre der Tauchausflug für diese Person sofort vorbei!
Vielleicht solltet ihr in heimischen Gewässern unter Anleitung tauchen und Erfahrungen sammeln. Ich mache das auch. Hier im See ist es zwar kalt und ungemütlich, aber man lernt dort auch gut sich zu orientieren und mit Stress umzugehen. Und wo ich jetzt grad wieder im Urlaub in Dubai unterwegs war, lief es schon viel besser und entspannter. Rein mit dem Guide und wunderbar entspannt getaucht. Wir haben am Anfang auch mal eben Maske absetzen und ausblasen geübt, und das Verhalten bei keiner Luft. Ging alles sehr entspannt, zumal es hier im See bei Kälte und ohne Sicht ja auch funktioniert hat.
Also, dran bleiben!

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