Ewa-Marine Abgesandt von Nicko am 23.07.2004 - 11:26:
Hi, hat jemand ne Ahnung ob die Dinger dicht sind und was taugen???
Es handelt sich bei mir um die große Version für Spiegelreflex-Kamera mit aufgesetztem Blitz!!!
Hat da jemand schon negative oder positive Erfahrungen hinter sich????
Antwort von Roland P am 23.07.2004 - 12:02 Hallo Nicko,
erst das Positive: Sie sind dicht, und preiswert.
jezt das Negative: Stell Dir vor Du tauchst Einarmig, denn die Hand kriegst Du aus der Tüte Unterwasser nicht mehr raus. Und noch ne frage: Wieviel Druck verträgt Deine Kamera ?????
Händling ist extrem mies.
In meinen Augen was zum schnorcheln für Leute mit guten Nerven, oder aber der optimale Schutz gegen Sand, Dreck und Nässe.
mfg
Roland P
Mein Freund hat so ein Teil in Thailand mit einer Canon EOS 3000 gehabt. Bei ~18m wurde das Teil undicht und hui, schon war das Teil im Eimer -Salzwasser vernichtet die Kontakte etc. innerhalb von 2-3 Stunden...
Das System finde ich als Techniker absolut unbrauchbar. EIne weiche Aluleiste an (waren es) drei Stellen zu verschrauben und zu hoffen, dass 5cm von der Verschraubung weg der Anpressdruck noch immer der selbe ist (bei dem weichen Alu Ding, was man auch schnell verdrückt im EInsatz. EIne leichte Welle in dem Alu Profil und Dein max. Druck bis zum EInbruch geht drastisch nach unten. Auch ist die Dichtstelle empfindlich weil man immer die Kamera durchschiebt und das Teil auch schnell unbemerkt beschädigt. Weiteres Argument dagegen ist, dass die Gewindebolzen durch die Folie gehen und diese Bohrungen sind eine weitere Schwachstelle die nicht ordentlich dicht zu bekommen ist.
Für einen Schnorcheleinsatz würde ich das Teil hernehmen. Zum Tauchen (da sind andere Drücke am werken) nicht.
Ganz zu schweigen von der beschissenen Bedienbarkeit, der fast nicht möglichen Tarierung des Teils (mit etwas Erfahrung kann man das Luftvolumen vielleicht grob schätzen das nötig ist/und man das Ding überhaupt so stark "entlüften kann". Stelle mir das witzig vor mit einem stärken Auftriebskörper Bilder zu schiessen
Letztes Argument: Der Preis?! Spinnen die Kerle? Für ein Aluprofil 60cm in der Summe und einen windigen Plastikbeutel, ein paar Schrauben + Objektivflansch.
Also ich würde dringend die Finger davon lassen. EIn steiffes Gehäuse ist wesentlich berechenbarer, besser zu bedienen, übersichtlicher und robuster. Natürlich auch nicht zusammenzufalten wie die Ewasubmarine Dinger.
Klingt jetzt vielleicht alles etwas radikal, aber ich würde die Finger davon lassen! Gefahr genug eine CAM unterwasser mitzunehmen. Passieren kann da immer was, deswegen muss man sorgfältigst arbeiten beim Einsetzen und das Gehäuse beim Abtauchen im Auge behalten bzw. nach dem Neukauf möglicherweise das Teil erst mal trochen mit runter nehmen.
Ich habe das 0815 PT018 Olympus Gehäuse für 180.-€, wirklich alles zu bedienen, robust, bei 30m war es auch noch dicht (bis 40m spezifiziert).
Was für Gehäuse es speziell für Deine Cam gibt weiss ich nicht. Musst DU rausfinden. Aber Preis/Leistung ist bei diesen Polycarbonat DIngern 1A. UW Gehäuse von den "Großen" kosten nämlich auch schnell mal 700€ + bis zur Grenze des Wahnsinns Das finde ich auch übertrieben wenn man nicht regelmäßig damit taucht oder Foto/Videoprofi ist.
die Beutel sind auch nur bis 10m angegeben, also is dein kumpel wohl leider auch selbst schuld.
Die Frage ging auch um eine Spiegelreflex mit aufgesetztem Blitz, für sowas wirst du auch kein Polycarbonat Gehäuse finden. Da bleibt nur Ewa Marine Beutel oder eben ein teures (und dafür gutes) Gehäuse.
Mein Tip wäre: Eine Olympus Digicam und passendes Gehäuse. Das kommt günstiger als ein Gehäuse für die Spiegelreflex. Von Entwicklungskosten für Bilder die nichts geworden sind (ca. 80-90%) brauchen wir nicht reden. Wenn bei der Spiegelreflex bei 36Bildern schluß ist kann ich bei einer Digicam noch 200 Bilder mehr machen (und das in der größten Auflösung). Die Bilder kann ich mir dann abends bei einem gläßchen Wein am Laptop anschauen und überlegen was ich besser machen könnte.
Fazit: Vergiss die Plastiktüten und leg dir für das geld was ein Gehäuse kostet lieber eine kleine Handliche Digicam mit Gehäuse zu. Das erspart dir den Frust wenn die ersten 500-1000 Bilder nichts (oder zumindest nicht viel)werden. Digibilder in einer guten Auflösung kann man am Computer auch recht schnell aufarbeiten so das man doch noch ein Halbwegs brauchbares Ergebniss hat.
Antwort von Petrosini am 25.07.2004 - 18:34 HI Carsten!
Wenn ich eine "30m" auf dem Tütchen nicht falsch verstehe, dann dürfte das ein Wert für Wasserdichtigkeit sein Ich selbst würde die Teile bis 2m freigeben. Mehr nicht.
Ewa Marine gibt je nach Typ zwischen 10 und 50m frei.
Beispiel bei Ebay:
Hier klicken
Ich gehe davon aus, das "Nicko" weiterhin Spiegelreflexen möchte. Klar finde ich digital auch viel sinnvoller unterwasser, was aber dagegen spricht sind die langwierigen Autofocus Messungen. Macht es schwierig spontan auftretende Fotoziele ordentlich abzulichten. Wenn ich verstärkt UW schiessen würde, dann wäre meine C750 schon lange gegen eine z.B. C-5060 oder Vergleichbares getauscht worden.
Gerade weil die Aussortierquote der UW Bilder extrem hoch ist würde ich auch digital empfehlen.
Polycarbhonat Gehäuse gibt es für sehr viele Kompaktdigicams und nehmen sich preislich nicht viel. Ein externer Blitz wäre dann aber wohl sinnvoll (~200€ aufwärts)!
cu
Peter
Antwort von Petrosini am 25.07.2004 - 18:39 Was mir gerade noch einfällt, mein Freund hat sich über die schlechte Bedienbarkeit in den Beuteln riesig beschwert. Auch der Blick durch den Sucher ist nicht wirklich gut vorhanden und der Druck auf die Tasche löst etl. wenn es blöd läuft Tasten aus.
Olympus bietet für seine eigenen Digiblitze auch UW PC-Gehäuse. Kosten nicht viel, dafür aber der Blitz. Ich würde aber dann einen Sea&Sea nehmen der von Haus aus dicht ist - es sei denn, der externe Blitz wäre auch an Land an der Digicam oft zu nutzen. Dann rentiert sich der Aufpreis.
Ich hatte nur die 10 Meter im Kopf, selbst würde ich mir so ne Plastiktüte nicht antun wollen
Zu den Olympus Blitzen: soooo billig ist das gehäuse auch nicht und es gibt nur eins für den schwächsten Blitz (FL20). Wenn ich dann Blitz und Gehäuse rechne komm ich schon auf einen Gebrauchten Sea&Sea mit Digital Adapter.
Ab Donnerstag werd ich die C5060 mit YS60TTL mal ausgiebig testen, Kann dann gerne berichten
Antwort von Stefan Engler am 02.08.2004 - 17:13 Hallo Zusammen. Ich werde demnächst in die Karibik in den Urlaub fliegen und würde gerne ein paar Unterwasserbilder knipsen. Nun dachte ich ebenfalls an eine Ewa-Marine Schutzhülle. Ich bin "Schnorchler" und "tauche" höchstens 3 - 4 Meter in die Tiefe. Da ich nur sehr selten schnorchle möchte ich kein Vermögen für ein solches UW-Gehäuse ausgeben. Taugen diese Hüllen für mein Vorhaben etwas. Wie gesagt, ich tauche nicht sondern ich bin Amateur-Schnorchler. Vielen Dank für eure Antworten.
Gruss Stefan
Antwort von Begert am 26.05.2005 - 14:31 Hallo Leute,
habe selbst lange nach einer brauchbaren UW-Kamera gesucht. Hatte u.a. die Canon PowerShot A60 mit UW-Gehäuse. Kann nicht behaupten, dass dies eine Lösung war. Wohlgemerkt geht es mir um eine Kamera, die insbesondere beim Schnorcheln zum Einsatz kommt. Auf dem Monitor der A60 war kaum was zu erkennen und der Sucher war durch das Gehäuse teilweise verdeckt. Habe trotz großer Zweifel das ewa-marine Gehäuse gekauft und kürzlich im Roten Meer intensiv getestet. Negativ: zuert einmal muss man das mit der in den Ring von innen einzurastenden Plastehalterung begreifen. Das war so ein Problem, dass ich nicht sicher war, ob ich die anleitung verstanden hatte. Zweitens kommt es - wie bereits gesagt - absolut darauf an, wieviel Luft man aus der Hülle nach Einbau der Kamera heraus zieht und drittens - wie man vor dieser Aktion die Folie so zieht, dass am Sucher keit Linseneffekt entsteht. Ich gebe denen Recht, die bereits festgestellt haben, dass sich mancher Hersteller wenig Gedanken um sein Produkt macht, wenn es erst einmal in Produktion ist, denn ich hätte viele Verbesserungsvorschläge. Ich betreibe das Gehäuse mit einer Minolta Dimage A200. Nach systematischem Austesten weis ich, wie ich recht passabel mit dem D/A zurecht komme und : das ist für mich wichtig, ich habe tolle Fotos (im RAW-Format, da stehen alle Optionen offen) und Videosequenzen geschossen, die echt was her machen. Ich war mit der Kamera auch mal auf 12 Meter - ohne negative Befunde. Zu wenig Luft sollte nicht drin sein, sonst bedient sich die Kamera auch schnell mal von selbst. Stehe für Auskünfte gern zur Verfügung.
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