Freeflow Control Device von APEKS Abgesandt von pressluftjünger am 05.02.2005 - 14:51:
Hi Tauchgemeinde,
ich habe mal im Internet und auch hier auf der Seite nach Erfahrungsberichten über dieses Teil nachgeguckt, was ich davon halten soll weiß ich aber imemr noch nicht so genau.
Angewandt wird es ja wohl nur, wenn die zweite Stufe vereist. Sollte es die erste Stufe sein, die Abbläst, so würde ein Überdruckventil ab einem Spitzendruck von 14 bar nachgeben um ein bersten des Schlauches zu verhindern. Okay, somit ist mir alles klar, was die Funktionsweise anbelangt, aber wer hat damit Erfahrung in der Taucherei? Welche Erfahrung habt Ihr damit? Mir war bei der Internetrecherche aufgefallen, daß hier das Vereisen der zweiten Stufe am häufigsten vorkommen würde, es wurden sogar von ca. 99% aller Fälle geredet? Ich dachte immer die erste Stufe würde eher Vereisen? Bringt dieses Teil nun etwas relevantes bezüglich der Tacuhsicherheit?
Mir ist klar, daß ich mit dem Teil evtl. ein Abblasen schneller verhindern kann als wie ich es schaffe die Flasche zu schließen, jedoch wie ist es in der Praxis? Bin gespannt auf Eurer Wissen.
Antwort von Tariernix am 05.02.2005 - 21:57 Deine Internetrecherche war Murks: die zweiten Stufen vereisen so gut wie gar nicht, ausser in gewissen Diskussionsforen. Die Abkühlung der Flaschenluft passiert in der 1. Stufe. Wenn sie dort nicht vereist, dann trifft sie in der 2. Stufe auf dünne Metallteile mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit. Die übertragen die Wassertemperatur (immer mind. + 4°C) auf das Innenleben der 2. Stufe und verhindern so Vereisen.
Mir hat erst einmal eine 2. Stufe blockiert, als ich zu lang an der Oberfläche bei Minustemperaturen rumgefummelt hatte und der nasse Regler einfror.
Deshalb ist m. E, nach das Freeflow-Teil nutzlos. Kann eher die Quelle neuen Unheils sein. Und wenn die 2. Stufe doch mal vereist, dann ist sie nicht zugeist !! sondern sperrangelweit offen! Da bläst dann alles schön raus und Dein Schlauf bleibt heil.
P.S. Druck kannst Du auch mit dem Oktopus ablassen.
Würde mich auch mal interessieren, wer mit so einem Teil Erfahrung hat.
erstmal @Tariernix also kaelter als +4C geht schon, wo soll denn sonst das Eis her kommen????
Ok, das FCD ist meiner Meinung nach Schwachsinn, eher sogar ein Sicherheitsrisiko!!! Sollte dein(e) Tauchpartner(in) ein Problem haben und erwischt einen Regler mit geschlossenem FCD, na dann viel Spass. Argument der FCD befuerworter ist dann immer "wenns zu ist dann machstes halt auf" aber unter Stress?.
Selbst nicht wirklich getaucht, nur bei anderen gesehen und mal getestet. Ich sehe keinen Sinn darin, das einzige was evtl. ganz net ist, du kannst zweite Stufen unterwasser tauschen ohne das Ventil zudrehen zu muessen
Bei Abblasen einfach Ventil zudrehen, und auf Backup wechseln, oder anders rum... An die Ventile sollte man auch selbst ran kommen!!!!
Carsten
Antwort von pressluftjünger am 05.02.2005 - 23:54 Das mit der Vereisung hat mich auch stutzig gemacht, d acih mal gelernt habe, dass die erste Stufe die ist, die zur Vereisung neigt, eben aus den von Dir genannten Gründen. Jedoch bin ich ja offen für alles.
Mich interessiert eben wie Dich, wer so ein Teil hat und was es bringen soll.
Antwort von crocodile am 06.02.2005 - 16:37 Hallo zusammen
Bin technisch kein Genie, aber meiner Meinung nach sieht`s ungefähr so aus:
Einfrieren kann sowohl die erste als auch die zweite Stufe, da in beiden eine Druckminderung und dadurch ein rasches Abkühlen der Luft (Joule-Thompson Effekt?) eintritt. Natürlich kann der Druckunterschied in der ersten Stufe viel höher (über 200bar runter auf ca. 10bar MD bei voller Flasche) sein als in der zweiten.
Für den Nutzen des Apeks Free Flow Control Device spielt es aber keine Rolle, welche Stufe nun einfriert. Der Effekt ist im Fall der Fälle immer der selbe: Luft wird über die 2. Stufe "abgeblasen", da sie dem Druck nicht standhält und nicht mehr schliesst (fail safe). Mit dem FFCD wird ein Ventil im MD-Schlauch vor der 2. Stufe geschlossen, das das Abblasen verhindert. Damit der MD-Schlauch nun unter dem viel zu hohen Druck nicht bersten kann, entweicht überschüssiger Druck via dem Überdruckventil an der 1. Stufe, bis wieder der "Normalzustand" (max. ca. 14bar MD) eingetreten ist. Was normalerweise ziemlich schnell der Fall sein sollte, da ja ab dieser Stufe nicht mehr geatmet wird und dadurch der Joule-Thomson Effekt weg ist...
Wie gesagt: Ich bin kein Techniker, aber so in etwa müsste das FFCD funktionieren...
Ach ja: Ich selber hab` so ein Teil und bin zufrieden damit. Einziges "Manko": Bei Wechselatmung als Spender muss man darauf achten, nicht ungewollt das Ventil zuzuschieben! Der Buddy (Empfänger) macht sonst so komisch grosse Augen hinter seiner Maske...
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