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Gewinde Erste Stufe oxidiert
Abgesandt von rolaf-erik Registriertes Mitglied am 05.01.2008 - 20:57:

Hallo und gesundes neues Jahr ,

habe schon immer das Problem das mein Gewinde der Ersten Stufe leicht oxidiert. Es ist ganz leichter Grünspan eher so weiß pulverich , wie soll ich sagen.
Läßt sich dadurch auch nicht schön ins Flaschenventil eindrehen.
Man möchte am liebsten etwas Fett ran schmieren aber ich weiß das man das lieber laßt .
Klar , nach der Revision ist alles sauber aber schon nach paar Tauchgängen der selbe Mist.
Bitte um Tipps und Erfahrungen!!!



Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 05.01.2008 - 22:37
Was lässt deine 1. Stufe oxidieren? Chlor- oder Salzwasser? Auf dem Gewinde wird die schützende Chromschicht fehlen. Also Gewinde immer schön spülen aber Lufteinlass dicht halten. Danach schön trocken halten und mehr kannst du nicht machen. 2. Abhilfe neues Handrad.

Gruß,
D3
Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 05.01.2008 - 23:01
Ich glaube nicht, dass die Chromschicht fehlt. Ich würde die Welle abschrauben und in Essigwasser bzw. ins Ultraschallbad legen. Danach sollte sie wieder aussehen wie neu.
Wenn die Welle aber schon so aussieht, wie ist dann der Zustand des ges. Automaten? Gib ihn zum Händler und lasse eine Revision machen.
Antwort von Izorg Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 00:21
Huch, ich hab das gleiche Problem, das Gewinde lies sich durch eine getrocknete Salzwasserschicht nur mit fiesen Knarz-Tönen in die Flasche drehen, habe es deshalb ein wenig eingefettet.
Dabei habe ich peinlich genau darauf geachtet, daß kein Fett in die auf oder innerhalb des O-Ringes kommt.
Ist diese Vorgehensweise wirklich nicht ratsam? Hab ich was übersehen? Wohlgemerkt, ich tauche mit reiner Pressluft, brauche also nichts sauerstoffreines.
Antwort von rolaf-erik Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 00:21
@D3
bin fast nur im Salzwasser (Ostsee) unterwegs.

@majovo

also habe mich gleich mit Essigessenz und Zahnbürste bewaffnet und die Gewinde meiner Ersten Stufen geputzt. Respekt ! Wie neu !
Guter Tipp , nur weiter zu empfehlen !
Vielen Dank!
Ich kann dich aber beruhigen der Rest meiner Ausrüstung ist schon o.k. und wird gepflegt nur das mit dem Gewinde ist mir halt aufgefallen.
Danke nochmal!
LG RES
Antwort von rolaf-erik Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 00:25
@Izorg

gleich gibts Saures von den Anderen wegen dem Fett am Gewinde!
Guter Tipp: Essigessenz & Zahnbürste !!!
Paß aber auf das nix in die Erste Stufe rein kommt!
LG RES
Antwort von Izorg Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 00:41
würd halt gerne wissen, was da genau die Gefahrenquelle ist, wieso man das vermeiden soll.
Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 01:37
bei reiner Verwendung von Pressluft gibt es nicht viel was dagegen spricht. Die Gefahr ist eben das was vom Luftstrom mitgerissen wird, wenn zuviel Fett genommen wird und dass eventuell Dreck hängen bleibt was wiederum den Verschleiß erhöht.
Gruß,
D3
Antwort von Tubby Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 13:23
Moin rolaf-erik:
vielleicht ist noch erwähnenswert, dass bei solchen Selbstbasteleien nur die Welle und der Überwurf gereinigt werden sollten, NICHT jedoch der Sinterfilter! Der wird also vorher entfernt und nachher mit neuem O-ring in die vollständig getrocknete Welle eingesetzt.

Und: unter Verwendung eines neuen O-Rings (automatenseitig) ist dann die Welle mit dem richtigen Drehmoment anzuziehen.

Damit sich gar nicht erst eine Salzkruste bildet, kann man auch den Regler nach dem Tauchgang mit Süßwasser abspülen, muss dabei aber unbedingt den Sinterfilter schützen, also z.B. mit dem Daumen auf die Öffnung drücken.

Sorry für den Klugsch...modus, aber so ganz unkommentiert wollte ich das dann doch nicht lassen...


TT
Antwort von LogDive Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 17:54
Hallölle,

@Izorg: gefahrenquellen im bezug auf Fetten/ölen der anschlussgewinde von druck gasflaschen gibt es mehrere die ersten beiden haben dir schon rolaf-erik & D3 erklärt das eigentliche hauptproblem ist aber das ab 200-230 bar die luft bzw der sauerstoff in der pressluft mit dem Fett/öl eine chemiche verbindung eingeht und zur explosion führen !könnte! aufgrund dieser chemnischen reaktion von Druck -> Sauerstoff......

ABER !!! diese reaktion wurde bis jetzt nur bei reinem sauerstoff (100%) festgestellt wie zum beispiel die Sauerstoff Flasche beim Schweissen (Sauerstoff/Acetylen) ich habe aber gehört das es beim tauchen schon probleme gegen hat weill bei 20-30m die eisigen Temp. dazu kommen !!!auch fette und öle können ge- oder einfrieren (leider wissen das viele nicht)!!! habe aber bis jetzt nur von zwei fällen gehört aber "es wird trotzdem davon abgeraten sowas zu machen" sagen die einen die anderen sagen "wenn du nicht zuviel nimmst passt das schon" ich würde da aber jedem von abraten......

so genug schlaugeschnackt

Bis den der GUV_Taucher
Antwort von rolaf-erik Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 23:49
@Tubby

hey ist schon o.k.!
Lieber ein Tipp zuviel als einer zu wenig. War mir soweit schon klar mit dem Sinter und so. Neu war mir allerdings das die Welle mit nem Drehmoment angezogen werden muß . Wieso wäre mal interessant!? kann mir keinen Reim drauf machen.
LG RES
Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 06.01.2008 - 23:57
@rolaf-erik
Na weil nach fest lose kommt.
Antwort von rolaf-erik Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 01:08
@majovo

haste dir das ausgedacht oder soll die Lösung so einfach sein???
dann müsste alles an der Ersten Stufe mit Drehmoment angezogen werden selbst die Verschlußschrauben für die Anschlüsse!?
Also majovo ich glaub dir ja Einiges aber das nicht!!!
LG RES
Antwort von Tubby Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 05:11
Moin rolaf-erik,

stimmt, im Prinzip müssten selbst die Verschlussschrauben mit definiertem Drehmoment angezogen werden. Bei Revisionen mache ich das sogar

In der Praxis am See eher weniger...


Zu lose: kann sich lösen, Dichtfunktion nicht mehr gewährleistet. Im besten Fall leidet nur das Feingewinde oder der O-Ring reißt.

Zu fest: erhöhte Materialermüdung.


Wir sprechen übrigens von Größenordnungen von 30Nm bei der Welle bzw. 8Nm bei den Blindschrauben.
(Werte sind exemplarisch und differieren, je nach Hersteller)

Beides sind Werte, die zumindest ich nicht reproduzierbar "im Gefühl" habe.

Gruß,
TT
Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 10:20
Ist ein altes Sprichwort. Ansonsten ist der Ausführung von Tubby nichts hinzuzufügen.
Antwort von Fritte Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 17:27
Warum man Gewinde nicht ölen oder fetten sollte, weiß jeder Maschinenbauer und auch jeder Schlosser sollte es wissen. Schraubverbindungen werden mit einem definierten drehmoment angezogen. Wenn nichts besonderes dabeisteht, dann bezieht sich dieses Drehmonent auf ein nichtgefettetes Gewinde. Fettet man nun dieses Gewinde, ist die Reibung im Gewinde wesentlich geringer, und es werden bei gleichem Drehmoment wesentlich höhere Axiallasten auf die Verschraubung ausgeübt, was zu einer Überlastung der Verschraubung und damit zum Bruch führen kann. Der zweite Effekt ist, daß die verringerte Reibung und die verringerten Losbrechkräfte der Verschraubung dazu führen können, daß sich die Verschraubung unter Last lockert und dann öffnet. Insbesondere letzterer Effekt dürfte bei der Anschlußwelle der 1. Stufe auftreten.
Antwort von rolaf-erik Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 22:13
@all

Hey Jungs jetzt mal Katze aus dem Sack ( nur so`n Sprichwort )
hat von euch schon einmal Jemanden mit einem Drehmomentschlüssel am See rumbasteln sehen? Dann müssen ja die HD und MD Schläuche ja auch auf Drehmoment angezogen werdenhäää!?
Sorry , ich weiß auch das man beim Tauchen Dinge beachten muß sonst beißt man schneller ins Gras als einem lieb ist aber mit Drehmomenten an der ersten Stufe rumbasteln!?
Lasse mich aber gern eines Besseren belehren!
Und woher bekomme ich denn die jeweiligen Nm Daten ?
LG RES
Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 22:59
Bei Scubapro sind auf den Datenblättern die Drehmomente angegeben.
Es verlangt doch keiner von Dir, dass Du am See die Schläuche mit einem genauen Drehmoment anziehst.
Schläuche werden in der Regel so mit 5 - 8 Nm festgezogen, was mit einem Schraubenschlüssel so in etwa Handfest bedeutet. Hier geht es nur darum, dass sich der Schlauch nicht lockert. Dichten tut hier eh nur der O-Ring und es wird nicht dichter, wenn der Schlauch angeknallt wird.
Die Welle wirst Du aber am See nicht wechseln. Bei meinen Automaten wird diese mit 30 Nm angezogen und das kann ich nicht aus der Hand machen.
Es ist außerdem üblich, bei der Automatenrevision mit einem Drehmomentschlüssel zu arbeiten.
Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 07.01.2008 - 23:39
@fritte
dir ist aber schon klar dass das Fett von den wir reden auf das Gewinde kommt das in das Flaschenventil eingeschraubt wird. Sollte also jemand per Hand das Handrad so fest anziehen dass das Gewinde überlastet wird, werde ich vom Glauben abfallen, egal ob mit oder ohne Fett.

Gruß,
D3
Antwort von birgit-Köln n.e. am 08.01.2008 - 08:13
Kann es sein, das die Schutzkappe die du auf die erste Stufe schraubst aus Alu ist?
So war es bei mir.
Als ich diese entsorgt habe und eine aus Plastik genommen habe, war das mit dem oxidieren vorbei.
Antwort von Fritte Registriertes Mitglied am 08.01.2008 - 09:48
@D3
Hab ich schon verstanden, daher schrieb ich ja auch:
"Der zweite Effekt ist, daß die verringerte Reibung und die verringerten Losbrechkräfte der Verschraubung dazu führen können, daß sich die Verschraubung unter Last lockert und dann öffnet. Insbesondere letzterer Effekt dürfte bei der Anschlußwelle der 1. Stufe auftreten." Ist vielleicht ein bißchen Mißverständlich formuliert. Es ging mir insbesondere um die Verbindung Welle/Ventil.
Daß man von Hand die Welle abreißt, wenn man den Regler anschraubt, war nicht gemeint.
Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 08.01.2008 - 10:35
@Fritte
ja, könnte schon eher sein. Hast du aber schon einmal probiert einen Automaten loszuschrauben der mit 10 bar Restdruck montiert ist? Da ist es egal ob mit Fett oder ohne und entsprechende Vibrationen oder Lastwechsel die das lösen unterstützen könnten finden beim Tauchen hoffentlich nicht statt.

Gruß,
D3
Antwort von Fritte Registriertes Mitglied am 08.01.2008 - 19:39
Mikrovibrationen durch den Kolben der 1. Stufe?

Im gefetteten Zustand hab ich es natürlich noch nicht probiert.

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