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Grenada, Bianca C
Abgesandt von diverhans Registriertes Mitglied am 05.02.2013 - 03:38:

Moinsen

vor einer guten Woche habe ich versucht, die "Bianca C" vor Grenada (spontan) zu betauchen. Ich hatte nur einen Tag vor Ort Zeit, die Wetterbedingungen waren gut. Ich habe mich an die (...) Tauchbasis gewendet und mein Anliegen vorgetragen, meine Kärtchen und den aktuellen medizinischen Nachweis auf den Tisch gelegt und meine Referenzen benannt. Für 220 US Dollar habe ich eine Privat-Tour vorgeschlagen bekommen inkl. nachstehender Ausrüstung.

Meine Tauchausrüstung bestand aus logistischen Gründen aus lediglich meiner Tauchermaske und meinem TC. Die Bedingungen seitens der (...) Tauchbasis waren nun:

* nur mit Guide
* keine Deco-Tauchgänge
* keine Penetration
* auf 30m bleiben, kurz 40m möglich

Die Leihausrüstung hätte bestanden aus:

* dünnem Nassanzug oder Shorty
* maximal eine 15lt. Mono Kanne (die Frage nach einem Doppelgerät wurde mit großen Augen seitens der Basis verneint; auch eine Stage als separate alternative Luftversorgung wurde mit großen Augen verneint - ich könne doch beim Guide bei Luftknappheit mit ran)

weiterhin und folglich:
* Oktopussystem
* ADV Jacket

Als Zugeständnis konnte ich aushandeln, dass ich(!) führe und nicht der Guide. Es gab keine Zeichnung oder Fotos in Form von einem Lageplan an der Basis. Ich habe dann die verfügbaren Fotos / Lagepläne im www vor Ort gegoogelt und so mein Vorhaben dargelegt (Betauchen Vorschiff bis mittschiffs).

Nun gut, ich habe nach reiflicher Überlegung abgelehnt, habe unaufgefordert 10 Dollar rübergereicht für die in Anspruch genommene Zeit und als Zeichen dass es mir nicht um den Preis geht und bin gegangen.

Was habt ihr denn so für Erfahrungen mit den örtlichen Basen gemacht?





Antwort von Prätor Registriertes Mitglied am 05.02.2013 - 11:09
Hallo diverhans,

mit welcher Basis hast du denn verhandelt? Ich war vor einer Weile drei Wochen auf Grenada zum Tauchen, und wir haben zu zweit fast 50 Tauchgänge gemacht. Nach unseren Erfahrungen ist es so: Grenada bedeutet überwiegend Kreuzfahrer und anglo-amerikanische Kurztriptouristen - mal eben einen Tagesabstecher von der Freedom Of The Seas oder AIDA bzw. drei, vier Tage in Grand Anse im Strandhotel. Das sind auch die, die dann tauchen gehen. Nur Urlaubstaucher, die manchmal nicht mal alleine aus dem Wasser kommen und an Bord gezogen werden. Für die ist es toll, mal den Kopf unter Wasser zu stecken. Und so sind dann auch die Tauchbasen drauf.
Es gibt knackige Two-Tank-Dives und schnell zurück und Feierabend um 14.00 Uhr. Die Gruppen sind gut "gemischt", was auch die mögliche Tauchzeit limitiert. Die haben gar keine Lust, sich Mühe zu geben und wahrscheinlich auch nicht nötig. Für die o.g. Zielgruppe ist das völlig ausreichend.
Es ist für mich total nachvollziehbar, wie es bei Dir gelaufen ist.
Auf einem anderen Blatt steht die Frage, wie ich reagiert hätte, wenn ein wildfremder aufschlägt und für einen krassen Tauchgang solche Wünsche äußert. Das Schiff ist schon ein bisschen von der Strömung zermürbt, die ist manchmal nennenswert, dafür ist es die Sicht aber nicht. Ich war übrigens ca. 4-5x dort in meiner Zeit.
Grüße
Antwort von diverhans Registriertes Mitglied am 05.02.2013 - 16:16
Moin Prätor,

zur Basis werde ich mich nicht äußern, da das hier gegen Regeln verstößt, auch wenn ich es mehr als gerne machen würde.

Uli? Hans? Shuttle? Darf ich?

zum "Wildfremden" habe ich mich bereits geäußert: ich habe die Kärtchen und das medizinische Attest vorgelegt. Und ich habe mich hinsichtlich meiner hinreichenden Wracktaucherfahrung erklärt und anhand des www belegt. Mehr geht nicht und mehr ist Quatsch!

Ich habe verstanden, dass die Basis (eine andere habe ich dann nicht mehr aufgesucht) es offensichtlich nicht nötig gehabt hat. Teuer genug wär`s gewesen und zudem schnell verdientes Geld.

Nur; welchen Zickenzauber muss ich "in der Ecke" erdulden und wie lange dauert dieser, bis ich autark an das Wrack "darf" - das würde mich interessieren.
Desweiteren ist mir grundsätzlich unklar, wie die "Amis" die ja schließlich das Tauchen (wie die Finnen ein gewisses Bonbon) erfunden haben, dazu kommen, dass an einem solchen Spot "keine Deco-Tauchgänge" zu tätigen sind.


Welche Vorstellung haben die Truppen da in der Ecke überhaupt von physikalischen Gesetzmäßigkeiten hinsichtlich des Tauchens?

Hintergrund:
ich mag nicht 5 Tage Scheckdeifs mit `ner Schnorchelausrüstung machen müssen um am Abflugtag mal ernsthaft mit `ner Schnorchelausrüstung autark tauchen zu "dürfen".

Zudem ist für mich ein (fremder) Tauchpartner Ballast / eine Gefahrenquelle und ich behaupte, der Typ (Basenbesitzen und Guide) wird auf 39,9m nach 8min. nervös weil sein TC klingelt und beginnt zu nerven - so zumindest hatte ich den (ersten) Eindruck.

Also: gibt es konkrete Alternativen dort vor Ort? Ich werde nicht gleich morgen wieder hinfliegen (ich war dort, man wollte mich nicht und die Welt ist groß), dennoch würde ich mir den Pott mal gerne für 4 Tauchgänge gönnen...
Antwort von Triggerfish Registriertes Mitglied am 07.02.2013 - 11:47
Hallo diverhans,

leider hatten wir 2009 ähnliche Erfahrung mit einer örtliche TB auf Grenada.
Unfähige Guides, ständig hat einer an unserem Equipment rumgefingert (ich baue selbst auf und ab, ebenso drehe ich meine Flasche selbst auf), extrem schlechte TG-Planung, etc.
Haben damals die TB hier auf T-Net bewertet.
Die haben wiederum, als Retourkutsche, ihre Freunde mobilisiert und haben Gegegnberichte einstellen lassen, welche uns als Dauernörgler hinstellten. Die Tauchgänge an sich waren, außer Wrack HYMA, schlechter Durchschnitt.
Angeblich gibt es an der Grand Anse eine gute TB.
Bei "Adrian" hieß es damals....ist alledings nur HörenSagen.....und war 2009.
Was ich generell zu Grenada sagen will: Das ist eine sensationell schöne Insel. Wir waren 3 Wochen dort (inkl. Leihauto). Wir sind kreuz und quer über die Insel gebrettert und wir fanden es superklasse. Das werden wir auf jeden Fall wiederholen....allerdings lassen wir dann definitiv das Tauchgerödel zu Hause. Die Insel hat soviel zu bieten (Menschen, Natur, Strände, Restaurants, etc.)da empfinde ich die Taucherei wirklich als Zeitverschwendung. Zum Tauchen gibt es unendlich bessere Spots. Aber, wie so vieles, ist das Geschmacksache. Gruß, Trigger
Antwort von diveforever Registriertes Mitglied am 09.02.2013 - 21:09
Hallo diverhans,
Hast du es schon mit tec tauchcentern probiert ?
Normal unterstuetzen die alles & es scheint ja lt web auch in grenada welche zu geben.
Dein geschildertes pro blem existiert ja in vielen gegenden auf der welt, mi tec basen ist alles moglich mit reinen sporttauchbasen , vergiss es. Desshalb geh ich nur mehr gleich zur tec tauchbasis. Hoffe es klappt beim nächsten mal.
Antwort von tiefunten Registriertes Mitglied am 11.02.2013 - 22:52
Nachdem man schon in Europa Probleme auf Sporttaucher-Basen bekommt, wenn man auch nur leicht fortgeschrittenes Tauchen (will in dem Fall heißen ein paar Minuten Deko und mehr als 30m Tauchtiefe) betreiben will, wundert mich das bei einer Basis, die sicher stark von amerikanischen Touristen frequentiert wird überhaupt nicht. Ich würde auch eine (sofern vorhanden) Basis empfehlen, die sich eher auf technische Taucher spezialisiert hat. Konkrete Tips habe ich aber leider keine...
Antwort von larry_berlin Registriertes Mitglied am 20.03.2013 - 17:10
Hallo,

etwas spät, habs erst jetzt gelesen.

Erstens die von den Vorpostern gemachten Bemerkungen zum Thema amerikanisches Touristentauchen auf Grenada kann ich nachvollziehen.

Ich war selbst 2 mal dort und hab auch die Bianca C betaucht (ohne Penetration). So jetzt kommt aber auch ein konkreter Tip, versuchs mal bei:

Hier klicken

Das ist eine Basis deren Eigentümer und Betreiber Deutsche sind. Die wissen was techn. Tauchen, Doppelgeräte, Stages sind bilden das teilweise auch aus und haben auch Kreislaufgeräte.
Ob und in wie weit Sie dich allein ans oder sogar ins Wrack reinlassen weiss ich nicht, kann man aber im direkten Gesprcäh gut rauskriegen (sogar in deutscher Sorache ).

Mehr Spass beim nächsten mal dort.
Antwort von diverhans Registriertes Mitglied am 20.03.2013 - 19:46
Danke larry, das nenne ich mal einen konkreten Tipp.


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