Hallo Andi-Antis,
musstest Du mir denn unbedingt die Show vermasseln ???
Ich habe bereits an einer ganz anderen Münch-Hausen-Story gearbeitet...
In den frühen Morgenstunden des 1. September 2009 war es soweit: "Leopard 2" Panzer der Bundeswehr rollten bei Kleeve über die deutsch-niederländische Grenze. Der Tag war gekommen an dem die Demokratie ihren letzen Sieg erringen würde.
Wenige Stunden zuvor hatte der Bundesrat, im Rahmen der seit inzwischen fast 8 Jahren andauernden Operation "Enduring Freedom", den Einsatz gegen das Königreich Niederlande genehmigt.
Diesem Beschluss ging widerrum das wochenlange Bemühen der UNO voraus, Königin Beatrix von Oranien-Nassau zum Einlenken zu bewegen die Niederlande in die parlamentarische Demokratie zurückzuführen und den berühmten "Königsbeschluss" vom 9. November 2008 aufzuheben. 87,94% aller Bürger kehrten an diesem denkwürdigen Tag der Demokratie den Rücken und ordneten sich in diesem Volksentscheid wieder einem Alleinherrscher unter.
In den westlichen Demokratien machte sich damals Verwirrung darüber breit, wie ein als gebildet und aufgeklärt geltendes Volk sich freiwillig zu einem solchen Schritt entschließen konnte.
Schockiert wurden die Niederlande sofort aus der EU und der Nato geworfen, das Auswärtige Amt gab hektisch eine Reisewarnung für die Niederlande heraus und die Uno verurteilte diesen offenensichtlichen Rückschritt scharf. Sofort schlossen Belgien und die Bundesrepublik die Grenzen zu ihrem Nachbarland. Wie gebannt starrte die Welt auf das kleine Land und erwarte Schreckliches. Diese Anspannung blieb bestehen, auch wenn sich in den ersten Monaten zeigte, dass sich die Befürchtungen der demokratischen Regierungen nicht erfüllten und die angekündigte Herscherwillkür und Einschränkung von Pressefreiheit ausblieben.
Schlimmer noch: Langsam begannen die Niederlande aufzublühen.
"Der Spiegel" titelte im Dezember 2008: "Glücklich unter dem Despoten - Vorbild Niederlande?"
Die westlichen Staaten wurden zunehmend unruhiger, man war sich einig, dass eine rückständige Monarchie mitten in Europa unter keinen Umständen geduldet werden dürfe.
In seiner Neujahransprache 2009 betonte Bundeskanzler Roland Koch die Nachteile der Monarchie. Er wies darauf hin, man dürfe sich nicht von der antidemokratischen Propaganda der niederländischen Presse verwirren lassen, die Lebensumstände im Nachbarstaat sein bei weitem nicht so rosig wie berichtet. Bundesbürger riet er dringend davon ab mit Ausreisegedanken zu spielen.
Eine Woche danach, am 7. Januar 2009 wurde an den Bundesgrenzschutz die Anweisung gegeben mögliche Demokratieflüchtlinge gegebenenfalls mit Gewalt vom Betreten der Niederlande abzuhalten und diese in Schutzhaft zu nehmen.
Später wurde erklärt dies wäre notwendig gewesen, da der deutsche Staat verpflichtet sei seine Bewohner vor antidemokratischen Umtrieben zu bewahren - wie suizidgefährdete Menschen hätten auch diese Bürger für sich selbst geschützt werden müssen.
Es wurde im Nachinein bemängelt, dass der Bundestag über dieses Vorgehen nicht sofort informiert wurde, jedoch wurde diese Maßnahme im Anbetracht der außergewöhnlichen Situation später von allen Parteien als eingig logische Notlösung akzeptiert.
Roland Koch bedauerte in einer entsprechenden Erklärung die Notwendigkeit dieser Demokratie erhaltenden Zwangsmaßnahme.
Offiziell wurde der neue niederländische Staat inzwischen zwar verurteilt aber zähneknirschend geduldet, doch inoffiziell bemühten sich die europäischen Geheimdienste darum mögliche Widerstandsgruppen in den Niederlanden auszumachen. Immerhin hatten 12% der Bürger gegen die neue Königin gestimmt. Die Suche gestaltete sich schwieriger als erwartet, doch gelang es dem BND im Frühjahr 2009 Kontakt zu einer ehemaligen Neonazigruppe in Enschede nahe der deutschen Grenze aufzunehmen und diese als Märtyrer für die Demokratie zu aktivieren.
Man beschaffte den etwas orientierungslos wirkenden Rechtsradikalen Waffen und Sprengstoff in großer Menge und versuchte aus ihr eine Widerstandszelle zu bilden. Der Geheimdienst plante für sie möglichst Aufsehen erregende Anschläge, und oft musste letztendlich nur noch einer der "Märtyrer" den Auslöser drücken.
Nachdem die Niederlande einige Wochen von Anschlägen erschüttert wurden, schaltete sich die Uno ein und bemühte sich Königin Beatrix wieder zur Demokratie zu bewegen.
Im Sommer 2009 erklärte der spanische Außenminister vor der UN-Vollversammlung das es notwendig sein könnte, die Niederlande gewaltsam von ihrer Unterdrückerin zu befreien.
Am 18. August 2009 trafen sich die westlichen Regierungsoberhäupter zu einer geheimen Sitzung in Brüssel.
Zu ihrem Ende wurde beschlossen Beatrix ein Rücktrittsultimatum bis zum 1. September 2009, 0:00 Uhr zu gewähren. Andernfalls würde die Nato gewaltsam die Niederlande befreien.
Bundeskanzler Koch wusste, dass es nun kein Weg mehr zurück geben konnte. Er lies das Parlament zu einer Sondersitzung zusammentreten und schuf die rechtliche Grundlage für den Angriff auf die Niederlande. Im Anbetracht der grundsätzlichen Missachtung der demokratischen Prinzipien in den Niederlanden gab es wenige Zweifler an der Rechtmäßigkeit eines Angriffs.
Berühmt wurde Bundeskanzler Kochs Worte: "Endlich können wir aus dem Schatten unserer befleckten Geschichte emportreten und vor dem Angesicht der Welt ungeschminkt unsere nationalen Qualitäten zeigen. Die Zeit der Deutschen als Tätervolk ist vorbei, heute können wir wahrhaft als Retter einer ganzen Nation in die Geschichte eingehen!"
Dienstag, der 1. September 2009, 0400A
Division Spezielle Operationen, ehemalige LL-Brig 23, Saarlouis
Während 200km entfernt das PzBtl203 über die Grenze rollte, trat Oberst-Leutnant Zinger vor das 263. Fallschirmjägerbattalion um zu den Soldaten zu sprechen, die den Niederlanden die Demokratie wiederbringen sollten.
"Männer! Heute ist der Tag an dem sie zeigen können, wofür wir so lange trainiert haben. Die 263te bildet die Speerspitze des Angriffs auf unseren Feind. Viele ahnten schon welche Nation wir meinten, als wir die Invasion "Rotlands" trainierten. Wenn wir erfolgreich sind, befreien wir noch heute die Niederlande!
Das endgültige Ziel werden sie erst in der Luft erhalten, doch schon jetzt ermahne ich sie nicht im Zuge der Operation mit Zivilpersonen in Kontakt zutreten. Ich warne Neugierige!
Die Bürger der Niederlande sind durch die antidemokratische Propaganda des Unrechtsystems verwirrt und könnten unsere Befreiung sogar offen ablehnen! Ignorieren sie alle Kontaktversuche und ziehen sie den Auftrag durch.
Viel Erfolg und Glück ab!"
Die Nato hatte die Befreiung perfekt geplant. Parallel zu den Angriffen der Deutschen Truppen wurden grenznahe Städte besetzt.
Terneuzen, Bergen op Zoom, Roosendaal und Eindhoven fanden sich schon vor Mittag des 1. September fest in belgischer Hand. Limburg fiel noch früher, fast ohne Widerstand gegenüber den vereinten Natokräften. Um 14:00 MEZ landeten Britische Marineinfanteristen in Noord-Holland und besetzten Den Helder.
Die auf breiter Front vorgerrückten Truppen stießen jedoch nicht weiter vor, sondern befestigten ihre Stellungen und verwickelten die Niederländische Streitkräfte in viele kleine Scharmützel.
Ungesehen im Chaos des Kriegsbeginns, erst viel zu spät von den Verteidigern entdeckt, donnerte währendessen das PzBtl203 in Richtung Den Haag.
Weit ab von den Frontlinien, in Köln Wahn, startete um 15:30 Uhr ein massiv eskortierter Airbus A300M mit den Elite-Springern des Fallschirmjägerbattalion 263.
Am frühen Nachmittag realisierte die Bevölkerung Europas den plötzlich über sie hereingebrochenen Krieg. Kleine Demonstrationen wurden hektisch organisiert, jedoch von den Medien weitgehend ignoriert.
Verbreitung erlangte lediglich ein kurzer Dialog zwischen einem Journalisten und einer Demonstrantin. Während im Hintergrund ein massives Polizeiaufgebot mit Hilfe von Wasserwerfern die cirka fünfzig Protestierenden zurückdrängte, befragte der Reporter die mit einem "Peace"-Zeichen bemalte Frau.
"Warum demonstrieren sie hier?"
"Weil ich gegen diesen unrechtmäßigen Krieg bin!"
"Aber die Regierung zeigte bei ihrem Vorgehen ungewohnte Einigkeit. Haben sie bei der letzten Bundestagswahl für eine der kriegsbefürwortenden Parteien gestimmt?"
Während im Hintergrund einige Berliner Polizisten mit Schlagstöcken auf zwei am Boden liegende Demonstranten einschlugen, musterte die Demonstrantin verwirrt den Reporter.
"Ja, schon... Aber wer hätte ahnen können das sowas passiert? ..."
Um 16:30 donnerten im bisher nicht umkämpften Den Haag die ersten Explosionen. Die Kampfjets der Britischen Luftwaffe zerlegten zwar lediglich zwei Helikopter auf dem Gelände des Palast Noordeinde, doch schlagartig wurde den niederländischen Militärs klar, was die Angreifer planten.
Viel zu spät - wenige Minuten später brach in der Stadt die Hölle los. Kampfflugzeuge schossen vom Himmel hinab und eliminierten den minimalen Widerstand.
Während das 203. Panzerbattalion ungehindert in die Stadt rollte, konnte man am Himmel viele dunkle Punkte erkennen die, schnell größer werdend, auf die Stadt fielen.
Um cirka 17:00 Uhr begannen vierzig Leopard 2 A6 Panzer und die Fallschirmjäger der 263en den Palast Noordeinde zu umstellen.
Der Plan des Blitzkriegs war aufgegangen. Eine Flucht von Königin Beatrix war schon jetzt fast unmöglich.
In der Kanzel des Kommandeurpanzers scherzte man bereits:
"Wie breit ist Holland?"
Verständnislose Blicke der anderen Soldaten.
"Drei Panzerstunden!"
Schallendes Gelächter folgte in der kleinen Kabine. Plötzlich stockte der Soldat und begann aufmerksam in seine Kopfhörer zu lauschen. Ungläubiges Staunen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab...
Kurz darauf rollte der Kommandeurspanzer vor das Haupttor des Palastgeländes.
Cirka einhundert Leute standen dort Arm in Arm eingehackt und weigerten sich beharrlich den Weg zum Regierungspalast freizugeben.
Der Kommandant schüttelte den Kopf und drückte einige Knöpfe an seinem Funkgerät.
"Gefechtsstand, wir haben ein Problem."
"Wir hören"
"Eine Ansammlung von Zivilisten blockiert den Eingang zum Palast"
"Wie bitte?" Kurz stockte es in der Leitung "Unbewaffnet?"
"Jawohl, unbewaffnet. Auch Frauen und Kinder."
...Stille...
"Aber sie hindern sie am ausführen des Auftrags?"
"Positiv"
"Dann ist die Situation klar: Partisanen!"
"Unrechtmäßige Kombattanten?"
"Sie wissen was sie zu tun haben!"
Der Kommandant schluckte und schaltete das Funkgerät ab.
"Blenden-MG auf Gegner auf 12 Uhr ausrichten. Feuer auf erkanntes Ziel. Feuer frei"
Verstört blickte der Richtschütze zu dem Kommandanten.
"Heute morgen Scheisse gefressen? Ausführung! Worauf warten sie?"
Die Bordwaffe donnerte los und schickte Kugel um Kugel in die panisch aufkreischende Menge.
Die meisten Leute haben keine Vorstellung davon, was ein schweres MG in einer Menschenmenge anrichtet...
Im Gegensatz zu dem Kommandanten: Er wusste, es war noch nicht einmal notwenig den anderen Panzern oder gar den Fallschirmjägern einen Feuerbefehl zu geben...
Sekunden später legte sich eine gespenstische Stille über den Vorplatz des Palasts. An der Stelle an der noch vor wenigen Augenblicken eine Menschenmenge still protestierte, fand sich nur noch ein formloser Haufen Fleisch.
Schweißperlen standen dem Kommandanten auf der Stirn.
Er stammelte: "Wir müssen unseren Auftrag durchführen... Was hätten wir sonst tun sollen? Das hier ist nicht der Platz des himmlischen Friedens..."
Kurz darauf wälzte sich der 55 Tonnen schwere Koloss vor den anderen Panzern und den Fallschirmjägern über die blutig-matschigen Reste der Demonstranten auf den Vorhof des Palast Noordeinde.
Kein Schuss wurde aus der Anlage auf Angreifer abgegeben. Der Kommandant öffnete die Kanzel und drehte sich zu den Fallschirmjägern.
"Der Weg ist frei. Jetzt holen sie die Königin da heraus... Rotieren sie!"
Minuten später peitschten Schüsse durch das Innere des Noordeinde Palasts, während die "Leopard 2" Panzer der 203. Panzerdivision das Feuer auf jedes Ziel eröffneten, welches den Hof betrat.
Gleichzeitig näherten sich von Süden, mit hoher Geschwindigkeit, vier NH90 Helikopter des Bundesheeres und erreichten zeitgleich mit den Fallschirmjägern der 263en das Dach des Palasts. Zwischen ihnen, mit Blut bespritzt, Beatrix, die Königin der Niederlande.
Am Abend des 1. September 2009 war alles vorbei.
Bundeskanzler Roland Koch verkündete um 18.00 im Zuge einer Sonderansprache auf der ARD das Ende der Hauptkampfhandlungen in den Niederlanden.
Weiter lobte er ausdrücklich die Blitzkrieg-Strategie, durch die es möglich war ein größeres Blutvergießen zu verhindern. Nur minimaler Kolletaralschaden sei zu beklagen und in den Niederlanden würde schon nach kurzer Besatzungszeit die Demokratie wieder hergestellt werden.
Im Anschluss daran zeige das Fernsehen Bilder des Palast Noordeinde in dem sich Beatrix verschanzt hatte. Der Vorplatz und das Gebäude sahen aus wie frisch geputzt. Kaum einer konnte sich vorstellen, dass hier bis vor kurzem die größte Feindin der Demokratie verbittert versucht hatte ihr Unrechtsregime zu festigen
Nicht nur deswegen überschlug sich die Weltpresse sich mit Beifallsbekundungen über die saubere und humane Befreiung der unterdrückten niederländischen Bevölkerung.
Um 22.00 Uhr veröffentlichte die NATO eine Videoaufnahme von Beatrix der Niederlande, in dem sie sich, erschöpft aber offensichtlich entschlossen, zur Demokratie bekannte und das niederländische Volk aufrief mit den Besatzungstruppen zu kooperieren.
Am Ende siegte die Demokratie.
Quelle Zyn.de
TJA, WAS MACHEN WIR DENN NUN MIT DEINEM "RHEINGOLD" ???
HALBE / HALBE WÜRDE ICH DURCHAUS FÜR ANGEMESSEN HALTEN