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Halbwertszeiten
Abgesandt von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 15:42:

Ok, mal ne Frage aus dem Bereich der Tauchmedizin.

Wir kennen ja alle den Begriff der Halbwertszeit oder auch Halbsättigungszeit im Bereich des Tauchens. Da ist ja die Zeit des Diffusionsvorgangs, in der soviel Gas in die Flüssigkeit übergangen ist, bis diese bis zur Hälfte mit dem Gas gesättigt ist.

Nun sagt ja die Tauchmedizin, dass ein Gewebe nach rund 6 Halbwertszeiten annähernd!!! zu 100 % gesättigt ist. 1 HZ 50% Sättigung, 2 HZ 75%, 3 HZ 87,50% usw...
Die Anwendung dieser Halbwertszeiten soll dazu dienen, die Sättigung eines Gewebes exakt zu bestimmen, jetzt mal ungeachtet der unterschiedlichen Gewebearten...ein Tauchcomputer rechnet glaube ich mit 8 unterschiedlichen Gewebearten..das weiss ich aber nicht genau

Was ich nicht verstehe, ist die zeitliche Bestimmung dieser Halbwertszeit? Beträgt eine Halbwertszeit 10 Sekunden, 20 Sekunden oder mehr oder weniger?

@Euregio
Das ist jetzt nichts mit Druck




Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 15:49
Je nach gewebe.
und das war bestimmt meine letze Antwort.
Immer diese theoretiker.
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 15:49
@Perci
Der Zeitraum einer Sättigung hängt von Gewebe ab.
Gut durchblutete Gewebe werden Schnelle ge- und entsättigt.
Schlecht durchblutete Gewebe werden langsamer ge- und entsättigt.
Deshalb rechnen Tauchcomputer auch mit 8 – 16 verschiedenen Gewebearten.
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 15:53
Moin, moin

Jedes Kompartiment = Gewebe hat eine andere Halbwertszeit. Diese bewegen sich zwischen wenigen Minuten bis etliche Stunden.

Ich empfehle mal folgendes zu lesen:

Hier klicken

Bis denne
Peter
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 16:04
Klasse Seite, Peter. Nur mal kurz überflogen, paar gute Stichworte rausgefischt.

Errechnet sich die Deco2000 auch nach dem Bühlmann-Dekompressionsalgorithmus?

Das würde ja bedeuten, dass manches Gewebe bei einem Tauchgang gar nicht gesättigt wird, sondern man gegebenenfalls schon in einem Habitat auf Meeresgrund leben muss, um eine Sättigung zu erreichen. Hoch interessant...

Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 16:26
Halbertszeit ist ein physikalischer Begriff, nicht spezifisch für Tauchmedizin Hier klicken
Die meisten Tabellen arbeiten mit einem Bühlman Algorithmus, es gibt auch ein paar die rgbm ansetzen, ist aber bei Standard-Tabellen meiner Meinug nach relativ egal..
Wenn du mehr wissen willst, schau mal Hier klicken
und vor allen Dingen auch Hier klicken wenn dein Englisch reicht bei "Baker" Introductory Deco Lessons und Understanding M-values
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 16:26
Moin, moin
@perci

Jau - genauso isses, die besonders langsamen Gewebe werden bei normalen TG kaum gesättigt.
Übrigens: Manche TC zeigen die Sättigung der einzelnen Kompartimente entsprechend bei der Auswertung der TG, z.B. in % Angaben, an.

Bei Dekompressionsprogrammen wie GAP kann man sich die Sättigung der einzelnen Gewebe ebenfalls anschauen.

Bis denne
Peter
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:00
Super. Tolle Links. Vielen Dank.

Noch eine abschließende Frage bzw. Beurteilung.

Steht die Sättigung und Entsättigung im direkten Verhältnis, sprich gibt das Gewebe genauso schnell den Stickstoff wieder ab, wie es ihn aufnimmt? Oder gibt es da Unterschiede?

Um mal nen bisschen Bezug zum Tauchen herzustellen. Mir ist bekannt, dass sich z.B. in Fettgewebe extrem schnell und viel Stickstoff einlagert. Wie beurteilt ihr die Situation, wenn z.B. der Tauchpartner überproportonial bestückt ist? Der Tauchcomputer rechnet ja mit proportionalen Werten. Wird der Stickstoff genauso schnell und in der Masse wieder abgegeben und der TG wird ganz normal durchgeführt oder rechnet ihr unbedingt mit einem Sicherheitsstop, um den hohen Anteil Stickstoff im Fettgewebe zu berücksichtigen? Und bitte niemand persönlich nehmen, ist nur ein Beispiel.

Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:21
Zunächst, das ganze ist ein Modell- und dazu kein sonderlich genaues, versuche nicht es 1:1 auf die Ralität zu übertragen. Ausserdem war der zweite link flasch, hier der richtige: Hier klicken
Die Halbwertszeiten für die Entsättigung entsprechen im Modell denen der Sättigung; genau genommen ändert sich nichts ausser dem Druckgradienten. Der ändert bei Sättigung/Entsättigung das Vorzeichen; allerdings gehen verschiedene Tabellen/Computer verschieden mit dem Problem um. Mitterlweile rechnen die meisten Computer alle Gewebe wieder zurück, eine Tabelle muss sich auf eins konzentrieren..
Das Modell muss dabei in der Lage sein, prinzipiell jeden wieder weil zu dekompimieren, würde man einen Mittelwert wählen, würden ja immerhin 50% der Taucher mit Problemen auftauchen. Die Werte müssen demnach so konservativ gewählt werden, dass eigentlich jeder damit unbeschadet nach oben kommt, wenn er die Reglen des Modells einhält. Daraus ensteht ein Kompromiss zwischen Konservativität und dem Wunsch nicht überlange dekomprimieren zu müssen (bzw. lange Nullzeiten zu haben), der in der Vergangenheit verschieden gelöst wurde. Heute traut sich kein Hersteller mehr an Grenzen zu gehen. Man rechnet hinreichend konservativ.
Über die physiologische Konstitutuion hinaus spielen naürlich auch eine Menge andere Faktoren eine Rollen, die das Modell nicht berücksichtigt; z.B. Atemfrequenz, Puls, usw. Neue Computer versuchen diese Variablen in ihre Rechenmodelle zu integrieren.
Grundsätzlich gilt trotzdem lieber kürzere Nullzeit oder längere Dekompression als eine Unfall..
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:24
Ach Mist, wo ist der Edit Button? Wieder verrannt...natürlich muss es Unterschiede geben, denn ansonsten hätte ich ja keine Stickstoffrestsättigung im Körper. BÄM, Klatsch vor den Kopf....

Aber wie ist das nun mit sehr korpulenten Taucher/innen? Wird der TG vorsichtiger durchgeführt?
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:28
@vucub

Unsere Beiträge kamen fast zeitgleich. Deinen hatte ich jedenfalls noch nicht gelesen. Jetzt bin ich doch wieder total verwirrt, weil du schreibst "Die Halbwertszeiten für die Entsättigung entsprechen im Modell denen der Sättigung; genau genommen ändert sich nichts ausser dem Druckgradienten"

Kannst Du Deinen Beitrag vielleicht etwas umformulieren, ich habe kein Wort verstanden
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:46
Moin, moin
@Perci

Es ist genauso - Entsättigung und Sättigung haben in den Dekompressionsmodellen die gleichen Halbwertszeiten.

Ein moderner TC rechnet jetzt alle paar Sekunden die jeweilige Sättigung bzw. Entsättigung für die einzelnen Kompartimente aus und aktualisiert so seine Angaben zur Nullzeit bzw. Deko ständig neu.

Was vucub versucht zu sagen, ist die Tatsache, dass ein Dekompressionsmodell als Rechengrundlage eines TCs heutzutage sehr konservativ gestaltet ist, um ein möglichst kleines Dekorisiko für alle, die dieses Modell benutzen, zu erreichen. Es bleibt aber immer eine gewisse Restwahrscheinlichkeit, ein Dekoproblem zu bekommen, auch wenn nach den Angaben des TC hinsichtlich Nullzeit und Dekozeiten etc. getaucht wird.

Viele Grüße
Peter


Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:52
Das Thema ist nicht trivial und lässt sich nur bedingt in 10min vermitteln.
Schau dir mal die Links an, da ist wirklich alles erklärt. Bei der Seite von Peter Rachow sogar in deutsch und mit ziemlich wenig Mathematik.
Du hast ja schon gehört das man einige Halbwertszeiten braucht um vollständig zu sättigen, das Gleich gilt auch für die Entsättigung (man nimmt in der Regel 8 Halbwertszeiten an). Im Modell muss man also 8 Mal die längste Halbwertszeit entsättigen bis man vollständig entsättigt ist. Die schnellen Gewebe sind damit tatsächlich kurz nach dem Auftauchen wieder auf 1bar gesättigt, die langsamen und mittleren nicht.
Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 17:57
Danke für die Erklärung Peter (drücke ich mich echt so komplizert aus?).
Was ich sagen wollte ist, das man bei den Annahmen für Variablen im Modell grundsätzlich von einem schlechten Fall ausgeht (also konservativ rechnet). man würde bei einem Modell für Sporttaucher nicht von trainiereten Atlethen ausgehen, sonderen vom vielleicht etwas übergewichigen Raucher, der viel viel atmet. Das "kostet" viele Leute etwas Nullzeit, bzw. mehr Dekozeit, sorgt aber dafür das auch unter schlechten Bedingungen etwas Spielraum vorhanden ist..
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 18:03
Ich glaub, ich habs geschnallt. Mal ganz pragmatisch jetzt 2 TG...

1.TG
Abstieg konstante Einlagerung. Tiefe 20m. Verweildauer 10 Minuten. Es jagen also 10 Minuten lang Stickstoffmoleküle mit 3bar in das Gewebe. Aufstieg konstante Entsättigung. Der Körper kann sich natürlich nicht komplett entsättigen, weil an der Oberfläche nur 1bar herrscht. Für diese Druckdifferenz von 2 bar braucht der Körper mitunter Stunden um zu entsättigen.

2. TG
Abstieg konstante Einlagerung. Tiefe 20m, keine Sekunde Verweildauer, sofortiger Aufstieg konstante Auslagerung. An der Oberfläche ist der Körper fast komplett entsättigt.

Ist das so richtig gedacht, zumindest oberflächlich?
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 18:13
Moin, moin
@Perci

nein, so einfach modellhaft, wie Du Dir das vorstellst, ist das leider nicht.

Schau Dir doch erst mal Sättigungs- und Entsättigungsverhalten in den Texten genauer an, oder nimm z.B. ein Tauchprofil aus einem TC.

Es ist eben genau nicht so, dass bei Beginn des Wiederaufstiegs jetzt sofort alle Gewebe gleich wieder entsättigen. Es gibt eine gewisse zeitliche "Verzögerung" hinsichtlich des Einsetzens der Entsättigung, die dazu führt, dass beim Wiederaufstieg manche langsamere Gewebe noch weiter aufsättigen, während andere schnellere Gewebe dann bereits entsättigen.

Ciao
Peter
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 18:15
Moin, moin

den zweiten link hab ich vergessen:

Hier klicken

Gruß
Peter
Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 18:19
Nein ist nicht richtig.
Beim 2. TG sättigen die langsamen Gewebe auch in der Phase des Aufstiegs auf, weil sie noch lange nicht auf den Umgebungsdruck gesättigt sind. Das gilt auch für den ersten TG, nur nicht so drastisch. Ob Ge- oder Entsättigt wird hängt von der Differenz des Gewebedruck und des Aussendrucks ab!
In beiden Fällen gibt es sicher Gewebe, die auch in der Phase des Aufstiegs noch sättigen.
Damit hat man in beiden Fällen eine Sättigung nachdem man aufgetaucht ist. Erst jetzt beginnt für die langsamen Gewebe die Entsättigung. Die ist wieder vun der Differenz zwischen Gewebe- und Aussendruck abhängig.
Genau genommen würde es jetzt 8 Mal die Halbwertszeit des langsamsten Gewebes dauern bis komplett entsättigt ist (Das hängt ja nicht vom Ausmas der erfolgten Sättigung ab)- allerdings interessiert man sich ja nicht für diese 100%, sondern für ein Level was nah genug am Umgebungsdruck ist- das erreicht man bei einer sehr geringen Ausgangsättigung natürlich schon deutlich früher..
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 18:44
So, ich hab mir jetzt den Link von Peter nochmal durchgelesen. Übrigens, wenn das Deine eigene HP ist, herzlichen Glückwunsch. Die ist wirklich gut gelungen. Kann man sich glatt drin verschmökern. Hut ab.

Im Ergebnis stelle ich fest, dass mein pragmatisches Beispiel wirklich Nonsens ist.

Das sich mittlere und langsame Gewebe auch in der Aufstiegsphase je nach Aufstiegsgeschwindigkeit weiter aufsättigen, war mir neu. Auf jeden Fall wieder was gelernt.

Generell werden zu schnelle Aufstiege vermieden wegen einer Dekokrankheit und jetzt muss ich feststellen, dass zu langsame Aufstiege auch nicht unbedingt gesund sein müssen. Wenn ich es richtig verstanden habe. Aber mit der Fettleibigkeit (man verzeihe mir diesen Ausdruck) lag ich doch nicht so verkehrt.

So, ich brauch ne Pause. Erstmal sacken lassen. Vielen Dank für den heutigen Unterricht an alle, die sich mit mir gefetzt haben. War nett..



Antwort von baby_tom Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 18:48
Hier ist ne schöne Grafik, die die unterschiedlichen Gewebesättigungen zeigen

www.peter-rachow.de/vdedu.htm

baby_tom
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 19:07
Moin, moin
@Perci

nein, nein - ist nicht meine Homepage, damit keine Missverständnisse hier entstehen. Auch wenn Peter R. und ich Vieles gemeinsam haben

Bis denne
Peter
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.12.2007 - 23:48
Perci, was hast du vor? Die REGs auf ihr Wissen abtesten?

Von dir kommt eine Frage nach der anderen, du aber hast null verwertbare Antworten auf Fragen anderer User.

Von mir kommt jedenfalls auf deine Fragen nichts Sachbezogenes, weil ich hinter deinem REG etwas vermute, für das mir meine Zeit zu schade ist.
Antwort von Guenter1 am 20.12.2007 - 23:51
< Jau - genauso isses, die besonders langsamen Gewebe werden bei normalen TG kaum gesättigt.

hm ...
das kann ich ohne weitere Erlaeuterung
so nicht stehen lassen !
Das kann schwer ins Auge gehen.

wenn die Betonung auf "einem" Tg liegt stimmt diese Aussage so lala.

Betrachte ich eien Safari mit 6 Tage zu vier bis fuenf TG/Tag sind gegen Ende dieser Woche die sehr langsamen Gewebe (HWZ z.B. 600min) randvoll.

Im Prinzip geht man dann schon mit Deko auf der Uhr ins Wasser.

Auf der HP von Peter R. gibt`s auch Software, mit der man solch eine Serie ueber mehrere Tage rechnen kann ...
die Ergebnisse sind interessant.

Gruss Guenter
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 21.12.2007 - 06:36
Moin, moin
@Guenter

Wenn ich man eine Tauchsafari mit 4-5 TG am Tag betrachtet, hast Du sicherlich recht, aber dann ist jede Dekompressionstheorie mMn eh nur noch ein Lotteriespiel.

Ich sprach von "normalen TG", vielleicht sollte ich das beim nächsten Mal präzesieren. Safaris sind nicht "normal" in meinem Sinne.

Viele Grüße
Peter
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 21.12.2007 - 08:08
"So, ich brauch ne Pause. Erstmal sacken lassen" -> ja, nach drei Fragen ist der Kopf jetzt voll mit rudimentärem Halbwissen und dem verzweifelten Versuch, den Müll von den guten und richtigen Antwrten zu trennen

"Vielen Dank für den heutigen Unterricht an alle" -> das Ganze entwickelt sich langsam zum online-Unterricht. Er ist jetzt wohl auf Seite 303 im Kromp. Da sind wir mal auf die nächsten Fragen gespannt

"und jetzt muss ich feststellen, dass zu langsame Aufstiege auch nicht unbedingt gesund sein müssen. " -> bringen wir dich jetzt arg durcheinander, wenn man an der Stelle noch das Thema deepstops, reduced gradient bubble modells, optimale Druckgradienten bei optimierten Aufstiegsverfahren einwerfen?

Sorry, aber dein Satz: "jetzt hab ich eine fundierte Ausbildung und ich muss festhalten, das diese Themen Basiswissen darstellen" ... ja, ja, man siehts ... insofern ja ganz amüsant die Freds
Antwort von Perci Registriertes Mitglied am 21.12.2007 - 11:15
@shuttle

Moin erstmal,
das Wort Ausbildung beschreibt doch den Weg zum Ziel. Oder kennst Du einen Lehrling, der am ersten Tag seine Gesellenprüfung abgelegt hat? Von daher verstehe ich auch nicht Deinen wiederholten Hinweis auf die fundierte Ausbildung und tückisches Halbwissen. Stört Dich jetzt das Wort fundiert? Versteh ich nicht. Da der Smilie aber nicht zu übersehen ist, verbuch ich das unter Ironie. Hier auch einer von mir

Nochmal zur Erklärung. Ich befinde mich in der Ausbildung zum Silberstern. Themen wie Joule-Thomson und/oder Halbwertszeiten gehören definitiv nicht zum Must-Have. Das kommt in einer Goldausbildung. Trotzdem interessiert mich die Thematik und zum Reinschnüffeln darf man auch die ein oder andere depperte Frage stellen. Um die tieferen Zusammenhänge kümmere ich mich in wenigen Wochen, wenn ich Silber habe und Gold direkt dran hänge klicker..klicker..klicker

Ich fands jedenfalls nett, dass sich der ein oder andere Schreiberling (als TL oder zumindest Gold) versucht hat, die Thematik näher zu bringen.

Und da wir hier in einem Ausbildungsforum sind, sollten solche Fragen doch erlaubt sein. Zum Antworten ist eh niemand gezwungen. Sollte sich mein Fragenkomplex von dem Niveau dieses Forums absetzen, gar schon als Troll oder Tachlehrerchecker oder was auch immer abgestempelt werden, bin ich natürlich bereit, mich entsprechend anzupassen und demnächst zu fragen, wo die billigste Tümpelausbildung im Urlaub zu finden ist.

Gut Luft

P.S.: Wissende gibt es auch in diesem Forum zu genüge. Das erleichtert

Antwort von keepcool Registriertes Mitglied am 21.12.2007 - 17:18
hallo perci,

hab mir diesen thread durchgelesen, fand diese diskussion sehr interessant.
endlich mal nicht so eine alltägliche frage.

D-32 konnte keinen *intelligenten* spruch loswerden.

schönes wochenende
Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 21.12.2007 - 20:35
@ Guenter1

1 )Betrachte ich eien Safari mit 6 Tage zu vier bis fuenf TG/Tag sind gegen Ende dieser Woche die sehr langsamen Gewebe (HWZ z.B. 600min) randvoll.

2) geht man dann schon mit Deko auf der Uhr ins Wasser.


zu 1 ) du hast damit recht das die langsamen Gewebe sich immer höher Schaukeln

zu 2 ) das ist so überhaupt nicht richtig wenn ein Taucher einen Decotauchgang macht und die Deco abgesessen hat ist er mit den Sättigungswerten so als ob er einen Nullzeit Tauchgang am Rande der Nullzeit gemacht hätte …..
viele machen einen Sicherheitsstop von 3 -5 min aber wenn sie einen DecoTg gemacht haben mit z.B.: 10 min Deco gehen die auch nach 10 min aus dem Wasser und hauen da komischerweise keine 3-5 min mehr drauf …….., achtet mal darauf ….

Man geht nicht nach 2 – 3Stunden wieder ins Wasser und ist quasi in der Deco sondern drückt sich die Mikrobläschen in den Arteriellen teil rüber ( was nicht gesund ist )…, man hat natürlich fast keine Nullzeit mehr aber in der Deco ist man nicht nach der Oberflächenpause ( ohne Symptome )…..

Frohe Festtage

Holger
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 22.12.2007 - 01:09
Holger
"...wenn ein Taucher einen Decotauchgang macht und die Deco abgesessen hat ist er mit den Sättigungswerten so als ob er einen Nullzeit Tauchgang am Rande der Nullzeit gemacht hätte …."

Nein, je langsamer die Gewebe, desto stärker die Kumulation. Sie sättigen vom Abtauchen bis zum Aussteigen aus dem Wasser auf, auch während der Deko oder dem Sicherheitsstopp und entsättigen nur in den Tauchpausen. Deshalb empfiehlt sich auf Tauchsafari immer mal ein tauchfreier Tag.

Grüße
Klaus
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 22.12.2007 - 07:04
Moin, moin
@ Holger

> Man geht nicht nach 2 – 3Stunden wieder ins Wasser und ist quasi in der Deco sondern drückt sich die Mikrobläschen in den Arteriellen teil rüber ( was nicht gesund ist )…, man hat natürlich fast keine Nullzeit mehr aber in der Deco ist man nicht nach der Oberflächenpause ( ohne Symptome )….. <

Kann man auch nicht ganz so stehen lassen

Denn in den arteriellen Kreislauf kann nur etwas gelangen, wenn ein entsprechender Shunt zwischen arteriellem und venösem Kreislauf (PFO oder pulmonal) vorhanden ist. Ansonsten werden die Mikrobläschen in den Alveolen herausgefiltert.

Beste Grüße
Peter
Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 22.12.2007 - 09:47
@ Tauchteufel
Das ist richtig was du sagst, die Lunge wirkt wie ein Filter für die Mikro Blasen, und das auch bei der Oberflächenpause ( man Endsättigt ja weiter ) beim Abtauchen unterliegen die Gase dem Druck und werden kleiner so das sie durch den Filter (die Lunge) auf die Arteriellen Kreislauf gelangen …..… da bin ich mir sehr sicher .


@ kwolf1406
So ähnlich das habe ich auch geschrieben …….., habe nur dran gehangen das man nicht den nächsten TG mit Deco beginnt ( wenn man keine Symptome hat )

Holger


Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 22.12.2007 - 14:25
o.k. dann habe ich dich missverstanden. Ich dachte Du widersprichst dem Problem, dass durch die kumulative Aufsättigung der (langsamen) Gewebe Tauchkomputer und Tabellen nach mehreren WH-TGs in die Irre geführt werden, d.h. sie stimmen einfach nicht mehr. Durch Non-limit-Tauchen hat man immer früher Dekopflicht, ohne es somit zu erkennen, im Extrem sogar ziemlich von Anfang an.

Schöne Grüße
Klaus
Antwort von Guenter1 am 23.12.2007 - 22:09
Hallo Holger,

irgendwo ist da `ne Antwort von mir verschwunden.
Somit mochmals:

>>2) geht man dann schon mit Deko auf der Uhr ins
>> Wasser.

< zu 2 ) das ist so überhaupt nicht richtig wenn
< ein Taucher einen Decotauchgang macht und die
< Deco abgesessen hat ist er mit den
< Sättigungswerten so als ob er einen Nullzeit
> Tauchgang am Rande der Nullzeit gemacht hätte

das ist eine ziemlich gewagte Aussage bzw.
was die langsamen Gewebe angeht schlicht
und einfach falsch.

Die Grenzen eines Nullzeit werden durch schnelle
und mittelschnelle Gewebe bestimmt. Langsame sind
da wg. der kuerze der Zeit/mangelnder Tiefe
einfach nicht der Rede wert - bei _einem_ TG wohlgemerkt, bei der angesprochenen Serie
sieht das ganz anderes aus !

Wenn ich nach einem solchen NZ Tg aus dem Wasser
gehe, ist das letzte/aktuelle Leitgewebe - ein
rel. schnelles - gerade so nicht in einer
Ueberspannung, , d.h. nach "kurzer" Zeit ist das
recht sauber. Die langsamen sind kaum betroffen.

Mach ich einen tiefen/langen mit richtig Deko
oder sehr viele solcher NZ TG, dann sind eher
langsame Gewebe betroffen, d.h. nach dem Ende der
Deko sehen meine langsameren Gewebe _deutlich_
anders aus wie nach einem NZ TG.

Und wenn Du dieses Spielchen lang genug machst,
dann bist Du irgendwann an einem Punkt, wo Du
nach 5min auf 30m bereits eine gesalzene und wg.
geringer Ueberspannungstoleranzen auch tiefe
Deko drauf hast, etwas ueberspitz Du also bereits
mit einer Dekoverpflichtung ins Wasser gehst.

Und bei HWz von vielen 100 Minuten dieser Gewebe
dauert es Tage bis diese Vorbelastung wieder auf null ist.

> Man geht nicht nach 2 – 3Stunden wieder ins Wasser und ist quasi in der Deco

wenn Du z.B. 5min/30m als "quasi" akzeptierst:
doch

Das Ganze ist unabhaengig vom Modell welches
ich zur Betrachtung heranziehe, sei es Buehlmann,
sei es ein Blasenmodell. Das Vokabular variiert,
dito. die angenommenen Wirkmechanismen, aber die
Effekte sind unter diesen Gesichtspunkten
identisch.


< sondern drückt sich die Mikrobläschen in den
< Arteriellen teil rüber

das ist `ne andere Baustelle, die weniger mit der
absoluten Saettigung als mit Druckentlastung/Zeit
zu tun hat -> Microblasen -> Pyle Stopps

Und da steht weniger die Shuntproblematik im
Vordergrund, sonder mehr die Vermutung, dass
diese Microblasen spaeter als "Keime" fuer
manifeste Blasen zur Verfuegung stehen und die
Lunge durch diese Blasen "verstopft" ist und
somit die Entsaettigung schlecht bzw. schlecht kalkulierbar ablaeuft.

Gruss Guenter
Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 24.12.2007 - 14:06
auert es Tage bis diese Vorbelastung wieder auf null ist.

bei Halbwertzeiten kommt man doch nicht mehr auf Null .....

Glaube schon das wir das sehr ähnlich meinen, schöne Feiertage, Holger

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