Hörsturz / Tinitus Abgesandt von Greenhorn am 08.07.2006 - 22:08:
Hallo an alle,
habe seit dieser woche einen hörsturz der behandelt wird. leider sind die chancen nicht immer so gut, wie ich hörte (auf dem gesunden ohr).
wie sieht´s mit dem tauchen aus, im falle keiner besserung. darf man mit hörsturz tauchen? habe keine schmerzen.
danke
grüße
gerhard
Antwort von Nodiver am 08.07.2006 - 22:54 hallo
erstmal mein Mitgefühl. Ziemlicher Mist, sowas. Was genau ist es denn bei Dir? Sturz oder Tinnitus? Hörsturz geht ja mit einer `akuten` Ertaubung, dramatischem Empfindlichkeitsverlust einher. Kann natürlich auch zusätzlich von Geräuschen begleitet sein. Auslöser bekannt? Knalltrauma, Stress?
Ich hab das seit 96/97 dauerhaft, fast ausschließlich links. Tinnitus, also Geräusch. Ungefähr einem bremsenden Zug im Bahnhof nahekommend. Dauerton.
Ich kenne die momentan aktuelle Diagnostik und Therapie nicht. Bei mir gabs eine antiphlogistische Maßnahme und später auch Akupunktur. Letzteres hat ein wenig geholfen, war aber auch schon zu spät.
Ein Kollege hat sehr gute Ergebnisse mit hyperbarer Sauerstoff-Behandlung erfahren. Wenn Du Glück hast, darfst Du auch so eine Druckkammerfahrt machen sogar öfters. Mir wurde das leider verwehrt - zu langer Zeitraum verstrichen. Hilft wohl nur akut.
Beim Hörsturz wird wohl von einer Art Infarkt ausgegangen und teilweise mit Blutverdünnenden Medikamenten in der Akut-Phase therapiert. Das könnte fürs Tauchen evtl. kontraindiziert sein. Aber ansonsten liegen ja bei dieser Art Erkrankung keinerlei erkennbaren organischen Veränderungen vor.
Ich denke, dass das Tauchen kein Problem darstellt. Eher im Gegenteil - Entspannung hilft gegen Stress
Man gewöhnt sich an diese Quältöne, wird aber selber auch erheblich Lärmempfindlicher. Meidet Lautes. Auch Konzerte u. dergleichen
Wenn gar nix mehr geht, gibt es noch sog. Verdecker. Ministörsender im Ohr. Dann ist das Öhrchen beschäftigt und der Tinnitus wird übertönt, bzw. nicht mehr wahrgenommen
Volker
Antwort von michael59 am 09.07.2006 - 08:33 Bin auch dabei-
seit einigen Jahrenb habe ich den Testton der früher beim Fersehen nach Programmschluss zu hören war im Kopf.
Ist nicht immer Lustig.
Nach ausgedehnten Tauchgängen möglichst lang und tief ist er aber zeitweise weg
Michael
Antwort von Mönchsrobbe am 09.07.2006 - 18:10 Ich hatte mal einen Tinnitus, der ist gottlob inzwischen weg. Gemacht habe ich nichts dadegen, die durchblutungsfördernden Mittel habe ich nicht vertragen. Ideal wäre bestimmt die Druckkammerfahrt, erkundige dich unbedingt morgen danach.
Ich setze inzwischen - neben der Schulmedizin - auf naturmedizinische Verfahren. Kennst du einen Naturarzt/-ärtzin? Ich bin zur Zeit an einer naturmed. Ausbildung. Evtl. helfen zur Unterstützung Schüsslersalze, homöopathische Mittel oder pflanzliche Urtinkturen. Wenn du in der Schweiz wohnst, kann ich dir die Mittel nennen, weil du diese in jeder Drogerie ohne Rezept erwerben kannst. Wenn du aus Deutschland bist, suche einen Therapeuten in deiner Umgebung auf.
Antwort von Nodiver am 09.07.2006 - 19:08 Achja, fast vergessen
Ein Naturprodukt Ginko-Biloba soll auch helfen. Aber nicht in der Dosierung, wie sie in Nahrungsergänzungspäparaten enthalten ist, sondern die `Forte` Ausführung. Handelsname: Tebonin
Aber erkundige Dich erst mal über Preise…zahlt kaum eine Kasse, leider
(z.B. bei docMorris)
Volker
Antwort von alexbue am 10.07.2006 - 07:53 Moin Greenhorn,
Ich selber hatte noch nie einen, was ich dir aber sehr ans Herz legen kann, such nach einer Druckkammer in deiner Nähe und lasse dich mit einer Hyperbaren Sauerstoff medizin behandeln. Die Erfolgsaussichten sind da sehr hoch. Leider ist diese Therapie nicht sehr geläufig bei den meisen HNO`s.
Falls du aus der Ecke Rammstein kommen solltest kann ich dir einen netten Kontakt empfelen der dich auch entsprchend beraten kann.
Wünsche dir eine gute Genesung.
Gruß Alex
Antwort von todi01 am 10.07.2006 - 09:05 Hallo Greenhorn
Hatte vor 1 Jahr einene Hörsturz, 3 Monate Tauchverbot, nachher war das Tauchen aber wieder uneingeschränkt möglich. Der Idee von meinen Vorschreibern betreffend Druckkammer, kann ich mich nur anschliessen.
Gute Besserung
Todi
Antwort von viking am 10.07.2006 - 09:15 @greenhorn,
nimm dir den Vorschlag der hyperbaren Sauerstofftherapie zu Herzen!!
Einer Bekannten hat es sehr geholfen!
Gruss
Antwort von Pezibärli am 10.07.2006 - 09:17 Ich weiß, jeder verhält sich zu alternativen Therapien anders - und vor ein paar Jahren hätte ich mir auch auf`s Hirn getippt wenn mir das jemand vorgeschlagen hätte. Aber ein wirklich guter Freund hatte bereits jahrelang Tinnitus - war schon richtig am Verzweifeln! Als "letzen" Ausweg hat er dann die Tomatis-Hörmethode ausprobiert. Er ist Lehrer und hat sich immer den Eltern "unausgeglichener" Kinder empfohlen mit großem Erfolg. Dann hat er beschlossen das doch mal selbst auszuprobieren und sein Tinnitus ist um 80% besser geworden. Ich weiß nicht ob es die Tomatis Hörmethode auch in Deutschland gibt ... einfach mal schaun ...
Antwort von alexbue am 10.07.2006 - 10:15 Noch ein kleiner aber wichtiger Nachtrag:
kümmere dich so schnell wie möglich um eine Therapie, desto besser sind deine Heilungschancen und es kann unter umständen einiges günstiger werden da du nicht so viele Druckkammerfahrten benötigst.
Gruß
Alex
Antwort von Greenhorn am 10.07.2006 - 16:49 Hallo an alle,
danke für euer mitgefühl, ich habe das gefühl, das es besser wird. die sauerstofftherapie und infusionen scheinen zu helfen. ich denke das ich das wieder in griff bekomme. Nochmals danke
und immer gut luft.
Greenhorn
mir hat ginko sehr geholfen. das fördert die durchblutung im ohr.
manu
Antwort von Hologrammi am 11.07.2006 - 14:12 Hallo Greenhorn,
auch von mir mein Bedauern zu Deiner Situation. Ein Tinnitus ist ein Infarkt des Innenohrs und MUSS SOFORT behandelt werden. Du bist scheinbar ja in Therapie, das ist auch gut so. Wenn Du die Blutverdünnenden Mittel bekommst, solltest Du vielleicht besser nicht tauchen gehen, da ich selbst nicht beurteilen kann, wie es sich dann mit der Sauerstoffaufnahme bzw. -verteilung verhält. Vielleicht wissen andere da mehr drüber ?!
Ich habe seit 5 Jahren einen beidseitigen Tinnitus und kann nur sagen, dass ich das Tauchen seitdem nicht abgebrochen, sondern eher noch gesteigert habe(wie gehabt, aus Zeitgründen natürlich nur im Urlaub). Ich hatte einen Hörsturz kräftigen Ausmaßes,der erst gar nicht erkannt wurde, aufgrund des völlig überlasteten HNO´s und den ich dann wegen der vielen Arbeit zu spät behandeln ließ (es lag NUR ein wochenende dazwischen !! Samstag und Sonntag). Jetzt lebe ich damit(muss, da es zu spät behandelt wurde). Jedes Jahr, wenn es in den Urlaub geht, weiß ich genau, dass ich ab dem zweiten Tag fast keine fiesen Pieptöne mehr höre (wegen des tauchens). Allerdings hält das nur so lange an, bis ich ca, wieder eine Woche daheim und bei der Arbeit bin, dann hat mich der Stress wieder voll im Griff und alles ist beim alten. Wer heutzutage einen Hörsturz erleidet, sollte umgehend auf eine Druckkammerbehandlung beharren, alles andere kann sonst fast nicht mehr helfen. Ich habe mich damit sehr lange auseinandersetzen müssen und war auch in psychologischer Behandlung deswegen, aber da werden einem auch nur Pillen verpasst, was auf Dauer auch nicht so ganz richtig und gesund sein kann. FAKT: Tauchen mit Tinnitus ist für mich der beste Helfer ! Außerdem entspannt das sooooooooooooooo sehr .... Aber denke bitte an die Verdünner und frage den Arzt Deines Vertrauens !!!!!!!!
Allzeit gute Luft und gute Sicht
Holger
ich wünsche Dir viel Erfolg bei der schnellen heilung
Antwort von PitterNobody am 20.07.2007 - 21:00 Ich hatte selber einen Hörsturz/Tinnitus (vor knapp 2 Wochen)
Auslöser Stress
Auswirkung: Ausfall des Hörvermögens auf dem rechtem Ohr (-70db Hörverlust), Tinnituspfeifen
Therapie:
zum örtlichem HNO, dort die Diagnose -> Krankenhaus
stationäre Infusionstherapie mit Cortison und Durchblutungsfördende Mittel (6 Tage)
Danach weitere Ambulante Behandlung mittels Durchblutungsfördende Mittel (da ich die Chemiebomben nicht vertragen habe - Magenbeschwerden )Gingoextrakt in Tablettenform
Therapieerfolg:
Hörvermögen fast wieder hergestellt (95%), nur noch leichtes Pfeifen im Ohr, Behandlung dauert noch an
Tauchverbot: noch bis ca. August (mind., dann Nachuntersuchung...)
Fazit: So schnell wie möglich zum Arzt, Das hätte auch schief gehen können. Ist echt S... wenn man NICHTS mehr hört.
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