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Ist Nitrox(-Kurs) wichtig/zu empfehlen?
Abgesandt von Miriam.Die.Xte am 21.03.2007 - 18:37:

Hallo zusammen!

Ein Freund mit dem ich damals meinen OWD gemacht habe, hat nun einen Nitrox Kurs gemacht, weil ihm das so oft empfohlen wurde.
Man sei nicht so müde nach dem Tauchen.

Nun frage ich mich, ob ich das auch machen sollte oder nicht.

Man kann ja scheinbar nicht mehr so tief tauchen und bei meinen letzten beiden Tauchsafaris war ich jeweils wiederholt knapp unter 40m

Es gab auch ein paar Nitroxtaucher, die meinten, sie seien dann nicht so fertig danach, aber im Vergleich zu mir würde ich sagen waren sie nicht wirklich fitter und ich habe mich immer auch nach 20TGs in einer Woche noch wohl gefühlt (ausser dem Schnupfen, als ich wieder gelandet bin ).
Und eigentlich störts mich auch nicht nach dem Tauchgang gut zu essen und dann ein Schläflein zu halten

Würdet ihr sagen, dass man wirklich so einen Kurs machen sollte? Lohnt es sich dafür einen kostenpflichtigen Kurs zu machen?

Oder nur, wenn man wirklich fix und fertig nach den ersten beiden Tauchtagen ist?

Danke!

Miriam



Antwort von niemand bestimmtes am 21.03.2007 - 18:54
Wenn Du einen Nitrox-Kurs nur machen wollen würdest, um nach dem Tauchen weniger müde zu sein, dann mach` ihn nicht, denn es gibt keine Belege für eine solche Wirkung, durchaus aber mindestens eine Studie, die keinen Einfluss auf die Müdigkeit belegt.

Wenn Du Müdigkeit nach dem Tauchen vermeiden willst, hilft Dir die Einhaltung (und ggf. großzügige Auslegung) von Dekompressionszeiten.

Wenn Du prinzipiell immer besonders tief tauchen willst, ist Nitrox auch weniger geeignet.

Wenn Du aber deutlich langsamere Stickstoffaufsättigung im Bereich bis 40m haben willst, dann ist Nitrox eine nützliche Sache.

Und lernen schadet sowieso nie. Vielleicht legt ein Nitrox-Kurs ja die Grundlagen für spätere Kurse z.B. zum Thema "Dekompression mit Nitrox" für Dich und erweist sich so indirekt auch für die von Dir bevorzugten tiefen TG als nützlich.
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 18:57
Wenn es nur wegen der Müdigkeit ist, lass es. Aber insgesamt ist es sinnvoll, wenn die Wiederholungstauchgänge, die ja meistens flacher sind als der 1. TG des Tages, mit Nitrox gemacht werden können, besonders wenn man viel taucht in kurzer Zeit.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 19:50
Gerade beim Vieltauchen auf Safaris sollte man mit Nitrox tauchen. Wie Niemand Bestimmtes schon schrieb erfolgt wegen des erhöhten Sauerstoffanteils eine geringere Sättigung mit Stickstoff. Je Ausnutzung des Nitrox kann es Vorteile für Dich haben: a) längere Nullzeiten bei gleicher Tiefe im Vergleich zu Pressluft, oder b) konservativ tauchen (im Luftmodus) und geringere Gefahr eines Dekounfalls/weniger Microbläßchen.
Die Tiefenlimits für Nitrox mit 32% O2 liegen bei 34m, bei Nitrox mit 36% bei 29m. Allerdings gibt es da auch nach Verband etwas abweichende Werte, abhängig vom zur Berechnung angesetzten Sauerstoffpartialdruck.
Und bei Beachtung des Tipps von Scuba_Steffi solltest Du doch 2-4 TG pro Tag mit Nitrox machen können
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 20:15
so allgemein darf man das mit der aufsättigung nicht stehen lassen.
warum sollte man mit nitrox eine verminderte stickstoffaufsättigung haben, wenn man es z.b. grundzeittechnisch voll ausnutzt ??? da bleibt die aufsättigung gleich !

weniger stickstoff erreicht man nur, wenn man nach der normalen presslufttabelle (computer 21%) taucht.

Antwort von der Rotfuchs Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 20:47
Ich denke, das war so gemeint, das die Stickstoffaufsättigung bei identischem Tauchgang mit Nitrox eben niedriger ist, als mit Pressluft.

Klar, wenn ich die Nullzeit voll ausreize, sättige ich in beiden Fällen etwa gleich auf. Das ist aber Äpfel mit Birnen vergleichen, denn mit Nitrox war ich dann entweder viel länger im Wasser oder bei der gleichen Grundzeit tiefer, bis die gleiche Stickstoffsättigung erreicht ist...
Antwort von mhille Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 21:01
Hallo.

Zum Thema Müdigkeit: Oft wird die starke Müdigkeit meiner Meinung und Erfahrung nach durch nicht ganz so optimale (Aus-)Tauchprofile gefördert.

Jojo und gerade noch so grenzwertige Austauchgeschwindigkeiten, "wegoptimierter" Sicherheitsstopp sind da so meine Top-Favoriten.

An alle, die jetzt den Kopf schütteln: Ja, hab ich alles schon selbst erlebt. Toll ist das nicht, aber wer bin ich anderen vor zu schreiben, wie sie tauchen sollen...

Also alleine wegen der Müdigkeit einen Kurs zu machen lohnt meiner Meinung nach nicht (wobei der Zusammenhang Nitrox und Nicht-Müdigkeit nicht erwiesen ist aber oft behauptet wird). Da sollte man doch lieber an seinen Profilen und Tauchgewohnheiten feilen.

Und, Miriam, Deine Beschreibung hört sich auch so ein bisschen nach "Alle ham`s gemacht, nur ich noch nicht" an. Der Soziale Druck war beim Tauchen noch nie ein guter Ratgeber.

Grüße - Martin.
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 21:49
Ja, mache einen Nitrox-Kurs!!!

1. Lernen schadet nie.
2. Nitrox ist die Zukunft im Sporttauchbereich.
3. Beim richtigen Umgang ist Nitrox tauchen sicherer.

Aber, und das ist das wichtigste, du hast nach dem Kurs ein anderes Verständnis für Stickstoff-Sättigung und Deko.

TL3
Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 21.03.2007 - 22:09
Stimmt, eigentlich sollte das Wissen zum ersten Tauchkurs gehören! Jeder der Taucht sollte wissen was ein Partialdruck ist und zumindest ein bisschen über Dekommpressionstheorie- wobei man sagen muss das zumindest der PADI Nitrox Kurs da sehr an der Oberfläche krazt.. Besser als nichts ist es aber allemal!
Antwort von Atemreglerverschlucker Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 05:04
HalloMiriam.Die.Xte

prinzipiell ist gegen einen Nitroxkurs nichts zu sagen.
Meiner unmassgeblichen Meinung nach ist es viel wichtiger dass du erstmal Erfahrung sammelst.Ich meine,dass du das Geld besser in eigene Ausruestung anlegst oder mal ne Woche Aegypten.Mal in warmen,klarem Wasser tauchen.Spaeter kannst du dann ja selbst entscheiden ob du ueberhaupt NITROX willst. Ich denke du solltest tauchen,tauchen,tauchen.Dazu reicht Luft(1 bis 2 TG pro Tag).Bitte vergiss nicht,dass es leider so ist,dass grade Neulingen oft jeder Kurs verkauft wird, egal ob sie es brauchen oder nicht.Ich wuerde an Deiner Stelle das Geld sparen.
Antwort von Jochen456 am 22.03.2007 - 08:28
Geld sparen?
Die meisten NitroxKurse werden doch kostenfrei angeboten, jedenfalls in Ägypten.
Warum nicht mitnehmen, wenn es die Basis schon für lau anbietet?
Bezahlen würd ich dafür allerdings auch nix
Antwort von CrashOverride Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 08:32
Dazu kommt vielleicht noch, dass es grade in Deutschland den Tauchern nicht immer einfach gemacht wird mit Nitrox zu tauchen.
Wenn du bereits deine eigene Ausrüstung hast, darfst du diese mit Nitrox nicht mehr verwenden, sondern musst dir speziell sauerstoffreine kaufen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, wird schon in vielen anderen Threats diskutiert, dass will ich hier nicht nochmal aufwärmen. Es ist aber leider so vorgeschrieben, daran lässt sich nichts rütteln.
Auch die Füllungen sind natürlich teurer, aber das ist eher minimal
Das soll jetzt nicht heissen, dass ich dir vom Nitrox-Kurs abrate, im Gegenteil, ich finde ihn durchaus sinnvoll, innerhalb der Grenzen wie sie von anderen schon genannt wurden.
Ich finde nur man sollte von vornherein wissen woran man ist.... nicht dass danach das "Wenn ich das gewusst hätte" kommt.
Antwort von Miriam.Die.Xte am 22.03.2007 - 08:38
Hi!

Danke schonmal für die vielen Antworten

[quote]3. Beim richtigen Umgang ist Nitrox tauchen sicherer.[/quote]
Wieso? Wegen des geringeren Stickstoffanteils?

Ist eine höhere Stickstoffaufsättigung eigentlich per se gesundheitsschädlich, auch wenn man immer innerhalb der Nullzeiten bleibt oder gehts hier mehr um eine Vorbeugungsmaßnahme, um zu verhindern, dass man am Ende doch mal drüber kommt?
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 08:42
Die Aussage Nitrox sei die Zukunft ist so nicht haltbar. Das ist eine immer gerne geäußerte Meinung ohne Nährboden. Richtig ist, das bei Safaris etc. pp man mit Nitrox zwei Fliegen mit einer Klappe erschlägt. Zum einen sinkt die Unfallhäufigkeit bzw. die Wahrscheinlichkeit. Zum anderen setzt Nitrox natürliche Tiefengrenzen und verhindert die Tiefenjagd. Was hinter der Behauptung auch steht und keiner so richtig sagt, ist der Versuch eine neue Einnahmequelle zu schaffen. Eintritt in den Tek-Bereich.
Hier in Deutschland wird sich Nitrox nicht durch setzten. Wer macht schon drei Tauchgänge am Tag im Baggerloch?
Ich würde mir ein Buch kaufen. Z.B. das VDST-Manual, es durchackern und dann einen Kurs bei einem der üblichen Verdächtigen machen.
Antwort von CrashOverride Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 08:45
Sämtliche Tauchcomputer oder allgemein alle Rechenmodelle sind nur mehr oder weniger vereinfachte Modelle. Viele Dinge können damit nur schlecht oder gar nicht berücksichtigt werden.
Damit ist die Gefahr eines Deco-Unfalls nie 100% ausgeschlossen, auch wenn man sich strikt an die Vorschriften hält.
Taucht man mit Nitrox, aber rechnet so, als wäre man mit Luft unterwegs nimmt man weniger Stickstoff auf und das Risiko minimiert sich nochmal um einiges.
Tauchst du aber auch mit Nitrox wieder am Rande der Nitrox-Nullzeit oder machst Deco-TG damit, hats dir an Sicherheit gar nichts gebracht, ausser vielleicht nen längeren Tauchgang
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 09:21
Provokationsmodus on
Gibt es eigentlich irgend eine fundierte Studie über den Zusammenhang zwischen Nitrox for free und sinkenden Unfallzahlen (Deco-Unfall)?
Die Aussagen beruhen eigentlich nur auf dem Austausch des O2-Anteils in der Decoberechnung.
Provokationsmodus off
Antwort von RogerT am 22.03.2007 - 09:27
Zum Thema Nitrox und Müdigkeit: bei unserem letzten Tauchurlaub im Roten Meer tauchten nur zwei Leute auf dem Schiff mit Nitrox - das waren nach den Tauchgängen die ersten, die tot ins Bett fielen, während alle anderen Lufttaucher noch ins Dorf fuhren oder sich an der Bar vergnügten...also an der Geschichte mit der Müdigkeit und Nitrox ist nach meinen Beobachtungen nichts dran.

Es ist aber ein herrliches Instrument, um endlich die Taucher hinsichtlich der Tiefengrenze weiter zu gängeln - keine Kontrolle durch den Guide mehr, kein Gemecker und Streit - einfach Nitroxkurs verkaufen und die Leute passen schon aus nackter Angst selber auf - und zusätzlich bringt so ein Kurs auch noch Geld ein - praktischer geht´s nicht.
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 22.03.2007 - 09:40
Hallo,#
mal zurück zur Frage:
Der Kurs ist Ok, muß aber nicht sein, man kann sich wie so oft die Materie auch selber aneignen.

Nitrox als Gas, ich finde es gut, speziell wenn man viele Aufstiege machen muß (TL) oder viele TG pro Tag macht (Safarie) oder wenn man schnell müde wird.
Außerdem, Nitrox kann, bei richtiger Handhabung, einen deutlichen Zuwachs an Sicherheit bringen.

Gunther
Antwort von DarkShark Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 09:40
Ein Nitrox- Kurs ist für eine Tauchbasis die simpelste Methode, um an anderer Leute Geld zu kommen. In Deutschland werden diese Kurse -mangels funktionierender Gas- Logistik- mittlerweile ohne praktische Übungen (Tauchgang), d.h. im Klassenraum abgehalten. Im Klartext bedeutet das: Du könntest 30 Schüler auf einen Schlag "unterrichten", ohne das die "Qualität" der Ausbildung sinkt und trotzdem 30x mal ca. EUR 100,- kassieren.

Überlege gut, ob Du so einen "Tauch"- Kurs brauchst...

Der einzig sinnvolle Einsatz von Nitrox im "Sport"- Tauchen besteht bei der geplanten(!) Erkundung Tauchzielen mit vorher bekannter Tiefe (Wracks, bestimmten Riff- Formationen, etc.). Also Ziele im 20- 35m Bereich, die nicht "weglaufen" können.

Alle Ausbildungs- Organistaionen behaupten, daß Tauchen mit Preßluft in den vorgegebenen Grenzen an und für sich "sehr sicher" sei. Nitrox minimiert einerseits gewisse Risiken, bringt aber wieder neue Probleme mit sich. Wo ist dort der Gewinn?

Geringere Müdigkeit usw. wurde bereits diskutiert, nach meiner Erfahrung gibt es (zumindest bei mir) keinerlei positive Effekte.

Mischgase im Bereich des sog. "technischen Tauchens" einzusetzen ist ein anderes Thema, aber Nitrox als Fortsetzung eines OWD- Kurses ist aus meiner Sicht sinnlos...

Gruß,

D.S.
Antwort von Neopreniac am 22.03.2007 - 10:13
Was mir nicht klar ist, ist wieso denn die Unfallgefahr sinken soll.
Ich hätte eigentlich sogar gedacht, dass das Risiko mit Nitrox GRÖSSER ist.

Pressluft ist ja an sich vollkommen ungefährlich und das Problem ist der Stickstoffanteil. Wenn man davon ausgeht, dass der TC doch ein konservatives Rechenmodell benutzt und somit man deutlich länger tauchen könnte als der TC das anzeigt, dann ist das Risiko bei einhalten der Pausenzeiten doch minimal bzw. fast nicht existent.

Bei Nitrox hingegen hat man das Problem der Sauerstoffvergiftung, welches bei Pressluft eigentlich nicht existent ist.
Und man ist doch recht schnell mal auf 40m Tiefe. Manchmal merkt man nicht, dass man mal plötzlich auf 45m gekommen ist.
Im Falle von Nitrox hätte man doch nun eine recht gefährliche Sauerstoffvergiftung, während man mit Pressluft einfach nur zwei Dekostops macht und eine längere Oberflächenpause.

Oder denke ich da gerade was verkehrtes?
Antwort von CrashOverride Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 10:29
<<Und man ist doch recht schnell mal auf 40m Tiefe. Manchmal merkt man nicht, dass man mal plötzlich auf 45m gekommen ist.>>

sowas darf natürlich nicht passieren und ich kann mir auch schwer vorstellen dass jemand nicht weiss in welcher Tiefe er sich befindet. Ein kurzer Blick auf den TC genügt und man weiss seine Tiefe.
Falls es aber wirklich solche geben sollte: man kann beim Computer auch eine Maximaltiefe einstellen. Bei Überschreitung gibts dann Alarm.

Ansonsten finde ich durchaus, dass Nitrox nicht schlecht ist. Das Thema der Ausbildung hat man ja nicht nur bei Nitrox, sondern in allen Bereichen.

Ich finde, dass man die Vor- und Nachteile von Nitrox nicht anhand der Ausbildung bewerten darf.
Das wäre ein völlig anderes Thema.
Antwort von **-diver Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 10:38
# Ironie an

1. Die Zukunft beim Tauchen liegt in der Fotografie
2. Da überwiegend im Flachbereich fotografiert wird, ist das Tauchen mit Kamera sicherer (deshalb auch die Begrenzung auf max. 40m bei den meisten Gehäusen)
3. Beweisfotos schaden nie

# Ironie aus

BILD dir deine Meinung
Antwort von Sputnik Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 11:37
Ich habe den Nitrox Kurs gemacht und musste leider feststellen, dass hier meines Erachtens viel Geld für wenig Wissen vermittelt wird.
Es wird um Verkaufswirksam lediglich die Vorteile verwiesen, die Nachteile eher untergraben. Es gibt Leute die Behaupten tatsächlich es gäbe nur Vorteile. Grundsätzlich wäre durch lesen ein Kurs überflüssig. Ein bisschen Dekompressionstheorie wäre hier von Vorteil. Bei den meisten Verbänden wird das aber auch nicht richtig gelehrt bzw. vermittelt. Z.B. wird Dekompression als Notfall vermittelt oder Dekompression sei zu Komplex, man will sich eben scheinbar aus der Verantwortung nehmen, oder rechnet eben nur mit Funtauchern die lernresistent sind und lehrt eben Minimalismus. Wenn man sich aber über Dekompression Wissen aneignet, kommt man schnell selbst darauf und hat seine eigene Meinung.
Man Sättigt wie mit Pressluft genauso auf wie mit Nitrox, nur die Zeiten sind anders, genauso verhält es sich mit dem Entsättigen. Vorteile ergeben sich so eigentlich nur für den der sich keine Zeit nehmen kann, z.B. Tauchlehrer, der mal hü mal hot mal von 20 m Tiefe seinen Tauchschüler auf 4 m folgen muss. Dekompression mit Luft erfolgt genauso gut wie mit Nitrox. Wo bleibt dann da der Vorteil, wenn mit längeren Nullzeiten geworben wird? Die Nullzeiten mit Pressluft in Nitroxmöglichen Tiefen sind solange, dass die Atemgasvorrat eher zuneige geht als die Nullzeit.
Aber grundsätzlich würde ich mir schon darüber Gedanken machen und mir erst etwas selbst aneignen und dann entscheiden ob es notwendig ist oder nicht. Ich bin auch nicht gegen Nitrox, eben nur kritisch. Es ist nicht alles Gold was glänzt.
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 11:43
warum wir hier in diversen postings die meinung vertreten, dass mit nitrox der tauchgang länger wird ??? stimmt einfach nicht.

die zeit in der tiefe (innerhalb des "erlaubten" parzialdrucks) wird länger, aber nicht automatisch der TG selbst.

wenn man länger auf tiefe ist, saugt man mehr gemischvolumen, daher wird der gesamte TG meist kürzer sein, als ein pressluft TG, bei dem man nur kurz auf der gleichen max. tiefe ist und ddie restliche luft auf 5m tümpelt, oder beim decostop absitzt.

der vorteil besteht bei nitrox in 2 punkten:
a) länger zeit z.b. ein wrack auf 35m anzusehen
b) bei lufttabelle weniger aufsättigung

viele grüße
Scott
Antwort von kwolf unplugged am 22.03.2007 - 13:43
Hi,

nochmal zur Müdigkeit: Wer nach Tauchgängen sehr Müde ist, hat ein prinzipielles Problem! Das besteht mit Nitrox weiter, das Problembewusstsein wird allenfalls kaschiert - bis es dann doch mal knallt: Denn extreme Müdigkeit ist ein DCS-Symptom! Also erst mal die ursachen klären, bevor man Nitrox nimmt.

Ansonsten: Lernen hat noch nie geschadet. Aber man sollte Erfahrung haben und theroretisch fit sein, bevor man entscheidet, Geld dafür auszugeben.
Antwort von Schaffel Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 20:43
Bleiben wir doch mal bei der Frage:
Beim Tauchen mit Nitrox hat man ENTWEDER längere Zeit in der Tiefe ODER erhöhte Sicherheit, bei vernünftiger Anwendung von beidem etwas.

Insofern ist der Kurs schon sinnvoll, weil er entweder die Sicherheit oder den Fun erhöht.

Zum Thema Müdigkeit: Ich habe am Anfang auch gesagt, toll, ich bin nicht mehr müde, das hat sich aber gegeben. Wenn ich heute Pressluft anschnalle, bin ich nach dem Tauchgang genauso fit oder unfit wie mit Nitrox.

Ob Du den Kurs machen willst, musst Du selbst wissen, ich halte es schon für sinnvoll.
LG Schaffel
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 22.03.2007 - 23:00
@Miriam: Auf Deine Frage von 8:28 Uhr eine ganz klare Antwort: Ja es ist eine Vorbeugungsmaßnahme.
Für Vieltaucher ab 3 TG pro Tag und z.B. einer Woche am Stück tauchen, würde ich zu Nitrox greifen.

@Neopreniac: Mit Pressluft kommst Du bei 67m in den Bereich des Sauerstoffpartialdrucks, der als kritische Grenze meist angesetzt wird. Also ganz ungefährlich ist Pressluft auch nicht.
Antwort von Atemreglerverschlucker Registriertes Mitglied am 28.03.2007 - 04:12
@ bikefresh
Klugscheissermodus ein: Bei 67m kommst du NICHT in den Bereich des Sauerstoffpartialdrucks, sondern in den Bereich der Sauerstoffvergiftung!!
Klugscheissermodus aus
Antwort von CrashOverride Registriertes Mitglied am 28.03.2007 - 07:33
"bei 67m in den Bereich des Sauerstoffpartialdrucks, der als kritische Grenze meist angesetzt wird"

@Atemreglerverschlucker
in dem zusammenhang wie biekfresh es schreibt stimmts aber schon wieder
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 28.03.2007 - 08:33
Ich habe mich hier schon mehrfach als Nitrox Gegner geoutet, werde daher selbst keinen Kurs machen.
Wer aber wirklich sicher damit umgehen / tauchen will, sollte tatsächlich umfassend mit dem Thema vertraut sein - den Kurs machen.
Wie kommt man blos auf die Idee, sich ein potentiell tödliches Gemisch in die Flasche zu füllen, und sich dann noch Gedanken darüber zu machen, ob man den richtigen Umgang damit erst lernen sollte ?
Spekuliert hier jemand auf den Darwin Award ?
Wenn schon Nitrox, dann bitte mit dem entsprechenden Wissen.

Helmut
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 28.03.2007 - 10:55
@hket, dieses wissen dürfte dir aufgrund des fehlenden kurses nicht geläufig sein, sonst würdest du nicht nur über nitrox als potentiell tödliches gemisch sprechen.
wenn du schon ein wenig ängstlich bist, dürftest du auch mit pressluft, trimix,.... nicht unter wasser gehen.
Gruß

p.s. gefährlich ist nicht die flaschenfüllungen, sondern die flaschen, die daran nuckeln.
Scott
Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 28.03.2007 - 11:31
Was willst du damit sagen Scott? Wenn man mit Nitrox tauchen will, sollte man vorher über die Probleme die damit Verbunden sind informiert werden.. Ob man dafür jetzt einen Kurs braucht ist eine andere Frage, aber das ist beim Tauchen doch grundsätzlich so! Er könnte evetuelle dazu beitragen, dass der, der an der Flache nuckelt selber keine ist, oder? Darüber hinaus ist jedes Gas potentiell tödlich!
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 28.03.2007 - 15:41
genau das wollte ich damit ausdrücken vucub-caquix. JEDE füllung kann potentiell gefährlich sein, wenn sich der mensch am ende der 2.stufe nicht damit auskennt, oder mangelnde fähigkeiten besitzt.
mir ging es bei hkets posting darum, dass er nitrox "gefährlicher" einstuft, als pressluft.
Gruß
Scott
Antwort von dongozo Registriertes Mitglied am 03.04.2007 - 11:57
nitrox mach sinn zwischen 18 und 40 m. längere nullzeit und kurze oberflächepauze im vergleich mit luft. wenn man nicht viel taucht ist man meistens müde nach 1, 2 tg´s. mehr tauchen!
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 03.04.2007 - 13:27
Scott:
Wenn schon Nitrox, dann bitte mit dem entsprechenden Wissen.

Das war meine Aussage.


potentiell gefährlich: versuch doch mal als Anfänger unter Zuhilfenahme Deines Verstandes (Selbsterhaltungstrieb) Dich wirklich ernsthaft zu gefährden, nur indem Du nichts weiter tust als zu atmen. Kaum jemand wird extreme Tiefen aufsuchen oder die Nullzeit überschreiten - erst mit entsprechender Erfahrung. Aber mit der geballten Erfahrung von 12 Tauchgängen und Nitrox in der Flasche sind 40m ohne Weiteres möglich.

Helmut

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