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Ist tauchen mittlerweile kommerzielle Abzocke?
Abgesandt von ManPage am 05.06.2008 - 09:31:

Ist das Hobby Tauchen nicht schon kommerzielle Abzocke geworden?

Diese Frage beschäftigt mich seit meinem Erlebnis gestern. Ich betreibe den Tauchsport seit 1997. Mal mehr, mal weniger. Nun hatte ich zwei Jahre ausgesetzt, habe es wegen Hausbau gerade geschafft einmal im Jahr zu gehen.

Nun, wo alles fertig ist, kann ich mich wieder dem Hobby widmen. Ich also meine Tauchpartner zusammen getrommelt und ab an den Steinbruch, an den wir regelmäßig tauchen. Doch was muss ich erleben. Als wir uns angezogen haben kam ein Mann, der uns recht unfreundlich klar machte, das wir hier zu bezahlen haben. Fünf Euro pro Tauchgang oder 79 Jahresgebühr? Wieso dass den? Frage ich. Er meinte, dass diese Gewässer gepachtet sei und nun wegen den Unkosten eine Gebühr fällig wird. Sonst gibt’s eine Anzeige!

Voll die Abzocke. Der Bruch ist meineswissens ein öffentliches Gewässer, an den man Baden gehen kann und die Natur genießen und nun sollen wir Taucher Geld bezahlen wo niemand weis wo das versickert?

Grundlegend von den Betreibern ein schlauer Zug. Ein Gewässer suchen, dass recht gut betaucht wird und dann abkassieren.

Was meint Ihr dazu, sehe ich das richtig? Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber früher waren die Taucher eine schöne Gemeinschaft, heute geht’s nur noch höher schneller weiter. Und überall wird man zur Kasse gebeten. Das ist ja als ob man Eintritt bezahlen muss um in einem öffentlichen See Baden zu gehen.

Oder anders gesagt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis Eltern für ihre Kinder ein fünf Euro Ticket lösen müssen um den Spielplatz zu nutzen!



Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 09:42
So ein Steinbruch ist ein privates Gelände. Warum soll der Eigentümer da den Tauchern den See kostenlos zum Tauchen überlassen?
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 09:52
Der Pächter zahlt Pacht, damit er den See wirtschaftlich nutzen kann.
Also auch Eintrittsgelder von z.B. Tauchern.

In vielen Seen muss man auch als Badegat zahlen und darf auch nur an bestimmten Stellen baden gehen.


Öffentliches Gewässer mit freier Nutzung, oder Privateigentum (oder gepachtet) mit Eintritt?

Wenn du Glück hast, dann wird dir für den Eintrittspreis wenigstens noch etwas Logistik (WC, Füllmöglichkeiten, usw.) geboten.



Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 09:54
Das ist ja als ob man Eintritt bezahlen muss um in einem öffentlichen See Baden zu gehen. -> Soll ich dir einige aufzählen? da fallen mir auf Anhieb mindestens 10 ein

Wir haben hier in der Nähe ein Gewässer, da kostet die Tageskarte 8€, dafür gibts ordentlich sanitäre Anlagen, eine nette kleine Kneipe, eine Füllmöglichkeit. Da zahl ich z.B. gerne.

Warum sollte ein Pächter / eine Gemeinde jedem freien Eintritt überall hin gewähren und sich dann mit Müllbeseitigung etc. rumplagen?

Man hat ja die Wahl, wohin man geht.
Antwort von bubbels Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 10:38
In Zeiten wo ganze Heerscharen von Tauchen (ist ja nun Breitensport geworden); und nun werfe ich Dreck aufs eigene Nest, teilweise äusserst undiszipliniert gegenüber der Umwelt, anderen Tauchern und Anliegern an Seen aufschlagen und oft auch noch Müll hinterlassen ist es nicht verwunderlich wenn es Tauchverbote auf der einen Seite und Gebühren auf der anderen Seite gibt.
Um sich von der lästigen Pflicht für die Sicherheit am Gewässer zu sorgen und auch die Sauberhaltung rund um den See los zu werden und letztlich auch damit Geld zu verdienen werden die Seen verpachtet.
Derjenige der pachtet muß seine Unkosten ja auch wieder hereinholen.
Wenn die Entwicklung so weitergeht werden wir, zumindest in Bayern sowieso keine Auswahl mehr haben. Dann heißt es no dive, weil nicht erlaubt oder zahlen.
Traurig aber wahr.
Antwort von Molekularteilchen am 05.06.2008 - 10:47
Hey, bei uns muss man Pro Kilometer zahlen, wenn man auf dem Waldweg eine Joggingrunde dreht! Colle Sache! Geld kann man überall machen!
Antwort von Hechtflüsterer Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 12:38
@Molekularteilchen
In einem privaten Wald kann das durchaus sein. Ich denke aber, dass man je nach Lage noch mehr Geld machen könnte, wenn man ihn abholzt und "was Anständiges" dorthin baut
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 13:33
Privat ist halbrichtig, Hechti.
Zumindest in Bayern gehört der frühere Staatswald seit der Forstreform den "Bayerischen Staatsforsten", die dafür durchaus "Eintritt" nehmen dürfen. Bei uns wird das zumindest bei Veranstaltungen von Vereinen auch gemacht.
Antwort von JJBing Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 14:36
Hier in NRW gibt es immerhin noch ein paar Seen, welche keinen Eintritt kosten.
Im Prinzip habe ich auch nichts dagegen ein paar EUR zu bezahlen, wenn ich im Gegenzug eine gute Infrastruktur vorfinde (Toiletten etc.) und der See etwas zu bieten hat. Wenn ich aber an nem Tümpel ohne irgendwas 8 EUR bezahlen soll, dann finde ich das etwas übertrieben.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 14:51
"Wenn ich aber an nem Tümpel ohne irgendwas ..." -> in so einen geh ich gar nicht rein
Antwort von Martin Gehring Registriertes Mitglied am 06.06.2008 - 06:53
Es sollten an mehr Seen Tachgenemigungen gegen Geld verteilt werden und die Taucherzahl auf ein gewisses Maß reglementiert werden.

Vielleicht bekommen wir dann mal wieder ein paar Seen die zu betauchen sind und man auch wtwas sehen kann.

Ich habe selbst eine Tauchschule natürlich brauchen wir auch Seen die wir mit unseren Beginnern betauchen können. Aber es kann nicht angehen wie bei uns z. Bspl. ein See am Wochenende mit 300 Tauchern belagert wird und die Qualität des Sees von Jahr zu Jahr schlechter wird.
An die Seen dir wir gehen und beszahlen müssen hat die Qualität von Jahr zu Jahr zugenommen und da macht es auch mal Spass zu Tauchen.
Gruß Martin
Antwort von KurzeStrecke am 06.06.2008 - 10:47
Das die Qualität von einigen Seen schlechter wird, kann schon sein. Was ich mich aber Frage, wieviel von diesen Veränderungen kommen von Tauchern und wie viele von den Badegästen?

Was sondert den ein Taucher ins wasser aus? Faktisch nichts! Und ein Badegast? Sonnencreme ..... an manches möcht ich garnicht denken, was da im Wasser landet.

Was beschätigt ein Taucher? Grundlegend auch nichts, insofern er gut tarieren kann. Uns ein Badegast? Der Zertrampelt ja den gesammten Uferbereich. Man beachte da das Verhältnis Taucher - Badegäste.

Was ich nun nicht einsehe, das die Taucher als General-Prügelknaben hinhalten müssen!
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 06.06.2008 - 11:02
Natürlich sind (sollten) Taucher keine Prügelknaben sein. Es gibt übrigens auch andere Beispiele, Seen, in denen Tauchen erlaubt und Baden verboten ist. Oftmals halt entscheidend, wie ein Pächter (z.B. angelverein) so etwas anschaut.
Antwort von AndréM Registriertes Mitglied am 08.06.2008 - 08:23
Ne Gebühr fürs Benutzen find ich OK, unfreundliches Auftreten dagegen nicht.

Ich hätte wieder eingepackt und wäre abgehauen.

Unfreundlichen Zeitgenossen schmeiss ich keine Kohle in den Hals.

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