KISS und Deko Abgesandt von Thorsten B. am 29.03.2007 - 21:19:
Wie berechnet Ihr denn eure Deko wenn Ihr Kiss taucht? Setze mal vorraus das man keinen VR3 hat und nach Tabellen taucht..
Tauche selber seit zwei Jahren ein Dolpin als Kiss umgebaut. Bin was die Blasenbildung und Gasverbrauch angeht mehr als begeister und habe bislang auch so gut wie keine negativen Erfahrungen gesammelt. Das einzige was nervt ist das ding mit der Deko..
Antwort von seppu am 30.03.2007 - 15:14 hai
ich machs mit einem shearwater.falls zufällig ein kumpel von dir in canada ist kann er ja einen mitnehmen.oder warte ein bischen.diverite und liquidvision bringen diese jahr noch ihre ccr rechner raus.für meinen teil ist kiss ohne ccr rechner grenzwertig,wegen der po2 schwankungen.für bfk gehts noch,alles darüber hinaus ist dann auge mal pi.
Antwort von Geddi2003 am 01.04.2007 - 20:07 Hallo,
für TG bis 30 Meter stelle ich meinen Vytec auf Nitrox 32 - fertig.
Für alles andere berechne ich Tabellen mit GAP (da kann man dann praktischerweise die notwendige Menge an Bailout-Gas gleich mit berechnen) und tauche das dann mit Vytec und Uwatec-Bottomtimer.
Ich mache das natürlich nicht vor jedem TG, sondern habe da so meinen Satz laminierte Standard-Tabellen.
Gerd
Antwort von Bes am 02.04.2007 - 06:46 Benutze sowohl laminierte Standardtabellen (RGBM-pO2 von Steam Machines, gleichen wie NAUI-RGBM) als auch einen Cochran EMC-20.
Antwort von Thorsten B. am 02.04.2007 - 09:47 @seppu
Denek auch das ein Rechner der den O2 Anteil überwacht ist die einzig richtige Lösung.. alles andere ist für`n A.. shearwater: was ist denn das für ein Rechner?, höre heute das erste mal von diesem Teil.
@Geddi2003
Nutze selber bislang z-plan, habe aber trotzdem keine konkrete Aussage über eine effektive Deko. Versuchskaninchen will ich auch nicht spielen aber unnötig Deko zu schieben auch nicht. Dazu fällt mir ein spruch ein den ich mal irgendwo beim tauchen aufgeschnappt habe.. ( Wer Deko macht ist feige) Frei nach diesm Motto wäre das ja auch alles kein Problem.
@ Bes
Tauchst du diese Tabellen ohne Aufschläge? Oder sind das Tabellen fürs mccr tauchen? Kann mir das letzte aller dings nicht vorstellen... Da keiner ahnen kann was du für ein Gemisch tauchst..
@ alle
Würde mich mal interresieren wo ihr euren po2 beim tauchen haltet und ob es euch gelingt diesen auch in etwa zu halten.
Selber handhabe ich es bislang so, das ich meinen O2 anteil in der Berechnung der Deko geringer halte wie ich ihn Letztentlich beim Tauchgang habe und meine Deko mit nem NX 50 rechne und im Wasser versuche den O2 Anteil ab 6m so hoch wie möglich zu fahren.
Wäre mal interresant zu hören was Ihr euren geräten bislang abverlangt habt, Im Bezug auf Tiefe und Grundzeiten.
Meine max mit dem Kiss war 70m und muste nach 4min im Tiefenbereich abgebrochen werden da mein PPO2 aufmal die 1,6 überschritten hat und ich lieber abgebrochen habe als Fehlerkorrektur in der Tiefe zu betreiben. Ansonsten hatten wir letzten Monat nen TG mit 40m und 40 min Grunzeit und das ganz ohne Probleme...
Antwort von Bes am 02.04.2007 - 19:57 @ Thorsten
Die Tabellen sind konstanter pO2, ich habe sie für die setpoints 1.0, 1.2, 1.3, 1.4 die dem des PRISM Topaz entsprechen. Sie entsprechem dem RGBM Model von Bruce Wienke und werden auch von NAUI (kompletter und in Buchform glaube ich) vertrieben.
Für NDL/Deko benutze ich pO2 0,1 ata weniger als (versuche) ich tauche, das gleiche gilt auch für die Einstellung des Cochran Computers.
Bin nicht mal sicher ob das nötig ist, wenn der O2 Durchfluß erst mal stimmt kann man den gewählten pO2 ganz gut halten.
Alternativ bietet auch IANTD für verschiedene Gemische fertige Tabellen an. Aber im Zweifelsfall halte ich computergenerierte Tabellen wie die des oben erwähnten GAP für eine bessere Lösung als die Fertigtabellen. Ich tauche den Sport Kiss nicht tiefer als 40 m und selten nennenswert in Deko, sonst würde ich auch auf GAP zurückgreifen.
ich nutze VPM für die CCR und OC Berechnung. Bei CCR rechne ich mit einem Setpoint von <1.2 und freue mich wenn ich höher komme Ab 6m entweder spülen wie blöd oder auf OC Sauerstoff gehen. Ansonsten habe ich auch den Shearwater dabei.
Bislang hatte ich damit keine Problem auch bei 60+ Tauchgängen. Ich bleibe dabei auch immer lieber auf der konservativen Seite und wenn ich im Dekostop den pO2 nicht gleich hinbekommen auch schon mal eine minute länger.
Mittlerweile gibt es sogar Ausbildung für mCCR bis Level III (Trimix) von einpaar Verbänden (z.B. ICMC)
Gruß
Holger
Antwort von seppu am 03.04.2007 - 20:07 hai
der shearwater is ein ccr trimixqomputer mit anschluss bis zu 3 sensoren.optional mit head up display.der code fürs headup ist nicht so dolle, darum was anderes dran.der rechner ist feinste sahne (gell holger kann ihn auch nicht auslesen)einziger nachteil er ist gross und er mag kein heliox.meine kiste sollte nen hunderter locker verkraften.aber bei den tiefen sind im mccr modus die tabellen nur noch mit sicherheitszuschlag zu tauchen.apropos tabellen wenn du mal ein paar tmx tauchgänge gemacht hat kann man nen notplan auch schnell mal aus dem gedächnis zusammenzimmern.
gruss seppu
vom bussiclub
Antwort von Geddi2003 am 05.04.2007 - 22:50 Hallo Thorsten,
wieso Versuchskaninchen spielen ? Die Deko-Programme rechnen mit konstantem pO2 genauso die Deko aus wie mit variablem pO2 (= OC). Und von wegen Effektivität der Deko: Es steht Dir frei, das Oxygen-Window jederzeit so weit aufzumachen, wie Du willst. Schliesslich hast Du Deinen pO2 selbst in der Hand und mischst Dir Dein Gas selbst. Ich halte den pO2 z.B. während des TG immer bei 1,1 bis 1,2 - ab 6 Meter spüle ich dann wie wild, um möglichst reinen Sauerstoff im Loop zu haben. Trotzdem berechne ich die Deko mit einem pO2 von 1,2 - dass ich am Schluss dann fast reinen Sauerstoff atme, ist mein persönlicher Sicherheitsfaktor.
In der Tiefe musst Du aufpassen, dass der pO2 Deines Diluents nicht zu hoch ist. Mit was für einem Diluent warst Du denn auf 70 Metern ? Ich würde da schon fast ein 10/70 nehmen. Bei einem 15/55 hast Du bei 70 Metern schon vom Diluent her einen pO2 von 1,2 bar. Falls der Flow des Sauerstoffs dann etwas zu hoch ist, dann steigt Dein pO2 langsam aber unaufhaltsam. Spülen bringt dann auch kaum noch was (aufgrund des hohen pO2 des Diluents) und verbraucht in der Tiefe Unmengen an Diluent.
denke es ist nicht im sinne der sache, einen computer für die überwachung des systems anzuschliessen. ansonsten hat man nicht das prinzip von "kiss" verstanden.
im falle des "kiss-classic" hat man 3 unabhängige sensoren um den ppo2 zu kontrollieren. kennt man das gerät und die funktionsweise, kann man das richtige funktionieren der sensoren problemlos während des tg. überprüfen.
für die dekoberechnung verwenden wir den vr3 (bendomat) ohne safety-zuschlag. tauchen aber ausschliesslich mit trimix- gemischen. 21/35 für flache und 10/55 -60 für tiefere. unsere tauchgänge führen uns regelmässig auf tiefen zwischen 70 und 100 meter (höhlenbedingt). wir machen die ganze deko auf dem gleichen gemisch. abhängig vom tauchgang setzen wir den set-point. zwischen 1.0 (flache tg.) bis 1.2 (normale tg.) an und zu (quick & dirty) tg.) gehen wir bis 1.35
als bailout-dekogase verwenden wir nur trimixgemische (standard).
trotz hoher anstrengungen vor- und nach den tauchgängen (wir tauchen nur in höhlen/syphon`s) hatten wir noch nie dekoprobleme. dies im gegensatz zu früher (oc) wo wir mit nitroxgemischen dekomprimiert hatten (gap`s).
ich bin der meinung, dass man bei regelmässigem tauchen (und nicht nur schreiben) seinen körper kennenlernt und weiss wie er auf die tauchgänge reagiert. wie gesagt... es wird viel geschrieben über den vr3. uns hat er seit jahren noch nie im stich gelasen und sicher an die oberfläche geführt. tabellen führen wir zwar mit uns, sind aber nur für den bailoutfall gedacht (gap-programm)generell sind tabellen für mich zu statisch und viel zu unsicher.
es gibt eine vielzahl von programmen.
denke, dass man jedes auf seine tauchart und seine körperlichen bedingungen anpassen kann. tauchen und seinen körper beobachten bringt wahrscheinlich mehr als die perönlichen meinungen von computertauchern zu übernehmen (meine dazu).
wir gehen jetzt nächste woche in die dordogne.
tauchen mit leuten von "plongeesout" in der "planagreze". schachthöhle bis zum wasserspiegel auf -200m. platform im schacht eingerichtet und dann auf -60m bis zum schachtende. dort geht es auf -60m in den weiteren höhlengang. leine legen und vermessen. nachher wieder 200 meter am schachtseil aufsteigen.
...und ich denke alles mit vr3 und ohne dekoprobleme.
Oder gratis abholen auf der Boot Halle 3, Stand E16
Nur so lange Vorrat reicht!
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