Kabel1 - Extraterrestrian Abgesandt von Bibe am 19.12.2007 - 20:37:
So, hier mal meine erste Frage an die Community
Ich sehe mir gerade Kabel1-Extraterrestrian an
dabei taucht plötzlich der BlueMoon auf. Dieser birgt Leben, da er Wasser und eine Atmosphäre besitzt. Da liegt der Hund begraben, die Atmosphäre besteht zu 30% Sauerstoff, sei aber ein vielfaches dichter als auf der Erde. (So dicht dass Wale fliegen können....)
Jetzt sagt aber plötzlich einer von den superschlauen NASA-Wissenschaftlern.
"Wenn man einen Menschen da rausschicken würde, würde er es nicht lange aushalten. Der Druck ist zu hoch, man kann kaum Atmen, es wäre als hätte man lauter Gewichte auf sich..." (sinngemäß)
Und nun meine Frage: Eigentlich müsste es sich doch genau so verhalten wie beim Gerätetauchen bei uns Tauchern: Atemgasdruck in der Lunge entspricht Umgebungsdruck!
Wo sollte also das Problem liegen???
Oder hab ich da gerade irgendwie nen Mangel an Durchblick bei Offensichtlichem.
(Ich meine, ist ja nicht so, dass "Experten" in den Medien oft ziemlichen Müll daherreden )
Antwort von °°steffi°° am 19.12.2007 - 21:02 Hy Bibe
>>Und nun meine Frage: Eigentlich müsste es sich doch genau so verhalten wie beim Gerätetauchen bei uns Tauchern: Atemgasdruck in der Lunge entspricht Umgebungsdruck!<<
Ja müsste es eigentlich sein. Aber du kannst ja auch nicht unendlich tief tauchen, irgendwann ist der Druck zu hoch für deinen Körper. Genau so wird es wohl auch auf diesem Planeten sein, du würdest also implodieren (oder auch nicht, tönt aber so schön). Ist aber alles nur eine Vermutung, ich kann auch total falsch liegen.
Antwort von Bibe am 19.12.2007 - 21:11 Tach Steffi,
so hoch kann (sollte) der Druck dann auch nicht sein, da dem Menschen ja nur das Atmen schwer fällt..... keine Rede von Implodieren der gasgefüllten Hohlräume eines Menschen
Aber das Atmen dürfte doch auf keinen Fall schwer fallen *grübel
Antwort von niemand am 19.12.2007 - 21:35 Na hat sich doch erledigt.
Bei dem Druck der da herrschen muss hast du bei 30% Sauerstoff sowieso eine Sauerstoffvergiftung. Das atmen wird auch sehr schwer, Deshalb sind ja Atemregler überkompensiert.
Gruss Joachim
Antwort von Fritte am 19.12.2007 - 21:54 Ich denke das Problem ist weniger der Umgebungsdruck, als vielmehr eine höhere Schwerkraft.
Antwort von Bibe am 19.12.2007 - 21:59 Tja, das mit dem Sauerstoff 30% wär noch was, geht man von Toxizität ab 1,7 bar Partialdruck aus, wären das ca 5,7 bar Umgebungsdruck.
Und das mit den überkompensierten Atemreglern macht auch etwas Sinn, ich meine allerdings, dass es das Atmen nur geringfügig erleichtert, es würde auch ohne gehen, ohne gleich ein Lungenödem zu bekommen.
Bin mal gespannt was da noch so alles kommt, aber man sollte ja nicht vergessen, es war alles Fiktion (wenn auch teilweise recht logisch und durchaus denkbar)
Antwort von niemand am 19.12.2007 - 22:00 denk ich nicht Fritte, der Auftrieb dürfte wohl die Schwerkraft Kompensieren, wo dann der Druck wieder zum Problem wird.
Antwort von Tariernix am 19.12.2007 - 23:33 Um einen vielfach höheren Luftdruck als auf der Erde zu haben müsste die Luftsäule und entsprechend auch die Schwerkraft erheblich höher sein. Das heißt, jede Bewegung wird zur Schwer(st?)arbeit, das Atemminutenvolumen steigt gewaltig (um das verbrauchte CO2 abzuatmen, O2 gäb es ja genug). Schon allein die Atemarbeit dürfte sehr anstrengend sein.
Und dann 30 % 02 - bei vieviel bar? Die Verträglichkeitsgrenze in einer Dekokammer liegt bei einem Partialdruck von 2 - 3 bar. Wohlgemerkt, ohne Arbeitsbelastung und unter med. Kontrolle. Oberhalb von diesem Wert kommt es zum Sauerstoffkrampf.
Also, ich denke, der NASA-Fritze hat recht.
Nicht recht hat der, der behauptet, Wale könnten bei einer vielfachen Schwerkraft fliegen. So ein Quatsch - genau umgekehrt wäre die Richtung.
Haben wir bald Vollmond?
Antwort von kwm am 20.12.2007 - 02:32 Ich fand die Sendung ganz lustig. War aber eine Wiederholung. Jedenfalls würde ich auch mit solch "logischen" Fantasien gerne mein Geld verdienen.
Antwort von Kormoran am 20.12.2007 - 09:51 @Bibe: Gut nachgedacht, Deine Argumentationen sind in allen Punkten stichhaltig. Die der anderen aber auch. Das Problem ist, dass wir halt die Parameter nicht genau kennen.
Was ist vielfacher Druck? Dreifach, zehnfach, hundertfach? Wie hoch ist die Gravitation? 3 G, 10 G? Lassen wir die Sauerstofftoxitität erst mal außen vor und betrachten nur die Auswirkungen von Druck und / oder Gravitation? Jede Variante ergibt andere Antworten. Und was der NASler meinte, wissen wir nicht und für`s breite Publikum reicht die Aussage "Ist ungemütlich da".
Antwort von Tümpeldiver21 am 20.12.2007 - 10:50 Das war der größte Schwachsinn aller Zeiten!
Ich sage nur Dr. Dingsbums Leiter des SETI Instituts. Es gibt kein SETI Institut. Wenn man nur einen blassen Schimmer von Astronomie hat wüßte man das es unmöglich ist und schon gar nicht in 12 Jahren ein Teleskop zu entwickeln das solche Planeten sehen kann. Planeten werden an der Schwerkraftschwankung von Sternen erkannt. Wie sie aussehen ist völlig Spekulation. Zu den angeblichen Klima Modellen. Nicht mal auf unserer Erde funktionieren solche Modelle - wie sollen sie dann auf unbekannten Welten funktionieren.
Die Aussage, das flüssiges Wasser notwendig ist um Leben hervorzubringen ist falsch! In Island wurden Baktieren entdeckt die sich von Schwefel ernähren und auf 200 Grad heißem Gestein leben (zur Erinnerung bei 100 Grad verdampft Wasser).
Die ganze Sendung war billigste Verarsche. Jedes Computerspiel hat bessere, glaubhafte Grafik.
Ich hab nach 20 Minuten ausgeschaltet weil ich den Mist nicht ertragen konnte.
Antwort von Schwebeteilchen am 20.12.2007 - 11:21 Auf die Frage zurückzukommen: die Viskosität von Luft steigt tatsächlich bei zunehmendem Druck. Wer je in einer Druckkammer war, kennt das. Man kann die Verwirbelung der Luft sehen. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Luft so ab 120m für untrainierte Lungen wegen der hohen Viskosität praktisch nicht mehr zu atmen ist. Auch ein Grund mit Helium so tief zu tauchen...
Gruss ST
Antwort von neptun23 am 20.12.2007 - 11:25 ich denke mal es liegt an der Dichte die ja steigt je höher der Druck steigt.
Antwort von mudmax am 20.12.2007 - 14:57 @Tümpeldiver21, Schwachsinn? siehe www.seti.org und Hier klicken
Antwort von Christian_J am 20.12.2007 - 16:45 @Tümpeldiver21: Bei SETI kann man sicher über Sinn und Unsinn geteilter Meinung sein, nicht jedoch bei der Feststellung das auf der Erde alles Leben ohne flüssiges Wasser und die Dichte Annomalie desselben unmöglich wäre! Auch extremophile Bakterien haben ein Cytosol und das beinhaltet immer Wasser. 200 °C kann kein Bakterium überleben. Kein bekannter Organismus der Erde knackt die 125°C.
Viele Grüße, Christian
Antwort von Tümpeldiver21 am 20.12.2007 - 18:35 @mudmax
Es gibt kein SETI Institut. Das ist eine Erfindung. Es gibt ein SETI Projekt. Das ist so als ob Du an der Uni ein paar Computer ausleihst und damit Geister aufzuspüren. Die Chancen vom Seti Projekt liegen bei 1/Millionen Irgendwas.
@Christian
Stamm 121 ein Archeabakterium hat erst unter 85° sein Wachstum eingestellt. Das Bakterium wurde am Rand eines Vulkans in Südamerika entdeckt. Man setzte es unter Wasser, fuhr den Druck hoch und siedete es bei über 200°. Was machte das Bakterium? Frass weiter Schwefel.
Suche mal im Internet nach extrem thermophilen Bakterien.
Der einzige Grund warum nur wenig bis gar nichts darüber bekannt ist, ist die Tatsache das niemand danach ernsthaft sucht.
In der ISS laufen Versuche bei denen man eine bestimmte Art Schimmel Sporen in einer kleinen Kugel aus der Station ins All hängt. 270° Minus, UV Dauerbeschuß etc.. Nach 14 Tagen reingeholt und was passierte? Kurz mal geschüttelt und die Racker haben sich entwickelt.
Antwort von Christian_J am 20.12.2007 - 20:21 @Tümpeldiver21: Man darf nicht Überdauerungsformen wie Sporen mit vegetative Zellen verwechseln. Da gelten andere Regeln.
Stamm 121 ist nicht unumstritten. Es gibt nach meinem Kenntnissstand kein vegetatives Bakterium das 121°C (Die Temperatur eines Autoklaven) überleben kann. Besagter Stamm hat die Eigenschaft nach der Publikation meines Wissens nach spontan verloren...
Wenn du neuere Erkenntnisse hast (peer reviewed only!) bin ich sehr gespannt!
Viele Grüße, Christian
Antwort von mudmax am 21.12.2007 - 08:03 einfach noch mal den link Hier klicken
Scheint, das aus ein paar zusammengeschalteten PC´s doch wohl etwas mehr geworden ist.
Antwort von Kormoran am 21.12.2007 - 09:00 Lieber Tümpeldiver, du verwechselst ein paar Sachen und bist wohl nicht ganz auf dem Laufenden:
Wie Du selbst schreibst, hat man den Stamm 21 in Wasser geworfen und auf 200° erhitzt. Das Wasser stand aber unter einem Druck >> 1 Bar und war damit flüssig, gell? Die 100° Siedetemperatur gelten nur bei genau 1 Bar. Es gibt ja auch an den sog. "Black Smokers" Leben bei über 100° C in flüssigem Wasser.
Und das mit dem Teleskop, das man nicht entwickeln kann? Na ja, man hat ja schon Planeten - zugegebenerweise Gasplaneten aber immerhin - per Teleskop beobachtet.
Antwort von Tümpeldiver21 am 21.12.2007 - 12:49 @Komaran
du bist wirklich Oberschlau. Ein Exoplanet ist noch nie nochmal in Groß NIE beobachtet worden. Für Leute wie Dich wird das einfach erklärt und dann sagt mal halt er wurde beobachtet. Er kann nur (unterstrichen) indirekt festgestellt werden. Weder wie er aussieht noch aus was er besteht ist jemals fundiert belegt worden. Das es ein Gasriese sein kann deutet auf die Größe und den Schwerkraft Einfluss hin den er auf den umkriesenden Stern ausübt.
Zu SETI. SETI.ORG sagt doch schon alles aus - EINE REIN PRIVATE VERANSTALTUNG - Jeder Depp kann ein Institut gründen und betreiben. Mit Wissenschaft hat das SETI Projekt sein Jahren nichts mehr zu tun.
Antwort von Kormoran am 21.12.2007 - 13:09 Leider irrst Du Dich wieder. Leider sind die Berichte auf Spiegel-Online nicht mehr verfügbar, vielleicht findest Du sie an anderer Stelle: Es gibt mindestens zwei Berichte über direkte Beobachtung von Exoplaneten via Licht-Teleskop. Der eine ist vom 23. März und der andere vom 21. April 2005.
Antwort von Tümpeldiver21 am 21.12.2007 - 14:28 Was Du meinst ist die Aufnahme vom Braunen Zwerg 2M1207.
Tja, da hat man den Stern fotografiert und seinen Begleiter. Ich erklär Dir mal was Du darauf siehst.
Du fotografierst 2 Leute die dicht beieinanderstehen in der Nacht. Der eine ist vollkommen schwarz gekleidet und der andere ist hell angezogen. Nun beleuchtest Du die beiden mit einem Streichholz und machst ein Foto. Das ist die von Dir beschriebene Beobachtung.
Man ist sich sogar nicht mal sicher ob der Begleiter überhaupt zu sehen wäre.
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