Keinen Bock mehr auf tauchsportärztliche Untersuchung Abgesandt von twinsen am 03.09.2010 - 13:31:
Moin Leute,
auch auf die Gefahr hin, dass man hier zerissen wird...ehrlich ich habe es satt... mit dieser tauchsportärztlichen Untersuchung:
Vor ca. 3 jahren begab ich mich zur tauchsportärztlichen Untersuchung mit Belastungs EKG bei meinem Hausarzt. Der schickte mich auf Anraten seiner Kollegin zu Kardiologen, der eine sogenannte Falsch-Positiv-Diagnose stellte. Dh. das Belastung -Ekg zeigt Auffälligkeiten bei nicht vorhandener Erkrankung..ich darf also tauchen.
Seit dieser Untersuchung bin ich leider auf meinen Herzschlag focussiert bin und bilde mir schon mal ein..es sei was nicht in Ordnung.Ich muss dazu sagen, das ich vor ca.11 Jahren im beim Ruhe-EKG wohl auch Aufälligkeiten hatte, die vom Arzt mit: Frauenherzen ab 40 schlagen eben anders kommentiert wurden und damit war der Käs gegessen.
2 jahre später noch mal die Untersuchung beim gleichen Hausarzt: Der schnauzte mich schon während des Belastungs-EKgs an, ich sei total untrainiert und hätte einen hohen Puls. Ich sage ihm, sie kennen das doch nun schon und ich bin auch sehr aufgeregt. Er bricht ab und erklärt, er könne mir die Tg nicht geben, ich solle von meinem Reiserücktrittsrecht Gebrauch machen....Ich bin entsetzt und erschüttert.Dann schickt er mich wieder zum Kardiologen..ich wieder total aus dem Häuschen..der Kardiologe teilt dem Hausarzt mit, ich sei in guter körperlicher Verfassung und darf tauchen.
So, klar dass mein Hausarzt nicht mehr meiner ist. Aber ich bin nun sehr verunsichert und will gar nicht mehr zum Arzt, mein Vertrauen ist erschüttert..habe die Nase voll und mein armes Herz ist auch nicht begeistert. Es lebe der Haftungsausschluß!
Und darüber hinaus ärgert es mich wahnsinnig, dass man mittlerweile fürs Badewannen-Tauchen (sprich Schwimmbecken)jeder Base ein Attest vorlegen muss. Ich halte das für absolut überzogen und fühle mich arg genötigt und in meiner Selbstverantwortlichkeit/Entscheidungsfreiheit eingeschränkt.. Meine Gesundheit gehört mir und nicht irgendwelchen Tauchbasen oder Tauchvereinen.
Wenn ich saufe fragt auch keiner, wie es mit meiner Leber aussieht. Ja, die Dame ein helles Hefe,gern, aber vorher bitte eine ärztliche Bescheinigung, dass ihre Leberwerte ok. sind!!..
So, das war wohl lang, habe aber schon lange nichts mehr geschrieben, dann darfs heut mal etwas mehr sein^^
herzliche Grüße
twinsen
Antwort von Uwe-Re am 03.09.2010 - 13:51 Ist doch kein Problem.
Laß es einfach und gehe nur dort Tauchen wo man keine TT verlangt bzw. schreibe überall no hin.
Dann hast Du Ruhe.
Es zwingt Dich keiner zum Arzt zu gehen; Deine Entscheidung bzw. Verantwortung.
Grüße
P.S. jeder Eigentümer darf aber auch eigene Regeln aufstellen und eine TT verlangen.
Antwort von x344 am 03.09.2010 - 13:57 Tja zuerst: Wenn du nicht willst, lass es. Aber lebe dann mit den Konsequenzen.
"Ich halte das für absolut überzogen und fühle mich arg genötigt und in meiner Selbstverantwortlichkeit/Entscheidungsfreiheit eingeschränkt.. Meine Gesundheit gehört mir und nicht irgendwelchen Tauchbasen oder Tauchvereinen."
Ist so nicht ganz richtig. Denn wenn was passiert, bringst Du nicht nur Dich sondern auch Deine Mittaucher in Gefahr. Denn die müssen/sollen Dich ja dann retten ... Außerdem wird Deine Versicherung ohne Untersuchung höchstwahrscheinlich "Nein, Danke" sagen. Usw. usw. Daher also als Lösungsvorschlag: Anderen Arzt suchen und das Genaz eetwas lockerer angehen. Tauchmediziner findest Du z.B. unter Hier klicken
Antwort von Ingolf am 03.09.2010 - 14:35 Ich gebe Twinsen da absolut recht. Bei der letzten TTU fragte ich den zuständigen Arzt, was das nun so aussagt. Die Antwort: Das sagt etwas aus über den gerade vorhandenen Gesundheitszustand. Mehr nicht. Dieser Gesundheitszustand kann am nächsten Tag schon völlig anders sein, ja sogar in den nächsten Minuten oder Stunden schon. TTU eine Momentaufnahme??????
Antwort von kohlensaeure am 03.09.2010 - 14:57 Meine Meinung:
Untersuchung schön und gut - wie ingolf schon schreibt, kann dieser Momentanzustand am nächsten Tag schon anders ausschauen...
Was man auch immer wieder über Mediziener so hört ist ja auch nicht vertrauenserweckens.
Problem bei der Sache ist aber: Es ist in D NICHT geregelt, was eigentlich im Falle eines Unfalles etc passiert - d.h. das wird dann immer im Fall selber entschieden was/wer jetzt schuld war.
Problem dabei ist, dass dich (zumindest in D) keiner tauchen lässt, wenn du keien Untersuchung hast, da die Haftungsausschlusserklärung nicht rechtskräftig ist (im Gegensatz zu anderen Ländern - da wird nach einer Unterschrift getaucht) - und sich die Basenbesitzer hierzulande auf alle Möglichkeiten absichern wollen...
Sche*** Bürokratie
Antwort von boesewicht am 03.09.2010 - 15:03 "Und darüber hinaus ärgert es mich wahnsinnig, dass man mittlerweile fürs Badewannen-Tauchen (sprich Schwimmbecken)jeder Base ein Attest vorlegen muss. Ich halte das für absolut überzogen und fühle mich arg genötigt und in meiner Selbstverantwortlichkeit/Entscheidungsfreiheit eingeschränkt.. "
Wenn es Dich unter Wasser vom Lebendzustand in den des Todes bringt aufgrund etwaiger Erkrankungen wird a) die Basis wieder überall zerrissen, der Dich begleitenden Taucher hat neben etwaigen seelischen Problemen sicherlich auch noch juristisch erst mal einiges an Nachfragen und die Basis, die Dich hat tauchen lassen so oder so ...
Deren Selbstverantwortlichkeit/Entscheidungsfreiheit gilt also in Deinen Augen nicht ?
Sorry, aber nicht nachvollziehbar ...
Du würdest selber doch auch nicht für irgendeinen Unsinn anderer freiwillig den Kopf in die Schlinge stecken - oder ?
Denk mal etwas weiter als nur bis zu Deiner Nasenspitze, laß den Egoismus an der Wohnungstür zuhause und such Dir einfach einen vernünftigen Arzt ...
Sorry, aber was ich pers. dazu denke lasse ich lieber mal stecken ...
Antwort von frank am 03.09.2010 - 15:04 Eine TTU ist definitiv nur eine Momentaufnahme.
Nicht mehr und nicht weniger!
Sinnvoll ist es in diesem Zusammenhang schlicht
einen generellen Check-Up plus ggf. Belastungs-EKG
zu machen konform z.B. zu den RL der GTÜM.
Antwort von boesewicht am 03.09.2010 - 15:13 "TTU eine Momentaufnahme??????"
Ja - aber eine, die etwaige Gesundheitsprobleme aufzeigen kann, die man ansonsten durch evtl. geringen Arztbesuch nicht erkannt hätte ...
Tüv beim Auto sagt ja auch nicht, das die Karre die nächsten 2 Jahre hält, aber das momentan kein gravierender Mangel vorhanden ist und das man in dem genannten Zeitraum nicht zwingend von einem Versagen wichtiger tragender Bauteile ausgehen müßte ...
Ohne Tüv hätten wir reichlich Schrottreife Karren auf den Straßen, die schon beim leichten Bremsen auseinanderfallen ...
Ohne TTU hätten wir sicherlich reichlich Taucher, die durch evtl. unbekannte Erkrankungen eine etwaige Überlastung hätten und dann abkratzen ...
Wann gehen denn die meisten (ohne TTU machen zu müssen) zum Arzt - entweder wenn sie Krank geschrieben werden wollen oder wenn sie sich krank fühlen ...
Nicht alle Erkrankungen kann man fühlen, somit laufen einige mit tickenden Zeitbomben im Körper rum ...
Wenn sterbende Buddy`s nicht immer so ein juristisches Nachspiel mit sich bringen würden, wenn diese Situation nicht bei manchen auch seelische Probleme erzeugen würde - gut, mag dann sein, das man diesen Zustand sicherlich mit einem entspr. Eintrag im Logbuch abtun könnte ...
Ich kenne meinen med. Zustand und erwarte von meinem Buddy, das er seinen kennt und dementspr. taucht ...
Antwort von Ruedi.M.ausT am 03.09.2010 - 15:21 @all,
klar werden hier wieder Meinungen erscheinen, wie: die regelmässige TTU ist ja in deinen eigenem Interesse...!
ABER: Wieso ist eine TTU (bei über 40-jährigem Taucher NUR 1 Jahr gültig; eine G-26 Untersuchung, also die eines Atemschutzgeräteträgers bei der Feuerwehr hingegen 3 Jahre Gültigkeit hat?
Ist ja die gleiche Untersuchung (bis auf den Gehörgangs-Check bei TTU), teilweise wohl sogar strenger (Belastungstest auf dem Ergometer?)
Und die körperlichen Anstrengungen im Ernstfall beim Feuerwehreinsatz unter Atemschutz sollten doch bei weitem grösser ausfallen, als beim (gemütlichen) Tauchen...?
Habe zumindest bei der praktischen Übung auf der Atemschutz-Strecke (mit kompletter Einsatzkleidung, Helm, Vollgesichts-Atemmaske sowie dem Druckluftgerät auf dem Buckel mal schnell 30-Meter-Endlosleiter steigen, danach Ergometertest und anschliessend durch ein Labyrinth unter Einsatzbedinungen seinen Weg suchen müssen) bedeudent mehr Schweiss in der Klamotte und Maske hinterlassen, als bei der bisherigen stärksten Gegenströmung unter Wasser erlebt...??
(will ja jetzt natürlich unter keinen Umständen behaupten: dies hätte finanzielle Gründe, da das Taucherlein ja nur seinem Hobby nachgehen will, der Feuerwehrmann ja Aufgaben für die Öffentlichkeit zu erledigen hat...!)
Antwort von boesewicht am 03.09.2010 - 15:36 @Ruedi.M.ausT
Nicht ganz korrekt ...
Eine TTU stellt fest, ob Du Tauchtauglich bist, eine G-26 Untersuchung, ob Dir das Arbeiten mit Atemgerät evtl. Schäden zufügen könnte ...
Guckst Du hier ...
Desweiteren - viele lassen ihre TTU vom Hausarzt, nicht selten auch mit geringeren Anforderungen - als eine TTU eigentlich haben sollte - machen ...
Nicht wenige TTU-Erklärungen sind im Endeffekt Gefälligkeitsbescheinigungen mancher Ärzte ...
Die G-26 hat strikte Vorgaben, die auch wirklich bei den Untersuchungen eingehalten werden ...
TTU - da gibt es von "alles untersucht wie gefordert" bis "hier haste den Wisch" ...
Antwort von twinsen am 03.09.2010 - 15:44 Also,
wer hat denn gesagt, dass ich keine ärztliche Untersuchung mache. Ich habe lediglich gesagt, die tauchsportätzliche stelle ich in Frage. Ich bin für meinen gesundheitlichen Zustand verantwortlich: ich gehe zum Check-Up- Zahnarzt, Frauenarzt etc., das mache ich, damit ICH meinen Gesundheitszustand kenne. Dies ist meine freie Entscheidung.
Was für mich keinen Sinn macht, sind die verordneten Tauchuntersuchungen, die nach Schema FFFFF eine Momentaufnahme darstellen und nicht den Einzelfall berücksichtigen. Wieviele Wald-und Wiesenärzte stellen diese aus. Mein ehemaliger Hausarzt im Übrigen: kein ins Ohr gucken, kein Lungenfunktionstest, kein Urintest, kein Stuhltest, .... Wenn ich bei uns um die Ecke 1 Std. in ein 8 Meter tiefes Schwimmbecken tauchen möchte, benötige ich eine tauchsportärtzliche Untersuchung als Voraussetzung, nicht älter als 1 Jahr.das finde ich lächerlich, sry.
Ich tauche seit vielen Jahren..und ich fühle mich absolut verantwortlich für meinen Buddy und ich habe immer diese Untersuchungen vollzogen. Wir machen auch vor jedem Tg einen Buddy-Check...über den ja viele so lachen.....
Nur aufgrund der von mir gemachten Erfahrungen hab ich dies hier gepostet. Der Vorwurf des Egoismus stellt für mich eine reine Form der Moralapostelei dar ein-Totschlagargument-!
Ach übrgens ich vollziehe gerade meinen Motorradführerschein....da mußte ich vorher den Sehtest absolvieren:
Ich habe den Autoführerschein schon über 30 Jahre.....wieviele Leute fahren z.B halbblind..da gibt es keine Vorschrift!!!, eine regelmäßige Gesundheitskontrolle vorzunehmen.
Viele Grüße
twinsen
Antwort von Stephan K. am 03.09.2010 - 16:06 Brauch man zum Autofahren eine FTU (Fahrtechnische Untersuchung)? Zumindest nicht als normaler Autofahrer.
Aber was willst du machen?
Wenn die Tauchbasis eine TTU will, dann schleppst du eine an, oder tauchst dort nicht.
Legal kommst du so nicht weiter.
Bei Illegal könnten wir uns mal über Urkundenfälschung und dem Risiko des Erwischtwerdens unterhalten.
Blancos gibt es hier
Hier klicken Das muss nur ein Veterinär, oder anderer Arzt, oder..........
1. Dein Gesundheitszustand scheint ja nicht unbedingt so eindeutig in Ordnung zu sein, da ja sonst nicht schon mehrfach auffällige EKG`s gemacht worden wäre.
2. Du forderst für Dich ein Selbstbestimmungsrecht ein. Das ist OK. Nur auch die Betreiber bzw Besitzer der Tauchbasen und -gewässer haben dieses Recht. Und wenn die Entscheidung eben derer mit Dir nicht übereinstimmt, dann ist das Dein Pech.
3. Wenn Du die aktuelle Entwicklung in der EU siehst, weißt Du ja, daß die "Blinden" demnächst hier auch nicht mehr Auto fahren. Der Führerschein wird demnächst auch nur noch begrenzt gültig sein.
Ich persönlich weiß, daß sich mein Zustand von Jahr zu Jahr verändert, in beiden Richtungen. Daher gehe ich ohnehin zum Arzt. Da Du mindesten 48 Jahre alt bist und nahc eigenem Bekunden mehrfach im EKG auffällig, würde ich an Deiner Stelle auch regelmäßig einen Check machen lassen. Bei der Gelegenheit kann ein Arzt dann auch die TTU machen. Das sind ohnehin die gleichen Untersuchungen.
Die Aufregung kann ich nur sehr beschränkt nachvollziehen. Wie sehen denn Deine sonstigen Randbedingungen aus, also Verhältnis Gewicht und Größe oder Deine Kondition? Machst Du regelmäßig Ausdauersport? Wenn nicht, kann es durchaus berechtigt sein zu sagen, daß Du nicht unter Wasser gehörst. Und Als Basisleiter würde ich auch keinen potentiellen Unfallkandidaten gerne begrüßen. Letztendlich hat der Betreiber bei einem Unfall das Problem und die Verursacher sagen entweder nichts mehr oder zeigen mit dem Finger auf die Basis.
Grüße,
henri
Antwort von ramklov am 03.09.2010 - 16:51 @ twinsen,
da stimme grundsätzlich auch henri zu.
Ergänzend, so wie Du schreibst fahren viele Leute halbblind Auto. Was soll das aussagen? Findest Du das etwa gut? Ich finde, dass ein Verweis auf Unfug in einem Fall kein Argument in einem völlig andern Fall ist.
Ich finde es übrigens auch nicht angenehm, nur weil ich über 40 bin, nun jährlich die TTU abzulegen. Übrigens trainiere ich regelmäßig und hatte erst ein einziges Mal Probleme bei der TTU wegen einer akuten Entzündung. Soviel zum Argument der Momentaufnahme. Was solls.
Vom Grundsatz her ist es für Dich und Deine Tauchpartner eben wichtig zu wissen, ob Du kurz vor dem Herzinfarkt oder Kreislaufkollaps sehst. Wenn Deine Tauchtauglichkeit ein Facharzt festgestellt hat, dann freue Dich doch einfach.
Gruuß ramklov
Antwort von Mantel-T am 03.09.2010 - 16:57 Meine Welt ist da ganz einfach.
Wer mit mir taucht, zeigt mir vorher eine TTU, hat er keine, bleibt er im Trockendock, mutiert zum Solotaucher, oder sucht einen anderen Helden in Strumpfhose.
sieh doch die TTU nicht nur als reine Untersuchung fürs Tauchen an sondern als Gesundheitscheck
das einzige was mich an der Untersuchung stört ist der Preis den man dafür zahlen muß - aber sonst ist doch ok
wo ich dir Recht gebe das jeder diesen Untersuchungszettel sehen möchte aber dann unterschreibt man doch einen " Wisch " wo man die Eigene Verantworting übernimmt - also die Basis Aussen vor ist - auch hier in Deutschland an Tauchbasen - da frag ich mich schon wozu wollen die eine TTU sehen wenn man dann doch für sich Verantwortlich ist
was mich aber mal eher interessieren würde - wieviele Tauchunfälle sind durch ein Medizinisches Problem entstanden und wie viele durch Fehlverhalten der Taucher
und ja ich frage auch meinen Buddy den ich nicht kenne ob er Fitt ist und ob er eine TTU gemacht hat auch frage ich ihn ob er eine Tauchversicherung hat und wo er die Notfallnummer dieser hat
ebenso möchte ich seinen Ausbildungsstand wissen - wieviele Tauchgänge er hat und wann er das Letzte mal Tauchen war - und wie viele ähnliche Tauchgänge er schon gemacht hat wie den den wir machen wollen -
dh wenn ein TG auf 30 Meter in einem Steinbruch geplant sind frage ich wieviele solche Tauchgänge er an solchen oder ähnlichen Orten er gemacht hat
denn es ist nicht schön einen Buddy aus 30 Meter zu Retten -
Antwort von boesewicht am 03.09.2010 - 18:53 "Wenn ich bei uns um die Ecke 1 Std. in ein 8 Meter tiefes Schwimmbecken tauchen möchte, benötige ich eine tauchsportärtzliche Untersuchung als Voraussetzung, nicht älter als 1 Jahr.das finde ich lächerlich, sry"
Es gibt auch Basen, die verlangen eine TTU, nicht älter als 3 Monate ...
Bei meinem GTUEM-Taucharzt kein Thema - ich rufe an und er faxt mir eine TTU, die ab aktuellem Datum bis Ende der vorherigen TTU gültig ist ...
Problem ? - Keines ...
Hinsichtlich Wert einer TTU
Ich betrachte mich als normal gesund mit den normalen Altersbedingten Wehwehchen (außer Frau rutscht mal wieder was aus der Hand ... )
Bei meiner letzten TTU gab es jedoch auffällige Herzstörungen, die aber nur bei der ersten Untersuchung auftraten, bei der Kontrolle war nichts mehr da.
Auf anraten meines Tauchdoc`s aber zum Kardiologen und nach längerem EKG wurde diese Auffälligkeit wieder nachgewiesen.
Ist so in Ordnung, da es ein leichtes Problem ist, welches sich noch am Anfangsstadium befindet, soweit auch keiner Maßnahme bedarf - es muß nur - um eine Verschlimmerung auszuschließen - regelmäßig kontrolliert werden.
Ohne die TTU wäre dies nicht aufgefallen - Problem erkannt, Gefahr gebannt ...
Antwort von boesewicht am 03.09.2010 - 19:07 @thüri...
"was mich aber mal eher interessieren würde - wieviele Tauchunfälle sind durch ein Medizinisches Problem entstanden und wie viele durch Fehlverhalten der Taucher"
Schau einfach mal ins Unfallforum ...
Plötzlicher Herztod usw. - alles sogar noch recht frisch ...
Antwort von Bubble57 am 03.09.2010 - 19:29 also ich sehe das so ..
die Tauchtauglichkeitsunteruchung mache ich eigentlich für mich selbst - ich habe noch nie eine Basis erlebt, die mir das Tauchen verweigert hätte weil ich keine TT-Bescheinigung vorweisen konnte - wobei ich auch sagen muß, daß ich immer eine max. 1,5 Jahre alte Bescheinigung hätte. Oft interessiert diese TT-Bescheinigung die Basis gar nicht - es wird nicht mal danach gefragt. M.E. ist da auch `Geldschneiderei` ein Thema ..
und ich habe schon bei etlichen Basen weltweit getaucht - mehr als 800 geloggte Tauchgängen im `Warmwasser` ...
.. also nicht so eng sehen - auch wenn ich auch immer wieder meine zum Arzt rennen zu müssen - im Endeffekt ist das wohl doch für die Katz ....
Servus
Norbert
Antwort von henri am 04.09.2010 - 09:16 "...Wenn ich bei uns um die Ecke 1 Std. in ein 8 Meter tiefes Schwimmbecken tauchen möchte, ..."
Na ja, das kannst Du lächerlich finden, aber das Becken gehört jemand oder ist der Betreiber und der ist dafür verantwortlich.
Frag doch mal einfach bei den einschlägigen Betreibern von Inddor-Tauchsportzentren nach, was denen so im Fall von Unfällen wiederfahren ist. Dann wirst Du auch wissen, warum die so auf der TTU bestehen.
Ganznebenbei, habe ich rein subjektiv beobachtet, daß es meist die Leute sind, die ein Problem haben eine TTU zu bekommen, die sich darüber aufregen.
Ich hatte letztes Jahr auch den Fall, daß mein EKG absolut auffällig war. Gleichzeitig war auch der Blutdruck aus dem Ruder gelaufen. Icfh habe dann von meiner Ärztin die TTU entzogen bekommen. Statt mich drüber aufzuregen habe ich das Problem mit Ausdauersport und Training angegangen und haben heute wieder alles im Lot. Wenn Du ohnehin regelmäßig zum Arzt gehst, sollte es kein Problem sein, Erfüllung der (wenigen) Kriterien vorausgesetzt, daß Du von ihm/ihr den Wisch unterschrieben bekommst.
Grüße,
henri
Antwort von Krokus am 04.09.2010 - 11:48 Bei so manchen Tauchern am Tauchplatz stellt sich mir öfters die Frage, ob und wie diese Personen es durch die TTU geschafft haben.
Sicherlich bekommt man auch mit Gesundheitsproblemen irgendwann eine Tauglichkeit bescheinigt, wenn man den "richtigen" (ironisch) Arzt findet oder etwas "nachhilft". ... soviel zur Qualität dieses Attests.
War die Frist eigentlich nicht mal alle 2 Jahre für 18- bis 39- jährige? (laut GTÜM jetzt alle 3 Jahre?)
Was wird bei einer TTU (GTÜM) zwingend gemacht:
- Abfrage der Krankenvorgeschichte
- aktueller Gesundheits / Untersuchung auf offensichtliche Verhinderungsgründe (Krankheiten, Verletzungen)
- Lungenfunktion
- Ruhe EKG. Belastungs-EKG ab 40 zwingend
Was wird dabei herausgefunden?
Ob beim Kandidaten nach aktuellem Gesundheitszustand ein "offensichtliches Risiko" besteht.
Und wenn dieses Riskio nunmal vorhanden ist, dann sollte sich jeder Buddie ganz genau überlegen, ob er mit diesem Risko an seiner Seite wirklich tauchen gehen will.
Wenn Taucher schon vom Weg zwischen Anrödelplatz und Einsteig vollends aus der Puste sind, will man dann mit denen tauchen?
Und ein Wort zur Selbsteinschätzung:
Wenn z. B. ein EKG auffällige oder gar kritische Symptome zeigt, will man tatsächlich das Risiko eingehen, unter Wasser wegen eines Schwächeanfalls zu verrecken?
Das Tauchen fordert unseren Körper mehr als gewöhnliche Alltagsbewegung. Jedes Riskio kann im schlimmsten Fall unter Wasser in einer Katastrophe enden.
Für mich ist die medizinische Eignung eines Tauchpartners höher einzustufen als Ausrüstungsmängel. Ausrüstungsmängel sind (oft) sichtbar und behebbar. Medizinische Risiken meistens nicht.
Daher:
Ohne gültige TTU wird ein Buddie im Trockenen sitzen gelassen! ... keine Ausnahme!
btw:
Bei uns im Verein muss man die TTU jählich machen!
Antwort von boesewicht am 04.09.2010 - 15:08 "Wenn Taucher schon vom Weg zwischen Anrödelplatz und Einsteig vollends aus der Puste sind, will man dann mit denen tauchen?"
So pauschal würde ich das nun nicht eingrenzen ...
Ich jappse bei mehr als 50mtr. zum Wasser auch, als wenn es mich gleich aus den Latschen kippen würde ...
Da ich aber mit D20 und massig Blei unterwegs bin, dazu starker Raucher und Tauchen meine einzigste Sportart ist, sollte das ja auch kein Wunder sein ...
Hat aber mit meiner Ausdauer und Kondition unter Wasser nichts zu schaffen, mit meinem allgemeinen Gesundheitszustand noch weniger ...
Es ist ja immer noch ein Unterschied, ob man nur mit seinem eigenen Körpergewicht schnell aus der Puste kommt, oder halt beim Schleppen von meist nicht gerade leichten Lasten ...
Umgekehrt gibt es jedoch auch nicht wenige sonnengebräunte muskulöse Typen, die optisch nicht danach wirken, aber unter Wasser wegen Erkrankungen Probleme bekommen oder sogar den Löffel abgeben ...
Wäre schön, wenn man den Tauchern ansehen könnte, ob sie Tauchtauglich sind oder nicht - leider ist das nicht der Fall und man muß weiterhin auf die Ehrlichkeit des Buddys hoffen ...
Antwort von anonymes Posten am 04.09.2010 - 15:40 Ich bezweifle den praktischen Nutzen des Zwangs einiger Tauchbasen zu einer z.B. jährlichen TTU, von einer lt. bösewicht sogar existierenden 3-Monats-Frist einiger Basen ganz zu schweigen. Das geht da nur um Haftungsausschluss, vielleicht ausnahmsweise auch mal um Zusammenarbeit mit einem Arzt.
Jeder, der tauchen will und schon getaucht ist, bekommt bei irgendeinem Arzt die TTU zuerkannt, also nützt sie nichts, um evt. untaugliche Taucher am Tauchen zu hindern. Wenn auf einen verunfallten Taucher mit vermutetem Herzversagen verwiesen wird, reicht das als Begründung lange nicht, man müsste erstmal nachweisen, dass der verunfallte Taucher a) keine TTU hatte, und b) eine TTU das Problem hätte vorhersagen können. Und c) siehe oben (der Taucher hätte den Hinweis vermutlich ohnehin ignoriert, selbst wenn er gekommen wäre, und einen anderen Arzt gesucht). Wenn die Gefahren von Kreislaufversagen so groß sind, dann nicht nur beim Tauchen, sondern auch beim Autofahren, in der Sauna, beim Sport. Da ist (meist) auch keine jährliche Untersuchung Pflicht. Die lt. henri demnächst begrenzte Führerscheingültigkeit ist, soweit mein gesundes Halbwissen besser als henris gesundes Viertelwissen ist, nur eine bürokratische Aktion, die keinerlei ärztliche Untersuchung o.ä. voraussetzt, aber vermutlich etwas Geld abwerfen wird. Auch Pässe sind nur begrenzt gültig, ohne jeden gesundheitlichen Nutzen.
"Ich jappse bei mehr als 50mtr. zum Wasser auch, als wenn es mich gleich aus den Latschen kippen würde ...
Da ich aber mit D20 und massig Blei unterwegs bin, dazu starker Raucher und Tauchen meine einzigste Sportart ist, sollte das ja auch kein Wunder sein ..."
Und so einer fordert (vermutlich unbelegte) höhere Sicherheit durch eine TTU für Andere ein? Absurd.
"Hat aber mit meiner Ausdauer und Kondition unter Wasser nichts zu schaffen, mit meinem allgemeinen Gesundheitszustand noch weniger ... "
Starkes Rauchen und Tauchen als einzige Sportart hat mit UW-Fitness nichts zu tun, eine jährliche TTU aber doch? So ein Blödsinn.
....mit der Kippe am Zahn zum Tauchplatz rödeln, nach dem Tg die nächste Kippe an, weil so geil war, aber Hauptsache die TTU in der Tasche...
"Für mich ist die medizinische Eignung eines Tauchpartners höher einzustufen als Ausrüstungsmängel. Ausrüstungsmängel sind (oft) sichtbar und behebbar. Medizinische Risiken meistens nicht"
Lol^^
Is ja wurscht, wenn z.B. der Lungi mehrere Jahre nicht gewartet wurde, Hauptsache die TTU des Buddies liegt vor...
Es geht darum, dass nach 15 Jahren ein neuer Führerschein beantragt wird, aber keine neue Fahrprüfung oder Gesundheitsprüfung absolviert werden muss.
Also können die Blinden weiter fahren
Grund:
Es soll in der Europäischen Union nur noch ein Führerscheindokument geben. Mit dem regelmäßigen Austausch seien die Dokumente zudem stets auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik und die lustigen Uralt-Bilder verschwinden Ein aktuelles Passbild soll dafür sorgen, dass die Erkennbarkeit des Inhabers des Führerscheins verbessert wird.
wer` glaubt
Jemand schrieb weiter oben, dass er sich immer eine gültige TU vor dem Blubbern vorlegen lässt ...
und vor einer Autofahrt bestimmt einen gültigen Führereschein .....
Antwort von boesewicht am 04.09.2010 - 20:12 ""Ich jappse bei mehr als 50mtr. zum Wasser auch, als wenn es mich gleich aus den Latschen kippen würde ...
Da ich aber mit D20 und massig Blei unterwegs bin, dazu starker Raucher und Tauchen meine einzigste Sportart ist, sollte das ja auch kein Wunder sein ..."
Und so einer fordert (vermutlich unbelegte) höhere Sicherheit durch eine TTU für Andere ein? Absurd.
"Hat aber mit meiner Ausdauer und Kondition unter Wasser nichts zu schaffen, mit meinem allgemeinen Gesundheitszustand noch weniger ... "
Starkes Rauchen und Tauchen als einzige Sportart hat mit UW-Fitness nichts zu tun, eine jährliche TTU aber doch? So ein Blödsinn. "
Süßer kleiner Wadenkneifer ...
Ich habe nicht gesagt, das ich bei anderen eine TTU einfordere - ich sagte, das er zu mir und zu sich ehrlich sein soll, was die eigene Gesundheit betrifft.
TTU hilft auch nicht, wenn man Beiträge nicht lesen bzw. verstehen mag ...
Meine TTU ist eine Momentaufnahme für mich, da hierbei Sachen durchgecheckt werden, auf die ich ansonsten das restliche Jahr über eigentlich - da keine Erkrankung oder Problemchen -nichts durchckecken lassen würde ...
Wenn ich keine Probleme habe, dann brauche ich auch nicht zum Arzt zu laufen, die jähliche (in meinem Alter) TTU sorgt dann wenigstens dafür, das ich diesen Check habe ...
Jetzt begriffen ?
Sorry, konnte nicht langsamer schreiben ...
Antwort von Krokus am 04.09.2010 - 20:14 @ twinsen:
Ich sprach von „medizinischer Eignung“. Im Zweifel hat man nunmal nur die gültige TTU als „Beweis“. Ein Führerschein sagt auch nur, dass man die Erlaubnis zum Autofahren hat, nicht die Fähigkeit.
Und lieber ein defekter Lungi als nen Herzinfakt … Oder hast du ein Backup-Herz in der Tasche?
@ boesewicht:
Das „aus der Puste sein“ bezieht sich logischerweise immer im Hinblick auf die Ausrüstung. Du hast meine Aussage bestimmt richtig verstanden
Ich lege jedem Taucher übrigens ans Herz, unser Hobby als eine Art Extremsport zu sehen. Ausreichende Fitness und offizielle, medizinische Eignung vermindern das Unfallrisiko und geben einem selbst und dem Buddy zusätzliche Sicherheit!!!
Gruß
Krokus
Antwort von boesewicht am 04.09.2010 - 20:14 PS: für die kleinen Flachnasen hier ... Rechnet euch mal aus, was bei D20 und weiterem Equipment so an zusätzlichem Gewicht rumzuschleppen ist - wer dabei über 100kg liegt, der ist fast am Ergebnis dran ... - Ok ? Möchte euch mal mit derartiger Zusatzmasse wandern sehen und dann, das Ihr nicht japst ...
Antwort von anonymes Posten am 04.09.2010 - 21:03 @bösewicht
Guck mal einfach deinen Beitrag von 15:03 an:
"Denk mal etwas weiter als nur bis zu Deiner Nasenspitze, laß den Egoismus an der Wohnungstür zuhause und such Dir einfach einen vernünftigen Arzt ...
Sorry, aber was ich pers. dazu denke lasse ich lieber mal stecken ... " [Deine kotz- und sondige Smileys von mir weggelassen].
Und dann:
"Ich habe nicht gesagt, das ich bei anderen eine TTU einfordere".
Nein, hast du nicht direkt gesagt.
"Rechnet euch mal aus, was bei D20 und weiterem Equipment so an zusätzlichem Gewicht rumzuschleppen ist"
Ist schon ok, und ich sage jetzt auch nicht, dass das Deine Sache ist, und Du es nicht machen solltest, wenn es so anstrengend für Dich ist. Denn die D20 ist natürlich im Zweifel auch UW anstrengender, als die D7. (Nebenbei, Respekt für die D20.) Ich sage auch nicht, dass Du gefälligst nicht (stark) rauchen oder Du Sport treiben solltest, weil du dann größere Ausrüstung auch noch besser bewegen könntest (auch bei Strömung o.ä.).
Denn das ist (aufgemerkt!): Deine Sache.
Und nun denk mal (ganz langsam, dann klappt es, ohne dass du aus der Puste kommst und rot anläufst) analog weiter, im Sinne der Fragestellung.
Ok, Hinweis zum Mitdenken:
Man darf zu so einer TTu eben auch seine persönliche Meinung haben. Wie zum Rauchen. Wobei Letzteres (Rauchen) nachweislich gesundheitsschädlich ist. Ersteres (Verzicht auf Wiederholungs-TTU im Jahresrhytmus) hingegen garantiert nicht, und ob eine TTU-Pflicht die Tauchunfallzahlen wirklich messbar senkt, bei der sehr unterschiedlichen Qualität so einer Untersuchung, und dem Wert einer Untersuchung einige Monate später, wäre erstmal nachzuweisen.
Sollte der Nachweis gelingen, wäre ich übrigens für die Pflicht, aber nur zu einer qualitätsgesicherten TTU nach einheitlichem Standard. Und dann bitte auch in anderen Lebensbereichen diese Pflichtuntersuchung, wenn sie nachweislich nützlich ist.
Bis dahin aber...
Antwort von anonymes Posten am 04.09.2010 - 21:17 Obwohl:
Selbst *wenn* der Nachweis einer statistisch relevanten Wirksamkeit einer TTU-Pflicht (wir reden hier von der jährlichen Wiederholungsuntersuchung, nicht von einer Untersuchung vor Tauchausbildungsbeginn oder aller 5 Jahre) gelingen sollte (vermutlich ist er es bisher nicht), wäre noch zu hinterfragen, ob man einem evt. erfahrenen und sorgsam tauchenden, älteren Taucher, der gerade so die TTU nicht mehr besteht, das Recht auf selbstbestimmtes Risiko zum Tauchen nehmen sollte, es aber zugleich einem jüngeren, unerfahrenen, "mutigen" Taucher zugestehen soll, der vielleicht trotz bestandener TTU ein größeres Unfallrisiko hat.
Die sogenannte TTU wird überbewertet, außer für die OWD-Ausbildung, da wird sie wohl sogar unterbewertet.
Antwort von thüringen-diver am 04.09.2010 - 22:08 wie wird denn nun aber die TTU in der Praxis gehandhabt - ?
wenn zbsp ein Urlauber in Ägypten oder Thailand oder egal wo auf der Welt am warmen Meer einen Schnuppertauchgang macht braucht er doch normaler weise keine TTU
besschliest er nun an der Tauchbasis, er macht einen OWD Kurs - ja braucht er da eine TTU oder wird er da zu einen Wald Wüsten Schamanen geschickt der den Wisch TTU unterzeichnet gegen ein Honorar wo man in Deutschland womöglich eine ganze Praxis kaufen könnte die Untersuchung aber eigentlich nichts wert ist weil A: wegen Verständigungsproblemen keine Anamnese gemacht werden kann und B: das dem Arzt auch egal ist der stellt eh die TTU aus weil er ja der Verwandte des Basenchefs ist - man könnte in so einem Fall die TTU auch geich in der Basis käuflich erwerben und müsste nicht zu einem extra " Arzt " im Urlaub gehen
Antwort von Pilzipp am 05.09.2010 - 01:13 Also seinerzeit bestand die TTU in Thailand noch aus dreimal ums Boot schwimmen und dann untendurchtauchen.
Antwort von henri am 05.09.2010 - 20:38 "... Die lt. henri demnächst begrenzte Führerscheingültigkeit ist, soweit mein gesundes Halbwissen besser als henris gesundes Viertelwissen ist, nur eine bürokratische Aktion, die keinerlei ärztliche Untersuchung o.ä. voraussetzt, ..."
Das ist einer der diskutierten Vorschläge. Es gibt aber auch Vorlagen,d die sehr wohl eine medizinische Eignung mit einbeziehen. In unterschiedlicher Ausprägung, zum Beispiel in Form eines Sehtest, aber auch Reaktionsvermögen usw. stehen zur Diskussion.
anonymer, wenn Du Lesen würdest, könntest Du das wissen.
"...Jeder, der tauchen will und schon getaucht ist, bekommt bei irgendeinem Arzt die TTU zuerkannt, ..."
Das kommt ja wohl ganz stark darauf an, wie ernst ein Arzt seine Aufgabe nimmt. Meine nimmt das sehr ernst. Deshalb hat sie mich als TL auch zeitweise aus den Verkehr gezogen. (siehe oben)
Grüße,
henri
Antwort von kwolf1406 am 06.09.2010 - 23:53 TTU ist eine Momentaufnahme, ja. Aber: Die Frage ist doch: wie wahrscheinlich ist es, einen gesundheitlichen Zwischenfall unter Wasser zu bekommen - unter Wasser kann ein plötzlichens Ereignis schnell den Tod bedeuten.
Die Vorsorgeuntersuchung per se ändert natürlich nicht die Wahrscheinlichkeit einer individuellen Erkrankung. Sie verringert aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie "unerwartet" auftritt, weil man eine höhere Chance hat, sonst nicht erkennbare Vorboten zu identifizieren (z.B. EKG-veränderungen unter Belastung). Und erst durch die dann gezielte, ggf. vorbeugende, Therapie wird das Erkrankungsrisiko gesenkt (und man darf wieder tauchen).
Insofern senkt eine TTU, regelmäßig erhoben, das Risiko, einen gesundheitsbedingten Tauchunfall zu erleiden.
Antwort von Doppelventil am 07.09.2010 - 11:21 Hallo zusammen,
also ich muss sagen ich finde die Diskussion hier teilweise überflüssig. Und die Randbemerkungen die manch einer hier von sich lässt sind nicht gerade das Bild, welches wir als Sporttauchgemeinschaft abliefern sollten. Das nur mal dazu.
Zu der TTU:
Es sollte eine einheitliche Regelung geben wie z.B. bei der Atemschutzuntersuchung G26.
Solange das nicht auch der Fall im Tauchsport ist, und jeder Verein und jede Basis ihre eigenen Konstrukte basteln was die Untersuchung angeht, solange entscheide ich persönlich auch selber wann ich zum Arzt gehe und wann nicht.
By the way: Ich arbeite selber in der Medizin und kann meinen Gesundheitszustand besser beurteilen als irgend ein Arzt. Und wenn ich merke, dass was nicht stimmt werde ich mich umgehend um eine betreffende Untersuchung selber kümmern. Und da ich eh alle 3 Jahre die G26 machen muss und eine jährliche Belastungsübung, denke ich, das ich mir die TTU, die in meinen Augen oftmals nur eine komerzielle Veranstaltung von manch unwissenden Hausärzten ist, mir die TTU von einem Doc aus der Klink unterschreiben lassen kann. Somit bleibe ich den meisten Veranstalter und Betreiber von Basen und sonstigen Tauchgebieten gerecht und alles ist gut. Man muss auch nicht alles so heiss essen wie es gekocht wird.
Fazit:
Entweder wird die Untersuchung einheitlich geregelt, auch was die untersuchenden Ärzte angeht, oder wir machen weiter wie bisher und jeder kocht sein eigenes Süppchen.
In diesem Sinne, allzeit gut Luft......
Antwort von x344 am 07.09.2010 - 11:41 "Solange das nicht auch der Fall im Tauchsport ist, und jeder Verein und jede Basis ihre eigenen Konstrukte basteln was die Untersuchung angeht, solange entscheide ich persönlich auch selber wann ich zum Arzt gehe und wann nicht."
Ist ok, Dein gutes Recht. Nur wie oben bereits gesagt: Dann mit den Konsequenzen leben. Die u.U. halt in einen Tauchverbot an gewissen Orten bestehen können.
"By the way: Ich arbeite selber in der Medizin und kann meinen Gesundheitszustand besser beurteilen als irgend ein Arzt. Und wenn ich merke, dass was nicht stimmt werde ich mich umgehend um eine betreffende Untersuchung selber kümmern."
Tja, das nun wiederum ist recht mutig. Wenn ich den Kontext richtig verstanden habe, arbeitest Du "nur" in der Medizin, bist aber kein Arzt und weißt trotzdem alles besser als ein Spezialist? Finde ich eine mutige Aussage. Muss aber jeder selbst wissen. Nur eine Frage dazu: Was ist wenn Du es erst zu spät merkst? Ein Herzinfarkt z.B. kündigt sich ja nun meistens nicht so im Vorfeld an. Oder oder oder ...
Antwort von Doppelventil am 07.09.2010 - 13:27 ALSO:
Nein, ich bin kein Arzt sondern Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin.
Und damit es nicht falsch verstanden wird, ich habe immer eine gültige TTU dabei und somit ist ein Tauchverbot auch hinfällig.
Ich weis es nicht besser als ein Speziallist nur ich kenne meinen Körper besser als ein Arzt der mir gerade mal den Blutdruck misst und die Standartfragen von den Untersuchungsbögen mit mir durch geht die ich sowieso alle ohne gesundheitlichen bedenken beantworten kann.
Wenn ich nen Herzinfarkt oder nen Schlaganfall oder einen Krampfanfall unter Wasser erleide kann ich im ersten Moment eh nix dran ändern. Dies kündigt sich auch im Vorfeld nicht an und kann somit auch in einer Untersuchung im Vorfeld nicht diagnostiziert werden. Und da ich jährliche Belastungsübungen absolviere, die wesentlich anspruchsvoller sind, kann ich guten Gewissens auf eine 0815 Untersuchung bei meinem Hausarzt verzichten.
Ich will damit nur sagen, wenn eine TTU erforderlich ist, dann soll sie im Untersuchungskonzept vereinheitlicht werden. Ich bin auf keinen Fall gegen die TTU und ich sehe sie auch gerade bei Anfängern für Sinnvoll an. Nur der eine so und der andere so ist ja auch nicht der richtige Weg.
Antwort von x344 am 07.09.2010 - 14:46 Ok, so habe ich es auch richtig verstanden
Antwort von Krokus am 07.09.2010 - 19:59 Zitat Doppelventil:
"Ich arbeite selber in der Medizin und kann meinen Gesundheitszustand besser beurteilen als irgend ein Arzt. Und wenn ich merke, dass was nicht stimmt werde ich mich umgehend um eine betreffende Untersuchung selber kümmern. Und da ich eh alle 3 Jahre die G26 machen muss und eine jährliche Belastungsübung, denke ich, das ich mir die TTU, die in meinen Augen oftmals nur eine komerzielle Veranstaltung von manch unwissenden Hausärzten ist, mir die TTU von einem Doc aus der Klink unterschreiben lassen kann."
Du bist mal wieder eine Ausnahme. Du hast (als Feuerwehrmann?) mit der G26 und erweitertem Medizinischen Sachverstand und ggf. Betreuuung durch dir bekannte Ärzte eh eine umfassende Kontrolle.
Aber denkt doch mal an die Mehrzahl der Taucher, die sowas nicht genießen können.
So wie z.B. die Themenerstellerin. Wenn es medizinische Bedenken gibt, da offiziell ein erhöhtes Risiko festgestellt wurde, dann gehört das meiner Ansicht nach nicht unter den Tisch gekehrt mit dem Argument "Selbstbestimmung". Es ist ein Risiko vorhanden und damit sowohl ein Risiko für das eigene Leben als auch für das des Buddies.
Wurde nunmal bei der turnusmäßigen TTU festgestellt und nicht aufgrund medizinischer Beschwerden ... gut so, denn ich möchte nicht dabei sein, wenn z. B. erst in einer Stresssituation unter Wasser noch einer Herzrythmusstörung ihre Auswirkungen zeigt.
Und mal ehrlich ... wir wissen doch alle selbst, wie das ist mit der "Selbsteinschätzung".
Wie oft fühlt man sich nach 5 Bier noch fit Auto zu fahren ... aber es gibt nunmal zurecht die Promille-Grenzen und wenn man nen Unfall baut, wird auf jeden Fall versicherungs- und strafrechtlich auf die "Fahrtüchtigkeit" geschaut.
... dürfte wenn`s hart auf hart kommt bei einem Tauchunfall nicht anders sein.
Wie bereits geschrieben:
Ich sehe Tauchen als eine Art Extremsport und verhalte mich entsprechend.
Antwort von Taucherladen-online am 07.09.2010 - 21:57 @all,
da ich hier immer wieder von der G26 Untersuchung lese und Manche der Meinung sind, dass diese eine Tauchuntersuchung ersetzt. Dem ist sicher nicht so, denn sonst gäbe es nicht die G31 Untersuchung die für Taucher in Hilfeleistungsorganisationen jährlich vorgeschrieben ist!!
Viele Grüße
Gerhard
Antwort von kwolf1406 am 07.09.2010 - 22:14 @Doppelventil
"Dies kündigt sich auch im Vorfeld nicht an und kann somit auch in einer Untersuchung im Vorfeld nicht diagnostiziert werden. Und da ich jährliche Belastungsübungen absolviere, die wesentlich anspruchsvoller sind, kann ich guten Gewissens auf eine 0815 Untersuchung bei meinem Hausarzt verzichten. "
Ja, ein Infarkt kündigt sich meist nicht vorher an, aber ein regelmäßiges Belastungs-EKG kann die Wahrscheinlichkeit, dass einer unverhofft auftritt, verringern, weil das Bel-EKG Hinweise aufdecken kann. Und genau das tust du ja doch! Ob im Rahmen einer TTU (eben der Anlass für die meisten Taucher - es sollte sowieso eine nach dern Regeln der GTÜM sein) oder sonstwie (z.B. Berufsbedingt), ist doch egal.
Letztlich befürwortest du durch dein Verhalten genau das: Regelmäßige Gesundheitskontrolle über das eigene Empfinden hinaus.
Antwort von thüringen-diver am 07.09.2010 - 22:57 @Taucherladen-online
GE 26 Untersuchung ist für Feuerwehrleute die Atemschutzträger sind
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