Kindertauchen Abgesandt von Hardy am 29.01.2002 - 19:32:
Hi,
meine Tochter (10 Jahre) will jetzt auch unbedingt
mit Papi tauchen.
PADI macht ja schon den Scuba Diver für Kids ab 10 J.
Hat jemand Erfahrung mit tauchenden Nachwuchs.
Gibt es gesundheitliche Risiken; Gewebe ist ja noch im Wachstum ?!
Gruß
Hardy
Antwort von Jessica am 29.01.2002 - 19:50 hm, ich schreib da grad an nem Artikel drüber... bin noch nicht fertig, aber hier paar Auszüge:
Natürlich muß der kleine Filius vor Beginn einer Tauchausbildung auch den medizinischen Check-up bestehen. Doch hier beginnt bereits das erste Problem: Es liegen keine gesicherten medizinischen Kenntnisse vor, was mit dem jungen Körper passiert, wenn er einem erhöhten Druck ausgesetzt wird. So stehen Mikroblasen im Verdacht, das Wachstum zu verzögern, wenn diese in die Stoffwechselaktiven Wachstumszonen der Röhrenknochen (Arme und Beine) geraten. Daher wird allgemein geraten, nicht tiefer als 10-15m zu tauchen.
Ein wichtiger Punkt ist die geistige und motorische Reife.
Außer dem bereits erwähnten geistigen und motorischen Anforderungen gibt es noch weitere Beachtenswerte Punkte. Zum Beispiel die Lungenreife. Nach Studien kam man zu dem Schluß, dass diese erst ab dem Alter von 8 Jahren abgeschlossen ist.
Außerdem muß der kleine Körper sich noch mit einer Vielzahl anderer Probleme auseinandersetzen. So ist das Immunsystem noch im Aufbau. Daraus resultieren häufigere Erkältungskrankheiten und Allergieentwicklungen, die teils das Atmungssystem beeinträchtigen.
Die noch verhältnissmäßig enge Eustach`sche Röhre kann massive Druckausgleichsprobleme verursachen.
Mehr folgt Ich würd es mir also überlegen.. aber ab 10 denk ich ist das okay, bei einer geringen Tuchtiefe natürlich ! Wobei ich 10m schon recht tief finde.
Antwort von Uwe am 30.01.2002 - 09:41 Unsere Tochte war 12 als sie mit der Taucherei anfing. Wir sind bis 8 m, in Ausnahmen bis 10 m gegangen. Wie Jessica schon schreibt sind es gerade die Rohrenknochen die emfpindlich reagieren könnten.
Da Kinder eine zum Körpervolumen größere Hautoberfläche als Erwachsene haben, sind sie auch sehr schnell ausgekühlt. Daher rechtzeig den Weg zum Ausgang antreten, da die Kinder erst Signal geben wenn ihnen schon zu kalt ist.
Ansonsten haben sie Spaß, tarieren lernen die Kleinen viel schneller als die Erwachsenen.
Antwort von Martin am 30.01.2002 - 10:00 bereíte mich gerade auf einen Kinderkurs nach den Richtlinien von Barakuda vor. Hier werden deie Tauchtiefen zwischen 10-13 m von 5m -8 m geändert
Antwort von Emanuel am 30.01.2002 - 23:40 @ Jessica:
wo hast du denn das mit dem Immunsystem her?
Wieso sollte beim Tauchen (normalerweise) etwas anderes als (gefilterte!) Luft in die Lungen eines Kindes kommen? Und selbst wenn diese kalt wäre, wäre das für ein Kind nicht gefährlicher als für einen Erwachsenen auch.
Tatsache ist eher, dass das Immunsystem von Kindern meist noch besser funktioniert als das von Erwachsenen. Denk mal, wie schnell sie mit Fieber (als eine Reaktion des Immunsystems) reagieren, ohne dass sie das gleich so mitnimmt, wie beispielsweise einen 40jährigen... Und am nächsten Tag spielen sie schon wieder im Freien.
Ich hätte von der Seite keine Bedenken, wohl aber dass sie einfach aus Faszination am Tauchen nicht so sehr drauf achten, wann sie auskühlen...
Antwort von Jessica am 31.01.2002 - 00:19 Ich hab mich darüber mit einem Pädiater unterhalten. Und es erscheint mir durchaus logisch zu sein ! Natürlich muss der Körper erst einmal lernen, sich gegen feindliche einflüsse zu wehren. Und jedes mal, wenn er einer Infektionsquelle ausgesetzt wird, "lernt" er was dazu.
Und natürlich spreche ich nicht von Quetschluft als Infektionsquelle, sondern von der allgemeinen Anfälligkeit und damit verbundenen häufigeren Erkältungen etc.
Antwort von Hardy am 31.01.2002 - 09:32 danke für die bisher sehr detailierten Antworten.
tiefer als 10 m gehts beim scuba diver eh nicht, dies wurde mir von PADI auf der Boot bestätigt.
weitere Kommentare sind aber noch willkommen.
Hardy.
Antwort von Franz Kellner am 31.01.2002 - 23:00 Hallo Tauchen mit Kindern,
Ich Tauche mit meinen beiden Kindern Debby 11J.hat
9Tauchgänge Patrik ist 14 und hat über 50.
Wichtig ist das Sie nicht Unterkühlen /Vertrauen haben und auch ernst genommer werden/ordentlich ausgebildet sind/kein schlechteres Equipment haben
als der Erwachsene(Eltern meinen nur zu oft ach die paar Tauchgänge das reicht)und auch ganz wichtig die geistige reife haben.
Wenn man dieses beachtet macht Tauchen mit Kindern
unendlich Spaß.Bei der Debby war es der 2 Tauchgang als sie mit der Karin von Muk`s in Oelde
aus dem Wasser kam und mir freudestrahlend erzählte Papa ich habe ein Tier gesehen.
Mfg Franz
Antwort von Emanuel am 01.02.2002 - 19:03 @Jessica: Hm, lustige Wortschöpfung: Pädiater!!! Wohl so ne Art Mischung zwischen Kinderarzt und Pfaffen:--)
Aber mal Scherz beiseite: Das unspezifische Immunsystem ist bei Kindern topfit und kann normalerweise mit allem fertig werden, was denen da unten so begegnet (insbes. "Erkältung"), da sie sich ja keine Viren einfangen können...
Das spezifische Immunsystem kann (und sollte) bei Kindern noch nicht so "ausgeprägt" sein, da es sich erst im Laufe des Lebens mit den verschiedenen "Erregern" auseinandersetzen und dabei lernen muss. Da würde ich aber beim Tauchen die allerwenigsten Bedenken haben, denn die meisten Erreger holt das Kind sich ja über die Atemwege...
Verstehst du, was ich meine?
Gruß
Emanuel
Antwort von K.-D. Völker am 05.02.2002 - 10:43 Hallo,
für alle,die keine medizinischen Kenntnisse haben:
Pädiater heißt der Facharzt für Kinderheilkunde.
z.B. kann sich auch der Zahnarzt Stomatologe nennen.
Heutzutagesind doch Fremdwörter in... oder?
Kalle
Antwort von Michael am 21.02.2002 - 00:40 Er hat da gerade etwas fertig gestellt.
Taucherarzt, Vater...
www.drgensler.de Gruss,
Michael
Antwort von Michael am 21.02.2002 - 14:40 Sorry, daran hätte ich denken sollen, mir wars ein Versuch wert, hätte ja fast geklappt.
Grüsse,
Michael
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