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Kinertauchen

Ich hab mal eine Frage an alle Tauchväter und Tauchmütter, wann habt ihr euKinder das erste mal mit eigen PTG mit zum Tauchen genohmen.

Die Altersgrenzen der Tauchorganisationen sind mir bekannt, ich kann mir aber nicht vorstellen das sich alle daran halten und so lange warten.

Mein Sohn ist 8 Jahre und hangt schön seit längeren nach meinen Tg an meinem Zweitregler und tauch mit mir nochmal auf 1 bis 2 m für max. 5min ab.

Jetzt möchte er seinen eigene Ausrüstung um zu tauchen wie die Großen.

Ich bin nicht unbedingt abgeneigt ihm dass zu ermöglichen.

Gibt es hir Eltern die ähnliches erlebt haben und welche Erfahrung habt ihr gemacht und auf was sollte man unbedingt achten?

Vielen Dank! PAPI
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Mytilus23TL CMAS
30.08.2005 16:46
Lieber Papi,

es ist dein Sohn, du hast sicherlich größtes Interesse an seiner Gesundheit und Entwicklung. Bitte guck mal auf www.medicdive.de die sehr fundierten Darstellungen von Tauchmedizinern zum Thema Kindertauchen durch!

Es gibt Orgs, die es zulassen, dass Kinder mit 12 Jahren auf bis 21 m tauchen. Daraus resultierende Spätschäden in der Skelettentwicklung sind noch nicht absehbar, aber sehr wahrscheinlich.

Willst du wirklich deinen Sohn als weiteres Versuchskaninchen opfern?

Mach ihm doch einfach klar, dass Tauchen so etwas ist wie Autofahren mit klaren Altersgrenzen, die auch ihren guten Grund haben. Lass ihn schnorcheln, dann mit 12 Jahren bis 5 m tauchen und mit 14 Jahren dann den Anfängerkurs machen. Ich weigere mich als TL strikt, Kindern unter 12 Jahren selbst in der Halle ein Gerät zu geben, und jünger als 13,5 Jahre ist bei mir nichts drin mit CMAS *-Kursbeginn. Und diese strikte Schiene ist abgestimmt mit Tauchmedizinern.
30.08.2005 17:07
Hallo Vati, zur Info hier nur zwei Links zu Thema. Mit entsprechender Vorsicht wird ab hier ab 8 Jahren gesprochen:
http://www.die-reims.de/htm/kindertauchen.htm
http://www.medicdive.de/wbb2/attachment.php?attachmentid=97&sid=baf6657f11d2a09b428cbdb61eef3165
Viele Grüsse
Steffen
30.08.2005 17:19
@D-32
Ich möchte mit meinen Sohnemann keine 21m Tauchgänge machen!!!

Ich dachte an TG auf max 2 bis 3m im Ufferbereich und maximale Tauchzeiten von 10 bis 15 min.

Q malipayon
Danke für die links ...

Papi
henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
30.08.2005 17:47
In einem Punkt hat D-32 Recht: Die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes darf nicht gestört werden.

Ansonsten finde ich, reagiert er etwas über. Die Grenzen der Verbände sind sinnvoll abgesteckt. Wenn er Jugendliche erst ab 13,5 mit ins Wasser nehmen will, ist das aber sicherlich sein gutes Recht.

Ich bin Kinder-TL und habe gute Erfahrungen mit Kindern im Flachbereich im Schwimmbad ab 8 Jahren und ab 10 gehen wir mit Ihnen auch ins begrenzte Freiwasser. D.h. maximal 8 m, maximal 30 Minuten und nur ein Tauchgang am Tag. Dazu kindgerechte leichte Ausrüstung.

Schäden sind eigentlich noch nie wirklich nachgewiesen worden. (Auch nicht in den zitierten Berichten) Es gibt begründete Vermutungen, daß Dekoschäden das Längenwachstum der Röhrenknochen stören können. Wie aber soll ein Kind einen Dekoschaden bei Einhaltung der Grenzen erleiden???
Die Grenzen sind ja bewußt so niedrig angesetzt, damit es ausgeschlossen ist.

Das Gerät bekommen die Kinder übrigens erst im brusttiefen Wasser bei uns.

Und die Besonderheiten der Tauchtauglichkeitsuntersuchungen sollte man auch mit dem attestierenden Arzt durchsprechen.

Meine kleinen werden trotzdem bis 10 warten müssen, obwohl der Große heute schon immer mit will. Er ist erst drei, da hat er noch genug Zeit sich mit dem Gedanken anzufreunden...

Grüße,

henri
30.08.2005 21:41
Hai Papi. meine zwei ( heute 16 und 18) haben auch schon früh mit dem Tauchen angefangen, unser Sohn konnte schon mit 4 Jahren prima schnorcheln. Beide haben mit 10 ihre ersten flachen Gerätetauchgänge zusammen mit 2 Erwachsenen gemacht und dann mit 14 bzw. 15 Bronze. Heute sind sie nicht mehr so tauchgeil wie früher, und was sie später noch machen, ist sowiso noch nicht abzusehen.
Wenn man die nötige Vorsicht ( mit Tiefe und Nullzeit) walten lässt und weiß, dass es sich bei Kindern nicht um vollwertige Partner handelt, finde ich, dass man ihnen den Spaß gönnen kann.
urgestein
30.08.2005 23:35
Hi,

hier mal ein Extrem: Im Verein haben wir mit den Söhnen des Präsi (5 und 6 Jahre) Tauchgänge im Pool durchgeführt (Präsi ist Arzt).
Das ist jetzt 18 Jahre her. Die Lütten waren oft dabei und haben sich ohne Schäden normal weiterentwickelt.
Damals haben wir das einfach ohne nachzudenken gemacht und ist ja auch gutgegangen.
Heute würde ich das nicht mehr machen. Ich denke 12 jahren ist OK.

Gruß Markus
30.08.2005 23:48
PAPI: bei deinen offensichtlichen feinmotorischen Defiziten würde ich dir nicht empfehlen, den Kurzen an den Zweitautomaten zu hängen...
Mytilus23TL CMAS
31.08.2005 01:21
@ Markus

Damals in der Anfangszeit gabs ja ohne großes Nachdenken noch ganz andere Dinger, die man einfach so machte, weil auch die Überdruckmedizin noch in den Kinderschuhen steckte.

Die ganze Kindertaucherei wird m. E. kommerzialisiert (mit einfach grauenvoller Sprachdiktion und Ekelcomicfiguren), um schon die kindliche Kundschaft an die Tauchfirma zu binden, kaum dass sie ihren Seepferdchen-Schein hat. Die Strategie ähnelt McDoof: Fürs Kind gibts die Junior-Tüte mit Plastikspielzeug drin, natürlich zum Sammeln, damit es wiederkommt, später dann den McWürg, dann den BigMäc und weiteres Junkfood. Förderung von Adipositas etc. ist dem Anbieter wurscht!

Wenn (nachweislich!) 12-jährige im Rahmen des Junior-AOWD bis 21 m Tiefe dürfen, ist das medizinisch (und auch entwicklungspsychologisch) gesehen absolut verantwortungslos, denn das machen sie dann natürlich später noch öfter, sie dürfen es ja. Was dann irgendwann, weil bisher zu kleines Probandenkollektiv und zu kurze Zeit der Beobachtung, sich als resultierende Schädigung übrigens auch des Alveolarepithels ergibt, weiß noch niemand. Im Klagfall dürfte der kausale Ausschließlichkeitsbeweis sehr schwer zu führen sein.

Ich würde mich jedenfalls strikt weigern, mein Kind, nur weil es das will, in dieses völlig unklare, kommerzbestimmte Testumfeld einzustellen.

Was ja auch dazukommt: Mit 8 Jahren Gerät/Halle, mit 10 Jahren Junior-OWD, mit 12 Jahren Junior-AOWD - und dann etwa mit 14 Jahren Trimix und 50 m? Die Kiddies fordern doch permanent den nächsten Kick, sonst ist das nicht "cool". Grauenvoll!

@ henri

Niemand spricht hier bisher davon, dass Kinder auch nur in die Nähe von Dekopflicht kommen. Und: Darf ich vermuten, dass in deine Kindertauchlehrer-Aktivitäten mahnende und sehr restriktive Empfehlungen erstklassiger Tauchmediziner eher nicht einfließen?
31.08.2005 07:45
@ D-32
Etwas überzogen find ich es auch was du schreibst, das tauchen ein gefährlicher Sport ist, für Erwachsene und besonders für Kinder ist uns sicher allen klar.
Aber ist dass nicht bei jeder Sportart so dass sie Auswrikungen auf die Entwicklung der Kinder haben wenn man es übertreibt und zu hohe Leistungen fordert.
Und welche Sportart ist nicht von Kommerz bestimmt?
Wie gesagt ich rede hier von TG im Flachwasser für Kurze Zeit!!!

und 26-Gäste dass mit der Feinmotorik sieh mir bitte nach, da meine Tastaturhand zur Zeit in Gips eingelegt ist...


31.08.2005 07:48
100% Übereinstimmung mit D-32! Offensichtlich ist Herni einer von denen, die die Verbands-Politik ungefiltert und ohne selbst mal nachzudenken als Fakt hinnehmen.

Meines Wissens nach (immer schön einschränkend bleiben ) fliessen in die heutigen in Tauchcomputern verwendeten Dekompressionsmodelle keine Daten von Kindertauchgängen ein. Die Nullzeiten, die errechnet werden, basieren auf Daten einer "repräsentanten" Gruppe - was ist repräsentativ?

@Henri:
Warum passieren Dekounfälle trotz Einhaltung der Grenzwerte?

Brauchste nicht zu beantworten...

Fakt ist in Bezug auf die Kindertaucherei nur eins: Es gibt keine Beobachtung/Feststellungen über Langzeitschäden.

@D-32:
Schade finde ich an Deinem Beitrag nur, dass wieder einmal PADI-typische Termina benutzt werden. Die Kindertaucherei wird ebenso z.B. von Barakuda (Junior Diver) und SSI (Scuba Ranger)vermarktet.

Und die Kindertaucherei wegen Kommerzialisierung zu verdammen, finde ich auch etwas daneben... oder werden von Dir z.B. auch bewusst die Hersteller gemieden, die "hippe" Kinderklamotten herstellen? (das fänd ich dann konsequent )

Was gibts denn an vergleichbaren Sportarten, D-32? Bungee-Springen z.B.? Das würde PAPI seinen kleinen vielleicht auch erlauben?? Vielleicht fällts ihm ja auch nur schwer, weil die Auswirkungen der Taucherei auf ein Kind erst sehr, sehr viel später erkennbar sein können und nicht zwingend unmittelbar eine "mechanische Schädigung" bedeuten. Vielleicht hast Du ja auch noch ein Beispiel für eine Sportart mit möglichen Langzeitschäden.

Ich jedenfalls würde (meinen nicht vorhandenen) Kindern aus den skizzierten medizinischen Gründen das Tauchen nicht erlauben und es abhängig von der allgemeinen körperlichen und geistigen Entwicklung machen. Und 14 Jahre, bzw. 12, geschweige denn 8 Jahre finde ich einfach viel zu früh...

Andre
Mytilus23TL CMAS
31.08.2005 08:41
@ Andre

Natürlich sollen meine Äußerungen/Abkürzungen sinngemäß auch für SSI/Barakuda gelten, nur sind mir die SSI-Begriffe nicht geläufig.

Kommerzialisierung: Ohne diese kommerziellen Angebote wäre für die Kinder immer noch jahrelanges Schnorcheln und Mitmachen beim Apnoetraining im Verein die Einstiegsdroge. Und ist es nicht unstrittig, dass hier einfach ein neues, allerdings eben fragwürdiges Marktpotential angegraben wird?

Andere Sportart mit möglichen Spätschäden: Wie wärs denn mit Kinderboxen?

@ Papi

Wenn du mal nachdenkst, fallen dir viele unkommerzielle Sportarten ein, von Fußball über Tennis bis Turnen und Schwimmen. Bedenke: Sport wird in erster Linie in Sportvereinen gelernt und betrieben.
henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
31.08.2005 09:19
@ D-32: Die Gedanken der Sport- und Kindermediziner gehen sehr wohl in unsere Gespräche mit den Eltern der Kinder ein.
Du hast anscheinend keine Ahnung von den Vorgaben der CMAS-organisierten Verbände. Du erwähnst hier lediglich die Randbedingungen von PADI. Die von anderen Verbämden (der CMAS zugehörig) liegen da ganz anders. Da limitiert das Alter die Tauchtiefe. Ich habe Dir hier die Grenzen mal abgeschrieben:

8-9 Jahre: 3m
10-11 Jahre: 5m
12-13 Jahre: 10m

Die Tauchzeit ist limitiert auf 30 Minuten, die Anzahl Tauchgänge pro Tag auf 1.

@_Andre_ Wenn Du das mal nachrechnest und dann ein bischen recherchierst, wirst Du kaum einen Tauchunfall mit einem derartiegen Tauchprofil finden. Wie soll man denn bei 30 Minuten im 10 Meterbereich eine signifikante Aufsättigung von N2 bekommen.

Noch mal an D-32: Ich finde es auch nicht gut, wenn Kinder zu Gegenstand von kommerziellen Organisationen werden. deshalb bieten wir den Kindern das Tauchen fast für Nüsse in unserem Verein an. Und Deinen Kommentar mit dem immer wieter fortschreitenden Kick kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Normalerweise sind sie froh, daß sie sich überhaupt beteiligen dürfen. Die, die bei uns Tauchen von Kindesbeinen an gelernt haben sind nachher eigentlich die besonneneren Taucher.

Also @D32 und @_Andre_: bevor Ihr hier zu so kräftigen Kommentaren greift macht Euch doch mal schlau, was wirklich draußen los ist. Und schert bitte nicht alle über den PADI-Kamm. Der paßt nun wirklich nur bei PADI.

Und seid bitte nicht so unverschämt allen, die nicht Eurer Meinung zu dem Thema sind, kommerziell getriebene Verantwortungslosigkeit zu unterstellen.

Grüße,

henri
Mytilus23TL CMAS
31.08.2005 09:55
Ok, lieber Henri, deine ausführliche Darstellung besänftigt und beruhigt mich wieder.

Ich glaube und hoffe auch, dass Papi jetzt einiges an wichtigen Infos sowie weiterführenden Quellen hat, um gut informiert richtig zu entscheiden und vor allem die verantwortbaren Grenzen kennt.

Aber es ist ja leider so, dass diese Grenzen überschritten werden. Vor kurzem erst wieder in Ägypten gesehen: Zwei Kinder, Schätzalter 10 Jahre und ein Erwachsener gingen tauchen, wir sahen sie später auf 24 m
31.08.2005 10:11
Hier wird ständig über Dekopflicht und -unfälle geredet. Die vermuteten Langzeitschäden bei Kindern kommen doch aber nicht erst bei Deko-Unfällen zustande, sondern durch die Anlagerung von Mikroblasen an den Wachstumsfugen, so mein Laienhafter Kenntnisstand. Und die treten, wieder mein Laienhafter Kenntnisstand, bei nahezu allen Tauchgängen auf, die jenseits der fünf Meter liegen.

Ist doch komisch: Da wird von fast allen Tauchern so ein blödes Messer mitgenommen. Als Grund wird genannt, dass sich alle 200 Jahre mal jemand in einer Angelschnur verfängt und man aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein will. Bei den eigenen Kindern wird über diese sichere Seite aber bis aufs Blut diskutiert.

D-32: 100% Zustimmung. Meine Jungs kommen frühestens mit 12 an die Flasche.
Vercingétorixold school
31.08.2005 10:32
Wie immer mit sehr viel Emotionen.
a) Es gibt keine Langzeitstudien zu dem Thema. Es gibt Untersuchungen an Mäusen, bei denen eine Schädigung der Knochen festgestellt wurde. Auch bei geringen Tiefen.
b) Eine absolute Altersgrenze schlicht falsch. Es kommt auf das Kind an.
c) Die meisten TL´s haben nicht wirklich eine pädagogische Ausbildung, insbesondere was den Umgang mit Kindern angeht.
d) Der Kindertauchunsinn der angeboten wird ist bullshit. Reine Werbung ohne wenn und aber.

Also je kürzer und flacher desto besser, aber ein nichtkalkulierbares Risiko besteht. Meine Kinder wachsen mit dem Hobby auf. Die Frage bleibt, ab wann dürfen sie es selber versuchen. Und die Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Je später desto besser würde ich sagen.
henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
31.08.2005 10:59
@ Kormoran

Na klar, Du hast Recht. Die potentiell mögliche Schädigung wird durch Mikroblasen möglicherweise unter Umständen hervorgerufen. Du hast aber nicht Recht, wenn Du schreibst, daß sie immer auftreten. Zum Entstehen der Mikroblasen benötigt es schon einer signifikanten Aufsättigung mit N2. Die ist bei den oben erwähnten Grenzen aber nicht gegeben. Das wird schon klar, wenn man in die Deko2000 hineinschaut. Der zweite Risikofaktor, der Mikrogasblasen begünstigt sind Wiederholungstauchgänge. Auch die sind ausgeschlossen. Auch Jojo-Tauchgänge sollten mit Kindern vermieden werden.

Der Kommentar von Detlef ist in der Form nicht diskussionswürdig. Vielleicht formuliert er ja seine Bendenken mal ohne Emotionen und Kraftausdrücke, dann kann man ihm vielleicht auch antworten.

Eine wichtige Rolle beim Kindertauchen spielen auch die Eltern. Sie müssen begreifen, daß es für Kinder Grenzen gibt, die da sind um die Kinder zu schützen. Genauso, wie es Grenzen gibt, die erwachsene Taucher schützen.

Hält man sich daran, würde ich eher mit meinen Kindern Tauchen gehen als sie im Fußball-, Handball- oder sonstwie verbreiteten MAssensportvereinen anzumelden. Da erleiden viel mehr Kinder viel schlimmere Verletzungen. Aber über die Spätfolgen überdehnter Gelenke, überlasteter Muskulatur und gestauchter Gelenke und gebrochener Knochen diskutiert halt niemend. das wird einfach gemacht. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, was leistungsorientierter Sport den Kinderkörpern antut? Zum beispiel Turnen??? Oder Fußball spielen??? Oder Inline skaten, Scooter fahren, Fahrradstürze...

Da sind sie Schäden gut belegt. Aber es interessiert keinen....

Grüße,

henri
Mytilus23TL CMAS
31.08.2005 11:11
@ henri,

Über das Akut- und Spätfolgenrisiko in kindlichen/jugendlichen Leistungskadern z. B. beim Turnen oder Volleyball brauchen wir ja sicherlich nicht zu diskutieren - Eltern, die aus Prestigegründen da mitziehen, gehören geprügelt!

Hier geht es aber um die Ausübung einer nicht wettbewerbsorientierten Funsportart, und der geringste Verdacht auf spätere Schäden sollte verantwortungsvollen Eltern die Grenze des "fun" aufzeigen (die mit 21 m und 12 Jahren beim Junior-AOWD sicherlich überschritten ist).
Vercingétorixold school
31.08.2005 11:18
@henri
Nun so viel Emotionen waren nicht dabei. Aber danke für den Hinweis auf die Kraftausdrücke. Was anders fällt mir nicht zu den Angeboten ein. Ich kenne die meisten, da das Thema immer wieder im Verein oder im Bekanntenkreis hochkommt. Aber man sicherlich zwischen den einzelnen Angeboten noch weiter differenzieren.

Aber da du nach eigenem bekunden Kinder TL bist ergibt sich für mich dann folgende Frage.
Bist du Pädagoge?
Wenn ja, welche Ausbildung (Erzieher, Lehrer etc.)
Wenn nein, welche Ausbildung und durch wenn befähigt dich dazu mit Kinder umzugehen?
Vater sein, reicht nicht.

Richtig ist, das jede Sportart risikobehaftet ist. Aber die finden über Wasser statt.
31.08.2005 12:03
Hallo, Henri, da bist Du schon wieder auf dem Holzweg: Mikroblasen treten nach nahezu jedem TG auf. S. z.B.

http://www.taucher.net/forum/medizinShow.html?messageNummer=555

und diverse andere Threads hier und anderswo.
31.08.2005 12:38
OhOh

Das Hauptaugenmerk liegt sicherlich im gesundheitlichen Aspekt wegen des noch nicht voll entwickelten Körpers und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es genau so ein Risiko birgt wie das Tauchen im Alter. Auch wenn bis heute offiziell keine Folgeschäden bekannt sind, sollte man sich als Elternteil diesem Thema mit Vorsicht nähern, nicht die bekannten Eventualitäten ("es kann, muss aber nicht passieren") von vorn herein ausschließen und auf alle Fälle strikt die Grenzwerte (Tiefe, max. 30 Min., nur ein TG am Tag)einhalten.
Es sind bzgl. des Tauchens noch zu viele Faktoren nicht abschließend geklärt und die Ein- und Auswirkungen auf Kinderkörper gehört dazu.

Neben des körperlichen Risiken sollten bei einer beabsichtigten Einführung und Ausbildung in diese Sportart auch weitere Aspekte in Betracht gezogen werden.

Aus eigener Beobachtung teile ich nicht die Ansicht, dass das spielerische Heranführen durch Kindertauchprogramme, unabhängig vom Verband, auf ein entsprechendes verantwortungsbewusstes Tauchen vorbereiten.
Die Jungs verhielten sich immer wesentlich unreifer, unselbstständiger und "verantwortungsloser" als Mädchen im gleichen Alter. Was nicht heißen soll, dass Mädchen generell früher tauchen dürfen.
Ein fixes Alter für Kindertauchen zu nennen ist auch deshalb nicht möglich, denn die unterschiedlichen Entwicklungsstadien sind zu berücksichtigen.

Die verzögerte motorische Entwicklung zeigt sich auch immer wieder in Schwierigkeiten mit der Handhabung und dem Zusammenbau der Ausrüstung. Als Beispiel hierfür nenne ich das An- und Abkoppeln des Inflators.

Ich bezweifle auch, dass in einer Ausbildung zum JOWD im frühest möglichen Alter von derzeit 10 Jahren die theoretischen Inhalte komplett verstanden und in der Praxis umgesetzt werden können; tun sich damit doch schon oft genug die Erwachsenen schwer.

Stellt sich somit die Frage, ob die heranführenden Kurse, die ca. 3 Monate dauern sollen, die bereits genannten Contraargumente abschwächen können?
Ob während dieser Zeit die, ich sage mal, häufige Disziplinlosigkeit eingeschränkt und die mangelnde Konzentration gesteigert werden kann?

M.E. liegt dem Kindertauchen hauptsächlich der kommerzielle Aspekt zugrunde. Man hat eine Marktlücke entdeckt, die nun ausgeschlachtet wird, da der Taucherboom der Erwachsenen stagniert bzw. rückläufig ist. Sei es mit dem Angebot an Kursen, in denen man immer schön zum nächsten weitergeleitet wird oder der Ausrüstung in kleinen Größen.

PAPI, ich verstehe, dass ein mit der Familie gemeinsam betriebenes Hobby etwas schönes ist. Aber dein Junge wird, sollte er mit dieser Sportart beginnen, in den kommenden Jahren nicht ein Buddy wie jeder andere sein, denn für ihn gelten andere Gegebenheiten.
Wir kennen deinen Jungen nicht, wissen nicht, wie weit er entwickelt ist, aber 8 Jahre ist eindeutig zu früh.
DU bist verantwortlich für dein Kind und ebenso für die Risiken, denn du unterschreibst auch dafür.
Wenn du dir und deinem Kind einen Gefallen tun möchtest, warte.
Ich persönlich halte nichts vom Kindertauchen, schon gar nicht, wenn die Zwerge unter 12 Jahre sind. Man muss kein Risiko eingehen und nicht immer ist "Früh übt sich" das beste.

Solltest du dich informieren möchten, dann unter:
scubarangers.de
padisealteam.com
cmas-germany.de

Trish
Mytilus23TL CMAS
31.08.2005 12:57
Trish,

du triffst die bisher noch nicht genannten Kontraargumente voll auf den Kopf! Klasse!
31.08.2005 13:00
Uuups

Danke für die Blumen

Meistens stehe ich mit meinen Ansichten alleine auf weiter Flur

Trish
31.08.2005 13:02
Mahlzeit allerseits!
Irgendwie haben sich jetzt die meisten darauf eingeschossen das Kindertauchen niederzumachen.
Seht es mal positiv:
Hier interessiert sich noch ein Kind für Sport!!!!
Hier wird geschrien und gezehtert weil jemand seinen Achtjährigen Sohn für ein paar Minuten auf 3 Meter abtauchen lassen will!
Jeder überlegt sich wie stark sich Stickstoff in 30 Minuten bei, sagen wir mal, 20 TGs im Jahr im Gewebe anreichert, aber keiner überlegt sich die Spätfolgen von täglich 3 Stunden Playstationkonsum, verbunden mit einer Tüte Chips und 0,5 liter Cola......
Hey, hier will einer Sport machen!
Tauchen ist auch noch gut für das Koordinationsvermögen, ausserdem lernen die Kinder Verantwortung für ander für sich und die Natur!
Also:
Im Rahmen der Grenzen sollte man sowas fördern!!!!

Vercingétorixold school
31.08.2005 13:05
Bei dem Thema sicher nicht
@Henri
Komm, wie steht es mit deiner Qualifikation als Kinder TL.
Vercingétorixold school
31.08.2005 13:13
Es geht nicht darum, das Kindertauchen nieder zumachen, sondern darum das es begründete Argumente gegen den frühen Einstieg in das Freizeittauchen gibt, die nicht ansatzweise in den bunten Prospekten auftauchen. Ich bin immer hocherfreut wenn sich meine Kinder für mein Freizeitvergnügen begeistern. Ich unterstütze das ausdrücklich (natürlich nicht uneigennützig), aber mit Quetschluft erst später. Vorerst mit Maske und Flossen.
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