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Foren - Biologie - Klimaveränderung bedroht die Korallenriffe




  

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Klimaveränderung bedroht die Korallenriffe
Abgesandt von KerstinM1956 Registriertes Mitglied am 30.01.2006 - 10:58:

Sicherlich schon (fast) allen bekannt, aber trotzdem wollte ich hier mal den Link hinterlassen.
Lt BBC Webseite gibt es jetzt eine neue, umfassende Untersuchung Klimaveränderung, globalen Temperaturanstieg durch das Treibhausgas.

Danach wären bei einem Temperatur-Anstieg von 2 Grad C 97% der Korallenriffe vom Aussterben bedroht und man hat nur noch bis 2015 Zeit, diese Entwicklung umzukehren und nur wenn alle Länder mit machen beim Senken des CO2-Ausstoßes.

Ich hoffe, dass der Link funktioniert.
Hier klicken



Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 30.01.2006 - 14:46
HaiKerstinM1956
-nur- noch 9 Jahre Zeit glaube ich nicht.

Nur wird die Menschheit in dieser Form bestimmt nicht so alt wie manch andere Lebensform früher. Das glaube ich schon.
Ich denke, dass das alles zur Evolution dazu gehört.

Nur was manche Berichte betrifft sind das oft gesteuerte Aussagen um bestimmte Reaktionen zu erreichen. Den Sinn und Zweck lass ich mal unkommentiert

Gruss
Antwort von ruediger Registriertes Mitglied am 30.01.2006 - 20:44
Hi Kerstin ,

Du schneidest ein Thema an , daß für viele von uns bisher wenig faßbar ist.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind so komplex und wirken in so viele verschiedene gesellschaftliche Bereiche hinein , daß wir uns das Ergebnis noch nicht einmal andeutungsweise vorstellen können.Ich selbst habe Ende der 90-er das Ganze im Bereich des mittelständischen Schuh - und Sportfachhandels zu spüren bekommen.
Seit 1996 wurde es im Winter immer wärmer.
Seit Anfangs der 90-er haben wir aber auch mit steter Regelmäßigkeit in unserer "unmittelbaren Nähe"( was sind schon 1000 - 2000 km ) eine ganze Reihe von militärischen Auseinandersetzungen erlebt.Ich will sie nicht alle aufzählen .Falls jemand die Problematik der Umsetzung von TNT nicht kennt , sollte er sich mal mit den Endprodukten und entstehenden Energie - und Gasmengen vertraut machen.
Letzte Meldung aus den USA von gestern : Die Bevölkerung hält einen Militärschlag gegen den IRAN für gerechtfertigt.
Willst Du noch weiter über den CO² - Ausstoß diskutieren?
Weißt Du wie hoch die Neuwagenzulassungsrate in China ist?
Mein Vorredner spricht von EVOLUTION .

Ich glaube wir haben sie schon ganz intensiv miterlebt.



Antwort von KerstinM1956 Registriertes Mitglied am 30.01.2006 - 21:13
Also, ich meine mit Evolution hat es sehr wenig zu tun, eher mit einer hausgemachten Katastrophe.

Die Probleme die Rüdiger anschneidet sind ein neuer Aspekt.

In dem BBC-Artikel werden angesprochen die bekannten Probleme der Überschwemmungen von tiefliegenden Gebieten z B Malediven oder Teile von Alaska, wo die Bewohner gezwungen sind, zu in andere Gebiete zu flüchten oder gar im Falle von Malediven - welcher Staat würde sie aufnehmen, denn dieser Inselstaat würd von der Landkarte verschwinden.

Im Bereich des Äquators gäbe es Trockenperioden und mehr Armut, so dass es neue, größere Völkerwanderungen - sprich Mengen von Asylbewerbern - gäbe und auch in Europa sind Mißernten, Wasserknappheit etc an der Tagesordnung.

Der Klimawandel ruft dann nach einer Neuverteilung der Grundbedarfsgüter, Land, Luft, Nahrung, Wohnung.

Also, kein schöner Ausblick.

Nur der Punkt ist - JEDER kann darauf hinwirken, dass es nicht so weit kommt.

Und gerade wir Taucher sollten doch ein Interesse daran haben und auch z B vor der eigenen Türe kehren und an der Aufklärung der Unwissenden teilnehmen?!

Also, wenn`s nach mir ginge, wäre das ein Top-Thema, solange bis es in allen Köpfen drin ist - auch gerade in den USA - und der CO2-Ausstoß und Vergeudung von Energie der Vergangenheit angehört.

Es ist interessant, dass gerade Tony Blair, als Freund von Bush, sich entsprechend äußert, dass eine Katastrophe bevor steht. Bleibt abzuwarten, ob er Bush überzeugen kann, das Kyoto Protocol zu unterzeichnen.

China ist dann auch irgendwann dran.

Und ich persönlich hoffe, dass es nicht zu einem Krieg mit dem Iran kommen wird, sondern die Vernunft siegt.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 01.02.2006 - 10:32
Moin,

nur mal ein paar andere Aspekte in dieses komplexe Thema geworfen:

1. Wenn das Wasser tatsächlich 2 Grad wärmer wird, dann verschiebt sich die 20-Grad-Isotherme (gilt als Untergrenze für riffbildende Korallen) weiter in Richtung der Pole. Also werden, wenns denn so stimmt, rund um den Äquator einige Riffe absterben, weil über 30 Grad warm, aber woanders neue Riffe entstehen können.

2. Man sollte wegen Klimaveränderung mal anfangen, in erdgeschichtlichen Zeiträumen zu denken anstatt in Menschenlebensalterszeiträumen. OK, mit Szenarien von 2 m höherer Meeresspiegel, Malediven, Bangladesh weg, .tv-Domainnamen gibts auch nicht mehr, holländisches Wasser in roter Schale auch nicht ... kann man medienöffentlich beachtet werden. Aber wer z. B. Sharm el Sheik kennt und gemerkt hat, dass die Hochebene, auf der viele Hotels stehen, ein früheres Riffdach ist (heute ca. 20 m über dem Meeresspiegel), denkt über 2 m etwas anders.

3. Alle reden vom CO2, viel wirksamer als Treibhausgas ist aber z. B. Methan. Quellen sind u. a. Reisfelder, Rindviecher, spontan sich abbauende Methanhydrate der Tiefsee. Was kann man dagegen tun? Reisfelder trockenlegen? Jeder Kuh einen Furzkatalysator einbauen?
Antwort von Kormoran Registriertes Mitglied am 01.02.2006 - 11:27
@ D-32: 100%ACK.
Im letzten Herbst gingen wieder sogenannte Expertengutachten rum die behaupteten, es gäbe bis mindestens 2050 keinen Schnee mehr. Auch Wirtschafts-Auguren und -Weisen erstellen Gutachten, die noch nie (!!) eingetroffen sind.

Der Mensch hat seit den Anfängen von Kultur und Zivilisation das Bedürfnis, die Zukunft zu kennen und sie vorauszusagen und dazu diverse Techniken entwickelt: Tiergekröse, Astrologie, Drogen, Statistik, Rechnersimulationen. Hat nur einen Haken: Die Zukunft lässt sich nicht voraussagen! Es lassen sich, genügend Daten vorausgesetzt, gewisse Tendenzen darstellen, das war`s aber. Das genaueste, was es in diesem Bereich gibt, ist tatsächlich die Wettervorhersage und die baut auf so unglaublichen Massen an (konkreten) Messdaten und empirischen Erfahrungen auf, wie sie in keinem anderen Bereich vorliegen. Noch dazu ändert sich in der Wetterei auch das Ausgangsmodell nicht ständig, wie z.B. bei Wirtschaftsprozessen. Dort ist es sogar so, dass die Voraussagen die künftigen Ergebnisse massiv mit beeinflussen und Aussagen in diesem Bereich eigentlich verboten gehören.

Was ich damit sagen will: Wir können über alle möglichen Zukunftsszenarien spekulieren, aber keins davon wird so, wie vorausgesagt, eintreten. Insofern ist es reine Zeitverschwendung. Die fossilen Brennstoffe müssten nach den Hochrechnungen der 70er Jahre (!!) seit etwa 10 Jahren aufgebraucht sein.

Ich will damit nicht sagen, dass wir deshalb sorglos mit Ressourcen und Umwelt umgehen sollen, im Gegenteil. Aber was wir auf keinen Fall machen sollten, ist, uns auf irgend ein _konkretes_ Zukunftsszenario festzubeissen: es wird eh ganz anders kommen. Und dann: bis jetzt hat sich die Welt immer weiter gedreht, das Leben ist immer weiter gegangen und jede Ökologie hat sich noch auf jedes Umweltszenario angepasst. Arten sterben (manchmal auch massenweise) und andere entstehen. Die Korallenriffe werden am Äquator eingehen und vor Spanien wachsen (vielleicht, vielleicht auch wo anders).

Der Mensch hat ein Problem: er hat Angst zu sterben und er hat Angst vor der Veränderung und er überträgt das auf die Menschheit insgesamt und in letzter Konsequenz auf die gesamte (Um-) Welt (aber wenn die Menschheit und die Um-Welt nach meinem Tod noch existieren bin ich persönlich trotzdem tot). Deshalb hat er auch Angst vor Klimaveränderung und Wirtschaftsflaute. Insofern ist er nichts als ein erzkonservatives Wesen. Das ist aber nur das Problem des Menschen. Die Welt und das Leben betrifft das nicht.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 02.02.2006 - 09:29
Leider bedeutet eine globale Erwärmung eine starke Abkühlung in unseren Breiten. Durch die Erwärmung wird der Golfstrom gestoppt, der uns bisher das milde Klima beschert. Geht mal am Breitengrad um die Erde, dann könnt ihr feststellen, wie unser Klima ohne Golfstrom aussehen wird.
Nach globaler Erwärumg sieht es draußen nicht unbedingt aus, im Januar waren die Temperaturen durchschnittlich mehrere Grad zu niedrig.


Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.02.2006 - 09:44
@ Tümpi

Willst du aus den Temperaturwerten von Januar 2006 gegenüber 2005 etwas ableiten? Das ist unseriös und sachlich falsch! Selbst ein zehnjähriger Mittelwert hat in DE keinerlei Relevanz für eine Klimaänderungsprognose.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 02.02.2006 - 10:26
Hast ja Recht, vielleicht hätte ich einen dahinter setzen sollen. Aber nur nach dem letzten Satz.
Ohne eine Quelle angeben zu können, ich habe neulich gehört, dass eine Veränderung bereits im Gange ist, auch bzgl. Golfstrom.
Antwort von Kormoran Registriertes Mitglied am 02.02.2006 - 10:32
Es war offiziell in den Nachrichten: Seit den 50er Jahren hat das Volumen des Golfstromes um rund 30% abgenommen. Dem läuft allerdings die eigentliche, ebenfalls nicht mehr zu bezweifelnde, globale Klimaerwärmung entgegen. Effekt: Bei uns wird es kälter, oder wärmer oder es bleibt wie es ist, nur mit etwas stärkeren Amplitudenausschlägen. S. mein Posting oben.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.02.2006 - 10:42
Erdgeschichtlich gesehen sind wir eben ganz einfach auf dem Weg in eine Warmzeit, nur dass sie eventuell in den letzten 150 Jahren durch zunehmende Mengen CO2 und auch Methan etwas beschleunigt wird. Ein Blick ein paar tausend Jahre zurück lohnt sich: Als die Pyramiden gebaut wurden, hatte Nordägypten ein eher nordmediterranes Klima. Und so manche frühere Hochkultur verschwand von der Landkarte mit zunehmenden Temperaturmittelwerten, Hitze und Hochkultur scheinen nicht zusammenzupassen.
Und in der Ostsee gabs zu Wikingerzeiten im Bereich Odermündung eine florierende Hafenstadt, die heute irgendwo in 2 - 3 m Tiefe liegt. Und Rungholt hat auch vor Jahrhunderten den steigenden Spiegel der Nordsee nicht verkraftet.

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