Kowalski contra Hartenberger Abgesandt von Giorgio am 15.04.2002 - 19:22:
Ich suche eine schnell ladefähige 20W-Lampe mit Leistungsstufenschalter oder Dimmer. Bei Kowalski scheint mir der Schalter mit Dichtung eine Schwachstelle und bei Hartenberger die lange Ladezeit. Wer hat Erfahrungen in der Praxis mit der Kowalski 620-S/D oder Hartenberger Mini Compact Electronic? Taugt die Einschaltsperre bei der Kowalski etwas? Oder gibt es sogar noch andere bessere Fabrikate?
Antwort von Olaf am 15.04.2002 - 20:03 Hi Giorgio,
das läuft irgendwo auch wieder auf die Frage raus: Sollte man eine Lampe aufschrauben können oder nicht. Ich selber habe eine Hartenberger Maxi Kompakt, und die Dichtung funktioniert wunderbar. Leider kenne ich die Kowalski nicht selber, aber wenn es bei Dir auf die Hartenberger rauslaufen sollte, würde ich mal folgendes überlegen: Bei der Maxi Compact ist ein Schnell-Ladegerät enthalten, bei der Mini nicht. Wenn man sich nun anschaut, was die Mini plus Schnellader kostet und das mit dem Preis der Maxi vergleicht, ist die nur noch c. 50 Euro teurer (wenn sich da nichts getan hat, bin da nicht völlig auf dem Laufenden).
Daher würde ich also gleich überlegen, ob ich mir nicht für relativ wenig mehr Geld die Maxi zulege (wenn man das Ladegerät mitrechnet).
Gruß,
Olaf
Antwort von Harry am 15.04.2002 - 20:19 ich finde hartenberger und kowalski sind zwei top-marken mit vor- und nachteilen.
über die art der ladung (rausnehmen oder nicht) wird (zu) viel diskutiert=tauchserstammtisch !
ich selbst tauche mir einem hartenberger seit 5 jahren und bin "zufrieden".
würde *ich* mir derzeit eine lampe kaufen wär es ein "willixhofer"
Hier klicken
meer dazu unter /datenbank/ausrüstung/lampen/
Antwort von Giorgio am 15.04.2002 - 21:39 erst einmal vielen Dank für eure Tipps. Die Sache mit dem Gehäuse ist mir noch gar nicht bewusst geworden. Über die Ladegeräte der Hartenberger sind noch nicht einmal im Internet Daten wie Ladedauer verfügbar, geschweige denn im Katalog. Die Bezeichnungen Off-Shore I/6 und II sind allenfalls recht fantasievoll. In Summe liegen die Kosten aber bei weitem unter denen der Maxi Compact, da bei dieser auch nur Typ II und nicht das I/6 dabei ist. Was auch immer der Unterschied sein mag. Wer kennt sich denn nun wieder da aus?
Antwort von Michael am 15.04.2002 - 23:16 Hallo Giorgio,
ich persönlich habe die Hartenberger Maxi (Wrack) mit dem Ladegerät Offshore II. Ich würde diese Lampe auch immer wieder kaufen.
Der Unterschied zwischen dem Ladegerät Offshore I und II liegt laut meiner Bedienungsanleitung in folgenden Sachen:
1. Die Offshore I erkennt automatisch zwischen 5-6 Akkuzellen, die Offshore II bis zu 12 Zellen.
2. Der maximale Ladestrom der Offshore I beträgt 0,9 Ampere, der von der Offshore II beträgt 1.8 Ampere.
3. Die Ladezeit der Offshore I beträgt ca. 4 Stunden und bei der Offshore II max. 2 Stunden.
Die Ladezeit bei völlig entleertem Akku beträgt bei der Offshore II tatsächlich nur ca. 2 Stunden. Meine Lampe hat 14,4 V / 4 AH bei 50 W.
Beide Ladegeräte können automatisch ohne extra Einstellungen bei einer Spannung zwischen 100 V - 250 V und einer Frequenz zwischen 45 Hertz und 65 Hertz arbeiten. Was nach meiner eigenen Erfahrung in verschiedenen Ländern sehr hilfreich sein kann.
Antwort von Sebastian am 15.04.2002 - 23:43 Moin! Moin!
Zunächst mal zu den Ladegeräten:
Bei Hartenberger ist das mit den Ladegeräten so:
Je teurer, um so schneller und / oder schonender kannst Du die Akkus laden. Das Ladegerät, das mit der Lampe geliefert wird kann z. B. nicht erkennen, wann die Lampe voll ist. Es geht vereinfacht so vor: Wenn die Lampe jetzt halb leer ist, dann muß ich 4 Stunden laden. Nun ist es aber so, daß die Akkus nicht immer nach 4 Stunden voll sind. Da spielen z. B. Faktoren wie Temperatur oder ein schon vorhandene Memory-Effekt eine Rolle. Wenn die Akkus also überladen oder ständig nicht richtig voll gelanden werden, dann wird der Akku im Laufe der Zeit mti ziemlicher SIcherheit einen Schaden davontragen. Die Off-Shore-Ladegeräte können ganz genau messen wie voll der Akku wirklich ist. Ein zu voll oder zu leer gibt es dabei nicht mehr. Außerdem bestimmt es je nach Restkapazität den optimalen Ladestrom. Kurz gesagt: Es geht läd schneller und geht mit dem Akku schonender um. Außerdem stellt sich das Gerät auch automatisch auf die jeweilige Netzspannung ein (110 oder 220 V)
Die Ladezeit eines koplett leeren Mini-Compact-Akkus kannst Du durch Verwendung eines Off-Shore-Ladegerätes mehr als halbieren (von ca. 8,5 auf ca. 3,5 Stunden).
Zum Preis:
Du kannst bei der Mini Compact gegen einen geringen Aufpreis das normale Ladegerät gegen ein Off-Shore tauschen. Es ist aus o. g. Gründen auf jeden Fall zu empfehlen.
Zum Thema Gehäuse:
Werden Akkus geladen kann dabei Knallgas entstehen. Kann dieses Gas nicht irgendwie entweichen kann es beim Einschalten der Lampe explodieren.
Wenn man bei einer Lampe das Gehäuse zum Laden öffnen muß, dann kann das Knallgas entweichen und stellt keine Gefahr dar. Es ist schon vorgekommen (ich weiß allerdings nur von selbstgebauten Lampen), daß das in einer Lampe eingeschlossene Knallgas beim Einschalten unter Wasser explodiert ist und den Taucher eine Hand gekostet hat.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen.
Gruß
Sebastian
Antwort von Giorgio am 15.04.2002 - 23:58 thanks. Ich werde mich wohl für die Hartenberger Mini compact mit offshore II entschließen, falls man das Originalladegerät anrechnen sollte. Warum eine Kowalski allerdings immer noch mit weniger als der Hälfte an Ladezeit auskommt, verstehe ich nicht ganz. Möglicherweise weil es keine NC- sondern Metallhybrid-Akkus sind, die höhere Ladeströme vertragen. Übrigens scheint der Wasserstoffknall-Effekt bekannt. Mir hatte Nikon mal mein SB 102 Blitz kostenlos im Rahmen einer Rückrufaktion nach fünf Jahren ausgetauscht. Der Grund war vermutlich der gleiche.
Antwort von carchaias am 16.04.2002 - 09:31 Eine günstige Alternative zu den Herstellerladegeräten sind die Teile von Mascott. Das Steckerschnelladegerät mit Schaltnetzteil (leicht) und dU, tmax Ladezustanderkenntung kostet gerade mal 50-60Euro. Die Preise für ein ordentliches Ladegerät bei den Lampenherstellern sind gröstenteils total überhöht. Bei Treblelight kostet z.B.o.g. Ladegrät (original Mascott) ca 65 Euro AUFPREIS, das offshore II kostet fast 150€ und eine Garantie auf die Lebensdauer des Akkus gibts nicht dazu. Wenn sich jemand auch nur einen Hauch mit Elektrik auskennt oder jemanden kennt der einen kennt... kann man in Minutenschnelle den Stecker an so einem Fremdlader austauschen.
www.mascot.no
Antwort von Taucher-Jörg am 16.04.2002 - 13:11 ...also, ich ärgere mich gerade sehr über Hartenberger. Ich habe seit ca. 1,5 Jahre die Mini Compact. Anfänglich war ich begeistert. Die angegeben 70 Minuten bei 100% hat sie bei Raumtemperatur auch geleistet.
Aber wenn ich in kaltem Wasser tauche, hält der Akku so ca. 30 min. Das ist ein (kein) Witz. Wenn Du 2 oder 3 Tg´s machen willst, muß man sie ständig ein und ausschalten.
Gegenüber einer Gasentladungslampe ist sie auch nur eine Funzel.
Was mich jedoch am meisten ärgert, ist die Tatsache, daß die Elektronik irgeneine Macke hat. Mal läßt sich die Lampe einschalten, mal nicht. So, nun ist sie schon seit 3 WOCHEN zur Reparatur!!!!!! ((
Hätte ich mir nicht mittlerweile eine 30W Gasentladungslampe gekauft (Akku hält bei 4 Grad bis zu 2,5 Stunden) würde ich jetzt ohne Licht UW tauchen.
Ich habe jetzt meine Unterlagen nicht dabei. Werde Dir aber in den nächsten Tagen den Lampentyp, etc. senden.
Also, bis dahin gut Licht.
Antwort von Giorgio am 16.04.2002 - 18:45 Nun bin ich doch wieder unentschlossen, welche Lampe denn nun die Richtige wäre.
Taucher-Jörg: Kann es daran liegen, dass der Einschalter der Lampe sich aufgrund einer Einwirkung eines fremden Magnetfeldes verriegelt? Solche Sicherheitsfunktion hat diese Lampe nämlich.
Der Preisunterschied zu den Ladegeräten von Hartenberger ist so groß nicht, da die Firma nur einen Aufpreis füt das bessere Ladegerät bei Kauf einer Lampe nimmt. Das sind bei dem Offshore II nur(?) 85,90 € und bei dem I/6 sogar nur 34,77 €. Ich glaube, es ist besser aus Garantiegründen ein Originalladegerät zu verwenden.
Antwort von carchaias am 16.04.2002 - 21:27 Klar, bei neuen Lampen ist das mir der Garantie so ne Sache! Aber gehen tuts und 85.90 Euro oder 170DM! Aufpreis für das offshore II finde ich schon happig. Es ist sicher ein gutes Ladegerät, aber leider total überteuert (siehe Mascott, bietet so in etwa die gleiche Technik). Jörg hat recht, die minicompact ist ganz hübsch klein (Reiselampe sach ich mal so) aber die maxicompact bietet schon mehr (allrounder). Ich persönlich hab nen Akkutank-Eigenbau (Siehe Links), ca. 2h15 Brenndauer, die hält das ganze Wochenende wenns sein muss.
Antwort von Taucher-Jörg am 17.04.2002 - 15:58 @Giorgio
Die Ursache kenne ich noch nicht. Jedenfalls ist meine Hartenberger nicht erst seit 3 Wochen zur Reparatur, sonder schon seit dem 09.März (( !!!!!!! Das sind fast 6 Wochen!!!!!!
(Habe eben nachgesehen). Ich werde mal ´ne E-Mail hinschreiben und fragen was da los ist.
Antwort von wolfgang am 18.04.2002 - 19:09 Hallo Sebastian,
Kein Off-Shore-Ladegeräte kann ganz genau messen wie voll der Akku wirklich ist.
Wäre diese Funktion implementiert, müsste zuerst der Akku definiert entladen werden, d.h. die Restlademenge muss zuerst ermittelt werden.
Also nonsens.
Die Restkapazität bestimmt nicht den optimalen Ladestrom, sonder dieser ist festgelegt durch das Ladeverfahren ( Hochstromladeverfahren oder C/10 usw.)
Also nonsens.
Schonender wird mit einem Akku umgegangen, wenn er definiert entladen wird und dann C/10 für 14-16 Stunden geladen wird.
Über Knallgas Entwicklung haben wir erst vor kurzem eine Disskussion.
@ Giorgio Metallhybrid-Akkus können keine höheren Ladeströme vertragen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Also NiMh-Akkus sind nicht so Hochstrombelastbar als NiCd-Akkus, sie haben nur eine höhere Kapazität bei fast gleichen Gewicht.
Antwort von Ralf am 19.04.2002 - 11:16 Das mit dem Kapazitäten messen ist wohl war. Dazu muss der Akku abaer nicht vollständig entladen werden. Diese Methode hat einen gravierenden Nachteil. Als Abschaltparameter bei der Entladung wird meist einfach die Spannung des Akkusblocks genommen. Leider sind nicht alle Akkus gleich, so daß es sein kann das eine Zelle bereits leer (tiefentladen) andere dafür aber noch einiges an Kapazität über haben. Bei der nach folgenden zeitbegrenzten Ladung werden somit einige Zellen leicht über- andere dafür nicht vollständig geladen. Das wiederum verstärkt den Effekt bei der nächsten Entladung...usw. Und es dauert endlos lange, da kann es schon mal sein das bei 14h Ladezeit + Entladedauer der Akku zum early-morning-dive nicht voll ist.
Bei dU und dhoch2U wird die Spannungskurve des Akkus bei der Ladung ausgewertet. Diese ist weitgehend unabhängig vom vorherigen Ladezustand des Akkus. In Kombination mit schnelladefähigen Akkutypen kann man eine exaktere Ladung nur noch durch Temperaturmessung erreichen, was aber relativ aufwendig ist und durch äussere Einflüsse leicht verfälscht wird.
Mein dU Lader erkennt während der Ladung auf ca. 5min genau den Umschaltpunkt von Schnell- (3A, ca. 0,43xC) auf Erhaltungsladung (0,6A), egal wie voll oder leer der Akku vorher war. Das habe ich selbst nachgemessen. Mein Akkublock hat nach ca. 2 Jahren (80-100 Ladungen) noch über 100% Kapazität, und das bei NiCd Zellen. Von Memoryeffekt also keine Spur. Ich hab auch schon Mignons mit 1A aufgeladen und auch damit gute Erfahrungen gemacht. Man darf nur nicht überladen (gibt hässlich Flecken in der Tischdecke) und dafür sorgt dhoch2U.
Das ist aber wohl auch stark von den Akkus abhängig. Jetzt hab ich Sanyos (7AH), die dafür wohl besonders geeignet sind.
Bei ELV gibts übrigens ein einstellbares dhoch2U Ladegerät für ca. 30Euro als Bausatz, warum das von Hartenberger und Konsorten soooo teuer ist, weis echt nur der Geier. Aber schliesslich wollen die ja auch Ihre Werkstätten für die kaputten Akkupacks nicht arbeitslos machen.
So long....
Antwort von Taucher-Jörg am 19.04.2002 - 19:17 ...102,20 Euro soll nun der Wechsel meines Akku´s bei der Hartenberger Mini Compact kosten. Ich finde, daß das sehr teuer ist. Kennt jemand eine Alternative? Oder sind 102,20 € ok?
Antwort von Giorgio am 19.04.2002 - 20:37 @Taucher-Jörg. Schaue mal auf die Akkus, ob eine Bezeichnung darauf steht. Unter Hier klicken sind etliche Typen aufgeführt. Die brauchst du dann nur noch zusammenlöten.
Antwort von Taucher-Jörg am 21.04.2002 - 09:21 @Giorgio
Danke für den Tip. Ich kann im Moment jedoch nicht nachschauen, da die Lampe z.Zt. beim Hersteller ist. Meinst Du, Conrad Electronic lohnt sich?
Antwort von Giorgio am 21.04.2002 - 10:27 @Taucher-Jörg. Wenn du weißt, wie deine Lampe genau heißt, dann gehe in einen Tauchshop, lasse dir die Lampe da aufschrauben und schaue nach, ob du die Bezeichnung der Akkus findest. Sie werden ja wohl baugleich sein. Es muss nicht Conrad-Electronic sein. Du findest unter dem Suchwort NC-Akkus dutzende Händler im Internet, die die Details der Akkus angeben. Du solltest dir aber darüber klar sein, dass die Akkus vermutlich nicht so einfach einzusetzen sind wie eine Batterie. Vermutlich werden sie Lötfahnen haben. Wenn du deine Akkus zurück hast, prüfe welche defekt sind. Sie sind bestimmt nicht alle defekt. Wenn du den Typen ermittelt hast, kennst du auch die Spannung. So weißt du, ob es mehrfachzellen sind. Gelegentlich sind in einem Schrupmfschlauch auch zwei Zellen in Reihe. Du kannst dann mit einem konventionellen Ladegerät nach der Entladung die Ladezeit ermitteln und die Restkapazität errechnen. Viel Erfolg.
Antwort von Ralf am 22.04.2002 - 09:22 102Euro ist eigentlich nicht zuviel. Die Zellen alleine kosten ja schon einiges (wenns NiMH Babys sind ca. 8-10 Euro/Stück), dazu die Arbeit und Garantie (ich glaub seit Anfang des Jahres 24 Monate nicht wahr). Ich würde aber Wert darauf legen einen vollständigen neuen Pack zu bekommen. Reparieren einzelner Zellen ist gut und schön, bis dann im halben Jahr die nächste Zelle sich verabschiedet. Da hat man nur wenig Freude dran. Schau doch mal hier: Hier klicken
Antwort von Bubble-Down am 09.07.2002 - 12:56 Ich würde mir die Hartenberger mini compact 7,2V / 4,5Ah NMH 20 W / 80 Min gerne
kaufen. Weiß jemand von Euch einen Händler bei dem man diese "günstig" beziehen kann. Sollte gleich 4 davon haben Habt ihr Erfahrungen mit den Tauchlampen von Willixhofer UT26A ??
Antwort von Achim am 11.07.2002 - 08:58 Hai,
habe Eure Diskussionen zu den Lampenthemen gelesen - sehr interessant, da ich auch überlege, eine Lampe zu kaufen. Seltsam, dass es mit den Akkus so viele Probleme zu geben scheint. Über Wasser setze ich für alle möglichen Geräte Akkus ein (NMH), u.a. auch für eine Fahrrad- und eine Hochleistungs-Stablampe. Korrigiert mich, wenn`s nicht stimmt, doch der einzige Unterschied zu Überwasser-Akku-Lampentechnik ist doch der, dass das Teil eben wasserdicht sein muss?!
Im Moment tendiere ich zu MB-Sub, da ich auf arrogante Hersteller (der Verdacht kommt bei Hartenberger auf, wenn man Eure Erfahrungen liest) extrem allergisch reagiere. Oder aber Willixhofer (finde ich von den technischen DAten her interessant). Deshalb schließe ich mich der Frage von Bubble-Down an: Hat jemand mit Willixhofer-Lampen Erfahrungen?
Antwort von Giorgio am 04.08.2002 - 12:31 So, habe mir die Mini-Compact gekauft und bin von meiner vierwöchigen Tauchtour aus Sulawesi zurück. Ich kann nur soviel sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Teil bin. Interessant wird das Ganze ja erst, wenn man Nachttauchgänge macht, die recht lange dauern. Jedenfalls brannte meine Lampe am Längsten. Nun war sie aber auch die neueste von allen anderen Lampen. Das Off-Shore II-Ladegerät ist extrem schnell und kommt mit den unmöglichsten Generatorspannungen, V-Schwankungen und Stromausfällen klar. Auf einigen Airports soll aus Sicherheitsgründen die Lampe vor dem Ausbau des Brenners nochmal eingeschaltet werden. Das kann bei anderen Herstellern in dem Kontrollgedrände recht nervig werden.
Antwort von Achim am 05.08.2002 - 10:22 Erfahrungen eines Noch-nicht-Besitzers mit Lampen(-herstellern):
- Kowalski: Kommt vom Prinzip her (geschlossenes Gehaeuse, umstaendlich am Airport) fuer mich nicht infrage. Habe sie mal ausgeliehen (die "Kleine") und fand sie von der Funktion her OK. Aber die korrodierten Ladeanschluesse sind nicht sehr ueberzeugend
- Willixhofer: Hersteller nennt mir auf Anfrage einen Haendler, den es laengst nicht mehr gibt, auf neuerliche Anfrage keine Reaktion
- MB-Sub Fun Light he: Habe ich ausprobiert, Schalter nicht verriegelbar (Hersteller empfiehlt, eine M6-Schraube zu erwerben und in das Loch am Schalter zu drehen), machte mir insgesamt keinen guten Eindruck
- Hartenberger: gefaellt mir technisch/optisch am besten. Nur scheint mir die Zufriedenheit bei vielen Besitzern genau so lange anzuhalten, bis man mal Kontakt zum Hersteller aufnehmen muss. Dann fuehlen sich auffallend viele abgefertigt wie Bittsteller (inklusive mein Tauchshop hier vor Ort). Mir gegenueber verhaelt sich die Firma nach dem Motto: "Das einzige was stoert, ist der Kunde", und das, bevor ich ueberhaupt Kunde bei denen bin. Das laesst schon auf ein gehoeriges Mass an Arroganz schliessen.
Fazit: Von der Kundenfreundlichkeit her sollte man wohl eine Kowalski kaufen (nach den Erfahrungen der Besitzer zu schliessen), von der Technik her eine Hartenberger. Mal sehen, ich bleib` dran..
Antwort von Wolfgang am 05.08.2002 - 19:46 @ Achim,
erkläre uns mal den Technikvorteil einer Hartenberger.
Wahrscheinlich werden wir jetzt angeschwiegen ? oder!
Antwort von Achim am 05.08.2002 - 22:35 @Wolfgang: Du weisst es ja anscheinend eh schon, also, was soll`s?
Von den Teilen, die ich mir angeschaut habe, machte mir die Hartenberger (mini compact) einfach den solidesten Eindruck: NMH-Akkus, doppelte O-Ring-Abdichtung, griffiger Schalter mit funktional einwandfreier Verriegelung, Handgriff, der es ohne weiteres erlaubt, die Lampe an der Jacketschliesse einzuhaengen usw. Bitte, ich rede von Eindruecken, bezeichne mich nicht als Technikexperte oder Supertaucher oder was auch immer. Einen systematischen Vergleichstest habe ich auch nicht durchgefuehrt, falls Du das hoeren wolltest. Was immer Dein Lieblingsteil ist, Du darfst es behalten und Dich weiter daran freuen, ich werde es Dir nicht mies machen
Antwort von Giorgio am 06.08.2002 - 18:01 @Wolfgang. Vorab zur Info; ich bin kein Hartenberger-Mitarbeiter. Aber trotzdem einige Antworten auf deine Frage.
Versuche mal mit 5mm-Neoprenhandschuhen eine Kowalski einzuschalten. Oder versuche bei einer hektischen Flughafenkontrolle den Brenner auszubauen, da er vorab gelegenlich eingeschaltet werden muss. Suche dann anschließend nach den heruntergefallenen Inbussschrauben zwischen den Füßen der anderen Fluggäste. Was Memory-Effekt ist, brauche ich wohl nicht zu erklären. Vergleiche die gleichmäßige Ausleutung mit anderen Lampen. Fazit: Die Qualität der Hartenberger ist immerhin proportional zur Hochnäsigkeit der Firmenmitarbeiter, - ist doch was, oder?
Antwort von Wolfgang am 06.08.2002 - 20:14 @ Achim Giorgio
Ich bin kein Mitarbeiter von XY-Lampenherstellern, sondern Techniker und habe auch kein Lieblingsteil..
Was mir hier im Forum nicht gefällt sind Statements wie, ich habe xy-Lampe, bin sehr zufrieden, meine Lampe brennt xx Minuten, meine Lampe X Watt-Lampe hat ein Super Licht, meine Lampe braucht nur xx-Stunden um aufgeladen zu werden, NiMh ist besser als NiCd, usw.
Ich habe vor einiger Zeit schon einmal Gegenüberstellungen von technischen Finessen in bezug auf Lampen getan. Wenn die SUCHE-Funktion bemüht wird kommt man leicht dorthin.
An der mini compact sehe ich keine besonderen Vorteile gegenüber anderen Lampen, außer vielleicht den doppelten O-Ring.
NiMh-Akkus haben den Vorteil gegenüber NiCd-Akkus dass sie bei gleicher Baudichte eine größere Kapazität haben, aber der Vorteil muß teuer erkauft werden. Der Nachteil ist, dass Metallhybrid-Akkus nicht so Hochstromfest sind. Bei Halogen-Lampen fließt doch ein Strom im mehren Amperebereich.
Beispiel: bei einem 30 W-Brenner fließen an 12V schon 2,5 Ampere.
Memory-Effekt entsteht durch unsachgemäßes Laden der Akkus.
Die gleichmäßige Ausleutung und die Qualitätsmerkmale sollten doch schon mal darlegt werden.
Die Geschichte mit der hektischen Flughafenkontrolle ist dir wohl selbst zuzuschreiben, denn man meldet der Fluggesellschaft seine Lampe an, entfernt die Birne, sichert den Ein-Ausschalter, und steckt so die Lampe zu seinem Tauchgepäck. Lampen haben doch nichts im Handgepäck zu suchen.
Antwort von Giorgio am 06.08.2002 - 21:01 Lol. - Ist ja äußerst köstlich dein Beitrag Wolfgang. Die Sache mit dem Fluggepäck ist eine ware Posse. Falls du mal in entlegenere Tauchgebiete fliegen solltest, also mit kleineren Gesellschaften in fernen Ländern Inlandflüge machen solltest, von denen du noch nicht einmal ein Ticket in Europa erwerben kannst, z.B. Merpati oder Boraq in Indonesien, um nur zwei zu nennen, kannst du dir fast gewiss sein, dass du ohne Lampe tauchen wirst, weil sie vermutlich dein Hauptgepäck am Flughafen des Abflugortes stehen lassen werden, sollte es durchleuchtet werden.
Die Geschichte mit der Imbuss-Schraube am Flughafen ist mir nicht zuzuordnen, da ich ja eine Hartenberger habe, *fg*. Es ist einem Taucher, der vor mir abgefertigt wurde, passiert.
Aha, - ein Memory-Effekt entsteht also durch unsachgemäßes Laden. Du als Techniker solltest es wissen, dass nie alle Akkus gleich weit entladen werden können, und es folglich keine Einzelzellenindividual-Entlade-Lade-Möglichkeit geben kann, zumindest bei keiner mir bekannten Leuchte, da ja mehrere Akkus in Reihe geschaltet sind. Wenn der Tiefentladeschutz einer Leuchte anspricht, so befinden sich nie alle Zellen gleichzeitig in diesem kritischen Zustand. Ein gewisser Memory-Effekt stellt sich also zwangsläufig immer ein.
P = U x I, dazu muss man nicht Techniker sein. Hochstrom ist relativ. Es stimmt, dass ein Nickel-Metallhybrid-Akku aufgrund seines Ri (inneren Widerstandes) vom Strom mehr begrenzt ist als ein vergleichbarer NiCd-Akku. Das spielt aber bei diesen Strömen noch keine Rolle. Interessant wird es erst z.B. bei Aufladezeiten von Blitzgeräten, wo kurzzeitig weitaus höhere Ströme fließen können, und sich folglich die Blitzbereitschaft verzögert. Aber wenn du etwas negatives über NiMh-Akkus erfahren möchtest, so werde ich es dir verraten. Die Kapazität nimmt rasant mit der Temperatur ab. Also für Eistauchgänge würde ich NiMh-Akkus nicht empfehlen.
Übrigens Birne = Lampe und Lampe = Leuchte, nur mal so unter Technikern erwähnt.
Antwort von Achim am 06.08.2002 - 22:31 ...bin ich ja direkt froh, kein Techniker zu sein und Eure Diskussion nicht verstehen zu muessen. Nur so am Rande: NiMH steht nicht fuer -hybrid, sondern fuer -hydrid. Aber der Lampe ist das wohl egal.
In allen anderen Akkugeraeten verwende ich, seit es sie gibt, NiMH-Akkus, und ich bin sehr zufrieden damit, v.a. verglichen mit der NiCd-Technik. Allerdings habe ich die Teile auch noch kaum bei wirklich niedrigen Temperaturen benutzt, insofern eine interessante Info von Giorgio. Deinem Beitrag entnehme ich ausserdem, dass Du mit der Hartenberger zufrieden bist, das ist doch `ne Aussage, die ich auch als Nicht-Techniker verstehe Ach ja: Was mir im Forum nicht gefaellt, sind Unterstellungen jeglicher Art. Zwei Beispiele:
--Zitat--
"erkläre uns mal den Technikvorteil einer Hartenberger.
Wahrscheinlich werden wir jetzt angeschwiegen ? oder!"
--Zitatende--
und:
--Zitat--
"Die Geschichte mit der hektischen Flughafenkontrolle ist dir wohl selbst zuzuschreiben, denn man meldet der Fluggesellschaft seine Lampe an, entfernt die Birne, sichert den Ein-Ausschalter..."
--Zitatende--
Zufaellig (?) beide vom selben Autor..
Antwort von Giorgio am 07.08.2002 - 06:20 Jau, hat er recht der liebe Achim, heißt wirklich Hydrid. Hatten meine Bedenken am Beitrag von W. noch nicht ganz ausgereicht. Ups, nicht persönlich werden, habe verstanden, *fg*.
Antwort von wolfgang am 07.08.2002 - 18:38 @Giorgio,
Ein Großteil der Taucher fliegt in entlegene Gebiete und benutz meistens irgendwelche Buschpiloten-Airlines ! Nur so eine Annahme von mir.
Das Kapitel mit dem Memory-Effekt soltest du dir nochmals anschauen.
Die Entladeschlussspannung liegt bei ca.0,8 5V /Zelle. Das Absinken der
Zellenspannung unter 0,8 V sollte vermieden werden, da sonst eine
Umpolungsgefahr besteht.
Die Entladeschlussspannung spielt nur eine Untergeordnete Rolle in Bezug auf M-E.
Für den M-E ist bei NiCd hauptsächlich das nachladen noch nicht entladener Akkus, und ein sich über längerer Zeit sich überlassener Akku verantwortlich. Unter anderem ständiges definiertes laden und entladen hält den Akku über mehrere 1000 Zyklen fit.
Im Gegensatz zu NiMh- Akkus (Nickel –Metallhydrid) bei diesen kann auch nachgeladen werden. Wer behauptet, dass diese keinen M.-E haben irrt gewaltig. Der Memory-Effekt ist nur nicht so ausgeprägt. Ein Nachteil der NiMh- Akkus ist auch die Zyklenfestigkeit (ca.500)
@ Achim
Den Rechtschreibfehler hast du gut erkannt. Ich habe den Fehler korrigiert! Herr Oberlehrer.
Antwort von Giorgio am 07.08.2002 - 21:28 Langsam wird es müßig, die Dinge nochmals klar zu stellen. Ich will es trotzallem versuchen. Wie Wolfgang als Techniker bestimmt weiß, sind die Akkus in Reihe geschaltet. Der Tiefentladeschutz der Leuchte spricht jedoch vor der Minimalspannung jeder (!) einzelner Zelle an. Wie sollte es anders sein. Folglich sind die nicht ausreichend entladenen Zellen verstärkt dem Memory-Effektrisiko ausgesetzt. Da die Akkueinheit beim Entladen wie beim Laden als Einheit gemessen wird. Es liegt also nicht zwingend an der Unfähigkeit der Person, die die Akkus lädt, sondern an den Gesetzen der Elektrotechnik.
Ps.: Ich werde deine Rechtschreibfehler besser nicht korrigieren. Wer weiß, als was ich mich nachher betiteln lassen müsste.
Antwort von wolfgang am 08.08.2002 - 20:57 Zur Wiederholung und zum besseren Verständnis :
Der Memory-Effekt ensteht am NiCd-Akku ,
1. wenn vor der vollständigen Entleerung nachgeladen wird.
2. bei zu langer Erhaltungsladung z.B. bei C/20 Ladungen.
Also bei unsachgemäßen Ent/Ladevorgängen.
Wer nicht genügend eigene Intelligenz besitzt, sollte sich diese in Form einer Intelligenten – Ladestation beschaffen.
Damit ist für mich die Diskussion zu diesem Thema erledigt.
Antwort von Achim am 09.08.2002 - 08:39 Hey, Wolfgang,
entspann` Dich! Schon mal was von Netiquette gehoert?
Gruss,
Achim
Antwort von Giorgio am 09.08.2002 - 18:25 Ich gehe also davon aus, dass Wolfgang eine derartige intelligente Ladestation besitzt,
Antwort von Lars am 05.09.2002 - 20:46 Ladestrom hin, Memoryeffekt her ....
Ich hab mir die "Fun Light HE" von MB Sub zugelegt.
Diese liegt preislich etwa gleich mit der Maxi Compact von Hartenberger.
Der Vorteil der MB Sub ( meiner Meinung ) liegt darin, das Ihr normale Halogenbrenner verwenden koennt ( fuer n paar € im Baumarkt zu bekommen ) UND das diese Lampe durch die Kuehlrippen auch "uneingeschraenkt ueber Wasser" betrieben werden kann -falls der 20W Brenner ( Lieferumfang )benutzt wird. Denkt mal an Eure Nachttauchgaenge, bzw. die Einstiege.
Tiefentladeschutz, SOS Funktion, 200m Tauchtiefe, bis 50W Kaltlichspiegel einsetzbar, usw. usw.
Ach so ja die Akkus Schau doch selbst auf die MB Sub Homepage
Antwort von Giorgio am 05.09.2002 - 22:56 Hallo Lars,
das ist auch mit einer Hartenberger alles kein Problem. Du musst sie ja nicht auf voller Leistung brutzeln lassen. 25% reichen da völlig aus und dann passiert auch an Land nichts.
Die 20 W Baumarktlampen haben den gleichen Sockel und passen in jede Lampe mit 20 W und 6 V auch die 10 W Lampen passen, Sie brennen nur kaun spürbar dunkler, weil es keine HLX-Lampen sind, dafür halten sie sogar länger. Wenn du deine Lampe eh nie auf voller Leistung ballern läßt, reichen die auch vollens aus.
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