Antwort von ag2908 am 15.04.2011 - 14:33 In dem Artikel ist mir folgender Satz aufgefallen:
"Ursprünglich sollte die Fregatte schon Ende März versenkt werden, aufgrund der Proteste wurden aber noch Farbe und Drähte an dem Schiff entfernt."
Demnach waren die Proteste der Umweltschützer ja durchaus begründet. Natürlich bin ich als Taucher für die Versenkung von Wracks, aber die Schiffe müssen natürlich soweit wie möglich von Schadstoffen befreit werden.
Gruss Fred
Antwort von andrej_v am 20.04.2011 - 08:32 Genau. Kleiner Artikel dazu auch dort: Hier klicken
Gruß, a.
Antwort von GIK am 22.04.2011 - 03:47 Ohh da war ja noch etwas "Plastik" im Boot...
Ich würde in den 3-Welt Ländern mal alle Plastikverpakungen und Tüten verbieten. Lebe auf den Philippinen, jede Kleinigkeit wird in Plastiktüten verpackt. Auch alle Getränke werden von der Flasche (Depot) in eine Tüte gelehrt mit Plastikstrohhalm und danach entweder auf den Boden oder ins Meer geschmissen. Bis vor 3 Monaten war in meinem Dorf keine Müllabfuhr d.h. vergraben, verbrennen oder ins Meer schmeissen.
Auch wenn es gesammelt wird, dann passiert das Gleiche nur eben Lastwagenweise.
Wird dort der Hebel angesetzt, dann würden Millionen Tonnen pro Jahr die Umwelt nicht mehr belasten.... die Lobis haben aber kein Interesse dafür!
Gruss www.gik.ch
Antwort von GWS am 22.04.2011 - 08:26 Die Proteste der Umweltschützer in diesem Konflikt sind leider Ausdruck von Ignoranz und Hysterie.
Jeder Taucher weiß, dass größere Wracks innerhalb weniger Jahre zum Lebensraum Hunderttausender von marinen Lebewesen werden, die ohne dieses Wrack nicht existieren könnten.
Antwort von deep_down am 25.04.2011 - 01:33 @GIK
Interessante Logik und eigenwillige Kausalität
@GWS
"Jeder Taucher weiß, dass größere Wracks innerhalb weniger Jahre zum Lebensraum"
Aber erst, nachdem die "tollen Sachen", wie Asbest, PCB oder Blei in den Farben weg sind. Oder wundert Dich der relativ geringe Bewuchs z.B. an der "Ghiannis D" nicht? Wieviele Jahre liegt der Pott schon unten?
"Toll" finde ich auch, dass ohne Entfernung des ganzen Zeugs dieses irgendwann in der Nahrungskette - und schlussendlich auf Deinem und meinem Tisch landet.
Bei bewusster Versenkung ist der Mist zu entfernen - ansonsten handelt es sich um nichts anderes, als preiswerte Müllentsorgung.
Antwort von GWS am 25.04.2011 - 08:01 @ deep_down
"Bei bewusster Versenkung ist der Mist zu entfernen - ansonsten handelt es sich um nichts anderes, als preiswerte Müllentsorgung."
Völlig richtig, aber das wurde in diesem Fall ja auch gemacht. Dennoch haben die Umweltschützer weiter protestiert, weil sie das Schiff aus prinzipiellen Gründen nicht versenken, sondern recyclen wollten.
Und diese grundsätzliche Einstellung finde ich aus den genannten Gründen ignorant.
Antwort von ag2908 am 25.04.2011 - 09:22 @GWS
Den Umweltschützern ging es um zwei Dinge. Erstens die Schadstoffbelastung des Schiffes.
Zweitens ging es darum, ob das Schiff als Rohstofflieferant genutzt wird oder nicht.
Beide Gründe halte ich mit Sicherheit nicht für Ignorant und auch nicht für Hysterisch.
Ignorant finde ich eher, wenn dir als Taucher egal ist, ob Giftmüll versenkt wird.
Und auch dass Rohstoffe einfach auf den Grund des Meeres versenkt werden ohne sie zu nutzen, muss einen nichttauchendem Umweltschützer nicht ohne weiteres plausibel erscheinen.
Ich als Taucher habe natürlich auch ein Interesse an Wracks und freue mich über die Versenkung eines Schiffes auch wenn Recycling immer wichtiger wird. Aber als Lebensraum taugt ein Wrack nur wenn wirklich alles dafür getan wird, dass die Giftbelastung so klein wie möglch gehalten wird.
Jeder Taucher sollte Umweltschützer sein. Dass dies leider nicht so ist, wird mir auch hier in Ägypten jeden Tag bewiesen.
Gruss Fred
Antwort von ag2908 am 25.04.2011 - 09:28 Im Übrigen halte ich es für sehr fraglich, ob man mit der Versenkung des Schiffes solange gewartet hätte, bis die Delfine die Gegend verlassen hatten, wenn die Umweltschützer nicht ein wachsames auch darauf gehabt hätten.
Antwort von ag2908 am 25.04.2011 - 09:29 @GWS
Den Umweltschützern ging es um zwei Dinge. Erstens die Schadstoffbelastung des Schiffes.
Zweitens ging es darum, ob das Schiff als Rohstofflieferant genutzt wird oder nicht.
Beide Gründe halte ich mit Sicherheit nicht für Ignorant und auch nicht für Hysterisch.
Ignorant finde ich eher, wenn dir als Taucher egal ist, ob Giftmüll versenkt wird.
Und auch dass Rohstoffe einfach auf den Grund des Meeres versenkt werden ohne sie zu nutzen, muss einen nichttauchendem Umweltschützer nicht ohne weiteres plausibel erscheinen.
Ich als Taucher habe natürlich auch ein Interesse an Wracks und freue mich über die Versenkung eines Schiffes auch wenn Recycling immer wichtiger wird. Aber als Lebensraum taugt ein Wrack nur wenn wirklich alles dafür getan wird, dass die Giftbelastung so klein wie möglch gehalten wird.
Jeder Taucher sollte Umweltschützer sein. Dass dies leider nicht so ist, wird mir auch hier in Ägypten jeden Tag bewiesen.
Gruss Fred
Antwort von GWS am 25.04.2011 - 10:47 @ ag2908
Ich schlage vor, Du liest erst einmal gründlich die Beiträge, mit denen Du Dich auseinander setzt.
Dann wird es auch nicht mehr so schnell vorkommen, dass Du anderen Tauchern Ansichten unterstellst (z. B., dass es ihnen "egal ist, ob Giftmüll versenkt wird"), die sie gar nicht vertreten haben.
Antwort von ag2908 am 25.04.2011 - 11:07 @GWS
Nur Dank den Umweltschützern wurde das Schiff nicht schon Ende März versenkt, ohne dass Giftstoffe entfernt wurden.
Du bezeichnest das als Hysterie und Ignoranz.
Ignoranz bedeutet für mich, dass man solche Dinge geschehen lässt ohne zu hinterfragen und anschliessend solche Dreckschleudern noch als wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna durchgehen lässt.
Nochmal zur Erinnerung. Ich bin auch für die Versenkung von Schiffen, aber es muss umweltfreundlich ablaufen.
Gruss Fred
Antwort von GWS am 25.04.2011 - 16:56 Noch einmal ganz langsam zum Mitschreiben:
Als Ausdruck von Ignoranz und Hysterie habe ich bezeichnet, dass die australischen Umweltschützer gegen die Versenkung des Schiffes protestierten, obwohl zuvor Farben, Drähte usw. beseitigt worden waren. Insgesamt hat die Versenkung einschließlich der Vorbereitungsmaßnahmen immerhin 8, 5 Mio. Dollar gekostet!
Von Ignoranz sprach ich deshalb, weil diese Haltung den überaus positiven Einfluss ignoriert, den ein solches Wrack für die Entwicklung marinen Lebens hat.
Von weiteren Versuchen, mir die Worte im Mund umzudrehen, bitte ich abzusehen.
Antwort von ag2908 am 25.04.2011 - 17:24 @GWS
Auch noch mal langsam zum mitschreiben: Ohne die Umweltschützer wäre das Wrack mitsamt Farben versenkt worden. Und wenn jemand ein Schiff versenken will wird das in der Regel gemacht um das Wrack zu vermarkten. Dann muss er auch die Kosten einrechnen und es interessiert mich dann nicht ob dies 8,5 oder 15 Mio. Dollar werden.
und ich spreche von Ignoranz was deine Einstellung zum Thema betrifft. Offensichtlich ignorierst du die Tatsache, das die Natur "uns" nicht braucht, wir aber die Natur. Es liegt genug Müll - auch in Form von Schiffswracks - auf dem Meeresgrund. Ein Stahlschiff wird früher oder später kollabieren und das Leben unter sich begraben welches sich im Laufe der Jahre dort angesiedelt hat...
Ich werde dann mal meine Sammlung alter PKW entkernen und die Korossen in den Wald schieben, damit sich dort entsprechend Flora und Fauna ansiedeln kann - als Beitrag für den positiven Einfluss.
Antwort von deep_down am 26.04.2011 - 09:15 @GWS
Nun, da die Versenkung zunächst ohne Entfernung der Giftstoffe erfolgen sollte, liegt der Verdacht durchaus nahe, dass die durch die Umweltschützer initiierte Reinigung, das "Nötigste" umfasste - nicht aber das "Möglichste".
So etwas würde die Sache zwar besser machen - aber noch lange nicht gut.
Und wenn Du hier jemanden angehst i.S. von "lies erst einmal gründlich die Beiträge, mit denen Du Dich auseinander setzt" stellt sich mir die Frage, ob Du vor Ort warst um den Prozess zu begleiten?
Denn nur, wer direkten Kontakt mit den Protagonisten und damit ein umfassendes Bild hätte, könnte sich die Verwendung von Adjektiven wie "hysterisch" oder "ignorant" erlauben.
@diverhans
"Ein Stahlschiff wird früher oder später kollabieren und das Leben unter sich begraben welches sich im Laufe der Jahre dort angesiedelt hat..."
Dann sollten nur noch GFK-Pötte versenkt werden. Der Plaste-Kram hält wenigstens länger aus.
Mal ganz abgesehen davon, dass den "künstlichen" Wracks meines Erachtens etwas fehlt.
Nämlich ihre (mangels besserem Vergleich wähle ich dieses Wort) "Seele".
Antwort von diverhans am 26.04.2011 - 22:41 @ deep down
> Dann sollten nur noch GFK-Pötte versenkt werden...
...Gott sei Dank hast du im Anschluß den hier -> "" gesetzt...
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