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Wichtiger Hinweis: Bei Fragen zur Gesundheit und Tauchen ist es dringend empfohlen, einen fachmännischen Rat bei einem Tauchmediziner einzuholen.
Krimiwissen: Tod durch falsches Gemisch? Abgesandt von Puzzle am 08.12.2007 - 23:41:
Liebe Tauchprofis,
neben meinem Studium lektoriere ich ab und zu Exposes für eine Filmproduktionsfirma. Ich habe jetzt einen Thriller auf den Tisch bekommen, der wirklich sehr spannend ist. Gute Figuren, nette Geschichte, aber…
Es gibt da einen Mordanschlag, der mir als Leihe total unrealistisch vorkommt. Der Mörder tötet seinen Rivalen, indem er seine Druckluftflasche mit einem falschen Gemisch manipuliert.
Ich hab hier einiges auf der Seite über Sauerstoffvergiftungen, Paul-Bert-Effekt, etc. gelesen. Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre so ein Anschlag wegen des Drucks nur ab einer bestimmten Tiefe realistisch.
In der Geschichte geht es aber um einen kleinen See. Das Opfer will Diebesgut aus vielleicht 3 oder 4 Metern bergen. Er ist allein, müde, es ist Nacht. Der Mörder ist ein erfahrener Taucher, der über das Knowhow verfügt, ein entsprechendes Gemisch herzustellen.
Ich war in meinem ganze Leben noch nie tauchen und hab davon absolut keine Ahnung. Könnt ihr mir vielleicht eine kurze Einschätzung geben, ob dieser fiktive Mord ausgemachter Hollyood-Blödsinn ist, oder ob er unter gewissen Umständen doch glaubwürdig sein könnte. Und nicht vergessen: In Filmen knackt man Autos mit Schraubenziehern und öffnet Türen mit Kreditkarten. Es muss also nicht alles haarklein stimmen, aber die grobe Richtung sollte schon passen.
Liebe Grüße und vielen Dank,
Puzzle
Antwort von Thomas Sauermann am 09.12.2007 - 00:09 Ich würde Kohlenmonoxid nehmen!
Antwort von Arthur am 09.12.2007 - 00:27 Hallo Puzzle,
bei den von dir aufgeführten Tiefen taucht man mit Pressluft. Die Zusammensetzung ist also im wesentlichen 21% Sauerstoff und 78% Stickstoff. Man könnte den Sauerstoffanteil gegen Null reduzieren und den Stickstoffanteil entsprechend steigern. Die Frage ist, ob man das als Taucher rechtzeitig merkt. Also die Richtung des Drehbuchs stimmt schon. Allerdings kann die Sache nicht unter „perfekter Mord“ laufen, weil leicht nachweisbar.
Noch eine Bemerkung: Als Lektor disqualifiziert man sich, wenn man das Wort „Laie“ nicht kennt .
Gruß Arthur
Antwort von Boxerfahrer am 09.12.2007 - 00:32 Blöde Frage :
Gibts CO in Flaschen ? CO2 kenn ich ja, das treibt das Deko-Bier aus dem Fass, aber CO ?
Antwort von scuba-barbie am 09.12.2007 - 00:34 ...noch `ne blöde Frage: Vielleicht doch eher Tod durch Überschreitung der Schmerzgrenze für Rechtschreibfehler bei Lektoren??? Wär` mal `n völlig neuer Ansatz - und so schön schwer nachzuweisen...
Antwort von eanx-rescue am 09.12.2007 - 01:53 Hier fühlt sich wieder ein in seinem Leben gescheiterter "Deutschlehrer" wichtig...herzlichen Glückwunsch
Antwort von Telemar-king am 09.12.2007 - 02:27 Hey Leute, kriegt Euch wieder ein. Es geht hier schließlich um "ausgemachten Hollywood-Blödsinn". Diese Qualität ist dazu da, um Leihen mit Krachbummbäng zu unterhalten und nicht dazu, um realistisch, medizinisch, biologisch und psychologisch handfeste Filmkost zu produzieren.
@Puzzle, Kohlenstoffdioxid (CO2, farb-, geruch- und geschmackloses Gas) muss Dein Mörder nehmen. Denn es MUSS geschmacklos sein, denn sonst merkt es das Opfer ja vorher . In einer Konzentration von 90% in der Tauchflasche führt es zur Ohnmacht, und Ohnmacht unter Wasser? Glugg, glugg, weg ist er....
Oder der Mörder nimmt Gemische aus Kohlenstoffdioxid und Stickstoff (z.B. 20% ± 2% CO2 in N2 oder 30% ± 3% CO2 in N2). Das ist dann in jedem Fall erstickend.
Sehr gern genommen wird auch Kohlenmonoxid, mit welchem sich auch schon Hollywood-Angestellte in ihren Garagen bei laufendem Fahrzeugmotor eingeschlossen haben. Ist ebenfalls geruchlos und garantiert tödlich.
Also Herr Lektor, mal ein bisschen die Phantasie bemühen. Sauerstoffvergiftung auf 4 Meter Wassertiefe. Wie lächerlich...
Antwort von Tauchteufel am 09.12.2007 - 07:18 Moin, moin
CO oder N20 (Narkosegas) sind mMn die Gase der Wahl, und ja - das gibt es in Flaschen. Beides zusammen wirkt garantiert.
Viele Grüße
Peter
Antwort von Fritte am 09.12.2007 - 08:18 Naja, das entsprechende knowhow ist nicht ausreichend. Die technischen Voraussetzungen für das Mischen eines der vorgeschriebenen Gasgemische sind ziemlich hoch. Möglich ist es aber. Zu Deinem Pech ist das, wie schon gesagt wurde nicht gerade das perfekte Verbrechen, da sich der Hergang sehr leicht rekonstruieren läßt.
Antwort von Puzzle am 09.12.2007 - 09:36 Herzlichen Dank für eure zahlreichen und schnellen Antworten.
Ganz offensichtlich ist ein entsprechendes Gemisch möglich, mehr muss ich im Moment gar nicht wissen.
@Fritte Die Methode muss nicht den Anspruch "perfektes Verbrechen" erfüllen. Für die Geschichte ist es sogar wichtig, dass es sich eindeutig um Mord handelt. Die Frage ist nur: Wer war es?
Dann tipp ich jetzt mal meine Empfehlung...
Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße
Puzzle
Antwort von Doppeldreier am 09.12.2007 - 10:27 kann man auch ein Gas nehmen dass bei Kontakt mit der Körperflüssigkeit eine starke Säure bildet.
So in der Richtung, atme, atme, atme plötzlich werden die Augen ganz groß, die Ohren fangen an zu qualmen und aus allen anderen Körperöffnungen kommt Blut gelaufen. Kurz danach platzen die Augen, die Zähne fliegen die Granatsplitter durch die Gegend und der Taucher löst sich auf und hinterlässt nur noch einen trüben Fleck im Wasser.
Wäre doch Niveauvoll für RTL oder die Richtung.
Gruß,
D3
Antwort von Mattti am 09.12.2007 - 10:48 Wenn die Flasche mit einem kleinen Benzinbetriebenen Kompressor gefüllt wird, reicht es, den Ansaugschlauch neben den Auspuff zu montieren. Mann sieht dann auch direkt an der Färbung der Lippen, das es eine CO vergiftung war...
Antwort von Taucherladen-online am 09.12.2007 - 11:18 Hallo Puzzle,
wie Mattti schreibt, einfach benzingetriebenen Kompressor, Ansaugschlauch zum Auspuff und schon gibts die schönste CO Vergiftung, aber nicht übertreiben, sonst merkt es das Opfer am Geruch der Abgase noch etwas, wobei CO ja geruchslos ist aber die restlichen Abgasbestandteile teilweise eben nicht.
Ach ja, man kann auch tatsächlich Autos mit ganz einfachen Hilfsmitteln und nicht richtig verschlossene Wohnungstüren mit Kreditkarten öffnen, wobei beides meist mit etwas richtig angewendeten Draht am besten und schnellsten geht.
Nein nein, bin kein Langfinger, aber als KFZ-Meister weis man eben wie einfach so manches Auto "aufzusperren" ist, wegfahren ist dann schon etwas schwieriger, und wenn man jemanden vom Schlüsseldienst kennt und seinen Schlüssel mal in der Wohnung liegen lassen hat, zeigt der einem auch wie einfach so etwas zu lösen ist.
Viele Grüße
Gerhard
Antwort von whaleshark am 09.12.2007 - 13:00 Hai was wäre wenn Puzzle diese Infos gar nicht für ein >>Filmproduktion<< braucht
Wäre das dann schon "Beihilfe" ?
Antwort von Telemar-king am 09.12.2007 - 13:14 "... dass es sich eindeutig um Mord handelt. Die Frage ist nur: Wer war es? ... "
Die zugehörige Antwort weiß man doch schon immer vorher: der Mörder ist immer der Gärtner! Und bei Hollywood-Blödsinn-Filmen immer die Ostblockmafia oder die Triaden.
P.S.: Geht es hier wirklich um die Bewertung eines Manuskripts oder puzzelt hier jemand eine Anleitung zum Beseitigen unbeliebter Tauchbuddies? Dann haben wir uns ja alle der Mittäterschaft schuldig gemacht .....
Antwort von Krimitester. am 09.12.2007 - 13:38 Vorsicht, der Plan kann misslingen:
-weil der Taucher doch etwas riecht (spricht gegen den Ansaugschlauch im Auspuff, denn da gibts neben CO und CO2 auch meist etwas Öl- und Benzindämpfe)
-weil er evt. noch rechtzeitig was merkt, wenn die Ohnmacht nicht ganz plötzlich eintritt, und aus 3..4m locker in 3..4s hochkommen kann, und dann Frischluft hat.
Besser einen 70m-Tauchgang mit Sauerstoffflasche angehen. Wobei mit etwas Pech auch das überlebbar sein könnte. Aber aus 70m kommt man nicht in 3s hoch, und auch in 10s nicht folgenlos.
Besser geht es bei Nichttauchern, wenn man Taucher ist: Man schenkt ihnen einen Schnuppertauchgang (möglichst selbst durchführen!), überbleit sie ordentlich, und wenns schief (also: gut) geht, schimpft man, dass sie nicht bei einem geblieben, sondern alleine weggetaucht sind. 10m Tauchtiefe reichen da, 20m sind besser.
Ich komme ins Träumen...
Antwort von Fritte am 09.12.2007 - 13:45 @Telemar-King
Neee, Mittäterschaft setzt Tatherrschaft voraus. Die haben wir nicht. BEIhilfe wäre als psychologische Beihilfe zwar auch denkbar aber hier wohl nicht gegeben. Er dürfte sich noch im Bereich der straflosen Vorbereitungshandlung befinden. Damit wären aber auch wir jedenfalls straffrei.
Antwort von divemecressi am 09.12.2007 - 14:01 Auf alle Fälle spare ich mir heute das LACHGAS
Antwort von Bubble67 am 09.12.2007 - 15:46 Doppeldreier der war echt gut ! !
@ Puzzel evt solltest Du der Film Firma "Raten" doch ein tieferen TG zu machen....damit währ einiges machbar !
Schon über ein Riesen Hecht oder Wels nachgedacht ? Kuno der Killerkarpfen ? Bei RTL oder Sat würde das ja sogar "Real" sein
Antwort von Young Diver 2912 am 10.12.2007 - 15:07 @ Doppeldreier....so was gibt´s und nennt sich Chlorgas. Chlorgas bildet bei Kontakt mit Flüssigkeit (z.B in der Lunge) hypochlorige Säuren und Salzsäure, was wieder rum zu Verätzungen in der Lunge führt ---> der Typ schäumt wird anfangen zu Bluten und sterben. Aber ich glaube nicht, dass er explodiert.....oder sich vollkommen auflöst.
Allerdings wird der Taucher dieses Gas am Geruch bemerken...aber bei RTL usw. ist der Taucher wahrscheinlich soooo geil auf das Diebesgut, dass er die Gefahr nicht bemerkt.
Viel Spass noch beim perfekten "Taucher-Mord"
Antwort von baby_tom am 13.12.2007 - 19:20 Wie wär`s mit nem Rebreather und Wasser im Kalk (Schlauch kaputt). Sollte auch ätzend wirken.
baby_tom
Antwort von D-32 am 17.12.2007 - 15:03 Der "Leihe" wurde schon angesprochen - tja, was heutzutage so alles "studiert", um billig ins Kino und in den Bus zu kommen! Schrauben"zieher" gibts auch nicht, sondern nur Korkenzieher. Schrauben werden gedreht.
Gemisch: Fein sein könnte Beimischung von Distickstoffmonoxid, CO oder Neon statt N2. Das mit ca. 20 % O2 zu mischen bekommt jeder nicht ganz technikfeindliche Mensch hin, notfalls hilft der Hydraulikhandel mit Adapterteilen.
Wichtig für das Script: Es muss jemand nach dem Exitus das manipulierte Gemisch gegen gute Luft tauschen und sich paarmal mit genug Blei auf die Leiche draufstellen und wieder runtergehen, damit die Lunge das miese Gemisch abgibt.
Viel besser: Diebesgut ist mit Eigenbau-Bombe gesichert. Gegenstand hochheben - bumm - Exitus.
Antwort von whaleshark am 17.12.2007 - 15:31 Und Distickstoffoxid bekommt man in fast jedem Lebensmittelmarkt zu kaufen
Aber warum sind denn alle so umständlichnimm dem Taucher den Lungenautomaten ab - nach dem Ertrinken - Luft ablassen bis Flasche leer - Fertig - tja und darauf achten, dass der Typ keinen Luftintegrierten Computer hat
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