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Luftanalyse
Abgesandt von Taucherin_Schweiz am 22.07.2008 - 10:36:

Hallo zusammen

Ich habe nun vermutlich eine dumme Anfängerfrage an Euch. Stelle Sie jetzt aber trotzdem, drum bitte nicht auslachen...

Im aktuellen Unterwasser gab es einen Bericht über den tragischen Unfall in den Malediven auf dem Safarischiff mit dem Titel: "Tod im Paradies".

Auf den tragischen Unfall möchte ich auch nicht näher eingehen. Allerdings interessiert mich nun doch, wie so etwas zu verhindern wäre.

Dazu steht irgendwo bei einer Aussage, dass die Kontrolle der Luft so kaum möglich ist, da Kohlenmonoxid geruchs- und farbneutral sei, sprich die verschmutze Luft kaum bemerkt hätte werden können von den Tauchern. Es wird dann auch geschrieben, dass eine Luftanalyse vor dem Tauchgang keine praktikable Lösung wäre...

Und dies ist der Punkt, den ich (Noch-)Laie nicht ganz verstehe. Wenn würde denn so eine Luftanalyse funktionieren? Da es nicht praktikabel ist, nehme ich an, es bräuchte dafür ein kompliziertes Gerät? Also gehe ich richtig in der Annahme, dass ein normales Sauerstoffanalysegerät, wie es für Nitrox-Kontrolle verwendet wird, nicht genug wäre? Sprich, der Anteil Sauerstoff/Stickstoff sowieso gleich bleibt, egal ob noch giftiges Kohlenmonoxid drin wäre? Gibt es Geräte, die alles können? Und wenn ja, die sind dann vermutlich kaum bezahlbar?

Was habt Ihr für Tipps und Tricks, wie kontrolliert Ihr, ob Ihr der Luft vertraut in Eurem Tank (ausser halt, wenn es sich komisch atmen lässt)? Oder vertraut Ihr einfach nur?

Schaut Ihr euch immer den Kompressor zuerst an auf den Tauchbasen? Und wenn ja, auf welche Punkte achtet Ihr besonders?

Vielen Dank für Eure sachlichen Antworten!




Antwort von JJBing Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 10:49
Wenn CO in den Flaschen ist, dann muss das nicht an einem schlechten Kompressor liegen. Auch ein sehr guter Kompressor kann CO ansaugen und in die Flaschen pumpen...
Ein Luftanalyse ist sicher möglich, das wird ja bei Nitrox Tauchgängen auch gemacht. Man kann dafür natürlich kein Sauerstoffanalyser nehmen, da muss dann schon ein CO Analyser her. Was sowas kostet kann ich nicht sagen. Genaugenommen müsste man dann aber auch noch nach anderen Stoffen in der Luft suchen...

Eigentlich dürfte sowas garnicht passieren, denn ein Kompressor sollte immer saubere Luft ansaugen.
Antwort von Massi Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 10:57
Hier wurde u.a. auch auf den Unfall eingegangen. Auch hier im Tnet gabs mein ich ne Diskussion dazu.

Schaus dir einfach mal an.

Hier klicken
Antwort von Taeniura_lymma Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 11:00
Hy,
erst einmal, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. der Kommentar von Dr. Dietmar Berndt in dem selben Artikel erklärt eigentlich schon alles. Also vorher den Zustand des Kompressors anschauen, auch mal vor dem Tg. das Ventil leicht öffnen und an der ausströmenden Luft riechen, hilft aber nur bei Ölverunreinigungen. Es gibt Messgeräte zur Partikelanalyse, die werden bei Messungen zur Luftverschmutzung eingesetzt, aber wer hat schon knapp 2300€ übrig. Also am Besten mal beim Tauchshop seines Vertrauens mal den Kompressor zeigen und erklären lassen und im Urlaub den Kompressor begutachten.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 12:09
Im sauerstoffanalysegerät ist nur ein O2-Sensor drin und kann natürlich nur O2 messen.

Jeder Schornsteinfeger und auch jeder Heizungbauer hat auch ein Analysegerät womit man die Abgaswerte an Heizungen messen kann.
Darunter ist u.a. CO und CO2.
Auch O2, aber nur Werte geringer 21%.
Hier klicken



Es gibt auch Messröhrchen
Hier klicken
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 12:23
Moin,

schon oft genannt, aber gern noch mal wiederholt - Standards auf Tauchbasen:
Wenn in einer Basis (und davon gibt es viele) ein Aufkleber PADI 5* ist, dann ist diese Basis vom PADI Hq. verpflichtet, regelmäßig von einer unabhängigen Firma Analysen der Kompressorluft auf diverse Parameter wie CO, Wasser, Öl machen zu lassen und das auch für die Kunden zu dokumentieren. Da kannst du also nachfragen und, wenn sie das nicht vorzeigen können, fluchtartig diese Basis verlassen und Meckermail an PADI schicken!

Seriöse Basen machen ohnehin freiwillig solche Analysen.

Analyse selbst machen ist zur Zeit noch ziemlich teuer. Es würde einfach und preiswert mit Dräger-Röhrchen gehen, aber irgendwie finde ich niemand, der mich beim Bau eines Prototyps unterstützt.

Ansonsten:
Geruchsprobe der Luft machen - wenn nach Öl riechend massiven Terror machen! Luft ablassen und neu füllen reicht nicht.
Gucken, wo der Kompressor ansaugt - wenn irgend eine Motorabgasquelle in Luv ist, geh damit nicht tauchen.
Antwort von Balticdiver Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 12:25
Moin,
ich sehe es genau so, es gibt nur dumme Antworten. Also um 100%ig sicher zu sein müsstest Du schon ein Testgerät mit Prüfröhrchen haben (z.B. Dräger Aerotest) damit kannst Du Öl, Wasser, CO und CO² in der Atemluft nachweisen. Das Problem ist erstens der Preis und zweitens die Anwendung (Zeit) und nicht jeder schleppt sowas im Urlaub mit sich rum
Ansonsten, wie schon geschrieben, Kompressor zeigen lassen und auf Zustand achten und Dir das Füll- und Wartungsbuch zeigen lassen (gute Basen haben sicherlich kein Problem damit)
Grüße
Sven
Antwort von divefoxxx Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 12:38
Eigentlich klar, dass der PADI-Basher selbst bei so einer Frage seinen Frust ablassen muss...

Dem Statement entnehme ich, dass Tauchbasen und Vereine, die nicht PADI angehören, derartige Analysen nicht vornehmen müssen.
Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 13:01
Seine Antwort war doch O.K. ich sehe da nicht, dass er Frust abgelassen hat.
Man kann aber auch immer alles in irgendwelche Antworten hineininterpretieren.
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 13:07
Moin,
der letzte thread zu diesem Thema war hier: Hier klicken

@D32: Schick` mir mal eine e-mail, mal sehen, ob wir gemeinsam etwas auf die Beine stellen können.

Hartmut
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 13:08
Foxxx ist PADI-Mitglied, und ihm passt es wohl nicht, dass ich eine Anfängerin darauf hinweise, welche Pflichten (die leider weltweit oft genug ignoriert werden, weil sie etwas Geld kosten) PADI seinen Mitgliedsbasen auferlegt.
Antwort von Taucherin_Schweiz am 22.07.2008 - 13:16
Hallo zusammen

Bereits jetzt schon vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall nen Blick auf den Kompressor werfen und die Tauchbasen darauf ansprechen, wie die Wartung verläuft und mir auch die Dokumentation darüber zeigen lassen.

Ich denke immer aus meiner Sicht. Hätte ich so ne Tauchbasis und würde meine Sachen seriös warten, dann würde ich vermutlich mit grösster Freude und Stolz meinen Kunden das Ganze auch zeigen. Und alles andere sollte mich dann eigentlich schon stutzig machen...

Als Frau hat man evt immer noch etwas mehr Scheu, sich solche technischen Sachen zeigen zu lassen, weil ich ehrlich gesagt halt wirklich wenig Ahnung davon habe...
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 13:18
divefoxx: die Antwort von d32 ist absolut in Ordnung. Hier interpretierst du etwas hinein.
Antwort von divefoxxx Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 13:57
@D-32 Der Inhalt Deiner Aussage ist völlig richtig und sicherlich wird das oft vernachlässigt. Mir geht es nur ziemlich auf den Keks, dass Du bei (fast) jeder Gelegenheit die PADI-Keule aus Deinem Bleigurt ziehst. Leider hat das nicht immer mit sachlicher Kritik zu tun. Der Ton macht die Musik, auch beim geschriebenen Wort.

Das hat nichts mit meiner PADI-Mitgliedschaft zu tun. Mir ist schon bewußt, dass sowohl bei PADI als auch bei anderen Verbänden und deren Mitgliedern nicht alles rosig ist. Würde hier regelmäßig über ein anderes Thema herziehen, würde ich mich darüber auch aufregen.

Und selbstverständlich sind die Tipps an die schweizer Taucherin ok. Wie gesagt, die Ausschliesslichkeit im ersten Teil Deiner Aussage machts mal wieder.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 15:18
divefoxx: sehe es doch positiv: ein 5*Center unterwirft sich Standards, ein QM-Management sorgt für die Einhaltung. Das kann nicht jeder Verband für sich in Ansruch nehmen. Jo sagt ja nur, man solle sich dessen bedienen, respektive es unterstützen. Passt doch
Antwort von Allgaeutaucher Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 17:34
Ich sehe das auch so wie Shuttle, und war sogar überrascht, dass D-32 mal was positives über PADI schreibt.
Antwort von JJBing Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 18:22
Wann darf sich ein Divecenter denn PADI 5* Divecenter nennen?
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 19:18
... wenn ihm die 5 Star Dive Center Mitgliedschaftsstufe, jeweils für
1 Jahr, zuerkannt wird.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 22.07.2008 - 23:17
Sicher kann man CO nicht riechen und ein Nachweis per Messgerät ist nicht einfach und teuer. Sauerstoff messen hilft auch nicht, weil man dann nur weiß, ob genug Sauerstoff drin ist. Man weiß aber noch nicht, ob das CO auch abwesend ist. Genug Sauerstoff ist bei Anwesenheit von CO aber nicht ausreichend, da CO eine ca. 300-mal höhere Affinität zum Hämoglobin hat als Sauerstoff.
Da CO aber überwiegend in Form von Verbrennungsabgasen auftritt und dort noch jede Menge andere übel riechende Komponenten mit angesaugt werden, ist die Wahrscheinlichkeit, daß die verunreinigte Luft nicht riecht wirklich extrem klein.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 05:07
Diese von PADI geforderte Luftanalyse fuer 5* Dive Center / Resorts, wird leider nicht ueberall durchgefuehrt. Oft einfach weil es in einigen Gebieten keine Firma gibt, die sowas richtig anbietet. Wuerde das ganze allerdings von PADI staerker ueberprueft werden, was in vielen Gebieten nicht der Fall ist, dann wuerde es evtl. auch Firmen geben, die sowas anbieten, weil auf einmal eine Nachfrage herrscht.

Wenn ich mich richtig erinnere, ist die von PADI geforderte Luftanlalyse aber auch nur alle 6 Monate. Falls ich da falsch liege, bitte korrigiert mich, da ich gerade kein Instructor Manual in der Hand habe. In 6 Monaten kann mit einem Kompressor einiges schief gehen, weshalb das auch nicht wirklich ausreichend ist. Auch sollten solche Pruefungen eher als Stichproben erfolgen und nicht, wenn die Filter gerade getauscht wurden, der Ansaugstutzen extra in Windrichtung positioniert wurde und der Kompressor gerade erst ein paar Flaschen gefuellt hat.

@henri: Wenn der Filter frisch ist, werden von dem alle uebelriechenden Komponenten rausgefiltert. CO bleibt aber noch drinne, wenn es nicht Filterpatronen fuer Kompressoren mit Verbrennungsmotoren sind. CO kann aber auch duch im Kompressor selber entstehen oder bei einem elektisch betriebenen Kompressor angesaugt werden.

Bei dem Unfall auf den Malediven (Baani Adventurer), wurden auch die Filter erstmal getauscht, weil schlechte Luft vermutet wurde. Die Luft hat wieder einwandfrei gerochen und es wurde weiter getaucht...

Kleine portable Messgeraete, die CO messen koennen wuerden solche Dinge vermeiden und koennten die Betreiber auf lange Sicht zum Umdenken bringen, wenn mehr und mehr Leute damit ankommen.

Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 08:20
@ Scuba Dude

Danke für die Infos! Du hast Recht: Wenn Nachfrage/Bedarf geschaffen wird, dann entstehen auch entsprechende Firmen bzw. es kommen bezahlbare Geräte auf den Markt. Siehe O2-Analyzer im Zuge der Nitrox-Verbreitung.

Und natürlich müssten es zufällig ausgewählte Stichproben sein.

Mal sehen, vielleicht kappt es ja mit meiner Idee, auf Basis Dräger-Röhrchen etwas Bezahlbares zu konstruieren. Werde mal, wenn ich Zeit habe, rüberfahren nach Lübeck und mit den Leuten reden.
Antwort von Taucherin_Schweiz am 23.07.2008 - 10:40
@D-32

Würdest Du mich informieren, wenn Du da allenfalls zu einer Lösung kommst mit solchen Röhrchen und einer Konstruktion? Das wäre toll!
Bin in diesem Bereich glaub halt wirklich eine typische Frau, verstehe von solchen Basteleien einfach nichts...
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 10:58
Wenn ich da was zuwege gebracht habe, werde ich das hier ganz bestimmt in einem neuen Thread mittteilen.
Antwort von Hhhugo Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 12:06
Achtung, Henri schreibt gefährlichen Unfug: "...ist die Wahrscheinlichkeit, daß die verunreinigte Luft nicht riecht, wirklich extrem klein". Das stimmt ganz und gar nicht, und wiegt einen in falscher Sicherheit. Geringe Konzentrationen an CO können tödlich sein, da kann es gut sein, dass man von den restlichen Abgasen rein gar nichts riecht. Insbesondere, aber nicht nur, wenn die Luft vorher noch durch den Kohlefilter des Kompressors ging. Verlass dich nie, nie, nie darauf, dass gut riechende Luft OK ist. CO kannst du nicht riechen. Du kannst es nicht KAUM riechen, wie hier auch gesagt wurde, du kannst es NICHT riechen. Ob da irgendwo, irgendwelche Sterne vor irgendeiner Organisation rum hängen, schützt dich in keiner Weise vor einer CO Vergiftung. Ob man dir irgend eine Analyse von vor einer Woche oder von vor einem Jahr zeigt, schützt dich in keinster Weise vor einer CO Vergiftung. Klar war die Luft vor einer Woche oder einem Jahr nicht mit CO verseucht, sonst wären Taucher gestorben. Da ist keine Analyse nötig.

Wenn CO in die Flasche kommt, dann darum, weil CO in den Ansaug kam. CO kann wohl in der Praxis nur aus einem Verbrennungsmotor kommen, zumindest ist mir keine andere Quelle bekannt. Mein Fazit: ich schaue mir den Ansaug immer genau an. Ist die Leitung dicht, oder kann sie falsche Luft ansaugen? Ist der Ansaug so montiert, dass er unter keinen Umständen Abgase ansaugen kann?
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 12:55
"...Achtung, Henri schreibt gefährlichen Unfug: "...ist die Wahrscheinlichkeit, daß die verunreinigte Luft nicht riecht, wirklich extrem klein". Das stimmt ganz und gar nicht, und wiegt einen in falscher Sicherheit. Geringe Konzentrationen an CO können tödlich sein, da kann es gut sein, dass man von den restlichen Abgasen rein gar nichts riecht. ..."
Da kannst Du wohl nur das Tauchen einstellen, da Du als Nutzer quasi keine Chance hast, das CO festzustellen. Der einzige Weg ist ein verantwortliches und präventives Verhalten des Betreibers der Füllstation.


Hhhugo, was Du schreibst ist nicht falsch, aber von dem was ich geschrieben habe auch nicht wirklich weit entfernt. Wenn Alles außer Co ausgefiltert werden kann, frage ich mich allerdings, warum so viele Taucher noch leben, denn daß die Luft nach Abgasen riecht (schmeckt) habe ich schon öfters erlebt, eine CO-Vergiftung zum Glück nicht. Wie Du schreibst, kommt das CO meist mit Verbrennungsabgasen in das Ansaugrohr. Ich habe noch keinen Kompressor erlebt, der in der lage war, alle riechenden Komponenten auszufiltern.

Wäre es so und käme das häufiger vor könntest Du nur das Tauchen einstellen, weil Du ja oben selbst beschreibst, daß man es nicht zuverlässig nachweisen kann. Die Kontrolle der Ansaugwege und der Höhe des Ansaugrohres kontrolliere ich aber auch immer.

Ein Blick in den Kompressorraum sagt Dir genauso viel über die Basis, wie ein Blick in die Küche eines Restaurants Dir was über das Restaurant sagt.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 13:49
CO kann genauso zumindest bei Kompressoren mit E-Motor entstehen, wenn der Aufstellort zu warm und die Luftzirkulation zusätzlich behindert ist , wie in den Maschinenräumen diverser Safarischiffe. Da zersetzt sich Öl, Sauerstoff ist vorhanden. In den Crackprodukten sind dann ungesättigte, kurzkettige Kohlenwasserstoffe (mit ziemlich hohem toxischem/carcinogenem Potential und man kann nur hoffen, dass die Aktivkohle sie rausfiltert), aber eben auch CO sowie C als Verkokung, die sich an Laufbuchsen der 3. Stufe und Ventilen absetzt.

Die geringste nachweisbare Menge CO in der Atemluft sollte ein eindeutiges Alarmzeichen sein.
Antwort von deeperdiver am 23.07.2008 - 14:23
@D32
Damit sich aber aus dem Schmieröl soviel CO wie aus dem verbrannten Benzin im Benzinmotor bilden könnte, müsste etwa soviel Öl verbraucht werden, wie sonst Benzin. Das ist nicht realistisch.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 15:49
@deeperdiver: Es saugt aber auch kein Mensch direkt die Luft vom Auspuff eines Verbrennungsmotors ein. 10ppm werden oft als kritischer Wert angegeben und die hat man wohl auch mit einem ueberhitzten, schlecht gewarteten und womoeglich noch mit fragwuerdigem Oel betriebenen Kompressor zusammen. Du willst nicht wissen was fuer Dinger da teilweise abgehen, weil Leute einfach keine Ahnung und doch die besten Absichten haben...

@D-32: Wenn du was mit Draeger Roehrchen basteln willst, koennte das hier hilfreich sein: Hier klicken

Schau mal auf Scubaboard in den Threads ueber den besagten Unfall nach. Sowas wie dieser elektronische Pocket CO Tester, den sich einer der User da zugelegt hat, koennte ein einfacher und erschwingliche Anfang sein. Wenn mehr Leute mit sowas ankommen, Fragen nach der Fuellanlage stellen u.s.w., machen sich Betreiber evtl. auch mal mehr Gedanken.
Antwort von Diving-chris Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 18:52
Hi,
vor kurzrm wurde auf i-bäh mal ein Testset von Dräger angeboten.
Nannte sich Dräger Aero light.

Ich habe aber im Netz keinerlei Infos über dieses Gerät gefunden. Funktionierte auch mit den Prüfröhrchen.
Ein Bekannter hat sich etwas selber gebaut, Justierbarere Durchflussmesser und Adapter füt Prüfröhrchen. Ich weis aber nicht welche Stoffe er kontrolliert. Mal sehen ob ich das herausfinde.
Antwort von deeperdiver am 23.07.2008 - 20:40
@scubadude
Hast vermutlich recht. Hab ich nicht bedacht.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.07.2008 - 21:57
@ Diving-chris

Mach dich da bitte mal schlau! Justierbarer Durchflussmesser kann auch ein einfaches constant flow-Ventil sein, wie es Firmen wie Weinmann für O2-Beatmung anbieten. Sowas habe ich sogar noch liegen. Und die Anschlusswelle auf Pressluft umbauen sollte auch machbar sein, werde Weinmann mal fragen. Das erspart das Gefriemel mit der Drosseldüse und Recherche bei einer Firma, die nicht als sonderlich kooperativ gilt.

@ Scuba Dude

Das Dräger Aerotest Simultan kenne ich aus Publikationen. Das kostet aber Dräger-typisch ein Schweinegeld und besteht, genau hingeguckt, als zentralem Bauteil einer billigen 1. Atemreglerstufe, die vermutlich auf ziemlich geringen MD eingestellt ist.

Es ist gut vorstellbar, dass so mancher Basis- oder Schiffsbesitzer Schweißausbrüche bekommt, wenn irgend wann mal Kunden seine Luft checken und ein Röhrchen bunt wird, weil er die Folgen ahnt.
Antwort von Hhhugo Registriertes Mitglied am 24.07.2008 - 08:09
"..was Du schreibst ist nicht falsch, aber von dem was ich geschrieben habe auch nicht wirklich weit entfernt". Doch, meilenweit entfernt, ich behaupte das Gegenteil von dir. "..ist die Wahrscheinlichkeit, daß die verunreinigte Luft nicht riecht wirklich extrem klein". Diese Aussage ist falsch. So falsch, falscher und gefährlicher geht es nicht mehr.

Klar KANN es sein, dass Luft stinkt. Klar KANN es sein, dass in der stinkigen Luft auch CO drin ist. Genauso KANN stinkige Luft CO-frei sein. Genauso KANN perfekt riechende Luft tödliche Mengen an CO enthalten. Die Aussage, wonach CO-haltige Luft mit extrem kleiner Wahrscheinlichkeit nicht stinkt, ist falsch und gefährlich - potentiell tödlich.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 24.07.2008 - 08:45
Hhhugo, wenn Du die Wahrscheinlichkeit so hoch einschätzt, das CO in einer nicht riechenden Füllung ist, sollten wir alle aufhören zu tauchen, da man CO nicht ja nicht riecht und es immer da sein könnte.

Ansonsten ist Tauchen immer potenziell gefährlich.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 24.07.2008 - 15:15
Die Aktivkohle in der Filterpatrone filter unter anderem Gerueche und Geschmaecker aus der Luft, aber kein CO, nur CO2. CO kann nur in CO2 umgewandelt werden, wenn in dem Fiter eine Schicht von Katalysator-Granulat enthalten ist. Dieses ist ueber der Aktivkohle angeordnet, die dann das CO2 uebernimmt. Filter mit diesem Katalysator werden selten verwendet und wenn ein Filter nachgefuellt wurde, kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass kein Katalysator enthalten ist.

Deshalb ist die Geruchs- und Geschmacksprobe komplett nutzlos wenn es um CO geht. Stinkende Luft kann in Bezug auf CO und CO2 einwandfrei sein, aber deutet auf alte Filter hin. Dagegen kann Luft die penetrant nach gar nix riecht und schmeckt einen umbringen. Genau das ist auf der Baani Adventurer passiert. Da wurde sich auch zu viel auf den Geruch verlassen und solche Symptome wie Kopfschmerzen wurden ignoriert. Ich muss also Hhuhhgo komplett zustimmen!

Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 24.07.2008 - 15:41
Aktivkohle adsorbiert CO2? Das muss eine ganz besondere Sorte sein. Dann wäre ja die Luft im PTG völlig frei von CO2, ist sie aber nicht.

CO2-Entfernung geht nur über Absorption an Alkalien wie im Kreislaufgerät.
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 24.07.2008 - 15:52
Moin,
tatsächlich ist es weder schwierig noch teuer, sich einen Luftanalysator für genau EINEN Analyten (CO, CO2, H20, Öl, selbst zu bauen. Druckminderer mit Vordruckmanometer und Flowmeter gibt`s im Schweisserfachbedarf (z.B. hier: Hier klicken , Ausführung für N2), Adapter von Inertgas auf 5/8" Druckluft in jedem besseren TEK- shop (z.B. hier: Hier klicken) und ein Stück Silikonschlauch, in den das Drägerröhrchen eingesteckt und an der Abgangsolive angeschlossen werden kann, in jedem Baumarkt. Kostenpunkt ohne Röhrchen ca 150€. Dann nur noch Röhrchen abbrechen, Fluss einstellen und mit der Stoppuhr warten, bis genügend Luft durchgeflossen ist... für`s Grobe reicht das.
Mehrere Röhrchen (für mehrere Analyten) können allerdings nicht so einfach parallel geschaltet werden, da die Röhrchen unterschiedliche Flusswiderstände aufweisen. Hier muss mit Drosseln in jedem Kanal gearbeitet werden, und das ist nicht trivial. Daher sind die Mehranalytensysteme auch relativ teuer.
Problem bei der ganzen Sache: Die üblichen Druckminderer/Flowmeterkombinationen sind schwer zu reinigen, wenn sie erstmal mit Öl oder Wasser kontaminiert sind, schon gar nicht unter Safaribedingungen.

Hartmut
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 24.07.2008 - 16:59
@ Scubadude Ich habe ja nicht gesagt, daß Hhhugo Unrecht hat. Nur die Wahrscheinlichkeit ist gering, daß kontaminierte Luft gar nicht riecht, halte ich für ziemlich gering.

@ klarwassertaucher
Muß man die Röhrchen dann nicht zur Analyse einschicken? ich kenne nur Röhrchen, die dann zu Dräger geschickt werden müssen. Gibt es die auch mit Indikatoren?
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 25.07.2008 - 04:00
@ D-32: Viel CO2 adsorbiet Aktivekohle wohl nicht, aber wohl etwas. Jedenfalls ist das der Grund, weil im Filter als letztes die Aktivkohle kommt, denn andersrum. Ich habe da gerade auf Anhieb nicht viel gefunden, aber hier ist wenigstens etwas:

Hier klicken
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 25.07.2008 - 07:28
Moin,
@henri: Nein, die Röhrchen, die wir zu Luftanalyse brauchen, basieren alle auf Farbumschlägen, d.h. die Analytkonzentration kann sofort nach der Messung am Röhrchen abgelesen werden. Mit Ausnahme des Ölprüfröhrchens, das nach der Messung "entwickelt" werden muss, zeigen alle anderen Röhrchen schon unter der Messung einen Farbumschlag an- mit etwas Übung kann man aus der Geschwindigkeit, mit der sich der Farbbalken bewegt, sogar schon nach ein paar Minuten den Endwert recht gut abschätzen.
Die Röhrchen, die Du meinst, sind Probennahmeröhrchen, die nur mit einem Absorber gefüllt sind. Sie "sammeln" die Analyten nur auf und werden später zur Analse bei Dräger entladen. Die dabei wieder freigesetzten Analyten werden dann mittels klassischer Laboranalytik (meist GC/haumichblau ) nachgewiesen.

Hartmut
Antwort von Hhhugo Registriertes Mitglied am 28.07.2008 - 07:44
"Nur die Wahrscheinlichkeit ist gering, daß kontaminierte Luft gar nicht riecht". Henry, vergiss es, du wirst es nie verstehen. Für alle anderen: CO ist geruchlos, kommt meist durch Ansaugen von Abgasen in die Flasche. Schlecht riechende Luft beruht meist auf alten Filtern. Die zwei Dinge haben keinen Zusammenhang. Henry schreibt gefährlichen Unfug.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 28.07.2008 - 12:19
Mal eine Frage an die Fachleute hier:
Wie genau und träge sind die CO-Alarmmelder aus dem Baumarkt (ähnlich der Rauchmelder)
So ein Teil kostet um die 50€ und ist recht handlich.

Ich habe da zwar meine Bedenken, gerade wegen des "Ansprechverhaltens"-schließlich kann man ja nicht seine halbe Pulle abströmen lassen. Und ab welchem Wert die ansprechen ist mir auch nicht klar, ich vermute mal für Taucher eher im nicht mehr akzeptablen Bereich.

Antwort von Taeniura_lymma Registriertes Mitglied am 28.07.2008 - 13:08
Hy Bikefresh,
ich hab hier mal ein Manual eines CO Warnmelders gefunden : Hier klicken Leider in Holländisch, aber wenn ich das Manual richtig interpretiere, braucht das Gerät insgesamt zu lange, um für Taucher schädliche Konzentrationen zu erkennen. Und die Diskussion , ob schlecht Luft immer riecht oder nicht, läßt sich ja eigentlich durch die Tatsache beweisen, das dieser Vorfall überhaupt passiert ist. Ich denke mal, bei so vielen Verunfallten hätte sicher einer sonst vorher was bemerkt.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 28.07.2008 - 15:56
Ein paar User von Scubaboard haben sich diesen hier zugelegt und testen die Dinger zur Zeit.

Hier klicken

Wird einfach in einen transparenten Plastikbeutel gesteckt, alle Luft rausgequetscht, dann den Beutel direkt vom Tank ca. halb aufblasen, verschliessen und nach zwei Minuten die CO-Konzentration ablesen. Der Wert sollte unter 10ppm liegen.

Hier gibt es auch Erfahrungsberichte:

Hier klicken

Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 28.07.2008 - 23:33
@Scubs Dude: THX -werde ich mal im Auge behalten
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 29.07.2008 - 16:01
Hhugo, die schlecht riechende Luft, die ich bisher in meinen Flaschen hatte (3x im Ausland) kam ganz eindeutig aus angesaugten Abgasen.
Klar ist CO geruchlos und gefährlich, habe ich ja auch nicht abgestritten. Nur im täglichen Tauchbetrieb wird das niemand feststellen. Die Anzahl der weltweit durchgeführetn Tauchgänge und die Anzahl der CO-Vergiftungen belegt ja wohl eindeutig, daß die Wahrscheinlichkeit niedrig ist.

Der einzige Weg für die Betreiber ist die sorgfältige Wartung der Kompressoren, der Taucher sollte sich die Füllstationen genau anschauen, auch mal drauf achten, ob dort Wartungspläne öffentlich aushängen etc.

Hhugo, mit Deiner Einstellung würde ich aufhören zu tauchen. Da hätte ich Schiss, daß irgendwas passiert. Da gibt es doch noch wesentlich wahrscheinlichere Fehlermöglichkeiten als eine CO-Vergiftung. Aber mal ne einfache Frage: Ab wann fängt den Deiner Meinung nach ein Filter an zu riechen? Wenn er verfault oder verschimmelt ist?
Ich war bisher immer der Meinung, daß verbrauchte Filter einfach nicht mehr aufnahmefähig sind und daher durchschlagen...
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 30.07.2008 - 08:59
Henri, es gibt wirklich wenige Faelle von nachgewiesenen lebensgefaehrlichen CO-Vergiftungen im Tauchbetrieb. Allerdings ist die Dunkelziffer wohl deutlich hoeher. Wenn du alleine mal schaust, wie viele Kunden der Baani Adventurer schon Monate vor dem Unfall unter Kopfschmerzen, Uebelkeit und aehlichem gelitten haben, dann sieht die Sache schon anders aus. Eine Vergiftung faengt auch nicht erst da an, wo jemand zu leben aufhoert!

Also nochmal zum mitschreiben. Wenn die Luft etwas merkwuerdig riecht und auf Grund von Beschwerden ueber Kopfschmerzen und Uebelkeit die Filter getauscht werden, die Quelle des CO aber nicht beseitigt wird, dann hat die Luft zwar keinen Geruch mehr, aber ziemlich sicher noch CO am Start. Dass Filter mit einem Bett von Katalysator wie z.B. Hopcalite verwendet werden ist eher unwahrscheinlich und selbst wenn, dann ist dieses duenne Bett bei einem hohen Gehalt von CO wohl schneller aufgebraucht als das dicke Bett an Aktivkohle.

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vom 06.07.2001 : Hi Tauchers, bin gestern mal wieder im See gewesen und habe im Freiwasser auf ca. 4 m einen alten Freund den Welz getroffen. ... [mehr]

Fisch-Datenbank
vom 30.07.2001 : Meine Frage: Kennt jemand eine Fisch-Datenbank, in der man seine gesichteten Fische führen kann? Mir schwebt da etwas vor in der ... [mehr]




Herbstferien 2008:
03.10.-14.10.08
12 Tage Kultur und Tauchen ab Köln
2 Tage Kairo-Sightseeing und 10 Tage Tropitel Dahab Oasis
849,- Euro im DZ
999,- Euro im EZ

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   Aus unserem Onlineshop
Rubrik : Equipment

Signalpfeife


Rubrik : Videos / Software

Tauchfilm ´Sphere´ auf DVD


*Preis incl. MwSt, zzgl. Versandkosten


   DiveInside 09/08




   Aktuelle Tauchplätze:
Sudak
(05.09.2008) Hallo Ich war August 08 auf der Halbinsel Krim in Sudak auf der dort ansessigen Tauchbasis. Meine Erfahrungen mit der Ukraine sind diese. Die Sichtweiten sind soweit in Ordnung 5 bis 8m. Tauchgänge (mehr)

Lanzarote, Puerto del Carmen
(03.09.2008) Wir waren im August 2008 auf Lanzarote am kleineren Nachbarstrand zur Playa del Carmen, genannt Playa De Los Pocillos. Sehr zu empfehlen, da hier weit weniger touristischer Trubel ist (Buden mit (mehr)

Pulau Hantu
(02.09.2008) Habe über die Jahre hinweg einige Male bei Pulau Hantu in der Nähe der Shell Rafinerie getaucht. Man kann mit einem der ´Bumboats´ dorthin gelangen und einen faulen Tag verleben mit Grillen und (mehr)




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