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MRSA-Infektion durch Wechselatmung
Abgesandt von Metis Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 18:00:

Hallo,

in der DTSA Ordnung ist die gebende Wechselatmung des Prüflings ja eine der sicher schwierigsten zu absolvierenden Übungen. Ich habe diese, als Übung, vor Jahren immer nur in angedeuteter Form praktiziert und maximal mit meinem Lebenspartner voll ausgeführt.
Muss die Wechselatmung zur Prüfung wirklich voll ausgeführt werden?
Ich gebe folgendes nach meinen Beobachtungen und mikrobiologischem Hintergrund zu bedenken:

Nach längeren Tauchgängen bilden sich am Mundstück dicke muköse Schichten (nicht bei mir- aber schon gesehen), welche auch durch Salzwasser nicht fortgewaschen werden.
Aus solchen Schichten werden sicherlich nicht die anhaftenden Keime durch das kurze "Abspülen" eliminiert.
Es gibt genug Menschen die permanent kleine Aphthen im Mund haben oder spontan durch Ablösen des Epithels bluten (anhaftenender Atemregler wird entfernt).

Ich bin nicht bereit für eine, wenn auch sehr wichtige, Übung meine Gesundheit derart zu riskieren. Ich möchte weder einen neuen
Kariesstamm,noch
Herpes-Viren,noch
letzlich unglaublich gefährlichen MRSAs
bekommen.

Nicht falsch verstehen:
Im Notfall würde ich immer eine reguläre Wechselatmung durchführen. Ich bin auch keine Phobikerin, die sich permanent die Hände desinfiziert oder Türklinken nicht anfasst.

Für TLs oder ATLs finde ich das Risiko einer Infektion einfach viel zu hoch, als dass ich die Wechselatmung voll und nicht nur angedeutet bei jedem meiner vielen Tauchschüler ausführen würde.
Kennt da irgendwer die Sachlage beim VDST?

Grüße,
Metis





Antwort von Ursus Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 18:45
MRSA??? mikrobiologischer Hintergrund??

..ca. 70-80% der Erdoberfläche sind mit MRSE! besiedelt, MRSA kann bis zu 6 Monate auf einer Oberfläche "haften", mach dir Gedanken über Einkaufskörbe,Geldstücke usw. MRSA ist problematisch bei "Risikopat." Immun=down, op. Eingriffe usw.

Würde man in einer Klinik von den Oberflächen und dem ges. Personal Abstriche machen, könnte man den Laden schließen, glaub mir

LG Ursus (...dank stetiger Antibiose-Umsätze wir selbst schuldig sind...auch die-die gerne schlucken )
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 19:15
Hast Du für Deine abstrusen Theorien einen wissenschaftlich Nachweis??
Sonst siehe Ursus
Antwort von FANATIC DIVER Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 19:30
Hallo Metis,

Andeutungen sind nicht immer sinnvoll.
Der Körper muss unter Stress auf ein bekanntes Bewegungs-Muster zurückgreifen können.

Es gab auch mal Aids-Kampagnen in Afrika und Monate später bei der "Erfolgs-Kontrolle" wurde vor jeder Hütte ein Condom auf einem Stock gesichtet und genausoviele schwangere Frauen. Da hat die Andeutung also ihren Zweck verfehlt.

Ich habe durch Ausbildung in verschiedenen Verbänden (oder liegts nur am unterschiedlichen TL?) sowohl 2x atmen als auch 1x atmen gelernt bei Wechsel-Atmung....und auch durchgeführt. Wie willst Du das andeuten?

Wenn Du ein Problem damit hast und schon ATL bist, schlage ich vor, dass Du die Wechsel-Atmung nur mit Deinem Automaten machst und zusiehst, dass diese ominöse Belags-Schicht immer weg ist.

Was sind das überhaupt für Bakterien? Herpes und Karies hat ja jeder Mensch in sich.
Aber von MRSA und MRSE habe ich noch nie gehört.


Gut Luft

FANATIC DIVER
Antwort von ich bin da Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 19:54
@ Metis,
es zwingt dich keiner, diese Übung zu machen und damit die Erfolgsleiter hoch zu kommen!

Sterben muss man sowieso
Antwort von Metis Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 20:06
Hallo zusammen,

für die abstrusen und höflichen Antworten:
ich bin Diplombiologin mit mikrobiologischem Hintergrund, mein Partner ist Zahnarzt!

Es ist ein Unterschied, ob ich über die gut funktionierende Barriere "Haut" mit Keimen in Kontakt trete oder sie in hoher Dosis an meine ausgetrockneten Schleimhäute lasse.

Mit angedeuteter Wechselatmung meine ich, dass der Prüfling seinen Atemregler mit entsprechender Handhaltung aus dem Mund nimmt, dem Partner neben den Mund hält, abwartet, Atemregler wieder in den Mund usw..

Der Vergleich mit den Besenstielen/Gurken ist wohl etwas weit hergeholt, dennoch bin ich mir absolut im Klaren, dass es grade beim Tauchen auf automatiseierte Handgriffe ankommt.

Karies gibt es in unterschiedlichen Formen, kann man immer wieder wunderbar beobachten, wenn Langzeit Kariesfreie ihren Partner wechseln. Mit Herpes verhält es sich ähnlich.


Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 20:22
@Metis

dann solltest Du ev. ein Fachbuch benutzen.
Herpes und Karies haben unterschiedliche Ursachen.
MRSA duch Wechselatmung wäre, wenn die Kausalkette belegbar ist, eine interessante Veröffentlichung.
Die Gefährlichkeit von Staphylococcus aureus kannst Du nicht ansatzweise richtig einschätzen.
Glückauf


P.S. Ich verdiene mit Gutachten z.B. über MRSA meinen Lebensunterhalt
Antwort von Metis Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 20:42
@Uwe-Re

Du antizipierst hier was ich mir darunter vorstelle.

Ich möchte nicht in 10 Jahren, wegen einer blöden Lungenentzündung oder weil mein Immunstatus aus einem anderen Grund unten ist an einer harmlosen Entzündungen die nicht behandelbar ist dahinsiechen.

Ja, Herpes und Karies haben unterschiedliche Ursachen- und? Ändert nichts daran, dass beide von Mensch zu Mensch übertragbar sind. Für Herpes gilt obiges.

Ich möchte ausschließlich das Risko minimieren mir potentiell gefährliche (Karies ist in der Hauptsache unangenehm und die Lebensqualität einschränkend) Erreger einzufangen. Die oben genannten waren Beispiele!
Das ist sicherlich nicht nur mir ein Anliegen.
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 20:46
Es ist nur ein theoretisches Risiko!,
Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis eines erhöhten Infektionsrisikos durch Wechselatmung.
Und bist Du Dir sicher,daß Du keinen MRSA auf Deinen Schleimhäuten hast bzw. morgen im realen Leben bekommst?
Antwort von °°steffi°° Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 20:57
Irgendwie hast du mir grad den Spass an der Wechselatmung genommen.
Sicher ein interessanter Denkansatz. Inwieweit der relevant ist, kann ich leider nicht beurteilen. Allerding bin ich der Überzeugung, dass es, sollte es wirklich ein gravierendes Problem sein, schon lange ziemlich bekannt und stark diskutiert wäre. Und wenn ich dann noch denke, was in den Ganzen Schwimmbädern usw alles rumtreibt, stört mich dann das versabberte Mundstück doch nicht mehr so sehr.
Ich finde Fanatic Divers Idee sympatisch, nur noch deinen Regler weg zu geben. Während den zwei Atemzügen sollte sich ja da nicht allzu viel ablagern. Sonst kannst du gerne mit mir Wechselatmung machen, bin nachweislich MRSA frei.

Du als Biologin könntest das ja sicher erforschen. Die Resultate dann aber bitte auch mitteilen.
Antwort von Metis Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 21:13
Nein,
ich weiß nicht, ob ich MRSA, irgendeinen Herpes oder S. mutans beherberge.
Darum geht es aber auch gar nicht, es geht um Risikominimierung durch beliebige humanpathogene Erreger.

"Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis eines erhöhten Infektionsrisikos durch Wechselatmung."
Das würde per se bedeuten das Speichel und/oder abgelöste Mundschleimhaut nicht infektiös sind, zumindest nicht nachgewiesener Weise.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 23:35
Bei der WA nehme ich den fremden Regler nicht vollständig in den Mund, sondern umschließe mit dem Lippenrand nur den breiten Lappen des Mundstücks. Damit minimiere ich die Kontaktfläche drastisch. Das klappt dann immer noch mit dem Atmen, denn für mich ist das eine lockere Trainingssituation und kein Sress.

Beim "richtigen" Tauchen wird der fremde Regler im Fall der Fälle natürlich ordentlich in den Mund genommen. Das ist dann ja auch der persönliche Regler des Buddies und geht jedenfalls nicht so häufig von Mund zu Mund, wie in der Ausbildung.

Ich halte es eher für eine allgemeine Hygienefrage. Wirkliche Ansteckung fürchte ich wenig. Eine Aids- Übertragung gibt es da nicht. Herpes allenfalls nur, wenn der Schüler infektiöse Lippenblasen hat. Ein Grundrisiko hat man im Alltag sowieso.
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 00:33
Antwort von Metis Registriertes Mitglied am 28.12.2012 - 21:13
Nein,
ich weiß nicht, ob ich MRSA, irgendeinen Herpes oder S. mutans beherberge.
Darum geht es aber auch gar nicht, es geht um Risikominimierung durch beliebige humanpathogene Erreger.

"Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis eines erhöhten Infektionsrisikos durch Wechselatmung."
Das würde per se bedeuten das Speichel und/oder abgelöste Mundschleimhaut nicht infektiös sind, zumindest nicht nachgewiesener Weise.

<--- Dies hat so doch Niemand gesagt.
Aber Du hast ja KEINEN direkten Schleimhautkontakt.
Dieser Kontakt ist ja NUR über das Mundstück, welhes dazwischen grob im Wasser abgespüllt wird.

Sicher, daß mit normallen abspülen im Wasser nie alle erreger getötet werden, aber inwieweit setzen die sich überhaupt bei einer Wecheselatmung fest?
Antwort von Der_ohne_Maske_taucht Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 01:33
Tausende haben es vor Dir gemacht, tausende werden es nach Dir machen.

„MRSA stellen weltweit vor allem in Kliniken eine Gefahr dar“

Im Heilbad also keine Wechselatmung, bitte.
Frag mal Deinen Mann – den Dentist – der sollte eine Antwort haben, oder?
Ansonsten Deine Kollegen, mit MRSA Hintergrund – der schnöde Taucher kann Dir sicherlich keine Antwort darauf geben.

Wenn es Dir zu ekelig ist dann lass es – keine Ahnung was Du für Tauchpartner hast, müssen ja ziemlich ekelige Menschen sein.

Empfehlung: Lasse Dir ein Gesundheitszeugnis Deiner Tauchpartner geben, fasse keine Türklinken an und wasche Dir nach dem Stuhlgang immer die Hände – auch zwischen den Fingern!

Übrigens: Tauchen muss man nicht, außer man möchte Diplombiologin mit Tauchhintergrund sein und eventuell an einer MRSA Infektion sterben.

Grüße vom Mikrohirnentferner mit Migrations- äh Diplom äh naja, Ihr wisst schon – mit eben diesem Hintergrund – da wo man ein Studium haben muss – dass wollte ich eigentlich nochmal extra betonen.

Ach ja und mein Mann äh Frau oder wie das heißt ist Daktari – die war doch auch Arzt, oder?
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 10:12
@Metis

Du hast da einige begriffliche Defizite.
Das Sekret der Speicheldrüsen ist fast immer steril, Speichel nie steril aber nicht immer infektiös (meist nur wenn er in größer Wunden bei anderen Menschen gelangt).
Sonst würde sich ja jede Zahnextraktionswunde infizieren.
Die Infektionsgefahr ist wahrscheinlich nur theoretisch vorhanden.
Beispiel: Mittlere Basis in Ägypten mit 100Tauchern/Tag die ihre Atemregler nach dem TG in ägyptischem Leitungswasser ohne Desinfektionsmittel spülen. Darunter einige Taucher mit Infektionskrankheiten.
wie häufig werden diese Krankheiten dort übertragen??

Glückauf

P.S. wenn Dir die Infektionsgefahr zu groß ist, laß das Tauchen sein und gut ist.
Antwort von mabra66 Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 11:26
Also jetzt muß ich wieder an mein erstes Schnuppertauchen in der Türkei zurückdenken. Danach hatte ich taglang einen ganz fiesen, tiefsitzenden Husten. Mein Verdacht war auch ein verkeimter Atemregler.
Als ich mich dann zum OWD-Kurs angemeldet habe wurde als erstes ein Atemregler gekauft um nicht wieder das Leihgerät benutzen zu müssen. Ist vieleicht nur Panikmache aber ich kann Metis`grundsätzliche Bedenken sehr gut nachvollziehen.
Gruß, mabra66
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 11:33
@mabra

groundsätzlich schon, aber in Betug auf MRSA-Infektion unbegründet.
Antwort von Bascht Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 15:14
Servus,

auch wenn ich nicht krank werde ist es auf jeden Fall a bisserl grausig als TL ständig den Schlader seiner Schü
ler in den Mund zu bekommen. Abgesehen davon wüde mich interessieren ob die Wechselatmung schon mal wer im Notfall gebraucht hat? Es ist kaum vorstellbar, dass die erste Stufe deines Partners und dein eigener Octopus ausfällt.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 15:32
Wechselatmung ist weniger eine Notfallübung als eine Übung zum sicheren Beherrschen seiner Ausrüstung und Tarieren unter erschwerten Bedingungen. Sie gibt auch enormes Selbstvertrauen.
Antwort von ich bin da Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 18:44
@ Bascht, dass zeigt mir mal wieder, dass viele hier ( wer sich angesprochen fühlt ) keine Ahnung von der Materie haben!!!

So, die 1. Stufe , wenn diese vereist, was macht dann die 2.Stufe? warscheinlich das gleiche wie der Oktopus!

man man wie mein Vorrädner schrieb, der sicher Umgang mit seiner Ausrüstung!

aber sowas kann auch ganz schnell bei einen richtigen TG eintreten!
Da ist es gut, wenn man sowas mal geübt hat!!!
Antwort von Elmar Tirol Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 20:14
@Metis:

Einmal in der Annahme, dass du ein gesundes Immunsystem besitzt und nicht grade an Immunschwäche leidest: Alles was du deinem Körper an den üblichen in der Umwelt (und damit an gesunden Menschen) vorkommenden Keimen "antust", verstärkt deine Immunabwehr und ist einfach nur positiv zu sehen sehen (so, als ob du deine Kinder statt in halbsteriler Sagrotan-Umgebung im Dreck spielen lässt)! Das solltest du als Mikrobiologin eigentlich wissen...
Antwort von Dietmar 942 Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 21:25
Hallo,

für den Prüfling ist es kein unterschied ob die Wechselatmung angedeutet oder durchgeführt wird.
Er Atmet zweimal und zweimal nicht.

Einfach als Prüfling bedenken anmelden und hoffen.
Als TL angedeutete Wechselatmung erklären.

In manchen Verbänden wird sogar keine Wechelatmung mehr durchgeführt sondern nur noch Oktopussatmen.

Ich persönlich hatte in meiner Ausbildung von anfangan meinen eigenen Automaten,da ich nicht aus Automaten atmen wollte wo andere schon reingespuckt hatten.

mfg Dietmar
Antwort von Mark W. Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 22:15
@alle: Einige Antworten hier halte ich einfach für bashing, und das von Leuten, die sich mit diesem Thema noch nie auseiandergesetzt haben, oder nach dem Motto "da ist noch nie was bei passiert, also gibt`s das auch nicht" verfahren.
@Metis: Ich finde das Thema hochinteressant: wenn man sich die Mundhygiene mancher Menschen anschaut, gruselt es mir. Als ATL/TL hat man aber bei der Ausbildung nicht unbedingt die Wahl - man kann ja schlecht sagen "nee Dich bilde ich nicht aus, weil..." - und davon das, wie kwolf1406 schreibt, man den Regler ja überhaupt nicht in den Mund nehmen würde, habe ich ja noch nie gehört - die Wahrscheinlichkeit, dass man beim Anatmen einen ordentlichen Schluck Wasser zieht und sich dann verschluckt, wäre mir absolut zu hoch.
@Uwe-Re: was hast Du denn für einen "Wissenhintergrund", dass Du hier den Dicken raushängen lässt? Prof. Dr. med? Woher weist Du denn, dass die Verbreitung dieser elenden Durchfallerkrankungen in EGY nicht auch (unter vielen anderen, auch mir bekannten Grüden) auf das Konto von verkeimten Reglern geht, oder eben Herpes und das andere genannte Zeugs? Hast Du eine Studie, die das Gegenteil beweist? Wohl eher nicht - die Leute kommen aus aller Herren Lander und verschwinden auch wieder dorthin. Die Ursache erst dort auftretender Erkrankungen lässt sich dann ja nicht mehr nachweisen.
Einen Ausbilder, der am Tag mehrere TG`s macht, dabei im Laufe der Zeit dutzende Regler von den verschiedensten Menschen in seinem Mund hat, und dazu durch die andauernd trockene Luft und das Salzwasser vorgeschädigte Schleimhäute hat - den halte ich durchaus für gefährdeter sich mit den o.g. Keimen und Bakterien anzustecken, als jemand, der in der Kneipe sitzt und beim Bier große Reden schwingt... By the way "Kneipe": Wer hat sich nicht schon mal auf einem Festival oder Ähnlichem (auch ohne wildes rumgeknutsche!!!) einen Herpes weggeholt, (vermutlich) wegen eines nicht ordentlich gespülten Getränkeglases??? Früher war das durchaus wahrscheinlich - warum sollte dieser Übertragungsweg nicht auch über eine 2. Stufe möglich sein??? ...mal einfach drüber nachdenken, bevor man den Matcho raushängen lässt
So, das musste mal raus: Ist es hier langsam nicht mehr möglich, vielleicht auch konträre Meinungen ohne einen Unterton der Überheblichkeit zu diskutieren? Das war einen vernünftig gestellte Frage, über die man auch vernünftig diskutieren kann. Die Fredstarterin ist nach eigenen Aussagen Biologin - um ihr ihr Fachwissen abzusprechen sollte man schon mindestens genauso ausgebildet sein!!!

Und Metis: Um auf Deine eigentliche Frage zurückzukommen: Nein, den augenblicklichen Sachstand zu diesem Thma beim VDST kenne ich nicht - das Thema ist aber in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert worden. Eine abschließende Antwort holst Du Dir am besten direkt bei Theo - ich denke, er ist in Ausbildungsfragen immer der richtige Ansprechpartner!

Grüße aus dem Norden
Mark
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 22:54
Durchfall in Egy kommt mit Sicherheit nicht von den Automatenmundstücken, sondern von Fäkaliendüngung und entsalztem Meerwasser.

Wieso werden Schleimhäute durch Salzwasser geschädigt? Nicht die Schleimhäute trocknen aus, sondern der Körper verliert Wasser durch die Atmung trockener Luft. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Die Schleimhäute werden nämlich deswegen _mehr_ befeuchtet. Und, so wie ich Uwe kenne, kennt er sich da schon von Berufs wegen aus. Ich wüsste nicht, das Humanpathologie auf dem Lehrplan von Mikrobiologen stünde, und rate mal wieder vom Lernen unverstandenen Faktenwisse ab, das schnell veraltet bzw. falsch angewendet wird, weil es am Basiswissen fehlt.
Antwort von Mark W. Registriertes Mitglied am 29.12.2012 - 23:19
@MatV: naja, wenn der Schüler sich das Frühstück kurz vorher noch mal durch den Kopf gehen lassen hat... Ich bin weder Mediziner noch Mikrobiologe.
Was mich immer nur ärgert ist diese Überheblichkeit, die in manchen Antworten mitschwingt - was soll so ein Spruch wie: "P.S. wenn Dir die Infektionsgefahr zu groß ist, laß das Tauchen sein und gut ist."
Das ist wenig zielführend. Da lässt jemand den "geilen Macker" raushängen, der sowieso alles besser weis (Vielleicht wirklich, oder eben auch nicht...) Finde ich absolut unangebracht...
Und wenn Uwe es wirklich besser weis, könnte er ja vielleicht freundlicherweise so nett sein, auch uns Unwissenden vernünftig erklären, warum sich ein Ausbilder auch bei gruselig anzuschauendem Mundbereich bei Schülern keine Gedanken um eine Ansteckung mit potentiell unschönen Keimen/Viren machen muss - Das wäre ganz toll...
Antwort von Franziskus144 Registriertes Mitglied am 30.12.2012 - 00:06
Hmm ich finde das ganze enthält einen interessanten Ansatz.

ABER: Wie sieht es denn mit dem Infektionsrisiko bei Leiatemreglern aus? Oder bei Leianzügen? Innenleben der meisten BCDs? Oder gar durch verschlucktes bzw. angeatmetes See- und Meerwasser? Soll ja tatsächlich mal vorkommen

Hepatitis A und Konsorten?

Ich denke es gibt eindeutig hygienischere Sportarten als Tauchen, das sollte allen bewusst sein...


lg
Franziskus
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 30.12.2012 - 10:53
Staphylococcus aureus kommt häufig vor (auch in unseren Gewässern), und jeder kommt damit in Kontakt. 30% der Bevölkerung tragen diese Bakterien im HNO- Bereich und auf der Haut. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt und auch durch Tröpfchen z.B. beim husten, niesen. Es braucht also keineswegs der Wechselatmung - sie spielt für die Häufigkeit einer Übertragung keine weitere Rolle.

Mit gegen Antibiotika resistenten S. aureus (MRSA) kommt man vorwiegend in Krankenhäusern in Kontakt: Das ist ein krankenhaushygienisches Problem und ein Skandal. Die Chance, sich von gesunden Tauchern mit MRSA zu kontaminieren halte ich für so gering, daß sie mich nicht kümmert.

Als Biologe halte ich wenig von unnötiger Sterilität meiner Umgebung denn wir leben immer in einer Umwelt aus Keimen, auch pathogenen. Dafür halte ich um so mehr von einem ungeschwächten Abwehr-und sinnvoll trainierten Immunsystem.

Krank wird man noch viel seltener davon. Wer davor Angst hat, sollte sich vor einr OP als möglicher Träger bezeichnen, damit er getestet und ggf. vom Keim befreit wird. Letzteres geht auch bei MRSA.
Antwort von Mark W. Registriertes Mitglied am 30.12.2012 - 12:12
Hallo Kwolf,
das ist jetzt mal eine allgemeinverständliche Aussage!
Den Artikel im Wiki zu diesem Thema habe ich mir zwar auch schon durchgelesen, aber den Abschnitt über die Pathomechanismen nur teilweise verstanden - da fehlt mir das entsprechende Hintergrundwissen.
Von übertriebener Sterilität halte ich auch sehr wenig, dazu war ich früher wohl auch zu oft nur mit dem Rucksack unterwegs...
Dennoch sollte man sich zumindest über mögliche Risiken seines Handelns bewusst sein, um gegebenenfalls vorbeugend, oder auch abwehrend tätig werden zu können –man geht dann zumindest (halbwegs) bewusst die vorhandenen Risiken ein.
Grüße und guten Rutsch
Mark
Antwort von Bascht Registriertes Mitglied am 30.12.2012 - 13:07
@ich bin Da. Du bist ja a ganz a Schlauer. Wer lesen kann ist klar im Vorteil:

"Es ist kaum vorstellbar, dass die erste Stufe deines Partners und dein eigener Octopus ausfällt"

Eine Erklärung schenke ich mir. Möglicherweise kommst selber drauf wennst gaaaaanz lang überlegst.

Von einem Vereiser sprechen wir mal gar nicht. In kaltem Gewässer benützt man 2 erste Stufen.

Antwort von Tondobar Registriertes Mitglied am 30.12.2012 - 15:23
@Metis,

Falls Du den Thread überhaupt noch verfolgst: Was genau ist Deine Situation, in der Dir die Übung "Wechselatmung" Probleme bereitet?

Du schreibst, Du hättest die Übung vor Jahren nur in angedeuteter Form praktiziert. Demnach hast Du schon einen Tauchschein und befindest Dich nun in der Rolle der Tauchlehrerin bzw. Tauchlehrerin in Ausbildung?

Wenn dem so ist, dann schreib doch mal, was der zuständige VDST-Ausbildungsleiter zu dem Problem sagt.

Lösungsvorschläge:

1) Leihautomaten sollten ja immer sauber und gut gewartet sein. Vor dem Prüfungstauchgang Hauptregler und Oktopus desinfizieren und die Übung mit dem Oktopus durchführen. Da dürfte der Belag noch nicht so dick sein.

2) Macht es wie PADI (wo kein Kläger, da kein Richter). Wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, haben wir im OWD-Kurs den Notaufstieg unter Wechselatmung unter uns Schülern ausgemacht und der TL hat nur angeleitet. Bei ungerader Schülerzahl muss der TL nur einmal selber in Aktion treten. Such Dir den saubersten Schüler aus ...

3) Cross-over zu einem anderen Verband mit für Dich passenderen Richtlinien.

Grüße,
Tondobar
Antwort von 089chiller Registriertes Mitglied am 31.12.2012 - 11:47
Hallo,

ich möchte nur mal in die Runde werfen, dass man in Australien Leih-Regler nur ohne Mundstück bekommt. Man muss sich wegen der Hygienevorschriften ein eigenes Mundstück kaufen.

Da haben wohl schon andere drüber nachgedacht. Ob es was bringt ist halt immer die andere Frage.

Und die verschmodderten Regler mancher Taucher möchte ich auch nicht unbedingt im Mund haben. Zum Glück haben OWD-Schüler seltenst schon ihre eigenen Regler, und wenn dann sind die Mundstücke ja hoffentlich noch sauber. =)
Antwort von Ursus Registriertes Mitglied am 31.12.2012 - 17:08
@ kwolf:" Letzteres geht auch bei MRSA. " kannst vergessen, zuviele frustrane MRSA Sanierungen dokumentiert. Hab Pat. mit ganzem Tierpark schon gehabt.....Pat. hatten Nachweis sogar im Blut und waren an der Hämody.----na da war watt los.

@ Uwe: wäre interessant wie sich der Keim unter Druck verhält, quasi Wechselatmung bei um die 10bar, vielleicht macht´s die Sache ja sogar sicherer???? so auf 90m.......

Durchfallerkrankung: viele Viren sind aerogen, sprich: gammeln in der Luft, auf deutsch: wenn du die Scheiße auf der Station schon riechst, weißt bescheid, ich kann allein am Geruch erkennen, welche Tierchen da ihr unwesen treiben, stimmt´s Uwe???-----

LG Ursus
Antwort von FANATIC DIVER Registriertes Mitglied am 31.12.2012 - 22:56

Also anfangs ging es um einen Belag am Automaten.
Jetzt geht es um Speichel. (Da würde auch ein neues Mundstück beim Leih-Automaten nicht helfen für die WA.)

pH-Wert-Verschiebung durch Salz-Wasser, Desinfektion durch Salz-Wasser, Temperatur-Sprung durch Kalt-Wasser, Ausdünnung durch Wasser....

Und wenn ich es als Nicht-Biologe richtig verstehe, geht es um multi-resistente Keime, die primär in Krankenhäusern auftreten können.

Hier in D werden manchmal Teiche gesperrt wegen Blau-Algen.

Umgekehrt ist klar, dass bei wunder Mundschleimhaut (warum auch immer) eine Infektion leichter geht als bei absolut gesundem Menschen.

Eine gewisse Hygiene ist sicher sinnvoll. Und die WA immer mit dem guten Automaten machen (lassen) sollte m.E. ausreichen.
Da ist m.E. eher eine Panik-Attacke des Schülers gefährlich für den ATL als diese Keime.

Gut Luft

FANATIC DIVER
Antwort von crazy_Divers_Germany Registriertes Mitglied am 05.01.2013 - 03:16
@ Wölfchen

Mit gegen Antibiotika resistenten S. aureus (MRSA) kommt man vorwiegend in Krankenhäusern in Kontakt: Das ist ein krankenhaushygienisches Problem und ein Skandal.
bin der auch der Überzeugung das der Boden auf der IPS sauberer ist als die Hände vom Personal

Das ist doch kein Skandal nur falsche Politik der möglichen einsetzbaren Mittel

ich empfehle daher der Fragestellerin einen Kurs zu absolvieren wo man bewusst die 2 te Stufe entfernt und aus dem MD -Schlauch atmet unter auf und Zudrehen des Ventils .
Das meine ich durchaus ernst. Sidmount macht es möglich auch für Sportis
Antwort von silentrolf Registriertes Mitglied am 05.01.2013 - 05:02
Gibt es eigentlich überhaupt irgend einen dokumentierten Fall einer Krankheitsübertragung durch Wechselatmung oder durch Leihequipment?
Wascht ihr euch alle nach jedem Toilettenbesuch die Hände?
Antwort von FANATIC DIVER Registriertes Mitglied am 06.01.2013 - 17:12

Hallo Silentrolf,

wer die Frage stellt, ob es einen dokumentierten Fall von ... gibt muss bei Verneinung auch noch die Frage stellen, ob oder unter welchen Vorraussetzungen dies dokumentiert werden würde.

Ich sehe die Fragestellung akademisch, aber interessant.

Gut Luft

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