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Macht Übung "Wechselatmung" noch Sinn?
Abgesandt von Meerjungfraus Bester Registriertes Mitglied am 07.08.2005 - 16:08:

Augrund der entstandenen Diskussion hier:

Hier klicken

würde mich Eure Meinung dazu interessieren.

Jessica, Du hast einem User per PN Deine Gründe genannt, warum Deiner Meinung nach WA auch heute noch zu Inhalt eines Anfänger-Kurses gehören sollte.
Mich würde das auch intertessieren, vielleicht kannst Du das hier ja noch mal darlegen!

Ich bin der Meinung, daß es heutzutage ein weltweiter Standard ist (bis auf Frankreich vielleicht) und auch sein muß, mit alternativer Luftversorgung zu tauchen. Ich würde z.B. mit keinem Buddy ins Wasser steigen, der keinen Octopuss bei sich hat.

Deshalb gehört Octopuss-Atmung in allen "Lebenslagen" für mich zu den esentiellsten Übungen in einem Anfänger-Kurs überhaupt.

Wechselatmung hingegen kann nur in einer Situation erforderlich werden, die bereits durch gröbste Fahrlässigkeit in mehreren Punkten vorab herbeigeführt wurde, die von vornherein schon nicht toleriert werden sollten.

Und, Jessica, PADI hat übrigens WA nicht aus dem OWD gestrichen, es ist lediglich optional. In der Tauchlehrerausbildung gehört es nach wie vor zum Standard Programm und die meisten TL`s in unserer Schule verlangen die Übung auch nach wie vor.

Frage ist nur: Wie sinnvoll ist die Übung überhaupt??

M.B.



Antwort von Jessica Redaktionsmitglied am 07.08.2005 - 16:19
ich weiss, dass es nur Optional ist, in der Realitaet kenne ich jedoch nur noch einen Instructor, der sie lehrt (habe etwa 15 gefragt).
Tatsache ist, dass Diving fun ist - und WA erfordert Anstrengung und Training und viel Uebung, sowie Selbstbeherrschung.

Und gerade letzteres finde ich so wichtig an WA. Man lernt, dass man nicht sofort stirbt, wenn es UW mal ein Problem gibt.
Sicher wuerde ich auch den Zweitautomaten (im Urlaub Oktopus) vorziehen, aber das beherrschen einer WA zeigt mir, dass jemand ein gewissen Mass an Stressmanagement beherrscht.

Um es nochmal klar zu formulieren:

WA stellt eine Ausnahmesituation dar, die es zu beherrschen gilt, was ein exzellentes Stresstraining ist. Man stellt nicht nur seine Luftversorgung her, man muss auch tarieren und alle weiteren moeglichen Dinge beachten, damit man sicher nach oben kommt. Einfach nur Tauchen kriegt so ziemlich jeder hin. Aber was die Spreu vom Weizen trennt, ist doch die Art und Weise, wie mit problematischen Situationen umgegangen wird.

Ein Beispiel aus einer anderen Sparte:
Wenn mich z.B. ein Tiefenrausch befaellt und ich ploetzlich Angst habe, hier zu sterben - schiesse ich dann unkontrolliert hoch oder kriege ich es hin, die Situation noch halbwegs vernuenftig zu beurteilen und komme zu dem Schluss, dass ein paar Meter hoeher tauchen das Problem vielleicht loest?!

Fuer mich ist die WA nicht eine Uebung, die man macht, weil man sie tatsaechlich braucht (ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmoeglich), sondern, weil sie Stresssituationen trainiert und Handlungsweisen unter Stress festigt. Und das gibt einem, wie ich finde, ein gutes Gefuehl, es geschafft zu haben und auch in Problemsituation nicht sofort den Kopf zu verlieren. M.E. also eine im entfernteren Sinne potentiell Lebensrettende Massnahme.

Wir koennten jetzt als Abschluss noch darueber nachdenken, welchen Sinn CESA (kontrolliert schwimmenden Notaufstieg) bei PADI hat und warum es in heimischen Breiten so oft ein Oktopus ist - und kein Zweitautomat....

Antwort von Meerjungfraus Bester Registriertes Mitglied am 07.08.2005 - 16:31
Danke für die schnelle Antwort;

Deine Argumentation ist nachvollziehbar und eine mögliche Sichtweise....
Werde `drüber nachdenken...

Du schreibst: " Wir koennten jetzt als Abschluss noch darueber nachdenken, welchen Sinn CESA (kontrolliert schwimmenden Notaufstieg) bei PADI hat und warum es in heimischen Breiten so oft ein Oktopus ist - und kein Zweitautomat.... "


...nur zu


M.B.
Antwort von weltverbandsdeepdiver Registriertes Mitglied am 07.08.2005 - 16:53
´Passt vielleicht nicht ganz hierher aber ich will es trotzdem kundtun:
WA ist vom Prinzip ein sehr ähnlicher Ablauf, wie das Tarieren des Jackets über den Mund: Eigenen Automaten raus, irgendwo reinblasen, Automaten wieder rein, ausblasen, weiteratmen.

ME hat Jessica recht, dass die Übung WA einfach ein wenig die Fertigkeiten des Schülers / Tauchers schult.
Aber im Zeitalter des Octopus und des Zweitautomaten ist das vielleicht ein wenig überholt.
Deshalb würde ich vorschlagen, dass man die WA Übung durch die Übung "Tarieren des Jackets über den Mund" ersetzt. Das ist eine Situation, die ich schon öfters (einmal auch bei mir selber) erlebt habe. Das Einlassventil des Inflators klemmt (kommt häufiger vor als man denkt, Ursache ist meist eine Verschmutzung) und das Jacket pumpt sich immer weiter auf.
Lösung ist den Inflatorschlauch abzukoppeln und dann über den Mund zu tarieren (in der Schulungsversion muss man ja nicht unbedingt gleich abkoppeln, sondern kann nur so tun, als ob man abkoppeln würde).

Aber noch mal zurück zur WA. Dem Schüler gibt es das Bewusstsein, dass er vieel Möglichkeiten hat an Luft zu kommen. Neben seinem Zweitautomat oder Octopus des Partners eben auch über WA.
Wie wäre es mit WA beibehalten + Tarierung über den Mund?

Deep
Antwort von Thor_Walez Registriertes Mitglied am 07.08.2005 - 17:44
Da hier im Thread wohl nur erfahrene Taucher bisher was zur WA geschrieben haben, kann ich ja mal als blutiger Anfänger meine Meinung dazu kund tun.

Ich selbst habe meinen Tauchschein im März diesen Jahres gemacht und habe die WA gelernt und auch immer wieder mit meinem Tauchlehrer geübt.

Es ist meiner Meinung nach einfach ein sinnvolles Training, da man verschiedene Dinge dabei lernt und verinnerlicht wie Buddy im Auge behalten, ihn am Jacket festhalten, immer die Atemwege offen halten und so weiter.

Mir hat das einfach ein Gefühl der Sicherheit gegeben, da man sich selbst auch disziplinieren und vor allem Ruhe bewahren muss und dann merkt, dass es zumindestens im Training kein Problem ist, mal für ein paar Augenblicke keinen Atemregler im Mund zu haben, und man trotzdem noch in Ruhe auftauchen kann.

Atmung per alternativer Luftversorgung haben wir selbstverständlich auch geübt.
Antwort von Chris01 am 07.08.2005 - 19:23
Als Anfänger finde ich die Wechselatmung durchaus auch sinnvoll, als Übung und vom Grundsätzlichen her.

Denn: Kommt der Buddy tatsächlich in akute Luftnot und ist der Oktopus aus irgendwelchen Gründen eben nicht sofort greifbar, kann man sich einfach mal die wirklich funktionierende erste Stufe teilen, um erstmal die Grundversorgung mit Luft sicherzustellen. Der Automat funktioniert und ist schnell greifbar (ok, sollte der Oktopus auch sein). Aber bevor man den am Jacket in die Finger bekommen hat, ist es einfach schneller, den Erstautomaten zu verwenden.

Umsteigen auf Oktopusatmung kann man dann immer noch, wenn sich die Situation etwas entspannt hat.
Hinzu kommt, dass (wie oben angesprochen) die geistigen Ressourcen auf die WA konzentriert werden und nicht in blinde Panik verfallen können. Man hat Zeit, sich zu beruhigen, eine gewisse Konzentration aufzubauen und kann _dann_ ruhig Entscheidungen fällen.
Antwort von Smiley Registriertes Mitglied am 07.08.2005 - 19:31
Hallo allerseits,
also, ich finde beide Übungen (Octopus u. auch Wechselatmung) sehr sinnvoll. Bin PADI u. CMAS ausgebildet. In letzter Zeit eher PADI. Aber auch hier führen wir beim Training immer noch die WA-Übung durch, mit Festhalten. Bin zwar kein Tauchlehrer, aber ich würde von meinem Instructor erwarten, dass er diese optionale Übung immer anbietet. Mein TL tut dies auch.
Antwort von ekke am 07.08.2005 - 20:23
ich denke die wa macht durchaus sinn
1. ich habe schon geschichten von leuten gehört die meinten irgendwo(!) einen automaten billig zu kaufe und als sie ihn warten lassen wollten stellten die sich als kopien heraus. fraglich wie zuverlässig sind, auch in lagen wo man normalerweise mit einer ersten stufe auskommt.
es gibt zwar auch prinzipiell den notausgang nach oben vorausgesetzt man macht brav seine nullzeittauchgänge und ist ruhig genug möglichst laangsam aufzutauchen, was halt aber auch wahrscheinlich routine verlangt. (allerdings habe ich auch schon erlebt das leute eine panikattacke mit hyperventilation bekommen haben weil es nach dem regulären auftauchen noch 200 meter zum boot waren und ob solche leute das mit der wechselatmung wirklich hinkriegen würden, bzw das laaangsame auftauchen??. )
2. in der ausbildung hatte ich keine probleme mit der wechselatmung. aber als partnerübung mit "stressfaktor" macht das denke ich doch sinn da meiner erfahrung das komunizieren mit dem buddy am schwierigsten ist.
3 natürlich soll tauchen spass machen. aber wenn man mit technischen gerät umgeht und sich in einer problematischen umwelt bewegt sollte sich wohl oder übel auch mit den fertigkeiten ausstatten mit diesen situationen umzugehen. woanderst ist das genauso: beim motoradführerschein lernt man schlieslich auch halbierte tennisbälle (dienen als makierungen für die übungen wie bremsen, achten, slalom) zu hassen. dagegen war die tauchausbildung lächerlich.
Antwort von Lusttaucher am 07.08.2005 - 20:55
Wechselatmung zu üben macht auch deswegen Sinn - denn weiß ich, ob der Oktopus wirklich funktioniert, wenn ich ihn brauche, nachdem damit der Ozean/der See umgepflügt wurde? Viele vergessen, dieses Teil sowohl pfleglich zu behandeln als auch zu warten. Es ist natürlich eine Sache, ob man einen Tauchschein im Urlaub macht oder ob man in einem Verein ist, wo man regelmäßig trainiert und sowas auch angeboten und geübt wird. Eine Patentlösung wird es nie geben, weil die Menschen auch unterschiedlich sind. Ich kenne jedenfalls etliche Leute die mit nur einen Automaten unterwegs sind, aus welchen Gründen auch immer!
Gut Luft, Lusttaucher
Antwort von JAck2x7 am 07.08.2005 - 21:14
Hallo, aber keiner von euch glaubt doch das es abläuft wie im Unterricht, dass jemand auf dich zu kommt mit der flachen Hand sich vor den Hals stößt und................oder an den Okt. geht der unter dem Arm durch geht und vor dem Bauch hängt !

Habe ich schon mal erlebt das ich nach rechts schaue nach links schaue und auf einmall ist Maske und Atemregler weg weil sich einer verschätzte ( übrigens nicht mein Tauchpartner sondern aus einer anderen Gruppe oder ein Solotaucher ich weis auch nicht ob der von unten oder oben gekommen ist er war einfach da ) und dann ist es toll wenn man noch einen Regler hat weil der ihn ich wieder hehr gibt !
Jack

Antwort von henri Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 00:28
Ich denke, man sollte sich nicht auf einen Oktopus verlassen. Viele Automaten, gerade im Urlaub, sind in einem lausigen Zustand. Hängen dann zwei Taucher dran...
Neben den oben erwähnten Gründen des Trainings und der Verfestigung der eigenen Fertigkeiten und psychologischen Situation, halte ich es für absolut notwendig, daß jeder Taucher jede mögliche Verhaltensweise beherrscht, die zur Lösung einer kritischen Situation brauchbar ist.
Denke wir z.B. mal an Deko-Tauchgänge mit Gaswechseln. Wer von Euch hat denn auf seiner Stage einen Oktopus??? Was sollte denn dann passieren, wenn ihr eure Dekoflasche mit einem Partner teilen müßt?
Und mal hand aufs Herz: Wieviele Taucher haben als Oktopus einen gleichwertigen Automaten wie die 1. Stufe? Wer scheckt den regelmäßig durch oder benutzt ihn sogar mal zum Tauchen. Oder wer hat ihn regelmäßig gereinigt. Wenn ich mit die vielen Gurken anschaue, bin ich froh daß ich auch die WA rauf und runter beherrsche.

Viele Grüße,

henri
Antwort von Grizzly69 Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 08:16
Sorry das ich mich nun als Gegener der WA oute aber:

Mit einem Buddy der sich wirklich beherscht und die WA kann, ist es kein Problem, nur wie ist es denn mit einem dir nicht bekannten Buddy? Bist du sicher das der dir den Automaten wirklich wiedergibt? Denkt mal drüber nach das dies dann meist wirklichen Stress für den anderen darstellt.

Und die Sache mit der Stage, hmm kommt drauf an was für einen Tauchgang du machst, aber meistens reichen die Gase für mich und nicht auch noch für meinen Buddy, besonders beim Bottomgas, aber das gehört nicht wirklich zu dieser Frage.

IMHO sollte die WA zwar im Unterricht gelehrt wqerden, nur Bin ich ein Gegener mich mit unbekannten Buddys (Urlaub) darauf zu verlassen. Ich würde nimals einen Buddy akzeptieren der keinen Octopuss oder vergleichbares dabei hätte.

Ist aber auch nur meine persönliche Meinung.

Immer gute Luft
Hartmut
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 08.08.2005 - 08:19
@henri
nun alle die bei uns lernen tun genau dies, immer mal den Oktopus bzw. den Zweitautomaten nehmen. Und ja, bei den meisten von uns ist der Oktopus von gleicher Güte wie der 1. Automat, bei vielen sogar baugleich. Es macht doch keinen Sinn einen "schlechten" Oktopus zu haben, wenn es notwendig wird ihn einzusetzen, dann ist das AMV eher hoch, wenn Du dann einen minderwertigen Oktopanten hast

Aber ich halt es wie Jessica, es ist eine der vielen Stress-Resistenz-Übungen, auch viele andere Übungen und Prüfungs-Szenarien wird es wohl fast nie geben, aber man lernt unter widrigen Umständen einen Ausweg zu finden und die Ruhe halbwegs zu bewahren.

Ich trainiere die WA auf jeden Fall mit meiner Familie weiter, egal was ein Verband dazu meint, allerdings ist hier das Infektionsrisiko eh nicht erhöht.

Gruß
Gunther
Antwort von sepponen am 08.08.2005 - 08:57
Die Übung macht auf alle Fälle Sinn.
Sei es nur, weil wenn der Partner ein Problem hat, und möglicherweise gar nicht mehr dazu kommt Luftnot anzudeuten - sondern sich einfach den Hauptautomaten greift, dann der Verlust des Automaten nicht zu einer Panikreaktion führt, sondern entweder der Griff zum eigenen Okto folgt um selbst damit weiterzuatmen, oder (meine Urlaubskostellation) mein Partner den Hauptautomaten im Notfall bekommen muß, da ich im warmen Wasser mit Westenautomat als alternative Luftversorgung tauche.
Antwort von Roger.T am 08.08.2005 - 09:29
Was passiert, wenn im Winter (oder in einigen kalten Seen auch im Sommer) die erste Stufe vereist? Dann kommt aus dem Oktopus auch nix mehr raus - wohl dem, der dann WA gelernt hat.

Oder im warmen Urlaubsgewässer versagt die erste Stufe des Leihautomaten...

Es gibt immer noch genug Gründe - zusätzlich zu den von @jessica geschriebenen - die WA weiterhin zu lernen.
Antwort von lophius_piscatorius Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 09:32
... und es hat noch nie geschadet, besser ausgebildet zu sein als es die Standards vorsehen.
Antwort von freestyler Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 10:18
moin,
WA halte ich aus den oben schon von allen hinreichend dargelegten Gründen für sinnvoll.

Ich finde es aber auch gut, dass diese mittlerweile "nur" als Option Bestandteil des OWD ist.
Denn es gibt durchaus Schüler, die ekeln sich davor, den Lungenautomat des unbekannten Tauchpartners in den Mund zu nehmen (Sommer-Sonne-Herpes).

Und sollen diese deshalb nicht tauchen gehen dürfen?

Die meisten Schüler machen die WA mit, wenn man die Sinnhaftigkeit der Übung rüberbringt - letztlich ist es aber freiwillig und ich finde es so auch ok.
Ich kann niemandem garantieren, dass er sich was von seinem Tauchpartner einfängt, auch wenn der Automat im Wasser gespült wird, also sollte das jeder für sich selbst entscheiden.

Antwort von sepponen am 08.08.2005 - 10:20
@ Roger T.

Deine Meldung mußt Du mir aber noch erklären.

Denn: wenn ein Automat vereist, dann bläst er (fast immer) ab.

Im See hat man sowieso mit zwei getrennten Automaten zu tauchen (wer was anderes gelernt hat soll sich vom TL sein Geld wiedergeben lassen).

Und wenn die erste Stufe vom Leihautomaten versagt, dann funktioniert der Okto vom Tauchpartner nicht mehr?

ist nicht ganz nachvollziehbar.
Antwort von Roger.T am 08.08.2005 - 10:46

Hai @sepponen
>>Denn: wenn ein Automat vereist, dann bläst er (fast immer) ab.<<
Dann dreht der Buddy den Hahn zu...und man atmet aus dem Oktopus des Buddy...ups - hast Recht, schlechtes Beispiel

>>Im See hat man sowieso mit zwei getrennten Automaten zu tauchen<<
Es gibt leider genug Taucher, die in unseren Seen nur mit einer ersten Stufe tauchen

>> Und wenn die erste Stufe vom Leihautomaten versagt, dann funktioniert der Okto vom Tauchpartner nicht mehr?<<
siehe oben - schlechtes Beispiel, hab´s nicht durchdacht

Trotzdem übe ich ab und zu nur so aus Spaß mit meinem Buddy die WA - wer weiss, wozu man die vielleicht doch mal braucht...
Antwort von Detlef Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 10:49
Die Übung macht Sinn und sollte beständig geübt werden. Gleiches gilt für die Tarierung der Jacke mit dem Mund.
Ich kann die Ansicht Octopus reicht nicht ganz nachvollziehen, zumal ein sehr großer Teil der lieben Kollegen nur eine erste Stufe hat. Die ist dann mit tarieren und zwei Automaten in den meisten Fällen schlicht überfordert.
Antwort von Taucherlein Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 12:08
@ Grizzly69:
Darauf verlassen solltest Du Dich in der Tat nicht, das sehe ich auch so.
ABER ein Taucher in Luftnot, das habe ich schon mehrfach miterleben können, zum Glück nie als Luftloser, will Deine Luft wenn Du der nächste Erreichbare bist, ob er Dich nun kennt oder nicht. Wenn Ihm dann wirklich prässiert nimmt er den Regler der offensichtlich funktioniert, und den hast Du gerade im Mund. WA gelernt zu haben ist dann wirklich von Vorteil, dann kannst Du einfach besser mit der Situation umgehen. Egal ob Du jetzt unter WA oder mit dem Octopuss letztendlich die Situation beendest.
Ist auch gut für den Kopf, nebenbei...

Gruß,

Tom
Antwort von Grizzly69 Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 14:37
@ Taucherlein

Sehe ich auch so, nur bin ich der Meinung das ich nicht das ich mich dann auf die WA verlasse. Bei einem normalen TG habe ich wenigstens (meine eigene Konfig) 3 Automaten dabei. Und ich sage jedem der mit mir taucht nimm den der am nächsten ist. Wenn der Taucher mit Luftnot nun meinen 1sten Automat nimmt habe ich damit keine Probleme. Habe ja noch genug davon dabei, aber bevor ich dann die wechselatmung anfange habe ich mir antrainiert eine der anderen Stufen zu nehmen. Und da ich immer mit 2 getrennten Stufen tauche werden die Stufen Unterwasser auch nicht überstrapaziert. Was ist denn wenn dein partner nun schon etwas länger ohne Luft war und dementsprechend Luft pumpt weil er sie ersteinmal braucht. Klar wenn die Anzeichen eines Luftmangels langsam aufkommen und man sich darauf vorbereiten kann, dann ist das auch ziemlich easy.

Okay aber nun mal eine Situation die etwas weiter hergeholt ist aber nicht unmöglich:

Ihr seid in einem Wrack (habe schon im Urlaub Taucher in Wracks und Höhle ohne Octopuss oder etwas ähnliches gesehen)und dort passiert nun der Luftnotfall. Ihr müßt ersteinmal durch einen engen Gang oder Treppe oder ähnliches, da der direkte Aufstieg unmöglich ist. Nun möchte ich dabei sehen wie das mit einem nicht ganz erfahrenen Taucher klappen soll. Und dann eventuell auch ncoh DeKo absitzen???

Neee, da suche ich mir doch einen Partner mit für mich entsprechenden Ausrüstung aus. Denn ich liebe zwar das Tauchen aber mein Leben liebe ich noch mehr
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 18:33
In einem Film habe ich gesehen, wie ein Schwimmer einen unter Wasser festsitzenden Mund zu Mund beatmet hat.
Also: ich meinen Bleigurt und meine Frau geschnappt und ab in den Pool. War nicht ganz einfach, aber dann hats doch geklappt (und auch noch Spass gemacht).
Soll ich diese Übung bei hübschen Tauchschülerinnen als Pflichtübung einführen ?
Ich hoffe aber nie darauf angewiesen zu sein, einmal Wasser geschluckt und dann hustend unter Wasser festsitzen - dürfte wohl schnell zu Ende sein.
Helmut
Antwort von Jessica Redaktionsmitglied am 08.08.2005 - 18:36
das war wohl Baywatch, habe ich auch gesehen und mich aber in der Tat gefragt, wie man das schafft, ohne Luft in die Lunge den anderen Zu druecken. Vielleicht kannst Du uns das mal naeher erlaeutern, wie ihr das hingekriegt habt?
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 08.08.2005 - 18:52
ähnlich wie bei der Mund zu Mund Beatmung, zunächst ansetzen, auf Dichtheit achten, Mund öffnen und geniessen. Köpfe um knapp 90° drehen hilft.
Ich habe nicht behauptet, dass es gut ging. Es war mehr ein kontrolliertes Ertrinken und endete meist nach 2-3 Atemspenden mit husten und Notaufstieg.
Viel Vergnügen beim Training.
Helmut
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 09.08.2005 - 07:46
Also eher Küssen (Auch schon probiert).

tümpi
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 09.08.2005 - 12:31
das geht, wir haben in einem selbstlosen Eigenversuch einen Schnorchel dazu benutzt (der oben an der Maske ) ging sogar recht gut, aber nur bei absoluter Ruhe beider, sonst wird es nicht wirklich gut....

Gunther
Antwort von Tuempel Registriertes Mitglied am 10.08.2005 - 14:45
Wenn ich mir das Thema anschaue, stelle ich immer wieder fest, daß sich hier die Geister scheiden. Wir reden beim Thema Wechselatmung in einem Ausbildungsbereich des OWD. Meiner Ansicht nach, geht es darum, den Schülern Spaß am Tauchen zu vermitteln.
Heute ist es Standard, daß zur Tauchausrüstung eine zweite alternative zweite Stufe dabei ist. Ich kenne zumindest keinen Verband, der dies nicht befürwortet. Meiner Ansicht reicht daher in der Anfängerausbildung der Aufstieg unter Verwendung eines Oktupus aus. Glaubt den tatsächlich jemand, daß ein Anfänger in einer Notfallsituation zur WA in der Lage ist, nur weil er dies einmal während seiner Ausbildung geübt hat? :o
Diese Übung stammt noch aus Zeiten, in denen nur mit einem Automaten und einer zweiten Stufe getaucht wurde. Bei Extremtauchgänge, wo tatsächlich einmal ein Fall eintreten könnte, daß ich nicht mit der Zweiten zweiten Stufe auskomme, haben Anfänger nichts verloren.
Die WA-Ausbildung gehört sicherlich in die höheren Ausbildungsstufen, wie zwei Stern oder Rescuediver. Diese haben dann aber auch die Erfahrung, sich nicht nur mit sich selbst, sondern auch noch mit ihrer Umgebung auseinander zu setzen.
Und wenn ich lese, daß man statt dessen lieber den Notaufstieg abschaffen sollte, ..., Ich Frage mich, was wohl häufiger geschieht, das sich ein Buddyteam zu weit voneinander entfernt oder das einem die Luft ausgeht und bei dem anderen auch noch der Oktopus versagt?

Warum also Anfängern diesen Streß aussetzen und das auch noch aus 20 m mit einer Jugendlichen?

Manche Didaktik kann und werde ich nicht nachvollziehen können.

Antwort von go deep Registriertes Mitglied am 10.08.2005 - 18:13
wechselatmung gehört in`s pflichtprogramm und das bereits ab der *-ausbildung.
ab ** sollte dann auch schon einmal der kontrollierte aufstieg unter wechselatmung trainiert werden. (oder zumindest 15 min. streckentauchen unter wechselatmung)
sowieso ist tauchen heutzutage viel zu leicht zu erlernen, seit das easy-diving über den großen teich geschwappt ist.
außerdem bin ich wie einige diskusionsteilnehmer weiter oben auch der meinung, das tarrieren mit dem mund bereits anfängern beizubringen.
auch wenn solche situationen bei optimaler ausrüstung heute kaum noch auftreten sollten, so fördern sie auf jeden fall das selbsvertrauen und die tauchsicherheit.
oder welcher taucher ab ** ist heute psychisch noch in der lage auf einer 20m plattform sein gerät abzulegen, die plattform zu umrunden und dann das gerät wieder aufzunehemn? und diese übungen natürlich im see.
einige übungen die früher üblich waren liefen folgender maßen ab: gerät auf einer 20er plattform ablegen, anhand einer leine (ca.30m) zur 10er zu schwimmwn, dort mit einem wartenden buddy 3-5x wechselatmung aufnehmen, wieder zurück zur 20er und gerät aufnehmen.
bei meiner *** prüfung vor 18 jahren war eine der übungen auf 20er plattform gerät ablegen, auftauchen zur oberfläche und innerhalb von 3min. gerät auf der plattform wieder antauchen und aufnehemn.

solche und ähnlichen übungen tragen auf jedenfall zur sicherheit und stressbewältigung bei, aber bei ausbildungszyklen von 2 tagen zum * oder in 1er woche zum ** bleibt dafür halt keine zeit mehr. zeit ist eben geld und alle wollen vom kuchen was abbekommen.
schade, denn würde die ausbildung gründlicher und vor allem verantwortungsbewußter erfolgen, dann hätten wir sicherlich 50% weniger taucher, nicht so überfüllte riffe und seen und auf jedenfall einige chaoten und ..ioten weniger!
an besten wäre, amis zurück und ausbilbung wieder nach ursprünglichem europäischen muster.

es ist wunderbar und absolut zu begrüßen, daß heute 2 getrennte atemregler usw. stand der dinge sind, aber wirklich tauchen können nur mehr jene, welche sich über die ausbildung hinaus in eigeninitiative mit gleichgesinnten weitertrainieren. das war früher umso wichtiger, als die ausrüstung wesentlich einfacher aufgebaut war, da hat eben noch absolut die selbstsicherheit gezählt.
von niemanden wird heute erwartet ohne finimeter,computer und auch ohne tarrierweste oder jacket zu tauchen, aber es geht und ist gar nicht so schwer, wenn mann gut trainiert und ausgebildet ist. auch damals waren tauchgänge bis 50m an der tagesordnung und trotz einfacherer ausrüstung auch nicht tödlich. es hat nur niemanden gegeben der bereits bei der ausbildung panikphrasen gedroschen hat, sondern viel mehr zeit aufgebracht wurde um den anwärtern die selbstkontrolle beizubringen.

gruß an alle und viel spaß beim tauchen

Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 19.08.2005 - 16:28
@go deep: Tjaja, das waren noch Zeiten, als wir mit Jacques-Yves C. unter Wechselatmung Jagd auf den Leopardenhai (s. "The Life Aquatic" m. B. Crystal) gemacht haben, und zwar ohne den lästigen Nasenerker in der Taucherbrille !

Ich schließe mich ebenfalls allen an, wenn es darum geht, Anfängern Wechselatmung/Aufstiege unter Wechselatmung oder das Tarieren mit dem Mund beizubringen. Alles das wird von mir in Schwimmbad und See als Teil des OWD-Brevets eines großen amerikanischen Tauchdienstleisters, dessen Mitglied ich bin, durchgeführt (okay, alles was mit Wechselatmung zu tun hat ist nicht verbindlich, das Tarieren mit dem Mund jedoch schon). @go deep: Aufstiege unter WA erst beim ** ? Aha. Das von mir ausgestelle easy-diving-Brevet hat offb. einen höheren Anspruch.

Genau wie die meisten Teilnehmer (z.B. andrea) finde ich auch, daß das Training einer anspruchsvollen Übung das Selbstvertrauen stärkt und die Problemlösefähigkeit unter Wasser verbessert, selbst wenn man die Technik IRL eigentlich nicht wird anwenden müssen.

Darüberhinaus fahre ich auch (noch) gern ins Rote Meer zum Tauchen und begegne dort - wie jeder hier - unter Wasser vielen sehr schlecht tauchenden/ausgebildeten Tauchern, über die ich mich regelmäßig aufrege.

Prinzipiell jedoch sooo hohe Ansprüche an ein Brevet der Beginnerstufe zu stellen, daß nur Triatlethen mit den Nerven von Special-Forces-Veteranen das Tauchen erlernen sollten, will mir aber nicht einleuchten. Warum soll die 65jährige Rentnerin aus Nebraska nicht innerhalb ihrer Grenzen tauchen dürfen? Warum soll Tauchen keine Freizeitbeschäftigung sein können wie etwa der Angel- oder SchachSPORT? Klaro würde ich auch lieber mit go deep allein die Longimanus am Elphinstone anschauen, ohne zum Ende des TG in eine Horde Alu-bestückter (in diesem Falle französischer) Hammeltaucher zu geraten, die mich (versehentlich) mit ihrem Blei bewerfen. Aber ich finde es zu egoistisch, die flache Lagune nicht mit der 65jährigen aus Nebraska zu teilen.

Mein Fazit für mich persönlich: ruhig die Anforderungen hoch stellen, wenn man sieht, daß der Tauchschüler dafür bereit ist. Aber keine Kampftaucherübungen a la Plattformhobbing ohne Gerät, jedenfalls bestimmt nicht für Freizeittaucher. (btw: schon mal ausprobiert: im 50m Schwimmbecken am tiefen Ende auf 5m die Geräte abstellen und von der andern Seite Apnoe antauchen, lokalisieren, anlegen und auftauchen. Achja: im DUNKLEN ). Da ich von der Tauchausbildung nicht leben muß, kann ich mir auch leisten, einen Tauchschüler mal wiederkommen zu lassen für einen weiteren Freitauchgang. Bei dem irren Verdrängungswettbewerb z.B. in Hurghada geht das vielleicht nicht, aber das wurde ja an anderer Stelle bereits ausführlich diskutiert .
Cheers und gute Luft,

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Und nochmal O2 Sensoren
vom 31.05.2007 : Hallo, ich habe folgedes Problem: Oxy2 mit angeblich neuen Sensoren läßt sich an Land mit Luft problemlos kalibrienen. Ich ... [mehr]

Atemgasschläuche LAR / FGT
vom 04.06.2007 : HAllo an alle Kreisler! Ich suche für ein LAR eine Atemschlauchgarnitur. Weiß jemand, wo man noch eine bekommt (außer in ... [mehr]

Diveplaner
vom 06.06.2007 : Hallo Kreiselfreunde wie die Überschrift schon sagt ich suche einen Diveplaner mit dem ich Tauchgänge des Evo´s planen kann. Für ... [mehr]


20.-27.09.2008

Cave Diving
TL Qualifikation
Trainingscenter
Plankstadt

Weitere Infos:

Barakuda Head Office
0201 - 67 00 49
info@barakuda.de


   DiveInside 10/08






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