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Mal wieder: DCS-Angst
Abgesandt von Annataucht Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 08:35:

Hallo zusammen,
ich bin am Freitag aus dem Urlaub zurück gekommen. ...mit dem Flugzeug.
Donnerstag habe ich noch 2 Tauchgänge unter 20m gemacht und hatte zwischendurch eine 16std Pause bis zum Flug, was laut PADI-Tabelle i.O. ist.
Beim Fliegen und danach hatte ich dann doch leichte Probleme, Taucherflöhe (ohne Rötungen der Haut) und Druck im Kopf und Nackenbereich.
Die Tauchärztin hat mich beruhigt und die Symptome sind im Laufe von 48std so gut wie vollständig verschwunden.
Heute morgen dann (62st nach dem Flug) habe ich Hüftschmerzen bekommen.
Kann das mit DCS zusammenhängen? Sollte ich das doch behandeln lassen oder geht es von alleine weg?
Hat jemand Erfahrung damit?
Danke für eure Rückmeldungen!
Anna




Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 09:23
Möglich wäre dies.

Ruf bitte schnell mal eine Taucherhotline an um die Symtome mit einem Taucharzt ab

Aquamed
Hier klicken

DAN
+39 06 4211 8685
+39 06 4211 5685



Das kann zusammenhängen und bevor Folgeschäden auftreten dies lieber mit einem Profi abklären.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 09:33
@ Stefan: Muss ich Mitglied sein um mich da beraten zu lassen?
Antwort von Mattti Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 09:33
Wenn Du sowieso schon bei einer Tauchärztin warst, dann würde ich die doch lieder die noch mal um Rat fragen als eine Hotline, die dich nicht kennt oder uns!
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:19
Hi,

"hatte zwischendurch eine 16std Pause bis zum Flug, was laut PADI-Tabelle i.O. ist. "

wieso soll das laut PADI ok sein?

laut PADI

Wiederholungstauchgänge mindestens 24 Std. bis zum Fliegen.

Geh zu einem Arzt und besprech mit ihm ob ihr AquaMed oder DAN hinzuziehen solltet. Besprech mit deinem Arzt, ob du gleich zu einer Druckkammer sollst.
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:21
btw. was kann das für eine Tauchärztin sein, die solche Symptome nicht ernst nimmt?

"Die Tauchärztin hat mich beruhigt und die Symptome sind im Laufe von 48std so gut wie vollständig verschwunden. "

Meiner Meinung nach hättest du sofort zu einer Druckkammer müssen und die Ärzte dort hätten entscheiden sollen.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:27
Danke für eure Rückmeldungen!
Ich war beim Taucharzt und lasse mich morgen in Düsseldorf in der HBO durchchecken.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:34
@Anna: Du musst kein Mitglied sein, um bei den genannten Hotlines anrufen zu können. Ich würde aber auch erst mal mit der Ärztin bei der du dich schon vorgestellt hast anfragen und dann wenn du meinst vielleicht noch eine zweite Meinung über das Telefon einholen.

Die alte Empfehlung auf den PADI Tabellen waren tatsächlich 12h mindestens und bei Wiederholungstauchgängen an aufeinander folgenden Tagen länger als 12h warten. Die neuen Empfehlungen sehen bei Wiederholungstauchgängen mindestens 18h vor.

Wenn du sagst du hattest Taucherflöhe, was genau und wo waren deine Beschwerden?

Dass deine Hüftschmerzen noch etwas mit dem Tauchen zu tun hat ist nicht unmöglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:36
Anrufen kannst du auf jeden Fall.

Auf jeden Fall mit einem Taucharzt abklären.
Das kann, aber muss nicht mit dem Tauchen zusammenhängen
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:51
@Scuba Dude: Die Tauchärztin heute morgen konnte eine DCS I weder bestätigen noch ausschließen. Alle Reflexe funktionieren und der Blutdruck ist okay.
Taucherflöhe habe ich als Kribbeln und Zwicken in den Extremitäten während und nach dem Flug gespürt. Außerdem hatte ich mehrmals aufwallende Gefühle von Hitzestau im Kopf und Nacken. Hatte den Eindruck, die kleinsten Druckunterschiede im Flugzeug zu spüren. Stehe insgesamt etwas neben mir. kann DCS sein oder auch die Angst davor...
Wie dem auch sei, ich bin vermutlich nicht die erste, die das hat und ab morgen früh bin ich in guten Händen.
Antwort von ddiver Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 11:59
@ annataucht
Vor langer Zeit (1995) hatte ich mit meiner Frau ebenfalls mal ca. deine Tauchdaten vor einem Flug, allerdings noch mit einem Hubschrauberflug davor. Nach PADI-Tabellen war das alles etwas grenzwertig, vor allem nach 2 Wochen Dauertaucherei. Im Flieger gab es dann das bekannte Sekt-im-Blut-Gefühl. Wieder in der Heimat waren wir etwas ratlos, entschlossen uns dann aber doch zu einer Druckkammer-Fahrt (2 pro Person). Wir waren allerdings auch schon vor den Kammerfahrten in etwa wieder symptomfrei. Zurück geblieben ist nichts.
Nach mehreren Tagen kannst du ohnehin nichts mehr ändern, nun würde ich an deiner Stelle in den nächsten Wochen auf Hammertauchgänge verzichten. Das Hüftproblem dürfte wohl andere Ursachen haben.
Weiterhin viel Spaß beim Tauchen...
Rainer
Antwort von constantin_w Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 13:05
@Annataucht: Bei richtigen bends o.ä. Symptomen fragst Du nicht mehr, ob Du sie hast sondern Du weißt es. Das tut kräftig weh...
Die Angst vor DCS lässt Dich wahrscheinlich ganz normale Dinge überinterpretieren. Ich habe mich auch verlegen und manchmal Nackenschmerzen und ich bekomme teilweise von längeren Fußmärschen mit dem schweren Gerät Kopfschmerzen weil die Nerven und Muskelstränge auf den Schultern doch etwas mitgenommen werden. Das ist aber zuersteinmal keine DCS.
Natürlich soll Dich das nicht davon abhalten einen Arzt zu konsultieren, aber mach Dir weniger Sorgen.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 13:55
Was hat eigentlich dein Rechner für eine Entsättigungszeit angezeigt und was zum Thema Flugverbot?
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 13:57
Die Diagnosestellung bei vermuteten Tauchbedingten Beschwerden erfolgt nach Druckkammerfahrt. Wenn es da besser wird, ist die Diagnose klar. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.
Und die Beschwerden müssen nicht so dramatisch sein, wie constantin sich das ausmalt, es können Gelenkeschmerzen sein, wie ein Drücken im Knie/Ellenbogen, oder Knirschen bei Belastung, auch Hitzewallungen.

Wenn es im Flieger auftritt, wenn dieser Höhe gewtinnt, sollte es beim Landen auch besser werden. Soll, kann, ob muss, kann ich nicht sagen.
Auf jeden Fall ist das Tauchen und Fliegen in diesem kurzen Abstand sehr kritisch zu sehen.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 14:04
@vercingétorix: Ich habe keinen eigenen Tauchcomputer und habe die jeweiligen Tauchgänge leider mit verschiedenen Buddies gemacht. ...ich lerne daraus...
Antwort von elmi Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 16:19
Hallo Anna,

ich moechte hier nicht als Oberschullehrer auftreten, aber ohne Tauchcomputer und/oder Tabelle mit verschiedenen Buddies Wiederholungstauchgaenge durchzufuehren ist ein absolutes No-go.
Ich frage mich wirklich, wo heutzutage Leute ausgebildet werden, dass sie so leichtsinnig mit ihrem Leben und Gesundheit umgehen.
Anna, niems mir nicht uebel, aber so solltest du nicht unterwasser gehen.
Entweder Einstellung aendern oder wenn Wissen nicht vorhanden bitte einen erfahreren Taucher oder Ausbilder/ Verein suchen, der mit dir alles durchgeht was im UNKLAREN IST
Antwort von Tauchbiene Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 16:42
Ich muss Elmi recht geben.

Kauf dir einen eigenen Tauchcomputer. Der PUK ist recht günstig und du bist auf der sicheren Seite.
Schnell hat man sich mal verrechnet in der Tabelle.
Der TC zeigt dir an, wie es mit dem Fliegen ist.

Aber wundern muss ich mich nicht. Wurde im August noch von einem Taucher mit 75 TG`s gefragt, ob er einen Tag vorher noch 2 mal tauchen gehen darf.
Ich hab nein gesagt und die 24-Stunden Regel erwähnt. Hat aber wenig Eindruck gemacht.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 17:17
@Anna: Was du da so als "Taucherflöhe" beschreibst, ist nicht gerade eine klassische Präsentation einer DCI. Dass sich die Hüftschmerzen nicht komplett als Muskel-Skelett-DCI ausschließen lässt, ist klar. Ich halte dies aber trotzdem für recht unwahrscheinlich.

MatV: der sogenannte "Test of Pressure" ist zwar ein gutes Werkzeug, aber in ordentlichen tauchmedizinischen Betrieben, werden auch solche Sachen wie Differentialdiagnose betrachtet. Je nach Symptomen und Anzeichen entweder schon vor der HBOT oder auch danach, sogar noch wenn Symptome sich verbessert haben. Das muss nämlich nicht immer zwingend was mit der Behandlung an sich zu tun gehabt haben.
Antwort von Nikolaus Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 17:49
Egal ob es wirklich DCI war oder die Angst davor empfehle ich Dir wie Tauchbiene einen eigenen Tauchcomputer und mindestens 24h vor dem Fliegen nicht mehr zu tauchen, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Kein "letzter Tauchgang" im Urlaub ist es wert, im Flugzeug auf Nadeln zu sitzen.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 17:50
- Tauchcomputer anschaffen
- mindestens 24 Stunden vor dem Fliegen nicht tauchen
- Deco2000N oder PADI RDP benutzen, nicht die alte aus´m Lehrbuch von vor zig Jahren.
Ich hab schon einiges gelernt. Wenn ich aus der Kammer raus bin, kann ich euch ja berichten, wie es war.
Danke euch und lieben Gruß!
Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 26.09.2011 - 20:57
@ Anna:
Wenn du schon dabei bist, dir gute Vorsätze vorzunehmen:

"Muss ich Mitglied sein um mich da beraten zu lassen?" Wenn ich deine Frage richtig interpretiere, heißt das, dass du keine Tauchunfallversicherung hast. Das solltest du sofort ändern. Eine Druckkammerbehandlung kostet schnell viele tausend € und wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Wünschen wir dir, dass du jetzt keine DCS-Probleme hast. Aber du solltest nicht mehr unversichert tauchen.
Antwort von promike Registriertes Mitglied am 27.09.2011 - 07:38
Es ist natürlich löblich aktuelle Tabellen zur TG Planung zu verwenden, wichtiger finde ich aber noch 2 weitere Punkte beim Vieltauchen

a) viel Trinken
b) wenig Hektik zwischen den TG

Rein Interesse-halber, was verspricht man sich von einer Druckkammerfahrt nach 4 Tagen?
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 27.09.2011 - 09:31
Also das Kinderdrehrad läst du besser weg und nimmst die Deco 2000. Eine Rechner brauchst du nicht zwangsläufig. Mit der Deco geht das eigentlich ganz gut, wenn du entsprechende Sicherheitsaufschläge beim Flugverbot berücksichtigst. Die Marinetabellen sind im Übrigen reichlich liberaler und gestorben sind die Jungx noch nicht. Ein Rechner erleichtert die Sache etwas, wobei du dir bewußt sein mußt das bei zunehmender Häufigkeit der Widerholungstauchgänge die Genauigkeit der Rechenmodelle nachläst. Besser mal einen Tag ausgasen
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 27.09.2011 - 13:50
Scubadude, ist völlig richtig, das mit der differentialdiagnose usw... Aber ich entnehme aus Anna Wortem und habe es auch schon selbst erlebt, das statt dem Abarbeiten von diagnostischen Kriterien rumrationalisiert wird, dass sich die Balken biegen.
Dazu kommt die nicht zwangsläufig sinnhaltige Ansicht, dass die Angst vor einer DCS (oder was auch immer) die gleichen Symptome zeitigen soll, wie das gefürchtete Ereignis selbst. "Hitzewallungen" können (z.B.) ja nicht nur post-tauchend aufteten.

@promike: von einer zeitlich verzögerten Druckkammertherapie verspricht man sich das gleiche, wie von einer zeitnahen. Aus gutem Grund. BTDT.
Antwort von noxmed Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 08:29
Relevante DCS Symptome treten eigentlich nur innerhalb von 6 Stunden in Verbindung mit einem ursächlichen Ereignis ( Druckverminderung = Fliegen/Tauchen )auf. Treten Symptome später auf, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie druckbedingt sind....
Antwort von Wurzelzwerg Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 10:39
@noxmed

Zitat "Der neue Ehm Tauchen noch sicherer":

"...kam es in über 60% innerhalb der ersten 30 min zu den Unfallsymptomen. Etwa 10% ereigneten sich zwischen 30 und 60min , 1 bis 4% der Fälle traten zwischen der 13. und 24. Std. nach dem Austauchen auf. Nach 24 Std. kam es noch in 0,3 bis 4% zu Dekompressionserscheinungen." (S.285)

Bei dem hier beschriebenen zeitlichen Ablauf handelt es sich um Taucher, die nicht geflogen sind.
Ein Zusammenhang zwischen den beschriebenen Symptomen und dem Tauchen nur aufgrund einer Zeitspanne von 6 Stunden auszuschließen ist daher nicht möglich.
Alle Symptome, die nicht eindeutig einer anderen Ursache zugeschrieben werden können, sollten als mögliche DCS behandelt werden.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 10:55
Warten wir doch einfach mal ab, was ein Taucharzt dazu sagt und ob eine Kammerfahrt gemacht wird und ob nach dieser möglichen Kammerfahrt die Beschwerden abklingen.

--------------
@Annataucht
ich hoffe du postest wie es weitergeht. Man ist schliesslich neugierig
--------------

Wenn man nach einem TG beschwerden bekommt, dann sollte man auch unbedingt daran denken, dass diese Beschwerden mit dem TG zusammengehören könnten.
Natürlich könnten die Hüftschmerzen auch vom Koffer schleppen, langem Sitzen im Flieger usw. kommen.
Antwort von noxmed Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 11:07
@ Wurzelzwerg: Alle Symptome, die nicht eindeutig einer anderen Ursache zugeschrieben werden können, sollten als mögliche DCS behandelt werden.

Dem Stimme ich zu. hast auch recht bezüglich der Zeiten hast Du recht.
Die schwere der Symptome und die daraus folgende Druckkammerbehandlungspflicht nimmt aber mit der Zeit ab.
Das sollte aber natürlich der Taucharzt und nicht der verunfallte Taucher selbst entscheiden.

Taucherflöhe und Cutis marmorata welche länger als 8h nach dem TG auftreten haben bisher keine neurolog.Symptome erzeugt. Soll zur Beruhigung von Anna sein......
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 15:21
Sicherlich nimmt die initiale Symptomschwere mit der Zeit zwischen TG und Auftreten ab, dies ist aber kein Grund, die Diagnosestellung DCS zu verwerfen. In der Fachliteratur sind etliche Fälle belegt. Daneben gibt es immer noch Fälle, deren Symtome zwar früh auftrtaen, aber fehleingeschätzt und daher erst später vorgestellt wurden, und allein aus diesem Grund als nicht tauchbedingt abgetan wurden.
Zu dieser Gruppe gehören nicht nur die einstmals sogenannten undeserved Hits, auch solche, deren taucherische Vorgeschichte keinen Verdachtsanlaß bietet, die erst mit weiteren Informationen erklärbar werden, wie z.B. vorheriger Sport mit Belastung an der anaeroben Schwelle, oder Intensitäten, die zu Muskelkater geführt hatten, Entwässerung durch Durchfall, Entzündungen, usw.
HTH.
Antwort von noxmed Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 15:54
@MatV: gebe Dir in allem Recht; ich hätte nicht so über den Daumen gepeilt antworten sollen;
Ich wollte einfach nur beruhigen und meine, dass es in obigem Fall sehr unwahrscheinlich ist, dass das Auftreten von Hüftschmerzen 62 Std nach dem Flug mit einem syptomfreien Intervall nach den Taucherflöhen eine dekopflichtige Behandlung nach sich ziehen wird.
Ferndiagnose ist natürlich nicht möglich und jeder Fall ist individuell zu bewerten, schon klar. Anna scheint auch diesbezüglich sehr sensibilisiert zu sein und wenn sie andere Symptome gehabt hätte, wären diese ihr vermutlich auch aufgefallen...
Taucherflöhe per se sind ja nicht behandlungspflichtig und Hüftschmerz ohne Neurologie nach 62h ist auch kein Grund zur Deko; bin gespannt, was uns Anna noch berichtet.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 28.09.2011 - 23:03
noxmed, jetzt bin ich an der Reihe, dir zu deiner Intention Recht zu geben
Ich habe mir den zeitlichen Ablauf nochmal durch den Kopf gehen lassen: Do 2 TG. +16h Flug, also wohl Fr a.m. angenommen, 5 h Dauer, Ankunft Freitag mittag. Freitags noch Ärztin gesprochen (Respekt vor der energischen Terminverwirklichung), Montags morgens bei Tauchernet und! beim Taucherarzt, Di in Druckkammer, und jetzt? Immer noch drin???
Möglicher Grund für Nackenbeschwerden wären auch die flugüblichen Zugprobleme, auch ein Ameisenlaufen liesse sich dann mit Verspannungen erklären.
Wir warten nun auf Laborergebnisse, oder so.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 30.09.2011 - 13:18
Ihr Lieben da draußen, die ihr so engagiert mit gerechnet, gegrübelt und gefiebert habt! - Danke!
Ich war tatsächlich von Dienstg bis heute stationär in der HBO der Uniklinik D´dorf. Dort bin ich toll beraten, eingehend untersucht und wirksam behandelt worden. - Ich empfehle jedem mit DCS-Symptomen, sich vertrauensvoll an die Herren dort zu wenden. Diagnostiziert wurde, auch für mich sehr überraschend, eine DCS II aufgrund der insgesamt 4 dem Flug vorangegangenen Tauchgänge am Mittwoch und Donnerstag. Alles wurde sehr detailliert berechnet und bereits die Pausen zwischen meinen Tauchgängen waren, wenn auch nur minimal, zu kurz, um den vollständigen Abbau von Stickstoffbelastungen zu ermöglichen. Somit hat sich die Stickstoffmenge kumuliert und beim Flug ist es schließlich eskaliert und zur Ausperlung der Blasen ins Blut gekommen. Ohne Flug wäre vermutlich gar nicht viel passiert und der Reststickstoff einfach abgeatmet worden.
Insgesamt hatte ich 4 Kammerfahrten. Dienstag 4std auf max. 50m um die Blasen auf die Hälfte ihrer Größe zu schrumpfen. Die Beschwerden wurden schlagartig besser. Mittwoch bis heute je 2 std. bis auf 14m. Jedesmal mit 100% Sauerstoffatmung über eine Atemmaske. - Darth Vaider mit Mickey Maus-Helium-Stimme...
Es geht mir deutlich besser.Und die gesetzliche Krankenkasse übernimmt´s als anerkannte Heilmethode bei DCS.
Leute, nehmt kleinste Symptome wahr. Herr Strelow von der HBO ist auch Taucharzt und hat erzählt, dass viele Unfälle zu spät oder sogar gar nicht erkannt werden. Die möglichen Spätfolgen sind nicht lustig.
Jetzt hab ich erstmal 3 Moante hochoffizielles Verbot. Danach muss ich mal überlegen, ob ich in Zukunft nicht lieber Wanderurlaub mache...
Liebe Grüße aus´m Rheinland.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 30.09.2011 - 14:14
Schonmal gut dass es dir nun besser geht.

Mit dem Tauchen würde ich deswegen nicht aufhören.
Allerdings sollte, nein, muss man sich an die 24 Std Tauchverbot vor dem Fliegen halten und die Tauchgänge besser planen und überprüfen. Ein eigener Tauchcomputer hilft da.
Tauchen hat seine eigenen Regeln, und wenn man sich nicht daran hält kann es gefährlich werden. Das gilt aber für andere Sportarten genauso.

Vielen Dank für die Rückmeldung und weiterhin gute _BEsserung.
Antwort von TheData Registriertes Mitglied am 30.09.2011 - 17:12
annataucht: Gut, dass es dir besser geht. Ich verstehe das mit den Oberflächenpausen aber nicht ganz. Haben nicht auch die PADI-Tabellen einen Mechanismus für kürzere Oberflächenpausen?
Antwort von Scapegoat Registriertes Mitglied am 30.09.2011 - 17:58
Hey Anna,

danke für die Rückmeldung!

Damit gehörst du zu den seltenen Fällen, bei denen die Symptome erst deutlich Zeitverzögert auftreten, Glückwunsch (sorry für die Ironie)!

Es ist natürlich schön zu hören, dass es dir besser geht, und da die Symptome ja schlagartig besser wurden unter Druck ist die Diagnose auch eindeutig.
Aufs Tauchen verzichten musst du aber nicht, nur etwas konservativer tauchen, am besten mit eigenem Computer und den auf die konservativste Stufe einstellen. Und natürlich die 24h Flugverbotszeit einhalten.

Wie auch immer, ich wünsch dir viel Spaß im nächsten Urlaub, ob wandern oder tauchen!

Alex

Antwort von noxmed Registriertes Mitglied am 30.09.2011 - 18:12
Hab mich geirrt und dazugelernt. Gottseidank ist es für dich gut ausgegangen.
@Anna: würde es dir etwas ausmachen die daten deiner tauchgänge (zeit,tiefe,ofpause, trinkverhalten) hier zu posten?
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 30.09.2011 - 19:35
Alles Gute!

Hör` nicht mit dem Tauchen auf - aber hör auch nicht zu sehr auf den Komputer, wenn mal wieder im Urlaub mehrere Tauchgänge am Tag gemacht werden. Da hilft nach spätestens drei Tagen kein Komputer mehr: Die Rechenmodelle darin sind dann zu weit von der Wirklichkeit entfernt.
Besser: Zwischen jeden TG 4 Stunden Pause, nicht mehr als 2 TG pro Tag (o.K. - ein Nachttauchgeng ist noch erlaubt )und einmal in der Mitte der Woche einen Tag nicht tauchen. Dann zeigt der Komputer einigermassen richtig an. Dennoch ist DCS immer mal möglich, vor allem bei zu wenig Wasser- und Salzuzufuhr(!) und anderen Risikofaktoren (schau mal in ein gutes Lehrbuch)

Gut Luft
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 01.10.2011 - 06:35
Gut zu hören, dass es dir wieder besser geht. Was mich sehr wundert, ist die erste Behandlung mit max. 50m für 4h. Nicht nur, dass eine Standard 50m Behandlung (USN Treatment Table 6A) mindestens gute 6h dauert und diese auch nur seltenst noch gefahren werden, sondern weshalb jemand ohne neurologische Symptome und so spät nach auftreten der ersten möglichen Symptomen so eine Behandlung aufgebrummt bekommt. Könnte es vielleicht sein, dass du da nur etwas falsch verstanden hast? Ich kann mir da nämlich wirklich keinen Reim drauf machen.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 01.10.2011 - 11:12
@Scuba Dude: Neurologische Symptome im Sinne von Lähmungserscheinungen hatte ich tatsächlich nicht, dafür aber leichten Schwindel und ein Gefühl im Kopf, als hätte ich einen Kater oder Fieber. Also nicht 100% klar. Auf 50m haben die mich gefahren, um die Bläschengröße zu halbieren, damit aller Stickstoff besser ausgeschieden werden kann. Ich meine, ich hätte das schon alles richtig verstanden, schließlich habe ich mich die letzten Tage mit nichts anderem beschäftigt.

@noxmed: Meine Tauchzeiten zu posten ist überflüssig, denk ich. Es ist klar, dass Fehler passiert sind und die Oberflächenpausen zu kurz waren, einmal sogar unter 2std.
Ich hab mich da einfach zu sehr auf die Guides verlassen und die einzelnen Tauchgänge isoliert betrachtet, anstatt das Große Ganze im Blick zu haben.

Und noch eine Flug-Info @all: Die Kabinen in den Billigfliegern haben keine besonders gute Konstanz in den Druckverhältnissen. Es kann schonmal eher passieren, dass der Druck steigt oder sinkt, anders als bei Lufthansa und Co. Das war für mich neu und hat erklärt, dass es mir in Schüben während des Fluges schlechter ging.
Antwort von Taucher_einfach_Taucher Registriertes Mitglied am 01.10.2011 - 11:27
@ Annataucht:
Ähm ich glaube nicht, dass es da eine Korrelation zwischen Flugpreis und Druckverhältnissen im Flieger gibt. Boing baut, genau wie Airbus keine speziellen Billigfliegerversionen ihrer Flugzeuge.

Bist du sicher, dass deine Krankenkasse die Druckkammerbehandlungen übernimmt? Die Argumentation "Druckkammertherapie ist eine anerkannte Heilmethode bei DCS" ist zwar zutreffend aber kann eigentlich kein Argument sein. Sonst bräuchte niemand eine Tauchversicherung. Denn Druckkammer ist immer eine wirksame Therapie.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 01.10.2011 - 12:38
Natürlich übernimmt die KK. Hat sie bei mir auch, ambulant, wohlgemerkt. Wobei Annas privat ist, meine gesetzlich. Die Gesetzlichen probieren idR erst, ob sie mit Ablehnung durchkommen, mit Hinweis auf Ausschlußregelung des GBA etc. Komme sie aber nicht, weil die HBO/DK die einzig anerkannte Methode ist, bei deren Verweigerung Tod oder Organverluste drohen, und damit ide Ausnahme zwingend zu rechtfertigen ist. Lähmung= Organverlust. Im Streitfall nicht zögern, den MDK einzuschalten, der muss vom behandelnden Tauchmediziner ein Gutachten einholen. Dieses muss beachtet werden. Isso.
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 02.10.2011 - 07:29
Hmm, eine durchaus aggressive und unkonventionelle Behandlung für die beschriebenen Symptome und den Krankheitsverlauf. Hast du während der Zeit auf 50m auch von einer Maske geatmet (40% O2) oder erst als du wieder auf 18m angekommen warst?

In den meisten HBO Zentren hatte man dich wohl einfach zu den anderen HBO Patienten auf 14m gesteckt und geschaut ob Symptome sich vermindern oder erst eine bis mehrere Behandlungen auf 18m gefahren.

Schwindel zählt mitunter zu Symptomen einer neurologischen DCI, im alten Jargon auch als DCS II bezeichnet.
Antwort von Annataucht Registriertes Mitglied am 02.10.2011 - 09:39
@ScubaDude: Bei der ersten Fahrt ging´s auf 50m, 100% O2 erst ab 18m. Die 3 Fahrten danach auf 14m hab ich zusammen mit anderen Patienten gemacht. Diagnostiziert wurde eine DCS II.
Falls du noch Fragen zum Behandlungsverlauf o.ä. hast, kannst du mich gerne anschreiben.
Antwort von Marco Linke Registriertes Mitglied am 02.10.2011 - 23:57
Unglaubliche Story! Ohne Computer, mit unterschiedlichen Buddy`s und Guides die anscheinend gerne mit der Gesundheit Ihrer Kundschaft spielen... ich raffs gerade echt nicht!
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 04.10.2011 - 12:59
@Marco
erwartest Du, dass die Guides auch noch auf die Sättigung jedes Kunden achten? Dazu ist doch jeder Taucher selbst ausgebildet und es liegt in seiner eigenen Verantwortung. Ich könnte mich allenfalls über manche Ausbilder aufregen, die dieses Grundgerüst der Tauchtheorie vielelleicht nicht vermitteln.

Auch ein Tauchcomputer ist nicht nötig - wer mit Tabelle plant (auch Wiederholungstauchgänge), plant meist konservativer, da die Tabellen von Rechteckprofilen ausgehen. Man muss es nur richtig können - auch das hinterfragt die Grundausbildung.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 04.10.2011 - 13:30
@marco: was ist deine Erwartungshaltung an Guides?
- Der Guide kontrolliert vor den Tauchgängen die Rückflugstickets und hält etwas Theorieunterricht bzgl. der Berechnung notwendiger Flugverbotszeiten ab?
- Der Guide weist Stammbuddys zu, die nicht gewechselt werden dürfen? Falls einer ausfällt, hat der andere "Pech" ?
- Der Guide lässt alle Taucher vor dem Tauchgang ins Röhrchen pusten (Restalkoholkontrolle) ?
- Die Basis führt Tauchcomputerpflicht ein ?

Ich dachte immer, ein guide ist für das Briefing und zur Tauchplatzführung da. Vielleicht sollte man zwei Arten von guides anbieten: Guides im Wortsinn und dann noch Kindermädchen für ein "Rundum Sorglospaket"

Immer wieder interessant, wie man einerseits über die Gängelei von Basen schimpft und dann andererseits im Fall der Fälle diesen eine besondere Fürsogepflicht zuspricht.

Tja, "autonomer" Taucher -> Theorie und Praxis
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 04.10.2011 - 15:41
Meiner Erfahrung nach gibt es drei Sorten von Guides:

1.) Plant alle TG für die gesamte Gruppe, unter Beachtung der der vorherigen TG der Taucher, die keinen Computer haben. Vor allem in Anfängergebieten zu finden und selbst da selten. Viel öfter kommt wird allerdings einfach gesagt, alles wäre ok, so lange nicht tiefer als der Guide getaucht wird wenn kein eigener Computer am Start ist und die Vorsättigung einfach ignoriert.

2.) Sagt jedem Taucher, dass dieser für seinen eigene TG-Planung verantwortlich ist. Ein paar wenige machen sich dann sogar die Mühe nachzufragen, ob die Taucher mit ihrer Planung zurecht kommen oder drüber schauen sollen.

3.) Geht einfach davon aus, dass jeder einen Computer hat oder mit der eigenen TG-Planung selber zurecht kommen muss, weil das ist ja nun mal so. Kommt irgendwie immer öfter vor.
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 04.10.2011 - 16:29
Jeder Taucher hat die Pflicht, sich selbst um derartige Belange zu kümmern. Dass dies in seinem Verantwortungsbereich liegt, ist aus der Anfängerausbildung bekannt. Wer damit überfordert ist (schlimm genug), kann sich helfen lassen. Zumindest das kann jeder und wer es lässt, ist selbst Schuld.

Ich habe auf einem "Fortgeschrittenen-Boot" auch schon die Frage gehört: "Warum darf ich nach dem Tauchen eigentlich nicht sofort fliegen?" Viele Leute gehen mit einer Sorglosigkeit an das Thema heran, als sei es ein Häkelkurs.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 04.10.2011 - 17:27
Bildungsferne ist kein Ausschlußgrund fürs Tauchen.. Und damit meine ich keineswegs nur die Pa.. Äh, Gäste.
Antwort von Nikolaus Registriertes Mitglied am 04.10.2011 - 17:44
gerade im Urlaub in unbekannten Gewässern, in denen man dem Guide zu den schönen Plätzchen folgt ist es schön einen TC zu haben, der mir die Nullzeit und die Restsättigung anzeigt (bei mir mit eingestelltem Conservtivfaktor) nur um den Überblick zu behalten.

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(19.05.2012) von 3.5.12 bis 18.5.12 von Frankfurt über Bahrain nach Manila und zurück. Gewählt wegen dem günstigen Preis von 680 € p.P und den kurzen Stop Over Zeiten - auf dem Hinflug 1:45 Stunden - auf dem (mehr)

Ukraine International Airlin..
(12.05.2012) Geflogen: Am 5.5.2012 von Wien (VIE) nach Odessa (ODS) und am 11.5. wieder zurück. Die riesige Bucht von Odessa ist ein gigantischer Schiffsfriedhof. Der Zweite Weltkrieg tobte hier zwei Mal in (mehr)

Luxair
(12.05.2012) War vom 04.05.2012 bis 11.05.2012 in Marsa Alam. Den Flug habe ich über Luxair gebucht. Die Fluglinie transportiert das Tauchgepäck immer noch kostenlos. Das Gepäck musste vorher angemeldet werden (mehr)

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Rubrik : Bücher

Beginnings - goddesses, sirens und mermaids


Rubrik : Kurioses

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Auszug aus diesem Forum:


OSTC-Problem
vom 24.05.2012 : Ich habe einen OSTC 2N gekauft. Leider erkennt mein Mac ihn nicht. Beim Windows-Rechner gehts... Ich habe gemäss Empfehlung der ... [mehr]

Einkaufen in Hurghada
vom 24.05.2012 : hi an alle!! also kurz entschlossen fliege ich in 1 woche nach hurghada. lohnt es sich dort tauchequipment zu kaufen - ist es ... [mehr]

Flaschenspanngurt
vom 24.05.2012 : Hallo ich suche einen Flaschenspanngurt mit Edelstahlschließe den ich einfach einhacken kann und umklappen weiß aber nicht wie ... [mehr]


Taucher.Net News:


DiveInside Märzausgabe
(25.02.2012) Zur Information: Das Erscheinungsdatum der DiveInside, Ausgabe März 2012, ist der 13.März. In der Vorschau der letzten Ausgabe hatten wir den 27.Februar angekündigt. (mehr)

Frohe Weihnachten und ein gu..
(23.12.2011) Wir wünschen euch allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und natürlich einen guten Rutsch in ein fantastisches und vor allem gesundes Jahr 2012! Wir bedanken uns ganz herzlich (mehr)

Zahlenjubiläum auf Taucher.N..
(06.02.2011) Heute, am 6.Februar 2011, feiern wir ein kleines Zahlenjubiläum. Um exakt 18:13 konnten wir den 50.000.000 User auf Taucher. Net begrüßen und unser junger Facebook-Auftritt hatte (mehr)




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