Guter Beitrag aus der Praxis! Mal kurz zu ein paar Punkten (siehe auch Beiträge oben):
>Bei mir war die Incubationszeit nur ca.12! Tage<. : das ist recht kurz, meist bricht die Krankheit später aus. Andererseits: unterstellt, man wird nicht gleich am ersten Urlaubstag infiziert, bricht die Krankheit beim „Normalurlauber“ größtenteils wie zuvor schon erwähnt, erst zu Hause aus und ist bei sofortiger Diagnose und zielgerichteter Therapie in den Griff zu bekommen.
>Ich habe damals Mefliam als Prophylaxe genommen. Lariam wird in Südafrika auch unter dem Handelsnamen "Mefliam" (selber Wirkstoff: Mefloquin) verkauft. Mir waren die Nebenwirkungen bekannt. <
D.h. aus (der nicht unbegründeten) Angst vor Malaria nimmt man eine weitere (erhöhte) Gefahr beim Tauchen auf sich. Schaut mal auf der Seite der GTUEM nach, Zitat: „Tauchverbot nach therapeutischer Dosierung von Lariam …. Diese Frage ist für kurze Urlaubsreisen nicht mehr relevant, weil hier die Empfehlung gegeben werden sollte, nicht mehr zu tauchen“ , also die Empfehlung an Tauchärzte, ein Tauchverbot auszusprechen.
> Ich bekam z.T. starke Depressionen, die kurz vor dem Einschlafen im Zelt auftraten<
Ich bezweifle, dass es eine wissenschaftlich fundierte, empirische Untersuchung gibt, nach der solche Erscheinungen nur im Zelt und nicht beim Tauchen auftreten

(bitte nicht persönlich nehmen, Übertreibung ist eine Methode der Verdeutlichung)
>Deswegen sollte man früh vor der Reise (jetzt bin ich auch schlauer) bereits damit beginnen,<
Ja klar, wenn man sich für eine Prophylaxe entscheidet bedeutet dies Wochen vor, während und nach dem Urlaub schön schlucken!
>Ohne Prophylaxe oder Akutmedizin …. ist Malaria sehr gefährlich<
Mit auch und die Prophylaxe ist kein Garant dafür, dass man sie nicht bekommt.
>Die Krankheit wurde ohne Probleme dank der guten Ärzte …. Auskuriert<
Richtig (und vor allem rechtzeitig) diagnostiziert kein Problem, schon gar nicht in Europa in einem guten Tropeninstitut.
Zur Klarstellung: ich möchte keines Falls die Schwere einer Malariaerkrankung herunterspielen nur dafür werben, dass man das, für was man sich letztlich entscheidet, mit Verstand und konsequent macht. Viele Urlauber nehmen ohne kompetente Beratung Präparate mit erheblichen Nebenwirklungen viel zu kurzfristig ein, brechen nach dem Urlaub direkt ab und tauchen trotz erheblicher Nebenwirkungen. In Gebieten, in denen nicht akut erhöhte Malariagefahr besteht, sollte man sich das sehr genau überlegen und wenn vertretbar auf stand by Lösungen gehen.
Grüßle
SH