Malaria Prohylaxe für Sahaung ? Abgesandt von manfred21 am 12.09.2006 - 08:56:
Hallo !
Kann mir jemand einen Tipp geben ob für die Insel Sahaung Malaria Prohylaxe erforderlich ist oder nicht. Hab bis jetzt nur widersprüchliche Infos bekommen.
Danke
Schau doch mal bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin nach: Hier klicken
Alternativ: Die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der Uni München.
Hier klicken
Die sollten das wissen
Gruß - Martin.
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 12:17 Malaria Prohylaxe : viele Wochen Tabletten schlucken mit nicht zu verachtenden Nebenwirkungen (auch für`s tacuhen) oder (Inkubationszeit reicht meist) lieber nach Rückkehr bei Symptomen (genau beobachten) schnell reagieren Sprich das auch mit dem Doc
Grüße und Daumendrück für malariafreien Urlaub
SH
Antwort von schirmis am 12.09.2006 - 13:16 Hi wir waren schon 6mal ins Sulawesi und haben nur ein StandBy (Malerone) mitgenommen.Wenn du nicht in den finstersten Dschungel vordringst reicht das. Malaria ist nicht so gefährlich dort eher Dengeefieber dieses wird von anderen Mücken übertragen und zwar auch am Morgen - also auch beim Frühstück Beinkleider(die fliegen in ca 60cm vom Boden)tragen.Gegen das Fieber gibt es nur Medikamente die Parazetamol enhalten.(entschuldigt die vielleicht falschen Schreibweisen)
Am Besten immer mit Kleidung schützen und mit guten tropentauglichen Mittel eincremen.
Antwort von Tümpeltaucher de Luxe am 12.09.2006 - 17:34 Das Krieg ich schon wieder einen dicken Hals: Da gibt man 2500 euro für eine Reise Aus und die 20 Euro für Impfberatung schenkt man sich. Klasse!
Und dann holt man sich von einem der weder Malarone noch Paracetamol korrekt schreiben kann gleich noch die Therapieempfehlung.
Kleiner Tipp an Shuttle:
Malaria kann sein wie Aids, man bekommt es nicht mehr los wenn man es mal hat....
.....auch nach Jahren nicht.......
Antwort von manfred21 am 12.09.2006 - 17:56 Hallo !
Brauchst keinen dicken Hals bekommen. Die Impfberatungen sind sich nicht einig, deswegen frage ich hier, nach Erfahrungen speziell für diese Insel.
Die Prophylaxe ist ja auch ziemlich ungesund und ist sie auch mit dem Tauchen gur verträglich? Deswegen nur wenn wirklich notwendig
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 18:05 Die Inkubationszeit der Malaria, also die Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch, liegt bei etwa 10-30 Tagen, eher 20 bis 30 Tage. Aber auch 60 oder mehr Tage sind möglich. Ausbruch also meist, wenn man wieder zu Hause ist. Eine sofortige Diagnose unterstellt, ist die Behandlung ohne Prophylaxe nicht risikoreicher als mit. Nicht behandelt hat Tümpeltaucher recht.
Treibe mich seit 30 Jahren in Afrika und Asien herum und habe für mich beschlossen, keine Prohylaxe zu machen, achte jedoch sehr auf Anzeichen und lasse sofort auf Malariaerreger testen, wenn etwas ist. Das soll kein Aufruf zum Nachmachen sein, sondern wie ich es geschrieben habe: Denkanstoß und Empfehlung dies unter Einbeziehung der aktuellen Gegebenheiten der Region in die es geht mit dem Arzt zu bereden. Bei der Impfberatung, die ich auch dringend empfehle.
Grüßle
SH,
erste Malariaerkrankung 1975 hinter mich gebracht (trotz Prophylaxe), Symptomfrei bis heute, keine weitere Erkrankung mehr.
Antwort von anke andree am 13.09.2006 - 11:46 hallo manfred,
ich bin die besitzerin des resorts auf sahaung und lebe hier seid 2 jahren ohne malaria prophylaxe. 100% kann man malaria nicht ausschliessen in den tropen. deshalb gebe ich den schirmis recht, es reicht ein stand by aus.
hoffe, konnte helfen
anke
bluebaydivers
Antwort von schirmis am 13.09.2006 - 23:49 &Tümpeltaucher :meine Rechtschreibfehler kannst behalten P.S.: ich treib mich schon seit 1993 in den Tropen herum wichtiger ist Hepa A+B,Typhus,Gelbfieber,Tollwut,Diphterie,Tetanus in manchen Gegenden Cholera und die Kinderlähmungsimpfung und wie gesagt ein Standby.Tauchen und Malariaprophylaxe vertragen sich sehr selten.
Antwort von shuttle am 14.09.2006 - 07:30 @schirmis: Jeder, sei er auch nur Gelegenheitsurlauber, sollte seine Standard- Impfungen auf dem laufenden halten (Kinderlähmung ist z.B. anscheinend wieder auf dem Vormarsch). Darüberhinaus die Gefahr von Hepatitis größer, als Malaria. Die paar Euro sind gut investiert.
Antwort von Tümpeltaucher de Luxe am 14.09.2006 - 13:13 @schirmis und shuttle
Eure Erfahrung, macht euch natürlich glaubwürdiger als alle Tropenärtzte, die eher was konservatives erzählen, no risk no fun!
Hey, was solls?????
Antwort von shuttle am 14.09.2006 - 14:36 als alle Tropenärzte ? häh ?
Ich nehme Gesundsheitsvorsorge sehr ernst. Ich wiederhole nochmals
>>" Denkanstoß und Empfehlung dies unter Einbeziehung der AKTUELLEN GEGENBENHEITEN DER REGION in die es geht mit dem ARZT zu bereden. Bei der Impfberatung, die ICH AUCH dringend EMPFEHLE "<<
... aber eben nicht automatisch sich das Zeug reinhauen und nicht ohne die Wirkung auf`s tauchen zu kennen. Ich hau mir auch nicht automatisch bei jedem Sch .... ein Breitband-Antibiotikum rein und bin froh, eine Ärztin zu haben, die das genau so sieht. Man munkelt, dass dies von einigen Ärzten mal recht schnell verordnet wird, ist sicher ein Gerücht
Vielleicht teilt uns Manfred einmal mit, was sein (verantortungsbewußter) Tropenarzt ihm denn letztlich für Sahaung empfohlen hat.
Hier noch eine Seite zur Schnellanfrage. "Hier klicken"
Besser jedoch nächste Uni mit Tropeninstitut.
Grüßle
SH
Antwort von manfred21 am 19.09.2006 - 11:31 Hallo !
Also alle oben erwähnten Standardimpfungen habe ich natürlich. Ein Tropenarzt meinte ein Standby würde reichen. Ein anderer empfahl Malarone oder alternativ Lariam als Propylaxe, wobei er dies nur für Sulawesi sagen konnte, nicht jedoch für Sahaung spezifisch.
Danke für all die Kommentare
Manfred
Antwort von shuttle am 19.09.2006 - 11:56 ... soviel zur fachlich so überragenden Impfberatung "aller Tropenärzte" (Gruß an Tümpeltaucher ), hab aber auch nichts anderes erwartet.
@manfred: Falls du dich entschließt, keine Prophylaxe zu machen, achte mindest ein viertel Jahr nach Rückkehr auf evtl. Symptome. Wenn du zum Arzt gehst, sag wo du warst und lass zur Vorsicht auf M-Erreger untersuchen.
und nun viel Spaß im Urlaub und bleib g`sund!
Grüßle
SH
Antwort von Blechtütenfetischist am 20.09.2006 - 09:23 Kurz am Thema vorbeigeschrammt, vielleicht sind die Infos von Interesse...
Bei mir war die Incubationszeit nur ca.12! Tage. Die Biester haben mich auf einer kleinen vorgelagerten Insel vor Dar Es Salam erwischt. Die Insel hieß Kigamboni soweit ich mich recht erinnere. Der Campingplatz dort hatte offene Duschen, nur durch einige Bambusmatten voneinader getrennt. Da wir schon einige Wochen unterwegs waren, wurde ich unvorsichtig. Die Duschen an sich waren anfangs mückenfrei, nach dem waschen jedoch (vermutlich durch die Feuchtigkeit und dem eigenen Körpergeruch angezogen schwirrten hunderte von Mücken in Schwärmen um mich herum und ich bekam einige Stiche ab. Nach unseren Heimflug nach Kapstadt wusste ich dass die Körperpflege dort ein Fehler war.
Ich habe damals Mefliam als Prophylaxe genommen. Lariam wird in Südafrika auch unter dem Handelsnamen "Mefliam" (selber Wirkstoff: Mefloquin) verkauft. Mir waren die Nebenwirkungen bekannt. Ich bekam z.T. starke Depressionen, die kurz vor dem Einschlafen im Zelt auftraten (in Gesellschaft z.B. am Lagerfeuer mit den Kollegen war es wesentlich besser). Mefloquin ist sicher nicht unproblematisch, weswegen auch immer ausdrücklich auf die Nebenwirkungen hingewiesen wird. Deswegen sollte man früh vor der Reise (jetzt bin ich auch schlauer) bereits damit beginnen, um gegebenenfalls bei Unverträglichkeit andere Maßnahmen ergreifen zu können.
Das Präparat hat bei mir nicht mehr geholfen, da ich starken Durchfall+Erbrechen zusätzlich bekam und vermutlich dadurch die Wirksamkeit eigeschränkt wurde. Ohne Prophylaxe oder Akutmedizin (Proguanil nur in Kombination mit Atovaquon) ist Malaria sehr gefährlich.
Durch lange Hosen, Socken und lange Ärmel kann das Infektionsrisiko auch verringert werden (Manche Insekten, stechen jedoch auch durch Trekkinghosen z.B. TseTse-Fliege/Trypanosomiasis-Schlafkrankheit). 100%ige Sicherheit durch Körperabdeckung gibt es jedoch nicht. Ohne irgendwelche Schutzvorkehrungen in eine Malariaregion zu fahren wäre sehr leichtsinnig. Lieber Angst vor Nebenwirkungen als Angst vor Malaria. Das Fieber wünsch ich keinem an den Hals! Ich persönlich hatte keine Probleme beim Tauchen z.B. weiter unten in Malawi. Die Nebenwirkungen hatte ich nur abends bzw. nachts im Zelt. Die Krankheit wurde ohne Probleme dank der guten Ärzte in Stellenbosch bei Kapstadt auskuriert. Mein einjähriger Aufenthalt in Afrika wurde durch diese Krankheit etwas getrübt, ich fahre trotzdem immer wieder gerne dort hin.
Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub und viel Spaß beim Tauchen!
Frank
Antwort von shuttle am 20.09.2006 - 16:11 Guter Beitrag aus der Praxis! Mal kurz zu ein paar Punkten (siehe auch Beiträge oben):
>Bei mir war die Incubationszeit nur ca.12! Tage<. : das ist recht kurz, meist bricht die Krankheit später aus. Andererseits: unterstellt, man wird nicht gleich am ersten Urlaubstag infiziert, bricht die Krankheit beim „Normalurlauber“ größtenteils wie zuvor schon erwähnt, erst zu Hause aus und ist bei sofortiger Diagnose und zielgerichteter Therapie in den Griff zu bekommen.
>Ich habe damals Mefliam als Prophylaxe genommen. Lariam wird in Südafrika auch unter dem Handelsnamen "Mefliam" (selber Wirkstoff: Mefloquin) verkauft. Mir waren die Nebenwirkungen bekannt. <
D.h. aus (der nicht unbegründeten) Angst vor Malaria nimmt man eine weitere (erhöhte) Gefahr beim Tauchen auf sich. Schaut mal auf der Seite der GTUEM nach, Zitat: „Tauchverbot nach therapeutischer Dosierung von Lariam …. Diese Frage ist für kurze Urlaubsreisen nicht mehr relevant, weil hier die Empfehlung gegeben werden sollte, nicht mehr zu tauchen“ , also die Empfehlung an Tauchärzte, ein Tauchverbot auszusprechen.
> Ich bekam z.T. starke Depressionen, die kurz vor dem Einschlafen im Zelt auftraten<
Ich bezweifle, dass es eine wissenschaftlich fundierte, empirische Untersuchung gibt, nach der solche Erscheinungen nur im Zelt und nicht beim Tauchen auftreten (bitte nicht persönlich nehmen, Übertreibung ist eine Methode der Verdeutlichung)
>Deswegen sollte man früh vor der Reise (jetzt bin ich auch schlauer) bereits damit beginnen,<
Ja klar, wenn man sich für eine Prophylaxe entscheidet bedeutet dies Wochen vor, während und nach dem Urlaub schön schlucken!
>Ohne Prophylaxe oder Akutmedizin …. ist Malaria sehr gefährlich<
Mit auch und die Prophylaxe ist kein Garant dafür, dass man sie nicht bekommt.
>Die Krankheit wurde ohne Probleme dank der guten Ärzte …. Auskuriert<
Richtig (und vor allem rechtzeitig) diagnostiziert kein Problem, schon gar nicht in Europa in einem guten Tropeninstitut.
Zur Klarstellung: ich möchte keines Falls die Schwere einer Malariaerkrankung herunterspielen nur dafür werben, dass man das, für was man sich letztlich entscheidet, mit Verstand und konsequent macht. Viele Urlauber nehmen ohne kompetente Beratung Präparate mit erheblichen Nebenwirklungen viel zu kurzfristig ein, brechen nach dem Urlaub direkt ab und tauchen trotz erheblicher Nebenwirkungen. In Gebieten, in denen nicht akut erhöhte Malariagefahr besteht, sollte man sich das sehr genau überlegen und wenn vertretbar auf stand by Lösungen gehen.
Grüßle
SH
Antwort von shuttle am 20.09.2006 - 17:56 @an den Herrn mit dem dicken Hals und seinen Tipps eine ernste Frage:
würdest du mit jemand, der die oben beschriebene Medikation intus und die beschriebenen Nebenwirklungen hat mit gutem und ruhigem Gewissen auf 40m tiefe gehen? Alles in Ordnung, weil ein konservativer (Tropen?)-arzt das empfohlen hat ? wie war dein Ausspruch? no risk no fun? Du bist rescue, nicht? Ist dir klar, das dies ein Taucher ist, der mit solchen Symptomen bedenkenlos tauchen geht (als Alibi vor sich selbst die Empfehlung eines konservativen????) Arztes, der Malarone und Paracetamol richtig schreiben kann? Na toll !
Jetzt hat Manfred in eine Impfberatung investiert und zwei super Empfehlungen seiner Ärzte (stand by, nimms oder nimms nicht) mit den üblichen Empfehlungen wie Malarone (richtig geschreiben? ) und Lariam, also, was sagt jetzt abschließend der rescue-Taucher de luxe? ... Ich liebe Tipps von fachkundiger Stelle und Leuten, die Paracetamol () richtig schreiben können
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