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Maximale Anzahl täglicher Tauchgänge
Abgesandt von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 21:55:

Hallo,

im Oktober bin ich für vier Tage auf Key Largo in Florida. Dort werden von einer deutschen Tauchbasis täglich zwei Bootsfahrten mit jeweils zwei Tauchgängen angeboten. Die erste Ausfahrt ist um 8 Uhr, die zweite um 12.30 Uhr. Man gab mir die Auskunft, dass viele Taucher 4 TG am Tag absolvieren und dies kein Problem darstellt. Zwar möchte ich so viel wie möglich Tauchen, jedoch ohne meine Gesundheit zu gefährden.

Meine Frage: Sind 4 TG täglich grundsätzlich problematisch, weil das langsame Gewebe immer weiter aufsättigt? Die Tauchgebiete sind zwischen 10 und 35 Meter tief und zwischen dem letzten TG eines Tages und dem ersten des nächsten liegen immerhin ca. 17 Stunden. Als relativer Anfänger aufgrund des geringeren Stickstoffpartialdrucks mit Nitrox tauchen zu gehen, wäre wohl des Guten zu viel, richtig?

Vielen Dank für Eure Tipps!!!

Taucher.Net TV - Höhlentauchen im 'Eagles Nest' ...
Höhlentauchen im 'Eagles Nest' Becken Florida
Ein Video zum Thema...

Rebreathers, Trimix, DPV's, 600 Watt Beleuchtung und unsere Kameras reisten 600 Meter stromaufwärts zur ?Kings Challenge?, um eine der grandiosesten Höhlensystem zu beleuchten, die es in Florida gibt.  Die Tauchwege im Eagles Nest sind so groß, dass wir nur einen kleinen Teil erkunden konnten. Wir verbrachten eine Stunde auf 82m Tiefe um aufzunehmen, was noch niemand vorher aufgenommen hat.
Das Video wurde an zwei Tagen aufgenommen. Einen Tag stromaufwärts und einen Tag strom .... [mehr]




Antwort von GoRalle Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 22:20
Hallo,

also ich kenne einige die bei tauchsafaris auch 4 TG pro tag machen.
Sollte von daher also kein problem darstellen, wenn man seinen compi im auge hat und natürlich körperlich absolut fit ist, viel trinkt ( keinen alkohol) und mit plan, sprich mit verstand taucht.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 22:31
Kommt immer auf die Tiefe und weitere Belastungen an.

Mit 4 TG täglich ist Nitrox schon wieder sinnvoll.
Antwort von Bussy Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 22:39
Falsch, du liegst mit Nitrox immer sicherer, auch wenn du nicht tief, vorallem aber wenn du so oft hintereinander tauchst. Bei manchen Safaris werden bis zu 5 Tauchgänge pro Tag gemacht. Halt dich an die Regel den tiefsten zuerst und dann immer flacher werden. Mit Nitrox verringerst du die Stickstoffaufnahme und 35 Meter sind nicht mehr flach wenn es um die Stickstoffaufnahme geht.
Nimm Nitrox, meistens wird ein 32er Gemisch angeboten und du erhöhst deine Sicherheit, ansonsten gilt natürlich was GoRalle schon erwähnt hat und noch etwas mehr. Mach den Tauchgang nur wenn du dich gut fühlst und nicht weil du ihn bezahlt hast, gerade wenn es um den 4. oder 5. geht.
Viel Spaß und lieben Gruß Bussy
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 22:43
"zwischen dem letzten TG eines Tages und dem ersten des nächsten liegen immerhin ca. 17 Stunden."

Klär mich mal auf.
Ein Tag hat 24 Stunden. Davon sind dann 17 Stunden tauchfreie Pause bis TG 1 des Folgetages.
Bleiben also pro Tag 7 Stunden übrig, in die 4 TG zu verteilen sind.
Ein normaler TG in den genannten Tiefen kann mit 60 Minuten angesetzt werden, macht also 4 Stunden Tauchzeit.
Bleiben noch 3 Stunden OFP verteilt auf 3 OFP-Intervalle, also OFP zwischen zwei TG 1 Stunde.

Das sind hardcore-Profile, bei denen nicht ein einziges Entsättigungsmodell auch nur für zwei solche Tage sichere Angaben liefert. Keine gute Idee!

Selbst bei Intensiv-Tauchsafaris sind immer um die 3-4 Stunden OPF angesagt.

Abgesehen davon:
Erste Ausfahrt um 08.00 heißt 06.30 aufstehen, wach werden, Frühstück fassen, ab zur Basis. Bist du auf der Flucht oder im Urlaub? Abgesehen von Safaris bevorzuge ich Basen, die mich nicht vor 09.30 erwarten.

Ich ahne aber etwas: Frag doch bitte mal vorab die Basis, ob tatsächlich jeder der von dir vermutlich teuer bezahlte TG auch die genannten 60 min dauern darf. Denn dann platzt deren gesamter Zeitplan, wenn Ausfahrt 2 schon um 12.30 starten soll: 08.00 Start, Abtauchen TG 1 nach allem Drumunddran 09.00, Ende 10.00, OFP 1 Stunde, fertig für TG 2 frühestens 11.30, TG 2 Ende 12.30 - Plan kaputt.
Ich vermute, man wird dir eher erklären, dass jeder TG maximal 30 Minuten dauert.
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 22:52
Die Frage ist, ob einem die Basis Nitrox zur Verfügung stellt, wenn man keine Ausbildung mit anderen Gemischen hat. Mit Nitrox 32 kommt man ja bei 35 Metern immerhin schon auf 1,44 Bar O2-Teildruck. Ich will meinen Tauchcomputer auf jeden Fall auf Deep Stops zur Verringerung der Mikrobläschen programmieren, denn nach allem was ich bisher gelesen habe, sind die Mikrobläschen aus vorherigen Tauchgängen (Stichwort: Blasenkeime) ein wesentliches Risiko und ein besonders langsames Austauchen sollte die Sicherheit erheblich erhöhen.

Zu den körperlichen Voraussetzungen: Ich bin 31 Jahre alt, 1,92 groß, wiege 84 kg, mache min. 6 mal pro Woche Sport und trinke ohnehin kaum Alkohol.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:01
@ EXIL-VFLer

Guck dir auch vorab das Boot an. Wenn das schnell ist und in Wellen hoppelt (langsam kann es bei dem Programm nicht sein), nutzt dir kein Nitrox. Und mit deepstop-Argumentation fliegst du da sowieso raus, denn sowas machen Leute, die auch Deko einplanen.

Du hast zumindest einen normalen BMI. Und trotzdem hast du Flüssigkeit in deinen Zellen, in denen sich Blasenkeime bilden, gerade bei schneller und hoppeliger Fahrt mit Restsättigung.

Emtweder grüßt da die DCS, oder man erlaubt dir nur flach/kurz und das ist rausgeworfenes Geld.

Ich war da noch nie, muss da auch nicht unbedingt hin, aber ich kenne genug Berichte in Richtung "20 Minuten Tauchzeit sind genug" usw.
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:12
Danke, D-32, habe eine Mail geschickt und die entsprechenden Bedenken vorgetragen. Dennoch kann ich nicht verstehen, warum Nitrox und Deep Stops bei holpriger Bootsfahrt nichts bringen. Nur weil auf dem Boot die Bildung von Mikrobläschen begünstigt wird, heißt das doch nicht, dass man Gegenmaßnahmen beim Tauchen gleich unterlassen kann. Weniger Blasenkeime sind doch sicher besser als viele. Oder sehe ich das zu naiv?

Und nur weil man in der Nullzeit bleibt heißt das ja nicht, dass kein Blasenkeime entstehen, die man durch ein besonders langsames Austauchen (das Wort Deep Stop führt vielleicht in die Irre) verringern kann.

Trotzdem sind deine Contra-Punkte absolut schlüssig. Eine Mail ist wie gesagt bereits abgesetzt.
Antwort von nebrius Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:20
mit nitrox bist du generell nur auf der sicheren seite, wenn du deinen computer im luft-modus läßt... sonst ist dass für die katz...
4 TG pro tag kenne ich nur von rot-meer-safaris, da startet aber der erste (early morning) gegen ca. 06:00 am und der letzte ist ein night dive gegen 09:30 pm (danach ein deco-bier und ne zigi)
bei allem (two-tank-dive) was weniger als 2std oberflächenpause hat wäre ich sehr vorsichtig...
bei so einem safari-trip (20TG in 5 tagen) sind es bei mir immer nullzeit-TG und max 40m beim ersten TG am tag, die folgenden immer flacher werden (ja, ja, is nix bewiesen...), der NTG liegt dann so bei 15m, dauer der TG zwischen 60 und 90 min, und dann lege ich vor dem flug immer 24std tauchpause ein - auch wenn die anderen nochmal in`s wasser springen
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:29
@ EXIL

Dein Nullzeitbegriff ist bei so einem Programm, egal ob mit EAN oder Luft, spätestens an Tag 3 Makulatur.

Es geht nicht um Blasenkeime, sondern um das was daraus wird.

Was ich immer wieder gern in Tauchkursen zeige:
Mach ein zimmerwarmes Bier auf, lass es 2 Minuten stehen - keine Blasen sichtbar, aber übersättigt mit CO2.
Hebe die Flasche hoch und stelle sie unsanft wieder auf dem Tisch ab. Schockwelle im Bier -> Makroblasen im Bier -> Schweinerei auf dem Tisch

Wer das auf seinen Körper überträgt denkt dann anders.
Antwort von nebrius Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:30
hi, hi
können aber auch schon mal 6TG pro tag werden, wenn ich beginner durch flachwasser schleife/ziehe/peitsche
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:44
D-32, ich glaube dir das alles und du hast mit Sicherheit deutlich mehr Ahnung von dem Thema, als ich. Deswegen möchte ich mich auch bei der Basis versichern. Sie wird hier überwiegend sehr positiv bewertet, was nicht unbedingt dafür spricht, dass man abgezockt wird. Vielleicht sind die Nachmittagstauchgänge ja nur 10 bis 15 Meter tief.

Wir sind 3,5 Tage da und statt täglich 4 Mal tauchen zu gehen, könnte ich mir auch vorstellen:

1. Tag: Je 2 mal vor- und nachmittags
2. Tag: 2 mal nachmittags (=vorher 21h Oberflächenpause)
3. Tag: 2 mal vormittags (vorher 17h Pause) und einen Nachttauchgang um ca. 20 Uhr (vorher 9h Pause)
4. Tag: 2 mal vormittags (vorher 11h Pause)

Die gestrichenen Termine am 2. + 3. Tag würde zumindest entzerrend wirken.
Antwort von nebrius Registriertes Mitglied am 20.08.2009 - 23:57
Jo, Du mit Deinem Bier-Beispiel Du bist genial so was von schräg
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 00:11
Tja, das ist angewandte Tauchphysiologie, die in keinem Buch steht, aber den Tauchschüler überzeugt.

--- Und übermorgen kauft sich jede Tauchschule ne Kiste zimmerwarmes Bier, krieg ich Provision? ---
Antwort von DonMojito Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 00:12
Auch wenn ich das keinem Empfehlen würde nachzumachen habe ich doch vollkommen problemlos - sieht man mal von Hunger und Müdigkeit ab - 25 Tagen Indonesien mit 21 Tauchtagen 98 Tauchgänge mit 6421 Minuten Tauchzeit gemacht und lebe immernoch.

Ich habe keinen BMI, Alkohol habe ich nur sehr wenig getrunken, Flüssigkeit dafür mehr als reichlich.

Ein Tag hatte 6 TG, die Tiefen haben nicht konstant abgenommen, waren aber im moderaten Bereich. Tiefste TG am Wrack um 33m, sonst zwischen 13 und 20 beim Makrobuddeln.
Getaucht wurde Mischernitrox 32er und 36er.

Mit Augenmerk auf Austauchen, Auftauchgeschwindigkeit und Belastung war das sicherlich noch nicht die Grenze.
Mit steigender Tiefe würde ich das sicherlich exponentiell reduzieren und auch einen tauchfreien Tag mehr einlegen.

just my way 4 diving
Antwort von andrej_v Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 02:09
@EXIL

Nabend auch. Obwohl wieder mal fast alles gesagt ist und ich erst vor den Rechner komme, wenn andere mit ihrem i-Book schon lange in der Hängematte eingeschlafen sind, hier noch ein Wort. Ich war da auch noch nie, aber was woanders in der Welt gilt, wird dort nicht sehr viel anders sein, darum: Trau der Basis, wenn dein Gefühl vor Ort immer noch ein gutes ist, trau deinem Rechner, (wohl ein ziemlich neues Modell) aber trau vor allem dir selbst. Der Rechner sagt dir deine Sättigung und dein Körper, basierend auf Alter, Kondition und Taucherfahrung sagt dir dann nach 6-12 Tagen, dass du auch mit EAN32 irgendwann einfach zu kaputt und müde bist, egal wie genial der Tauchplatz schon wieder ist. Wenn du spürst, dass du mehr Schlaf und längere Ruhe, bzw. Oberflächenpausen brauchst, dann gönn dir das, statt einem vierten TG. Bei einer reinen Tauchreise in Tauchgebieten wo es ständig in Bereichen jenseits der 35-40m was zu sehen gibt, muß man auch bei einem eingestelltem Partialdruck von 1.6 bar (wird nicht von jedem favorisiert.. Hier klicken ) zum Schluss rum geizen mit seiner Sättigung und abwägen welchen TG man noch mit macht. Bei guten Touren mit gestandenen Guides, die sehen was sie den aktuellen Gästen zumuten können, und die die entsprechende langfristige Tauchgangsplanung im Griff haben, wirst du im Lauf des Tages und im Lauf der Tour eh zu Tauchplätzen gebracht, wo’s schwer fällt dich in Gefahr zu bringen, als einigermaßen sicherer Taucher. Den vierten setzen viele Guides darum auch gerne als Nacht, oder Dämmerungs-TG an, wo die Nimmermüden in Ufernähe nur unterm Boot rum dümpeln, in der Hoffnung, dass nach ein paar Tagen die meisten Gäste lieber im warmen Salon rum hängen, statt in dunkles Wasser zu springen.
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 08:04
Halo,

in den USA werden sog. Two-Tanks-Dives angeboten. Der TG geht ca. 30 min - 45 min, OFP nicht mehr als 10 min, dann der 2 TG. Danach werden beide Profile zu EINEM TG zusammen gefasst! So ist das Prozedere richtig.

Das eig. Problem dabei ist, dass zwischen den TG´s deutlich mehr als 10 min liegen können, somit kan man die beiden TG´s nicht zusammen führen.

Lohnne tut es sich alle mal, ich mag die Tauchgebiete dort sehr. Allerdings täglich das Molasso Reef muss auch nicht sein. Allerdings wird hier sehr oft der 2 TG aus dem Two-Tank-Dive gemacht. Vielleicht kannst du da ja mal alternativ Bin Wood oder Sneppers Ledge vorschlagen, so bleibt es interessant.

Viel Spaß wünscht
Bounty

Antwort von Markus44 Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 08:10
Hallo,

ich habe mal in mein Logbuch geschaut.

Tauchen mit den Ocean Divers, Key Largo

Abfahrt 8:30

1.TG Wrack Duane Einstieg 9:45 36m 40min

Boot fährt einige hundert Meter bis zum Molasse Reef (T max dort um die 9 bis 11m)

2.TG Molasse Reef Einstieg 10:40 8m 55 min

Sofortige Abfahrt, Ankunft gegen 12:00 an der Basis

Nächste Ausfaht 13:00 (hier habe ich dann den Nachmittag mit einer wunderschönen Fahrt auf dem Highway nach Key West verbracht).

Da du mit 80cuftFlaschen (11 Liter) und 2500psi = 170 bar absteigst. Damit hat sich bei den Wracks die Frage von D32 nach den 60min eh schon erübrigt

Und der zweite TG ist oft sowas wie ein nachgeholter Dekostop in dessen OFP du nur deine Flasche wechselst

Angeblich UStypisches Tauchverhalten mit dem Vorteil dass die Basis so 4 TG je Bootstag anbieten kann=Gewinnmaximierung

Und noch was, nimm dir deinen Buddy am Besten von zu Hause mit, ich hatte zwei Amis, die nach dem "Same Day, Same Ocean"Pinzip getaucht waren

Lästige Guides waren keine mit unter Wasser gewesen, Briefing war OK und die Basis kann ich nur empfehlen. Wenn du dort bist, dann kannst du die Dekkokammer im au davo mal besichtigen, der Chef gilt als "Erfinder" und Wegereiter von Nitrox.
Antwort von Schaffel Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 08:37
@Nebrius
Die Aussage "mit nitrox bist du generell nur auf der sicheren seite, wenn du deinen computer im luft-modus läßt... sonst ist dass für die katz..." hört man immer wieder, sie ist aber so nur theorethisch richtig.
Wenn man Tiefe und Nullzeit mit Nitrox exakt gleich ausreizt wie mit normaler Luft, ist die Aussage richtig - die Belastung ist genau die gleiche. In der Praxis wird das aber nicht vorkommen, zumindest nicht im Durchschnitt über mehrere Tauchgänge, da man beim dritten oder vierten täglichen Tauchgang mit Nitrox niemals in den Nullzeit-Bereich wie bei Tauchgängen mit Luft kommen wird.
Insofern ist man mit Nitrox IMMER sicherer (sofern man nicht zu tief geht natürlich).

Ich kann jetzt nicht beurteilen, wie die TG verteilt sind und wie lange sie dauern, aber 4 TG sind zumindest auf Safaris ganz normal und dauern bei mir dann auch über 60 Minuten.......auch ohne Nitrox und ohne Probleme, aber natürlich nicht alle auf 35 mtr. Wenn zumindest die letzten TG etwas flacher werden (auf den Computer achten!), sollte das eigentlich kein Problem sein.
LG Schaffel
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 09:53
@ arkus44

Nur 170 bar drin? Warum das? 3000 psi = 200 bar sind doch eine viel rundere Zahl. Und dann womöglich auch mit 50 bar raus aus dem Wasser - auch so kann man Gewinn maximieren und Zeit auf dem Meer sparen.

Und dazu dieser enge Zeitplan: Ich dachte immer, die werben mit diving is fun.
Antwort von Markus44 Registriertes Mitglied am 21.08.2009 - 12:17
@D32

hatte mich auch gewundert, angeblich sei das ein Füllstandard, 3000psi gibts aber auch. So wie bei uns 200 oder 232 bar.

Vorschriften über den Mindestdruck gab es keinen, an der Duane bin ich mit 20 Bar die Dekoleine hoch.

Grenzwertig ich weiss, mein "Buddy" (der auf dem Rückweg auf einmal wieder da war) wollte mir wohl aus Angeberei seinen Druck nicht verraten und ist dann trotz hängender Flasche und Optopusangebot auf 3m noch mit zwei Minuten Restdeko und wohl leerer Flasche hochgeschossen...is`s the american way of dive!

Daher auch mein Tipp mit dem eigenen Buddy....


Zeitlimit weiss ich nicht mehr, aber 60 Min _könnten_ hinhauen.


Und: diving is fun, klar-aaaber wenn man so 4 TG am Tag abrechnen kann: money is even more fun
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 22.08.2009 - 09:42
So, um mal wieder auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: Die beiden Vormittags-TG starten i.d.R. mit einem tieferen TG zum Wrack (max. 35 m), gefolgt von einem flachen Riff-TG (max. 12 m). Nachmittags läuft es mal genau so ab, oder es werden zwei flache Riffs angefahren. Die Oberflächenpause zwischen zweitem und dritten TG beträgt etwa 3 Stunden und wir dürfen tauchen, solange die Luft reich (am Riff ca. 60 Minuten).

Viele Guides und Tauchlehrer machen kontinuierlich das volle Programm mit und haben auch noch keine Schäden davongetragen. Ich denke es ist durchaus machbar.
Antwort von Anya Registriertes Mitglied am 29.08.2009 - 21:25
Lieber EXIL-VFLer und alle anderen, die es interessiert:
Ich bin die Basisleiterin der og. deutschen Basis Scuba-Fun in Key Largo und trage hiermit zur Klaerung bei (hab das Ganze hier leider etwas zu spaet entdeckt).
Der Fragesteller ist OWD mit 9 TG (hat sich erst nach der Anfrage mit unserer Webseite beschaeftigt, denn dort kann man unsere Tauchtiefen und Tauchplaetze sehr schoen nachlesen). Er wird bei uns pro Tauchgang eine Maximaltiefe von 12 Metern absolvieren (da ist bei uns am Riff das Wasser zu Ende ). Da sind 4 TG am Tag leicht machbar. Wenn er sich als supersicher Taucher herausstellt, werden wir ihn evtl. am Ende seines Aufenthalts mit einem Tauchlehrer auf eines der tiefen Wracks auf ca. 25 bis 30m mitnehmen. Auf den uebrigen TG ist die maximale Nullzeit nach PADI mit Pressluft mindestens 147-219 Minuten.
Die Tauchgaenge werden mit vollen Tanks als 2-Tank Dives mit einer sehr kurzen Oberflaechenpause von ca. 10 bis 20 Minuten und einer guten Stunde pro Tauchgang gemacht, und als je 2 Tauchgaenge (weil u.a. auch an 2 unterschiedlichen Tauchplaetzen) eingetragen, sowohl vormittags als auch nachmittags.
Das Programm ist auch fuer die Boote und die Crew locker machbar, weil wir hier mit schnellen Booten nur ca. 30 Min fahren bis wir am Riff oder Wrack sind.
@Markus44: Bestimmt sind Deine TG schon so lange her dass Du Dich nicht ans Briefing bei Ocean Divers erinnern kannst: dort wird mit Niederdruck-Stahltanks getaucht, die ein groesseres Volumen haben. Es ist genauso viel Luft drin wie in einem Hochdruck Alu- oder Stahltank mit 3000 PSI / 200 bar.
Wenn jemand Fragen zum Tauchen bei uns in USA hat oder vielleicht ein paar Geruechte in Frage stellen moechte, mailt mich an oder seht auf unserer Webseite nach. Wir sind jederzeit fuer Euch da!
Sonnige Gruesse aus Key Largo,
Anya
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 29.08.2009 - 22:50
Was ist ein
"Niederdruck-Stahltanks getaucht, die ein groesseres Volumen haben"?

Eine z.B. 18Liter Pressluftflasche mit nur 120bar??????
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 12:23
"Er wird bei uns pro Tauchgang eine Maximaltiefe von 12 Metern absolvieren (da ist bei uns am Riff das Wasser zu Ende)".

Nanu? Und was kommt dahinter? Eine gekachelte Mauer? So als Trennwand zwischen OWDlern, die sich dem AOWD und weiteren Kärtchenkursen verweigern?

Wieder mal ein Tauchziel, das mich vor meinem Tod nicht sehen wird!

"weil wir hier mit schnellen Booten nur ca. 30 Min fahren bis wir am Riff oder Wrack sind. "

Na schick! Und dann immer schön an der Nullzeitgrenze entlang tauchen und mit Speed auf dem Hoppelboot zurück. DCI lässt grüßen!

"dort wird mit Niederdruck-Stahltanks getaucht,"

Was das ist, interessiert mich auch gezüglich Tauchen.
Allerdings hängt sowas auch bei mir im Büro, ist rot lackiert, fertig konfektioniert mit Schlauch, muss jährlich geprüft werden - und ist ein Feuerlöscher.
Antwort von GoRalle Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 12:56
Also mit der niederdruckflasche das kenne ich.
habe selbst 2 davon. bei mir sind die grau.
nur tauchen gehe ich damit nicht, ist mir zu explosiv das gemisch.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 13:26
Ich habe noch ne braune Niederdruckflasche anzubieten, sogar mit INT-Anschluss. Muss die gleich mal aktivieren, der Maulwurf braucht mal wieder eine Vergrämung.

Mal am Rande aus der Website/einem Download von Anya zitiert:
"... die Bezahlung in der amerikanischen Tauchindustrie ist sehr niedrig ..."
Daraus resultiert die Empfehlung, dem TL nach dem Tauchkurs 18 - 25 % des Kurspreises als Trinkgeld zu geben.

Tja, auch in USA ist ein TL scheinbar nicht korrekt entsprechend seiner Aufgabe und Verantwortung bezahlt, sondern ein armer Schlucker. Kommt davon, wenn man zu viele davon produziert und wenns zu viele Ausbildungsbuden gibt und damit die Kurspreise im Keller sind.
Antwort von Anya Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 14:35
Wusste ich es doch, dass das mal wieder Anlass gibt, ueber uns und alles hier herzuziehen. Falls dieses Forum noch Leute lesen, die an einer neutralen Antwort interessiert sind, gebe ich noch einen letzten Kommentar ab und klinke mich dann endgueltig aus.
Hier in Key Largo haben unsere beiden wunderschoenen Hausriffe eine maximale Tauchtiefe von 10 bis 12 Metern. Danach kommt Sand auf 10-12 Metern, der ganz langsam ueber ca. 2 Seemeilen flach abfaellt auf ca. 42 Meter, wo dann die tiefen Wracks liegen.
Wir bezahlen unsere Tauchlehrer sehr gut, nur dass wir hier in einem westlichen Land leben und dazu noch auf einer Insel, wo die Lebenskosten extrem hoch sind (Beispiel Miete Einzimmerwohnung 20qm US$ 800 pro Monat), da freut man sich ueber jeden extra Dollar fuer ein Feierabend Getraenk.
Entsprechend hoch sind auch die Kosten unserer Basis, und trotzdem halten wir die Preise vergleichbar mit z.B. der restliichen Karibik sehr niedrig.
Interessanterweise haben wir auch bei unserer Art von Tauchbetrieb (die man schlecht beurteilen kann wenn man noch nie hier war) fast nur sehr zufriedene deutsche Taucher, die gluecklich abreisen und oft wiederkommen.
So, ich hoffe damit sachlich zur Klaerung beigetragen zu haben.
Sonnige Gruesse aus Key Largo,
Anya
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 14:59
@ Anya

Du ignorierst diverse Sachfragen!

Würde bei euch ein TL ohne Familie ca. 2000 USD als Fixum verdienen, könnte er sich auch die 800 USD für sein Appartement leisten. Aber das wird er nicht verdienen, weil es immer jemand gibt, der den Job auch für 1000 USD macht, Hauptsache Job in FL unter lauter tollen Bikini-Frauen statt in PE bei den Religionsspinnern.
Was hindert euch daran, das geforderte Trinkgeld gleich auf den Kurspreis draufzupacken?
Antwort von Anya Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 16:27
Lieber D-32,

"Hauptsache Job in FL unter lauter tollen Bikini-Frauen statt in PE bei den Religionsspinnern" ist imho keine wirklich sachliche Bemerkung.

Ein TL bekommt bei uns deutlich mehr als $2000 im Monat Fixum. Nehmen wir mal Deine $2000. Bleiben nach Steuern $1400. Minus Miete bleiben $600. Minus Versicherungen bleiben $400. Das sind US$ 100 in der Woche. Im Supermarkt ist man hier pro Einkauf immer mit ueber $100 pro Woche dabei. Ein Essen im billigen Restaurant kostet inkl. Trinkgeld um die $ 15.
Wenn Du schon mal verreist bist, weisst Du dass verschiedene Kulturen verschiedene Gepflogenheiten haben. Zu unserer in USA gehoert das Geben von Trinkgeld im Servicebereich dazu. Wenn wir also das Trinkgeld in den Kurspreis integrieren sind wir zu teuer, denn die Leute die sich auskennen oder so nett sind zu fragen werden trotzdem Trinkgeld geben.
Ich hoffe das war sachlich genug.
Und jetzt muss ich mich um die vielen Email Anfragen bezueglich der Geruechte kuemmern, die hier immer wieder verstreut werden.
Und das war jetzt wirklich mein letzter Beitrag, denn Du bist hier komplett off topic und ich bin es leid, uns zu rechtfertigen.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 16:38
"Zu unserer in USA gehoert das Geben von Trinkgeld im Servicebereich dazu."

Und ich kenne wiederum die absolute Unsitte (Nilkreuzfahrten, Tauchsafaris in Ägypten), dass gleich zu Tourbeginn xx Euro "Trinkgeld" extra und quasi verpflichtend eingesammelt werden, ohne dass man überhaupt weiß, ob es die Leistung wert ist.

Du bist immer noch Antworten auf Sachfragen schuldig!!! Willst dich denen wohl nicht stellen, aber auch das ist eine Antwortform, deren Interpretation nicht schwierig ist.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 20:16
ich hätte immer noch gerne was mit "Niederdruck-Stahltanks" gemeint wird.

Eine technische Beschreibung wäre nett.


Irgendwie fände ich das unlogisch und gefährlich.
Eine grössere, dünnere Flasche wäre leichter, man brauch mehr Blei und wenn die versehentlich höher gefüllt wird kann die vermutlich platzen.
Bitte erklären!

Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.08.2009 - 20:29
@ Stephan K.

Ich befürchte, dass sich Basisleiterin Anya auch wiederholten Bitten um Erklärung widersetzen wird.

Warum? Ich spekuliere mal, XXXXX.

XXXXX

Anmerkung der Redaktion: Beitrag wurde bearbeitet
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 31.08.2009 - 15:30
Ich denke, dass Anya erkannt hat, das hier jede Ihrer Aussagen nur weiter auf imaginäre Fehler durchsucht würde.
Es gab früher umgetüvte CO2 Feuerlöscher - 8L x 150bar.
mit AMV 10l /Min kann man damit auf 10m Tiefe gut 40 Min. tauchen - oder länger, weil man die 2. Hälfte des TG auf 5m zurücktaucht.
Warum also keine 12L Tanks mit 170bar Fülldruck ?

PS: auch der halbe Mond ist in Wahrheit rund, man muss es nur akzeptieren.

In diesem Thread gibt man sich viel Mühe, das von einem Tauchanfänger mit vielen Fragezeichen eingestellte angebot zu zerpflücken, statt sich - z.B. auf deren Seiten zu informieren.

Mir ist nach USA schon die Reise zu teuer, aber über die Idee, erst Rabatte rauszuhandeln um dann Trinkgeld zu geben kann ich nur den Kopf schütteln.

Helmut
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 31.08.2009 - 15:53
@ hket

Was früher einmal war, ist die eine Seite. Ich habe beispielsweise in der Fahrschule noch lernen müssen, mit Zwischengas zu schalten, weil nützlich, wenn das Kupplungsseil mal reißt.

Aber heute sind 200 bar Nenndruck weltweiter Standard, und da darf man schon mal wegen "Niederdruck-Stahltanks" nachfragen.

XXXX


Anmerkung der Redaktion: Beitrag wurde bearbeitet
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 15.11.2009 - 23:48
Nach meinem Urlaub möchte ich hier noch los werden, dass die angesprochenen 4 TG pro Tag völlig problemlos und Stressfrei verliefen (die Basis hat sich um alles gekümmert - man musste nur alleine den 2-minütigen Weg zum Boot finden) und ich auch die Tauchgebiete sehr ansprechend fand. Vor allem von der Spiegel Grove war ich begeistert. Zugegeben, zur objektiven Beurteilung der Tauchgebiete fehlt mir noch die Erfahrung, aber Spaß hatte ich ohne Ende und das zählt ja schließlich.

Später haben wir noch zwei Drift-TGs in Cozumel gemacht, das war auch toll. Das kristallklare Wasser war eine Nummer für sich. Wenn das, was ich bisher für 30 Meter Sichtweite gehalten habe, wirklich 30 Meter waren, sind es auf Cozumel mindestens 60 gewesen.

Ach so, niederdruck Stahltanks haben einen geringeren Druck (ca. 2400 PSI) und ein größeres Volumen. Die absolute Luftmenge ist die gleiche wie bei 3000 PSI in ca. 12 Litern. Fragt mich bitte nicht nach technischen Details, aber explodiert ist beim Füllen davon bisher noch keine. Die Sorge kann ich euch nehmen. Es gibt auch z. B. bei den Ocean Divers (s. o.) keine Beschränkung der Dauer eines TGs.
Antwort von Strunzow Registriertes Mitglied am 16.11.2009 - 06:02
Gib doch Deine Tauchprofile mal in Visual Deko 3 ein (herunterzuladen beim Taucherpapst Rachow). Dann siehst Du, wie sich die Stickstoffsättigung in den Geweben entwickelt (entsprechend dem verwendeten Algorithmus).

Ich habe mir solche Gedanken im Vorfeld meines letzten Urlaubs auch gemacht und habe angesichts der berechneten Werte entschieden, das 3 TG an einem Tag mit ner 14-17 Stündigen Pause über Nacht gar kein Problem darstellen.
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 20.11.2009 - 22:14
Danke für den Hinweis. Nachdem ich die Profile von meinem Suunto Gekko in den Suunto Dive Manager geladen haben, bekomme ich sie leider nicht in einem Format exportiert, dass Visual Deko 3 lesen kann. Bin ich zu blöd oder geht das wirklich nicht?

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