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Medikamente zur Tauchsafari
Abgesandt von Bubbelmaker123 Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 10:37:

Hallo Leute,

da ich in kürze eine Tauchsafari in Indonesien unternehme, würde ich mich auf jeden Fall mit wichtigen Medikamenten eindecken.... nur welche??

Etwas gegen Kopfschmerzen ist ja klar.
Aber was ist denn noch wichtig dabei zu haben
und welches Preperat ist da zu empfehlen??

1., gegen Seekrankheit
2., gegen Fieber
3., gegen Durchfall
4., Ohren Tropfen
5., Nasen Tropfen

....dass ist mir so eingefallen.

Sollte man nun noch etwas dabei haben???

Besten Dank schon mal für die Antworten.

Gruß Bubbelmaker123






Antwort von Mattti Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 10:56
1. Soweit ich weiss ist keins wirklich Tauchtauglich
2. Paracetamol und ein Antibiotikum
3. Xifaxan (Antibiotika, das nur im Magen Darm Trackt wirkt)
4. Olivenöl & Ohrentropfen nach Ehm zur Vorbeugung, Otobacid oder Pantotile für wenns weh tut
5. 08/15 Nasenspray mit Sprühkopf und eins mit Meerwasser etc fürs Befeuchten beim Flug

Ansonsten noch Schmerzmittel (Ibu-Lysinat) oder ähnliches, Flaster, Desinfektionsmittel für Wunden, Fiberthermometer, Cortisonsalbe gegen Nesseln, Antihistaminicum gegen Allergien.

auf jeden Fall das Ganze mit Arzt oder Apotheker absprechen (somal einiges Verschreibungspflichtig ist)...
Antwort von Mattti Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 10:57
Und eine Rechtschribkorrektur. Man sollte nicht beim Telefonieren Tippen.
Antwort von scubalixx Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 12:32
Für die Ohren zur Vorbeugung kann ich Normisol empfehlen, was laut Apotheker das gleiche enthält wir die hier im Forum geposteten Mischungen.

Gruß scubalixx
Antwort von Neptun Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 16:36
Ganz simple Pflaster
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 16:43
und natürlich nicht die persönlichen Medikamente vergessen, welche man ggf. machmal auch zuhause nimmt.

optional je nach "Wunsch"

Spritzen und Skalpell-Set
Nahtpflaster
wasserdichte und wasserfeste Pflaster
was gegen Fliegen
Hautpflegeprodukte, wie z.B. Sonnenmilch, aber auch gegen Scheuerstellen
Zahnreparaturset Hier klicken


Antwort von sharky58 Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 17:48
Als einziges Medikament gegen Seekrankheit ,das nicht für Beeinträchtigungen beim Tauchen sorgt , kenne ich Stugeron .
Das wird sogar von Taucherärzten empfohlen ,wenn wirklich nichs mehr ohne Medikamente geht .
LG sharky
Antwort von toto1495 Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 19:42
Ich handhabe das so

1. - hab ich keine Erfahrung, brauch ich nicht

2. - Indonesien = Malariagebiet also das einzigste Mittel, was sich mit Tauchen verträgt, ist Malarone - reicht als Standby-Präparat
Rezeptpflichtig

3. - Durchfall hat immer einen Grund, was raus muß soll raus - dagegen würde ich nie Tabletten nehmen.

Wenn ich dann schon heftig damit zu kämpfen habe, ist Tauchen eh erstmal gelaufen - Mittelchen nehmen, das sich Bakterien im Darm noch mehren, nur um sich dann Fit zum Tauchen zu fühlen, was man aber aufgrund eines Problems des Darmtraktes garnicht ist, das ist nicht selten der Anfang von Urlaubsende und ist für mich keine Alternative.

4. Panotile gegen Otitis Externa & Otitis Media
Rezeptpflichtig

5. Ratiopharm für Erwachsene - Auf keinen Fall blos Meerwasser, da du davon a in Indonesien genug hast und b es bei heftigen Problemen mit den Nebenhöhlen nicht ausreicht.

Desweiteren

6. Amoxicillin 500mg als Breitbandantibiotikum gegen heftige Ohrenentzündungen, Verdacht auf Blasenentzündung, sonstige Entzündungen wie Zahnwurzel, Wunden usw.

7. Betaisodonna zur Wundversorgung und vernünftige Mittel zur moskitosicheren Wundabdeckung.
Antwort von toto1495 Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 19:53
Kurz noch zum Thema Malaria

Hier klicken

Malaria kann auf einer Tauchsafari nicht diagnostiziert werden.
Sollte man sich im Malariagebiet aufhalten, kann man

a im Vorraus Mittel nehmen, diese haben aber heftige Nebenwirkungen bis hin zu Persönlichkeitsänderung - ausgenommen ist Malarone, das wiederum ist nicht ganz günstig, da kostet eine mehrwöchige Behandlung 3 stellig.

b Alternativ kann man einfach zB Malarone als Backup mitnehmen und macht im Falle von heftigen wiederkehrendem Fieberschüben einfach eine Standartbehandlung mit den Tabletten. Dann reicht eine Packung aus - diese kann man in Holland Steuerfrei gegen Rezept erwerben und ist so 5 Jahre haltbar und für alle Urlaube Richtung Südasien, Karibik, Afrika und Südamerika ausreichend.

c Man geht das Risiko ein, und hofft, das man nix bekommt.

Allerdings ist die Safari im Falle von Malariaverdacht ebenso zuende wie bei einem Tauchunfall oder heftiger Darmkolliken, wenn sich aus einem harmlosen Infekt mehr gebildet habensollte , die Dank Mittelchen nicht den Weg nach draussen finden konnten.
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 16.01.2012 - 22:34
@toto

Es gibt Malariaschnellteste, die kann man auch auf einem Boot durchführen. Es gibt Reisemediziner, die bringen das auch dem Reisenden vorher bei.

Grundsätzlich sollte ein Beratung durch einen Reisemediziner (oder Tropenmediziner) erfolgen und nicht immer ist Malarone richtig und es kann ebenfalls zu Nebenwirkungen führen.

Glückauf
Antwort von RogerT Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 10:27
Malariamittel sind IMMER vorher mit einem Arzt abzuklären. Der Grund ist recht einfach: nicht jedes Mittel ist für jede Gegend der Welt geeignet, weil es unterschiedliche Arten der Malaria gibt. Welches Mittel ist immer abhängig von der Gegend, in die man reist. Also immer vorher einen Tropenarzt fragen.

Da Malaria aber generell eine recht lange Inkubationszeit hat, muss man sich schon in den ersten Tagen eine einfangen; ansonsten bricht die Krankheit erst nach der Rückkehr hier in DE aus. bei grippeähnlichen Beschwerden nach einer solchen Reise sollte man zuerst zu einem Tropenarzt gehen, nicht zum Hausarzt (die kennen sich meist nicht damit aus).

Ansonsten sind in tropischen Gegenden neben den hier schon genannten Medikamenten eines recht wichtig: Sprühpflaster. In den Tropen gibt es z.B. kleine Fliegen, die in Wunden (Hautabschürfungen, Schnitte etc.) ihre Eier ablegen... alleine der Gedanke daran...

Mit Sprühpflaster ist man dagegen geschützt; es lässt Luft an die Wunde (wichtig zur Heilung), schützt aber vor Verschmutzung und Fliegen. Es ist auch Wasserresistent.
Nachteil: gerade bei Hautabschürfungen brennt der erste Auftrag wirklich höllisch, nach rund 10 Sek. ist das aber vorbei, aber es ist schon heftig.
Antwort von Tauchbiene Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 11:40
Hi,

Stugeron gegen Seekrankheit kann ich dir auch empfehlen. Nehme es schon jahrelang. Leider wird mir schon beim Schnorcheln schlecht.
Normison wird bei uns auch verwendet.
Ansonsten frage ich immer noch meinen Arzt, der mir dann entsprechend was aufschreibt und hoffe dass ich das Zeug nie brauche.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 13:26
Nur als Ergänzung:
Gegen Seekrankheit rechtzeitig Zintona (Ingwer Extrakt): Kann man mit tauchen. Wenns heftiger wird, hat man sowieso keine Lust zum Tauchen: Dann das übliche Dimenhydrinat.
Spätestens am nächsten Tag kann man wieder tauchen (soo dusselig macht es auch nicht).
Bei Durchfall frühzeitig Tannacomp: Das wird nicht in den Körper aufgenommen und schützt die Darmwand - behindert aber nicht, den Schmodder rauszulassen, der nunmal raus muss.
Antwort von toto1495 Registriertes Mitglied am 17.01.2012 - 17:56
Roger, die Rede ist doch hier von einer Indonesienreise.
Je nach Typ hat Malaria eine Inkudationszeit von 10-12 Tagen - ich denke die meisten Indonesienreisen sind wohl länger.

Ich habe nie gesagt, das eine Malariaprophylaxe oder selbst durchgeführte Therapie nicht zuvor mit dem Arzt durchgesprochen werden sollte - das sollte der Arzt bei Rezeptausstellung von sich aus erledigen.
Ich erwähnte nur, das die Tabletten in den Niederlanden bis zu 20 Euro pro Packet billier sind. Je nachdem, wofür man sich entscheidet, spart man schnell 100 Euro und mehr.

Ich habe auch nie behauptet, das Malarone Nebenwirkungsfrei ist - es ist lediglich das einzigste in der EU-zugelassene Präparat, das sich mit dem Tauchen vereinbaren läßt.

Bei den anderen Präparaten wird dringend zur Nutzung von Maschinen, PKW, Klettern, Tauchen, Fallschirmspringen usw. abgeraten, somit ist es kein Mittel meiner Wahl.

Die Beratung beim Tropenmediziner ist auch zu spät, der wird neben Hepatitis, Malaria und Polio auf Gelbfieber, Tollwut und Cholera setzten. Das ist in so kurzer Zeit nicht machbar - auch wenn er dir gegen ein fürstliches Gehalt noch die Spritzen gibt - denn ein wenig Schutz ist ja besser als kein Schutz. Gelobt seien hier TK Versicherte, die Malariapräparate und Reiseimpfungen erstattet bekommen.

Da ist es, wenn man schreibt, fliege in Kürze, wohl zu spät.

Zum Malariaschnelltest kann ich nix sagen, mein Hausarzt, eine Tropenmedizinerin aus Bonn sowie die Uniklinik Köln kannte den nicht, als ich mal nach einem Südasienaufenthalt die Grippe bekommen hatte und man Malaria ausschließen wiollte.

Neben Malaria tertiana, die gutartig verläuft, und Malaria quartana, die auch nicht so schlimm ist, ist vor allem die Malaria Tropica die Malaria-Art, die am meisten Verbreitet ist und zu heftigsten neurologischen Problemen führt.
Auch die Therapie ist mit am schwierigsten, deshalb entscheiden sich 99% der Beteiligten für ein Mittel gegen Malaria Tropica - und das ist Malarone und Chloriquin - letzteres kann zu heftigsten Nebenwirkungen führen.

Bei Aufenthalten von mehr als 6-8 Wochen kannste eh nicht die komplette Zeit Chemie schlucken, bedenkt man, das die Mittel Vor- und Nachlaufzeit haben.

Was man macht, muß jeder selbst wissen, und zu den Konsequenzen stehen.
Antwort von Tauchbiene Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 14:55
Kwolf,

das Ingwerzeugs habe ich probiert. Es hat genau bis zur Hafenausfahrt gereicht, dann war wieder Fischeanfüttern angesagt.
Antwort von ZeKik Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 15:36
In Frankreich wird gegen Seekrankheit "Cocculine" empfohlen, was auch mit dem Tauchen vereinbar ist.
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 16:21
Bei Ingwer gehts mir so wie Tauchbiene
Ich denke bei leichter Tendenz zu Seekrankheit kann es helfen, wenns aber schlimmer ist dann reicht das nicht.
Auf ägyptischen Tauchbooten ist Dramenex DAS Mittel überhaupt, obwohl es fürs Tauchen wegen eventueller Nebenwirkungen umstritten ist. Helfen tut auf jeden Fall

Gruss Fred
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 19:25
@ZeKik

das empfehlen auch in F keine Tauchmediziner (ledilich Homöpathen), weil nur begrenzte (Placebo) Wirkungen.

Glückauf

P.S. International wird für Taucher lediglich Stugeron (bzw. der Wirkstoff) empfohlen.
Antwort von fundiver10 Registriertes Mitglied am 18.01.2012 - 21:43
Ingwer, leichte Mittelchen und Medizinische Hämmer gegen Seekrankheit.

Warum tut ihr euch sowas an?
Es gibt so viele schöne Tauchplätze die man vom Strand aus betauchen kann. In Ägypten (hier oft erwähnt) gibt es tolle Tauchplätze die vom Strand aus zu betauchen sind. Sharm, Dahab, Safaga, Marsa Alam.
Bevor ich Fische füttere und mir sterbens schlecht ist, ich mich mit Medikamenten vollstopfe, dann suche ich mir doch lieber ein Hotel mit Jeep-Ausfarten zu interessanten Riffen. Die gibt es echt!
denkt mal drüber nach. Das kann auch ein schöner Urlaub sein.
Antwort von Bubbelmaker123 Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 00:12
Hi,

schon mal vielen Dank für die Antworten.
Da ist bestimmt so einiges brauchbares dabei...

Zum Thema Seekrank.
Eigentlich habe ich da kein Problem - aber das soll ja nicht heisen das sich das nicht plötzlich ändern kann....
Also ist das Ganze nur zur Vorsicht!!
Wäre ja blöd bei einer gebuchten Tauchsafari jeden Tag damit zu kämpfen und man hat nichts dabei
Bei den anderen Medikamenten ist das ja ähnlich!!
Auch ist klar, wenn man "Gesundheitliche Probleme hat (ob es Seekrankheit, Ohrenprobleme, Durchfall....oder sonst was ist) dann schmeist man sich halt die dazu gehörende Pille ein und bleibt über Wasser...!

Ist aber schön zu wissen das man einiges dabei hat wenn man Probleme bekommt - dann kann man auch ganz beruhigt tauchen gehen...


Gruß Bubbelmaker123
Antwort von jules123 Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 09:57

1.) ist ausreichend diskutiert worden- auf Dimenhydrinat (das wirkt fast immer) reagiert jeder unterschiedlich- ist grundsätzlich aber nicht geeignet
zu 2. gegen Fieber u. Kopfschmerzen würde ich Paracetamol einstecken,
vorher natürlich unbedingt über Malaria in dem Gebiet wo du sein wirst dich informieren- es gibt auch Hausärzte mit Zusatzweiterbildungen, da bekommt man relativ schnell nen Termin (die gefährlichste Form (da mgl. innerhalb von 48h tödlich) der Malaria hat oft keine Fieberschübe, sondern auch konstantes Fieber), es gibt, je nach dem, auch Doxycyclin als Prophylaxe (wers verträgt), die nicht in den Kopf geht u. als Stand By Medikament Coartem/Riamet
zu 3. Wasser- es gibt auch fertige Elektrolytmischungen in der Apotheke zu kaufen bei starken Durchfall- u. bevor man kollabiert- Loperamid- aber besser laufen lassen

und halt Wunddesinfektionsspray (z.B. Octinisept), da sich dort selbst Mückenstiche super schnell infizieren
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 19.01.2012 - 12:08
@ fundiver, nicht jeder ist ein solcher...
Antwort von BCM Registriertes Mitglied am 25.01.2012 - 15:11
Mit Spritzen, wie von Stephan K. vorgeschlagen, wäre ich vorsichtig.
Ist zwar sinnvoll, da man nicht weiß, was im Ernstfall vor Ort vorhanden ist, ob das wirklich steril ist.

Kann aber bei der Einreise zu äußerst unangenehmen Diskussionen führen, da das natürlich auch als Drogenbesteck gesehen werden könnte (und wird).
In Indonesien würde ich mir das nicht antun.
Wer sowas definitiv braucht (Diabetiker, Allergiker (Notfallset) etc.) sollte sich eine englischsprachige ärztliche Bestätigung besorgen, aus der die medizinische Notwendigkeit hervorgeht.

lG
Bernhard

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