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Mikro-Infarkt

Ein Arzt sage mir in einem Gespräch,daß keinem Taucher eigentlich bewußt wäre, wie gefährlich sein Hobby ist.Mikro-Infarkte im Gehirn würden dabei eine Gefahr darstellen.Ich gehe mal davon aus,daß solche Risiken nur bei Berufstauchern
vorhanden sind.(eventuell auch bei permanenten Tieftauchern)Sind Hobbytaucher auch eine Risikogruppe?
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20.05.2005 19:01
Moin, moin,

Der Kollege bezieht sich wohl auf die sogenannte "Aachener Studie". Tatsächlich lassen sich bei einigen Tauchern klinisch nicht bedeutsame Mikroinfarkte nachweisen.
Risikogruppe: Taucher mit einem PFO (persistierendes Foramen ovale, das gibt es bei etwa 20-25% der Bevölkerung, also auch bei entsprechend vielen Tauchern).
Wenn man so ein PFO hat, sollte man extrem konservativ tauchen, da man in der Tat einer Risikogruppe angehört.
Sicher ausschließen kann man ein PFO mit einer transösophagealen Echokardiografie (Herz-Ultraschalluntersuchung über ein in die Speiseröhre eingeführtes Endoskop)in Verbindung mit einem Kontrastmittel mit kleinen Luftbläschen... so etwas macht ein Kardiologe, muß man allerdings selbst bezahlen.
Ich hoffe, das reicht erst mal als Antwort, sonst gerne noch mal nachfragen!
P.S.: Berufstaucher haben meistens eher Gelenkverschleiß durch chronische Mikroembolien und die Kälte, das ist sogar als Berufskrankheit anerkannt.

Gruß
Der Wikinger
21.05.2005 01:14
Klinisch nicht bedeutsam ist gut.. Ich empfinde die Aussicht, mir durch mein Hobby eventuell mein Gehirn zu lädieren nicht sehr reizvoll. Dass davon nur Berufstaucher betroffen sind kann man nicht sagen; Sporttaucher setzen sich ja dem selben Risiko aus (wenn auch nicht quantitativ dem selben Risiko) Trotzdem: Sporttaucher wissen erfahrungsgemäß nicht viel über die Risiken ihres Sportes.
22.05.2005 08:22
vielleicht meinte der Arzt auch, dass immer nach jeden TG Mikroblasen (auch im Gehirn ) entstehen. Das hatte man mal festgestellt, weil bei vielen Tauchern ein MRT nach einen TG gemacht wurde (welche Studie auch immer)
- aber die sind medizinisch unrelevant...
22.05.2005 11:50
@NEFler
Es geht nicht um Mikroblasen............
22.05.2005 18:17
das heißt ja, dass der Spruch : "Tauchen macht blöd" stimmt ???

22.05.2005 21:53
@NEFIler: Häää?, verstehe ich nicht....
aber Spaß beiseite:
Das Tauchen nicht unbedingt gesund ist, sollte eigentlich jeder mitbekommen haben, der sich dafür interessiert. Aber man macht auch eine Menge andere Sachen, die nicht gesund sind, weil sie halt Spaß machen. Ich denke jeder muß seine persönliche Risikobereitschaft einschätzen und das Risiko dann durch entsprechende Maßnahmen so klein wie möglich halten.
Unten habe ich ein kurzes Zitat zu obiger Studie gefunden:
http://www.divecult.de/medizin.htm#hirnschäden
ob das medizinisch unrelevant ist, weiss ich nicht so genau ...
24.06.2005 14:34
Tja, falls man Pech hat, ist das offenbar wirklich so.
Nach einigen Hundert TG ohne je eine Komplikation erwischte es mich letzte Woche: Deko-Unfall mit Erbrechen, sehr starkem Drehschwindel, Schweissausbrüche ca. 45 Minuten nach dem Tauchgang. Sofort Sauerstoff (..immer dabei), anschliessendem Nottransport per Hubschrauber in die Dekokammer. 5 Deko-Behandlungen in der Kammer, eine Unmenge von neurologischen Abklärungen, MRI, und dann eben die Herz-Untersuchung mittels Ultraschall. Befund "PFO". Eine dieser Mikrobubbles drückte mir auf`s Hirn. Gemäss MRI-Untersuchung habe ich glücklicherweise keine Schäden im Hirn davongetragen. Die gebuchten Sommerferien muss ich mir nun auch abschreiben, sh..!
Meine Schlussfolgerung:
Trotz lehrbuchmässigem Tauchprofil (38 m, Nullzeit-TG mit zwei (Uwatec und suunto) Computer in kaltem Voralpensee, Trockenanzug, geübtes Buddy-Team, absolut kein Stress, sauberes Austauchen, keine komischen Manöver unter Wasser usw. erwischte es mich nun.
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