Monkey Diving...
Moin Leutz,
ich stolper grad beim Surfen über o.g. Thema in der TAUCHEN http://www.tauchen.de/index_dyn.php?we_objectID=5054&pid=0 . Eigenartigerweise hatte ich davor nie etwas gehört oder gelesen, auch im TNet hier habe ich den Begriff nie vernommen. Eine kurze Googelei brachte zutage, dass TAUCHEN auch zwei Jahre gebraucht hat, um mal darüber zu berichten (oder gab`s schon früher darüber was zu lesen?). Naja ... http://www.monkey-diving.com
Ich bin ein Dinosaurier, halte gewisse Sachen (die sich eingebürgert und bewährt haben) für gut, halte an diesen auch krampfhaft fest und hechle nicht allem Neuen gleich hinterher. Trotzdem bin ich brandaktuellen, innovativen Themen gegenüber nicht unaufgeschlossen, interessiere mich dafür und springe bisweilen auch mal auf den ein oder anderen Zug mit auf.
Monkey Diving...
Auf den ersten Blick stellt sich mir als taucherischen Wenig-Erfahrenen (Anfänger möchte ich nicht mehr sagen) eine gewisse Parallele zu den Tekkies mit ihren Stages dar. Von der Seite her weckt dies ein gewisses Interesse in mir, obgleich ich meilenweit davon entfernt bin, aktuell in der Richtung was zu unternehmen. Aber ein bißchen Information hat ja bekanntlich noch niemanden geschadet. Und was nicht ist, kann ja noch werden.
Monkey Diving ?
"... mehr Sicherheit, Spaß und Bewegungsfreiheit..."
Spaß ?! Ja kann ich nachvollziehen. Mir hat es auch immer Spaß gemacht und tut es heute immer noch, irgendwas außerhalb der Regeln/Vorschriften/Normen (unabhängig ob implizit oder explizit) - halt nebem dem üblichen Prozedere - zu machen. Ein wenig neben der Masse zu stehen und - wie sagt man heute - "hipp" zu sein, "ist doch voll geil". Ok.
Bewegungsfreiheit ?! Hmm, da gibt`s Leute, die schnallen sich Ausrüstung auf den Rücken, damit sie beide Hände frei haben, diese auch ohne Behinderung bewegen können, damit sie entgegenwirkenden Kräften wirkungsvoller trotzen können, wegen "stromlinienförmig und so", damit wenig bis nichts rumbaumelt und am Boden schleift. Und nun bindet man sich die Teile wie König Artus dessen Excalibur wieder an die Hüfte? Nun, es braucht ja nicht elegant zu wirken, aber geht das nicht nur in die Richtung "Hauptsach` sche macht`s"?
Sicherheit ?! Also, wo da mehr Sicherheit ist, verschließt sich mir leider. Weder beim Einstieg - man denke mal an einen Sprung ins Wasser, noch beim Tauchen an sich und auch nicht beim Ausstieg scheint mir hier irgendwas sicherer zu sein. Dass man an die Ventile kommt, zieht nicht, an die komme ich bei der herkömmlichen Methode auch, ist reine Übungssache, vorausgesetzt Ausrüstung ist korrekt "montiert". Und wenn eine Bootscrew auf zack ist, das Boot (Leiter etc.) in Ordnung ist und man gewisse Techniken verwendet, dann kann man in der "Monkey Diving"-Methode keinerlei Sicherheitsgewinn im Gegensatz zu den herkömmlichen Methoden entdecken.
Monkey Diving...
"... Die Tauchflasche (aus Aluminium!)"
Hui, das ist ja mal voll die Innovation; aus Alu.
Ich will ja nicht unken, aber in vielen Tauchgebieten, zumindest da wo weitverbreitet Urlaub gemacht wird, ist eine 12er-Alu (bzw. elfkommairgendwas) mittlerweile Standard. So hab ich dies jedenfalls festgestellt (und bin auch schon ein bisserl rumgekommen). Mag sein, dass das in hiesigen Gegenden noch nicht so ist und man da lieber auf deutsche Wertarbeit ala Kruppstahl steht.
Monkey Diving...
Naja, ist das jetzt Affentauchen, oder wie Affen tauchen, oder wie Affentauchen, oder von Affen für Affen. Oder nichts von alledem und es hätte genauso gut Bee Diving oder Cow Diving heissen können, so wie Jogging, Walking, Sightseeing, Faulenzing?
Zu guter letzt noch zum Artikel und zu den Videos selbst. Also für eine große deutsche Fachzeitschrift ist es ein Armutszeugnis, um nicht zu sagen erbärmlich, einen Film in dieser Qualität zu "drehen". Dass der Redakteur zu ungeschickt ist, sein Mikro zu halten bzw. festzumachen, unterstreicht diese Tatsache nur. Ok, TAUCHEN gehört ja zur Presse und nicht zu den zu sehenden oder hörenden Medien, von daher gesehen kann man über leichte Defizite schon hinwegsehen.
Fazit: ist das nun (!) wieder so ein Hype, der von den Amis zu uns geschwappt ist, stelle ich die Frage, und eine weitere Randerscheinung, die die Welt nicht braucht, oder hat das Ganze wirklich sinnvolle Aspekte. Wenn letzteres zutrifft, bitte ich um zahlreiche Zuschriften, damit mein Wissensdurst gestillt werden und die Überlegung, ob ich auf den Zug mit aufspringe, reifen kann.
Sonnigen Tag noch
Joe
(der manchmal auch ähm wie ein Monkey taucht)
PS: so ne D12 - eine links, die andere rechts am Halfter, dazu pechschwarzes Neopren mit silbernen (wg. Rost/Salz und so) Nieten - *puuuuh* ich darf gar nicht dran denken, voll geil.
ich stolper grad beim Surfen über o.g. Thema in der TAUCHEN http://www.tauchen.de/index_dyn.php?we_objectID=5054&pid=0 . Eigenartigerweise hatte ich davor nie etwas gehört oder gelesen, auch im TNet hier habe ich den Begriff nie vernommen. Eine kurze Googelei brachte zutage, dass TAUCHEN auch zwei Jahre gebraucht hat, um mal darüber zu berichten (oder gab`s schon früher darüber was zu lesen?). Naja ... http://www.monkey-diving.com
Ich bin ein Dinosaurier, halte gewisse Sachen (die sich eingebürgert und bewährt haben) für gut, halte an diesen auch krampfhaft fest und hechle nicht allem Neuen gleich hinterher. Trotzdem bin ich brandaktuellen, innovativen Themen gegenüber nicht unaufgeschlossen, interessiere mich dafür und springe bisweilen auch mal auf den ein oder anderen Zug mit auf.
Monkey Diving...
Auf den ersten Blick stellt sich mir als taucherischen Wenig-Erfahrenen (Anfänger möchte ich nicht mehr sagen) eine gewisse Parallele zu den Tekkies mit ihren Stages dar. Von der Seite her weckt dies ein gewisses Interesse in mir, obgleich ich meilenweit davon entfernt bin, aktuell in der Richtung was zu unternehmen. Aber ein bißchen Information hat ja bekanntlich noch niemanden geschadet. Und was nicht ist, kann ja noch werden.
Monkey Diving ?
"... mehr Sicherheit, Spaß und Bewegungsfreiheit..."
Spaß ?! Ja kann ich nachvollziehen. Mir hat es auch immer Spaß gemacht und tut es heute immer noch, irgendwas außerhalb der Regeln/Vorschriften/Normen (unabhängig ob implizit oder explizit) - halt nebem dem üblichen Prozedere - zu machen. Ein wenig neben der Masse zu stehen und - wie sagt man heute - "hipp" zu sein, "ist doch voll geil". Ok.
Bewegungsfreiheit ?! Hmm, da gibt`s Leute, die schnallen sich Ausrüstung auf den Rücken, damit sie beide Hände frei haben, diese auch ohne Behinderung bewegen können, damit sie entgegenwirkenden Kräften wirkungsvoller trotzen können, wegen "stromlinienförmig und so", damit wenig bis nichts rumbaumelt und am Boden schleift. Und nun bindet man sich die Teile wie König Artus dessen Excalibur wieder an die Hüfte? Nun, es braucht ja nicht elegant zu wirken, aber geht das nicht nur in die Richtung "Hauptsach` sche macht`s"?
Sicherheit ?! Also, wo da mehr Sicherheit ist, verschließt sich mir leider. Weder beim Einstieg - man denke mal an einen Sprung ins Wasser, noch beim Tauchen an sich und auch nicht beim Ausstieg scheint mir hier irgendwas sicherer zu sein. Dass man an die Ventile kommt, zieht nicht, an die komme ich bei der herkömmlichen Methode auch, ist reine Übungssache, vorausgesetzt Ausrüstung ist korrekt "montiert". Und wenn eine Bootscrew auf zack ist, das Boot (Leiter etc.) in Ordnung ist und man gewisse Techniken verwendet, dann kann man in der "Monkey Diving"-Methode keinerlei Sicherheitsgewinn im Gegensatz zu den herkömmlichen Methoden entdecken.
Monkey Diving...
"... Die Tauchflasche (aus Aluminium!)"
Hui, das ist ja mal voll die Innovation; aus Alu.
Ich will ja nicht unken, aber in vielen Tauchgebieten, zumindest da wo weitverbreitet Urlaub gemacht wird, ist eine 12er-Alu (bzw. elfkommairgendwas) mittlerweile Standard. So hab ich dies jedenfalls festgestellt (und bin auch schon ein bisserl rumgekommen). Mag sein, dass das in hiesigen Gegenden noch nicht so ist und man da lieber auf deutsche Wertarbeit ala Kruppstahl steht.
Monkey Diving...
Naja, ist das jetzt Affentauchen, oder wie Affen tauchen, oder wie Affentauchen, oder von Affen für Affen. Oder nichts von alledem und es hätte genauso gut Bee Diving oder Cow Diving heissen können, so wie Jogging, Walking, Sightseeing, Faulenzing?
Zu guter letzt noch zum Artikel und zu den Videos selbst. Also für eine große deutsche Fachzeitschrift ist es ein Armutszeugnis, um nicht zu sagen erbärmlich, einen Film in dieser Qualität zu "drehen". Dass der Redakteur zu ungeschickt ist, sein Mikro zu halten bzw. festzumachen, unterstreicht diese Tatsache nur. Ok, TAUCHEN gehört ja zur Presse und nicht zu den zu sehenden oder hörenden Medien, von daher gesehen kann man über leichte Defizite schon hinwegsehen.
Fazit: ist das nun (!) wieder so ein Hype, der von den Amis zu uns geschwappt ist, stelle ich die Frage, und eine weitere Randerscheinung, die die Welt nicht braucht, oder hat das Ganze wirklich sinnvolle Aspekte. Wenn letzteres zutrifft, bitte ich um zahlreiche Zuschriften, damit mein Wissensdurst gestillt werden und die Überlegung, ob ich auf den Zug mit aufspringe, reifen kann.
Sonnigen Tag noch
Joe
(der manchmal auch ähm wie ein Monkey taucht)
PS: so ne D12 - eine links, die andere rechts am Halfter, dazu pechschwarzes Neopren mit silbernen (wg. Rost/Salz und so) Nieten - *puuuuh* ich darf gar nicht dran denken, voll geil.
