Muss ich das wirklich haben ... Abgesandt von Hardy am 20.02.2005 - 00:23:
Ich schau nun wirklich nur alle paar Tage mal nach, aber in letzter Zeit scheinen sich die Anfragen zum Thema Divemaster zu häufen ... (pers. Eindruck).
Eine weitere Ausbildung, zum was auch immer, ist ja prinzipiell OK, aber zum jetzigen Zeitpunkt habe ich den Eindruck, dass dieses etwas übertrieben ist ..
Was nützt einem ein Teichmeister (die andere Richtung muss auch bedient werden), der 12Jahre alt und 10TGs hat?
Ok, noch gibt es irgenwo die Grenze 18Jahre, aber mit der Anzahl an TGs sind wir ja schon eine ganze Menge runter ...
Ich möchte hier KEINE Verbandsdiskussion lostreten, aber ab welcher MINDEST-Qualifikation seid ihr denn bereit, die Anweisungen, solch eines Tauchführers anzunehmen????
Das meine ich übrigens absolut ernst. Heute habe ich gelesen: DM mit 50TG, ich möchte aber schon mit 17Jahren DM werden, usw. ...
Es wäre schön, wenn mal ein paar GUTE Antworten kämen,
Grüße,
Hardy
Antwort von Hardy am 20.02.2005 - 00:30 ... übrigens wirklich ernst gemeint ...
und aus der anderen Sicht heraus die Frage:
Inwieweit kann ich das als unerfahrener/junger DM gegenüber den (älteren) Tauchern durchsetzen???
Hardy
Antwort von Scuba_steffi* am 20.02.2005 - 01:36 Interessante Frage.
Ich habe nicht unbedingt Problem mit einem jungen Tauchlehrer, kommt auf den persönlichen Eindruck und die Kompetenz an. Allerdings fände ich es schon seltsam, wenn er erst 50 TG hätte und damit hätte ich auch ein Problem, wenn er deutlich älter ist. Allerdings denke ich, dass man SO wenig Erfahrung doch schnell merkt, das Wissen und die taucherischen Fähigkeiten sind bei knapp über 50 TG wohl vermutlich nicht sehr ausgeprägt um die Verantwortung für unerfahrene Taucher zu übernehmen. Ich hatte schon Diveguides mit (immerhin) 150 bis 180 TG und bei einer war sehr kompetent und stressfähig, der andere halt nicht. Dann hatte ich mal eine TL die meines Wissens nach schon lange tauchte und die hat mich in eine lebensgefährliche Situation gebracht hat manchmal merkt man es erst unter Wasser.....
Anweisungen eines Tauchführers stelle ich normalerweise nicht in Frage und ich frage auch nicht unbedingt sofort, wie lange sie schon tauchen. Ich bin die ersten 40 TG nur mit TL oder Guide getaucht, da ich keinen Buddy hatte und da waren schon ein paar Freaks dabei Mindestalter allerdings etwa 25 Jahre bis 40.
Nun kenne ich die Ausbildungsstandarts bei Padi nicht, zumindest was die Ausbildung angeht, ist es aber m.W. nicht möglich, mit so wenigen Tauchgängen dann auch auszubilden, sondern allenfalls als Guide zu tauchen, oder nicht?
Bei CMAS ist es ja so, dass man mit so wenigen Tauchgängen im Grunde allenfalls CMAS** hat, evtl. so ab 65 TG mit CMAS*** anfangen könnte. Dann folgen ja erst die anderen Ausbildungsstufen und wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege, kann z.B. ein TL* auch nur bis CMAS* ausbilden und der TL** dann CMAS** usw. Da kommen ja schon bis dahin ein paar TG zusammen.
Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine seriöse Tauchbasis einen DM der so wenig getaucht ist,auf die Gäste loslässt.
Antwort von Divemasterverweigerer am 20.02.2005 - 05:49 Warum sollte eine Tauchbasis (am liebsten Ausbildung gegen Arbeit, PADI wie CMAS,SSI,ect. pp.) nicht "Frischlinge" auf Dich loslassen?? Je billiger fuer die Basis, desto besser. Du bekommst teilweise "Guides" mit weniger als der Mindestqualifikation, weil sie halt schon mal auf dem Weg zur Pruefung Geld fuer die ausbildende Basis verdienen, aeh, einsparen koennen.
Und da mittlerweile alles an dem Begriff "DiveMaster" oder aeqivalent festgemacht ist, "muss" halt jeder, der mal 3 Monate Urlauben auf billig will, zum "umsonst" tauchen koennen, diese Qualifik. haben, ansonsten taucht "ich arbeite umsonst, hauptsache ich kann tauchen" nicht im Lebenslauf auf!!
Idealisten vor!!
Antwort von bestof34 am 20.02.2005 - 07:55 PADI DM müssen nach den EN 14531-3 ausgebildet werden.
Mindestens 60 TG
Mind. 40 nach Rescue; davon mind. 30 mit einem breitem Spektrum an Umweltbedingungen, wie:
-eingeschränkte Sichtverhältnisse (<2 m horizontal)
- Strömung (>0,25 m/s)
- kaltes Wasser (<10°C)
- TG tiefer 30 m
ausserdem hat der DM die gesamte Ausbildung von OWD bis Rescue mit zu begleiten; alle Skills in Vorzeigequalität .........
Ich bezweifle, dass es viele DM Kandidaten gibt, welche unter 100 TG diese Anforderungen erfüllen!
Ich frage mich wie die EN sich in der Praxis auf die DM Ausbildung auswirkt. Wer das wirklich alles drauf hat, der ist "schon ganz gut" drauf.
Antwort von Stephan K. am 20.02.2005 - 11:06 Ab wann ich Anweisungen eines Divemasters annehme?
Das Alter ist mir egal!
Erfahrung (ua. Tauchplatzkenntnisse) und Kompetenz sind ausschlaggebend.
Unsinnige und gefährliche Anweisungen werde ich immer ablehnen (wer auch immer diese gibt).
Selbst der Ausbildungslevel ist nicht ausschlaggebend. Ein ortskundiger OWD mit Erfahrung kann besser sein als ein unkundiger, unerfahrener und fremder Tauchlehrer.
Durchsetzen???
Solange du kein Hausrecht hast und nur mit deinem Brevet rumwedelst wird man dich ignorieren.
Du kannst die anderen nur mit Erfahrung und Kompetenz überzeugen.
Wenn du den DM nur aus Imagegründen machen willst, dann lass es lieber!!!
Antwort von masterfroginstallateur am 20.02.2005 - 12:55 So wollen wir unsere Divemaster haben:
Start der Ausbildung nach frühesetens 100 Tauchgängen, eine Saison Mitarbeit in der Tauchausbildung aller Stufen, umfangreiche Theorie über die Padi-Schiene hinaus (Dekotabellen, Deepstops etc.), Taucherfahrung in Urlaubsgebieten, Mitarbeit bei Gruppenreisen etc.
Mit etwas Glück gibt das dann einen Divemaster mit etwa 180-200TG, der hoffentlich am Boden bleibt und seinem Namen mit dem Sammeln weiterer Erfahrung gerecht wird. Wenn dieser dann in einem Tauchgebiet arbeitet, das ich nicht kenne, würde ich ihm mein Vertrauen schenken, aber irgendwie steht man ja jedem Divemaster etwas skeptisch gegenüber.
Antwort von Linuskoeln am 20.02.2005 - 14:20 Interessant...
Erstmal ist und muss ein Diveguide ja nicht zwingend Divemaster sein, sondern sollte einfach nur das Gebiet gut kennen, Erfahrung und ein gutes Auge/Gespür für die Sehenswürdigkeiten unter Wasser haben, an denen andere meist einfach vorbeitauchen würden - wenn er das drauf hat, ist es ein guter Guide, Brevet ist (mir zumindest) relativ egal.
Zum Divemaster: Ausbildung gegen Mitarbeit, wenn es vernünftig abläuft, ist ja per se erstmal auch kein Fehler, lernt der angehende Divemaster dabei doch zumindest, sich auf unterschiedliche Taucher einzustellen. 4 oder 8 Wochen auf einer Basis mögen den ein oder anderen in Sachen Menschenkenntnis (hier insbesondere die der tauchenden Spezie) ja doch ein wenig weiter bringen
Voraussetzung zum Divemaster: Wenn ich was zu bestimmen hätte, würde ich es ähnlich ansetzen wie masterfroginstallateur - aber hab ich ja nicht
@bestof34: Die EN hat mit Divemastern generell nichts zu tun - wäre auch schwierig, in Ägypten und auf 1853 anderen Fleckchen der Erde das Wasser auf unter 2 Meter Sicht zu trüben und auf unter 10 Grad abzukühlen, um den Kurs "pflichtgemäss" durchführen zu können
Linus
Antwort von Aquapapst am 20.02.2005 - 17:32 Ich denke das Alter ist weniger wichtig. Denn Beispielsweise bei der Bundeswehr sind die Unteroffiziere usw ja auch junge "Buben".
Die pers. Qualifikation das "now how" und der sichere Umgang mit dem Thema tauchen schaffen den notwendigen Respekt.
Ich habe auch schon TLs unter 100 TG erlebt die am Strand Specials abgehalten haben, dass es mir regelrecht übel geworden ist. Diese "Gruppenführer" haben einen wirrwarr abgehalten, dass alle anderen Gäste, Staffs usw nur schallend gelacht haben.
Im Ergebnis bleibt, dass es nicht nur gute und schlechte DM,TL gibt sondern dass sich das durch alle Lebensbereiche zieht. Es gibt gute und schlechte Handwerker, Ärzte, Lehrer usw. Wir alle haben da sicher schon unsere Erfahrungen gemacht und uns unseren Teil dabei gedacht, oder?
Grüße vom Aquapapst
Antwort von Toaster am 20.02.2005 - 18:10 @ AQUAPAPST
Den Vergleich mit den Unteroffizieren meinst jetz aber nicht wirklich ernst, oder?
"Die pers. Qualifikation das "now how" und der sichere Umgang mit dem Thema tauchen schaffen den notwendigen Respekt."
Soweit geb ich dir ja recht, aber das hat nichts mit paar Streifen auf der Schulter zu tun! Die sagen aber auch schon gleich gaaaarnichts über die persönlicher Reife und Qualifikation einer Person aus!!!
Und über n TL mit weniger als 100 TG´s brauchen wir uns hier glaub ich nicht zu unterhalten, oder?
Deinem "Ergebnis" stimm ich wiederum vollkommen zu!
Gruaß
TOASTER
Antwort von bestof34 am 20.02.2005 - 20:58 @Linusköln
Tja der DM wird in Europa nach der EN ausgebildet! Soweit hat er also mit der EN zu tun! Ich wollte hier nicht den "gesamtem" Umfang der EN wiedergeben; was man nicht machen kann, das soll durch andere Gebiete ersetzt werden! Wer also kein kaltes Wasser hat kann durch TG über die 30m Grenze dies also "ausgleichen" u.s.w.!
Ich meine dass der DM jetzt Sinn macht(wenn man die Regeln einhällt)!
Antwort von Scuba_steffi* am 20.02.2005 - 21:52 @Linus, schon richtig, ich habe mit der Definition auch so meine Problemchen. Denke aber, wenn ein Guide (was auch immer er für eine Ausbildung hat) mit einem Anfänger unterwegs ist, in kritischen Situationen auch damit klar kommen sollte.
Antwort von Tecdiver77 am 21.02.2005 - 00:46 Kurz und Bündig:
Ich glaube auch nicht, dass ein DM mit nur 65 TG´s, egal welchen Alters, egal welchen Geschlechts usw... soviel Taucherfahrung hat, dass ich ihm als Frischling mein Leben anvertrauen könnte.
P.S. Das gilt natürlich auch für die CMAS, SSI und andere Fraktionen.
Antwort von Toaster am 21.02.2005 - 07:13 Ich würd die Sache mitm Alter jetz mal nicht zu hoch bewerten!!! Meiner einer ist jetz 22 Jahre alt und taucht seit fast 11 Jahren. In dieser Zeit hab ich jetz doch mehrere hundert TG´s gemacht! Darum würd ich das mitm Alter nicht so vordergründig sehen!
Antwort von masterfroginstallateur am 21.02.2005 - 07:56 Klar ist das Alter zweitrangig, wobei die menschliche Reife durchaus eine Rolle spielt, aber einer hat die halt früh, der andere nie.
An der Thistlegorm lernte ich mal zwei Divemaster kennen, Alter um die 40, so etwa 80 bis 100 Tauchgänge. Große Sprüche vor dem Tg, alles angefingert, an jeder Reling ein salutierender Gruß an den Fotografen, alle Seenadeln mit den Flossen erschlagen, beim Aufstieg schon bei 12m 5min Sicherheitsstop etc.......Nach dem Tg wurden wir von den Jungs zur Rede gestellt, wieso wir so schnell auftauchen würden, das sei super gefährlich. Wir hatten nach unseren Deepstopp schwimmend übers Wrack eine Deko von 3min auf 3m, diese Stufe suchten wir mit ca.5m/min nach kurzen Stopps in 9m und 6m auf, während unsere DM in 12m weiter am Aufsättigen waren. Na ja, wir haben uns ihre Standpauke mal angehört und sie dann höflich gebeten, sich um ihren eigenen Scheiß zu kümmern, worauf wir (beide TL zus.2500 Tg) uns anören durften:"Wir als Divemaster sollen aber brevetierte Taucher beraten und beobachten", wohl gemerkt, die Jungs hatten mit der Basis nix zu tun....
In St. Tropez wurde wir von einem jungen Guide betreut, so um die 20 Jahre alt, der sich perfekt um alles kümmerte, interessante präzise Briefings, unter Wasser gute Übersicht, er hatte sich um zwei Problemfälle zu kümmern, was ihm super gelang, ohne die anderen 6 Taucher zu vernachlässigen. Der Junge taucht, seit er 10 Jahre alt ist, er hat etwa 500 Tg und hat gerade erst den Divemasterkurs begonnen.......
Zwei Erlebnisse, die für sich sprechen.
Der fortgeschrittene Taucher in der CMAS-Ausbildungsschiene wird irgendwann seinen Gold*** machen, da kann man auch in der Ausbildung assistieren, wer mehr will, macht halt weiter.
Die Padi-Schiene puscht eben den Divemaster als den Einstieg ins professionelle Taucherdasein, das verstehen leider viele falsch.......
Habt eine schöne Woche
Antwort von Rudi-Klaus am 21.02.2005 - 09:00 @ Masterfrog.. Danke für Deine Ausführungen.
Der DM ist als Einstieg zur Taucherausbildung gedacht und nicht zum Diveguide. Gruppenführung, Tauchgangsplanung, Breefing gehören zur Ausbildung. Als Diveguide ist besondere Kenntnis von dem jeweiligen Tauchgebieten von Nöten und die kann nur durch Praxis erworben werden. Die für die Ausbildung genötigten TG entspricht dem CMAS***. Unter einem verantwortungsbewusstem TL dürfte man dann so mit 100 - 120 TG fetrig sein. Bei mir das jedenfalls so. Ich tauche seit 9/2001 und habe jetzt 185TG in verschiedenen Gebieten absolviert (ca 45% in D).
Mit freundlichem Flossenschlag
Rudi-Klaus
Antwort von Soni am 21.02.2005 - 15:02 185 TG`s in 3,5 Jahren? Wahnsinn, mann :o
Bist du wasserscheu?
Vermutlich "berufstätig" oder gar "noch andere Hobbys"
Sowas soll´s´geben.
Antwort von Scott am 21.02.2005 - 16:43 Soni dürfte auch das wöchentliche Bad in der Wanne als Apnoe TG loggen so kommst auch auf 185 in 3 1/2 jahren...
ich habe eure diskussion über den divemaster etc. mit vergnügen gelesen und konnte mich tatsächlich im einen oder anderen bericht wiederfinden. selbst habe ich meine dm ausbildung in egypten gemacht vor rund zwei monaten und bin gerade einmal neunzehn jahre alt. an sich einer jener kandidaten, denen man nicht über den weg trauen sollte.
während meiner ausbildung war ich nie alleine guide, immer in begleitung von einem tauchlehrer, daher völlig nach padi standards. jedoch habe ich in anderen tauchbasen zu dieser zeit ein völlig anderes bild gsehn, welche tatsächlich im dm auszubildenden eine billige arbeitskraft sahen. einerseits ist es ungerecht gegenüber dem meist jungen taucher, welcher nicht das geld besitzt tauchurlaub in egypten zu buchen, andererseits ist es nicht verantwortungsvoll gegenüber den gästen.
ich würde meine ausbildung als solide bezeichnen, obwohl ich erst 140 tg habe, war ich durchaus fähig unerfahrnere taucher in panik zu beruhigen und hatte eigentlich nie gäste, die nicht ohne lächeln vom boot stiegen.
die ausbildung ist meiner meinung nach sehr wichtig, nicht nur erfahrung und letztlich eine gewisse arroganz, welche sich durch die erfahrung breit macht. es gibt taucher, die selbst mit 200 oder 300 tg immer noch nicht reagieren können in einer notsituation, da jeder bisherige tauchgang ein leichtes war. runter, hoch, sicherheitsstop. fertig.
divemaster ist nicht gleich divemaster und erfahrung bedeutet nicht immer fähigkeit.
schönes tauchen.
felix
Antwort von Black Diver am 21.02.2005 - 19:25 Ein Divemaster sollte profesionelle Kentnisse in der Ausbildung und Theorie haben.Einfühlungsvermögen und Menschenkentnisse besitzen. ich glaube das ein Divemaster oder Guide mit 18 jahren diese Fähigkeiten noch nicht besitzt
Die Divemasterprüfung kann zwar mit 18 jahren schon abgelegt werden, ist aber meiner Meinung viel zu früh!
Wer hat schon in so jungen Jahren die Erfahrung mit Stessituationen umzugehen wo es vielleicht um Menschenleben gehen kann?
Um ein guter Divemaster zu werden braucht man Erfahrung. Diese erlernt man nicht von heut auf morgen und auch nicht mit60 TG
Den Umgang mit anderen Tauchkollegen mit wahrscheinlich mehr TG erlernt man auch nicht während einer Saison auf einer Basis.
Ich glaube auch nicht das dieser Stoff in einem Kurs abgehandelt werden kann,denn Theorie kann man lernen,aber Erfahrung muss mann sammeln,und das wird in keinem Kurs vermittelt.
Antwort von Roger am 21.02.2005 - 20:55 @BlackDiver
Das hat mit dem Alter nicht soo viel zu tun. Ich habe schon 18jährige gesehen, die hatten mehr Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis als so mancher 50jähriger, weil der bis dahin nur blind durchs Leben gelaufene ist...
Wer kennt den noch die Blütezeit des Ersatzdienstes? Ich war damals 21 als ich nach einer soliden Ausbildung als Rettungssani auf einem Rettungswagen als Fahrer anfing. Da brauchte man jede Menge Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis und Durchsetzungsvermögen. Das haben wir damals auch geschafft - alle, unabhängig von unserem jugendlichen Alter.
Beim Tauchen sehe das ähnlich - eine gute Ausbildung und der Wille, ein guter DM zu sein, hilft da schon gewaltig weiter. Ich hatte nach rund 40 TG einen DM im Mittelmeer, den haben wir nach 10 Min. zum Schiff zurückgebracht und sind zu zweit weiter getaucht - der hatte null Ahnung vom Tauchen, keinerlei Orientierung, keine Führung etc. - keine Ahnung, wo der seinen DM her hatte. Im letzten Urlaub hatten wir einen 21jährigen Schweden als Guide (der war DM), hatte genauso viele TG wie wir, aber dem konnten wir nicht das Wasser reichen - sehr engagiert, fachlich 1a, hatte immer alle Taucher im Blick, Orientierung spitze, da stimmte einfach alles.
Wie gesagt, mit dem Alter hat das m.E. wenig zu tun.
Ich dachte immer, der DiveMaster ist als Beginnerstufe fuer Beitragszahlung an PADI gedacht, weshalb auch PADI Tauchschulen angehalten sind, moeglichst nur noch renewed Member als guides einzustellen.
Allerdings ist PADI die Arbeitserlaubnis dieser Member wiederum egal (eigenes Problem!)
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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