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Nach Tief-TG Hörverlust auf einem Ohr?
Abgesandt von OlafT am 18.10.2002 - 09:34:

Hallo zusammen,
es folgt eine ausführliche und längere Geschichte ...
Tauche seit drei Jahren, bin AOWD mit 190 Tauchgängen. Habe in meinem letzten Urlaub einen TG auf 58 m gemacht (ja, ich weiß...), der ohne Zwischenfälle (Deko o.ä.) ablief, Deko- und Sicherheitsstopp wurden eingelegt. Auf dem später ausgewerteten Diagramm von meinem Air Z sind keinerlei Auffälligkeiten zu sehen. Zirka zwei Stunden nach diesem TG bekam ich ein tieffrequentes Brummen auf dem linken Ohr mit Hörverlust in den tiefen Frequenzen, was ich auf ein "vermatschtes" Ohr (Schmalz mit Wasser) zurückführte. An den nächsten Tagen habe ich noch zwei TGs gemacht, musste aber wg. Druckausgleichsproblemen aufhören. Besuch beim Arzt vor Ort: Angeblich Mittelohrentzündung. Behandlung mit Antibiotika, hatte aber keine Schmerzen wie bei einer Mittelohrentzündung wohl üblich. Nach einer Woche Rückflug nach Germany, Besuch bei meinem HNO-Arzt hier vor Ort. Der konnte keine Mittelohrentzündung mehr feststellen! Hörtest gemacht. Seine Diagnose: Hörsturz (Tinnitus). Behandlung mit blutverdünnenden Infusionen, nach 6 Tagen Infusion keine Besserung. Verlust der tiefen Frequenzen (bis ca. 2000 Hertz), tieffrequentes Brummen (ca. 500/600 Hz) immer noch vorhanden. Der Arzt riet mir, mich ins Krankenhaus zu legen, um dort Cortison-Infusionen zu bekommen, welches aber nur stationär möglich ist. Also: Aufnahme ins Krankenhaus, 12 Infusionen mit abnehmender Cortison-Menge bekommen. Keine Besserung während der Behandlung. Zahlreiche Untersuchungen/Tests: Gleichgewichtsorgan, "Hörschnecke", Häärchen usw. Mechanisch ist alles einwandfrei in Ordnung. Diagnose des Professors (da ich ja getaucht bin) und meine angeblich letzte Chance, eine Operation. Nun muss ich leider etwas medizinisch werden, ich zitiere: "Hammer, Amboß und Steigbügel dienen zur mechanisch perfekten Übertragung der Luftschwingungen in die flüssigkeitsgefüllte Cochlea. Sie übertragen Schwingungen vom Trommelfell auf das ovale Fenster der Cochlea, dessen Fläche nur ca. 1/25 der Fläche des Trommelfells entspricht. ... Schall erzeugt eine laufende Schallwelle (Wanderwelle), die sich durch die Perilymphflüssigkeit der Scala vestibuli durch die gesamte Schneckenlänge fortpflanzt und über das Helicotrema in die Scala tympani eintritt. In ihr läuft die Schallwelle die Schneckenwindungen vollständig zurück bis zum membranbedeckten runden Fenster. Diese Membran dient zum Druckausgleich und stellt die Schwingfähigkeit der Cochlea sicher." Zitatende. Mir geht es nun um die Membran, die das runde Fenster abdeckt. Diese soll angeblich durch den tiefen Tauchgang (laut Professor) ein winziges Loch bekommen haben, welches nur operativ wieder verschlossen werden kann. Bleibt das Loch, ist eine Übertragung der tiefen Frequenzen nicht mehr gegeben. Soweit plausibel. Da ich halt im Krankenhaus war, habe ich mich dieser Operation unterzogen. Eine Woche nach dieser OP Hörtest: Etwas besser, aber nicht viel. Der Professor ist zufrieden mit dem Ergebnis, ich nicht so wirklich. Tiefes Brummen weiterhin, tiefe Frequenzen immer noch nicht hörbar. Nun ist noch ein metallisches Klirren hinzugekommen. Nach Auskunft der Ärzte ist das alles noch auf die OP zurückzuführen, das Ohr wäre noch irritiert. Nun muss/soll ich abwarten... Toll!
Ist irgend jemandem von Euch so eine Sache schon mal zu Ohren gekommen? Ist es tatsächlich möglich, dass diese Membran durch sehr tiefe TGs "defekt" werden kann? Oder war das "nur" ein Zufall, dass dieses "Phänomen" nach diesem tiefen TG auftrat. Es ist wohl sichtlich auszuschließen, dass es sich hierbei um einen Hörsturz handelt, denn dieser betrifft im allgemeinen die hohen Frequenzen, nicht die niedrigen.
Ach ja, in drei Monaten darf ich wieder tauchen (laut Professor), vom medizinischen Standpunkt her spricht nichts dagegen. Im Gegenteil: das linke Ohr wäre nun hervorragend präpariert! Jedoch sollte ich natürlich so tiefe TGs vermeiden. Soll/kann ich nun wirklich weitertauchen? Wie groß ist die Möglichkeit, dass das zweite Ohr ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird.
Infos zum Thema Ohr (daher stammt auch das Zitat oben) findet man unter Hier klicken
Für Eure Antworten schon mal vielen Dank.



Antwort von Stefan am 19.10.2002 - 13:33
@Olaf
Hast Du bei dem besagten Tauchgang den Druckausgleich erzwungen?. Ich meine damit starkes pressen beim Valsava Manöver?
Antwort von Marä am 20.10.2002 - 20:24
Hmmm

Eigentlich bin ich noch Anfänger habe allerdings gerade Das Buch der Letzte Tauchgang gelesen. Der Autor verlor nach einem Deko Unfall sein Gehör für kurze Zeit. Durch Behandlung in der Druckkammer kannte das ganze wieder verbeessert werden.

Wie wir alle wissen: Aus scheinbar Risikolose Tg ( 58 m mit anschliesender deko resp sicherheitsstop gelten sicher als sicher) führen manchamal zu Dekokrankheit. Frage doch mal deinen Doc was er hierzu meine. Vieleicht hilfts ja.
Wollen wirs zumindest hoffen.

Mfg Martin
Antwort von OlafT am 21.10.2002 - 09:10
@ Stefan: Nein, mit dem Druckausgleich hatte ich keine Probleme. Ging ohne Probleme.
@ Marä: Warum verlor der Autor sein Gehör? Hat er was geschrieben darüber. Dekounfall = zuviel Stickstoff, schlechte Durchblutung?
Gruß
Olaf
Antwort von Marä am 21.10.2002 - 19:25
Ja es war ziemlich extrem dieser Dekounfall den er da hatte. Tauchte glaubs zu einem Schiff im Atlantik. Und das ziemlich Tief (also eine grosse N2 Sättigung). Er ist ohne zu dekompremieren einfach auf gestiegen. Dann verlor er sein Gehör. Nach der 2. Deko Kammer behandlung war das aber wieder besser.
Antwort von Olaf am 22.10.2002 - 11:27
Interessantes zum Thema: Hier klicken *schluck* bzw. Hier klicken
War heute morgen im Krankenhaus zur Nachsorge. KEINE Besserung, Hörtest negativ wie gehabt. Ich bin begeistert. Ich müsse mich in Geduld üben...
Gruß
Olaf
Antwort von Erwin am 22.10.2002 - 12:56
Hallo Olaf,

nicht sehr schön was dir passiert ist. Hat dein Arzt dir nicht geraten erst einmal eine Druckkammerbehandlung durchzuführen? Tinnitus wird heute sehr erfolgreich über HBO-Therapie behandelt. Vielleicht setzt du dich einfach mit der nächstgelegenen Druckkammer in Verbindung. Falls du keine kennst, die erfolgreich Tinnitus behandelt, sag Bescheid wo du wohnst, vielleicht kann ich dir weiterhelfen.

Gruß

Erwin
Antwort von Olaf am 22.10.2002 - 16:37
Hi Erwin,
DAS hat mir mein Arzt nicht geraten, und auch der Prof. in der Klinik war davon nicht begeistert. Wie sagte er: "Das ist, als wenn man Läuse mit Antibiotika behandeln würde." Ich kann seine Meinung zwar nicht teilen, aber gut. Habe auch schon daran gedacht und wil das auch in Angriff nehmen, weil es meiner Meinung nach sehr plausibel ist ... und vielleicht auch die letzte Möglichkeit für mich.
Ich wohne in Düsseldorf. Weißt Du, wo die nächste DK steht?
Danke im voraus
Gruß
Olaf
Antwort von Marä am 22.10.2002 - 17:47
Olaf

Ich empfehle dir die Druckkammerfahrt wirklich. Hab den Teil im Buch nochmals gelesen. Also erst nach der 2. therapie wurde das wieder besser. Auch bei normalen scheinbar Risikolosen Tgs treten immer wieder Symtome einer Dekokrankheit auf. Also ich würde mich auf die Suche nach einem Doc machen der das ganze Unterstützt.

Viel Glück
Antwort von Matthias Voß am 24.10.2002 - 00:44
@Olaf
Der op Prof war uU ein geldgeiler Idiot ohne blassen Schimmer von hyperbarer Medizin. Bei einer Rundfensterruptur wäre normal Endolymphe ausgtreten, und du hättest ein gestörtes Allgemeingefühl mit evtl Schwindelanfällen.
Das diese Zauberinfusionen nix nützen, ist bekannt. Bei richtige erkanntem frischen Tinnitus bzw. Gehörsturz ist die richtige Methode Druckkammer, O2 Atmung. Leider durch die verbrecherischen dummdreisten MAchenschaften der KV nicht nehr als Standardmethode anerkannt, da der NAchweis durch Doppelblindstudie fehlt. Dieser ist auch garnicht zu machen. Man müsste nämlich Leute in die Kammer tun, ohne dass die es merken.
Gruß
Matthias
Antwort von mmarin am 24.10.2002 - 19:47
Das ist doch gestört

Da verliert einer sein gehör und die docs schauen zu. tssss. und für sowas zahlt man auch noch kassen. scheiss system!
Antwort von Heiner D. am 25.10.2002 - 00:02
Hi Olaf,

Da mir vor fünf Wochen, von den Sympthomen, der Diagnose her und dem bisherigen Heilungserfolges, das gleiche passiert ist (Rundfenstermembranenruptur oder so) verfolge ich die Ausführungen mit großem Interesse.
Bei mir trat es allerdings nicht nach einem Tieftauchgang auf, sondern nur nach dem Schnorcheltraining im Hallenbad ohne Nennenswerte Tauchtätigkeit einm, also defenitiv kein Dekounfall! Die Prognose meines Profs sah im Bezug auf das weitere Tauchen allerdings ziemlich düster aus! Von tieferen Tauchgängen hat er mir, auch für die Zukunft, abgeraten. Schorcheln im Flachwasser ohne weiteres!!!
Hat noch jemand Erfahrungen mit einem derartigen Unfall und wie war der weitere Werdegang?
Gibt es noch andere Links zu diesem Thema?
Antwort von Olaf am 25.10.2002 - 08:21
Hallo Heiner,
na, wenigstens ein Leidensgenosse ... Schade, dass man sichtlich nicht in der Lage ist, Dir zu helfen. Ein Hoch auf dieses Gesundheitssystem. *kleinerscherz* Am kommenden Montag (28.10.) "darf" ich wieder zur Nachsorge. Sollte dann keine Besserung eingetreten sein und man mich dann "entlassen" mit dem Hinweis, dass wird schon wieder, haben sie Geduld, lasse ich mir meine Unterlagen geben und werde in einer Klinik vorstellig, die eine Druckkamer hat. Weiß jemand im Umkreis von Düsselddorf eine? Denn ich möchte/kann das so nicht hinnehmen. Ist bei Dir eigentlich eine Besserung aufgetreten?
Gruß
Olaf
Antwort von Heiner D. am 25.10.2002 - 17:15
Hallo

Laut Hörtest müsste ich wieder fast normal hören!
Laut eigenem Empfinden ca. 50% haupt. im unteren Frequenzbereich schlecht. Ausgiebige Brumm bis Pfeifgeräusche im betroffenen Ohr.
Im "gesunden" Ohr leicht zeitw. leicht taubes Gefühl und gelegentl. Pfeifen. Lt. Prof muss sich das operierte Ohr erst erholen und er war sehr zufrieden sprach von einem Wunder, ich allerdings nicht! Man müsse abwarten!!
Nächster Nachsorgetermin Mitte Dez. werde aber noch einen anderen Arzt um Rat fragen. Von Druckkammer war nie die Rede, da es ja kein direkter Tauchunfall war.
Gruß Heiner
Antwort von Matthias Voß am 25.10.2002 - 20:28
Nächster Nachsorgetermin Mitte Dez. werde aber noch einen anderen
Arzt um Rat fragen. Von Druckkammer war nie die Rede, da es ja kein
direkter Tauchunfall war.


Tolles Argument.
Hyperbare Behandlung ist eine Hilfsmassnahme, die eben nicht nur bei Tauchunfällen hilft, sondern auch bei ca 12 anderen Problembereichen, von denen viele mir mangelnder Durchblutung7Sauerstoffversorgung zu tun haben.
MV
Antwort von OlafT am 28.10.2002 - 10:55
Hallo zusammen,
nu geht es aber los. War heute morgen noch mal im Krankenhaus, ENDLICH Verband komplett draußen. Hörtest: Keine Änderungen gegenüber vor der Operation, ebenfalls immer noch tieffrequente Brummgeräusche auf dem linken Ohr. Spitze!!! Ich bin begeistert. Auf Nachfrage beim Prof.: Es kann sich noch was ändern, muss aber nicht! Man hätte alle therapeutischen Möglicheiten ausgeschöpft, mehr gäbe es nicht, man wäre da am Ende der Behandlungmöglichkeiten. Die Hörrzellen KÖNNTEN sich noch erholen ... Geduld! Und wenn sich nichts ändert, muss ich damit leben ... und entließ mich auf einen neuen Hörtest nächste Woche.
Nun stehe ich etwas sehr ratlos davor ...
Gruß
Olaf
Antwort von Heiner D. am 31.10.2002 - 17:37
Hi!
Hatte heut einen Termin bei einem zweiten HNO Arzt
der mir einen leichten Hörsturz auf dem anderen Ohr diagnostizierte!!
Habe mich daraufhin zu einer HBO Therapie angemeldet, da die andere Alternative weitere stationäre Infusionen gewesen wären, die ich ja schon hinter mir habe. Das Ohr mit der Ruptur hat sich bei mir auch nur unmerklich verbessert, ich hoffe das HBO hierbei auch hilft!
Des weiteren sprach der HNO Arzt von Akupunktur
die unter Umständen helfen könnte, habe mir einen Termin für eine Beratung geholt. Mal schaun was
das bringt. In Düsseldorf gibt es übrigens auch ein HBO Zentrum schau mal unter
Hier klicken
Gruß
Heiner
Antwort von OlafT am 05.11.2002 - 08:20
Hi,
gestern hatte ich meinen letzten Termin im Krankenhaus zur "Nachsorge". Fazit: OP gelungen, aber wir konnten ihnen leider nicht helfen. Nach Auskunft des Arztes soll ich nicht mit einer Besserung rechnen, sondern eher, dass es so bleibt. Zum anderen hat er mir gesagt, dass unter diesen Umständen das Tauchen mit Flasche nicht mehr zu meiner Freizeitbeschäftigung gehören sollte. Weil das Risiko zu groß wäre, dass die andere Seite auch in Mitleidenschaft gezogen würde. Prima.
@ Heiner: Vielen Dank für den Tip! Habe heute nachmittag dort einen Termin bei dem HBO Zentrum.
Gruß
Olaf
Antwort von Kerstin am 05.11.2002 - 13:21
Hallo Olaf, hallo Heiner
wollte mich als neues Mitglied in eurem Club anmelden. Habe am 19.10. ein Barotrauma des Mittelohrs erlitten und zwar ohne es zu merken, dh. keine Schmerzen. Nach kurzem Abtauchen auf 7m hatte ich das Gefühl von Wasser im Ohr und seitdem pieps bei mir (hochfrequent). Diagnose des HNO: Hörsturz (hoher Frequenzbereich)und Tinnitus. Das Innenohr ist zum Glück scheinbar heil geblieben, sodass es nix zu operieren gab. Habe schon sämtliche Infusionen und Gingkopillen hinter mir, bisher ohne Erfolg. (Das Ohr ist etwas sensibler geworden und der Ton ein wenig leiser.)
Prognose des Arztes: Tauchen sollte wieder mögliche sein, allerdings nicht ohne Risiko, der unveränderte Hörverlust ist scheinbar irreparabel, gegen den Tinnitus empfiehlt er (Tinnitusspezialist) eine "Tinnitus-Retrainig-Therapie" (Lit.:Dr.med.C. Hellweg, ISBN 3-7205-2003-X). Ich selbst kann dazu noch keine Aussagen machen. Von Druckkammer hat der Arzt noch nix erwähnt.
Noch eine FRage: Habt ihr Nähreres über die Ursachen eures Unfalls herausgefunden ( Kälte, Stress, Schallphänomene im Wasser, Erkältung odere andere körperliche Ursachen)? Ich bin nämlich immer noch am Rätseln, was bei mir eigentlich passiert ist und wie ich es in Zukunft vermeiden kann.
Gute Besserung
Gruß Kerstin
Antwort von OlafT am 06.11.2002 - 08:11
Hallo Kerstin,
na, dann willkommen im Club! Ich würde Dir raten, Dich einer Sauerstofftherapie in einer Druckkammer zu unterziehen. War gestern hier in Düsseldorf vor Ort, habe ein Gespräch von Druckkammerfahrern mitbekommen, da hieß es, dass die erste Fahrt mehr gebracht hätte, als alle Infusionen zusammen. Nun muss das nichts heißen, schließlich reagiert jeder unterschiedlich. Aber meiner Meinung nach ist das die intelligenteste Methode, wenn alles andere nichts genützt hat.
Tja, und ich darf sichtlich nicht teilnehmen, da ich eben die Operation hinter mir habe. Das muss erst abheilen, vorher darf ich nicht in die Kammer. Na prima, wenn alles daneben läuft, dann aber richtig!
Was die Ursache bei mir war, keine Ahnung! Lässt sich nicht genau sagen. Alles nur Vermutungen und Spekulationen.
Interessantes zu diesem Thema findest Du aber auf dieser Seite. Hier klicken
Gruß
Olaf
Antwort von Matthias Voß am 06.11.2002 - 09:45
Die lassen dich nicht rein, weil sie Druckausgleichsschwirigkeiten befürchten.

Davon abgesehen, ist hyperbarer O2 so ziemlich das beste für die Wundheilung, was es gibt.
Mit 100% normobarem habe ich das bei einer blutigen Zahnextraktion mit knacks in der Kiefernhöhle probiert,
Matthias
Antwort von Heiner D am 06.11.2002 - 14:11
Hi zusammen! Ebenfalls willkommen im "Club"

Habe jetzt mit einer HBO Therapie begonnen kann aber so kurzfristig keine Änderung verspüren, wird wohl auch noch zu früh sein.
Meine OP war am 24.9. und es gab keine Einwände bezüglich Gefahren, sobald das Trommelfell verheilt ist ( nach ca 5 Wochen ). Schnorcheln als Ursache wurde von allen Ärzten so gut wie ausgeschlossen, der Grund wird wohl ein Rätsel bleiben. Zum zukünftigen Tauchen hat wohl jeder Arzt seine eigene Meinung einer sagt ja ein anderer nein und der dritte vielleicht!
Aber jeder sagt es bestehe ein erhöhtes Risiko das das andere Ohr auch geschädigt werden könne!

Allseits gute Besserung!
Heiner
Antwort von Kerstin am 10.11.2002 - 13:06
Hi Jungs,
was machen die Öhrchen? Ich glaube, ich hab noch mal Glück gehabt, denn meine Flötentöne werden langsam leiser. Das Gehör hat sich allerdings kaum erholt. Was gibts Neues aus dem Bereich hyperbare O2 Behandlung? Habe in letzter Zeit darüber viel Gutes gehört. Werde mich jetzt auch mal nach ner Druckkammer umsehen. Dieses Tinnitus-Retrainingsprogramm, das ich erwähnte, scheint wohl eher für chronische Tinnitusfälle gedacht zu sein oder Leute, die extrem darunter leiden. Behandelt wird hier nicht die Ursache (die ist egal), sondern der Umgang des gesamten Wahrnehmungs- und Verarbeitungsapparats mit dem Geräusch. Sprich: das Gehirn (alle an der akustischen Verarbeitung beteiligten Zentren)lernen, den Ton zu ignorieren/ ihn aufzuheben. (oder so ähnlich). Es handelt sich um eine langfristig Therapie, die aber durchaus sehr erfolgreich sein soll (wenn sonst nix mehr hilft). Das ganze geschieht im Idealfall in der Zusammenarbeit von HNO, Hörakustiker und Psychotherapeut. Man bekommt dann auch so ein kleines Hörgerät, dass ein Rauschen ins Gehör enspeist, welches den Ton aufhebt.
Also: wenn gar nix mehr geht, wär das noch ne Möglichkeit, aber im Moment denke ich, kann man noch an der Ursachenbekämpfung arbeiten.
Ach ja, ein Internist hat mich umgekrempelt, konnte aber keinerlei Hinweise auf organische Ursachen für meinen Unfall finden.
Hoffe, es geht euch auch ein bisschen besser
viele Grüße Kerstin
Antwort von OlafT am 11.11.2002 - 09:15
Hi Kerstin,
habe am Freitag mit einer HBO-Therapie begonnen. Kann noch keinen Fortschritt erkennen, ist aber auch zu früh. Man wies mich aber darauf hin, dass das auch nicht "hopp-schnapp" geht, eher kann es bei den ersten drei Behandlungen zu Verschlechterungen kommen, die sich dann aber geben. Heute nachmittag geht es wieder weiter, jeden Tag, außer Sonntag. Ich bin mal gespannt und sage auf jeden Fall Bescheid, ob es besser wird.
Gruß
Olaf
Antwort von Jürgen am 18.11.2002 - 22:20
Hallo zusammen,
@Olaf, Kerstin und Heiner,
ich habe das, was Euch gerade passiert ist, vor ca. zehn Jahren ebenfalls erlebt.
Während des Schnorcheltrainings im Schwimmbad verschlechterte sich das Hörvermögen meines rechten Ohres rapide,ein Druckgefühl kam dazu, am nächsten war ich auf diesem Ohr komplett taub.
Ich ging direkt zu einem HNO-Arzt, der mich sofort in ein Krankenhaus einwies. Nach zwei oder drei Tagen kam auch noch ein Tinnitus hinzu.
Ich erhielt die übliche Infusionstherapie mit Tebonin, dazu auch noch ein Gingkopräparat.
Nach etwas mehr als zwei Wochen hatte die Therapie angeschlagen, ich konnte wieder normal hören und der Tinnitus war verschwunden.

Ich wartete zwei Wochen und begann dann wieder mit dem Training. Das war ein Fehler, denn dss ganze fing noch einmal an! Hörverlust, Tinnitus, Krankenhausbehandlung mit Infusionen. Das Hörvermögen kam wieder, der Tinnitus blieb allerdings bis heute.
Ich pausierte dann ca. 1 Jahr. Da ich aber unbedingt wieder tauchen wollte, ließ ich mich mehrfach von verschiedenen HNO-Ärzten untersuchen.
Danach handelte es sich "nur" um einen Hörsturz.
Eine evtl. Ruptur des runden Fensters wurde als Ursache ebenfalls in Erwägung gezogen,dann aber ausgeschlossen, da ich niemals unter Schwindel gelitten hatte. Ich bekam die ärztliche Zustimmung!
Seitdem tauche ich wieder regelmässig. Der Druck wirkt sich sogar positiv auf meinen Tinnitus aus, während des Tauchens und kurze Zeit hinterher höre ich ihn fast gar nicht, dann pendelt er sich wieder auf dem alten Niveau ein.
Ich denke, mit etwas Geduld wird auch bei Euch das Tauchen wieder möglich sein, ärztliche Zustimmung vorausgesetzt!

Ihr solltet allerdings immer und unbedingt auf frühzeitigen Druckausgleich achten und diesen keinesfalls erzwingen!!!

Gute Besserung
Jürgen
Antwort von HeinerD. am 20.12.2002 - 22:35
Hi da bin ich wieder!
Nach Abschluss aller Behandlungen und drei Monate später ziehe ich folgendes Resümee:
Nach 20 "Tauchgänger" in der Druckkammer hat sich mein Tinnitus leicht zurückgegangen, aber nicht gänzlich verschwunden. Bei Stress oder nach Anstrengung ist er immer noch ziemlich stark. Mein Hörvermögen ist laut Hörtest zu über 90% wieder hergestellt, aber leider nur laut Hörtest ), die Hörverzerrungen sind verschwunden beim Hören fehlt allerdings die "dynamik" der Töne, dies sei nur subjektiv sagte der Prof.. Er war sehr zufrieden, was ich allerdings nicht behaupten kann. Eine leichte Besserung wäre noch möglich aber nicht gewiss. Tauchen sei auch wieder möglich, allerdings erst mit Vorsicht und nicht zu tief. Bekomme noch eine Akupunkturbehandlung wirkt sich bis jetzt aber nicht auf meine Ohren aus, bei anderen Beschwerden hilft es Allerdings ( Rücken, Schlaf ). Ich hoffe von euch noch einmal zu hören, und hoffentlich etwas postives.

Gruss Heiner
Antwort von Torben L. am 14.03.2005 - 20:22
Hi,

bin vor einer Woche im Schwimmbad im Rahmen einer Forschungstaucherausbildung geschnorchelt. Als ich aus dem Becken kam, habe ich ein Druckgefühl so wie eine Hörminderung meines linken Ohres festgestellt. Am nächsten Tag kam ich ins Krankenhaus und 2 Tage später wurde operiert.
Von euren Erfahrungen her, habe ich wohl das gleich Problem. Ab 8 Khz und tiefer bin ich nun links schwerhöhrig und die Ärzte meinen, dass auch nicht mit einer Verbesserung gerechnet werden kann. Bei der OP wurde eine Membran hinter dem Trommelfell mit Bindegewebe verstärkt, da der Verdacht bestand, dass durch die Membran Flüssigkeit getreten ist.
Nun habe ich ein helles Phiepen auf dem linken Ohr und eine Art statisches Grundrauschen.
Wie es dazu kommen konnte, hat mir kein Arzt sagen können.
Wie gesagt. Ich war nur im Schwimmbad schnorcheln und das auf max. 5 Meter Tiefe.
Ein wenig ZEit ist ja seit euren Unfällen bereits ergangen. Habt ihr neue Erkenntnisse gewonnen?
Würde mich sehr über Infos freuen,
Torben
Antwort von armistead Registriertes Mitglied am 06.04.2005 - 17:26
Hier ist noch ein Leidensgenosse...

Wobei die Hörschädigung bei mir ganz ohne Einfluss des Wassers aufgetreten ist - also ob es wirklich das gleiche ist, kann ich nicht sagen - aber ich schildere mal den Hergang:

Do.3.3.: Ich bin im Urlaub in der Türkei (war die Tage vorher im Hotelpool schwimmen, nicht tauchen) und merke plötzlich, dass ich auf dem linken Ohr nichts mehr höre. Als wenn man das Radio ausschaltet. Da hab ich mir noch keine Sorgen gemacht.
Fr.4.3.: Da die "Taubheit" immer noch anhält, gehe ich zum Hotelarzt, dieser diagnostiziert eine Entzündung des Gehörgangs und gibt mit antibiotische Ohrentropfen mit. Damit bin ich nicht zufrieden und rufe DAN an, diese empfehlen mit zunächst, die Tropfen weiterzunehmen und zu schauen, ob das hilft.
So.6.3.: Beschwerden sind gleichgeblieben, DAN empfiehlt, dass ich einen HNO-Arzt aufsuche und organisiert einen Termin für Mo.
Mo.7.3.: Termin beim HNO, der diagnostiziert eine Mittelohrentzündung und meint, die Tropfen wären völlig sinnlos gewesen. Er verschreibt mir Antibiotika zum einnehmen. Nach 3 Tagen soll ich zur Kontrolle kommen.
Do.10.3.: Kontrolltermin, keine Besserung. Laut HNO-Arzt kann ich aber nicht zurückfliegen, da kein Druckausgleich möglich ist, und das Innenohr geschädigt werden könnte. Darum werde ich stationär aufgenommen und ein Paukenröhrchen wird ins Trommelfell gesetzt. Gleichzeitig bekomme ich Kortison-Infusionen wg. Verdacht auf Hörsturz.
Mi.16.3.: Trotz Paukenröhrchen und Kortison kann ich immer noch nix hören, bin aber zurück in D. Mein HNO meint, die Mittelohrentzündung ist weg, eigentlich müsste ich wieder normal hören. Überweist mich an die Uniklinik. Die wissen auch keinen Rat und nehmen mich wieder stationär auf zur Infusionstherapie. Gleichzeitig nehmen sie das Paukenröhrchen wieder raus.
Fr.18.3.: Entlassung aus dem Krankenhaus, keine Besserung - und Diagnose: Verdacht auf toxischen Innenohrschaden; sprich: die Erreger der Mittelohrentzündung sind ins Innenohr gelangt und haben dort die Nervenzellen irreversibel geschädigt. Weitere Behandung: durchblutungsfördernde Tabletten.
Mo.4.4.: Da niemand mit einer Besserung rechnet und die Herren Ärzte auch nicht wissen, was man noch tun kann, stehe ich nun mit einer Hörgerät-Verordnung da...

Also wenn jemandem von Euch dazu noch was gutes einfällt: ich bin ganz Ohr - was für ein Wortwitz!

Mike
Antwort von Renate Neumann am 13.09.2006 - 18:36
Hallo,
auch ich konnte nach einem Schwimmbadbesuch, mit einigen Kopfsprüngen vom 1m Brett(Tauchtiefe ca. 3,00m)auf dem linken Ohr nur noch ein tiefes Brummen und dann Rauschen hören. Ich glaubte, ich hätte Wasser im Ohr. Nach 2 Tagen war ich auf dem Ohr taub. Montag zum HNO Arzt. Diagnose: Hörsturz, 4 Tage alt. Für eine Widerherstellung des Gehörs vielleicht schon zu spät lt. HNO Arzt. 4 Tage bekam ich ambulant Infusionen und durchblutungsfördernde Mittel. Nach 4 Tagen keine Besserung, Totaler Hörverlust auf dem linken Ohr. Notaufnahmne ins Krankenhaus. OP am nächsten Tag. Diagnose: Ruptur der ovalen Fenstermenbrane. 10 Tage Aufenthalt im Krankenhaus mit täglichen Infusionen. Weiterbehandlung mit durchblutungsfördernden Mitteln und Antibiotika. Es ist eine deutliche Besserung des Hörens eingetreten. Ich wünsche Euch allen so viel Erfolg.
Grüße Renate (62 Jahre)
Antwort von Saschai am 09.09.2008 - 11:52
Hallo,
da erweitere ich doch mal den Reigen der Ratlosen mit der eigenen Ohrgeschichte.

Am Samstag beim Tauchen war schon der Druckausgleich auf beiden Ohren nicht unproblematisch als wir die Ohren mit einigen Apnoe-Taucherrettungen im Freiwasser belastet haben. Aber er hat dennoch letztlich funktioniert, der Druckausgleich. Später beim Tauchgang hatte ich in der unsäglichen Tiefe von ca. 10-12 Metern zweimal einen kurzen, aber deutlichen Drehschwindel, nachdem ich aber schon deutlich zuvor den Ausgleich hergestellt hatte. Ich tauchte sicher auf und dachte, na super. Trommelfellriss, Wasser im Innenohr, das den Drehschwindel verurachte. Evtl. auch eine Blutung ins Innenohr. So wie der Silberkurs davon berichtet. Beim Schlucken kein Knacken im linken Ohr. Aber Hören normal und auch kein Schwindel, auch keine Übelkeit. Und zwei Stunden später war auch Schlucken auf beiden Ohren wieder normal. Basenleiter konnte keinen Riss feststellen. Nur eine Art Pickelchen vor dem Trommelfell und eine Art abgelöster Schmutz, was beim Hausarzt am Montag schon nicht mehr zu sehen war. Fühlt sich auch alles gut an. Druckausgleich geht auch ganz normal.

So weit so gut. Aber auf dem anderen, dem rechten Ohr, habe ich jetzt zuweilen eine Art metallisches Klicken. Pling. Oder eher Plick. Mal ja, mal nein. Und wenn ich diese ganzen Dr. Ohr lese, die nur Mittelohrentzündung oder Hörsturz im Sinn haben, habe ich wenig Lust, mir am Ohr manipulieren zu lassen. Ich warte es einfach mal ab, ist ja gerade mal 3 Tage her. Es sei denn, es findet sich jemand, der exakt dasselbe Pling sich zugezogen hat und weiß, was das nun ist.
Antwort von das Monster aus dem Sumpf Registriertes Mitglied am 09.09.2008 - 13:39
"...So weit so gut..."?

ich würde das eher als schlecht bezeichnen, aber die Menschen sind nun mal verschieden.

Was ich nie nachvollziehen können werde ist, wieso man bei Druckausgleichsproblemen gleich noch einen Tauchgang nachschieben mag.
Du schreibst "...aber deutlichen Drehschwindel, nachdem ich aber schon deutlich zuvor den Ausgleich hergestellt hatte."
Den Ausgleich darf man auch gerne öfter herstellen.
Auch sollte man bedenken, dass das Ohr recht empfindlich ist, d.h. wenn es eh schon überbeansprucht wurde kann man ihm gerne mal Ruhe gönnen.
Muss man heutzutage denn wirklich selber nicht mehr denken?
Wer soviel Verantwortung nicht übernehmen mag hat meiner Meinung nichts unter Wasser verloren.

Sorry für die deutlichen Worte, aber solche Typen sind es, die das Hobby in Verruf bringen und die Unfallzahlen hochtreiben.

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Rotterdam hat den drittgrößte Hafen der Welt und Hamburg liegt auf Platz Neun der Weltrangliste mit 140 Mio Tonnen Handelsvolumen und über zehn [mehr]

RTL2: Extrem wild
Morgen - 04:35 Uhr
Reihe, USA 2000
Folge: 11
Abenteuer mit Zitronenhaien
Original-Titel: Extreme Contact

Die Freitaucher Manny, Mark und Mehgan fahren von den Florida Keys in den Golf von Mexiko hinaus, [mehr]

Animal Planet: Ruhrpott Schnauzen
Morgen - 09:35 Uhr
Dokumentar-Serie, BRD 2006
Das Großreinemachen
Original-Titel: Ruhrpott-Schnauzen

Die Dokuserie setzt neben emotionsstarker Unterhaltung klar auf Information. Die Aufgaben moderner Tierga [mehr]

Aktuelle Länderberichte:


 Thailand
(20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr)

 Österreich
(19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt 2.562 Kilometern im Nordosten an die Tschechische Republik, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien (mehr)

 Oman
(02.09.2006) Im Norden und Nordwesten des Landes liegt die erst Ende des 20.Jhd. festgelegte Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Nordosten liegt der Golf von Oman, das arabische Meer begrenzt das (mehr)




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