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Neuling und Tarieren
Abgesandt von Tobias111 am 01.06.2008 - 11:25:

Hallo Liebe Tauchgeminde,

ich habe am anfang Mai meien Tauchschei bestanden und tauche nun sehr fleißig. Habe mir für Deutschland, wo ich hauptsächlich tauchen werde einen Halbtrockentauchanzug gekauft.
Nun habe ich zum tarieren eine frage und zwar hat der Anzug 7 mm und die Eisweste auch 7 mm Neopren. Tragen tue ich auch ein 2 mm Neoprenunterzieher. Beim tauchen brauche ich 6 Kg Beli bei einer 10 L Stahlflasche.
Wenn nun die Flasche nur noch 40 bar hat, kann ich noch ohne Auftriebsproblem im 1 m bis 3 m bereich tauchen.
Nun habe ich mich mit erfahrenen Vereinskollegen unterhalten und diese teilten mir mit, dass Sie ihr Jacket erst in 10 m bis 15 m nutzen. Vorher alles mit der Lunge machen. Ich dagegen muss schon im 5 m bis 6 m bereich das Jacket zur Grobtarierung hernehmen.
Ist das okay oder sollte ich Blei noch herraus nehmen?
Konnte meinen Tauchlehrer noch nicht fragen, da er im Urlaub ist.

Wäre für ein paar Info´s Dankbar.

Zu mir noch kurz, bin 1,78 m groß und wiege 63 Kg.

Gruß

Tobias



Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 11:32
Yepp, das ist okay. Sowas kommt mit der Zeit und Kraft der vielen Tauchgänge (auch Erfahrung genannt). Bleib am Ball und habe weiterhin viel Spaß dabei
Antwort von Kölle Alaaf Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 11:36
Schließe mich an: Übung macht den Masterdiver
Antwort von Tenth Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 11:37
Du wirst dich doch sicherlich austariert haben mit einer Flasche die um die 30-50bar Restluft hat, wenn nicht mach das mal und reduziere dabei die Bleimenge.
Wie das Austarieren geht solltest du ja in deinem Kurs gelernt haben.

Gruß Sascha
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 12:02
6 Blei ist OK.
Das bestreben nach 0 kg Blei ist ohnehin Quatsch,
ebenso wie das Jacket erst in 10 – 15 m Wassertiefe zu benutzen.
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 12:15
hallo Tobias,

hört sich gut an was du da machst.
Deine Kollegen scheinen große Lungen zu haben denn 7 mill. + Eisweste plus Unterzieher verlieren jede Menge ihres Auftriebes (in 10 Meter genau die hälfte um genau zu sein).
Wenn Du mit Reserve in 3-5 Metern bei wirklich leerem Jacket und im überwiegend ausgeatmeten Zustand neutral tariert bist dann bist im grünen Bereich.
Mit voller Flasche (Stahl) bis 15 Meter über die Lunge zu tarieren heißt relativ tief eingeatmet (je nach Neoprenstärke)duch die Gegend zu schweben (was nicht unmöglich aber anstrengend und noch dazu gefährlich sein kann).
Wenn du zu jeder Zeit deines TG bei natürlicher Atmung neutrag austariert bist machst du alles richtig.

Viel Spass noch beim Tauchen und bin gespannt ob ich wieder eine Lawine losgetreten hab.

Sonnige Grüße aus Phuket
Stephan
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 13:49
mach doch am Ende vom TG den Test.


Auf 2-3m normal atmen und prüfen ob man dann Luft ins Jacket haben muss um zu schweben.
Wenn ja, dann evt. ein Kg Blei weniger, oder sogar mehr je nach Jacketfüllung.
(am Ende ist die Pressluftgflasche ca. 1-2kg leichter)
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 16:37
Hai Tobias
"6kg" Blei bei dieser Neoprenstärke ist doch super
Antwort von tauchwolly Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 19:56
Hallo Tobias,

da schließe ich mich doch glatt dem whaleshark an: bei dieser Neoprenstärke sind 6 kg Blei schon supergut!!

Viele Grüße
tauchwolly
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 21:45
Mein erster Gedanke war auch 6kg Blei bei 7mm HT + Eisweste ist ein guter Wert.

Wenn man dann noch mal in Ruhe liest, fallen einem aber auch die Werte: Geschlecht männlich, 1,78m groß und 63kg leicht auf. Du bist für Deine Größe viel zu leicht. Wenn man das berücksichtigt, hast Du einen Körper, welcher nur wenig Raum (Volumen) hat. Dann sind 6kg Blei eigentlich sehr viel.

Gut Luft,
Klaus
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 01.06.2008 - 22:13
@kwm

„Dann sind 6kg Blei eigentlich sehr viel.“
Glaubst du das wirklich?

Tobias hat am ganzen Körper eine 7mm Neoprenschicht.
Am Torso sogar eine 16mm Neoprenschicht.
Da sind 6 kg für einen Anfänger ein guter Wert.
Antwort von xymanuel Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 08:27
@Tobi,
6kg sind
Lass alles so wie es ist.

Gruß
Manuel
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 09:54
Da stimme ich dem tl3 einfach mal nur zu

Mit Unterzieher, 7mm-Anzug und Weste sind 6kg bei Deinen Körpermaßen und -gewichten schon das Level, was der 20TG-pro-Jahr-im-See-Taucher drauf hat, teilweise haben die sogar mehr drauf.

Du hast zwar immer noch etwas "Platz nach unten", aber unter 4kg würde ich in Deinem Fall nie gehen.
Solltest Du mal aus irgendeinem Grund (Stress z.B.) nach oben gehen, sind evtl. diese paar Kilo Blei Deine "letzte Rettung" vor dem Hochploppen-denn so schnell kriegst Du gar nicht die Luft aus dem Jacket, wie sie sich in den luftgefüllten Hohlräumen ausdehnt, das Blei greift da verzögernd ein.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 10:51
"Wenn man das berücksichtigt, hast Du einen Körper, welcher nur wenig Raum (Volumen) hat ...dann sind 6kg Blei eigentlich sehr viel ..." -> oh, oh ... da hst dich etwas vergallopiert, nicht?

6kg sind absolut OK
Antwort von neverdivealone Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 12:00
Manchmal frage ich mich, ob das ganze Geschrei nach möglichst wenig Blei wirklich sinnvoll ist. Bitte versteht mich nicht falsch: Ich finde es auch ärgerlich wenn z.B. Tauchschulen ihre Schüler hoffnungslos überbleien, statt ihnen in Ruhe die richtige Technik zum abtauchen beizubringen.

Aber viele scheinen inzwischen schon zu glauben, daß nur eine möglichst geringe Bleimenge einen guten Taucher ausmacht. Das führt dann schon mal dazu, daß ein Mittaucher vor dem Tauchgang großspurig tönt: "Waaaaas - Du brauchst 7 kg Blei? Ich komme mit 5kg aus" ... um dann am Ende des Tauchganges hektisch Steine aufzusammeln

Für die richtige Bleimenge spielen viele Faktoren zusammen, und wichtiger als mit möglichst geringer Bleimenge abzutauchen, ist mir auch am TG-Ende noch sicher tarieren zu können.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 12:07
Nicht nach möglichst wenig Blei sollte man "schreien" aber sehr wohl nach der "richtigen" Menge. Und ich kann hier keinen Beitrag entdecken, der dem widerspricht oder im Sinne deines Posts Beiträge eingestellt hat
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 12:52
@shuttle: neverdivealone hat das wohl so allgemein in den Raum gestellt. Und solche Diskussionen a la: "Ich habe einen so geringen Luftverbrauch, daß ich nach einer Stunde auf 40m 100 bar mehr drauf habe, als vor dem TG." oder eben "Ich muß mir bei jedem TG einen 50l-Hebesack mitnehmen, da ich sonst tiefer 10m gnadenlos durchsacke und sonst trotz 30l-Jacket nie wieder hochkomme-und das ganze ohne Blei versteht sic" - kennt man schon Und nach jeder Dekobierrunde wird die restliche Luft in der Pulle immer mehr und der Hebesack immer größer
Antwort von gunther Moderator am 02.06.2008 - 13:04
Es gibt, so finde ich, zwei seltsame und bisweilen gefährliche Wettbewerbe der "erfahrenen"§ Taucher:

a. möglich wenig Blei, bis dann der Buddy im Notfall hoch will ....

b. möglichst wenig Luft, bis dann die Kopfschmerzen kommen

Beides relativiert sich mit Erfahrung, man braucht weniger Luft (und weiß für den Fall der Fälle wie man sparen kann) und als fauler TL nimmt man auch nicht zu viel Blei mit, aber eben auch nicht zu wenig, das wäre ja auch Arbeit und im Trocki wird es kalt.

Ich finde bei 7+7 mm + Unterzieher sind 6 kg schon eine sehr gute Tarier Leistung. Und ob man
das Jacket erst in 10 m benutzen möchte oder nicht ist eher eine Frage der Bequemlichkeit, ich für mich benutze es früher, ich mag nicht mit vollgepunpten Lungen Tauchen, ist mir zu unbequem und auch zu gefährlich.

Grüße
Gunther
Bekennender Blei User
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 02.06.2008 - 16:19
bravo gunther m.e. eine vernünftige Eistellung.

@bikefresh: hast dir schon mal überlegt daß die Tedenz zum Hochpoppen im Flachwasserbereich eher daher kommt daß die Ärmsten viel Luft im Jacket haben die sich dann auch noch schneller ausdehnt als sie ein weniger Geübter aus dem Jacket bekommt?
Ob sich 2 Liter Luft aus 10 Meter an die Oberfläche verdoppeln oder ob sich ein paar Restluftbläschen verdoppeln macht dann doch einen m.e. gravierenden Unterschied.
Wer nicht überbleit taucht (weil er es z.b. so gelent hat oder der liebe Tauchlehrer lieber jemanden sicher am Boden sitzen hat als ihm die natürliche Atmung beizubringen) hat eine bessere Lage, weniger Luft in der Lunge, von Anfang an einen niedrigeren Luftverbrauch (weil er natürlich atmet und nicht am Fasthyperventilieren ist) und ist auch relaxter weil er bewusst ab/tiefer-tauchen (auuusssaaaatmen) muss und nicht bei jedem mal Ausatmen unter geht wie ein Wetzstein. Könntest mir auch bitte mal meinen wie die Aussage "das Blei greift da verzögert ein" gemeint ist

So viel Blei als notwendig und dem Anfänger erst die natürliche Atmung beibringen bevor er mit Senkblei behangen wird um bei stat. Übungen sicher am Boden zu sitzen.

Viel Erfolg noch bei der Ausbildung und viel Spass beim tauchen

Stephan
Antwort von neverdivealone Registriertes Mitglied am 03.06.2008 - 09:37
@ Shuttle

Du hast natürlich vollkommen Recht, was die Forderung nach der "richtigen" Bleimenge angeht. Allerdings fand ich, daß die 6kg von denen Tobias schrieb schon ein recht guter Wert waren, den man nicht mit aller Macht nach unten korrigieren muss. Wenn sich es sich mit zunehmender Erfahrung ergibt, daß man weniger Blei braucht ist das gut, ansonsten ist es so vollkommen ok.

Daher gingen meine Gedanken eben auch in die Richtung des von gunther erwähnten "wer braucht am wenigsten Blei"-Wettbewerbs.
Antwort von Kormoran Registriertes Mitglied am 03.06.2008 - 10:02
Die alten Hasen aus den Vereinen neigen manchmal schon zu seltsamen Verhaltensweisen und verkaufen die dann als besondere Leistung. Lass Dich nicht beirren, Du machst das richtig: Tariert wird wenn`s nötig ist.

@KWM: Die spezifische Dichte des menschlichen Gewebes ist unabhängig vom Volumen. Lies mal nach beim Tauchpionier TL*** Archimedes.

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