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Nitrox Problem?
Abgesandt von 201bar Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 09:35:

Hallo, ich bin frisch registriert und möchte mich kurz vorstellen.
Ich wirklicher Name ist Thomas, ich habe ca. 360 Tauchgänge (CMAS**) und betreibe diesen schönen Sport seit 1990 (mit langer Pause).
Ich komme gerade aus Thailand zurück und quäle mich mit einer Frage, die aus einer Tauchsituation resultiert. Folgendes ist passiert: Wir (Gruppe 8 Taucher) haben 2 Tauchgänge an einem Holzfrachter in Thailand Khao Lak geplant. Die Basis führt diese Tauchgänge nur mit Nitrox durch! Der Frachter liegt zwischen 25 und 40 m. Wegen der Tiefe haben wir 28ér Nitrox bestellt. Als wir auf dem Schiff waren, waren alle Flaschen beschriftet. 28ér, 30ér und 31ér waren dabei. Gut, wir haben dann die 28ér geprüft und festgestellt, dass es 31ér und 32ér waren. Ich habe dann den Computer (D9) eingestellt und einen schönen Tauchgang am Wrack unternommen. Für den zweiten Tauchgang waren bereits alle Flaschen von uns geprüft und neu beschriftet. Ich habe mir eine 33ér genommen und den Computer eingestellt. Leider ware diese Flasche nur mit 157 bar gefüllt und ich habe sie ausgetauscht. 203 bar, alles prima. Wir (3ér Gruppe) sind dann wieder zum Wrack. Meine maximale Tiefe (ca. 10 Minuten) war bei 31m. Die Tauchzeit lag jetzt bei ca. 20 Minuten. Ich merkte erst, dass ich schlecht Luft bekomme, dann wurde mir schlecht und schwindelig. Ich schaue nach meinen Buddy´s, die sich gerade in den Frachtraum begaben. Ich blieb draußen, konnte aber kein Zeichen mehr geben. Mein Zustand wurde schlechter. Meine Beine zitterten und die Kraft fehlte. Ich beschloss dann an dieser Stelle auf ca. 22m hochzugehen. Auch jetzt war mein Zustand nicht deutlich besser. Jetzt beschloss ich an der Oberseite des Wracks ca. 80m zur Bojenleine zu tauchen. Nach ein paar Minuten an der Leine bei ca. 20m verbesserte sich mein Zustand und ich beschloss zurück zum Frachtraumeinstieg zu tauchen. Nach ein paar Metern kamen mir meine Buddy´s entgegen. Wir klärten kurz die Situation, dann gab ich das OK zum Weitertauchen. Schon nach 20m bei ca. 25m Tiefe spürte ich bereits wieder Probleme und gab das Zeichen zum Abbruch. Wir tauchten kontrolliert auf. Auf dem Boot ging es mir noch ca. 1 Stunde schlecht (Schwindel, Übelkeit). Leider haben wir die Flasche nicht noch einmal geprüft. Jetzt zerbreche ich mir den Kopf was die Ursache gewesen sein könnte und bitte um Anregungen.

Kurz zu den Bedingungen: 1TG Sicht schlecht ca. 8-10m. 2 TG Sicht wesentlich besser. Keine Strömung




Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 10:33
Das sollten keine Sauerstoffvergiftungssymtome sein.
Das könnten Kohlenmonoxid-Vergiftungssymtome sein.
Hier klicken
Aber auch Kohlendioxid wäre möglich.
Hier klicken

Einzig eine Analyse des Atemgases kann da Gewissheit bringen.

Schau dir mal an wo und wie die Flaschen gefüllt werden.
Wird saubere Luft verpresst, oder sind Abgase dabei???
Was ist mit den Filtern?
Kann man die Luft analysieren? (Nicht den Sauerstoffgehalt, sondern Co )

Warst du der Einzige mit Symtomen, oder haben andere auch z.B. Kopfschmerzen und Schwindel gehabt?

Entweder hast du falsch geatmet( Essoufflément ), und/Oder Tiefenrausch gehabt, oder "schlechte" Luft.
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 11:32
@ 201bar,

wenn Du der einzige mit diesen Symtomen warst, kann es auch ein nicht vollständig aufgedrehtes Ventil sein. Vergleich mal Deine Symtome mit den hier beschriebenen: Hier klicken

Wie man die Ventile früher mal aufgedreht hat (Viertel Umdrehung zurück) und welche Probleme dabei entstehen können, haben wir kürzlich hier diskutiert: Hier klicken

gruß ramklov
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 11:32
Hallo Stephan, vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
An schlechte Luft habe ich auch schon gedacht. Keiner von den anderen Tauchern hatte Probleme. Daher habe ich die schlechte Luft erst einmal ausgeschlossen. Ich hatte mal schlechte Luft in der Flasche und konnte trotz Übelkeit den Tauchgang durchführen. Das hatte aber von beginn an schlecht geschmeckt.
Die Basis konnte ich mir leider auch nicht ansehen. Die Flaschen wurden direkt an den Hafen geliefert. Die Basis soll aber überaus ordentlich sein.
Gegen den Tiefenrausch sprechen meine überlegten Handlungen. Denke ich. Panik hatte ich auch nicht. Gut, dass ist meine subjektive Einschätzung.
Mir fällt noch ein, dass es beim Einatmen auf der Lunge / Brust brannte.
Mir fällt auch noch ein, dass der, der das Prüfgerät abgelesen hat, eigentlich eine Brille braucht, die er nicht trug.

Ich finde mich ja langsam damit ab, dass ich das Problem im Nachgang nicht mehr klären kann. Es ist mir jedoch wichtig, dass Problem aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 11:40
Hallo ramklov,

interessant! Das hatte ich noch nicht in meine Überlegungen mit einbezogen.
Das werde ich aber bei meinem nächsten tiefern Tauchgang mal ausprobieren.
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 12:06
Du siehst aber, dass man niemanden trauen kann.
Deswegen soll man auch definitiv selber die Luft, bzw. den O2 - Anteil prüfen. Und ihr habt ja festgestellt, dass die Angaben bis 5 % O2 abwichen. Das ist sehr viel und könnte schon kritisch werden.

Und bei dem Standort der Kompressoren und Luftansaugrohren ist auch nicht immer alles OK.
Da die Filterpatronen meisten viel Geld kosten wird auch hier gerne gespart und auch schonmal unfachmännisch selber gebastelt.

Da sollte man schonmal einen Blick in den Kompressorraum usw. werfen und entsprechend abwägen, ob dies wirklich die Tauchbasis sein soll, wo ich evt. mit der Pressluft mein Leben riskiere.


Wenn ich mir da nochmal deinen Eingangsthread durchlese.
Du hast alleine mit Symtomen den TG fortgesetzt?!?!?!?!?!?

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Ich schaue nach meinen Buddy´s, die sich gerade in den Frachtraum begaben. Ich blieb draußen, konnte aber kein Zeichen mehr geben. Mein Zustand wurde schlechter. Meine Beine zitterten und die Kraft fehlte. Ich beschloss dann an dieser Stelle auf ca. 22m hochzugehen. Auch jetzt war mein Zustand nicht deutlich besser. Jetzt beschloss ich an der Oberseite des Wracks ca. 80m zur Bojenleine zu tauchen. Nach ein paar Minuten an der Leine bei ca. 20m verbesserte sich mein Zustand und ich beschloss zurück zum Frachtraumeinstieg zu tauchen. Nach ein paar Metern kamen mir meine Buddy´s entgegen.
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Was du hier für ein Risiko eingegangen bist ist schon gewaltig.
Buddyteams gab es wohl auch nicht.

Egal wo jetzt deine Symtome herkamen. Du kannst von Glück reden, das du diesen TG äääääähhhhhhh,
beenden könntest!!!!
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 15:52
Hatte auch schon einmal den Fall, daß NUR eine Flasche nöllige Luft hatte und alles anderen, die zur selben zeit in der selben Basis gefüllt wurden ok waren.
Und diesen ölligen Geschmack an dieser einen Flasche wurde von mehreren Tauchern geschmeckt - war also definitiv auch keine Einbildung
Kann also doch sein, daß nur eine Flasche schlechte Luft hatte
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 21:20
Abgesehen von der Ursache war es auf keinen Fall empfehlenswert den TG fortzusetzen, nachdem du schon extremste Schwierigkeiten hattest. Bei solchen Problemen wird ein TG in jedem Fall abgebrochen und danach ein Artzt konsultiert.

Grüsse aus Dahab
Antwort von RogerT Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 10:19
In Thailand tippe ich nach vielen Aufenthalten dort zuerst mal auf schlechte Luft... was ich da schon alles an Kompressoren gesehen habe...

Ansonsten bei Nitrox: ich messe IMMER selber! Allerdings vermeide ich Nitrox, wenn es geht...

Und wenn eine Basis einen Platz nur mit Nitrox anbietet (der dann bis 40m runter geht...) verzichte ich dankend und suche eine andere Basis. Was ich atme, bestimme ich und nicht eine Basis.



Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 16:18
Wie kann es passieren, dass der Rest der Gruppe ins Wrack taucht und keiner merkt, dass du nicht mehr da bist?
Antwort von karlschober Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 22:50
Also ein einfaches Rechenbeispiel ist hier auch sinnvoll denke ich. Damit Du auf 31m einen O²Partialdruck von 1,6bar (der ja von Padi als "Obergrenze für ein Versehen" beurteilt wird) erreichst müsstest du eine 39% Nitrox Mischung erwischt haben, was schon relativ hoch ist und normalerweise in einer Urlaubsbais nicht erhältlich ist. Meine Erahrung zu bestellten O² Anteilen ist, daß sich im Endeffekt keiner drum kümmert. Die füllen immer die 32iger Standarmischung ab, und die Abweichungen die Du da beschreibst wären da in der Norm.
Was ich aber damit sagen will, ich kann mir nicht vorstellen daß da jemand aus versehen eine 40iger Mischung fabriziert. Und damit ist die Wahrscheinlichkeit daß Du eine Sauerstoffvergiftung hattest sehr gering.
Ich Tippe da schon eher auf Abgase wie zb. CO² oder noch schlimmer CO in der Luft. Richt nach nix, schmeckt nach nix und is extrem gefährlich!
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 10:35
... karlschober hat recht! Das kann ich sicher ausschließen. Bleibt noch die schlecht Luft oder ggf. noch die nicht ganz aufgedrehte Flasche. Wobei ich die nicht ganz aufgedrehte Flasche eigentlich auch ausschließen möchte. Bei meinem D9 prüfe ich die Flasche immer vor dem Tauchen und drehe sie dafür immer ganz auf. Das habe ich mit großer Sicherheit auch bei dieser Flasche getan, gerade weil ich sie gegen eine nur mit 160 bar gefüllten getauscht habe.

Zu den anderen Antworten, die sich auf die Durchführung des Tauchgangs beziehen, möchte ich sagen, dass mir schon klar ist, dass dieser Tauchgang nicht optimal verlaufen ist. Sonst hätte ich auch nicht dieses Thema hier eröffnet. Mich hat der Vorfall beschäftigt und ich möchte daraus lernen. Ich kann vieles trainieren, jedoch wird es für einen Sporttaucher bei individuellen Notsituationen, nie eine Rutine geben. Jeder der schon einmal ein größeres Wrack betaucht hat, weiß, dass das nicht mit einem Tauchgang an einem Riff zu vergleichen ist. Ich würde meinen beiden Tauchpartnern hier keinen Vorwurf machen. Was können die schon tun wenn ich als letzter der Gruppe plötzlich "verschwinde". Es ist ja auch nicht so, dass man ständig nach seinem Tauchpartner sieht. Es gibt genug andere Dinge, die angesehen werden möchten. Wir haben schon andere Wracks (z.B. King Cruiser u.a.) betaucht und ein wenig Erfahrung (kein Profi!) damit.
Ich beschreibe in diesem Thema einen Verlauf eines Tauchgangs, der nicht optimal war. Mein Verhalten hat dazu geführt, dass ich den Tauchgang schadlos beenden konnte. Meine Tauchpartner haben nach mir gesucht und sind dabei intelligent vorgegangen. Sie haben im Grunde genommen genau so gedacht, wie ich es auch gemacht habe. Wäre ich nicht an dem Bojenseil gewesen, wären sie aufgetaucht. Bei einem Notaufstieg meinerseits, wären die Leute auf dem Boot für mich da gewesen. Den Tauchgang wollte ich noch einmal fortsetzen, weil (sogar daran habe ich noch gedacht) jeder hierfür ein 4 stündige Autofahrt, 2 Stunden Bootsfahrt und 100 Euro aufgewendet hat.
Es bleibt für mich der bittere Geschmack von schlechter Luft. Zukünftig werde ich mir die Gegebenheit einer Tauchbasis genauer ansehen, meine Flaschen selber kontrollieren, aber weiterhin meinen Tauchpartnern vertrauen.

Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 10:58
"Es ist ja auch nicht so, dass man ständig nach seinem Tauchpartner sieht."

Doch, genau so ist es!!! Wie kann man so etwas schreiben?
Antwort von C_aus_G Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 10:59
Vielleicht solltest DU noch mal einen PADI OWD-Kurs machen...
für ein bisschen Autofahren und 100 € sein Leben zu riskieren....naja. Buddys sind dafür da dass man im Auge behalten wird. Alles andere sind Leute die irgendwo mit im Wasser sind, auch als letzter in der Gruppe bei super Sicht kann der Voraustauchende seinen "Tauchpartner/ebenfalls im Wasser befindlichen Taucher" im Blick haben.
Dein Verhalten hat nicht zu dem glücklichen Ausgang geführt, das war pures Glück.
In ein Briefing beim Rudeltauchen gehört auch immer das Verhalten wenn plötzlich jemand fehlt!
Ich hoffe Du lässt Dir mal ein paar SAchen im Stillen für Dich durch den Kopf gehen, ohne Dich gleich angepisst zu fühlen und gleich loszubollern.
So etwas ist eine verdammt gefährliche Situation
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 20:03
"Mein Verhalten hat dazu geführt, dass ich den Tauchgang schadlos beenden konnte"
Ich denke eher, dass du verdammt viel Glück hattest. Bei solchen Problemen weiterzutauchen ist schon selbstmörderisch und von einem Buddy erwarte ich dass er mich immer im Blickfeld hat.
Der obige Tipp mit dem OWD würde wahrscheinlich nichts bringen, weil ich in diesem Fall eher ein Problem mit der gesamten Einstellung zum Tauchen und dem Respekt davor sehe.

Grüsse aus Dahab
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 10:00
… warum soll ich den „angepisst“ sein oder „losbollern“? Wie sinnhaft ist es mir einfach mal pauschal einen PADI QWD-Kurs zu empfehlen? Wäre schön gewesen, wenn hier mal der Kern des PADI-OWD Paar-Tauchens mit 2 Sätzen zitiert worden wäre. Gut, die einfache Aussage hat ja gereicht um mir in der folgenden Antwort meine gesamte Einstellung nebst Respekt in Bezug auf das Tauchen abzusprechen. Der PADI-OWD Kurs ist damit reine Zeitverschwendung.

Das erinnert mich so ein bisschen an die Autofahrer, die jeden gleich wieder in die Fahrschule schicken wollen, nur weil er als Autofahrer existiert.

Hallooooo, „Forum Tauchmedizin“ und nicht Tauchgrundausbildung. An dieser Stelle kann ich mir leider den Verweis auf die Forenregeln nicht verkneifen. „Freundlich“, „andere Meinung respektieren“! Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass diese (mit Bezug auf meine Beiträge) damit auch gleich richtig ist.
Ich bat um Anregungen bezüglich der medizinischen Aspekte in meinem Betrag und nicht um eine Buddyanalyse mit PADI-Kursanregungen.

Einige haben das sogar geschafft. Dafür möchte ich mich auch ganz herzlich bedanken.
Anderen ist es leider nicht gelungen. Hier kann ich mich nur dafür bedanken, dass mein Beitrag gelesen wurde, die Antwort leider am Ziel vorbei ging.
Antwort von C_aus_G Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 11:15
Da niemand sagen kann was in der Flasche tatsächlich drin war und Du nach dem TG auch nicht beim Arzt warst kann Dir eh keiner weiterhelfen, nur Anregungen und Ideen oder Erfahrungsberichte mitteilen.
Was den OWD angeht: Läuft ein Tauchgang nicht wie geplant wird er abgebrochen. In der OWD DVD heisst es dass man Kosten oder Zeitaufwand nicht als Rechtfertigung nimmt einen TG auf Biegen und Brechen durchzuführen.
Wie kann man mit einer 3/4 vollen Flasche Wracktauchen,wieso wird nicht jede einzelne Flasche geprüft,Bequemlichkeit?,Du gestehst im Nachhinein soviele Fehler ein und brüstest Dich damit die Situation nur durch Dein Handeln unter Kontrolle gehabt zu haben. Das ist naiv und respektlos.
Deine Buddies hatten einfach nur Glück dass das Ganze glimpflich ausgegangen ist. Wie jemand schon erwähnte : Du solltest Deine Grundeinstellung mal überdenken
Antwort von EXIL - VFLer Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 11:27
Lieber Thomas,

du hast leider Recht damit, dass sie viele Teilnehmer hier (wie in allen online-Foren) regelmäßig im Ton vergreifen und Dinge sagen, zu denen sie von Angesicht zu Angesicht viel zu feige wären. Auch wenn das ein medizinisches Forum ist und einige Antworten sowohl daran als auch an deiner Frage vorbei gehen, würde ich mir die geäußerten Bedenken zu Herzen nehmen und zwar unabhängig davon, wo und auf welche Art sie vorgetragen wurden.

Du konntest nicht wegen sondern trotz deines Verhaltens den Tauchgang beenden und dein Buddy hat seine wictigste Aufgabe - nämlich für deine Sicherheit zu sorgen - nicht im Ansatz wahrgenommen. An beiden Aspekten gilt es dringend zu arbeiten.
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 13:43
„Da niemand sagen kann was in der Flasche tatsächlich drin war“
Das habe ich doch auch nicht erwartet!

„und Du nach dem TG auch nicht beim Arzt warst kann Dir eh keiner weiterhelfen“
Mit einigen inhaltlich wertvollen Antworten haben aufmerksame Leser das Gegenteil bewiesen!

„, nur Anregungen und Ideen oder Erfahrungsberichte mitteilen.“
An dieser Stelle kommen wir zusammen. Das war mein Wunsch. Keine wissenschaftliche Abhandlung. Nur Erfahrungen!

„Was den OWD angeht: Läuft ein Tauchgang nicht wie geplant wird er abgebrochen.“
Da bin ich ganz bei Dir. Der Tauchgang lief bis zu dem Punkt an dem ich Probleme hatte, wie geplant. Danach spreche ich auch nicht mehr von einem perfekten Tauchgang, sowie man in auf einer OWD DVD betrachten kann. Es gab bisher keine erhellende Antwort auf diese spezielle Situation in dem Tauchgang. Was war den z.B. falsch daran die Tiefe zu verlassen um das Risiko auf einen drohenden Unfall zu minimieren? Was war den falsch daran den Halt der Bojenleine zu suchen um mir die Möglichkeit einzuräumen mit einer Hand am Seil kontrolliert aufzutauchen. Die Buddy´s waren doch jetzt nun einmal nicht mehr da. Mit Schwindelgefühlen im Blauwaser ohne sichtbare Bezugspunkte kontrolliert auftauchen ist mit Sicherheit das größere Risiko.

„ In der OWD DVD heisst es dass man Kosten oder Zeitaufwand nicht als Rechtfertigung nimmt einen TG auf Biegen und Brechen durchzuführen.“
Diese Stelle werde ich mir mal in dem Ausbildungsmaterial von PADI (sofern überhaupt vorhanden) ansehen.

„Wie kann man mit einer 3/4 vollen Flasche Wracktauchen,wieso wird nicht jede einzelne Flasche geprüft,Bequemlichkeit?“
203 bar, 3/4 volle Flasche!? Wie viel nimmst Du denn so mit? Gerade weil ich es unbequem mag, habe ich die erste Flasche geprüft und mit 157 bar als ungeeignet zurückgegeben. Um mich so richtig zu fordern, habe ich dann noch eine zweite Flasche geprüft und mit 203 bar dann auch akzeptiert. Das ich damit dann schließlich 2 Flaschen für nur einen Tauchgang prüfen musste, hat mir ganz schön zugesetzt, wo ich doch aus Bequemlichkeit niemals meine Flachen prüfe. Liest Du manchmal auch das was Du schreibst? Schau doch einfach mal richtig auf meinen ersten Beitrag.

„Du gestehst im Nachhinein soviele Fehler ein und brüstest Dich damit die Situation nur durch Dein Handeln unter Kontrolle gehabt zu haben. Das ist naiv und respektlos.“
Ist das wieder so pauschal geschrieben, weil die Zeit zum Lesen fehlt. Meine Darstellung ist sachlich und erhebt nicht den Anspruch auf einen Helden Roman. Ich habe mein Handeln nicht als den Lösungsweg schlechthin beschrieben. Es war meine Lösung zur Situation. Das PADI OWD Handbuch hatte ich nicht dabei und musste mir daher selber etwas ausdenken. Was Besseres als das was ich gemacht habe, hatte ich nicht zu bieten. Schwindel, Übelkeit, Denken und kein PADI OWD Kurs in Sicht = Notsituation, erfordert > eigenverantwortliches Handeln, fördert den Selbsterhaltungstrieb und schafft Freiräume zur Erhaltung der eigenen körperlichen Unversehrtheit.

„Du konntest nicht wegen sondern trotz deines Verhaltens den Tauchgang beenden“
Wegen oder trotz? Was soll ich denn damit anfangen? In allen Abweichlerantworten, gab es bisher keine kreativen Vorschläge was ich hätte anders machen können. Die Buddy´s waren nun mal weg! Hab ich mir nicht gewünscht, ehrlich nicht! Ab hier jetzt bitte weiterdiskutieren.

„und dein Buddy hat seine wictigste Aufgabe - nämlich für deine Sicherheit zu sorgen - nicht im Ansatz wahrgenommen.“
Was soll denn die Übertreibung. Du warst doch nicht dabei! Abstieg, Antauchen der Einstiegstelle, Abstimmung Einstieg, Lampen NOCH einmal kontrolliert, Einstieg, war doch alles wie im Handbuch. Ach, auch schon auf dem Boot haben wir gesprochen.

„ An beiden Aspekten gilt es dringend zu arbeiten.“
Ich habe, glaube ich, keinen Zweifel daran gelassen, dass ich die Rückmeldung der Forenteilnehmer suche um damit zu arbeiten. Ich mache das doch nicht aus Spaß. Leider teilen sich die Antworten in die Gruppe der interessierten Leser, die beim Thema bleiben und denen, die mit pauschalen ungriffigen Antworten eine Bühne für ihr gesundes Halbwissen suchen. Tauchen findet nicht in Handbüchern statt!

Frohe Weihnachten!
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 14:51
Folgendes würde ich mal durchdenken

Kompressorkontrolle

O2-Analyser kontrollieren, einer von beiden weicht ab (bis 5%) oder nur falsch notiert?

OK nicht nur am Tg-Beginn, sondern auch zwischendurch und insbesonders z.B. vor der Höhle, oder vor dem Wrackeinstieg abfragen

bei solchen Symtomen genauer nach der Ursache forschen, ggf. zum Arzt


vor einiger Zeit gab es mal einen grösseren Vorfall mit "schlechter Luft".

Hier klicken

Eine komplette grösserer Tauchgruppe war da betroffen.

Antwort von musher Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 18:38
Ich nehme mal an, nun im Nachhinein ist es garnicht mehr möglich, rauszubekommen, was nun mit der Flasche (dem Inhalt) war - oder auch nicht.

Direkt zu einem PADI OWD-Kurs zu senden finde ich auch etwas übertrieben und frage mich, ob sich da evtl direkt einer von PADI anbieten will, weil gerade auf PADI Wert gelegt wurde (ACHTUNG: Will jetzt trotzdem KEINE Verbandsdiskussionen, weil die hier noch mehr fehl am Platz wären!!!)

201bar, also Deine Flasche war von der Füllmenge und vom Sauerstoffgehalt geprüft und soweit überprüfbar in Ordnung - gut - mehr geht hier im normallen vermutlich nicht - hat garantiert nicht Jeder alle Prüfmöglichkeiten um auch Gift/Fremdstoff ermiteln zu können.

Nun, was hättest Du besser machen können?

Nachdem Du während des TGs Unregelmäßigkeiten(Unwohlsein bemerktt hast, hättest Du Deine Buddies - zumindestens Deinen direkten Buddy hinweissen sollen und den TG komplett abbrechen sollen - mit Buddy!!!

Erstmal aufzutauchen/niedrigere Tiefe aufzusuchen war sicher richtig - aber gerade in so einem Fall doch nicht alleine. Gerade wenn schon ein unbekanntes Unwohlsein da ist, ist Beobachtung doch wichtig - niedrigere Tiefe muß nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung führen.
Gut, hier führte es zu einer Verbesserung - Glück gehanbt - aber dann wieder abtauchen? WESHALB???
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 00:48
irnkwie war da wohl _alles_ falsch. Erhellender wäre wohl die Beantwortung von Fragen wie Alter, Gewicht, Blutdruck, BMI, PWC 130 Wert, usw.
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 10:26
@Stephan K.
Vielen Dank für den Link. Nachdem ich das gelesen hatte, ist mir kalt und heiß geworden. Ich hatte von dem Unfall gehört, es aber in den Medien nicht weiter verfolgt. Dieser tragische Todesfall verdeutlicht doch die Abhängigkeit eines Sporttauchers gerade im Ausland (andere Sprache) von der Sorgfalt der Basis in Bezug auf die geliehene Ausrüstung. musher schreibt es ja. Es gibt oft nur begrenzte Möglichkeiten der Prüfung. Den O2-Analyser hatten wir auch erst in Verdacht, als die ersten beiden Flaschen nicht gestimmt haben. Jedoch war es keine konstante Abweichung (also z.B. immer 3%). Dies kann aber final nur in der Basis im direkten Vergleich herausgefunden werden. Oder jeder für sich lässt seinen O2-Analyser überprüfen / einstellen. Hier noch eine ergänzende Beschreibung zu den Gegebenheiten. Es war kein Tauchboot sondern ein Long-Tail mit Sonnendach und 10 Personen (einschl. Besatzung und 18 Flaschen). Die Bewegungsfreiheit war damit schon eingeschränkt. Rumlaufen war nur eingeschränkt möglich. Ein Arzt hätte sicher mit den Blutwerten etwas sagen können, wir sind jedoch 2 Tage später abgereist. Ob die Labors in Thailand so schnell Ergebnisse liefern?
@musher
Nachdem Du während des TGs Unregelmäßigkeiten(Unwohlsein bemerktt hast, hättest Du Deine Buddies - zumindestens Deinen direkten Buddy hinweissen sollen und den TG komplett abbrechen sollen - mit Buddy!!!
Ja und völlig richtig. Ich habe anfangs die Symptome nicht richtig zuordnen können. Mittags gibt es in Thailand auf den Booten meistens Reis mit Huhn und Ananas/Wassermelone. Die Wassermelone (oder auch Salatgurken) rumpeln bei mir eine Weile im Bauch herum bis es dann ein kleines Bäuerchen gibt. Dann ist alles gut. Es war ein unglückliches Timing. Innerhalb von wenigen Atemzügen war es mir einfach schlecht. Die Tauchpartner sind gerade in den Frachtraum getaucht. Ich bin dann „ganz“ kurz hinterher aber sofort wieder raus. Habe 2-3 Atemzüge vor dem Frachtraum (drinnen war es schwarz) gewartet und dann die Tiefe an der Position verlassen. Damit hatte ich wieder optische Bezugspunkte (verbesserte das Schwindelgefühl) und die Hoffnung auf eine Verbesserung der Atmung. Die Garantie auf eine Verbesserung gab es natürlich nicht. Irgendetwas musste ich aber machen.
Nachdem sich eine „vermeidliche“ Verbesserung eingestellt hat, bin ich wieder zum Frachtraum getaucht, weil ich damit rechnen musste, dass die Tauchpartner bis an alle erdenklichen Grenzen nach mir gesucht und sich damit einem unnötigen Risiko ausgesetzt hätten. Wenn ich mir das nicht zugetraut hätte, hätte ich niemals das Bojenseil losgelassen.
Der Versuch den Tauchgang dann doch noch einmal fortzusetzen, war unsinnig.
@MatV
48 Jahre, 185 cm, 87 kg, Nichtraucher und keine Affinitäten zu Medikamenten oder anderen belustigenden Substanzen. Im Rahmen der jährliche Tauchtauglichkeit als tauchtauglich befunden.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 14:19
Im Nachhinein lage es wohl nicht an der Luftqualität, da alle anderen Taucher keine Probleme hatten. Während des TG weiß man das aber nicht und ein Abbruch mit allen Begleitern wäre (auch zu derem Schutz) das richtige Verhalten gewesen.
Deine Symptome passen imho auch nicht zu einem zu weit zugedrehtem Ventil, denn da hättest du das als luftknappheit gemerkt oder, wenn unterschwellig, durch zu starke Atemarbeit eher außer Atem kommen sollen, statt der Übelkeit.
Bleibt letztlich eine Unpässlichkeit deinerseits als die mir wahrscheinliche Variante. Was auch immer der Grund dazu war.
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 18:12
@kwolf1406
Es ist doch aber denkbar, dass nicht alle Flaschen zusammen gefüllt wurden. Dagegen spricht auch, dass eine Flasche nur 52 bar (also nicht gefüllt und vorab seitens der Basis geprüft wurde) hatte und die, die für den zweiten Tauchgang nehmen wollte nur mit 157 bar gefüllt war. Alle anderen hatten min. 200 bar, waren aber nicht gleichmäßig beschriftet. Also einige mit gelben Klebeband und grünem Filzstift, andere nur mit Kugelschreiber direkt auf das Alu und einige waren gar nicht beschriftet. Der erste Tauchgang verlief ja ohne Probleme. Mittags haben alle das Gleiche (großer Topf) gegessen und getrunken. Als meine persönliche Unpässlichkeit könnte ich mir noch zu viel Sonne zu wenig Trinken vorstellen.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 23:17
Was auch immer - lernen können wir nicht mehr aus dem wirklichen Grund, sondern aus der Diskussion der Möglichkeiten und des Verhaltens.
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 09:56
Warum denn so destruktiv!
Und was soll denn bitte der hilflose Versuch die eigene schwache Position gleich als Meinung aller Foren-Mitglieder auszudrücken.
Die Teilnahme an der Diskussion ist freiwillig!

Ich suche hier (Forum Tauchmedizin) den Erfahrungsaustausch mit Tauchern die gleiche oder ähnliche Symptome beim Tauchen hatten und den Grund vielleicht herausgefunden haben. Vielleicht war ja jemand direkt nach dem Tauchgang beim Arzt! Daraus kann ich den Grund (die wahrscheinliche Ursache) für meinen Tauchgang nur eingrenzen.
Mehr erwarte ich nicht. Damit kann ich leben.

Was ich im Forum Tauchmedizin nicht suche, sind Belehrungen von Hobby-Tauchlehrern oder von denen die nur das kennen, was im Handbuch (ganz gleich welcher Verband) steht.

Ich wünsche ganz ehrlich jedem / jeder ausgebildeten Tauchen / Taucherin, Tauchgänge wie aus dem Handbuch. Ich wünsche aber auch jedem / jeder Taucher / Taucherin bei dem / der der Tauchgang nicht wie im Handbuch verläuft, dass er /sie seine / ihre 7 Sinne beisammen hat um seine / ihre Gesundheit oder das Leben zu schützen.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 15:47
"destruktiv"
wir diskutieren deine Schilderung eines Erlebnisses und die Schlussfolgerungen, die man im Nachhinein daraus ziehen kann - oder auch nicht ziehen kann. Dass du das hier geschildert hast, finde ich sehr gut! Möglicherweise kommen aber Punkte auf, die du nicht gerne lesen möchtest?
Antwort von 201bar Registriertes Mitglied am 22.12.2011 - 11:12
@kwolf1406
Bei Dir gewinne ich den Eindruck, dass nur Deine Meinung / Überzeugung Gültigkeit hat.
Die Struktur Deiner Antworten, ob absichtlich oder zufällig so gewählt, ist so aufgebaut, dass Du dir erst einmal Deine eigene Grundlage (eine unumstößliche Wahrheit) schaffst.

„Im Nachhinein lage es wohl nicht an der Luftqualität, da alle anderen Taucher keine Probleme hatten.“
Frage, hast Du die Flaschen selber gefüllt?
Ich habe diesen Punkt dann in meiner Antwort noch einmal näher beschrieben und damit Deine Grundlage in Frage gestellt.

„Während des TG weiß man das aber nicht und ein Abbruch mit allen Begleitern wäre (auch zu derem Schutz) das richtige Verhalten gewesen.“
Selbstverständlich weiß man das auch schon während des Tauchgangs. Unterwasserzeichen! Als wir uns wieder gefunden hatten, haben meine Begleiter mir das OK Zeichen gegeben.

„Was auch immer“, soll bedeuten, Details, die meine Grundlage in Frage stellen interessieren mich nicht. Danach spricht auf einmal das gesamte Forum „lernen können wir nicht mehr aus dem wirklichen Grund“. Soll bedeuten, dass meine eigentliche Intension diesen Beitrag zu schreiben, dass gesamte Forum nicht mehr interessiert. Wenn das nicht destruktiv ist! Du demontierst hiermit meinen Beitrag in seiner eigentlichen Absicht.

„Möglicherweise kommen aber Punkte auf, die du nicht gerne lesen möchtest?“ Ja, richtig! Jedoch bezieht sich das nur auf die Antworten, die mit der eigentlichen Fragestellung nichts zu tun haben und nicht in die Rubrik Tauchmedizin gehören. In jedem anderen Forum diskutiere ich gerne über meine Tauchgang, sofern es der Rubrik entspricht.

Ich übertrage mal meinen Beitrag in ein anderes Beispiel.

Ich habe mich in mein Auto gesetzt und bin losgefahren. Nach ca. 1 Kilometer ist mir dann der Reifen vorne links geplatzt. Ich bin dann langsamer gefahren habe mich dann aber dazu entschlossen noch eine kurze Strecke zu fahren, weil ich dann eine Werkstatt erreichen würde. Nach wenigen Meter ist mir dann auch noch der Reifen vorne rechts geplatzt. Ich habe dann die Fahrt an dieser Stelle beendet.
Im REIFEN-Forum schildere ich dann dieses Ereignis und bitte um Rückmeldung bezüglich der Erfahrungen die andere Teilnehmer mit diesen Reifentyp (Grip 1000) gemacht haben und der Reifen auch erst links und dann rechts geplatzt ist.

Jetzt kommen Antworten wie z.B.:

Wie konntest Du nur losfahren wenn dir doch der Reifen platzt.

Schlimm, dass du überhaupt losgefahren bist, wo dir doch der Reifen platzt. Aber dann noch weiterfahren. Wie konntest du das tun.

Autofahren wenn der Reifen platzt, du solltest noch einmal in die Fahrschule.

Beitragsergänzung: Vielleicht liegt es ja an den Reifen!

An den Reifen liegt es auf keinen Fall. Sonst wären die anderen ja auch geplatzt! Bestimmt warst du auch nicht angeschnallt und die Windschutzscheibe war auch beschlagen. Wir können nicht mehr herausfinden warum die Reifen geplatzt sind, aber wir lernen aus deinem Verhalten, dass du überhaupt losgefahren bist.

Wir sind froh, dass du diesen Beitrag geschrieben hast! Wir diskutieren alle über die Reifen und die Schlussfolgerungen, jedoch wird es hier möglicherweise Punkte geben, die du nicht gerne liest.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 22.12.2011 - 12:43
Sorry, wenn ich dir auf den Fuß getreten bin. War nicht meine Absicht.
Gut Luft und schöne Weihnachten.

PS
Und ja, wenn ich arumentiere, stelle ich möglichst klar, auf welchen Grundannahemn ich meine Meinung aufbaue. Das macht man so. Wobei ich im Nachhinein auch die Grundannahmen gerne noch mal in Frage stelle, wenn es (für mich - ich lerne immer noch) neue Aspekte dazu gibt. wie dein Argument, dass möglicherweise andere Füllstationen beteiligt waren. Dann lasse ich gerne meine Vermutung, dass deine Luft doch vielleicht schlecht war, stehen und argumetiere nicht mehr dagegen. Klar, ist die Frage des richtigen Tauchverhaltens in so einer Situation ein Nebenaspekt. Aber hier mal einen Sidesapekt zu verfolgen ist legitim, denn hier ist ein Diskussionsforum und keine Servicehotline. Letztlich wollen wir doch alle bessere Taucher werden (nicht als Bekehrung, sondern ich selbst, indem ich mal etwas in Frage stelle und auf gute Argumente gegen meine Ansicht hoffe )
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 22.12.2011 - 12:46
sry - wegen fehlender Edit-Funktion:
" Dann lasse ich gerne meine Vermutung" -> ich meine: Deine Vermutung.
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 22.12.2011 - 21:17
„Im Nachhinein lage es wohl nicht an der Luftqualität, da alle anderen Taucher keine Probleme hatten.“
Man sollte natürlich auch daran denken, dass manche Tauchbasen mit mehreren Kompressoren arbeiten

Grüsse aus Dahab
Antwort von ogroeten Registriertes Mitglied am 23.12.2011 - 15:11
Selbst wenn heisst das nicht, das die Flaschen alle im selben Zyklus gefüllt wurden ...

Ich sehe im wesentlichen 4 Fehler:

- Buddyeinteilung unzureichend. Eine Buddyeinteilung erfolgt im Idealfall 1:1. 1:2 mag bei eingespielten Teams bei guten Tauchkonditionen noch angehen. Es fehlt aber sonst einfach die eindeutige Zuordnung: Wer ist genau für wen verantwortlich. ("Hast Du nicht geschaut wo 201bar ist?" "Nöö, ich dachte Du hast den im Blick" ...)

- Wiederabtauchen nach Verbesserung der Symptome. Eigentlich ein NoGo. Allerdings war der Taucher hier bereits `angeschlagen`, also kann es auch mal zu irrationalen überlegungen kommen. Damit ist zumindest der Gedankengang `Mal Bescheid sagen wo ich bin, bevor die mich sinnlos suchen` tolerabel. Nüchtern betrachtet: Auch bei Rettungsaktionen etc. soll sich kein Retter in Gefahr bringen. Also auch meine Buddys beim Suchen nicht. Von daher bringt das Abtauchen keinem was.

Manchmal muss man sich solche Gedanken aber erstmal ausserhalb einer Situation machen, um sie anschliessend richtig zu bewerten.

- Versuch den TG fortzusetzen: Steigerung des vorherigen Punktes, vom TO ebenfalls als Unsinnig eingestuft. Bedarf also keiner weiteren Diskussion

- Keine Sauerstoffbehandlung nach Abbruch / Ende des Tauchgangs. Das wäre bei einer Sauerstoffunterversorgung (oder CO/CO2 Vergiftung) sowie auch einer Lipidpneumonie eigentlich zwingend gewesen. Nun gut, da scheut man sich immer vor. Warum eigentlich?

Die erste Stufe deines LA (falls nicht geliehen) würde ich mal prüfen lassen. Sitzt der Sinterfilter zu, ist hier ggf noch Öl oder sonstiger Dreck (Rost, Ruß, Aluminiumoxyd oder ähnliches) zu finden? Wenn ja (auch wenn der Dreck an sich undefinierbar ist, also nicht klar ist, was es nun genau ist): Lass den Automaten revidieren. Ggf hast Du hier auf der Hochdruckseite Deines Automaten bereits eine `Engstelle` die bei grösseren Tiefen dazu führt, das der Automat zu wenig Luft gibt.

Mein Vorschlag wäre noch, mal zum Doc zu marschieren. Weniger als die Schulterzuckend nach Hause zu schicken macht der auch nicht. Ggf sind aber noch Behandlungen möglich, um Spätfolgen zu vermeiden (falls es überhaupt welche gibt ...). Und dann ärgert man sich irgendwann nur, das man das nicht gemacht hat ..
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 24.12.2011 - 21:56
@ 201bar,

im vorletzten Absatz (und nur dort ) des Beitrags von ogroeten am 23.12.2011 - 15:11 ist ein interresanter Ansatz versteckt, nämlich die verschmutzte erste Stufe.

Du schreibst im OP: "Ich merkte erst, dass ich schlecht Luft bekomme, dann wurde mir schlecht und schwindelig." Diese Symptome waren tiefenabhängig und ausschließlich Deine. Dies deutet für mich noch immer (s. auch meine erste Vermutung vom 15.12.2011 - 11:32) darauf hin, dass Dein individueller Luftbedarf bei diesem Tauchgang mit zunehmender Tiefe beeinträchtigt war.

Nun gibt es auch zu enge Anzüge oder zu enge Jackets, die die Atmung behindern. Dies hättest Du aber bereits beim ersten Tauchgang bemerken müssen.

gruß ramklov

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