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No Air Situation beim CCR/OC

Hallo Gemeinde

Bin seit einiger Zeit stolzer Besitzer eines eCCR. Meine Tauchkollegen/innen tauchen allesamt OC. Früher haben wir immer wieder diverse Notszenarien, so auch No Air Situationen geübt.

Wie sieht eigentlich der Ablauf einer No Air Situation zwischen OC und CCR Taucher aus?
OC zu CCR über Longhouse ist relativ einfach. Wenn ein CCR einem OC Taucher Luft geben muss, ist das über die Bailoutstage möglich. Da diese aber immer zu ist, können schnell einige Sekunden zu einer Ewigkeit und zum Unfall führen.
Andererseits könnte ich eine Longhouse am Inboard Diluent montieren und Luft für die erste Phase geben. Das würde aber zu einem weiteren Gaswechsel beim betreffenden Taucher führen und meine kleine Diluentflasche wäre sehr schnell leer

Wie handhabt ihr das so?

Christian
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El_Dudovorhanden...
31.12.2011 13:33
Warum ist eine Bailoutstage immer zu???
Was machst Du denn, wenn Du Bailout brauchst,
wenn Du Dir bereits Sorgen um das Handling machst was passiert wenn Dein Buddy OOA ist?
charlyTDI Etd Range CCR
31.12.2011 14:13
Ich weiss zwar nicht was Du für eine Kalkkiste tauchst,auch sollte das bei Userseminar geklärt worden sein.
Dann deine Bailout sprich Inbord Flasche ist sicherlich nicht groß genug um einen anderen adäquat zuversorgen (meine hat 3 Liter)und die ist zur Not für mich weil ich es über den Autoair atme.
Dann zur Stage da kommt es aufs Gas und vorallen Dingen ist das Ventil offen wenn Du abtauchst.
Bei Gas du hast entweder ein Bailoutgas sprich Trimix drin oder ein Dekogas für den Notfall ich sage mal ein 50%.
Vielleicht willst Du ja versuchen den anderen mit ins Loop zunehmen.
31.12.2011 14:13
Hi,
die Bailoutflasche sollte natürlich vor dem Abtauchen (Bodycheck) auf Füllung geprüft und aufgedreht werden. Es macht auch Sinn die Gase so abzustimmen, dass ggf. beide beim Anderen etwas Brauchbares vorfinden. Die Variante mit deinem Inboard würde ich nur als letzten Ausweg sehen. Wenn dir dein Body die kleine Flasche lehrmacht, was unter Stress recht wahrscheinlich ist, habt ihr beide nichts mehr.
Gruß
Peter
31.12.2011 18:03
Wenn dein Buddy richtig konfiguriert ist, braucht er dein Gas nicht sofort - weil er selber eines hat.

Tiefengas hat er doch bestimmt eine "Kaltwasserkonfiguration" d.h. 2 erste Stufen, evtl. doppelflasche usw. Falls Stages für die Deko genutzt werden kann er entweder "Moppedfahren" (für jeden Atemzug das Ventil öffnen und wieder schliessen)oder für ein paar Minuten auf ein anderes, evtl. Tiefengas wechseln. Das macht alles dein Buddy selbständig.

Dann erst kommt er ohne Hektik auf dich zu und nimmt dein Bailout Gas, das du in aller Ruhe aufdrehen kannst.
Fertig.

Bailoutgas ist, wie eine reguläre Stage zugedreht.
Vorher habt ihr doch bestimmt ein "Matching" oder Buddyhek gemacht. Dann weiss auch jeder wo der andere welches Gas hat...
El_Dudovorhanden...
01.01.2012 13:03
"Bailoutgas ist, wie eine reguläre Stage zugedreht."

Genau! Wie eine Stage ist auch ein Bailout selbstverständlich nicht zugedereht!
01.01.2012 14:48
Was wäre die Begründung die Stage immer zugedreht mitzunehmen, mir wurde es anders beigebracht?
01.01.2012 15:11
eigentlich sollte das jeder für sich selbst ausmachen, ob man zudreht oder nicht.
Gründe wären z.B.

- Gas kann schlechter verwechselt werden, da ich aktiv erst denken-aufdrehen-atmen muss
- der Regler kann nicht unkontrolliert abblasen, falls eine Strömung (durch Bewegung) oder falsch Lage den Regler dazu veranlasst. Wenn eine Stage abbläst sind innerhalb von wenigen Sekunden etliche Liter Gas weg. Evtl. hängt die Stage auch irgendwo am Taucher, z.B. hinten...

eine Stage wird natürlich mit Druck auf dem Regler ins Wasser genommen (damit selbiges nicht eindringen kann)

Vorteil aufgedreht lassen:
- ich komm sofort an mein Gas

Wenn ich ein pCCR oder ein SCR hab und das Gas aus meiner Stage zieh, ist diese natürlich offen. optional hab ich ja dann auch meinen Bailout Regler dran hängen...

und wie ich beschrieben hab: eigentlich SOLL es keinen Grund geben dass mein Buddy DRINGEND Gas von mir braucht - zu diesem Zeitpunkt hätte sein Backup Sytem schon versagt. Und somit existiert der Grund "ich komm schnell an mein Gas" nicht. Bleiben nur die anderen "Nachtile" , wenn die Flasche dauerhaft geöffnet ist.

Ich hab es so gelernt: konfiguriere dich so, dass du unter allen Umständen deinen Tauchgang, auch im Fehlerfall, selbständig beenden kannst.
El_Dudovorhanden...
01.01.2012 17:52
"eigentlich sollte das jeder für sich selbst ausmachen, ob man zudreht oder nicht"
So siehts aus.. steht aber ganz schön im Widerspruch zu der harten Aussage:
"Bailoutgas ist, wie eine reguläre Stage zugedreht."
Daher auch mein provokannter Einwurf..
In Realität habe ich Stages auch oft zu

Eine Zwischenalternative ist übrigens das Ventil leicht (gerade so das Druck drauf ist), dann ist sichergestellt, dass auch Druck auf der Flasche bleibt falls er bei geschlossener zwischendurch aus Versehen entweicht ist die Pulle schnell Drucklos.. gleichzeitig ist be leicht geöffnet aber ein möglicher Gasverlust auch deutlich minimiert..

"konfiguriere dich so, dass du unter allen Umständen deinen Tauchgang, auch im Fehlerfall, selbständig beenden kannst."
So siehts aus! Dies ist aber genau der Grund weshalb ein Bailout natürlich offen sein muss, denn wenn es das nicht ist, ist beim CO2 schnell zu spät

"Wenn ich ein pCCR oder ein SCR hab und das Gas aus meiner Stage zieh, ist diese natürlich offen. optional hab ich ja dann auch meinen Bailout Regler dran hängen..."
Das ist m.E. keine Option sondern ein Muss! An jede Pulle gehört auch ein Regler damit man selbst oder der Buddy auch an das Gas ran kann..
Alles andere ist Quatsch IMHO

onlinerTDI Trimix/mCCR *** / SF2 Fulltrimix
01.01.2012 18:37
Hai Christian,

also gehen wir mal die möglichen Konfigurationen durch.

1) Bailout = Diluent:
In diesem Fall hast du deine Stage in den meisten Fällen am Diluentkreislauf hängen, sie ist also geöffnet. Zusätzlich sollte man, auch wenn man ein BOV einsetzt, immer noch eine separate 2. Stufe an der Stage haben. Diese kannst du jederzeit einem anderen Taucher geben, der eine OOA Situation hat.
Wenn die Möglichkeit besteht (z.B. keine Höhle) sofort aufzutauchen, dann kannst du die Stage auch abkoppeln und deinem Partner geben.

2) Bailout != Diluent:
Hier gibt es auch verschiedene Konfigurationen, je nachdem, ob ein BOV im Einsatz ist oder nicht. Falls eins im Einsatz ist, wird die Bailoutstage häufig direkt mit dem BOV verbunden, ist also auch geöffnet. D.h. selbe Situation wie in Fall 1).
Falls kein BOV im Einsatz ist oder auf sowas, wie Sanity Breath gesetzt wird (nur Onboard hängt am BOV), musst du die Stage halt aufdrehen oder schon offen tauchen, damit dein Partner an sein Gas kommt.
Ein Longhose am Rebbi (Onboard oder Offboard, wie es ja gerne am pSCR im Höhlenbereich getaucht wird) halte ich für eine OOA Situation absoluten Käse, da du beim Abgeben der Long Hose aus dem Kreisel raus musst, das schafft zusätzlichen Stress in einer vielleicht schon stressigen Situation, der nicht sein muss.

Aber das schöne am Kreiseln, jeder kann/muss sich seine Konfiguration so zusammenstellen, wie er/sie damit am besten klar kommt. Natürlich solltest du deine OC/CCR Tauchpartner auf deine Konfig aufmerksam machen, also zeigen, wo sie im Notfall am schnellsten Ihr Gas her bekommen.

Viele Grüße

Volker
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