OWD - AOWD Abgesandt von Opterix am 01.08.2005 - 10:57:
Hallo...
Vor ca. 2 Monaten hab´ ich erfolgreich meinen OWD-Schein gemacht u. bisher 21 TG auf´m Buckel.
Nun stellt sich für mich die Frage, ob ich noch den AOWD anfüge.
Der beinhaltet jedoch u.a. nur, daß ich im Vergleich zum OWD tiefer taucher "darf"; lt. OWD nur bis 18m.
Ich hab´ in meinem Freundeskreis viele erfahrene Taucher, die mir privat das Navigieren beibringen u. auch Tieftauchgänge mit mir durchführen können; natürlich ohne eine Übergabe des entspr. Brevier.
Jetzt zu meiner Frage:
Ist für das Tieftauchen "gesetzlich" das entspr. Bevier zwingend nötig oder kann/darf ich auch "selbst" Erfahrung sammeln?
Oder "darf" ich dann ohne AOWD im Urlaub nur bis 18m tauchen?
Wer kann mir in bestimmten Fällen einen Strick daraus drehen, oder sind die ganzen Werte nur eine Empfehlung?
Danke für die Infos + Gruß,
Opterix
PS. In dem Fall sehe ich das Rescue-Brevier als sinnvoller an!
Antwort von Dennis am 01.08.2005 - 11:03 Hi Opterix,
klar kann man sich das alles mehr oder weniger von einem erfahrenen Taucher beibringen lassen. Das interessiert auf einer Basis aber niemanden. Eigentlich sind die 18m nur eine Empfehlung. Auf vielen Basen und bei eigentlich allen Versicherungen sind die 18m aber "Gesetz". D.h. die Basen werden dich nicht tiefer als 18m lassen, ggf. musst du selbst mit 500TG und OWD Brevet noch in die Anfängergruppe, du wirst nicht mitgenommen zu bestimmten Tauchplätzen oder (auch schon erlebt) du musst immer mit Guide tauchen. Bei den Versicherungen ist es so, sollte was unterhalb der Tiefe für die du ausgebildet wurdest passieren zahlen sie nicht.... (Sowohl bei Basen und Versicherungen gilt natürlich: Ausnahmen bestätigen die Regel)
Für den Rescue Kurs ist der AOWD übrigens Vvorraussetzung!
Gruss
Dennis
Antwort von gunther am 01.08.2005 - 11:16 Hi,
wue wäre die Alternative CMAS ** anzustreben, das wäre dann nur ein Brvet + die Sonderprüfungen,
soweit ich weiß (bitte mit vorsicht genießen) gehört mittlerweile Nitrox dazu?!?
Gruß
Gunther
Antwort von Detlef am 01.08.2005 - 11:19 Gesetzlich ist garnix von nöten. Was die Basen angeht, kann es dir schon passieren, das sie die Tiefe beschränken und dich mit einem Guide versehen. Was die Versicherung angeht, kann es zu Problemen kommen. Allerdings ist mir keine einzige gerichtliche Entscheidung zu dem Themenkreis bekannt. Das wird immer gerne behauptet, wird aber nie mit einer Fundstelle belegt.
Grundsätzlich gilt im Bereich der EU die entsprechende Eu-Norm für Tauchdienstleister. Diese sind gehalten, dich anhand deiner Ausbildung, deiner Erfahrung und des Schwierigkeitsgrades der Tauchplätze einzustufen und die Plätz dementsprechend zu bestimmen. Bei 21 TG würde ich dich unter Aufsicht stellen und einen einfachen Platz auswählen. Das würde sich auch nicht mit dem AOWD ändern. Einen OWD mit 500 TG würde ich anders beurteilen.
Fortbildung und Erfahrung schaden nie, man muß ja nicht jede Karte käuflich erwerben.
Antwort von Euroteddy am 01.08.2005 - 11:32 Hallo
Nun ich bin mittlerweile bei der Divemaster Ausbildung und muß sagen auf der einen Seite ist es ok wenn man sich weiterausbilden lässt man lernt noch eine menge dazu auf der anderen Seite ist es nun mal so du bist mit dem OWD ein Ausgebildeter Sporttaucher und laut gesetzt und versicherungen dürfen Sporttaucher bis 40 Meter Tauchen.
Antwort von Scubaholly am 01.08.2005 - 13:01 Es gibt Tauchplätze auf der Welt, die man nicht mit einem OWD oder CMAS 1* zertifiezierten Beginner als fürsorglicher und (evtl.) höher zertifizierter Taucher mit mehr Tauchgängen als Buddy durchführen sollte. Die 18m sind eine empfohlene Maximaltiefe für Tauchanfänger. Wo der Anfänger aufhört und der erhrene Taucher anfängt? Darüber streiten sich die Gelehrten. Einige Taucher können es mehr oder weniger von Anfang an; andere sind mit mehreren hundert Tauchgängen noch immer eine Gefahr für sich und andere Taucher. Es gibt weltweit tausende von Tauchern, die immer noch "nur" über ein Brevet des Beginnerstadiums haben; aber weit über 500 Tauchgänge mit Wrack, Nacht, Kalt Tief, Eis usw. im Logbuch aufweisen können. Diese Leute mit einem Tiefenlimit von 18m zu belegen: Wenn ich mal so zurückschaue: was haben alles die Tauchpioniere gemacht; ohne jedwedes Zertifikat...
Als TL finde ich den Vorschlag von gunther ideal für Dich: auch ich empfehle meinen Tauchschülern grundsätzlich, sich im Laufe ihrer Taucher-Karriere mind. bis zum PADI Rescue oder CMAS 2** weiterzubilden; alles was davor, dazwischen und danach kommt kann; muss aber nicht. Und wenn Du mit den Kärtchen von den beiden grossen Verbänden auftauchst; tja, dann gibt es auch keine Probleme weltweit.
Dia Sache mit dem Nitrox ist bei PADI übrigens schon ab dem OWD möglich; ob gut, schlecht oder mal wieder einfach nur innovativ und profitorientiert möchte ich mal in dem Raum stehen lassen.
Tropische Grüsse!
Antwort von Detlef am 01.08.2005 - 13:33 Eurotedy, wer bringt dir eigentlich bei das Sporttaucher aus gesetzlichen oder versicherungsrechtlichen Gründen bis 40 Meter tauchen dürfen. Wo steht das bitte.
Antwort von Troy am 01.08.2005 - 13:38 Hallo,
bei welchem Verband hast Du denn Deinen OWD gemacht ?
Bei SSI brauchst du für Rescue keinen AOWD mit
sinnlosen Specialties.
Ich habe das Tauchen under ähnlichen Bedingungen gerlernt. Hatte meist 2TLs dabei. Das ist prinzipielle eine sicherere Sache. Wenn Du aber auf eine Tauchbasis im In-oder Ausland angewiesen bist, zählen nur Brevets. Da führt schon mal ein Master Diver mit 60TG eine Gruppe von Tauchern ,von denen jeder mehrere Hundet TG haben, an.
Verkehrte Welt, es führt in letzter Konsequenz kein Weg daran vorbei einige Specialties zu machen. Nitrox ist fürs Ausland und Rescue(ab 50TG) immer empfehlenswert den Rest solltes Du nach Deinen Interessen wählen. Man wird sicher auch als erfahrener Taucher noch ein Paar Dinge lernen können.
Gruß
Troy
Antwort von Troy am 01.08.2005 - 13:41 Was ich noch vergessen habe,
du solltest dir jetzt überlege welcher Verband für dich der beste ist. Wenn du später wechsel möchtest gibt das meist Probleme und kostet unnötiges Geld
Gruß
Troy
Antwort von Stephan K. am 01.08.2005 - 13:47 @ Troy
Umschreiben lassen kannst du dein Brewet nicht, aber dein aktuelles Brewet wird als Voraussetzung für das neue Brewet anerkannt.
z.N. als PADI-Rescue kannst du CMAS Gold machen, aber nicht zu CMAS Silber umschreiben lassen.
siehe Äquivalenzliste
Antwort von Opterix am 01.08.2005 - 14:33 Das OWD-Brevet hab´ ich bei PADI abgelegt.
Meine Frage zielte eigentlich mehr auf versicherungstechnische Belange (Deko-Versicherung), aber da gibt es wohl kontroverse Meinungen dazu.
Kann mir irgend jemand verbieten tiefer zu tauchen als 18m?
Scheinbar nicht, denn die Tiefenangabe ist ja wohl nur eine Empfehlung; abgesehen von Basen-Guides im Urlaub, aber auch dafür hab´ ich eine Lösung.
Ansonsten sehe ich die ganze Sache so wie Detlef: "Fortbildung und Erfahrung schaden nie, man muß ja nicht jede Karte käuflich erwerben."
Natürlich liegt mir sehr viel daran viele Fähigkeiten zu erlernen u. viel Erfahrung zu sammeln, aber nicht zu jedem Preis.
Gruß,
Opterix
Antwort von troy am 01.08.2005 - 15:16 Ohne es belegen zu können möchte ich behaupten,
dass Deine Versicherung beim bewusten Überschreiten der Tiefenempfehlungen nicht zahlen wird. Sicher nicht bei 20 Meter als OWD. Es gibt aber auch Spezialisten die meinen mit einem Erfahrungsschatz von 10 TG gleich die Welt unterhal der 30 Meter erkunden zu müssen.
Wenn da etwas passiert gibt es sicher Probleme mit der Versicherung.
Als kleine Ergänzung zu den Aquvalenzlisten.
ein Beispiel.
Ich möchte die SSI Master Diver werden.
Laut SSI braucht man dafür 4 Specialtiers + Rescue + min. 50TG.
SSI AOWD ist man mit 4 Specialties.
Jetzt habe ich aber CMAS** was laut Liste ja dem AOWD entspricht.
Daraus würde sich eigentlich ergeben, das
CMAS** + Rescue + 50 TG reicht um die Master Karte zu bekommen.
Weit gefehlt, nicht einmal mit CMAS*** + R + 50TG.
Für SSI zählen einzieg und allein die Anzahl der Specialties.
Bei Padi ist es dann wieder etwas anders.
Drum prüfe wer sich ewig bindet,...
Gruß
Troy
Antwort von Opterix am 01.08.2005 - 15:47 Zitat von Troy: "Drum prüfe wer sich ewig bindet,..."
damit hast Du vielleicht recht, dafür hat mich aber das OWD-Brevet nur 30 € gekostet!!!
Gruß
Antwort von Dennis am 01.08.2005 - 16:58 Ist wie auf der Autobahn...
Du darfst so schnell fahren wie du willst (wenn keine Geschwindigkeitsbegrenzungen da sind ...). Fährtst du aber mit 250 einem drauf musst du beweisen das es bei 130 (Richtgeschwindigkeit) auch passiert wäre. Sonst ... viel Spaß mit der Versicherung...
Antwort von AndréM am 02.08.2005 - 14:50 @opterix:
Das PADI-Ausbildungen billig bei eBay zu haben sind wusste ich ja schon, aber OWD für € 30,- ?
Mitarbeit gegen Ausbildung, oder wie geht das?
Gruss, André
Antwort von Opterix am 02.08.2005 - 17:21 @ AndréM
Tja, man muß eben nur die richtigen Leute kennen ; nur leider Gottes sind die schönen Zeiten nun vorbei; mein TL kann nun keine Sonderpreise mehr machen, da seine Tauchschule es nicht mehr zuläßt
Gruß
PS. Eigentl. war ausgemacht, daß ich die Ausbildung ganz für "umme" bekomme, aber zumindest die Brevetgebühren wollte ich übernehmen.
Antwort von Dennis am 03.08.2005 - 10:04 PADI bekommt für jede Brevetierung einen bestimmten, immer gleichen, Betrag. Egal welches Level/Specialty brevetiert wird. Die "Abrechnung" passiert über die PICs (Brevetanträge). Die kosten einfach Euro X pro Stück. Das sind im Endeffekt die einzigen Kosten die bei einer Brevetierung IMMER anfallen egal was sonst alles umsonst "besorgt" werden kann.
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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