Ösophagusvarizien Abgesandt von mantadivecenter am 29.08.2010 - 10:16:
Hallo,
suche eine Antwort, ob jemand bei dem Ösophagusvaritien diagonostiziert wurden, unter gewissen Umständen wieder tauchen darf.Kann im Internet nur finden, das es ein absolutes NOGO ist, aber nirgends eine halbwegs wissenschafliche Begründung oder Abhandlung. Ich weiß selber das beim Gerätetauchen im Körper erhöhter Druck in den Gefäßen entsteht, aber ich möchte gern wissen, ob es möglich ist in geringeren Tiefen (10m) bedenklos zu tauchen, oder ob eine Therapie dahingehend möglich ist,um den Tauchsport wieder aufnehmen zu können.
Danke
Antwort von Baggerteich am 29.08.2010 - 13:12 Also, die Antwort ist nicht schwer zu finden. Über die Ursachen für das Entstehen von Krampfadern in der Speiseröhre brauchen wir uns hier nicht unterhalten. Allein die Vorerkrankung, die zu diesen Varizen führt, schließt Tauchen als Hobby aus.
Aber das die Letalität (Sterblichkeitsrate) sogar bei einer Behandlung der Blutung bei ca. 30% und die Gefahr eines erneuten Auftretens der Blutung bei 70% liegt sollte das NoGo erklären.
Zitat:
"Bei einer gravierenden Blutung sollte der Patient in die Intensivstation eines Krankenhauses aufgenommen werden. Zunächst steht dort die Stabilisierung der Kreislaufverhältnisse im Vordergrund der Bemühungen, was die Transfusion von Blutkonserven einschließt. Im zweiten Schritt wird eine Endoskopie des oberen Magen-Darm-Traktes vorgenommen; diese sollte die Inspektion des Magens und Zwölffingerdarms einschließen, da neben den Ösophagusvarizen auch andere Blutungsquellen in Frage kommen (z.B. Magengeschwüre). Können Ösophagusvarizen als Blutungsquelle eindeutig identifiziert oder wenigstens wahrscheinlich gemacht werden, erfolgt die endoskopische Intervention. Die früher übliche Verödung (Sklerosierung) von Ösophagusvarizen ist heute gegenüber der wirksameren und risikoärmeren Bandligatur in den Hintergrund getreten (Abb. 2). Hierbei wird die Varize in einen auf das Endoskop aufgesteckten Konus angesaugt und durch Abwurf eines Gummibandes unterbunden. Diese Prozedur wird eingesetzt zur primären Blutstillung einerseits und zur Verhinderung erneuter Blutungen andererseits. Nur in verzweifelten Fällen (Unmöglichkeit der Endoskopie infolge heftiger Blutung) kommen heute noch Kompressionssonden (z.B. Linton-Nachlas-Sonde) zum Einsatz."
Zitat Ende
Antwort von Doppelventil am 08.09.2010 - 12:02 Naja, zumal du einen Bereich von 10m beschreibst in dem du tau8chen möchtest. Jetzt mal von den physikalischen Gesetzen ausgegangen:
Oberfläche: 1bar Umgebungsdruck
10m Tiefe: 2bar Umgebungsdruck
sprich: eine Druckzunahme um 100%
Das sollte wirklich schon Anlass genug sein die Varizen nicht noch weiter zu strapazieren und eine Ruptur zu riskieren, die oftmals (je nach schwere des Verlaufs) tödlich enden.
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