Ohrenprobleme + Stress mit HNO Arzt Abgesandt von Flocke am 24.09.2007 - 18:50:
Hab da mal ein Problem,
war am Samstag Tauchen, bis 12 Meter nur, hatte mit dem rechten Ohr am anfang ein Problem zwecks Druckausgleich, ging aber später. Gestern und Heute noch leicht Taub mit Knistern. Da ich das in Ägypten diesen Sommer auch hatte, dachte ich mir, geh mal zum HNO, gesagt, getan Heute.
Da sagt der HNO mir, mein eines Ohr wäre dicht, schreibt mir Nasentropfen zum Abschwellen auf.
Ich fragte ihn dann bis wieviel Tage vor dem Tauchen ich denn damit aufhören müsse?
Da meinte der HNO , ich sollte das Spray direkt vor dem Tauchen nehmen !!!
Ich erklärte ihm dann , das dieses nicht gut wäre und sagte auch warum, da meinte der HNO das ich ja keine Ahnung hätte, die Taucher wohl auch alle nicht die sowas behaupten. Und schließlich wäre er ja der Arzt und müsse es ja wissen. Er hat mir erzählt, das bei dem Spray eine abschwellende Wirkung zustande kommt, wobei die Blutzirkulation und Versorgung herabgesetzt wird, wenn die Wirkung dann nachläßt, kommt es zu vermehrter Blutversorgung und somit zur anschwellung, was beim Auftauchen aber nicht weiter schlimm ist.
Ich habe versucht ihm klar zu machen das es wohl schlimm sein könnte, wobei er dann wieder zickig wurde und meinte von dem Quatsch nix mehr hören will. Tja und nu?? Kann ich das Spray vor dem Tauchen jetzt nehmen oder nicht?? Muß dazu sagen das ich Samstag keine Erkältung hatte.
Könnt ihr mir was dazu sagen ??
Grüßli´s
Drea
Antwort von doerk2 am 24.09.2007 - 19:18 hno wechseln..........
Antwort von niemand bestimmtes am 24.09.2007 - 19:42 Viel Spass beim HNO-Wechsel, aber dass Du einen findest, der nicht extrem gereizt reagiert, wenn er mit einer abweichenden Meinung (zu was auch immer) konfrontiert wird, ist eher unwahrscheinlich. Das ist dem System der eminenz-basierten Medizin geschuldet, das in Deutschland noch flächendeckend verbreitet ist...
Ansonsten halte ich das Risiko einer Umkehrblockierung durch frühzeitig nachlassende Wirkung eines schleimhautabschwellenden Mittels allerdings auch für überschätzt. Muss IMHO letztlich jeder selbst wissen, ob er es eingehen möchte.
Antwort von smoli am 24.09.2007 - 20:14 Das problem hatte meine Frau auch. Sie verspürte bei jedem TG Schmerzen im Ohr. Ok das hatte nix mit erkältung zu tun. Ihr HNO sagte nachdem er ihr auch tropefen verschrieben hatte, die sie natürlich nicht vor dem TG nahm, sie solle lieber Golf spielen. Dann haben wir die weite Reise angetreten und sind 3,5 Std. nach Mannheim gefahren. Dort ist der Spezialist für Tauchen und HNO. Herr Dr. Klingmann. Jeden Dienstag hat er dort Tauchersprechstunde. Sein Befund: Muskel der Ohrtube nicht trainiert bzw. zu schwach.Ab sofort 60 Tage kortison und pro Tag 12 Wochen lang trocken den Druckausgleich machen. Und siehe da nach 3 Monaten Urlaub und alles war perfekt.
Der normale HNO-Arzt hat keine Ahnung in Bezug auf Tauchen mit HNO. Zumindest ist es schwer jemanden zu finden der kompetent genug ist.
Also hoffe ich das du entweder nach Heidelberg fährst oder einen HNO Arzt findest der sich mit der Sache auskennt.
Gruß
Antwort von shuttle am 24.09.2007 - 20:22 Such dir einen Tauch (HNO-) Arzt "Hier klicken"
Antwort von MadShark am 24.09.2007 - 22:17 Es kommt halt drauf an wie lange das Medikament wirkt.
Ich nehme im Sommer auch Nasenspray (wegen Heuschnupfen). Das Spray hat aber ne Langzeitwirkung, daher ist ein nachlassen der Wirkung praktisch unmöglich. Zudem sind unter Wasser keine Pollen die eine Schwellung verursachen könnten.
Ich würde es zunächst mal bei nem anderen HNO versuchen. Dann solltest du mal die Wirkdauer abklären.
Antwort von Scuba Dude am 25.09.2007 - 05:40 Abschwellende Mittel mit Langzeitwirkung koennen vor Tauchgaengen durchaus verwendet werden. Ob das Mittel lange genug wirkt und wie es eingesetzt werden soll, ist am besten mit einem HNO-Arzt abzuklaeren. Die alte Lehrmeinung, dass man mit Nasensprays und anderen abschwellenden Mitteln auf gar keinen Fall tauchen gehen kann, ist etwas konservativ gehalten. Tatsaechlich halten die meisten Nasensprays lange genug an. Was man allerdings nicht tun sollte ist Nasentropfen einsetzen, wenn man komplett komplett verschnupft ist und sonst keinen Ausgleich oder nur sehr schwer hinbekommt. Wie schon erwaehnt, die Auswahl des Mittels und dessen Dosierung sollte auf jeden Fall ein Facharzt treffen!
Antwort von DerHobbyDoktor am 25.09.2007 - 09:35 "Taucharzt" ist und bleibt in Deutschland eine volkstümliche Berufsbezeichnung, da es eine solche Ausbildung und/oder Studiengänge an keiner medizinischen Unität gibt. Im Gegensatz zum Sportmediziner, der offiziell ausgebildet wird. Also sind alle "Tauchärzte" Ärzte anderen Faches, die sich mittels Selbststudium und/oder eigener "Versuchsreihen" am lebenden und/oder toten Taucher weiter gebildet haben. Deshalb ist (auf dem Papier) kein "Taucharzt" auch nur einen Deut besser, als der HNO-Arzt von Flocke.
Fazit: Flocke (und andere auch) Wechseln bei "negativen" Diagnosen den Arzt so lange, bis man auf den einen trifft, dessen Diagnose dem Patienten genehm ist.
Antwort von JFibu am 25.09.2007 - 09:47 @hobbydoctor
Lese besser, bevor Du Deine Weisheiten hier von Dir gibst. Flocke hat keine "negative" Diagnose erhalten und will deswegen den Arzt wechseln. Der Arzt hat ihr Nasentropfen verschrieben und zwar direkt vor dem Tauchgang. Dies widerspricht der klassischen Meinung (abschwellende Mittel vor dem Tauchen) und dies hat Flocke ZURECHT hinterfragt. Ausserdem habe ich als zahlender Kunde (Patient genannt) das Recht den Dienstleister (Arzt genannt) zu hinterfragen. Wenn er dann wie hier noch patzig reagiert, ist das für sich schon ein Grund den Arzt zu wechseln.
Antwort von katinka am 25.09.2007 - 13:52 Auch ich leide unter chronischer Belüftungsstörung durch zu enge Eustachische Röhren. Zudem habe ich ständig einen leichten Unterdruck im Ohr. Mir hat ein HNO und Tauchlehrer gesagt: ein ehrlicher Hub Nasenspray auf Sealevel ca. 15 Min. vor dem Tauchgang schadet nicht. Wenn ich merke, dass die Schleimhäute -nicht durch Erkältung- geschwollen sind, greife ich auf diesen Rat zurück. Der Druckausgleich sollte schon trocken durchgeführt funktionieren, sonst nicht abtauchen. Die Therapie, die Smoli schreibt, ist prima, aber welcher HNO verschreibt Nasenspray mit Cortisonzusatz, wenn es nur ums tauchen geht?
Gruß
Antwort von shuttle am 25.09.2007 - 14:09 @Hobbydoktor:
<Taucharzt" ist ... eine volkstümliche Berufsbezeichnung>
->
Taucher wissen eigentlich, was gemeint ist. Hier: GTÜM-zertifizierte Ärzte für Tauchtauglichkeits-Untersuchungen.
Die GTÜM schreibt hierzu:
Zitat
"Taucherarzt-Liste:GTÜM-zertifizierte Ärzte für Tauchtauglichkeits-Untersuchungen
Die Ärzte in dieser Liste haben der GTÜM ihre Qualifikation als Taucherarzt nachgewiesen..... "
Dies zur Info. Aber mach dir nichts draus, als Hobby-Doktor muss man nicht alles wissen
Antwort von rüdix am 25.09.2007 - 17:40 Ihr habt noch eines übersehen:
"Da sagt der HNO mir, mein eines Ohr wäre dicht, schreibt mir Nasentropfen zum Abschwellen auf."
Dazu wüßte ich gern genaueres bzw. sollte es nochmal kontroliert werden bevor es mit dem Tauchen weiter geht. Was ist dicht. Die Tube geschwollen, Cerumenpropf im Gehörgang oder gar eitriges Trommelfell?
In jedem Fall sollte das abklingen bevor du weiter tauchst.
Tip(p): Nach jedem Tauchgang Ohren mit Trinkwasser spülen, egal ob Chlor, Salz- oder Dreckbrühe.
Und für besonders vorsichtige gibt´s entsprechende Zusätze als fertige Spüllösung in der Apotheke.
Antwort von Flocke am 25.09.2007 - 18:54 Hallo und ein gr0ßes Danke an alle.
@shuttle
Habe dank Deiner Liste einen Taucharzt gefunden, auch angerufen, der meinte nicht mit Nasenspray Tauchen. Genaueres kann er mir nur nach einer Untersuchung sagen.
@rüdix
Der HNO Arzt sagte mir mein Ohr wäre dicht, so das kein Druckausgleich im moment möglich ist, und mehr nicht. Er kam dann gleich auf das Thema Nasenspray zu sprechen und da hatten wir gleich den Disput. Nach meiner Frage ob ich denn nun wiederkommen muß, zwecks Nachkontrolle, meinte er NEIN, wird so reichen.
Naja mir reichte es dann auch @smoli
Das mit dem Trockenüben ist ne Idee, werd ich mal versuchen.Danke
Nur nach Heidelberg ist es etwas weit für mich, hoffe mal das hier in der Nähe auch ein T.Arzt ist.
Grüßli
Drea
Antwort von DerHobbyDoktor am 26.09.2007 - 11:57 "... gefunden, auch angerufen, der meinte ..."
Womit meine Behauptung ( "... wechseln bei "negativen" Diagnosen den Arzt so lange, bis man auf den einen trifft, dessen Diagnose dem Patienten angenehm ist." ) bestätigt wurde.
Antwort von shuttle am 26.09.2007 - 12:02 "... wechseln ... bis man auf den einen trifft, dessen Diagnose ...angenehm ist." -> oder bis man einen gefunden hat, der was vom Tauchen versteht.
Beispiel: ein HNO aus meiner Heimatstadt empfahl mal einem nach einer Thymanoplastik, nur bis 10m zu tauchen, da wäre der Druck noch nicht so schlimm ..... Der Patient wechselte zu einem GTÜM-zertifizierten Taucharzt, der ..... hatte eine andere Meinung
@flocke schau mal auf dieser Seite dort gibt es auch ein Forum wo Dr. Klingmann auch Fragen selbst beantwortet. Glaube mir dieser Arzt weis was er da macht.
Gruß
smoli
Antwort von Kormoran am 27.09.2007 - 15:22 @HobbyDoc: Shuttle hat recht. Es geht hier nicht um eine genehme ärztliche Meinung, sondern um eine fundierte Meinung zu physikalischen Zusammenhängen, mit denen die Docs normalerweise nicht konfrontiert werden und die sie offensichtlich auch oft in keiner Weise überblicken.
Den Blödsinn mit den 10 Metern hat meine Frau auch mal erzählt bekommen, weil sie "sehr dünne Trommelfelle" hätte. Auch die zweite Aussage mag ja stimmen, die Schlussfolgerung ist aber unter taucherischen Gesichtspunkten gleichfalls Schwachsinn.
Antwort von DerHobbyDoktor am 27.09.2007 - 15:32 Tja, Leute. Ich bleibe bei meiner vorgefestigten Meinung.
Denn, wie shuttle richtig sagt ("... oder bis man einen gefunden hat, der was vom Tauchen versteht..."), suche ich als Taucher/Taucherin mir von vornherein einen "Taucharzt" und gehe wegen solcherlei Dingen erst gar nicht zum Hobby-Doktor, der die physikalischen Zusammenhänge des Tauchens in keinster Weise überblickt. Solange mein Hausarzt mir keine tauchergenehmen Aussagen triftt, wechsle ich halt den Arzt, bis es passt.
Jedoch ist Flocke jetzt schlauer und geht immer und gleich zum "Taucharzt", sofern es die Tauchtauglichkeit beeinflusst.
Antwort von Schaffel am 28.09.2007 - 08:33 Ganz so unrecht hat der Hobbydoc nicht.......
Die Diagnose, die man hören will, wird selten hinterfragt.
Tatsache ist doch: Als Taucher sollte man einen HNO suchen, der sich mit Tauchen auskennt - und dafür ist die GTÜM da. Auf deren Liste - siehe Link von Shuttle - findet man einen GTÜM-zertifizierten HNO in der jeweiligen Nähe.
Ganz abgesehen von irgendwelchen Diagnosen ist man bei Problemen, die irgendwie mit dem Tauchen zu tun haben, bei denen einfach besser aufgehoben.
Auch wenn der bisherige Arzt sehr nett, gleich in der Nähe oder hübsch ist: Lieber GLEICH zum Spezialisten!
LG Schaffel
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Auszug aus diesem Forum:
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