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Orientierung - Ausrüstung & Fachbuch? Abgesandt von Soliton am 12.07.2008 - 00:11:
Hi,
möchte so bald wie möglich einen Orientierungskurs machen. Ab wieviel TG macht denn das einen Sinn?
Computer & Kompaß muß ich mir noch besorgen. Gibt es Modelle, die man einen Anfänger empfehlen kann - oder etwas, das ich beim Kauf beachten sollte? Der Kompaß ist außer bei sehr teuren Computern wohl immer "extra"... Irgendetwas, was die Handhabung bei der Navigation erleichtert oder erschwert?
Schließlich: Lohtn es sich, vor einem Kurs ein Fachbuch zu lesen - und wenn ja, welches? Ich habe nur eines vonm 1999 gefunden bei Amazon.
Danke für eure Meinungen,
Soliton
Antwort von Stephan K. am 12.07.2008 - 00:18 Der Neigungswinkel ist wichtig.
Der besagt wie schräg der Kompass gehalten werden kann und noch funktioniert.
ein guter Kompass ist der Suunto SK-7, welchen es einzeln gibt, aber auch kombiniert mit Konsole oder Computer.
Du kannst dir natrürlich ein Buch kaufen, aber das
Hier klicken sollte eigentlich ausreichen.
Antwort von Soliton am 12.07.2008 - 02:26 Hi Stephan,
dasnke, das klingt ja sehr gut. Gibt es denn wirklich zwei Varianten - oder kann man den einen Kompaß auf drei Weisen nutzen? Muß ich mich also beim Kauf entscheiden, ob ich mit Retraktor oder Konsole arbeiten will? Und paßt der Kompaß dann nur zu einer bestimmten Konsole, d. h. kann man ihn nicht mit Computern/Konsolen anderer Hersteller kobinieren?
Krass, daß der Retraktor fast soviel kostet wie der ganze Kompaß. :-o
Ist denn eine Konsole nicht allgemein besser als ein Retraktor, da habe ich dann doch immer alles im Blick?
Antwort von Stephan K. am 12.07.2008 - 07:06 Das ist eine Glaubensfrage ob man besser den Kompass am Handgelenk, am Retraktor oder in der Konsole hat.
Ich habe den Suunto Cobra mit SK7. Allerdings mit HD-Kupplung und auch mit längeren HD-Schlauch.
Dadurch kann ich den Kompass auch mit beiden Händen vorne halten zum besseren Navigieren.
Für Konsolen gibt es auch nur Kompasskapseln.
Richtig passen die natürlich nur in einer Suunto Konsole, aber ein Freund von mir hat den SK7 in eine andere Konsole eingebaut (verklebt)..
Antwort von sunflower am 12.07.2008 - 08:11 Ich hab das Armmodell des SK-7 und diesen an einem ganz normalen Retractor befestigt - hält seit Jahren perfekt und man kann ich bei bedarf auch einfach wieder an den Arm machen! (und kostet eben nicht annähernd so viel wie dieser spezielle SK-7 Retractor)
Antwort von DerBerater am 12.07.2008 - 08:27 hallo Soliton.
Spare dir das geld und kauf dir ein´ guten kompass.
Der kompass funz. unterwasser wie am lande.
Ein kurs brauchst du dafür nicht, wenn du unsicher bist wie ein kompass funz. dann geb ich dir ein link
retractor oder konsole ist eigentlich egal, wichtig ist das du den kompass weit genug vor deinem körper( zur peilung) halten kannst. hast die sog. marschzahl kannst du auch direkt von oben au´m kompass schauen( brauchst nicht mehr den arm ausstrecken) wichtig bei konsole. einen alu karabiner zur befestigung: also nicht metallisches.
Antwort von Soliton am 12.07.2008 - 10:31 Ok, danke, aber ich muß nochmal nachfragen: Es gibt also ein Modell für den Arm und ein andere für die Konsole, d. h. man muß sich entscheiden, die sind nicht kompatibel,
@Der Berater: Ich muß den Kurs ja machen als Voraussetzung für das nächste Brevet.
Antwort von Doppeldreier am 12.07.2008 - 10:52 die Halterungen sind unterschiedlich, die eigentliche Kompasskapsel kannst du in unterschiedliche Halterungen einsetzen, natürlich nur immer beim gleichen Hersteller.
Als Kompass ist eigentlich nur der SK-7 zu empfehlen. Ist genau so teuer wie die anderen auch aber einfach der beste.
Wenn du eh eine Kurs machen muss frag doch den potentiellen Tauchlehrer nach Büchern die er empfehlen kann, vielleicht hat er auch selber was zusammengestellt.
Gruß,
D3
Antwort von Doppeldreier am 12.07.2008 - 10:56 @der Berater
hallo freund der einfachen sprache. 1. geht der link nicht und 2. wusste ich nicht das alu nicht aus metall ist, alu macht sich auf die dauer in salzwasser sehr gut.
d3
Antwort von Telemar-king am 12.07.2008 - 11:55 @Soliton, die `Zulassungsbedingungen` für den von Dir genannten Kurs findest Du Hier klicken auf Seite 7
Getrennte Kompassmodelle für Anfänger und für Fortgeschrittene sind mir nicht bekannt. Alle tauchen nach der selben Windrose. Worauf Du achten sollst (Neigungswinkel) wurde oben schon genannt. Denn es ist wichtig, beim Kauf darauf zu achten, ab welchem Neigungswinkel die freischwimmende Kompassrose sich im Kompassgehäuse verklemmt. SK-7 von Suunto ist dabei ein sehr gutes und gern gekauftes Modell.
Ob Du den Kompass in die Konsole einbaust, am Retraktor befestigst oder ihn als Armmodell trägst, liegt im Geschmack des Benutzers. In der Konsole hat man ihn immer dabei und kann ihn nie vergessen.
Ein spezielles Buch muss man vor dem Kurs nicht kaufen, alles wichtige wird Dir im Kurs vermittelt und nachlesen kannst Du es in dem gleichen Buch, welches Du Dir für die *-Ausbildung kaufen musstest Hier klicken .
Antwort von tauchwolly am 12.07.2008 - 18:41 Hallo zusammen,
ja, der Suunto SK 7 ist der beste Kompass, vor allem wegen dem großen möglichen Neigungswinkel ohne zu Verklemmen/verkanten.
Hier der link zur Beschreibung des SK 7 Hier klicken
Liebe Grüße
tauchwolly
Antwort von Soliton am 12.07.2008 - 19:07 Danke euch allen. Die Sache mit dem Kompaß ist also klar. Habe mir heute die Modelle mal im Shop angesehen. Dachte daran, mir das Modell mit der Schlauchhaltung zu kaufen, wenn ich den Computer erstmal nicht kaufe. Denn am Arm will ich den Kompaß auf keinen Fall haben.
Könnt ihr noch was Thema "Computer für Anfänger" sagen? Cobra 1 wurde mir empfohlen.
Worauf sollte ich denn als Anfänger beim Computer achten (Batterie selbst wechselbar, soviel weiß ich schon ;) )? Was macht einen "guten" Computer aus ("gut" im Sinne von: sichere Tauchgänge, kein überflüssiger Luxus) - lohnt sich "luftintegriert" ?
Wir die Dekorechnung dadurch (durch die Berücksichtigung des höheren Luftverbrauchs = höheren Stoffwechsels) sicherer oder einfach nur genauer, so daß man länger tauchen kann?
Antwort von faraway am 12.07.2008 - 20:23 Du solltest zum Orientieren mit dem Kompass so viele Tauchgänge hinter Dir haben, dass Du mit der Lunge sicher tarieren kannst. Den Kompass hältst Du meist mit beiden Händen vor Dir. Für die gleichmäßige Tiefe bleibt da nur noch die Atmung. Wenn Du eine Hand für den Inflator brauchst kommst Du in Stress.
Antwort von Telemar-king am 12.07.2008 - 23:07 farawax, Deine Antwort ist sehr gut. Nur passt die Frage von Soliton eins über Dir nicht mehr dazu. Denn wir haben das Kapitel `Kompass` abgeschlossen` und sind zum Kapitel `Computer` übergegangen.
Soliton, was ist `Cobra 1` ? Entweder stellst Du Dich absichtlich dumm, um uns zu beschäftigen oder Dein Tippgeber ist ein geschäftstüchtiger Mensch, weil er Dir den Cobra Hier klicken als `Computer für Anfänger` empfiehlt. Frag ihn mal, wie sein `Computer für Fortgeschrittene` aussieht.
Falls Du genügend Geld hast, kauf den Cobra. Wenn Du einen Computer willst, der sowohl für `Anfänger`, als auch später für `Fortgeschrittene` ausreicht, dann nimm den Suunto Gekko Hier klicken . Dessen Funktionen reizt man auch als `Fortgeschrittener` nicht aus. Glaub mir das.
Antwort von Soliton am 13.07.2008 - 19:48 Telemar-King, Du hast mich mal wieder durchschaut. *gähn* Ich will euch nur beschäftigen. Natürlich wußte ich alles, was es über Computer zu wissen gibt, vorher schon. Warum verrätst Du das denn, laß den anderen doch bitte auch den Spaß, hm?
Ironie beiseite.
Du hältst den Cobra also für gut, aber überdimensioniert (warum auch immer). Und den Gekko für ausreichend (ohne Angabe von Gründen).
Eine Unterfütterung mit Fakten wäre angesichts meiner Frage auch nicht schlecht gewesen; Deine Meinung nehme ich mal zur Kenntnis, aber wirklich mehr anfangen als mit irgendeiner anderen Meinung kann ich nicht damit.
Da hilft mir der Praxistip von faraway schon mehr.
Ich werde mir den "Gekko" aber ansehen und diese Idee weiterverfolgen. Wenn ich kein Geld für Funktionen ausgeben muß, die ich nicht brauche - gerne.
Der "Tip" mit der "Cobra 1" kam übrigens wohl dadurch zustande, daß ich nach dem Suunto SK-7-Kompaß gefragt hatte und den verschiedenen Ausführungen. Dadurch kam der Verkäufer wohl zur Suunto-Konsole usw.
"Computer für Anfänger" waren auch nicht seine exakten Worte, eher meine Frage, die aber auch darauf gerichtet war, einen Computer zu kaufen, den ich auch als Fortgeschrittener noch gebrauchen kann.
Antwort von shuttle am 14.07.2008 - 09:54 Was macht einen "guten" Computer aus ("gut" im Sinne von: sichere Tauchgänge, kein überflüssiger Luxus) -> ich sach mal so, "schlechte" TC`s kenne ich gar nicht. Der Rest ist G`schmacksache
Was er haben sollte:
-Nitroxfähigkeit (hat fast jeder)
-einfache Menüführung
-Beleuchtung oder Nachleuchten nach dem Anstrahlen
- Batteriewechsel hast du angesprochen (würd ich aber in der Prioritätenliste hinten anstellen, alle zwei Jahre, was solls wenn es ein Fachmann nebst Druckprüfung amcht, ist das auch nicht schlecht)
- Speicherung der letzten Tauchgänge, Auslesbarkeit (PC) für den der so etwas mag
- Deep Stops zuschaltbar (halte ich für gut und wichtig)
"lohnt sich "luftintegriert" ? " -> Glaubenssache, ich brauchs nicht, wüsste nicht zu was. Ein guter Fini ist mir lieber und den Luftverbrauch sehe ich dort auch. Sollte man eh aus Redundanzgründen haben.
Antwort von Soliton am 14.07.2008 - 10:48 Hi Shuttle,
danke für die Details.
luftintegriert: Ich dachte, der bezieht das in die Dekorechnung mit ein, das würde die Dekorechnung sicherer/besser machen? Das ist ja meine generelle Frage: Sind die einfachen Dekorechnungen (ohne Luft, weniger Gewebe) bloß konservativer, d. h. auch immer auf der sicheren Seite, man verliert aber mögliche Tauchzeit - oder sind die Dekorechnungen mit mehr Gewebe und luftintegriert AUCH sicherer, d. h. führen sie mitunter zu längeren Dekostops als die einfacheren... Luftintegriert scheint da doch nicht unwesentlich zu sein? Klar habe ich gelernt, bei Anstrengung Zuschläge vorzunehmen... aber das wirkt sehr ungenau.
Was sind "Deep Stops" und deren Zuschaltbarkeit?
Viele Grüße,
Soliton
Antwort von shuttle am 14.07.2008 - 11:12 Die meisten Luftintegrierten verwenden den Druckabfall (also nicht das tatsächlich verbraycuhte Volumen) für die Berechnung des Luftverbrauches und zeigen an, wie lange der Gasvorrat noch hält. Und das ist eine Scheinsicherheit, die m.E. nichts bringt. Das ist alles.
Deep Stops: Sicherheitsstopps in der Tiefe zur Reduzierung von Gasblasen (Reduced Gradient Bubble Models) durch Entsättigung der schnellen Gewebe. In der Suunto Familie errechnet der TC die Hälfte der Druckdifferenz zwischen der maximalen Tiefe und der Deko-Stops. Man hat die Option, zwischen traditionellen Sicherheitsstopps und Deep Stops zu wählen. Auch Mares ist hier mit voren dran. Bei diesen Modellen wird man für die Deep Stops nicht mit zusätzlicher Deko-Zeit bestraft.
Antwort von Telemar-king am 14.07.2008 - 15:17 @soliton, Du hast alles geschriebene richtig analysiert.
Tauchcomputer getrennt nach "Anfänger" und Fortgeschrittene" gibt es nicht. Denn ein Anfänger braucht genau die selben Daten aus dem Computer zur Sicherheit beim Tauchen, wie ein "Fortgeschrittener". Deshalb kauf den Computer Deiner Wahl nach Geschmack oder nach Geldbeutel. Ganz wie es beliebt.
Antwort von Soliton am 14.07.2008 - 19:08 @shuttle: Und ich dachte, die luftintegrierten TC würden den Verbrauch in der Dekorechnung berücksichtigen.
Deep-Stops: Das also ein anderes Dekomodell. Da frage ich mich als Anfänger natürlich: Sind solche Varianten denn medizinisch-wissenschaftlich abgesichert, d. h. ist denn dieses Dekomodell so sicher wie das Standardmodell, das einen "bestraft" (aber letztlich durch u. U. zu konservative Rechnung nur sicherer ist)?
Ich kann das gerade schwer einordnen, also die Gültigkeit, Qualität der verschiedenen Dekomodelle. Worauf verläßt man sich denn da, wer steht denn dafür, daß die Dekorechnung sicher ist?
@telemar-king: Danke für die Bestätigung.
Antwort von shuttle am 14.07.2008 - 19:42 Soliton: ... in deiner Ausbildung keine Dekompressionstheorie durchgenommen? Hm, wo anfangen? Beim Verlassen der Maximaltiefe bilden sich im Körper ersten Gasblasen durch sofortiges Entsättigen der schnellen Gewebe. Steigst du schnell in flache Gefilde auf, werden diese Blasen natürlich größer (Boyle-Mariotte!). Gasblasen sollten beim Auftauchen eine bestimmte Größe nicht überschreiten, um noch abgeatmet werden zu können. Hier setzen deepstops an: Durch kurzes Verweilen auf unterschiedlichen Stufen unterhalb der Deko-Stufen wird das schnelle Wachstum von Gasblasen verhindert. So hat die Lunge Zeit, Blasen abzuatmen. Das heißt, moderne Dekompressionsmodelle in Tauchcomputern arbeiten nicht mehr ausschließlich mit Gewebsättigungen sondern mit kritischen Blasengrößen (RGBM –reduced gradient bubble model in Mares und Suunto - Computern)
"Sind solche Varianten denn medizinisch-wissenschaftlich abgesichert" -> mindestens so gut, wie die Bühlmann Tabellen. Besorg dir mal Literatur zum Thema, lohnt sich. Ich kann dir auch was schicken, wenn du magst.
Antwort von Soliton am 14.07.2008 - 21:43 @Shuttle: Danke für die Erläuterung.
Doch, Deko hatten wir in der Theorie, ich weiß auch an sich, worum es geht (bin Physiker). Es ging mir hier nur um die Frage, ob das RGBM gegenüber den klassichen Modellen grundsätzlich "besser" (v. a. in medizinischer Sicht) ist. Ob also das RGBM ein klinisch (wissenschaftlich) abgesichertes Modell ist. An der Literatur bin ich interessiert, wenn Du mir was schicken magst.
Kann man also sagen:
Ältere TC arbeiten nur mit Gewebesättigung.
Neuere TC können das alte Modell benutzen ODER wahlweise das neue, das "Zuschalten von Deep Stops" bedeutet also ein Umschalten auf das RGBM.
?
Und um sicherzugehen: Wenn ein TC luftintegriert ist, dann heißt das nicht, daß er den Verbrauch in das Dekomodell aufnimmt (höherer Verbrauch -> höherer Stoffwechsel -> schnellere Gewebestättigung), sondern lediglich, daß er die verbleibende Luft-Zeit-Reserve kalkuliert (was mit Deko nur mittelbar zu tun hat).
Antwort von Hans_S am 15.07.2008 - 08:09 So in etwa, ja, je nach TC-Modell. Hab dir einen kleinen Aufsatz an deine mail-Adresse geschickt, (Hinweise zur Literatur befinden sich im Anhang).
Antwort von Chris01 am 15.07.2008 - 16:59 Übrigens ist noch zu erwähnen, dass der Kompass abgelenkt werden kann, wenn er mit nem Metallring am Retraktor befestigt ist! (bei mir passiert)
Ansonsten hab ich nur gute Erfahrungen mit den Retraktormodellen gemacht, die auch die Möglichkeit einer Arretierung bieten.
Dann kann man kurz draufschauen, aber wenn man länger navigieren muß, kannst du es arretieren und mußt den Kompass nicht immer auf Spannung halten.
Gruß,
Chris01
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