Foren - Biologie - Orientierung von Fischen, Schwarmverhalten
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Orientierung von Fischen, Schwarmverhalten Abgesandt von Nacktschneckenfetischist am 10.12.2007 - 12:35:
Wie und wonach orientieren sich Fische?
Und findet ein Schwarmfisch den ich von seinem Schwarm trenne und entfernt aussetze eigentlich zu seinem Schwarm zurück [wenn er unterwegs nicht gegessen wird] ?
Gibt es einen Leitfisch im Schwarm (so wie es einen Leitvogel bei Zugvögeln gibt)?
Antwort von Jan_7 am 10.12.2007 - 13:26 hi,
fische orentieren sich durch das sogenannten "seitenlinienorgan"...
zu deiner zweiten frage, bzgl entfernen aus dem schwam wäre interessant wie weit...
zu drei, muss ich selber erst mal nachlesen...
lg,
jan
Antwort von whaleshark am 11.12.2007 - 06:24 Hai Ich würde sagen, dass ein Schwarm eher ein anonymer Verband und auch meistens von Tieren der gleichen Art ist. Der Schwarm ist für jeden Artgenossen offen, der sich ihm anschliessen möchte. Innerhalb eines Schwarmes (oder Schule) herrscht das Gleichheitsprinzip und es gibt keinen Leitfisch, dem alle folgen. Sobald ein Fisch beispielsweise einen Feind oder Nahrung sichtet, signalisiert er dies durch sein Verhalten und einer jeweiligen Kurs- oder Verhaltensänderung. Die Nachricht geht dann wie eine Welle durch den Schwarm und erreicht jedes Individuum. Es verschiedene Kommunikationsweisen und einige Fische verlassen sich auf ihr Sehvermögen und andere auf ihr hochempfindliches Seitenlinienorgan mit dem sie ihre Bewegungen blitzschnell synchronisieren können und andere wiederrum über Geräusche oder auf alles zusammen.
Antwort von BIOnaut am 11.12.2007 - 19:46 @ whaleshark: Nicht "eher anonym", der Fischschwarm IST ein 100% anonymer Verband, ohne Leitfisch. Der Schwarm ist für alle anderen Fische zugänglich, nutzbar, die vom Seitenlinienorgan der Schwarmfische (und bedingt auch optisch) für Schwarm-identisch angesehen wird.
@ NSF: Fische orientieren sich je nach Lebensweise eher mehr optisch (Auge), über Druckwellen (Seitenlinenorgan), Geräusche (Ohr) und/oder Geruch (Geruchsorgan). Haie/Rochen obendrein über elekromagnetische Felder (Lorenzinische Ampullen).
Ausgesetzter Schwarmfisch: Wie Jan schon sagte, hier spielt die Distanz eine entscheidendende Rolle, wegen des Seitenlinienorgans und der optischen Orientierung. Im Spezialfalle von ausgesetzten Röhrenaalen, die Kolonien leben, oder Elritzen (mit Schreckstoff) dürfte die geruchliche Orientierung alles andere überwiegen.
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