PADI-/SSI-RESCUE vs. DLRG-RETTUNGSTAUCHER
Liebe Leute, geschätzte Anwesende, liebe Brüder und Schwestern!
Was geht eigentlich in manchen unserer Mitmenschen vor??? (Und ich mein jetz nicht die letzte Frage, zu der sag ich garnix!!!)
In der letzten Tauchen (3/05, Seite 99) steht ernsthaft unter der Überschrift "RETTUNGSLOS?" zu lesen, daß sich ein Leser beschwert daß er von der Polizei vom Ort eines Tauchunfalls weggeschickt wurde, obwohl er doch "Rescue-Diver" ist und die angeforderten DLRG-Rettungstaucher noch nicht vor Ort waren!
Ich möchte hier nur einmal KLAR UND DEUTLICH sagen: DLRG-RETTUNGSTAUCHER und PADI-/SSI-RESCUE sind in keinster Art und Weise miteinand vergleichbar!
Diese Beiden Brevets dienen lediglich dazu, daß ambitionierte Sporttaucher in der Lage sind (sein sollen) im Falle eines Unfalles zuerst das richtige zu tun und die Rettungskette in Gang zu setzen! Zur Tauchrettung befähigen sie nicht mal im entferntesten!
Wen der Unterschied genau interessiert, für den folgt hier der Inhalt der DLRG-Rettungstauchausbildung:
(Ich hab´s jetz einfach von http://www.dlrg.de/Unsere_Angebote/Tauchen/Rettungstaucher/) hier rein kopiert!
VORAUSSETZUNG:
- Mitgliedschaft in der DLRG
- Mindestalter 18 Jahre
- Tauchtauglichkeit (G 31)
- gültige Fachausbildung WRD
- mehrjährige aktive Mitarbeit im WRD
Nachweis über Teilnahme an folgenden Ausbildungsseminaren:
- Orientierung unter Wasser
- Strömungstauchen
- Nachttauchen
- Tauchrettung
- Gruppenführung
Praktische Prüfung
A: Prüfungsteil Schnorcheltauchen im Freigewässer
jeweils 400 m in Bauch-, Rücken- und Seitlage ohne Armbewegung,
danach 300 m Schnorcheln, aber nur mit einer Flosse
zweimal innerhalb von einer Minute 5 m Tieftauchen, wahlweise innerhalb einer Minute
dreimal auf 4 m
Anschwimmen aus 150 m und Retten eines "bewußtlosen" Gerätetauchers im Freigewässer aus 5 m Tiefe, anschließend 100 m ans Ufer schleppen und an Land bringen, abrüsten und in die stabile Seitenlage brigen
B: Prüfung in Grundausrüstung und 3 kg Blei
10 m Tieftauchen
40 m Streckentauchen
60 Sekunden Zeittauchen
C: Durchführung von Tauchgängen mit bestimmten Aufgabenstellungen
20 Minuten auf ca. 10 m, Taucherbrille abnehmen, aufsetzen und ausblasen und einen hinter dem Rücken hängenden Lungenautomaten wiederangeln
20 Minuten auf ca. 10m, am Ende des Tauchgangs nimmt de Prüfling im Abstand von 5 m zu seinem Partner den Lungenautomaten aus dem Mund, taucht zu ihm und atmet unter Ortsveränderung 5 Minuten aus dem Automaten des Partners, anschließend geschwindigkeitskontrollierter Aufstieg unter Beibehaltung der Wechselatmung
20 Minuten auf ca. 10 m mit Westenübung. Nach Abtauchen austarieren über Inflator. Dabei Geben von und Reagieren auf mind. 5 Unterwasserpflichtzeichen
10 Minuten auf ca. 15 m sowie Westenübung, Aufstieg ohne Flossenbenutzung auf 10 m, anschließend Fortsetzung des Tauchgangs. Am Ende Auftauchen aus max. 10 m mit 1 Minute
Stop in 3 m
10 Minuten auf ca. 15 m, Aufstieg aus ca 15 m unter angedeuteter Wechselatmung aus einem Gerät, Stop in 3 m Wassertiefe in 1 Minute, anschließend 10 Minuten Schnorcheln in voller Ausrüstung
Retten eines "bewußtlosen" Gerätetauchers aus ca. 10 m Wassertiefe unter Einhaltung der maximalen Austiegsgeschwindigkeit, anschließend 50 m ans Unfer schleppen und an Land bringen. Einleitung der HLW und Durchführung über mind. 3 Minuten. Erläuterung nachfolgender Rettungsaktionen
Sprungübung mit kompletter Ausrüstung (zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe)
Bei Vorliegen des GTG können diese Tauchgänge erlassen werden.
D: Durchführung nachfolgender Tauchgänge nach GUV 10.7:
12 - 20 m Tiefe, mind. 15 min. Dauer, Gruppe mind. 1 + Tauchlehrer;
Vorführung von drei Zusatzzeichen, die auf einer Tafel stehen
12 - 20 m Tiefe, mind. 15 min. Dauer, Gruppe mind. 1 + Tauchlehrer;
Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung bis 6 m Tiefe mit einem deutlichen Stop bei 9 m Tiefe
12 - 20 m Tiefe, mind. 15 min. Dauer, Gruppe mind. 1 + Tauchlehrer;
Austieg unter Wechselatmung mit einem Stop von 3 Minuten in 6 m Tiefe. Anschließend Simulation eines geschwindigkeitskontrollierten Notaufstieg unter Herausnahme des Lungenautomaten. 15 Min. an der Oberfläche schwimmen.
12 - 20 m Tiefe, mind. 15 min. Dauer, Gruppe mind. 1 + Tauchlehrer;
Korrektes Ausrüsten und Funktionstests bei sich selbst und beim Partner. mit Handschuhen seinen Bleigurt ganz öffnen und wieder schließen. Nach 10 Min. auftauchen, einen Punkt in ca. 100 m Entfernung mit dem Kompaß anpeilen. In 3-5 m Tiefe den Punkt antauchen. Maximal erlaubte Abweichung ca. 10 m.
12 - 20 m Tiefe, mind. 15 min. Dauer, Gruppe mind. 1 + Tauchlehrer;
Eignungsnachweis als Gruppenleiter: Ein Taucher atmet 5 Min. lang aus dem Zweitlungenautomaten des Bewerbers.
E: Prüfungsteil Einsatztauchen
1000 m Geräteschnorcheln
15 Min. Tauchgang in Wassertiefen zwischen 6 und 15 m, wobei folgende Aufgaben zu erfüllen sind:
- Leinenführung
- Ausführen einer Unterwasserarbeit; Geschicklichkeitsübung:
Theoretische Prüfung
Schriftliche Prüfung Knotenkunde
