PADI Open Water oder VDTL Bronze? Abgesandt von Vaddi am 02.08.2010 - 14:18:
Ich will im Urlaub einen Tauchkurs machen und es werden zum gleichen Preis die o.g. Standards angeboten.
Ich habe nun ein wenig geforscht und glaube erkannt zu haben, dass die beiden Standards in den Äquivalenzlisten ziemlich gleichberechtigt sind.
Zu welcher Ausbildung würdet ihr mir raten und warum?
DANKE und lg,
Vaddi
Antwort von Euregiotaucher am 02.08.2010 - 14:23 Zu der Ausbildung wo du das beste Verhältniss mit deinem TL bekommen kannst ...
Warum - naja - wenn einer der beiden ein AXXXLoch ist wirst du sicherlich nicht deine Kohle dahintragen wollen ...
Da du aber sicherlich mit beiden gut auskommen wirst - nehme ein anderes Kriterium - die Zeit bis zum ersten Scherz des TL - oder welche Schulungsausrüstung die bessere ist - oder wirf ne Münze - Kopf A - Zahl B - stellt sich heraus das der gewählte ein Vollpfosten ist - geh zum Sympatischeren der beiden.
Ich vermute jetzt mal das es nichts geholfen hat - oder ?
Antwort von Vaddi am 02.08.2010 - 14:47 Naja, grundsätzlich hat das schon geholfen. Fast
Wenn ich zwischen den Zeilen lese, dann isses wirklich egal welche Organisation - der sympathischere gewinnt...
Oder?
Antwort von giovanni82 am 02.08.2010 - 14:48 Hallo Vaddi,
"es werden zum gleichen Preis die o.g. Standards angeboten." Das hört sich jetzt für mich so an als würden die beiden Scheine von der selben Basis angeboten. Wenn dem so ist kann es dir eigentlich fast egal sein was auf dem Kärtchen steht das du nach dem Kurs bekommst. Wichtig ist das du mit dem TL gut auskommst und dich beim ihm gut aufgehoben fühlst. Die Qualität der Ausbildung lässt sich anhand der Org leider nicht beurteilen.
VDTL sollte CMAS-Standard sein, somit hast du in der Ausbildung mehr Schnorchel-Übungen (leichte Apnoeaufgaben etc.) als bei PADI aber viel nehmen sich die Inhalte nicht.
MFG Hannes
Antwort von Vaddi am 02.08.2010 - 14:54 Ich denke auch, dass es die gleiche Basis ist, weil sie zu einem Hotel in der zypriotischen Einöde gehört.
Mir gehts dann nur um die Zukunft. Nicht, dass mir dann nächstes Jahr jemand kommt (z.B. bei ner PADI Basis) und mir sagt, dass der VDTL Bronze mir hier nix oder weniger bringt als der Padi Open Water.
Bei dem VDTL steht noch dabei, dass der tägliche Aufwand 2,5 h beträgt und die Lehrmittel inkludiert sind.
Bei PADI steht kein täglicher Aufwand dabei und die Lehrmittel gehen extra.
Antwort von phx am 02.08.2010 - 15:05 "Bei dem VDTL steht noch dabei, dass der tägliche Aufwand 2,5 h beträgt und die Lehrmittel inkludiert sind.
Bei PADI steht kein täglicher Aufwand dabei und die Lehrmittel gehen extra. "
Also ist der Preis schonmal nicht gleich
Antwort von Vaddi am 02.08.2010 - 15:10 Das ist genau genommen richtig. Aber wenn die Lehrmittel 20 EUR kosten, ist das zwar Geld, aber trotzdem vergleichbar.
Lieber zahl ich 20 EUR mehr für die Lehrmittel, wenn ich weiß, dass mir PADI Open Water mehr bringt. Und nur darum gehts mir ja...
Antwort von yobabe am 02.08.2010 - 15:12 Frag mal nach, welches Brevet Du bekommst bei der VDTL-Geschichte. Wenn das ein CMAS-Brevet ist, dann ist alles gut. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man mit einem VDTL-Brevet international probleme bekommen kann. Die deutschen Äquivalenzlisten kennt dort ja niemand. Dann würde ich PADI machen.
Antwort von Vaddi am 02.08.2010 - 15:16 Aha, das spräche dann wohl für PADI, ich zitiere das Angebot:
VDTL Bronze (ab 11 Jahre)
5-Tages-Kurs inkl. Theorie und Praxis sowie 4 Freiwasser-Tauchgängen. Zeitaufwand pro Tag ca. 2,5 h. Internationaler Tauchschein, inkl. Logbuch, Lehrmaterial und VDTL-Brevet-Karte. 350,- €
PADI OPEN WATER DIVER (ab 15 Jahre)
5-Tages-Kurs inkl. Theorie und Praxis sowie 4 Freiwasser-Tauchgängen. Internationaler Tauchschein, inkl. PADI-Brevet. 350,- €*
Werde dann nochmal vor Ort fragen....
Wenns noch Meinungen gibt, gerne ;)
Antwort von yobabe am 02.08.2010 - 15:16 PS: Habs gerade mal nachgelesen VDTL ist ungleich CMAS, sondern die sind in einem eigenen Verband.
Ohne eine elende Verbandsdiskussion lostreten zu wollen: Mach PADI. Damit kannst Du hinterher auch bei CMAS weitermachen etc. Das ganze auch noch weltweit.
Bei einem Verband einzusteigen, den im Zweifel niemand kennt, bringt Dich nicht weiter.
Antwort von Euregiotaucher am 02.08.2010 - 15:46 Ich zitiere mal einen Ausschnitt:
dass man mit einem VDTL-Brevet international probleme bekommen kann.
Zitat Ende ...
Und Kommentar Modus on:
Du kannst wahrscheinlich kommen mit was du willst - hauptsache es steht was von "Diving" drauf. Und je wilder sich der Verband anhört - European Underwater Regulary Organisation - Kurz E.U.R.O. umso eher fragt keiner mehr nach.
Es käme auf einen Test an ob man mit einem "Bierdeckel" auf dem Diver und nochwas steht ins Wasser kommt.
Welche Basis Weltweit kennt schon jeden Verband der ein Brevet auf den Markt bringt. Vermutlich kannst du selbtst mit "Brevets" des ehrenwerten Weltverbandes, der IUPA ins Wasser ...
Checkdive - aber ich glaub den kriegt eh fast jeder - und wenn du zeigst das du das kannst ists doch schon ok ...
Also ob da nu PADI druffsteht oder VEST oder VDTL oder SSI oder IUPA oder oder oder - - einzig und allein der Franzose fällt da ja grade etwas aus der Reihe und erfindet das Tauchen neu ... (aber das war auch das Land das den Tunnel auf ne Insel gegraben hat) ...
In diesem Sinne - Viel Spatz beim Tauchen
Antwort von Langer am 03.08.2010 - 23:50 kläre bitte vorher, was genau auf dem Brevet drauf steht: der VDST ist eigentlich CMAS äquivalent und wenn auf Deinem Brevet ausdrücklich (auch) CMAS* draufsteht, würde ich das vorziehen - wenn nicht, mach PADI.
WARUM? Verbandsdiskussion hin oder her, aber falls Du später mal in Frankreich oder Korsika tauchen willst ( trifft teilweise auch auf ehem. frz. Kolonien zu) dann bist Du mit CMAS auf dem Brevet gern gesehener Gast - als PADI brevetierter könnte es teilweise Probleme geben. ...Suchbegriff französisches Tauchgesetz...
KÖNNTE - nicht muß!!!
wichtiger als der Verband ist die Frage ob Du ernsthaft an die Ausbildung herangehst und ordentlich tauchen lernst oder "nur mal schnell" das Kärtchen machst.
Antwort von shuttle am 04.08.2010 - 08:05 "und wenn auf Deinem Brevet ausdrücklich (auch) CMAS* draufsteht..."
-> wie soll das gehen?
Dürfen neuerdings auch nicht CMAS Lizenznehmer CMAS Brevets ausstellen=
Zitat (VDTL) "Wir haben uns für cedip entschieden - bei allem berechtigten Respekt gegenüber CMAS und auch PADI - weil .... Als kleiner Verband mit hohen Ansprüchen brauchen wir VDTLer diese internationale Rückendeckung sehr dringend, um bekannter zu werden und die Beachtung und Anerkennung unserer Brevets zu stabilisieren. In Frankreich beispielsweise gehören alle anerkannten Berufstauchlehrer dem französischen cedip-Mitgliedsverband ANMP an .... "
Antwort von Vaddi am 04.08.2010 - 08:54 Zitat: "wichtiger als der Verband ist die Frage ob Du ernsthaft an die Ausbildung herangehst und ordentlich tauchen lernst oder "nur mal schnell" das Kärtchen machst. "
Natürlich möchte ich ernsthaft drangehen, auch ich hab nur EIN Leben...
Auch daher meine Frage...
Aber ich sehe schon, auch im Tauchen ists leider wie bei vielen anderen Sportarten. 234892 Verbände, kein Standard, jeder hat den Längsten und am Ende kommts wohl einzig auf das Können und Wollen des individuellen Tauchlehrers an....
In diesem Sinne, danke auf jeden Fall für Eure Antworten (und die, die da noch kommen mögen).
Vielleicht meld ich mich nach dem urlaub ja in Sachen "brauche dringend meine eigene Ausrüstung"
Antwort von yobabe am 04.08.2010 - 11:31 Warte mal... Nur zur klarstellung:
Der VDST (Verband deutscher Sporttaucher) ist im CMAS organisiert. Dabei handelt es sich um einen weltweiten Tauchsportverband. In Deutschland ist der VDST/CMAS daher der Verband der Vereine. Beispiel: Mein Sportverein ist neben dem Fußballverband, dem Tanzsportverband auch Mitglied im VDST und damit indirekt CMAS-Mitglied. Hier wird wöchentlich Tauchen geübt. Es gibt Trainer/Tauchlehrer, wir können die Ausbildung für Tauchscheine nach CMAS organisieren, wenn wir genug Leute zusammenhaben etc. Alle Mitglieder machen das ehrenamtlich bzw. gegen geringe Trainer-Aufwandsentschädigung. Kritik hier: Oft Vereinsmeierei
Tauchschulen sind oft Mitglied von PADI (Professional Association of Diving Instructors). Dabei handelt es sich um den Weltverband der professionellen Tauchlehrer, also derer, die damit ihr Geld verdienen. In PADI Tauchschulen gibt es ein Kurssystem. Keine Mitgliedschaft! Die Kurse sind entsprechend teurer als im Verein. Dafür bekommt man weltweit einheitliches Unterrichtsmaterial, extrem standardisierte Ausbildungen in weitesgehend vorgegebener Zeit. Kritik hier: Für viele Tauchschulen gilt: "Time is money". Darunter könnte -bei schwarzen Schafen der Branche- die Qualität und Sicherheit leiden.
Das bisher gesagte gilt für fast alle Sportarten, die in Vereinen und professionellen Schulen gelernt werden können. Tanzen, Kartfahren, Free-Climbing etc.
Dazu kommen aber noch weitere Verbände:
VDTL ist der "Verband deutscher Tauchlehrer". Ich kenne niemanden, der darin organisiert ist und wage mal die vorsichtige Aussage, dass es sich um einen Nischenverband handelt. Die Kollegen mögen mir wiedersprechen.
AIDA: Apnoe-Verband
SSI: So ähnlich wie PADI - kleinere Konkurrenzveranstaltung.
x weitere:...
@Vaddi: Angesichts dessen würde ich Dir immer zu den beiden großen VdST/CMAS oder PADI raten, je nachdem, welches Konzept Dir besser gefällt. Den Rest solltest Du eher vergessen.
Antwort von Vaddi am 04.08.2010 - 12:02 Danke, yobabe!
Damit ichs auf die Reihe kriege...
Laut VDTL sind die der cedip angeschlossen.
cedip ist ein internationaler Verband ähnlich PADI oder CMAS, wenn ichs recht verstanden habe, oder?
Ich wollte doch eigentlich "nur" tauchen lernen
Antwort von yobabe am 04.08.2010 - 12:17 Ja genau, VDTL ist cedip angeschlossen. Auch hier wage ich mal die vorsichtige Aussage, dass 95% der Forenuser diesen Namen noch nie gehört haben... Mich eingeschlossen.
Tauchen lernen ist gar nicht so schwer, wenn man es im Verein im VDST/CMAS oder wahlweise in der Tauchschule bei PADI macht (Ich wink schon gar nicht mehr mit der Zaunlatte... Ich schlage bereits damit!)
Antwort von Vaddi am 04.08.2010 - 12:32 Ok, ist angekommen *autsch*
Was ich daran (noch) nicht verstehe... Ich mache dann den PADI Kurs (beim gleichen Lehrer, bei dem ich VDTL-Kurs gemacht hätte) nur deswegen, damit ich später nirgends von der Basis verwiesen werde?
Antwort von yobabe am 04.08.2010 - 12:48 Im Prinzip ja... Es gibt bei PADI weltweit "over 130,000 dive professional, 6000 Dive Centers and Resorts" (Wikipedia!) , die alle genau wissen, was Du hier bei deinem Tauchlehrer gemacht hat und -zumindest grob- deinen Leistungsstand einschätzen können. Die wissen auch alle, wie nach CMAS ausgebildet wird und erkennen problemlos die "Brevets" von CMAS an. (Umgekehrt natürlich genauso)
Wie viele Tauchbasen der VDTL hat, kannst Du auf deren Homepage sehen. Sind es schon 25...? Mit deren Brevets wirst Du auf den Bahamas, am roten Meer u.s.w. natürlich nur Schulterzucken erzeugen.
Das Problem im Ausland wird nicht unbedingt sein, dass Du ins Wasser darfst. Dafür führen die Basen dann einen Check-Dive mit Dir durch. Wenn du aber weitere Ausbildungen im Ausland machen willst -was eigentlich empfehlenswert ist- dann kann es schon schwierig werden.
Na ja, das mit den nicht allzu bekannten Brevets wird IMHO nicht so "heiß gegessen wie es gekocht wird". Ich hatte in meiner Anfangszeit auch einige "exotische" Brevets und nie irgendwelche Probleme (selbst im "Extremland" Frankreich nicht).
"Mit deren Brevets wirst Du auf den Bahamas, am roten Meer u.s.w. natürlich nur Schulterzucken erzeugen" ...
-> IMHO in etwa soviel wie mit einem 10 Dollar- oder 10 Euroschein
IGL C.
Antwort von Vaddi am 04.08.2010 - 14:58 "-> IMHO in etwa soviel wie mit einem 10 Dollar- oder 10 Euroschein"
Du meinst den 10er-Schein eher als zusätzliches Argument?
Antwort von yobabe am 04.08.2010 - 15:09 Ja, ich stimme Claus natürlich zu -> nur gibt es schlicht kein Argument es zu riskieren, wenn man schon die Auswahl hat.
Nein - quasi nur als "verbandsfremden" (landesfremden) Geldschein.
IGL C.
Antwort von huggie am 14.09.2010 - 23:56 Also:
Wer es genau wissen möchte: Der VDTL ist der cedip Organisation angeschlossen. Diese ist quasi die Konkurenz der cemas und ebenfalls in Frankreich beheimatet. Sowohl der VDTL als auch die cedip als Verband vereinen in erster Linie Tauchlehrer unter sich daher sind sie im Gegensatz zu VDST und cemas relativ klein. Die Ausbildung ist vergleichbar mit VDST oder Barakuda. Seit diesem Jahr ist die Ausbildung des VDTL übrigens EU zertifiziert. Die Äquivalenzlisten sollten in allen Ländern bekannt sein, auch PADI hat sowas...
Antwort von kwolf1406 am 18.09.2010 - 19:56 Mach auf Zypern PADI. Das kennt jeder ohne zu fragen. Dann kannst du später in jeder anderen Schiene weiter machen, ohne dass gefragt wird (da hätte ich auch eine Empfehlung ...)
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