@Holger H.
Besten Dank für deinen Input.
Trotzdem bleibt die Frage wie planst du? Liegst du mit der Runtimetabelle auch richtig?
Wo fängst du an zu stoppen? Was heißt für dich DeepStopp: 80% oder bei 5m wie für den PADI Sporttaucher? Was verwendest du für ein Modell/Algorithmus?
In diesem Zusammenhang schaue ich mir immer wieder gerne Ross Hemingway`s (V-Planner) Stopp-Übersicht eines 50m GZ: 30min Tauchganges mit Luft, an. Die verschiedenen Dekostrategien der Modelle geben zu Denken…

Hat die aggressivste Variante auch noch Sicherheitsreserven in Bezug auf eine DCS?
Weitere Vergleiche (VPM, RGBM, GF) findest du hier: ftp://decompression.org/pub/Maiken/
Hast du in deiner Planung auch die Temperatur berücksichtigt? Mit welcher Temperatur rechnet deine Software? Gerade am Ende des Tauchganges (während der Dekompression wo man Stickstoff abgibt) ist dies ein Faktor! Tauchtiefen unter 30m mit Grundzeiten über 20 Minuten und Temperaturunterschiede (Kaltwasser/Warmwasser) von mehr als 20°C können beim selben TG-Profil eine Verdoppelung der Dekompressionszeit ausmachen.
@Thorsten
Ich teste den/die Galileo`s. An der Entwicklung bin ich nur indirekt beteiligt, d.h. mein Input, sowie der Input anderer Tester fließt in die Entwicklung ein.
@db8us
Marketinggag? Zumindest fehlt mir bei PDIS die wissenschaftlichen Tests/Studien, weswegen ich selber angefangen habe mein Outcome zu dokumentieren (Doppler und 2D Echo). Andererseits können sich Leute wie Christian Gutvik (Copernicus) und Alf Brubakk am Ansatz: einmaliger 2 Minuten DeepStopp einzulegen, wenn sich das Kompartiment #3: τ = 20 min., 3,5 kg, 1 L/min. anfängt zu entsättigen, auch erfreuen.
@Tariernix
Die von tdi_didi im Artikel erwähnten Studien, wurden dieses Jahr im Juni anlässlich des Annual Scientific Meetings der UHMS auf Maui vorgetragen:
Difference in bubble formation using deep stops is dependent on length of bottom time; experimental findings and theoretical support
Gutvik CR, Møllerløkken A, Brubakk AO
UHMS 2007, Vol. 34, No. 4-230
Empirical evaluation of the efficacy of deep stops in air decompression dives
Gerth WA, Gault KA, Doolette DJ
UHMS 2007, Vol. 34, No. 4-231
Nachteile Studien:
- Luft (nur ein Gas)
- Unter Belastung 115W Arbeit bzw. nicht in Vivo (Schwein) plus Druckkammer
- Entsprechen nicht den gängigen DeepStopps (Tiefe) welche im technischen Tauchen
angewandt werden
- usw.
Deswegen: nur bedingte Gültigkeit für technische Taucher
Zu deiner Frage „bei den US-Experimenten fehlen die Angaben, um nachvollziehen zu können“:
MATERIALS AND METHODS:
Divers wearing swimsuits and t-shirts, breathing surface-supplied air via full face masks,
and immersed in 86 ºF water in the NEDU Ocean Simulation Facility wetpot were compressed at 60 fsw/min to 170 fsw. They performed 115 Watt cycle ergometer work during an ensuing 27.2 minutes at bottom and were decompressed at 30 fsw/min with stops prescribed by one of two schedules, each with 174 min TST.
Schedule 1, with first stop at 40 fsw, was prescribed by the man-tested, deterministic gas content, VVAL18 Thalmann Algorithm.
Schedule 2, with first stop at 70 fsw, was the optimum distribution of TST according to the man-dive calibrated, probabilistic BVM(3) bubble model. Decompression sickness (DCS) incidence with these schedules was compared under the sequential stopping rules of reject-high if DCS risk > 7% or reject-low if DCS risk < 3% with 95% confidence.
Denke dies beantwortet deine Frage.
Zu der Studie mit den 26 Schweinen frage ich mal morgen Christian und Andreas an ob sie was dagegen haben, wenn ich ihre Grafiken hier veröffentliche.
@Steffen25
Bin leider nicht auf der Payroll von $Pro/Uwatec
Grüße
Walter