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Polizei rügt PADI
Abgesandt von Weltenbummler Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 14:45:

Anm. Redaktion: hier der Link
Hier klicken
---------

Die Polizei von Cornwall sowie Tauchmediziner habe scharfe Worte an PADI gerichtet, dass Geldgier nicht auf Kosten von Menschenleben gehen sollte. Hintergrund sind drei tödliche TU bei Cornwall, die auf mangelnder Ausbildung beruhten. Einer der Taucher mit "advanced level" hatte nur 8 TG, davon 4 im Pool. Die Stellungnahme von PADI war schlicht und einfach: "Unfälle passieren eben".
Quelle: BBC
Anm.: Meine Frau hatte auf den Malediven auch das "Tauchen" gelernt in nur 2 Tagen, am 2. Tag schon auf 29m!!



Antwort von Aquanaut-Maxl Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 14:53
AOWD mit 8 TG davon 4 im Pool ist aber meines Wissens gegen die Ausbildungsregeln, oder liege ich da falsch? Der AOWD-Kurs besteht ja an und für sich schon aus 5 TG.
Da sollte sich PADI vielleicht mal mit dem brevetierenden TL unterhalten.
Antwort von WV_Depp Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 16:05
Von irgend was müssen die auch leben. wENN EINER RICHTIG TAUCHEN KANN HAT ER EIN cmas kÄRTCHEN.

WV_Depp
Antwort von Kirche im Dorf am 09.08.2006 - 16:29
Ursache und Wirkung??

Vermutlich wird PADI das "Da sollte sich PADI vielleicht mal mit dem brevetierenden TL unterhalten." auch tun, sofern DAS "Einer der Taucher mit "advanced level" hatte nur 8 TG, davon 4 im Pool." zutrifft.
Nur werden sie amerikanisch denken (Evtl. Schadensersatzansprüche nicht noch füttern )und das PADI-Intern machen!

Besser sollte die POLIZEI VON CORNWALL statt mit PADI, mit dem brevetierendem TL sprechen, DER wäre der Ansprechpartner.
PADI ist zwar an der Kohle interessiert, aber auch daran, das niemand PADI direkt an die Karre pinkelt!
Deshalb:
Tauchlehrersache , kann bei CMAS/SSI/ usw. ähnlich auch passieren.
Gilt auch für das, was der Weltenbummler mit seiner Angetrauten auf den Malediven erlebt hat.
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 16:30
@WV

>Von irgend was müssen die auch leben. wENN EINER RICHTIG TAUCHEN KANN HAT ER EIN cmas kÄRTCHEN.<

und heist WV_Depp!

Hast vergessen zu schreiben!

Gut Luft
Wallin

Antwort von Colin Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 16:38
Hallo Leute,

ist eine Organisation dafür verantwortlich, daß ihre Mitglieder die Standards einhalten? Klare Antwort: ja! Kann sie das in jedem Einzelfall gewährleisten: nein! Zumindest dann nicht, wenn sie keine Kenntnis von dem Fall haben.

Sowohl in Cornwall, als auch bei Weltenbummlers Frau, wurden grundlegende Regeln verletzt. Solche Leute haben in der Tauchausbildung nichts verloren und es muß dafür gesorgt werden, daß sie nicht weiteres Unheil anrichten.

Also liebe Taucher und seriösen Ausbilder: meldet die schwarzen Schafe bei der entsprechenden Organisation! Die Rufschädigung durch diese Leute ist eine Sache. Viel wichtiger ist aber, daß diese das Leben anderer gefährden und deshalb aus dem Verkehr gezogen werden müssen!

Viel Spaß beim Tauchen!
Colin
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 16:45
Auf die Plätze, fertig und los: Mal wieder `ne Diskussion über Sinn und Unsinn der Tauchverbände? P-ut A-ll D-ollars I-n ist nun mal PADI und CMAS ist nun mal CMAS und SSI ist nun mal SSI usw....

PADI sagt von sich (im Original im PADI-Internet nachzulesen): "PADI ist weltweit der meistgewählte Partner für Tauchausbildung. Ein Grund für die enorme Beliebtheit liegt darin, dass PADI modernste Unterrichtsmethoden und
-materialien verwendet. Die Schüler lernen dadurch schnell und effizient. Das PADI-System ist schülerorientiert." schüler-, nicht sicherheitsorientiert!! Der PADI-Schüler verlangt eben, dass in seinem knapp bemessenen Urlaub der Taucherfolg garantiert ist und der Ausbilder in der Urlaubsbasis will so schnell seine Tauchausfahrten verkaufen wie nur möglich. Und das kann er nur, wenn er dem Schüler schon am zweiten Tag das Brevet aushändigt.

Komisch finde ich es allerdings schon, das man zwischen CMAS* und CMAS** mindestens 25 Tauchgänge haben muss (10 davon auf 15-25 Meter Tiefe). Mit allen Prüfungstauchgängen schafft man beim CMAS bis zum **-Einkleber fast 40 TG`s (inkl. der erforderlichen Spezialbrevets Orientierung und Gruppenführung). Und bis AOWD wie viele??

Es wird jedoch so bleiben, wie es ist: sich über Tauchausbildungen aufzuregen hat keinen Sinn. Jeder Mensch hat das recht auf Selbstverstümmlung, solange er dabei keinen Anderen in Gefahr bringt. Und jeder Taucher hat das Recht, das Logbuch seines Gegenübers zu kontrollieren und sich nicht von Brevet-Kärtchen blenden zu lassen. Mir ist ein **-er mit 120 TG lieber, als ein Divemaster mit der gleichen Anzahl.
Antwort von andi_diver Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 16:57
... und mir ist es komplett egal, was er fuer ein Kaertchen hat - solange er tauchen kann! Darum geht es hier naemlich... das Ding hier heisst "TAUCHER.NET" und nicht wer-taucht-besser-als-andere.com

@telemar-king: du wirst mir ja noch richtig sympatisch...
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 17:02
@andi_diver: Falls Du das auch von mir bei Dir verlangst, pack mal ein Bildchen in Deine Registrierungsdaten. Hier verstecken sich viel zu viele hinter der Maske des anonymen Platzhalterbildchens.
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 17:06
@Telemar-king

So ein Schachsinn, was du schreibst

Ein CMAS** - Anwärter, kann mit 25 TG den Kurs beginnen. Hier kann und sind die TG der SK`s schon inbegriffen!

Im übrigen ist bei SSI und PADI mindestes 4 SK` zu absolvieren und bei SSI sind 25 TG Pflicht!
Vorher gibt es kein AOWD - Kärtchen!

Daher ist dies ein Standardverstoß! Mit einem guten Anwalt, wird der Tauchlehrer fertig gemacht.
Leider ändert sich nichts an der Tatsache, dass 3 Menschen sterben mussten.

Ich kann mich nur "Colin"s Worte anschließen.
Zeigt solche TL an!
Wer einen Tauchkurs bezahlt, hat dass Recht auch alle Lehrinhalte und Leistungen vermittelt zu bekommen!

Das ist Betrug, Verantwortungslos und solche Vögel muss das Handwerk gelegt werden. (verbandsunabhänig)

wallin
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 17:13
Hallo wallin, damit solche Schlaumeier, wie wir beide es sind, diskutieren können, gibt es das taucher.net. Gemäß dem geflügelten Wort "Wer lesen kann ist im Vorteil" schauen wir beide einfach mal Hier klicken genauer nach?! Dann wissen wir es auf alle Zeiten.
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 17:25
@ Telemar-king
Und was lernen wir daraus

Keiner hat Recht gehabt

Inkl. der Prüfungstauchgänge und Pflicht - SK`s muß 25 TG erreicht sein.

Und siehe da auch der VDST, definiert Taucher mit 25 TG als entsprechend Erfahren!

Das dies nicht so ist, Wissen wir beide Oberschlauen, ganz genau!

Wallin
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 17:32
wallin, Asche auf unser Haupt und gespannnt sein auf die nächsten Begegnungen hier im taucher.net

Und hoffentlich hilft es, dass wir, und alle die im taucher.net mitlesen, etwas dazugelernt haben.
Antwort von weia am 09.08.2006 - 18:58
Hallo Redaktion, der noch schönere Link dazu: Hier klicken
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 19:01
Moin, moin
@wallin und andere

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil 25 TG nach der Brevetierung zum * kann zum ** brevetiert werden, macht also nach frühestens 30 TG.

Viele Grüße
Peter
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 19:46
Hallo Tauch, Du Teufel. Hast neu nachgerechnet? Leider gibt es im VDST-Internet keine genauen Angaben dazu. In den alten Ausbildungsrichtlinien hieß es (sinngemäß), dass man zur Zwei-Stern-Ausbildung zugelassen wird, wenn man CMAS* hat und danach mindestens 30 TG nachweisen kann. Aber das hat sich bekanntlich mit der neuen EU 14153-2 alles geändert. Wer soll sich da noch auskennen? Hier klicken

Ich lese es eigentlich auch so, dass man NACH dem CMAS* mind. 25 TG haben muss?! Und zwischen ** zu ** jetzt 65 TGs.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 21:26
Upps, Fehlerteufelchen hat zugeschlagen.

Mein letzter Satz eins höher muss heißen: "Und zwischen ** zu *** jetzt 65 TGs."

Ende, weil ich jetzt Deko-Bier brauche (obwohl ich heut` gar nicht tauchen war ) und danach
Antwort von alphalexx Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 22:54
PADI, SSI, CMAS. Die Verbände versuchen Tauchlemminge zu generieren. Mittellose Tauchbegeisterte nötigen sich irgendwelche bekackten Standards und Verfahren zu lehren und jedem noch so unsportlichen Individuum das Tauchen beizubringen. Nur damit sie die Anzahl an oft bekackten Tauchgängen machen können, die sie niemals zahlen könnten.
Die Welt ist schlecht, und Tauchen komplexer als mit Ankreuzfragen darstellbar.
Antwort von mounty64 am 09.08.2006 - 23:20
Vielleicht müsst ihr den englischen Text mal richtig lesen. Der Mann war scuba diver nicht AOWD. Das ist der untereste Padi Level, der keiner EN Norm entspricht und auch nicht EUF zertifiziert ist. Eigentlich ist jede Basis selber schuld, die einen Scuba Diver mittauchen lässt. Das entspricht nicht mal dem OWD, sonder einem besseren Schnuppertaucher.
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 06:03
Moin, moin
@telemar-König

Ich hab gerechnet Und in den alten Ausbildungsinhalten stand vorher, dass nach 25 TG nach Bronze mit ** "begonnen" werden konnte. Zu dieser Zeit waren 6 Bronze-Prüf-Tg angesagt, waren also mindestens 31 TG bis zum Angang. Dann kamen 6 Prüf-TG **.

Heute darf ** nach 25 TG nach Bronze schon abgeschlossen sein.

Meine persönliche Meinung ist aber, dass für ** mehr Taucherfahrung notwendig ist als die Mindestanforderung vorgibt.

Viele Grüße
Peter
Antwort von seadancer Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 07:56
@ all

aller Wahrscheinlichkeit nach kann der TL nix dafür. Der Druck seitens der Basisleitung ist in der Regel so gross, dass schlichtweg nicht genügend Zeit bleibt, die Ausbildung korrekt durchzuführen.
Nix desto Trotz...............
PRODUCE ANOTHER DIVING IDIOT = PADI
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 08:18
@Tauchteufel,

Du hat etwas wichtiges vergessen.
Der Taucher darf 25Tg nach * schon fertig sein mit dem **.

Aber er kann auch durchfallen.

Ein Durchfallen beim AOWD gibt es nicht, da der AOWD auch keine Prüfung beinhaltet.

So gesehen ist in meinen Augen der AOWD auch nur ein schlechter Witz und keinesfalls mit einem richtig gemachten ** zu vergleichen.

Gruß
Robert
Antwort von pklaffenbach Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 08:46
Hier wird wieder ein Stuss geschrieben, dass es einer Sau graust. Einzig mounty hat sich mal die Mühe gemacht, die Sachen zu lesen. Da heist es nämlich u.a. "The US-based Professional Association of Diving Instructors (PADI) course, which is undertaken by a million people a year, was singled out for allowing beginners to gain an advanced level after just eight dives, four of them in a pool."
Also gäbe es bei PADI angeblich ein Advanced Level Brevet mit in Summe 8 TG (4 Pool, 4 FW). Der OWD-Kurs alleine besteht aus 5 Pool TG und 4 FW. Für den AOWD kommen noch 5 FW-TG dazu, davon mindestens ein Tief-TG und Navi.
Nicht böse sein, aber soviel Bullshit habe ich schon lange nicht mehr gelesen ("diving partner ran short of oxygen"). Also wird mal wieder mit Sauerstoff getaucht. Was für ein Schrott.

Und mit solchem Geschreibsel wird hier wieder versucht, die Überlegenheit eines international völlig bedeutungslosen Verbandes zu zementieren.

Ne Leute, schaut Euch doch mal bitte die Unfallbeschreibunge der 3 Toten an:
"Nigel Meadows, the Plymouth Coroner, was told that the common factors in the deaths last June were existing medical conditions, alcohol and a lack of experience"
"He died from an embolism ..."
"suffered a cerebral gas embolism due to rapid decompression."
"drowned after he mistakenly used a reserve tank of air that ran out"

Also abgesehen davon, dass offenbar auch Kranheiten und Alkohol eine Rolle gespielt haben, finden wir hier die üblichen Fehler: Zu schnell aufgetaucht, dabei die Luft angehalten, Dekostops misachtet, und offenbar leere Flaschen verwendet (Buddy Check gemacht?)
Alle Probleme werden ausführlichst in der OWD-Ausbildung angesprochen. Wie lange soll man denn die Leute unter Aufsicht tauchen lassen, 50 TG, 100TG? Sie lernen welche Probleme es geben kann und wie sie zu vermeiden sind. Der Rest ist Eigenverantwortung. Das ist diese in Deutschland unbekannte Geschichte, wo nicht andere Leute oder der Staat für mich sorgen müssen, sondern ich selbst.
Davon abgesehen, aus dem Bericht geht nicht hervor, in welcher Begleitung respektive Aufsicht die Verunfallten getaucht sind.
Peter

Antwort von Moritz_v.k. Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 09:16
Find ich auch!
Und auch wenn es hart klingt:
Wer so einen Scheiss macht verdient es kaum besser...
Klar können sich kleine Fehlerlein einschleichen, aber die elementarsten Grundregeln, die selbst ein schuppertaucher kennen müsste, zu missachten,
ist einfach nur Selbstmord...
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 09:30
Moin Robert,

Absolutes Recht Du hast

Ich wollte lediglich durch die Blume klarstellen, dass bei uns niemand mit gerade der Mindestzahl an Tg sich überhaupt an ** heranwagt.

Viele Grüße
Peter
Antwort von pklaffenbach Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 09:37
Robert, ein AOWD-Kurs hat genauso klare Leistungsanforderungen, wie jeder andere Kurs. Es ist Aufgabe des TL dafür zu sorgen, dass die Schüler diese Leistungsanforderungen erfüllen. Daher fällt hier im Zweifelsfall auch nicht der Schüler durch, sondern der TL. Alle PADI Kurse sind leistungsorientiert. Brevetiert wird, wer die Leistungsanforderungen erfüllt. Allerdings eben nicht zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt (z.B. in einem Prüfungs-TG) sondern zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Peter
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 09:59
Hallo pklaffenbach, schau mal weiter oben bei mir am 9.8.-16:45 Uhr. Da habe ich den Text aus dem PADI-Internet im Original abgebildet: "PADI ist weltweit der meistgewählte Partner für Tauchausbildung. Ein Grund für die enorme Beliebtheit liegt darin, dass PADI modernste Unterrichtsmethoden und -materialien verwendet. Die Schüler lernen dadurch schnell und effizient. Das PADI-System ist schülerorientiert."

schülerorientiert steht dort, nicht leistungsorientiert und auch nicht sicherheitsorientiert!! Der Schüler verlangt eben, dass in seinem knapp bemessenen Urlaub der Taucherfolg garantiert ist und der Ausbilder in der Urlaubsbasis will so schnell wie nur möglich seine Tauchausfahrten verkaufen. Und das kann er nur, wenn er dem Schüler schon am zweiten Tag das Brevet aushändigt. (ach ich glaub`, ich wiederhole mich ) Diese habe ich live erlebt und live sollte ich auch mit solchen Leuten als Buddy tauchen. Was ich natürlich abgelehnt und mir lieber `nen PADI Divemaster gekrallt habe. Krassestes Erlebnis war, dass ich mit einem AOWD tauchen sollte, der 20 TG im Logbuch hatte und auf dem Schiff nicht mal wusste, wie man Jacket und Regler an der Flasche festmacht. Ihm war das zum Glück selbst peinlich und er durfte dann auch nur mit Tauchguide als Begleiter raus.
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:04
@pklaffenbach,

stimmt die klare Anforderung ist daß zum AOWD Adventuredives zu absolvieren sind.

Die meisten tauchen dann auch so abenteuerlich weiter.
Die besten Beispiele waren "originalton" zwei erfahrene AOWD Taucher. Am Tauuchplatz dann ein Blick ins Log, der eine hatte 15TG nach OWD der andere 7.
Entsprechend abenteuerlich war auch der TG, einer grundelte am Boden der andere an der Oberfläche.

Ich will nun nicht behaupten daß alle PADI Taucher schlecht ausgebildet sind.
Aber PADI macht es seinen Instruktoren sehr leicht extrem schlecht ausgebildete Taucher zu produzieren. Das liegt wohl auch daran daß das Niveau bei den Prüfungen/Übungen sehr weit unten angesiedelt ist.

Wie stehst Du denn zu der Aussage:

"Der OWD Taucher ist dafür ausgebildet Tauchgänge mit Partner in einer Umgebung zu unternehmen die gleich oder besser ist als die Umgebung die er wärend seiner Ausbildung vorfand."
So ähnlich gibt es PADI wieder.

Ergo dürfen, nachdem OWD`s bei PAdI ja auch schon alleine im Schwimmbad (8 oder 10m Wassertiefe) ausgebildet werden dürfen, oder in Ägypten im warmen Wasser bei guter Sicht, dürfen diese Taucher eigentlich laut PADI selbst nicht in heimischen Seen Tauchen. Da dort ja die Bedingungen schlechter sind als bei Ihrer Ausbildung.

Gruß
Robert

Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:14
Robert, der Satz (über die OWD und die Umgebung) ist cool. Hast Du das auch aus dem PADI-Internet, wie ich mein Zitat? Ich tät mich ja totglucksen, wenn die (PADI) das mal wegen uns textlich anpassen? Nur leider lesen zu wenige Taucher hier mit.

Noch ein krasses Beispiel zwichen den Ausbildungswelten: mein Nachbar hat seinen Sohn (12 Jahre alt) zum Tauchenlernen geschickt. Den Grundtauchschein hat er bei uns im Verein gemacht (nach CMAS-Richtlinien), den "Tauchschein" jedoch bei PADI. Begründung meines Nachbarn: bei CMAS-Jugendtauchschein* dürfen 12 Jährige noch nicht bis 20 m runtertauchen, mit dem PADI OWD schon. Und genau das war ihm wichtig... Eure Meinung darüber ist sicherlich die Eröffnung einer neuen Forumsfrage wert?!
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:25
@Telemar-king: (habe ähnliches erlebt) liegt das am Verband oder an der (Urlaubs-)Basis?

Leider werden die Tauchbasen, die Tacheles mit ihren Gästen reden und die auch bei den Ausfahrten begleitet weiterausbilden, eher weniger als mehr. Wenn Du ein paar gute Empfehlungen in der Richtung hast (tropisches Urlaubsziel, kleine Tauchgruppen, gute Betreuung von Anfängern durch die Basis): immer her damit!

leistungsorientiert: Selbst P.Rachow gibt (korrekt) wider, daß P***-Vorgabe ist `Fertigkeiten werden geübt, bis der Schüler sie beherrscht`. Leider sind nun mal viele Schüler bei einigen Fertigkeiten in zwei Tagen noch nicht dazu in der Lage. Wegen des kommerziellen Drucks auf die Tauchbasis bekommen viele aber trotzdem ihr Brevet (Angst der Basis vor unzufriedenen Kunden). Das gilt auch für CMAS-Brevets auf Urlaubstauchbasen und für offensichtlich unfähige, aber brevetierte Taucher, wo die Basis eben KEIN offenes Wort spricht.

@all: habe irgendwo eine Statistik gelesen, daß die meisten *verunfallten* Taucher PADI-brevetiert waren. Vielleicht weil die meisten *Taucher* PADI-brevetiert sind?

Unfälle passieren (meistens) deshalb, weil der Verunfallte seine persönlichen Grenzen übertreten hat (bewußt (`Kick`), unbeabsichtigt (schlampige Persönlichkeit oder schlecht ausgebildet), oder er kannte sie gar nicht (sehr schlecht ausgebildet)). So war`s wohl auch hier in drei Fällen.

Allzeit gute Luft!
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:33
@Robert: das Zitat stimmt sinngemäß und ich halte den Inhalt für sehr sinnvoll, weil es sich um selbständige TG von zwei OWD als Team handelt. Wenn die OWD in Ägypten brevetiert wurden und im Bodensee tauchen wollen, sollten sie die ersten TG in der neuen Umgebung mit Guide machen (nach PADI natürlich ein `Discover Local Diving Programme` mit einem PADI-Professional ihres Vertrauens buchen... ).

Die Einschränkung rührt daher, daß OWD mit OWD tauchen darf (und soll, um Erfahrung zu sammeln und damit die Basis brummt!). Ein * dagegen muß sich immer einen *** suchen, damit er mit Gerät ins Wasser darf und seine 25 TG bis zum ** abreißen kann. Nur blöd, wenn kein *** mehr an dunklen uninteressanten Teichen interessiert ist und mit dem * tauchen will.

Tatsächlich sind die Anforderungen für die `Adventure Dives` (ich bemerke, daß Du Dich an der aus dem amerikanischen viel zu direkt übernommenen Marketingmasche störst) definiert. Auch ich würde ein AOWD-Brevet nicht mit einem ** vergleichen, weil bei beiden einfach andere Inhalte vermittelt werden.

Allzeit gute Luft!
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:37
@Telemar-king

Das stand so in einer PADI CD (Instructor Manual) ich glaube auch daß es im OWD Manual steht.

Gruß
Robert
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:45
@Blaues Wunder,

Du darfst die VDST Vorgaben nicht mit CMAS Vorgaben vermischen.
Der VDST sieht einiges etwas strenger was in meinen Augen auch sinnvoll ist.

Richtig AOWD <> ** leider wird, auch hier im Forum immer von einer Gleichbehandlung bzw. von gleichem Level gesprochen. Das stört mich.
Das führt auch immer wieder zu Aussagen von komerziellen Tauchschulen in der Art von. Natürlich weiß ich daß er die Anforderungen nicht erfüllt, aber was soll ich machen, lasse ich ihn durchfallen rennt er zur nächsten PADI Basis, legt Geld auf den Tisch und hat das Äquvivalent."

Der größte "Saustall" ist daß eine EUF (wer sind die schon) daherkommt und hier auch noch gleichheit (OWD - *) und (AOWD - **) suggeriert.
Da sieht man mal wieder daß man sich mit Geld einfach alles erkaufen kann.

Gruß
Robert
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:55
@Robert: was den EUF-Unsinn angeht, sind wir d`accord.

Ich selbst schaue eh weniger auf Brevet und Zahl der TG um die Tauchkompetenz zu beurteilen, sondern darauf, wie jmd. taucht. Und ja, es gibt (erschreckend) viele schlechte Taucher... andererseits muß auch nicht jeder vor der Bretagne einen GezeitenströmungsTG (am besten noch mit Deko) hinlegen können, wenn er nur vbF in Curacao angucken will. Er sollte dann das allerdings schon als persönliche Grenze erkennen....

Allzeit gute Luft!
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 11:02
Hallo Blaues Wunder, in meinen bisherigen Urlauben, in den ich auch getaucht habe, bin ich noch nie auf eine Tauchbasis gestoßen, die nach CMAS ausgebildet hat. Alle hatten (mal große, mal mittlere) PADI-Flaggen am Mast vor dem Basiseingang wehen. Sofern mehrere Standards möglich gewesen wären, war das vordergründig nicht zu erkennen und es wurde auch nicht beworben. Eine Antwort in Richtung "man hätte ja danach fragen können" lasse ich nicht gelten, da ein klassischer Urlauber von Verbänden und Ausbildungsstufen Null Ahnung hat.

Ob damit vorgeben ist, dass die meisten Unfällstatistiken mit PADI-TaucherInnen gefüllt sind? PADI-Standard ist und bleibt der weltweit am meisten ausgebildete Standard.
Antwort von WV_Depp Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 11:58
Da hast du natürlich Recht, eine Masse schlecht ausgebildeter Taucher fällt natürlich eher negativ auf, als die Taucher die eine ordentliche Ausbildung geschafft haben.

euer WV_Depp
Deshalb kann ja auch nicht jeder Mitglied im Weltverband werden.
Antwort von Engelchen Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 12:38
Ich persönlich halt es wie Peter. Alle die hier klug daherschreiben sollten erst mal richtig lese (bzw. Englisch) lernen, sich dann den Zeitungsartikel nochmal durch lesen. Evtl. ein PADI Instructor Manual hinterher und dann nochmal über den Stuss nachdenken der hier verzapft wird.
Falls ihr vor oder nach dem Kampfschwimmerflossentraining noch Zeit für sowas habt. Ansonsten nix für ungut, aber diese sogenante Diskussion hier ist auf derartig schwachem Niveau, da lohnt sichs gar nicht mit zu fechten.
Schon alleine die Tauchunfallstatistik. Man, man, man. Bitte Gehirn einschalten falls es mit den ganzen Blasen noch geht.
Aber was solls, den Neidern Ihren Spass.
Wolle
Rechtschreibfehler dürfen wie immer behalten werden.
Antwort von Platt Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 12:45
Das Problem ist keins von PADI, CMAS oder sonst einer Organisation, sondern eins von geldgeilen, skrupellosen Tauchlehrern.

Timo
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 12:47
@all
Eines solltet Ihr mir mal erklären

Die wichtigsten Fähigkeiten eines Tauchers, liegen doch im Bereich der Praxis. (Umgang mit der Ausrüstung, Tauchgangsplanung, Buddy, Partercheck, Maske fluten, Tarriern, Kontr. Auf- und Abstieg,Wechselatmung, Notaufstiege, was "tun" bei Partnerverlust, Selbstrettung, Wirkungsweisen und Einflüße beim Atmen unter Druck, Sicherheitsbewußtsein um bspw. Panik zu vermeiden und ABC - Maßnahmen bei Tauchunfälle.
Diese Lehrinhalte sind bei allen Verbände gleich.
Dies wird durch die Prüfung bestätigt!

Das jemand alle physikalischen Gesetzte auswendig und berechnen kann oder eine Klinik beschreiben kann, die im Erstfall so oder so flasch eingeschätzt wird, ist doch für das Tauchen nicht unbedingt wichtig.

Ich glaube kaum das hier einer, den Unterschied eines Lungenriss und eines Dekounfall am Patienten unterscheiden kann oder erkennt, ob jemand Naß oder Trocken ertrunken ist.

Wichtig ist doch, dass man die Lebensrettenden Sofortmaßnahmen und die Rettungskette einleiten kann.
Die wenigsten Taucher werden wohl Sauerstoff oder ein Stethoskop dabei haben.

Viele Wege führen nach Rom. Wenn der VDST oder andere CMAS - Verbände Ihre Schwerpunkte auf die Theorie und Leistungsfähigkeit setzen und PADI und SSI mehr eine praxisorientierte und levelbezogene Ausbildung verlangt, sind jedoch die o.b. Mindestanforderungen bei beiden gleich.

Und Praxis ist nun mal das wichtigste

Gruß Wallin

Oder sehe ich dies falsch
Antwort von WV_Depp Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 12:48
@Engelchen
jezt werd hier mal nicht persöhnlich.
ich schreib niee klug daher.
Meine Weißheiten sind von anderer Art.

Der WV_Depp
lang lebe der weltVerband
Antwort von WV_Depp Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 12:54
Jetzt aber mal Ernsthaft.
Ich habe schon Taucher erlebt die zum Auftauchen Luft ins Jacket blasen, und auch noch glauben, dass sie das richtig machen, nur weil sie über die physikalischen Regeln, die da dahinter stecken nicht Bescheid wissen.
Ich halte es also für wichtig auch Theoretisch über das Bescheid zu wissen was man da tut.

Mal echt ernsthaft WV_Depp
Antwort von CMAS_DIVER*** Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:05
Hallo!

Möchte noch ergänzen:
AOWD ist nicht gleichwertig mit CMAS** !!!

Bei Organisationswechsel gilt: CMAS** ist gleichwertig wie Rescue Diver

OWD und AOWD sollte man sowieso zusammenlegen, Tauchgänge ohne Prüfungen abzulegen bringt doch sowieso nichts, oder?

Lg
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:34
Wolle: wenn Du mein Beispiel mit der Statistik gemeint hast: jawohl, das war dafür gedacht, mal sein Hirn einzuschalten.

@Robert (habich eben vergessen): Die Unterschiede zwischen OWD und * sind marginal. Die zwischen AOWD und ** nicht.

@CMAS Diver: (zusammenlegen von OWD und AOWD, TG ohne `Prüfung`) bitte vor dem Urteil informieren.

Allzeit gute Luft!
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:34
Hallo Freunde, es ist zwar erst früher Nachmittag aber langsam wird mir ganz im Kopf. Wollen wir nicht einen neue Diskussion aufmachen? Die hier ist schön länger als meine PC-Mouse nach unten scrollen kann.

Ein paar von Euch würde ich gern mal am Tauchplatz begrüßen (weil Ihr meistens kein Bild in Euern REG-Daten habt), um vor, während oder nach dem Tauchen (am Grill mit dem Deko-Bier ) über Sinn und Unsinn von Tauchverbänden, Weltverbänden, Kampfschwimmerflossentrainings, Uferböschungsbetretungsbrevets usw. zu diskutieren.
Antwort von Engelchen Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:40
@WV_Depp:
Und ich hab in Kroatien schon TL* erlebt die keinen vernünftigen Bleicheck hingekriegt haben, oder **-Sterne Taucherinnen, die uns beim Nachttauchen schon am Boot, ne halbe Stunde vor Ankunft am Tauchplatz mit ihren Blitzpositionslichtern nerven wollten bis wir ihnen androhten sie über die Planke gehen zu lassen, oder **-Sterne Taucher die mir am Starnberger auf 30 m auf allen vieren entgegen kamen und von tarieren noch nie was gehört hatten. Da kann aber CMAS nix für. Oder volltrunkene Harakirie CMAS** Taucher die auf den Weg zum Spot schon so ne Fahne hatten, dass alles zu spät war und sich dann noch aufregen, dass sie nicht tauchen durften. Kann aber der Verband auch nix für.
Also komm nicht mit diesem billigen Padi gequatsche daher.
Ich bin selber TL, nehme aber deshalb nicht die schwarzen Schafe in Schutz. Wer sich beim Ausbilden an die im Manual vorgeschriebenen Standarts hält ist auf der sicheren Seite, nicht nur rechtlich sondern auch was eine korekte Ausbildung des Schülers angeht. Danach ist jeder für sich selbst verantworlich. Basta. Wer sich überschätzt sollte vieleicht Minigolf spielen, aber nicht Tauchen. Und wer sich von einer Basenleitung unter Druck setzen lässt sollte sich überlegen den Beruf zu wechseln.
Und wer klug über ein Ausbildungswerkzeug redet, selbiges aber noch nie in der Hand hatte sollte doch lieber ruhig sein. Wer sich angesprochen fühlt ist selbst schuld.
Z.B. ist die Tiefe des Pools bei der OWD Ausbildung klar definiert und ich weiss ganz genau das diese Tiefenangabe nicht 8-10m ist, oder auch der JOWD hat ein klares Tiefenlimit, aber nicht das hier geschriebene. Naja was soll man sagen, Besserwisser giebts immer und die werden auch nix dazu lernen und ... Nein halt das spar ich mir, da ich auch viele CMAS-Taucher kenne die echt voll in Ordnung sind und tauchen können und sich einen Schei** um Verbandsdiskussionen scheren.
Wolle
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:42
@wallin,

aber genau an diesen Fähigkeiten mangelt es doch.
Wie willst Du diese Fähigkeiten in einem 4 Tageskurs vermitteln?
Das Problem ist nicht das was niedergeschrieben ist, sondern das was effektiv gelehrt, geübt und abgeprüft wird.
Diese Beschreibungen sind so schwammig ausgelegt, daß letztendlich wirklich jeder diese Anforderungen erfüllt. Ist ja auch klar, wenn ich durch die Anzahl an Brevetierungen mich als Verband oder Firma an die erste Stelle setzen will, muß ich meine Anforderungen soweit herunterschrauben daß ich maximal brevetieren kann.
Letztendlich ist das das Dilemma in dem jeder Gewerbliche sich befindet. Einerseits will er vielleicht gut ausbilden, andererseits muß er um Geld zu verdienen Brevetieren.

Lese doch mal hier was über Vereine (ehrenamtliche Ausbildung) geschrieben wird. Sätze wie "Da musst Du erstmal ein Jahr lang Fliesenzählen bis Du deinen Schein hast", "gehe doch zu XX dort bekommst Du Deinen Schein nach einem Wochenende", "Tauchen lernst Du sowieso erst in der Praxis" sorgen für den Rest. Hier wird klargestellt daß man eigentlich nur Geld hinlegen muß und dann seinen Schein bekommt. Wer dann die ersten 100 TG überlebt ohne sich ins Unfallforum zu katapultieren wird es schon können.

Daß so "ausgebildete" Taucher irgendwann für Schlagzeilen sorgen leuchtet ein.

Ich habe nicht geschrieben daß PADI nur schlecht ausbildet, aber durch die sehr geringen Minimalanforderungen ist es für den Ausbildungsbetrieb leicht sehr schlecht ausgebildete Taucher zu produzieren, die aber die Minimalbedingungen erfüllen.

Gruß
Robert
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:50
@Blaues Wunder

>>Die Unterschiede zwischen OWD und *
>>sind marginal.

Vieleicht was die Praxis betrifft, in der Theorie aber z.B. Dekompression, Medizin da fehlt beim OWD eine ganze Menge.
Viele Kenntnisse die beim * vermittelt werden kommen bei PADI erst mit dem Divemaster oder MFA.

Gruß
Robert
Antwort von pklaffenbach Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 13:52
Aua, mal schauen ob ich überhaupt genug Zeit finde um alles niederzuschreiben, was mir so zu den Postings hier einfällt. Aber ich fange mal an und wenn ich einen der wirklich wichtigen Leute hier vergessen habe, entschuldige ich mich jetzt schon:
Telemar-king: Das ist Deine Interpretation von schülerorientierung. Und noch was: Deine Behauptung von einer Brevetaushändigung am zweiten Tag unterstreicht lediglich Dein ungenügendes Verständis der Materie. Ich würde hier empfehlen, dass Du die Philosophie von Dieter Nuhr verinnerlichst.
Für alle anderen: Die PADI Standards für den OWD verlangen unmissverständlich die Durchführung von 5 Pool- und 4 Freiwasser-TG. Da an einem Tag nicht mehr als 3 TG durchgeführt werden dürfen, kommt man zu einer Mindestdauer von 4 Tagen.
Lediglich ein Scuba-Diver Brevet könnte nach 2 Tagen vergeben werden. Aber diese Ausbildung ist ja nicht Gegenstand der Diskussion.
Richtig übel finde ich Deine Einstellung, mit Anfängern nicht tauchen zu wollen. Na herzlichen Glückwunsch. Wie sollen es die Leute denn lernen? Oder findest Du es besser, wenn nur Anfänger miteinander tauchen?
Ach ja, die empfohlene Grenze für PADI-OWD ist 18 nicht 20m. Wieder verweise ich auf Nuhr.

Robert: Vielleicht solltest Du das Instrcutor Manual mal gründlich lesen. Bei jedem AOWD-TG sind dezidierte Leistungsanforderungen spezifiziert. Und die gehen über die Anforderung, den TG einfach zu überleben hinaus (Bsp. Tief oder Navi oder EAN). Im übrigen ist auch hier der Erwerb der notwendigen theoretischen Kenntnisse obligatorisch. Der Instrcutor muss sich davon überzeugen, dass die Schüler die Theorie verstanden haben. Ein Test ist allerdings nicht notwendig, korrekt.

Blaues Wunder: Definiere doch mal "beherschen". Für mich heist das z.b. beim Maske abnehmen, dass die Maske am Ende wieder drauf ist, sie ist leer, der Schüler ist dabei nicht ertrunken und hat auch keine offensichtliche Panikattacke erlitten. Es muss ihm keinen Spass gemacht haben und die Durchführung braucht auch nicht schwebend über Kopf erfolgen. Würdest Du mehr erwarten?

Wallin: 100% Zustimmung

CMAS_DIVER: Warum bringen TG ohne Prüfung nichts? Es geht um die Erfüllung von Leistungsanforderungen. Die kann ich in Form einer so bezeichneten Prüfung abchecken, die kann ich aber auch im Rahmen von einen oder mehreren TG wiederholen lassen, bis sie klappen. Der Unterschied liegt darin, dass ich in einer klassischen Prüfungssituation in einem bestimmten Moment eine bestimmte Leistung bringen muss. Und genau das finden viele Menschen sehr schwierig. Für diese ist es wesentlich angenehmer, wenn sie quasi so ganz nebenbei "geprüft" werden, ohne dass sie es richtig merken.

Ansonsten ist die Zahl der mit irgendwas vergleichbaren Sterne sowas von egal, da ist der berühmte Reissack echt wichtiger.

Peter

Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:06
@Robert: Die Anforderungen an ein PADI-Brevet (z.B. OWD, besser noch: DM) sind bei weitem nicht so minimal, wie oftmals (und insbesondere in diesem Forum) dargestellt oder gar geglaubt wird. (Ein Vergleich OWD-* finde man bei St. Rachow, der allerdings einige Freiwasser-OWD-Anforderungen `vergessen` hat...) Was die Theorie angeht: darüber diskutieren wir hier aber nicht, oder? Die Verunfallten hätten sicher auch mit 1a Wissen über Kompartimente und maximal tolerierbare Gasüberspannungen ihr `Pech` gehabt.

TL mit beiden Brevetierungen (OWSI + TL**) haben hier eine sehr viel differenziertere Meinung als viele altgediente VDSTler.

Ich stimme Engelchen zu: wenn so ausgebildet wird, wie (verbindlich) vorgeschrieben, hat PADI sehr gute Programme!

Leider gibt es oftmals andere Zwänge, die einen Instructor verleiten, eben weniger (oder nix mehr außer Kohle) zu verlangen. In gewissem Maß habe ich da Verständnis für die kommerziellen Anbieter. Und auch hier ist bei weitem nicht jeder gleich (s. Hier klicken)

@pklaffenbach: (Skill wird beherrscht) nana, in einem PADI-Programm macht doch *alles* Spaß, oder? Ich hätte`s so interpretiert, daß der Schüler den Skill souverän durchführen kann. Also höchstens ein kleines bißchen anspruchsvoller als von Dir beschrieben

Darüberhinaus: was der Ex-Schüler nach dem Schein macht, was er mißachtet und was ihn schert, darauf habe ich als Instructor nur mittelbar Einfluß. Und wenn Tauchen als Freizeitbetätigung boomt und viel mehr Leute tauchen als 1958, dann trifft man auch viel mehr Inkompetente... achja, und die absoluten Unfallzahlen steigen auch.

@Telemar-king: wie bekomme ich denn die REG-Daten der Diskussionsteilnehmer? Irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch...

Allzeit gute Luft!
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:16
@Blaues Wunder

Klicke mal auf das kleine gelbe "Reg" neben dem Namen.

Du hast irgendwie schon recht was die Ausbildung angeht. Aber wenn DUr den TL** / OWSI mit der Masse an OWSI vergleichst die sich selbst mit großer Mühe unterwasser am Leben erhalten können (ich übertreibe hier bewusst etwas) ist dieser Ausbilder nicht das Maß.

Ich habe schon genung OWSI Instructoren in Shops, am See oder auf Ausflügen (Booten) gesehen daß ich es mir erlaube das hier zu schreiben.

Ein Zitat eines PADI Instructors (TEC) (was auch immer das sein mag) in einem Shop als er versucht hat einm Kunden einen Computer anzudrehen: "Mit einem normalen Luft Computer kann man keinesfalls mit Nitrox tauchen, denn der peipt nicht wenn man die gefährliche Tiefe erreicht".
Der Rest des Gespräches verlief in ähnlichem Niveau. Der Instructor Tauchte zu dem Zeitpunkt seit 1 Jahr und 8 Monaten (glaube ich).

Gruß
Robert
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:18
@robert
Das was Engelchen geschrieben hat ist absolut richtig

Erst mal die Manuals von PADI oder SSI und die Stardards durchlesen!
Dann wirst Du feststellen, dass PADI und SSI einen sehr umfangreichen und praxisorientierten Unterricht gestaltet haben.

Das jemand in 4 Tage einen Tauchkurs macht - ist mal wieder typisch und gleich reingehauen ohne zu überlegen!

Für mich wäre der geleistete Zeitaufwand wichtiger

Wenn jemand 4 Tage lang, von 9.00 Uhr bis Abends 20.00 Uhr einen Tauchkurs absolviert, ist selbst CMAS* möglich. (sofern jemand keinen Wassernasereflex hat)

Und der Schwachsinn das jemand 100 TG überleben muss um ein guter Taucher zu sein.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, keiner kann wohl behaupten das nach einem Tauchkurs, ob es bei CMAS oder PADI, man es mit einem Erfahren Taucher zu tun hat.

Die Praxis machts!

Mein Moto: Wer nicht taucht - taugt nix

Egal welcher Verba d, egal wieviel Sternchen oder Pick`s!

Gruß wallin
Antwort von mounty64 Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:25
@Peter
100% Zustimmung bis auf einen Punkt: Die Sache mit dem Scuba Diver. Da PADI inkl. dem Schuba Diver Programm diverse Vorstufen zum OWD anbietet, die
n i c h t zu einer zertifizierten Ausbildung gehören (laut EUF erst ab OWD)gibt es anscheinend Taucher und Basen, die Scuba Diver als ausgebildete Taucher akzeptieren. Im englischen Text zu diesem Unfall steht ganz klar "he was a Padi certified scuba diver" und nix von advanced oder sonst was. Die Padi Bestimmungen was das Scuba Diver Programm nach der Ausbildung erlaubt und was nicht ist völlig klar und unmissverständlich.

Übrigens, tauche ich (Padi Rescue) regelmässig und oft mit einer CMAS*** Koriphäe. Einige werden es kaum glauben, aber wir verstehen uns prächtig...
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:26
@Robert: tja, bei sowas weiß ich auch immer nicht, ob ich lachen oder weinen soll...

@all
Oft werde ich gefragt: saaach mal, Du bist doch Taucher, ich fahr` nächsten Sonntag nach XXX in den Urlaub, da gibts auch Tauchschulen, woran erkenne ich denn eine gute TS/einen guten TL?

Ehrlich gesagt, ich wüßte nicht, wie ich als noch-nicht-Taucher eine erkennen könnte. Ideen?

P.S.: das mit dem REG-Schildchen anklicken funktioniert bei mir nicht. Muß ich da nochwas einstellen?
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:33
@wallin,

Abschließend noch,

die 100TG waren einfach so hingeschrieben nimm 40 80 200 500 egal.
Worauf ich hinauswill ist die Einstellung daß ich für Geld meinen Schein erkaufe, aber die Fertigkeiten erst später erlerne.
Daß man durch Praxis diese Ferigkeiten vertiefen muß ist selbstverständlich. Aber dazu muß eine gewisse Grundfertigkeit einfach da sein.

Zum InstructorManual, ich habe es mal gelesen, ist aber schon 2 Jahre her. Mein Eindruck war daß das Niveau beim OWD (den habe ich mir genauer angesehen) schon sehr niedrig ist.

Daß ich die Inhalte eines Kurses dem Schüler in 4 Tagen wenn er rund um die Uhr Zeit hat, zeigen kann ist unbestritten. Ich wage es aber nicht zu behaupten daß der Kandidat dann die Grundfertigkeiten für einigermaßen sicheres tauchen beherrscht. Nur mal so, Theorie dauert bei uns im Verein 2 Tage a 9 Stunden (manchmal auch länger je nach den Fragen der Schüler). Danach will ich als Vortragender nicht mehr ins Wasser Die Schüler übrignes auch nicht. So also noch 2 Tage für die Praxis, da kann man die geforderten FreiwasserTG (Prüfung) machen. Jetzt fehlt nur noch das Hallenbad um Tarierung Gerätehandhabung Abtauchen Retten usw usw. zu erlernen. Du siehst, das klappt definitiv nicht in 4 Tagen.

Gruß
Robert
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:36
@Blaues Wunder
Ich hasse es wenn die kommerziellen Tauchschulen, hier immer wieder als Abzocker und Geschenkemacher hingestellt werden.

Im Gegensatz zu den Vereinen, besteht zwischen Kunden und Tauchschule ein Vertrag, der alle Lehrinhalte erforderlich macht.

Sollte ein TL dieses nicht richtig durchführen, kann der Kunde gegen die Tauchschule angehen und gewinnt jedes Verfahren, wenn der Nachweis nicht erbracht wurde, das die Standards nicht eingehalten wurden. (Egal welche Religon)

Deshalb zeichenen Kunden und Tauchlehrer im Trainingrecordsystem, die abgesleisteten Skill und Erkenntnis und Fähigkeiten ab.

Das es schwarze Schafe gibt, darüber wollen wir mal nicht reden.

Ach im übrigen für die CMAS, musste ich erst so einen Bogen erstellen.
Wie vieles, was bei PADI und SSI ganz normal dazu gehört.

Gruß wallin
Antwort von Oli78 Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:39
@ Wallin
stimmt ein guter Freund von mir hat OWD in 4 Tagen gemacht, von morgens 8 Uhr bis abends 20:30.

Hat aber das Brevet nicht ausgehändigt bekommen, da er bei 2 "Skills" zu unsicher war, bekam dafür aber einen Gutschein über 2 zusätzliche TG, bei den 2 TG wurden nochmals sämtliche Skills überprüft und er hat es dann auch das Brevet bekommen.

Also nich alles wo PADI draufsteh muss unweigerlich schlecht sein bzw. wird jeder brevetiert.
Antwort von Weltenbummler Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:42
@mounty64
Übersetz das doch mal:
Dr Bryson, who specialises in diving accidents, said he was amazed beginners could be certified at advanced level after just eight dives.
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:47
@robert
Ich weis ja nicht welchen Kampftauchschein Ihr im Verein, Euren Einsteigern vermittelt.

Ich kenne die Standards der CMAS ganz genau:
Ich bin selbst CMAS TL3 und SSI DCI!

Allerdings auf der kommerzeillen Schiene.

Dann schau Dir mal die Standards der CMAS genau an, wenn Du diese nicht hast kann ich Sie die gerne schicken und dann reden wir noch mal darüber.

Dann schau dir die Prüfungsbögen von der CMAS und SSI an und vergleiche.

Du wirst feststellen, beide sind nicht schwer und für jederman der im Unterricht zuhört, einfach zu lösen.

Um Gegensatz zur CMAS, gibt es bei der SSI, begeleitende LehrDVD und ein Lehrbuch, die sich die Schüler daheim reinziehen können usw. ec.

Gruß wallin
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:58
@wallin,

ja ja jetzt kommt wieder das übliche Geschwalle von wegen Kampftaucher. Na ja getroffene Hunde bellen.

Schau Dir doch einfach mal Hier klicken an. Dort sieht Du die Lehrinhalte des *. Ich schaffe das nicht in weniger Zeit, das liegt vielleicht daran daß mein Interess dahingeht dem Schülern was zu vermitteln und nicht nur einen Kurs abzuhalten.

Ich kenne die Inhalte des VDST genau, da ich nach diesen ausbilde. Dazu brauche ich mir nicht die er CMAS anzusehen.

Im übrigen vermittle ich in den Theorielektionen nicht nur die Antworten auf die 40 Fragen die in der Prüfung drankommen.

Schön daß es bei SSI und PADI DVD`s gibt, dann bekommt der Schüler zumindest halbwegs was vermittelt wozu die Ausbilder oft nicht willens, oder in der Lage sind.

Gruß
Robert
Antwort von pklaffenbach Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 14:59
och Mensch, irgendwie ist mir das schon fast zu blöd. Aber was hier so geschrieben wird kann nicht unkommentiert stehen bleiben. Am Ende glaubt den Schrott noch einer.
Lieber Robert: Die PADI OWD Ausbildung setzt auf dem Selbststudium des Kandidaten auf. Im Schulungsraum wird dann nur noch geschaut, ob alles verstanden wurde und ggf. offene Fragen beantwortet. Funktioniert prima an 2 Samstag Vormittagen. Da bleibt sogar noch Zeit für Nitrox
Und deshalb klappt das auch in 4 Tagen!

Dieses System setzt aber vernünftige Materialien voraus. Da die aber bei CMAS nicht vorhanden sind, bleibt dem armen Instructor nichts anderes übrig, als alles vorzukauen. Das bei der antiquirten Lehrweise wenig hängenbleibt ist verständlich. Das erklärt dann auch die Zahl der notwendigen Schulungstage. Wenn ich mir dann noch die empfohlene Literatur anschaue, läuft es mir kalt den Rücken runter. Gerne wird ja der Ehm genommen (steht bei mir auch im Regal, steht gut da). Hier erscheinen zwar immer mal wieder Neuauflagen, aber man kann nicht klar erkennen, wie alt die einzelnen Kapitel sind. WIMRE sind da Kapitel drin, die Max Hahn (Gott hab` ihn selig) geschrieben hat.
Peter
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 15:02
@wallin: Du mußt mich nicht , es liegt mir fern, irgendeinem Professionellen am Zeug zu flicken.

Weiß Gott bin ich kein Vereinstaucher, und daß es auch dort `Geschenke` geben kann, habe ich schonmal woanders diskutiert. Die Ausbildung im Verein hat halt ihre eigene Problematik, vieles davon finde ich für mich persönlich inakzeptabel.

Viel mehr nötigen mir Kommerzielle, die auch bei `anspruchsvollen` Kunden nach Programm vermitteln und noch Spaß bringen, Respekt ab (und ich kenne davon persönlich welche, die ich gern empfehle!).

Trotzdem gibt es halt viele schlechte Taucher, und die können nmA nun mal nicht durch peinliches Einhalten der Standards ausgebildet worden sein.

Allzeit gute Luft!
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 15:12
@pklaffenbach

ach jetzt verstehe ich,

bei Dir mache ich keinen Kurs sondern nur eine Prüfungsabnahme, da ich mir das Wissen und die Fähigkeiten selbst zuhause beibringen muß.

Warum kostet das ganze dann so viel?

Klar eine Prüfungsabnahme mache ich auch in 3 Tagen. (erster Tag Theorie, dann die Tauchgänge)

Lass mal, den Schrott schreibt ihr schon selbst.
Mir wird langsam zu blöd daß immer wieder auf Kampfschwimmerausbildung gedeutet wird wenn man versucht den Kursteilnehmenern wirklich was zu vermitteln.
Das ganze noch von den Kandidaten die, wenn sie am See sind innerhlab vo 4 Minuten dafür sorgen daß der ganze Ufergrund umgegraben wird da ihre Schüler Fähigkeiten, die bei vernünftiger Ausbildung im Bad (nicht beim Filmegucken) erlernt werden, nicht haben.

Wenn es aber so ist wie Du schreibst, daß der PADI TL mehr ein Lehrbuchausgeber und DVD verleiher/Verkäufer ist der dann auch noch einen Multiple joice Fragebogen korrigieren kann,
dann verstehe ich einiges jetzt besser.

Gruß
Robert
Antwort von Moritz_v.k. Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 15:33
Wieder das selbe Problem wie oben:
Es ist gut möglich, dass CMAS mehr theoretisches Wissen beibringt als PADI, aber auch hier ist es eine Sache der Eigenverantwortung:
Wer verbietet dem Taucher allgemein sich sich mit neuer Lektüre fortzubilden? Ich meine: Man kann einfach nicht alles Tauchwissen zwischen zwei Pappdeckel quetschen und gut. Hier werden halt unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.
Ausserdem ist das ja auch nicht aktuell bis auf immerdar.
Auch wenn es für die Taucher unangenehm ist:
Sie sind halt verpflichtet ihr wissen immer wieder aufzufrischen und der Verband hat damit nichts zu tun. Ausserdem liegt es doch vor allem im Interesse des Tauchers, er ist ja schließlich derjenige der 2Wochen nach dem Tauchen als aufgedunsene Wasserleiche aus`m Bach gefischt wird.

Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 16:07
@robert
OK - nemme das mit dem Kampftaucher wieder zurück.

Ich als Dienstleister, bin bestrebt unseren Kunden, ein guten, professionellen und spaßmachenden Tauchkurs anzubieten.
Es gibt wohl nichts schlimmers, wie negative Werbung. Deshalb sind wir bestrebt, dass unsere Kunden zufieden und glücklich sind.
Im Bereich der Ausbildungslehrinhalte sind wir transperent, was bedeutet, der Kunde weiß genau was er machen muss und was nicht.
Ich kenne keinen, der freiwillig, mehr absolvieren möchte, wie eigentlich gefordert ist.
Bei allen Kombikurse, die wir durchführen, wird bei den Kunden die Schwimmerei, Abtaucherei und Apnoe - Sachen, als notweniges Übel gesehen.
Es wird gemacht, weil es gemacht werden muss.

Hier kann man wochenlang auf die ABC - Prüfungen trainieren, oder mit gezielte Einheiten auf den Prüfungsabschluß hinarbeiten.
Effizienz nennt man das! Schließlich hat man ein Zeitfester und man weis nie was der morgige Tag einen bringt.
Plötzlich ist die Bude voll und im Pool hängen immer noch Schüler rum, die normaler Weise schon lange fertig sein sollten.
Hier kriegen dann mein TL ein Problem mit mir!

Das sind sicherlich Dinge, mit dem sich ein Vereins-TL nicht ausseinander setzten muss.

Im übrigen gehören viele Vereinstaucher, zu meinen Kunden, weil Sie vom wochenlangen ABC - Schwimmereien, ohne überhaupt mal aus der Flasche geatmet zu haben, die Schnautze voll haben.
Die wollen einen Tauchkurs und keinen Schwimmkurs absolvieren. Was jetzt nicht bedeuten soll das dies in jedem Verein gehandhabt wird.

Dann habe ich die Erfahrung gemacht, das das Interesse und Zeitverfügbarkeit bei zahlenden Kunden höher ist, als bei Vereinsleuten.

Und eines kann ich Dir versprechen, bei uns und bei vielen anderen Tauchschulen, gehen die Kunden raus, haben alle Standards vermittelt bekommen und beherrschen diese und in zwei Jahren, kommen die wieder und können gar nix.

Und weisst Du warum

Beim Blick ins Logbuch stehen da immer noch 5 TG.

So ist es halt!

Mit einem Update - Skill - werden Sie dann wieder zu den erlernten Fähigkeiten geführt.

ENDE und Schluß

Wallin
Antwort von pklaffenbach Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 16:32
Na also, geht doch. Du hast es begriffen Robert.
"... bei Dir mache ich keinen Kurs sondern nur eine Prüfungsabnahme, da ich mir das Wissen und die Fähigkeiten selbst zuhause beibringen muß."
Allerdings nur fast: Eben keine Prüfungsabnahme sondern individuelles Training (soviel wie nötig, sowenig wie möglich) damit der Schüler die Leistungsanforderungen beherscht.
Ich sehe mich auch nicht als den großen Alpharüden zu dem alle ehrfürchtig aufblicken sollen. Ich lasse die Leute stattdessen dann lernen, wenn sie das selbst für richtig halten. Meine Rolle besteht nur darin, den Lernerfolg nachzuhalten. Und im Bedarfsfall erklärend einzugreifen.
So ist das jedenfalls für das theoretische Wissen. Aber auch in der Praxis lernt der eine schneller, der andere langsamer. Mein Hauptaugenmerk gilt dann dem, dem die Dinge etwas schwerer fallen. Und bevor es zum ersten mal in den See geht, können bei mir alle Schüler im Pool schweben. Das dann im See ab und an die Tarierung auch mal nicht so gut funktionert ist klar. Aber tauchen lernt man nur durch tauchen. Und da gehört auch das probieren mit der Tarierung dazu. Da müssen auch Fehler erlaubt sein.

"Warum kostet das ganze dann so viel?"
Wieviel kostet es denn? Bei uns 199€. Da geht dann die MwSt ab, die Kosten für Lehrmaterialien, Pool, Abnützung der Ausrüstung, Luft, etc. Was kostet es denn bei Dir?

Peter
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 17:46
@pklaffenbach
Armer Peter "199,- Euro" Komplettpreis

Bei dem Preis, würde ich mich Fragen, ob ich nicht lieber auf dem Sofa liegen bleiben soll.

Schade das sich manche Tauchbetriebe immer unter dem Wert verkaufen müssen.

Gruß Wallin
Antwort von Ein Taucher am 10.08.2006 - 17:58
Ich hatte gerade zwei Kunden im Laden. Beide haben vor zwei Jahren bei mir den CMAS * gemacht.

Sie haben sich nun nach einer weiteren Ausbildung erkundigt.

Ich habe ihnen daraufhin die Möglichkeiten CMAS ** mit den zuvor durchzuführenden Specialties und SSI AOWD (4 komplette Specialties) aufgezeigt und ihnen die Inhalte der Kurse und das Lehrmaterial gezeigt. Dann habe ich ihnen die Kursabläufe erklärt.

Nun ratet mal, welchen Kurs die gebucht haben!

Den AOWD von SSI. Ausschlaggebend war dabei ganz klar das bessere Material und die Abwechlung im Kurs.

Zu jedem Specialty gibt es ein Buch und eine DVD. Die Kunden sehen sich die DVD an, beantworten die Fragen (die DVD ist interaktiv) und arbeiten das Buch durch. Kontrolliert wird das, indem ich den Lückentext, der ausgefüllt werden muss, duchsehe. Anschliessend werden offene Fragen geklärt und wir gehen ins Wasser. Bei drei Tauchgängen an einem Tag sind die Schüler dann in zwei Tagen fertig. Bei weniger Zeit und wenn die Kunden das wünschen, machen wir 8 Tauchgänge an vier Tagen.

Das ist Ausbildung, wie die Kunden sie wollen. Sie können die Theorie in ihrem eigenen Tempo lernen und das wann immer sie wollen.

Die Zeiten der Frontalvorträge, bei denen eh nur 20% hängen bleiben, sind offenbar vorbei.

Und wenn die CMAS bzw. der VDST das nicht hinbekommt, wird er weiter Anteile verlieren.
Antwort von tom67 Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 18:48
Möchte mich an dieser Stelle mal bedanken für diese lustige Verbands-Diskussion. Hat Spaß gemacht zu lesen. Muß mal wieder feststellen, daß es hier Leute gibt, die irgendwelche Argumente in den Raum stellen, obwohl sie sich nie die Mühe gemacht haben sich mal die einzelnen Ausbildungsinhalte bzw die Materialien angeschaut haben.

Eine Frage hab ich dann doch noch an die gloreichen Anhänger der CMAS:
Ist ein CMAS*-Taucher, der sein Kärtchen in 5 Tagen im Urlaub macht, nicht genauso ein, wie ihr sagt, abgezockter Taucher ohne Ahnung und das wo es für CMAS-Kurse so super Ausbildungsmaterial gibt? Ist so etwas überhaupt möglich????

@pklaffenbach: reg dich net auf, denke einige Begreifen es nie!
@EinTaucher: genau, modern gestaltete Kurse sind eben anziehender als Antike
Gruss Tom
Antwort von Nemo1 am 10.08.2006 - 19:34
@ all
Es ist doch immer wieder schön zu sehen welcher Verband ä`Tauchlehrer/schule die beste/preiswertste ist. Es ist doch sehr erschreckend was in diesem Tread zu lesen ist. Ich will keinem beistehen, aber wenn derartige Vorfälle (OWD in 2 Tagen) an PADI gemeldet (mit Zeugen) kann der TL schon mal bei der BA sich nach einem neuen Job erkundigen, ähnlich verhält es sich bei VDST, oder SSI.
Natürlich ist es in der heutigen Zeit schön wenn man das Kärtchen schell in der Hand hält, aber es zählt doch wohl die Qulalität mehr als die Quantität.
Die Frage sollte jeder für sich selber beantworten was für ihn wichtiger ist.
Antwort von AndréM Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 06:29
@Ein Taucher

" Das ist Ausbildung, wie die Kunden sie wollen. Sie können die Theorie in ihrem eigenen Tempo lernen und das wann immer sie wollen. "

Schuldige, aber das ist Blödsinn!

Ich hab nen SSI OWD, Navigations-, Tieftauch- und Wrackspecialty.

Und ich stehe nicht alleine mit meiner Meinung, das die Ausbildung bei SSI viel zu oberflächlich und diese tollen Bücher zwar teuer aber sonst hundsmiserabel sind.



Antwort von robert Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 07:26
@AndréM

da kann doch gar nicht sein,
wie wir aus obiger Diskussion gelernt haben wird ausschließlich dort definiert was fundierte Ausbildung ist.
Ich glaube so mancher verwechselt da fundiert mir minimalistisch.

Ich möchte niemandem absprechen daß er nicht auch bei diesen Verbänden gute Ausbildung bekommen kann, wird aber nur das vermittelt was in den Lehrbüchern steht so ist das herzlich wenig und in meinen Augen nicht ausreichend.

@pklaffenbach

Dein letztes Posting zeigt mir das genau nur das minimum gelehrt wird.
"Damit der Schüler die leistungsanforderungen beherrscht", Deine Worte.

Was soll das Geschwafel mit "Alpharüde", hör doch auf rumzupolemisieren, das ist Bildzeitungsniveau. Obwohl, passt eigentlich genau.

Gruß
Robert

Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 11:16
Jetzt mal langsam, bevor hier wieder Dingen verallgemeinert werden.

Ich distanziere mich von den Aussagen beider Kollegen und finde reine Homestudy Unterrichte auch nicht i.O.

Aber gut, jedem das Seine und bei bspw. 199,- Euro Kursgebühren, ein Gegenwert der vertretbar und auch nicht mehr Wert ist.

Ich denke mal, dass wenn man mit Kunden zu tun hat, die einem einen größeren zeitlichen Rahmen zur Verfügung stellen, (abends, in der Freizeit) wie bspw. bei Urlaubsbasen, ist das ein großes PLUS, weil dann Tauchkurse, die in D durchgeführt werden, eine höhere Qualität wieder spiegeln.

Dafür kann man auch bedeutend mehr als 199,- Euro verlangen.

SSI und PADI erlauben Homestudy durchzuführen.
Dies wird normaler weise angewandt, wenn Teilnehmer für die Theoriesektionen keine Zeit haben.

Nur Homestudy - Unterrichte vermitteln, dass Minimum und hier stimme ich robert zu.

Die Ideologie der SSI ist Lernen durch Wiederholungen, was bedeutet, die Kursteilnehmer bereiten sich vor den Lehrsektionen mittels LehrDVD und Lehrbuch vor.

In den Unterrichtseinheiten werden dann die Lehrinhalte nochmals tiefer behandelt. Der Lehreffekt ist, damit bedeutend besser und bei den Kursteilnehmer bleibt hier mehr hängen.

Viele Tauchschulen machen dies so und im eigentlichen Sinn wird dies beim ITC und IE auch so gelehrt und geprüft.

Das aus betriebswirtschaftlichen und Verfügbarkeitsgründen, Ausnahmebedingungen zur Lehrart und hier als moderne Unterrichtform verkauft wird, ist absoluter Schwachsinn und wie schon o.b., distanziere ich mich und halte dieses nicht für gut.

wallin





Antwort von lakotadiver Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 11:18
nun ich ach noch,

ich denke es ist eine Frage des Ausbildenders, wie ausgebildet wird. Sicher ist bei PADI alles Standart was die Ausbildung angeht. Somit wird eine individuelle Ausbilung angepasst auf den jeweiligen Schüler sicher nicht immer anzutreffen sein. Es ist auch fraglich ob die Übungen im Pool oder auf dem Boden hockend etwas mit der realen Welt unter Wasser zu tun haben. Ich habe beide Ausbildungssysteme kennengelernt und muss sicher den Leuten recht geben, das PADI wesentlich mehr Unterrichtsmaterial zu Verfügung stellt (kostet ja auch was), und somit die ausbilderischen Fähigkeiten des Ausbilders sich darauf reduzieren die Standarts abzuarbeiten. Ist bei den bekanntlich anderen Organistionen (nach CMAS) meistens anders,eben weil da der TL noch individueller die Ausbildung gestalten kann. Hat einen kleinen Haken, wenn der TL nicht ein guter Ausbilder ist fällt das mehr ins Gewicht. Bei PADI Standarts musst Du Standarts abarbeiten, vormachen schön ruhig, ohne Stress. Mein Freundin hat letztes Jahr ihre Ausbildung im Atlantik gemacht von Pool keine Spur (weil da war keiner nur ne Bucht) TL imer an Ihrer Seite und am Ende oder mittendrin der TG immer noch Übungen drangehängt individuell angepasst. Theorie abends selber gebüffelt. Hat insgesamt 8 Tage gedauert aber Sie hat es begriffen und wurde während der TG einfach so mittendrin mit Problemen und Aufgaben konfrontiert. War ne super Ausbildung ohne viel Tam Tam, auf das wesentliche reduziert und konzentriert aber das ordentlich. Das fehlt mir bei PADI.
Aber hauptsächlich ist es eine Frage des Ausbilders und seinen Interessen (Leute gut auszubílden oder Geld zu verdienen vielleicht ja auch beides.
Antwort von niemand bestimmtes am 11.08.2006 - 12:04
Für mich ist "home-study" mit reiner Erfolgskontrolle durch den TL der einzig akzeptable Weg für die Theorieausbildung, denn ich finde es als intelligenter Mensch vollkommen inakzeptabel, mit 20 Holzköpfen in einem Raum dutzende male simpelste Aufgaben zu wiederholen, bis es endlich auch der allerletzte Depp verstanden hat. Dafür wäre mir meine Zeit einfach zu schade.
Antwort von Ein Taucher am 11.08.2006 - 12:16
@AndréM:

Dann kannst du ja die Ausbildung nach CMAS wählen. Da spricht doch überhaupt nichts dagegen.

Niemand hier stellt in Abrede, dass die Theorieausbildung bei CMAS umfangreicher und tiefgründiger ist. Für alle, die das wollen ist die Ausbildung sicher geeignet und gut.

Es stellt sich nur die Frage, ob dieses detaillierte Wissen notwendig ist, um sichere Tauchgänge durchzuführen. Und da bin ich mir nicht sicher. Nehmen wir das Beispiel "Auftauchen mit angehaltenem Atem": Muss ein Tauchschüler die verschiedenen Arten von Lungenüberdruck-Barotraumen kennen? Reicht es nicht, wenn man ihm erklärt, was passieren kann ohne auf die Details einzugehen?
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 12:35
@niemand bestimmtes
Ist doch schön! Das wird dann auch so beim Vertragsabschluß (Tauchkurs)vereinbart.

Der Kunde ist König!

Ich habe nicht gesagt, dass ich kein Homestudy durchführe.
Dies sind jedoch Ausnahmesituationen, die zum normalen Ablauf – angeboten werden kann.
Doch dies so hinzustellen, dass dies für alle und jeden, dass einzig Wahre ist - halte ich für falsch.
Man hat es ja schließlich nicht immer mit „studierte“ und „promovierte“ zu tun.

Ärzte, Anwälte ec. die oft in der zeitlichen Verfügbarkeit aufs min. eingeschränkt sind, bietet diese Lehrmöglichkeit, überhaupt eine Teilnahme.

wallin
Antwort von robert Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 13:15
@wallin,

schön daß wir doch noch zusammengefunden haben.

Das ist doch auch meine Aussage bezüglich PADI.

Das minimum das da in den Anforderunen definiert wird reicht nicht aus.

Daß es OWSI gibt die mehr machen und vernünftig ausbilden will ich ja auch nicht angreifen.
Es gibt aber auch sehr viele die sich genau an das nicht ausreichende Minimum halten aber trotzdem sich innerhalb der Firmenvorgaben bewegen.

Gruß
Robert