Probleme beim Druckausgleich Abgesandt von BSC am 30.06.2003 - 17:09:
Hallo!
Ich habe fast immer Probleme mit dem Druckausgleich. Ich gehe viel langsamer nach unten als meine Tauchbegleitung (ca. 3 mal langsamer), und ab einer Tiefe von 3 - 4 Meter tretten dann die Probleme auf. Obwohl ich permanent Druckausgleich mache. Also Luft durch zugehaltene Nase pressen und oder Schlucken.
Bin ich erst einmal unten, ist nach 1 bis 2 Minuten alles bestens, und der Tauchgang kann losgehen. Bin ich aber nach dem Tauchen wieder zu Hause, habe ich ein Knacken in den Ohren, ein Gefühl als ob ich Watte im linken Ohr hätte, ...
Ich habe mich auch von einem HNO-Arzt komplett Untersuchen lassen (der Arzt ist selber seit langer Zeit ein aktiver Taucher). Er konnte aber nichts feststellen.
Bin ich zu blöde im einen anständigen Druckausgleich zu machen?
Kann mir jemand irgend einen Tipp geben?
Ansonsten muß ich wohl das Tauchen aufgeben. Denn so kann es ja nicht weiter gehen.
Antwort von Tim am 30.06.2003 - 17:57 Vielleicht machst deinen DA zu stark und dehnst dein Trommelfell etwas heftig ? "Übst" du vielleicht vorm in Wasser gehn den DA sehr intensiv ? Dann lass es mal sein. Und mach den DA beim abtauchen nur vorsichtig.
Das waren nur ein paar Ideen von einem Laien....
Antwort von Bert Rudeck am 30.06.2003 - 19:55 @BSC
"Bin ich aber nach dem Tauchen wieder zu Hause, habe ich ein Knacken in den Ohren, ein Gefühl als ob ich Watte im linken Ohr hätte, ... "
Das habe ich auch von Zeit zu Zeit. Da ich nie Probleme mit dem Druckausgleich habe, hat dies mit deinem eigentlichen Problem wohl eher nichts zu tun.
Antwort von Stefan am 01.07.2003 - 08:26 das gefühl mit der Watte in den Ohren kann daher rühren, dass du klitzekleine Blutergüsse am Trommelfell hast. Was wiederum durch den Druckausgleich kommt. So ist das mir mal passiert, alledings heftiger mit 2 Tagen Tauchpause im Urlaub.
Mir ist ausgefallen, dass ich vor allem Probleme habe, beim freien Abstieg als beim langsamen abtauchen vom Ufer aus.
Vielleicht ist das bei Dir genauso? Tauche mal vom Ufer aus ab....Nase vorher ordentlich schnäuzen....DA an der Oberfläche und dann so wie gehabt aber vor allem eins ist wichtig: SETZ DICH NICHT UNTER DRUCK UND LASS DIR ZEIT!
Dadurch das man langsamer ist, fühlt man sich indirekt genötigt mehr und öfter zu drücken, damit überreizt Du alles und hast dann die beschriebenen Probleme.
Laß Dir Zeit!
Ich sage das ggf. vorher meinem Buddy.
das hatte ich am Anfang auch. Versuche vor dem Tauchgang kräftig die Nase zu putzen, nach dem Tauchgang auch. So mach ich es immer und es hat mir geholfen. Eine gute Methode den DA hinzubekommen ist Unterkiefer zu verschieben. Entweder nach vorn oder hinten. Das muß man ausprobieren. Ist mit dem Atemregler im Mund nicht ganz einfach, aber da gewöhnt man sich dran.
Gruß Ilka
Antwort von Jackie am 01.07.2003 - 09:24 Hallo BSC
warum und wieso kann ich dir leider nicht sagen. Aber ich hab es genau wie du, ich spür meine Ohren auch! Die ersten 10 m geht es bei mir auch sehr langsam, ich mach den DA mit Schlucken und Kiefer verschieben (kauen). Ab ca. 10-12 m spür ich plötzlich wie meine Ohren sich "befreien" und ab dann hab ich überhaupt keine Probleme mehr.
Lass dich einfach nicht stressen und sag deinen Buddys, dass du einfach langsam abtauchen willst/musst um den DA sauber herzukriegen. Sollten sie motzen, dann sind es keine guten Tauchpartner. Für meine Tauchpartner/innen ist das überhaupt kein Problem und sie richten sich an meine "Langsamkeit". Sobald die Ohren gut sind, gib ich ein OK und dann können wir schneller abtauchen.
Also, lass den Kopf nicht hängen und hab weiter noch viel Spass am tauchen
Jackie
Antwort von Kormoran am 01.07.2003 - 10:08 Könnte es sein, dass Du ganz einfach zu viel DA machst und der Druck kein Unter- sondern ein Überdruck ist? Dazu passt auch Deine Aussage, dass nach erreichen der Tiefe nach ein, zwei Minuten die Probleme weg sind. Ich habe das selbst schon erlebt, dass Leute auch in konstanter Tiefe immer wieder mit Gewalt versucht haben, noch mehr Luft ins Ohr zu bekommen.
Ich kenne andererseits viele Leute, mich eingeschlossen, die gar keinen aktiven Druckausgleich machen müssen, wo die Luft sozusagen von alleine ist Ohr pfeift.
Ich glaube, dass das Thema oft mit einer gewissen Panik besetzt ist. Aber das Trommelfell platzt nicht so einfach bei der kleinsten Druckdifferenz. Falls die Gefahr wirklich droht hast Du _echte_Schmerzen_. Ein leichtes Druckgefühl ist beim Ab- und Aufstieg völlig normal und man muss nicht sofort mit Gewalt versuchen, das Ohr aufzupusten. Geh einfach mal lockerer mit dem Thema um, tauch so langsam ab, wie Du das für sinnvoll hältst.
Antwort von BSC am 01.07.2003 - 12:40 Erst einmal vielen, vielen Dank für eure ermutigenden Beiträge!!!
Ich werde bei meinen zukünftigen Tauchgängen den Druckausgleich mit Sicherheit viel besser bewältigen.
Was ich noch meinem ersten Beitrag hinzufügen wollte ist:
1. Ich hatte bereits durch einen verpatzten DA einen Tuben Katar (Blauer Fleck auf Trommelfell)
2. Bei meinen letzten DA versuchen hatte ich nicht nur ein Druckgefühl, sondern schmerzen.
Aber in Zukunft läuft das ja jetzt alles viel besser!
Nochmal herzlichen Dank an alle.
BSC
Antwort von Stefan am 02.07.2003 - 12:00 Hatte ich Anfangs auch. Das lag daran, dass die Trommelfelel einfach nicht richtig gängig waren. V. a. im kalten See ist das aufgetreten, weniger im Schwimmbad. Ich selber ahbe extrem enge Gehörgänge.
Vielleicht gibt es sich bei Dir auch. Ich bin inzwischen in ganz kurzer Zeit unten, kann mich quasi frei fallen lassen.
Deine "Symptome", wie Du sie bei dir beim Abtauchen beschreibst, treffen haargenau auch bei mir zu. Ab ungef. 4m habe ich Schmerzen in rechten Ohr (links ist bei mir immer einwandrei, Kummer macht nur das Rechte Ohr). Ich halte dann auf 4m an und dümple dort ne Weile rum und lasse mich dann gaaaanz langsam rumdümpelnderweise absacken. Einmal unten angekommen ist alles perfekt.
Ich war auch schon bei zwei (!) HNOs, die selber tauchen, und beide haben volle Tauchtauglichkeit bestätigt.
Nun zu meinem Tip, den ich selber hier mal in diesem Forum bekommen habe:
Wenn Du ins Wasser hüpfst, dann mache bereits unmittelbar VOR dem Abtauchen noch an der Oberfläche, einen Druckausgleich. Also Nase zuhalten und reinblasen. Mir hat das erstaunlicherweise oftmals geholfen. Mal mehr, mal weniger, aber immerhin.
Und im Laufe der Zeit hat sich das Problem bei mir auch relativiert. D.h. mit der steigenden Zahl meiner TG geht es immer besser.
Ich war vor zwei Wochen für eine Woche Tauchen in Safaga und dort habe ich festgestellt, daß ich kaum mehr Probleme mit den rechten Ohr beim Abtauchen habe, sondern jetzt meist schon genauso "schnell" runter komme wie meine Buddies. Vielleicht ist es daher auch eine Frage der "Gewöhnung" und des "Trainings". Ein HNO hat mir auch gesagt, ich solle viel tauchen gehen, weil ich dann automatisch "meinen Körper besser kennenlerne" und dann im Unterbewußtsein meinen Druckausgleich immer besser hinbekommen würde. In Safaga hat das anscheinend geklappt.
Fazit:
1. Bereits an der Oberfläche kurz vor dem Abtauchen einen Druckausgleich durchführen
2. Unbesorgt weitertauchen, vielleicht bessert sich die Situation bei Dir genauso wie bei mir (Gewöhnung, Training, Körperkontrolle...)
Viel Spaß!
Antwort von klausfit am 09.07.2003 - 09:54 Habe gelegentlich die gleichen Symptome, wenn ich zu wenig getrunken habe oder auch nach längerer Autoanfahrt. Habe mir in der Drogerie ein Meerwasser-Nasenspray gekauft (also kein abschwellendes Mittel). Seit dem funkioniert das mit dem Druckausgleich prima! Das Mittel gibts z.B. bei Schlecker.
Antwort von Hendrik am 09.07.2003 - 12:54 Hallo Klausfit.
Wie heißt denn das Nasenspray? Habe nämlich gelegentlich auch Probleme. Meißt ist es so, daß ich z. B. bis 9 Meter komme und dann nicht weiter. Wenn ich dann etwas höher gehe, (7 Meter), kommt es vor, daß ich mich auf dieser neuen Tiefe festhänge oder wieder bis 9 Meter runter komme, aber dann wieder nicht weiter.
Möchte auch keine Nasentropfen nehmen, die evtl. die Schleimhäute angreifen.
Antwort von Aragorn am 11.07.2003 - 11:29 Hallo zusammen
Sehr informativ und hat auch viele verschiedene Methoden die auch vor dem Spiegel geübt werden können.
Gruss Aragorn
Antwort von Pommes am 05.08.2003 - 11:13 Ich hatte das im letzten Jahr auch. Bei mir lag das an einer Infektion. Mein Körper hat dann Flüssigkeit gebildet um den Druck auszugleichen. Das Ergebnis war ein Paukenerguss mit Hörbeschwerden und einmal sogar einen Drehkreisel beim Auftauchen.
Antwort von rattenbergl am 05.10.2005 - 11:55 Hallo, ich habe die gleichen Probleme, mit Salzwasser, also einem kurzen Wasserschluck zum Gurgeln oder Nasespülen im Meer hilft bei mir immer recht gut, ich werds jetzt auch mal mit dem Salzwassenasenspray probieren. Im Bergsee krieg ich nämlich die Probleme nicht hin und hab auch immer 2 Tage ein Druckgefühl in den Ohren und das Knacken ist auch immer ein paar Tage zu hören. Grüße an alle und spült vor dem Abtauchen auch mal nen Schluck Salzwasser.
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